The Memory of Animals
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Beschreibung
"A haunting novel of second chances."--Publishers Weekly, Starred Review
From the award-winning author of Our Endless Numbered Days, Swimming Lessons, Bitter Orange, and Unsettled Ground comes a beautiful and searing novel of memory, love, survival--and octopuses.
In the face of a pandemic, an unprepared world scrambles to escape the mysterious disease causing sensory damage, nerve loss, and, in most cases, death. Neffy, a disgraced and desperately indebted twenty-seven-year-old marine biologist, registers for an experimental vaccine trial in London--perhaps humanity's last hope for a cure. Though isolated from the chaos outside, she and the other volunteers--Rachel, Leon, Yahiko, and Piper--cannot hide from the mistakes that led them there.
As London descends into chaos outside the hospital windows, Neffy befriends Leon, who before the pandemic had been working on a controversial technology that allows users to revisit their memories. She withdraws into projections of her past--a childhood bisected by divorce, a recent love affair, her obsessive research with octopuses, and the one mistake that ended her career. The lines between past, present, and future begin to blur, and Neffy is left with defining questions: Who can she trust? Why can't she forgive herself? How should she live, if she survives?
Claire Fuller's The Memory of Animals is an ambitious, deeply imagined work of survival and suspense, grief and hope, consequences and connectedness that asks what truly defines us--and to what lengths we will go to rescue ourselves and those we love.
Buchinformationen
Beiträge
Was für ein Buch! Ein Highlight! Eine Liebeserklärung an Oktopoden 🐙💓 "Kann man sich mit zwölf eigentlich ernsthaft verlieben? In einen Oktopus?" Neffy passiert genau das. Sie entdeckt beim Schnorcheln im Ionischen Meer von Griechenland einen Oktopus und wird für immer eine besondere Faszination und Liebe zu diesen Tieren haben. Als Meeresbiologin und Mitarbeiterin in einem großen Aquarium kann sie es irgendwann nicht mehr ertragen und bringt ihren Schützling zurück ins Meer. Das Institut verklagt sie und verlangt viel Geld als Schadensersatz. Als eine Pandemie die Welt in Angst und Schrecken versetzt, und sie die Möglichkeit erhält an einer Studie für ein Gegenmittel teilzunehmen, nimmt sie an. Sie braucht das Geld. Der Roman beginnt mit einem tagebuchartigen, liebevollen Brief an H. und jedes Kapitel endet auch mit einem solchen. Lange ist unklar wer das ist. In diesen Briefen geht es um Oktopoden und ihr faszinierendes Verhalten, aber auch darum was Menschen ihnen antun um sie dann essen zu können. Ich werde das nie wieder können. Zusammen mit anderen jungen Menschen wird sie in einem Einzelzimmer einer Klinik untergebracht, mit dem Virus infiziert und erhält dann das Gegenmittel. Als Neffy wieder einigermaßen zu sich kommt ist sie mit ein paar Teilnehmenden des Experiments allein, alle Klinikmitarbeiter sind weg. Was folgt ist eine beklemmende Dystopie. Gefesselt verfolge ich dem Geschehen was natürlich gedanklich auch die Corona-Krise aufleben lässt. Leon, ebenfalls ein Proband hat ein eigentümliches Gerät dabei, den Revisitor. Hiermit können geeignete Menschen in ihre Erinnerungen zurückkehren. Neffy gelingt dies und wir begleiten sie dabei. "Es st ein befremdliches Gefühl, sich an eine Erinnerung zu erinnern, wie Rückwärtsfallen ohne Halt." Da ich nicht weiter spoilern möchte, werde ich auf diese Erinnerungen nicht weiter eingehen. Fakt ist, es ist ein unheimlich gut zu lesendes und so vielschichtiges Buch, welches ich jedem nur empfehlen kann. Der Autorin gelingt, es einen ganz dicht in die Stimmung der Gruppe eindringen zu lassen und der Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Zum Schluss hin erinnert er mich sogar ein klein wenig an Marlen Haushofers "Die Wand".
