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Lektionen

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Über das Buch

Roland Baines ist noch ein Kind, als er 1959 im Internat der Person begegnet, die sein Leben aus der Bahn werfen wird: der Klavierlehrerin Miriam Cornell. Roland ist junger Vater, als seine deutsche Frau Alissa ihn und das vier Monate alte Baby verlässt. Es ist das Jahr 1986. Während die Welt sich wegen Tschernobyl sorgt, beginnt Roland, nach Antworten zu suchen, zu seiner Herkunft, seinem rastlosen Leben und all dem, was Alissa von ihm fortgetrieben hat.

Editionen (4)

ISBN9783257072136
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum28.09.22
Seitenzahl720

Rezensionen & Bewertungen

109 Bewertungen

29 Rezensionen

4,2

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  • ricos
    ricos

    36 Follower

    4,5

    Ein guter Start ins Lesejahr mit Ian McEwans „Lektionen“. Ein Lebensroman, der über 70 Jahre britische Nachkriegsgeschichte mit persönlichen Traumata und moralischen Grauzonen verknüpft. Im Zentrum steht Roland Baines, dessen Leben von einem frühen Missbrauch durch seine Klavierlehrerin Miriam geprägt ist, einer Beziehung, die seine gesamte emotionale Entwicklung verzerrt. Später verlässt seine Frau Alissa ihn und den Säugling, um als Schriftstellerin ein selbstbestimmtes Leben zu führen – eine Umkehrung traditioneller Rollen, die Freiheit und Verantwortung radikal hinterfragt

    Roland ist eine unspektakuläre Figur, deren verpasste Chancen – sei es in Liebe oder Karriere – authentisch wirken. Gerade diese Unentschiedenheit, das Hadern statt heroischer Entscheidung, macht seinen Reiz aus – sie spiegelt die Frage, was ein „gelungenes“ Leben sein kann, wenn die Weltgeschichte und biografische Traumata ständig hineinregieren. Die moralischen Probleme – vom Missbrauch bis zur radikalen Selbstbehauptung Alissas – werden nicht aufgelöst, sondern in ihrer Widersprüchlichkeit stehen gelassen, was dem Roman eine Tiefe verleiht, die lange nachwirkt. Schön beschrieben ist seine politische Desillusionierung, die Freude nach der Maueröffnung, die Roland in Berlin erlebt, seine Angst nach dem bisher größten Supergau in Tschernobyl, und die lebenslange Suche nach dem richtigen Platz. Schön beschrieben ist auch die enge Bindung zu seinem Sohn Lawrence, und das Erreichen einer Zufriedenheit am Ende eines doch erfüllten Lebens. Sehr lesenswert.

    22. Jan. 2026

  • wortschatzkiste
    wortschatzkiste

    217 Follower

    5,0

    Ein Leben

    Ein wirklich mächtiges Werk hat uns hier Ian McEwan geschenkt. Ich Trau mich fast nicht es auszusprechen, aber es hat mir besser gefallen als Abbitte. Man kam es von der Komplexität jedoch gut miteinander vergleichen. Man liest eigentlich eine Biografie, nämlich die vom Hauptprotagonisten Roland. Ab und zu kommt ein weiterer Geschichtszweig anderer Protagonisten in die Geschichte und so haben wir eine kuriose Zeitachse von Geschehnissen. Die historischen Begebenheiten integrieren sich hervorragend in die Lebensgeschichte von Roland, so das es nie konfus wird. Ab und an etwas ausschweifend aber dennoch spannend. Dazu setzt uns McEwan noch andere Themen aus, die eher in die zwischenmenschliche und manchmal philosophische Richtung gehen. Ich habe es in wenigen Tagen verschlungen, ich wollte einfach immer wissen wie es weitergeht. Sehr tolle Geschichte.

    17. Aug. 2024

  • lesemadi
    lesemadi

    98 Follower

    2,0

    Leider sehr langsam und langatmig erzählt…

    Das Thema des Buches und der Schreibstil waren an sich echt nicht schlecht. Ich mag Ian McEwans Bücher total, aber dieses hat mich leider nicht abgeholt…

    6. Jan. 2026

3 von 29 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 122%
johnny
johnny9. Feb. 2025

???

Autorin / Autor

Über Ian McEwan

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg ›Abbitte‹ ist jeder seiner Romane ein Bestseller, viele sind verfilmt, zuletzt ›Am Strand‹ (mit Saoirse Ronan) und ›Kindeswohl‹ (mit Emma Thompson). Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts, der American Academy of Arts and Sciences und Träger der Goethe-Medaille.

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