Blick ins Buch

Histoire de la violence

3,7(67)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

En rentrant chez lui le soir de Noël, Édouard se fait aborder par Reda et l’invite à monter dans son studio. Toute la nuit, ils font l’amour, discutent, rient, se racontent leur vie… Jusqu’à ce que Reda sort un revolver de sa poche, menace Édouard, le viole et s’enfuit.Bien après les démarches médicales et judiciaires, Édouard se confie à sa sœur Clara. Lorsqu’il surprend ensuite le récit qu’elle en fait à son mari, les deux narrations se confrontent dans une spectaculaire opposition de langages et de réflexions.

Editionen (1)

ISBN9782757864814
VerlagPoints
Erscheinungsdatum01.01.17

Rezensionen & Bewertungen

67 Bewertungen

9 Rezensionen

3,7

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  • phoebelou32
    phoebelou32

    23 Follower

    5,0

    Sehr stark!

    Richtig toller, interessanter Erzählstil und Plotaufbau. Sehr bewegender Inhalt, richtig gut übersetzt!

    13. Feb. 2026

  • dasliestfabi
    dasliestfabi

    22 Follower

    3,0

    Ehrlich, Hart..

    Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis hat mich inhaltlich sehr bewegt, aber beim Lesen auch frustriert. Das Thema – eine Gewalterfahrung, die das Leben des Erzählers nachhaltig prägt – ist intensiv, wichtig und emotional schwer auszuhalten. Man merkt, dass der Text stark autobiografisch geprägt ist, was ihn besonders eindringlich macht. Probleme hatte ich vor allem mit der Perspektive. Die Geschichte wird nicht nur aus der Ich-Sicht erzählt, sondern häufig durch die Erzählung der Schwester wiedergegeben. Dadurch entsteht Distanz zu einem eigentlich sehr persönlichen Erlebnis. Ich hätte mir an vielen Stellen eine direktere, klarere Perspektive gewünscht, um die Gefühle und Gedanken unmittelbarer nachvollziehen zu können. Statt Nähe entstand für mich manchmal Verwirrung. Der Schreibstil ist nüchtern, analytisch und teilweise wiederholend. Das passt zwar zum Thema Trauma – weil Erinnerungen oft kreisen und sich nicht linear ordnen lassen – aber es macht das Lesen anspruchsvoll. Insgesamt ist es ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken zwingt, auch wenn es mich erzählerisch nicht vollständig überzeugt hat.

    18. Feb. 2026

  • wien_erleserin
    wien_erleserin

    127 Follower

    4,0

    traumatisch, autobiografisch, heilend

    Endlich habe ich etwas von Édouard Louis gelesen. „Im Herzen der Gewalt“ habe ich für meine #12für2023 ausgesucht. Es ist die autobiografische Erzählung des Schriftstellers, mit der er eine erlittene Vergewaltigung verarbeitet. Nachts von einem Unbekannten angesprochen, war Édouard so angetan von diesem Mann, dass er ihn mit nach Hause nahm. Was als angenehme und erotische Nacht begann, nimmt aber gegen Morgen eine gefährliche Wendung. Der Mann bestiehlt Édouard und als es dieser bemerkt, wird aus dem geheimnisvollen und zärtlichen nächtlichen Besucher ein potenzieller Mörder. All das und die Erfahrungen die Édouard danach gemacht hat, erzählt er seiner Schwester und diese wiederrum erzählt es ihrem Mann. Dieser Unterhaltung lauscht Édouard und so hört seine eigene Geschichte aus dem Mund einer Frau, die ihn weder versteht und zu der er keine enge Bindung hat. Die Schwester erkennt nicht die verletzte Seele, die ihr Bruder ist, macht aus seiner Erfahrung etwas Triviales. Sie ist selbstherrlich, wie man es oft ist, wenn man Dinge erzählt bekommt („Hätte er doch nur…“). Erzählt aus ihrem Mund entgleitet Édouard seine eigene Geschichte ein stückweit, er sieht sich mit dem Geist seiner Vergangenheit und Jugend konfrontiert und ausgesetzt. Sein Erlebtes wird daran gemessen. Teilweise kommt Édouard auch selbst zu Wort, macht scharfsinnige Beobachtungen und skizziert die menschliche Natur. Durch die wechselnde Perspektive erzählt der Roman nicht geradlinig, zeichnet aber ein Bild von einem Menschen, der durch eine traumatische Erfahrung sich selbst und das bisher von ihm Vertretene in Frage stellt. Es ist eine ambivalente Geschichte aus der Feder eines Verletzten. Es ist kein einfaches Buch, es die Verarbeitung einer Vergewaltigung – eines Angriffs – aus der Sicht eines Mannes, der es verarbeiten will.

    traumatisch, autobiografisch, heilend

    22. Juni 2023

3 von 9 Rezensionen

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