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Romane

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß

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Über das Buch

Eine selbstbewusste Frau, ein alter, weiser Mann, reichlich Sake, etwas Walfischspeck und immer wieder Lotuswurzel - Zutaten dieser stillen, faszinierend fremden Liebesgeschichte aus Japan. Tsukiko ist achtunddreißig und lebt allein. Zur Liebe, glaubt sie, sei sie nicht begabt. Da trifft sie in einer Kneipe ihren alten Japanisch-Lehrer wieder, den sie nur den Sensei nennt. Auch er lebt allein, in einer etwas verwahrlosten Wohnung, wo er merkwürdige Gegenstände sammelt. Einer sucht die Nähe des anderen und scheint gleichzeitig vor ihr zu fliehen. Selten wurde die Annäherung zweier Menschen so subtil und zugleich eindringlich beschrieben.

Editionen (5)

ISBN9783446263697
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum11.03.19
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

83 Bewertungen

23 Rezensionen

3,7

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  • 5,0

    Die Bücher von Hiromi Kawakami habe ich alle in allen auf Deutsch erschienen Ausgaben. Daher verweise ich hier auf den Beitrag zur Hardcoverausgabe.

    12. Feb. 2025

  • vplusbooks
    vplusbooks

    100 Follower

    4,5

    Keine laute Geschichte – sondern eine, die sich langsam und leise entfaltet.

    Die Geschichte begleitet Tsukiko, die zufällig ihrem ehemaligen Lehrer „Sensei“ wieder begegnet. Aus lockeren Treffen entwickelt sich nach und nach eine besondere Verbindung – ruhig, unspektakulär und dennoch tief emotional. Meine Meinung Der Stil ist typisch Hiromi Kawakami: ruhig, zurückhaltend und überhaupt nicht dramatisch oder aufbrausend. Auch die Geschichte selbst lebt nicht von großen Wendungen oder spektakulären Ereignissen. Alles bleibt leise – und gerade dadurch irgendwie sehr besonders. Die Story wirkt stellenweise eigenartig, aber auf eine schöne Art. Sie lebt von alltäglichen Begegnungen, kleinen Gesprächen und Blicken statt von großen Plottwists. Vieles entfaltet seine Wirkung erst zwischen den Zeilen. Nicht nur das Geschriebene zählt, sondern auch das, was unausgesprochen bleibt. Der Roman ist melancholisch, aber gleichzeitig warm. Die Liebesgeschichte fühlt sich dabei wirklich besonders an, weil die Dynamik zwischen den Figuren zwar glaubwürdig, aber gleichzeitig sehr speziell und dadurch einzigartig wirkt. Alles wird von einer gefühlvollen Schlichtheit getragen. Natürlich ist das kein Buch für jeden. Wer Spannung oder große Emotionsexplosionen erwartet, wird hier vermutlich nicht glücklich. Aber genau das macht für mich Kawakamis Bücher aus: Diese bewusste Reduktion. Die Geschichten leben von Atmosphäre, Stille und Zwischenmenschlichkeit. Besonders greifbar fand ich das Thema Einsamkeit und das Bedürfnis nach menschlicher Nähe. Das zieht sich leise durch das gesamte Buch. Der fast poetische Stil unterstreicht dieses Gefühl zusätzlich. Was mir tatsächlich ein wenig gefehlt hat, war eine klarere zeitliche Einordnung. Ich konnte mir die Städte und das Umfeld nicht immer komplett vorstellen, weil ich nie genau wusste, in welcher Zeit die Geschichte eigentlich spielt. Es gab zwar kleine Hinweise – etwa Mobiltelefone –, aber das kann natürlich trotzdem eine größere Zeitspanne umfassen. Dadurch fehlte mir stellenweise ein etwas intensiveres Worldbuilding beziehungsweise ein klareres Gefühl für die Umgebung. Und genau deshalb hatte das Buch auf mich trotzdem so eine beruhigende Wirkung. Ich habe genau das bekommen, was ich erwartet habe – und bin selbst entschleunigter aus der Geschichte herausgegangen. Man findet beim Lesen irgendwie Ruhe. Und manchmal braucht man genau das. Fazit Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß ist ein stiller, melancholischer und gleichzeitig warmer Roman über Nähe, Einsamkeit und die Schönheit kleiner Momente. Keine laute Geschichte – sondern eine, die sich langsam und leise entfaltet.

    Keine laute Geschichte – sondern eine, die sich langsam und leise entfaltet.

    12. Mai 2026

  • 5,0

    Eine so ruhige und intensive Geschichte über zwei Menschen die sich näher kommen und lieben lernen. Grandios. Die Sprache die Hiromi Kawakami findet, beeindruckt mich sehr. Natürlich liegt das auch an der Übersetzung von Ursula Gräfe und Kimiko Nakayama-Ziegler. Eine Geschichte die nachdenklich stimmt und nachhallt. Auch wenn ich mich wiederhole: Grandios.

    12. Feb. 2025

3 von 23 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hiromi Kawakami

Hiromi Kawakami, 1958 in Tokio geboren, studierte Naturwissenschaften und unterrichtete Biologie, ehe sie sich dem Schreiben zuwandte. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen japanischen Literaturpreisen ausgezeichnet, und sie zählt zu den populärsten Schriftstellern des Landes. Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß (Eine Liebesgeschichte, 2008 bei Hanser) war ihr erster sehr erfolgreicher Roman auf Deutsch, es folgten Herr Nakano und die Frauen (2009), Am Meer ist es wärmer (2010), Bis nächstes Jahr im Frühling (2013) und Die zehn Lieben des Nishino (2019).

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