Blick ins Buch

Liebesromane

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß

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Über das Buch

»Die wahrscheinlich schönste Liebesgeschichte des Jahres.« Die Welt

Eine selbstbewusste Frau, ein weiser, alter Mann, reichlich Sake, ein wenig Walfischspeck und immer wieder Lotuswurzel: Zutaten dieser frühlingshaft zarten und faszinierend fremden Liebesgeschichte aus Japan. Eines Abends begegnet die 37-jährige Tsukiko in einer Kneipe ihrem weit älteren ehemaligen Japanischlehrer. Beide leben allein, jeder sucht die Nähe des anderen und bleibt doch respektvoll auf Distanz. Selten wurde so subtil und zugleich eindringlich beschrieben, wie sich zwei Menschen ganz allmählich näherkommen.

»Kawakami erzählt von einer Liebe, die beinahe so kompliziert ist wie die japanische Küche.« Ulrich Baron in der ›SZ‹

Editionen (5)

ISBN9783423138574
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.03.10
Seitenzahl192

Merkmale

1 Bewertungen

MittelGlaubwürdigEntwickelndMittelAnschaulichMinimalistisch

Rezensionen & Bewertungen

83 Bewertungen

23 Rezensionen

3,7

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  • 5,0

    Die Bücher von Hiromi Kawakami habe ich alle in allen auf Deutsch erschienen Ausgaben. Daher verweise ich hier auf den Beitrag zur Hardcoverausgabe.

    12. Feb. 2025

  • vplusbooks
    vplusbooks

    100 Follower

    4,5

    Keine laute Geschichte – sondern eine, die sich langsam und leise entfaltet.

    Die Geschichte begleitet Tsukiko, die zufällig ihrem ehemaligen Lehrer „Sensei“ wieder begegnet. Aus lockeren Treffen entwickelt sich nach und nach eine besondere Verbindung – ruhig, unspektakulär und dennoch tief emotional. Meine Meinung Der Stil ist typisch Hiromi Kawakami: ruhig, zurückhaltend und überhaupt nicht dramatisch oder aufbrausend. Auch die Geschichte selbst lebt nicht von großen Wendungen oder spektakulären Ereignissen. Alles bleibt leise – und gerade dadurch irgendwie sehr besonders. Die Story wirkt stellenweise eigenartig, aber auf eine schöne Art. Sie lebt von alltäglichen Begegnungen, kleinen Gesprächen und Blicken statt von großen Plottwists. Vieles entfaltet seine Wirkung erst zwischen den Zeilen. Nicht nur das Geschriebene zählt, sondern auch das, was unausgesprochen bleibt. Der Roman ist melancholisch, aber gleichzeitig warm. Die Liebesgeschichte fühlt sich dabei wirklich besonders an, weil die Dynamik zwischen den Figuren zwar glaubwürdig, aber gleichzeitig sehr speziell und dadurch einzigartig wirkt. Alles wird von einer gefühlvollen Schlichtheit getragen. Natürlich ist das kein Buch für jeden. Wer Spannung oder große Emotionsexplosionen erwartet, wird hier vermutlich nicht glücklich. Aber genau das macht für mich Kawakamis Bücher aus: Diese bewusste Reduktion. Die Geschichten leben von Atmosphäre, Stille und Zwischenmenschlichkeit. Besonders greifbar fand ich das Thema Einsamkeit und das Bedürfnis nach menschlicher Nähe. Das zieht sich leise durch das gesamte Buch. Der fast poetische Stil unterstreicht dieses Gefühl zusätzlich. Was mir tatsächlich ein wenig gefehlt hat, war eine klarere zeitliche Einordnung. Ich konnte mir die Städte und das Umfeld nicht immer komplett vorstellen, weil ich nie genau wusste, in welcher Zeit die Geschichte eigentlich spielt. Es gab zwar kleine Hinweise – etwa Mobiltelefone –, aber das kann natürlich trotzdem eine größere Zeitspanne umfassen. Dadurch fehlte mir stellenweise ein etwas intensiveres Worldbuilding beziehungsweise ein klareres Gefühl für die Umgebung. Und genau deshalb hatte das Buch auf mich trotzdem so eine beruhigende Wirkung. Ich habe genau das bekommen, was ich erwartet habe – und bin selbst entschleunigter aus der Geschichte herausgegangen. Man findet beim Lesen irgendwie Ruhe. Und manchmal braucht man genau das. Fazit Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß ist ein stiller, melancholischer und gleichzeitig warmer Roman über Nähe, Einsamkeit und die Schönheit kleiner Momente. Keine laute Geschichte – sondern eine, die sich langsam und leise entfaltet.

    Keine laute Geschichte – sondern eine, die sich langsam und leise entfaltet.

    12. Mai 2026

  • 5,0

    Eine so ruhige und intensive Geschichte über zwei Menschen die sich näher kommen und lieben lernen. Grandios. Die Sprache die Hiromi Kawakami findet, beeindruckt mich sehr. Natürlich liegt das auch an der Übersetzung von Ursula Gräfe und Kimiko Nakayama-Ziegler. Eine Geschichte die nachdenklich stimmt und nachhallt. Auch wenn ich mich wiederhole: Grandios.

    12. Feb. 2025

3 von 23 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hiromi Kawakami

Hiromi Kawakami, 1958 in Tokio geboren, studierte Naturwissenschaften. Sie unterrichtete Biologie, bevor 1994 ihr erster Roman erschien. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, ›Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß‹ erhielt den renommierten Tanizaki-Preis und wurde verfilmt. Hiromi Kawakami zählt zu den populärsten Schriftstellerinnen Japans.

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