Ende einer Dienstfahrt

Ende einer Dienstfahrt

Taschenbuch
3.64
HappeningKölner AusgabeVater-SohnLiteraturnobelpreis

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Beschreibung

Ein kurioser Fall macht Schlagzeilen

Eine Tat ohne Reue. Bei einem kleinen rheinischen Amtsgericht wird ein kurios erscheinender Fall verhandelt. Es könnte sich um einen Sabotageakt handeln, aber seltsame Begleitumstände lassen alles wieder anders erscheinen, zumal das Bild des Saboteurs nicht auf die Angeklagten paßt. Es sind zwei Handwerker, Vater und Sohn, die einen Jeep der Bundeswehr in Brand gesteckt haben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
212
Preis
11.40 €

Autorenbeschreibung

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

Beiträge

2
Alle
4.5

Beinahe ein Kammerspiel in einem Gerichtssaal, in dem der Mief und Klüngel einer kleinen Gemeinde und die Verstrickungen der Mitglieder randständig und doch zentral thematisiert werden. Die Absurdität von Steuer- und Verwaltungsrecht sowie das Eigenleben von Institutionen wird sehr gewitzt und konträr dargestellt. Max Weber hätte sicher seine helle Freude. Anfangs mit Einführung aller Protagonisten ein wenig zäh, nimmt die Erzählung im Verlauf Fahrt auf. Die Ironie steckt auf jeder Seite. Die Gegenüberstellung und Verstrickung von Kunst und Bundeswehr ist einfach grandios.

2.5

Einen Tag dauert die Verhandlung vor dem Amtsgericht, bei der darüber entschieden werden soll, was mit Vater und Sohn, die einen Geländewagen der Bundeswehr abgebrannt haben, passieren soll. Und diese Verhandlung wird zum Familien- und Bekanntentreffen, alle Geladenen sind irgendwie miteinander verwandt oder befreundet. Da ergeben sich wirklich teils groteske Gespräche und Meinungsverschiedenheiten werden - leider ganz anders als in der Realität - friedlich und zivilisiert ausgeredet. Eine Humoreske, die (wie man im Nachwort erfährt) aus einer wahren Begebenheit entstanden ist, die Heinrich Böll erzählt worden war. Leider hat es meinen Geschmack nicht wirklich getroffen, mir war es über einige Strecken zu langatmig und den vorherrschenden Protokollstil empfand ich als ein wenig mühsam.

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