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Der vorletze Roman von Erich Maria Remarque ist eine aktuelle Mahnung aus dem Jahr 1962
Remarque beschreibt in einer sehr poetischen Sprache das Aufeinandertreffen des Ich-Erzählers und Josef Baumann in einer Nacht in Lissabon zu Beginn der 1940er Jahre. Baumann ist aus Deutschland geflohen, weil er aufgrund seiner politischen Aktivitäten um sein Leben fürchten musste. Sein Schwager Georg, Mitglied der Gestapo, hatte ihn bereits einmal denunziert und ins Konzentrationslager deportieren lassen. Nach seiner Freilassung floh er nach Frankreich, wo er eine falsche Identität annahm und zu Josef Schwarz wurde. Zunehmend fühlte er sich zu seiner Frau Helen hingezogen, die noch immer in Osnabrück wohnte und von der er jahrelang nichts hörte. Über gefährliche Wege über die Grenze kehrt Schwarz zurück nach Osnabrück und flieht dann mit Helen über die Schweiz nach Paris. Zunächst führen sie noch ein relativ sicheres Leben, dennoch immer auf der Hut, denn sie wissen, Georg setzt alles daran, sie ausfindig zu machen. Das alles ( und noch viel mehr) erzählt Baumann/ Schwarz dem wildfremden Ich-Erzähler in dieser Nacht in Lissabon. Als Dank für sein offenes Ohr schenkt er ihm zwei Tickets für eine Schiffspassage nach Amerika, Visa und seine Identität. Was bewegt Schwarz das zu tun? Was passiert mit Helen? Auf diese Fragen gibt das Buch Antwort. Durch eine wunderbare Sprache spürt man die Verzweiflung, Trauer und Liebe. Die Lesenden erhalten Einblick in das Leben der Emigranten im Frankreich des Zweiten Weltkrieges. Am Ende des Buches gibt es Interviews Remarque und Einordnungen aus den 1960er Jahren. Besonders eindrücklich fand ich, dass er 20 Jahre nach Kriegsende anmahnte, sich erzählerisch mit der Nazizeit auseinander zu setzen. Leseempfehlung 📚
12. Dez. 2025
Der vorletze Roman von Erich Maria Remarque ist eine aktuelle Mahnung aus dem Jahr 1962
Remarque beschreibt in einer sehr poetischen Sprache das Aufeinandertreffen des Ich-Erzählers und Josef Baumann in einer Nacht in Lissabon zu Beginn der 1940er Jahre. Baumann ist aus Deutschland geflohen, weil er aufgrund seiner politischen Aktivitäten um sein Leben fürchten musste. Sein Schwager Georg, Mitglied der Gestapo, hatte ihn bereits einmal denunziert und ins Konzentrationslager deportieren lassen. Nach seiner Freilassung floh er nach Frankreich, wo er eine falsche Identität annahm und zu Josef Schwarz wurde. Zunehmend fühlte er sich zu seiner Frau Helen hingezogen, die noch immer in Osnabrück wohnte und von der er jahrelang nichts hörte. Über gefährliche Wege über die Grenze kehrt Schwarz zurück nach Osnabrück und flieht dann mit Helen über die Schweiz nach Paris. Zunächst führen sie noch ein relativ sicheres Leben, dennoch immer auf der Hut, denn sie wissen, Georg setzt alles daran, sie ausfindig zu machen. Das alles ( und noch viel mehr) erzählt Baumann/ Schwarz dem wildfremden Ich-Erzähler in dieser Nacht in Lissabon. Als Dank für sein offenes Ohr schenkt er ihm zwei Tickets für eine Schiffspassage nach Amerika, Visa und seine Identität. Was bewegt Schwarz das zu tun? Was passiert mit Helen? Auf diese Fragen gibt das Buch Antwort. Durch eine wunderbare Sprache spürt man die Verzweiflung, Trauer und Liebe. Die Lesenden erhalten Einblick in das Leben der Emigranten im Frankreich des Zweiten Weltkrieges. Am Ende des Buches gibt es Interviews Remarque und Einordnungen aus den 1960er Jahren. Besonders eindrücklich fand ich, dass er 20 Jahre nach Kriegsende anmahnte, sich erzählerisch mit der Nazizeit auseinander zu setzen. Leseempfehlung 📚
12. Dez. 2025