Eine kluge und sehr menschliche Dystopie über Erinnerung, Identität und Verlust. Extrapunkte für H.
Fertig mit einem Roman, der so ganz anders war, als ich erwartet hatte. Und mich vielleicht deswegen auch so überzeugen konnte. Aber hier lest selbst: Release the Kraken! In „Das Gedächtnis der Tiere“ erzählt Claire Fuller von einer Welt, die von einer tödlichen Pandemie heimgesucht wird. Die Protagonistin Neffy „lebt“ als Testperson in einem streng abgeschotteten Institut. Während draußen die Gesellschaft zusammenbricht, kämpfen die Menschen drinnen nicht nur ums Überleben, sondern auch um ihre Erinnerungen. Denn die Krankheit nimmt den Infizierten nach und nach ihr Gedächtnis. Was bleibt von einem Menschen, wenn Erinnerungen verschwinden? Und was macht Identität überhaupt aus? Claire Fuller verbindet Dystopie, Pandemie-Roman und philosophische Fragestellungen zu einer Geschichte, die viel mehr ist als ein Lockdown-Roman. Im Kern geht es um Erinnerung. Unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind, wen wir lieben und welche Geschichten wir über uns selbst erzählen. Wenn sie verschwinden, gerät alles ins Wanken. Besonders spannend fand ich die Frage, was Menschsein eigentlich bedeutet. Sind wir die Summe unserer Erinnerungen? Oder bleibt etwas von uns übrig, wenn alles Vertraute verloren geht? Auch die Oktopoden spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie wirken zunächst wie ein ungewöhnliches Detail, werden aber immer mehr zu einem Spiegel für die menschlichen Figuren. Fragen nach Bewusstsein, Identität und Verbundenheit ziehen sich durch den gesamten Roman. Gleichzeitig erzählt Fuller von Familienliebe, Verlust und dem verzweifelten Wunsch, an Menschen festzuhalten, die einem wichtig sind. Gerade deshalb wirkt die Geschichte trotz ihres dystopischen Settings sehr menschlich. Ich mochte dieses Buch sehr. Am Anfang dachte ich noch, dass mich die Pandemie-Thematik vielleicht etwas ermüden könnte. Aber Claire Fuller nutzt das Szenario nicht als Selbstzweck. Es geht nicht um Katastrophenbilder oder große Action, sondern um Menschen. Besonders berührt hat mich die Frage, was passiert, wenn Erinnerungen verloren gehen. Viele Figuren versuchen verzweifelt festzuhalten, was ihnen wichtig ist. Das hat mich immer wieder nachdenklich gemacht. Und ja: Die Oktopoden haben mein Herz gewonnen. Der Roman stellt große Fragen, ohne jemals belehrend zu wirken. Er lässt Raum für eigene Gedanken und vertraut darauf, dass die Leserinnen und Leser ihre eigenen Antworten finden. Claire Fuller hat eine kluge Dystopie geschrieben, die mich nicht nur unterhalten, sondern auch beschäftigt hat. Und weil sie zeigt, dass Erinnerungen manchmal das Wertvollste sind, was wir besitzen. Große Empfehlung.

Dystopien ziehen mich magisch an. Ich liebe besonders daran, die Entwicklung von Menschen in menschenfeindlichen Szenarien zu beobachten. Und auch Claire Fuller ist es gelungen, in diesem Setting mit Neffy eine besondere Protagonistin zu kreieren, die mir mit ihrem ständigen Wunsch, das richtige zu tun und ihrer ausgeprägten Liebe zu Oktopoden, schnell ans Herz gewachsen ist. Das Setting einer durch eine Pandemie aussterbenden Menschheit ist nicht neu, auch wenn Claire Fuller das Buch bereits vor der Corona-Pandemie begonnen hat zu schreiben. Durch ihre geschickte Gegenüberstellung von Erinnerungen und der aktuellen Gefahrenlage entsteht ein starker Sog. Der auch mit einem Twist belohnt wird. Für mich hätte das Ende gerne etwas ausführlicher sein dürfen. Empfehlung für Liebhaber von dystopischen Erzählungen mit Figurenfokus.

