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Histoire de la violence: Roman

3,7(67)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

« J'ai rencontré Reda le soir de Noël 2012, alors que je rentrais chez moi après un repas avec des amis, vers quatre heures du matin. Il m'a abordé dans la rue et j'ai fini par lui proposer de monter dans mon studio. Ensuite, il m'a raconté l'histoire de son enfance et celle de l'arrivée de son père en France, son père qui avait fui l’Algérie. Vers six heures du matin, il a pris plusieurs de mes affaires, il a sorti un revolver et il a dit qu'il allait me tuer. Il m'a insulté, frappé, violé. Le lendemain les démarches médicales, policières et judiciaires ont commencé, qui, plus qu'elles ne réparent la violence, la prolongent et l’aggravent. »Ce livre retrace l'histoire de cette nuit et des jours suivants. Construit comme un huis clos, il tient son originalité de la puissance de son sujet, et de sa construction formelle. En effet, plus tard, Édouard se confie à sa sœur, qui décrit à son tour les faits à son mari. Édouard l'entend par une porte entrouverte. Les deux récits s’entremêlent dans une spectaculaire opposition de langages, offrant des points de vue différents sur ce qui s'est passé cette nuit-là, sur ce qui peut permettre de comprendre les dynamiques de l'agression et du traumatisme. Ils évoquent l'enfance d'Édouard, mais aussi celle de Reda et de son père, les effets de l'émigration, du racisme, de la misère. Et posent des questions sur les mécanismes judiciaires auxquels les victimes sont confrontées ou encore sur le rôle de l’amitié. Ce livre propose une histoire de la violence, de ses origines, ses raisons et ses causes.

Editionen (1)

ISBN9782021177787
VerlagSeuil
Erscheinungsdatum12.04.16
Seitenzahl229

Rezensionen & Bewertungen

67 Bewertungen

9 Rezensionen

3,7

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  • phoebelou32
    phoebelou32

    23 Follower

    5,0

    Sehr stark!

    Richtig toller, interessanter Erzählstil und Plotaufbau. Sehr bewegender Inhalt, richtig gut übersetzt!

    13. Feb. 2026

  • dasliestfabi
    dasliestfabi

    23 Follower

    3,0

    Ehrlich, Hart..

    Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis hat mich inhaltlich sehr bewegt, aber beim Lesen auch frustriert. Das Thema – eine Gewalterfahrung, die das Leben des Erzählers nachhaltig prägt – ist intensiv, wichtig und emotional schwer auszuhalten. Man merkt, dass der Text stark autobiografisch geprägt ist, was ihn besonders eindringlich macht. Probleme hatte ich vor allem mit der Perspektive. Die Geschichte wird nicht nur aus der Ich-Sicht erzählt, sondern häufig durch die Erzählung der Schwester wiedergegeben. Dadurch entsteht Distanz zu einem eigentlich sehr persönlichen Erlebnis. Ich hätte mir an vielen Stellen eine direktere, klarere Perspektive gewünscht, um die Gefühle und Gedanken unmittelbarer nachvollziehen zu können. Statt Nähe entstand für mich manchmal Verwirrung. Der Schreibstil ist nüchtern, analytisch und teilweise wiederholend. Das passt zwar zum Thema Trauma – weil Erinnerungen oft kreisen und sich nicht linear ordnen lassen – aber es macht das Lesen anspruchsvoll. Insgesamt ist es ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken zwingt, auch wenn es mich erzählerisch nicht vollständig überzeugt hat.

    18. Feb. 2026

  • wien_erleserin
    wien_erleserin

    127 Follower

    4,0

    traumatisch, autobiografisch, heilend

    Endlich habe ich etwas von Édouard Louis gelesen. „Im Herzen der Gewalt“ habe ich für meine #12für2023 ausgesucht. Es ist die autobiografische Erzählung des Schriftstellers, mit der er eine erlittene Vergewaltigung verarbeitet. Nachts von einem Unbekannten angesprochen, war Édouard so angetan von diesem Mann, dass er ihn mit nach Hause nahm. Was als angenehme und erotische Nacht begann, nimmt aber gegen Morgen eine gefährliche Wendung. Der Mann bestiehlt Édouard und als es dieser bemerkt, wird aus dem geheimnisvollen und zärtlichen nächtlichen Besucher ein potenzieller Mörder. All das und die Erfahrungen die Édouard danach gemacht hat, erzählt er seiner Schwester und diese wiederrum erzählt es ihrem Mann. Dieser Unterhaltung lauscht Édouard und so hört seine eigene Geschichte aus dem Mund einer Frau, die ihn weder versteht und zu der er keine enge Bindung hat. Die Schwester erkennt nicht die verletzte Seele, die ihr Bruder ist, macht aus seiner Erfahrung etwas Triviales. Sie ist selbstherrlich, wie man es oft ist, wenn man Dinge erzählt bekommt („Hätte er doch nur…“). Erzählt aus ihrem Mund entgleitet Édouard seine eigene Geschichte ein stückweit, er sieht sich mit dem Geist seiner Vergangenheit und Jugend konfrontiert und ausgesetzt. Sein Erlebtes wird daran gemessen. Teilweise kommt Édouard auch selbst zu Wort, macht scharfsinnige Beobachtungen und skizziert die menschliche Natur. Durch die wechselnde Perspektive erzählt der Roman nicht geradlinig, zeichnet aber ein Bild von einem Menschen, der durch eine traumatische Erfahrung sich selbst und das bisher von ihm Vertretene in Frage stellt. Es ist eine ambivalente Geschichte aus der Feder eines Verletzten. Es ist kein einfaches Buch, es die Verarbeitung einer Vergewaltigung – eines Angriffs – aus der Sicht eines Mannes, der es verarbeiten will.

    traumatisch, autobiografisch, heilend

    22. Juni 2023

3 von 9 Rezensionen

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