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Ein Buch über die Mitte des Lebens
Rahel und Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Sie Ende 40, er Mitte 50. Sie haben zwei erwachsene Kinder, Selma und Simon, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den letzten Jahren habe sich Ruth und Peter auseinander gelebt, eigene Zimmer, kaum körperliche Nähe, aber immernoch eine starke intellektuelle Verbundenheit. Seit Wochen freut sich das Paar auf den Wanderurlaub in den Alpen. Alles wurde akribisch vorbereitet, neues Equipment besorgt... Doch dann der Anruf, kurz vor der Abreise. Das sehr sorgfältig ausgesuchte Ferienhaus ist abgebrannt. Eine vergleichbare Alternative nicht in Sicht. Da kommt die Anfrage von Ruth, einer ca. 70jährigen Familienfreundin, gerade Recht, ihren Hof in der Uckermark für drei Wochen zu betreuen. Ihr Mann Viktor hatte einen Schlaganfall und sie möchte ihn zur Reha nach Ahrenshoop begleiten. Ohne lange zu überlegen, sagt Ruth zu. Was die Lesenden dann erleben ist eine leise und zärtliche Annäherung von Peter und Rahel. Ein Aussprechen von bisher Ungesagtem und eigenen Bedürfnissen. Das zu sich selbst finden durch Spaziergänge, das Schwimmen im See und die Pflichten des Alltags, vom Versorgen der Tiere bis zum Kochen der eigenen Mahlzeiten. Den Zugang zueinander finden Sie auch durch die Sorge um die Kinder. Insbesondere Selma scheint immernoch nicht im Leben angekommen zu sein. Sie taucht mit ihren beiden kleinen Söhnen für ein Wochenende auf dem Hof auf. Hier spürt man beim Lesen eine klare gemeinsame Haltung der Eltern in ihren Werten und Erziehungsmethoden, aber auch ein Reflektieren bei Rahel zu eigenen Fehlern bei der Erziehung der Kinder und der unterschiedlichen Liebe, die sie ihnen entgegen bringt. Gleichzeitig kommt Rahel im Laufe der Geschichte einem vermeintlichen Familiengeheimnis auf die Spur. Man fiebert mit ihr mit, ob sie doch noch aufdecken kann, wer ihr eigentlicher Vater ist. Auch wenn ich mich micht mit Rahel identifizieren konnte, habe ich mich beim Lesen in sie hinein versetzen können. Die Themen, die sie umkreisen sind in Teilen auch meine. Deswegen fühlte ich mich beim Lesen gut abgeholt. Ich mag den Schreibstil von Daniela Krien. Unaufgeregt und klar in der Sprache. Viele Themen wurden in dem Buch angesprochen und es ist dennoch nicht überfrachtet.
3. Aug. 2025
Ein Buch über die Mitte des Lebens
Rahel und Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Sie Ende 40, er Mitte 50. Sie haben zwei erwachsene Kinder, Selma und Simon, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In den letzten Jahren habe sich Ruth und Peter auseinander gelebt, eigene Zimmer, kaum körperliche Nähe, aber immernoch eine starke intellektuelle Verbundenheit. Seit Wochen freut sich das Paar auf den Wanderurlaub in den Alpen. Alles wurde akribisch vorbereitet, neues Equipment besorgt... Doch dann der Anruf, kurz vor der Abreise. Das sehr sorgfältig ausgesuchte Ferienhaus ist abgebrannt. Eine vergleichbare Alternative nicht in Sicht. Da kommt die Anfrage von Ruth, einer ca. 70jährigen Familienfreundin, gerade Recht, ihren Hof in der Uckermark für drei Wochen zu betreuen. Ihr Mann Viktor hatte einen Schlaganfall und sie möchte ihn zur Reha nach Ahrenshoop begleiten. Ohne lange zu überlegen, sagt Ruth zu. Was die Lesenden dann erleben ist eine leise und zärtliche Annäherung von Peter und Rahel. Ein Aussprechen von bisher Ungesagtem und eigenen Bedürfnissen. Das zu sich selbst finden durch Spaziergänge, das Schwimmen im See und die Pflichten des Alltags, vom Versorgen der Tiere bis zum Kochen der eigenen Mahlzeiten. Den Zugang zueinander finden Sie auch durch die Sorge um die Kinder. Insbesondere Selma scheint immernoch nicht im Leben angekommen zu sein. Sie taucht mit ihren beiden kleinen Söhnen für ein Wochenende auf dem Hof auf. Hier spürt man beim Lesen eine klare gemeinsame Haltung der Eltern in ihren Werten und Erziehungsmethoden, aber auch ein Reflektieren bei Rahel zu eigenen Fehlern bei der Erziehung der Kinder und der unterschiedlichen Liebe, die sie ihnen entgegen bringt. Gleichzeitig kommt Rahel im Laufe der Geschichte einem vermeintlichen Familiengeheimnis auf die Spur. Man fiebert mit ihr mit, ob sie doch noch aufdecken kann, wer ihr eigentlicher Vater ist. Auch wenn ich mich micht mit Rahel identifizieren konnte, habe ich mich beim Lesen in sie hinein versetzen können. Die Themen, die sie umkreisen sind in Teilen auch meine. Deswegen fühlte ich mich beim Lesen gut abgeholt. Ich mag den Schreibstil von Daniela Krien. Unaufgeregt und klar in der Sprache. Viele Themen wurden in dem Buch angesprochen und es ist dennoch nicht überfrachtet.
3. Aug. 2025