Abbruchrezensionen
📖 Rezension zu Das Gedächtnis der Tiere 🏥 Der Roman beginnt damit, dass Neffy, eine 27-jährige Meeresbiologin, in eine Londoner Klinik aufgenommen wird. Schnell wird klar, dass dies kein gewöhnlicher Krankenhausaufenthalt ist: Die strengen Sicherheitsvorkehrungen erinnern stark an die Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie 😷. 🦠 Grund dafür ist der Ausbruch des sogenannten Dropsy-Virus. Neffy nimmt als Probandin an einer Impfstoffstudie teil, die das Virus bekämpfen soll – sehr zum Missfallen ihrer Mutter und von Justin. Doch sie hat ihre Gründe: Die Teilnahme ist gut bezahlt 💸, und sie braucht das Geld dringend, nachdem an ihrer letzten Arbeitsstelle etwas schiefgelaufen ist, das sie in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hat. Gleichzeitig versucht sie, vor einem traumatischen Ereignis zu fliehen, das sich erst kürzlich in Kalifornien ereignet hat 🌊. Schon bald gerät die Studie jedoch völlig außer Kontrolle. 💭 Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch. Dystopien gehören zu meinen liebsten Genres, und gerade die offensichtlichen Parallelen zur Covid-19-Pandemie klangen vielversprechend. Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen. 😕 Die Grundidee ist durchaus spannend, und der Einstieg weckt zunächst Neugier, doch die Umsetzung blieb für mich enttäuschend. Die Handlung zog sich sehr, Spannung wollte kaum aufkommen, und insgesamt fehlte dem Roman die fesselnde Dynamik, die ich mir von diesem Setting erhofft hatte. 📚 Schade – aus dem vielversprechenden Ansatz hätte man deutlich mehr machen können. Da mich die Geschichte letztlich so wenig mitgerissen hat, habe ich das Buch bei etwa drei Vierteln abgebrochen. 🚫

"Ich hatte bereits ein Drittel meines Romans geschrieben, als mich die Realität einholte..."
Wir begleiten in dieser Dystopie Neffy die Meeresbiologin durch eine Pandemie und einen großen Knall in der Menschheitsgeschichte. Das umsichgreifende Virus lässt einen verwirrt zurück, man dehydriert. Fünf junge Menschen, die an einer klinischen Studie für einen Impfstoff teilnehmen wollen. Nur Neffy bekommt ihn und wir begleiten die Gruppe 13 Tage lang durch ihr Endzeitfeeling. Nach und nach entschlüsseln wir was in der Zeit von Neffys Erkrankung passiert ist und begreifen das Ausmaß des Ganzen. Ein Studienteilnehmer führt eine Apparatur (den Revisitor) mit sich welche es den Nutzer:innen ermöglicht zu Erinnerungen zurück zu kehren. Neffy nutzt ihn mehrfach täglich. Dies scheint (zumindest eine Weile) das Hauptthema zu sein: Erinnerungen und der Schmerz darüber sie nicht ändern zu können, gleichzeitig erst durch den Abstand zu begreifen warum man in diesen Momenten so entschieden und reagiert hat und dann im Moment des Erwachens der Schmerz weil man wieder in der Realität ist. Ich selbst hätte ein erhöhtes Suchtpotential bei der Nutzung des Revisitors. Mein eigenes Gedächtnis hat schon genug Suchtpotential 😅 Ich liebe solche Dystopien und die Sprache der Autorin ist einfach wunderbar. Viele Fakten über Oktopoden. Jaaaaaaaa ich weiß 😉 ich vergebe zu oft 5 Sterne, aber dieses Buch hier hat es verdient.

