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Die Ereignisse eines Tages in der norddeutschen Provinz inklusive Migration. Sehr interessant und vielschichtig, gesellschaftskritisch, ehrlich. Lesenswert. In den ersten Kapiteln lernen wir die Hauptprotagonisten in ihrem Alltag kennen, jeder gestresst, jeder an der Belastungsgrenze, keiner glücklich. Eine interessante Ausgangslage und man fragt sich, wie diese Menschen verbunden werden, wobei der Geflügelbetrieb im niedersächsischen, dünn besiedelten Land für alle mehr oder weniger eine Rolle spielt. Der Text lässt sich gut und flüssig lesen und man kann sich alles ausgezeichnet vorstellen, verliert sogar fast die Lust auf Hähnchenfleisch bei der Beschreibung der Schlachtung und Zerlegung der Tiere und der dabei entstehenden Gerüche. Und die Probleme die Sonja, alleinerziehend, mit ihrer pupertierenden Tochter hat, fühlen sich so real an, dass man am liebsten helfend eingreifen möchte. Beim Lesen ist eine düstere Stimmung fast greifbar, da jeder Charakter Probleme hat, sich überfordert fühlt, keiner einem anderen Menschen wirklich nah ist oder Geborgenheit fühlt. Auch die Liebe scheint hoffnungs- und perspektivlos. Sehr schön deutlich gemacht werden auch die Unterschiede im Denken und Fühlen zwischen der Polin, dem afghanischen Flüchtling, der deutschen oder der Menschen mit Migrationshintergrund und deren Bedürfnisse. Und es wird aufgezeigt, wie wichtig Vergangenheit ist, denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann Zukunft gestalten. Im Laufe des Romans wird immer deutlicher, wo Migration tatsächlich eine Rolle spielt und die Handlungen beeinflusst. Das überrascht und ist gut gelungen. Und ein Plädoyer für ein harmonisches Miteinander. Nava Ebrahimi ist es gelungen, dem Lesenden die Charaktere so nahe zu bringen, dass man mitfühlt. Dadurch entsteht ab ca. der Mitte des Buches ein Spannungsbogen, so dass man das Buch kaum weg legen mag. Und man liest und hofft und wüscht, dass es für alle ein gutes Ende nimmt. Am liebsten würde man noch ein paar Tage da bleiben ...
20. Sept. 2025
Die Ereignisse eines Tages in der norddeutschen Provinz inklusive Migration. Sehr interessant und vielschichtig, gesellschaftskritisch, ehrlich. Lesenswert. In den ersten Kapiteln lernen wir die Hauptprotagonisten in ihrem Alltag kennen, jeder gestresst, jeder an der Belastungsgrenze, keiner glücklich. Eine interessante Ausgangslage und man fragt sich, wie diese Menschen verbunden werden, wobei der Geflügelbetrieb im niedersächsischen, dünn besiedelten Land für alle mehr oder weniger eine Rolle spielt. Der Text lässt sich gut und flüssig lesen und man kann sich alles ausgezeichnet vorstellen, verliert sogar fast die Lust auf Hähnchenfleisch bei der Beschreibung der Schlachtung und Zerlegung der Tiere und der dabei entstehenden Gerüche. Und die Probleme die Sonja, alleinerziehend, mit ihrer pupertierenden Tochter hat, fühlen sich so real an, dass man am liebsten helfend eingreifen möchte. Beim Lesen ist eine düstere Stimmung fast greifbar, da jeder Charakter Probleme hat, sich überfordert fühlt, keiner einem anderen Menschen wirklich nah ist oder Geborgenheit fühlt. Auch die Liebe scheint hoffnungs- und perspektivlos. Sehr schön deutlich gemacht werden auch die Unterschiede im Denken und Fühlen zwischen der Polin, dem afghanischen Flüchtling, der deutschen oder der Menschen mit Migrationshintergrund und deren Bedürfnisse. Und es wird aufgezeigt, wie wichtig Vergangenheit ist, denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann Zukunft gestalten. Im Laufe des Romans wird immer deutlicher, wo Migration tatsächlich eine Rolle spielt und die Handlungen beeinflusst. Das überrascht und ist gut gelungen. Und ein Plädoyer für ein harmonisches Miteinander. Nava Ebrahimi ist es gelungen, dem Lesenden die Charaktere so nahe zu bringen, dass man mitfühlt. Dadurch entsteht ab ca. der Mitte des Buches ein Spannungsbogen, so dass man das Buch kaum weg legen mag. Und man liest und hofft und wüscht, dass es für alle ein gutes Ende nimmt. Am liebsten würde man noch ein paar Tage da bleiben ...
20. Sept. 2025






