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Romane

Frau im Dunkeln

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Über das Buch

Leda ist fast fünfzig, geschieden, sie unterrichtet Englisch an der Universität in Florenz. Die erwachsenen Töchter sind jetzt beim Vater in Kanada, und Leda muss sich eingestehen, dass sie statt der erwarteten Sehnsucht vor allem Erleichterung empfindet. Den heißen Sommer verbringt sie in einem süditalienischen Küstenort: Bücher, Sonne, das Meer, was könnte friedlicher sein? Am Strand macht sich neben ihr allerdings eine übermütig lärmende neapolitanische Großfamilie breit, darunter eine noch junge Mutter und deren kleine Tochter. Leda beobachtet die beiden über Tage, zunächst fasziniert, wohlwollend. Allmählich aber schlägt ihre Stimmung um, irgendwann folgt sie einem Impuls und tut dem kleinen Mädchen und der Familie etwas Unbegreifliches an. Und wird selber heimgesucht, von lange verdrängten Erinnerungen – an gravierende Entscheidungen, die sie zu treffen hatte, ganz zum Leidwesen ihrer eigenen Töchter ...

Was bedeutet es, eine Frau und Mutter zu sein? Mit frappierender Ehrlichkeit ergründet Elena Ferrante die widersprüchlichen Gefühle, die uns an unsere Kinder binden.

Editionen (6)

ISBN9783518428702
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum13.02.19
Seitenzahl188

Rezensionen & Bewertungen

116 Bewertungen

22 Rezensionen

3,6

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  • charis
    charis

    188 Follower

    4,0

    Atmosphärisch und reflektiert

    Ein sehr intensives Buch - eine Frau beobachtet im Urlaub eine junge Mutter und ihre Tochter und reflektiert dabei ihre eigene Mutterrolle. Auch sehr gut verfilmt mit der wunderbaren Olivia Coleman.

    1. Okt. 2024

  • daughterofhel
    daughterofhel

    12 Follower

    5,0

    Ein messerscharfes Psychogramm über Einsamkeit und Mutterschaft

    Das erste Buch, das ich von der anonym lebenden Autorin gelesen habe. Was soll ich sagen? Ich bin schwer angetan, insbesondere von dem absolut nicht vorhersehbaren Schluss! Der Schreibstil bzw. die Übersetzung fließen angenehm und unaufdringlich dahin, ohne belanglos zu wirken, und werden meinem literarischen Anspruch gerecht (von zu viel Romance etc. schwimmt mein Gehirn irgendwann in Buttermilch :D). Atmosphärisch extrem dicht und schonungslos berichtet die Protagonistin von ihren Gedanken und Gefühlen in Vergangenheit und Gegenwart und schildert ihre zerrissene Haltung zur Mutterschaft - sowohl zum allgemeinen Konzept der Mutterschaft als auch zur eigenen Familienkonstellation. Das Buch hat mich stark berührt und ich empfinde große Sympathie und viel Verständnis für das Erzähl-Ich, das mir deutlich macht, dass ich mit der Tatsache, mich niemals blindlings in die Mutterschaft geworfen zu haben, die beste Entscheidung meines Lebens getroffen habe. Ich bin nun gespannt auf "Meine geniale Freundin".

    7. Feb. 2026

  • 5,0

    Wow, was soll ich sagen. Selten habe ich solch ambivalente Gefühle gegenüber einer Protagonistin erlebt wie diesmal. Von tiefem Verständnis, bis hin zu starkem Widerwillen ihre Handlungen nachzuvollziehen, war alles dabei. Dazu ist das Buch kurzweilig und atmosphärisch, sodass ich es sehr schnell gelesen habe - der Nachhall wird wohl aber noch länger anhalten und ich werde Zeit brauchen, alles zu verarbeiten.

    17. Mai 2026

3 von 22 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Elena Ferrante

Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga – bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes – ist ein weltweiter Bestseller. Zuletzt erschienen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln, sowie der Band Frantumaglia, der Briefe, Aufsätze und Interviews versammelt.

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