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Jugendbücher

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Über das Buch

1992: Ein Mädchen reist mit ihrer Familie von Sankt Petersburg nach Deutschland aus – in die Freiheit. Zurücklassen muss sie ihre geliebte Hündin, ihren Opa und ihre Kindheit. Denn im Westen merkt die Elfjährige schnell, dass sie hier zur „Fremden“ geworden ist: Ein Flüchtlingskind, das die deutschen Wörter so ausspricht, dass die Mitschüler sie auslachen.

Auch die Eltern hatten keine Vorstellung von diesem neuen Leben in Deutschland, wo es ihnen die fremde Sprache unmöglich macht, eine ihrer Ausbildung angemessene Arbeit zu finden und sie dichtgedrängt in einem Flüchtlingsheim leben müssen.

Erst als das Mädchen die Begrenzung durch die fremde Sprache überwinden kann, eröffnen sich ihr Zugänge zu dieser neuen Welt, die sie Wort für Wort erobert.

Ein autobiografischer Roman, der mitfühlsam von einer Identitätsfindung erzählt - zwischen Stolz und Scham, Eigensinn und Anpassung, Fremdsein und Dazugehören.

Editionen (3)

ISBN9783126667135
VerlagKlett Sprachen GmbH
Erscheinungsdatum29.03.22
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

72 Bewertungen

10 Rezensionen

4,4

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  • kirstenhartje
    kirstenhartje

    63 Follower

    5,0

    Eine sehr aktuelles Buch!

    Dieses Buch wurde mir von meiner Lieblingsbuchhändlerin empfohlen und ich bin sehr froh darüber. Es geht um das Leben einer jüdisch-russischen Familie, die nach Deutschland emigriert. Die Autorin hat einen sehr eigenen Schreibstil, was einen aber sofort mitnimmt. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Besonders die qualifizierte Ausbildung der Eltern (Ingenieure), die in Deutschland nichts wert ist und letztendlich im alten Koffer landen. Sehr aktuell!

    12. Juli 2024

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Follower

    4,5

    Eine wirklich persönliches, melancholisches, mitfühlendes und tolles Buch. Wie die Erinnerungsstücke in ihrer Glasvitrine, scheinbar wahllos zusammengestellt, schreibt Lena Gorelik episodenhaft ihre Erinnerungen auf. Als jüdisch russische Familie, wandern sie 1992 aus Sankt Petersburg nach Deutschland aus, leben 18 Monate in einem Wohnheim für Asylbewerber. Die Diplome der Eltern in der neuen Heimat wertlos.Scham, Wehmut , Identitätssuche. Immer wieder werden Wörter und Sätze auf russisch geschrieben, so als gebe es keine gleichbedeutenden deutschen Worte und auch ich habe versucht sie zu lernen, wiederzuerkennen und mich gefragt, ob es den Eltern mit der deutschen Schrift auch so ging. Habe es gern gelesen, auch weil meine eigenen Erinnerungen der schwäbischen Stadt der 90er Jahre durch diesen Roman geweckt worden. Absolut zu empfehlen.

    21. Juli 2023

  • goodvibez
    goodvibez

    45 Follower

    4,5

    Ein wunderbares Buch aus der Sicht eines nach Deutschland ausgewanderten Kindes. Ihre geschriebenen Worte gehen direkt ins Herz

    23. Jan. 2025

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lena Gorelik

Lena Gorelik wurde am 1. Februar 1981 in Sankt Petersburg geboren und ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin russisch-jüdischer Herkunft. Lena Gorelik emigrierte 1992 zusammen mit ihrer Familie als Kontingentflüchtling aus Russland nach Deutschland. Die Familie musste zunächst achtzehn Monate in einer Flüchtlingsunterkunft leben. Lena Gorelik ging in Baden-Württemberg zur Schule, wo sie unterstützt von Kinderbuchklassikern aus der Leihbücherei Deutsch lernte. Ihre Ausbildung zur Journalistin machte sie an der Deutschen Journalistenschule in München bis 2004. Anschließend absolvierte sie den Studiengang „Osteuropastudien“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihr erster Roman „Meine weißen Nächte“ erschien im Herbst 2004. Ihr zweiter Roman „Hochzeit in Jerusalem“, 2007, wurde nominiert für den Deutschen Buchpreis. Im März 2011 erschien ihr Buch „Lieber Mischa”, ein Jahr später das Sachbuch „Sie können aber gut Deutsch“. Ausgezeichnet wurde die Autorin mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Es folgten die viel beachteten Romane „Die Listensammlerin“ (2014), „Null bis unendlich (2015) und „Mehr schwarz als lila“ (2017). 2021 erschien „Wer wir sind“. Gorelik veröffentlicht sowohl belletristische als auch wissenschaftliche Texte und Reiseliteratur. Sie arbeitet als Journalistin für den Sender Deutschlandradio und schreibt über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen u.a. in der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT. Lena Gorelik lebt mit ihrer Familie in München.

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