Sternebewertung Fiktiv
Hat euch schon einmal ein Buch überrascht, weil es etwas völlig anderes war, als Cover und Klappentext vermuten ließen? Genau so ging es mir mit Das Gedächtnis der Tiere von Claire Fuller, erschienen im Kjona Verlag und übersetzt von Andrea O’Brien. Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Als großer Oktopus-Fan war meine Aufmerksamkeit ohnehin geweckt. Seit ich vor Jahren eine Dokumentation über diese faszinierenden Tiere gesehen habe und erfahren habe, wie intelligent sie sind, wie komplex ihr Verhalten ist und dass sie sogar drei Herzen besitzen, betrachte ich sie mit ganz anderen Augen. Dass sie in diesem Roman eine besondere Rolle spielen, hat mein Interesse deshalb direkt geweckt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Neffy, eine Meeresbiologin, die ihren Job verloren hat, nachdem sie einen Oktopus aus einem Versuchslabor befreit hat. Auf der Suche nach Geld meldet sie sich als Probandin für eine medizinische Studie. Eine neue Krankheit breitet sich weltweit aus, und Neffy lässt sich im Rahmen einer Testreihe impfen. Die Untersuchung findet unter Quarantänebedingungen statt. Zunächst scheint alles problemlos zu verlaufen. Doch dann fällt Neffy in eine Art Koma. Als sie wieder aufwacht, ist die Welt nicht mehr dieselbe. Die Pandemie hat sich ausgebreitet. Das medizinische Personal ist größtenteils verschwunden, die Versorgung bricht zusammen und außerhalb der Einrichtung herrscht Chaos. Die Krankheit selbst ist dabei besonders erschreckend. Sie löscht nach und nach die Erinnerungen der Infizierten aus. Erst verschwinden einzelne Details, dann ganze Lebensabschnitte, bis schließlich nichts mehr übrig bleibt. Danach kommt nur noch der Tod. Von diesem Moment an entwickelt der Roman einen enormen Sog. Die wenigen verbliebenen Menschen im Labor stehen vor einer unmöglichen Entscheidung. Draußen droht die Infektion, drinnen gehen die Vorräte zur Neige. Gleichzeitig läuft die Zeit davon, denn vielleicht befindet sich genau hier der Schlüssel zur Rettung der Menschheit. Was mir besonders gefallen hat, war die Verbindung aus Spannung, Wissenschaft und Dystopie. Claire Fuller erschafft eine beklemmende Zukunftsvision, die erschreckend glaubwürdig wirkt. Dabei verliert sie ihre Figuren nie aus dem Blick. Gerade Neffy ist eine Protagonistin, mit der ich schnell mitgefiebert habe. Anfangs dachte ich noch, dass mich vielleicht eine Pandemiegeschichte erwartet, die zu sehr an bekannte Ereignisse erinnert. Doch dieser Roman geht einen ganz anderen Weg. Die Idee eines Virus, der Erinnerungen auslöscht, fand ich außergewöhnlich und beängstigend zugleich. Denn was bleibt von einem Menschen übrig, wenn seine Erinnerungen verschwinden? Der Schreibstil ist rasant, atmosphärisch und unglaublich fesselnd. Die Handlung entwickelt sich ständig weiter, ohne dabei hektisch zu wirken. Besonders die medizinischen und wissenschaftlichen Aspekte wirkten auf mich sehr durchdacht und detailreich recherchiert. Für mich war Das Gedächtnis der Tiere eine dieser seltenen Geschichten, die man eigentlich nur kurz anlesen möchte und dann plötzlich feststellt, dass man schon hundert Seiten weiter ist. Ein spannender, kluger und gleichzeitig emotionaler Roman über Erinnerung, Identität, Wissenschaft und die Frage, was uns als Menschen eigentlich ausmacht.
Anti-Konformistisches Potenzial
Heute kam Post vom Kjona Verlag. Noch vor Veröffentlichung erreicht mich hier das vierte Buch aus dem „Lesen ist Liebe“ Abo. Natürlich wieder hübsch als Geschenk verpackt und mit einem Anschreiben von Flo und Lars. Freue mich schon sehr auf die Lektüre. Im Buch „Das Gedächtnis der Tiere“ erfahren wir mehr über die Meeresbiologin Neffy und ihre Beziehung zu einem Oktopus, den sie aus der Gefangenschaft befreit.

