Blick ins Buch

Romane

Die Frau im Dunkeln

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Über das Buch

Ein Blick in die Abgründe der weiblichen Seele Ein heißer Sommer in Süditalien. Eine erfolgreiche Frau in mittleren Jahren genießt ihre Ferientage am Strand. Die Begegnung mit einer neapolitanischen Großfamilie bringt ihr zu Bewusstsein, welch hohen Preis sie für ihren Weg zu bezahlen hatte. Eine scheinbar heitere Strandgeschichte nimmt düstere Züge an, und die sonst so beherrschte und vernünftige Frau begeht eine unbegreifliche Tat. Leda ist fast fünfzig, geschieden und Professorin für Anglistik in Mailand. Ihre erwachsenen Töchter leben mit dem Vater in Kanada, und so verbringt sie den Sommer alleine an der süditalienischen Küste. Die heißen Tage am Strand verstreichen ereignislos, bis Ledas Ruhe von einer lärmenden neapolitanischen Großfamilie gestört wird, zu der auch Nina und deren dreijährige Tochter gehören. Beim Beobachten dieser engen Mutter-Tochter-Beziehung wird Leda von ihrer Vergangenheit eingeholt, und der Leser erfährt, dass sie vor vielen Jahren um der Karriere willen ihre kleinen Kinder verlassen hat. Mit einem Mal verdüstert sich die sommerliche Ferienidylle. In einem Akt seelischer Grausamkeit nimmt Leda heimlich die Puppe des kleinen Mädchens an sich und gibt sie auch dann nicht zurück, als sie miterlebt, wie das Kind tagelang um sein Spielzeug weint.

Editionen (6)

ISBN9783421043238
VerlagDVA
Erscheinungsdatum01.08.07
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

116 Bewertungen

22 Rezensionen

3,6

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  • charis
    charis

    188 Follower

    4,0

    Atmosphärisch und reflektiert

    Ein sehr intensives Buch - eine Frau beobachtet im Urlaub eine junge Mutter und ihre Tochter und reflektiert dabei ihre eigene Mutterrolle. Auch sehr gut verfilmt mit der wunderbaren Olivia Coleman.

    1. Okt. 2024

  • daughterofhel
    daughterofhel

    12 Follower

    5,0

    Ein messerscharfes Psychogramm über Einsamkeit und Mutterschaft

    Das erste Buch, das ich von der anonym lebenden Autorin gelesen habe. Was soll ich sagen? Ich bin schwer angetan, insbesondere von dem absolut nicht vorhersehbaren Schluss! Der Schreibstil bzw. die Übersetzung fließen angenehm und unaufdringlich dahin, ohne belanglos zu wirken, und werden meinem literarischen Anspruch gerecht (von zu viel Romance etc. schwimmt mein Gehirn irgendwann in Buttermilch :D). Atmosphärisch extrem dicht und schonungslos berichtet die Protagonistin von ihren Gedanken und Gefühlen in Vergangenheit und Gegenwart und schildert ihre zerrissene Haltung zur Mutterschaft - sowohl zum allgemeinen Konzept der Mutterschaft als auch zur eigenen Familienkonstellation. Das Buch hat mich stark berührt und ich empfinde große Sympathie und viel Verständnis für das Erzähl-Ich, das mir deutlich macht, dass ich mit der Tatsache, mich niemals blindlings in die Mutterschaft geworfen zu haben, die beste Entscheidung meines Lebens getroffen habe. Ich bin nun gespannt auf "Meine geniale Freundin".

    7. Feb. 2026

  • 5,0

    Wow, was soll ich sagen. Selten habe ich solch ambivalente Gefühle gegenüber einer Protagonistin erlebt wie diesmal. Von tiefem Verständnis, bis hin zu starkem Widerwillen ihre Handlungen nachzuvollziehen, war alles dabei. Dazu ist das Buch kurzweilig und atmosphärisch, sodass ich es sehr schnell gelesen habe - der Nachhall wird wohl aber noch länger anhalten und ich werde Zeit brauchen, alles zu verarbeiten.

    17. Mai 2026

3 von 22 Rezensionen

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