Blick ins Buch

Romane

Die Tochter

4,2(54)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Die beiden Freundinnen Laura und Alina haben sich geschworen, niemals Mutter zu werden – aus feministischer Überzeugung und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Unvorstellbar, ihre Freiheit für ein Kind aufzugeben. Doch eines Tages ist alles anders. Alina wird schwanger. Laura, die sich die Eileiter durchtrennen ließ, empfindet dies als Verrat. Weshalb die Fehler der eigenen Mütter wiederholen und sich in Abhängigkeit begeben? Dann aber stellen die Ärzte fest, dass etwas mit Alinas Baby nicht stimmt. Ihr Leben nimmt einen ganz anderen Lauf, als sie es sich gedacht hatte. Zu selben Zeit freundet sich Laura mit einem kleinen Jungen in der Nachbarschaft an, dessen Mutter ihn vernachlässigt. Die neuen Erfahrungen wecken Ungeahntes im Inneren der beiden Freundinnen. Auf zwei sehr unterschiedlichen Arten lernen sie kennen, was es auch heißen kann, Frau und Mutter zu sein.

Editionen (2)

ISBN9783442776467
Verlagbtb
Erscheinungsdatum11.11.26
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

54 Bewertungen

11 Rezensionen

4,2

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  • karina_leseliebe
    karina_leseliebe

    102 Follower

    4,0

    Der Roman, 'Die Tochter' von Guadalupe Nettel, ging in eine ganz andere Richtung, als ich anfangs dachte, und hat mich immer ein Stückchen mehr mitgenommen. Die Freundinnen Alina und Laura umtreiben die gleichen Gedanken wie wahrscheinlich viele Frauen. Muttersein - ja oder nein? Sagen beide anfangs in ihren Zwanzigern kategorisch nein, wandelt sich diese Einstellung bei Alina komplett und sie wird gewollt schwanger. Leider läuft es nicht wie erhofft und ihr Kind wird mit einem seltenen Gen-Defekt geboren. Hätte man jetzt vermutet, dass Laura sich von ihrer Freundin abwendet und eventuell sogar mit erhobenem Zeigefinger Reden schwingt, da täuscht man sich. Laura hält an ihrer Einstellung, nicht Mutter sein zu wollen, fest, aber steht weiterhin zu ihrer Freundin und deren Entscheidungen und freundet sich auch mit einem kleinen Jungen und seiner Mutter an. Ich finde, diese Thematik rund um das Thema Mutterschaft ist nicht immer einfach zu behandeln, und das ist der Autorin hier sehr gut gelungen. Der Roman verurteilt nicht - er nimmt sich der unterschiedlichen Themen und Überzeugungen an. Schön zu spüren und zu lesen war diese große Solidarität der Frauen untereinander. Trotz der Zerrissenheit im Denken und Handeln. Das hat mich am meisten begeistert und auch berührt. Die Thematik um Alina und ihre Tochter Inès ist zwar schwierig und traurig, aber auch hoffnungsvoll. Einzig das Ende ging mir dann doch zu flott und ich hätte gerne noch ein paar Seiten Zeit gehabt, um mich aus der Erzählung zu verabschieden. Wer gerne Bücher dieser Art liest, dem kann ich nur ans Herz legen, hierbei zuzugreifen. Ein wirklich gutes Buch.

    26. Juli 2025

  • claudiax
    claudiax

    138 Follower

    5,0

    Mitreißend, klug, klar und kraftvoll

    MUTTERWERDEN GEHÖRT NICHT ZU IHREN LEBENSPLÄNEN, DOCH DANN KOMMT ALLES ANDERS »Eine herzzerreißend intensive Reise.« The New York Times Book Review Mein Leseeindruck: Ihr Lieben! Dieses Buch habe ich aufgesogen, jedes einzelne Wort! So ein gutes Buch! Im Mittelpunkt stehen die Frauen Alina und Laura, die bis zum Tag X ihre Unabhängigkeit genießen, Mutterschaft steht nicht auf ihrer Agenda! Es handelt sich hierbei um eine unvergessliche Geschichte über die Ambivalenz des Mutterseins, Freundschaft, Partnerschaft, Pflege, Entscheidungen, Solidarität von Frauen, unvorhersehbare Vorkommnisse! Wahnsinnig gut dargestellt! Diese Geschichte ist so tiefgründig, mitten aus dem Leben gegriffen. Ein Buch wie ein Schlag vors Gesicht! Das Schicksal lauert überall, aber wie geht man damit um, stellt sich darauf ein? Wie weit öffnet man die Familie für Fremde? Fragen über Fragen. Intensiv, traurig, echt. Der Leser wird konfrontiert, was es heißt vor seinen eigenen menschlichen Abgründen zu stehen. Mitreißend, klug, klar und kraftvoll wird hier die Komplexität der Fraulichkeit ausgelotet. Kurz um, dieses Buch erscheint aktuell in 23 Sprachen und war für den International Booker Prize nominiert. Absolut gerechtfertigt! Fazit: Unbedingt lesen! Eure Claudia

    18. Mai 2025

  • 3,0

    Mutter sein...

    Als Leserin hat mich Die Tochter von Guadalupe Nettel mit einer Thematik konfrontiert, die viele Frauen bewegt: Muttersein – ja oder nein? Zuerst war ich überrascht, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, und ich konnte mich gut in die unterschiedlichen Sichtweisen von Alina und Laura hineinversetzen. Besonders schön fand ich, wie respektvoll die Freundschaft der beiden trotz aller Unterschiede bestehen bleibt, und auch die Solidarität zwischen den Frauen hat mich berührt. Gleichzeitig fiel es mir nicht immer leicht, am Ball zu bleiben. Manche Abschnitte haben sich für mich etwas gezogen, und das Ende kam mir viel zu plötzlich – ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, mich von der Geschichte zu verabschieden. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und finde die Botschaft wichtig, aber es hat mich nicht so stark gepackt, dass ich mehr als drei Sterne vergeben könnte.

    Mutter sein...

    23. Sept. 2025

3 von 11 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 8530%
taenja
taenja9. Sept. 2025

Das ist wirklich so traurig 😢

Autorin / Autor

Über Guadalupe Nettel

Guadalupe Nettel, 1973 in Mexico City geboren, zählt zu den wichtigsten Stimmen der lateinamerikanischen Literatur. Sie wuchs in Frankreich, Montreal und Barcelona auf und promovierte an der École des Hautes Études in Paris. Mehrere ihrer Romane erhielten internationale Anerkennung und wurden mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet sowie in mehr als 17 Sprachen übersetzt. Guadalupe Nettel arbeitet als Journalistin u. a. für »The New York Times«, »El País«, »La Repúbblica, »La Stampa« sowie für das »Granta Magazine«. Außerdem ist sie Herausgeberin des renommierten mexikanischen Literaturmagazins »La Revista de la Universidad de Mexico«. Sie lebt in Mexico City und in Paris.

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