Blick ins Buch

Biografien

Irisches Tagebuch

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Über das Buch

Eine Reise nach Irland: Heinrich Böll stattete mit diesen Aufzeichnungen den Dank ab an eine Landschaft und ihre Menschen, denen er sich seit seinem ersten Besuch auf der Insel im Jahr 1954 wahlverwandtschaftlich verbunden fühlte.

In der ›Stuttgarter Zeitung‹ heißt es: »Das Geheimnis dieses Buches, des liebenswertesten Buches von Heinrich Böll, ist, daß kaum ein Wort über die verzwickte Ökonomie und die noch verzwicktere Geschichte dieses kleinen Staates gesagt wird und daß dennoch das ganze Irland in diesem Tagebuch eingefangen zu sein scheint.« Und für Marcel Reich-Ranicki ist es »ein verstecktes Deutschlandbuch, denn mit seinen Reisenotizen strebt Böll eine mittelbare Kritik der einheimischen Verhältnisse an: Irland wird immer wieder als Gegensatz zur Bundesrepublik betrachtet«.

Das legendäre allererste dtv-Buch - seit 1961 ununterbrochen lieferbar!

Editionen (11)

ISBN9783423000017
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.09.61
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

54 Bewertungen

7 Rezensionen

3,7

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  • dammes
    dammes

    139 Follower

    3,5

    Rustikal und Romantisch

    Mit "Irisches Tagebuch" unternimmt Heinrich Böll eine literarische Reise durch das Irland der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1949 gerade erst unabhängig geworden, stand Irland noch am Anfang seiner politischen Existenz. Heinrich Böll gibt in seinem einen Einblick in ein Irland, das bis dato noch rustikal geprägt war und ergötzt sich an den schönen Landschaften sowie der irischen Kultur. Ich empfehle das Buch für alle Leser*innen, die schon mal in Irland waren oder es gerne besuchen möchten.

    22. Juni 2024

  • basti.books11
    basti.books11

    8 Follower

    3,5

    Einfach schön ☘️

    Da ich aktuell selbst in Irland bin, liegt es nur nahe das „Irische Tagebuch“ zu lesen. Obwohl ich von dem Buch zuerst nicht viel gehalten habe, da das Buch ja doch eher eine vergangene Zeit beschreibt, entwickelte es sich schnell zur regelmäßigen Lektüre. Die Art wie Irland beschrieben wird, ist einzigartig: gleichzeitig vollständig ent- und bezaubernd. Mir gefiel besonders auch die Sprache, da sich das Buch sehr angenehm lesen lässt, allerdings auch sehr gewitzt mit Worten gemalt und umgegangen wird. Ein wirklich einmalig schönes Portrait von Irland 🇮🇪 (leider aber nichts wirklich Bewegendes, eine schöne Unterhaltungslektüre)

    25. März 2026

  • creepyhour
    creepyhour

    9 Follower

    5,0

    Eine politische Reise. Hat schön die damalige Zeit aufgegriffen.

    19. Juni 2024

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Heinrich Böll

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

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