"Tiere in Gefangenschaft versus Menschen in Gefangenschaft" (Seite 255)
Kennt ihr das: Ihr lest ein Buch, kommt aber einfach nicht rein und schweift ständig ab. Ihr zieht durch und am Ende versteht ihr gar nicht, warum der Anfang so schwer war. So ging es mir mit diesem Buch. Ich wollte es unbedingt lesen, weil mich der dystopische Inhalt sehr gereizt hat. Eine Pandemie, die alle dahinrafft. Da klingelt was. Die Autorin wurde tatsächlich beim Schreiben von der Wirklichkeit überholt. Einige Parallelen lassen sich in Buch erkennen, aber die Geschichte ist soviel mehr. Da ist die Frage, wie geht es weiter? Hinauswagen oder ausharren? Claire Fuller verknüpft das Endzeit-Szenario mit Erinnerungen. Mittels eines genialen Apparates, den Revisitor, kann Neffy, die Protagonistin ihre Vergangenheit anrufen und sich in ihre Erinnerungen fallen lassen. So sehr, dass dieser Revisitor bald einer Droge gleichzusetzen ist. In der Gegenwart schreibt Neffy Briefe an einen Oktopus, an ihren Oktopus. Auch hier entblättert sich nach und nach eine Geschichte, die uns die Protagonistin näher bringt und uns mehr von ihrem Wesen erkennen lässt. So finden wir in diesem Buch drei Handlungsstränge, die ineinander verwoben werden, sich dabei immer nah sind und mich teilweise sehr gerührt haben. Hoffen und Bangen vermischen sich und ich war gespannt, was mich am Ende erwarten wird. Ein wenig muss ich Spoilern, doch selten hat mir ein offenes Ende so gut gefallen.
Viel mehr als ein Pandemie Roman
Das Gedächtnis der Tiere von Claire Fuller ist eines dieser Bücher, bei denen es gar nicht so einfach ist, den Inhalt kurz zusammenzufassen. Im Grunde geht es um eine kleine Gruppe Freiwilliger, die während einer Pandemie als erste einen neuen Impfstoff bekommen soll. Doch als eine Mutation des Virus auftritt und fast die gesamte Menschheit auslöscht, entwickelt sich daraus eine überraschend tiefgründige und fesselnde Geschichte. Das Buch beschäftigt sich mit Fragen darüber, wie menschlich wir in Krisenzeiten wirklich sind, wie weit Menschen für ihr eigenes Überleben gehen würden und was passiert, wenn moralische Entscheidungen plötzlich lebenswichtig werden. Gleichzeitig geht es aber auch um Erinnerungen. Darum, welche Macht sie haben, welche Gefühle sie auslösen und wie sehr sie uns prägen. Durch diese Erinnerungen lernen wir außerdem einen ganz besonderen Oktopus kennen und erfahren nebenbei einige erstaunliche Fakten über diese faszinierenden Tiere, die ich wirklich sehr liebe. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Pandemie-Romanen bin – die Realität hat mir da schon mehr als genug Stoff geliefert – bin ich wirklich durch die Seiten geflogen. Irgendetwas an der Mischung aus psychologischer Tiefe, moralischen Fragen und den unerwartet spannenden Oktopus-Momenten hat mich völlig in den Bann gezogen. Ein Buch, das sich schwer beschreiben lässt, aber definitiv im Gedächtnis bleibt.

Corona Vibes feat. Oktopoden 🐙
Ein Buch über eine Dystopie und eine Gruppe von Menschen, die gerade mitten drin steckt. Ich habe mich am Anfang direkt in die Corona Pandemie versetzt gefühlt und war gespannt, wo das Buch noch hinführt. Rückblickend ist auf den etwas über 300 Seiten gar nicht so viel passiert, aber das Buch lies sich gut lesen! Durch die Mischung aus der aktuellen Zeit, Rückblicken von der Protagonistin und Informationen über Oktopoden hatte ich keine Langeweile beim Lesen (auch wenn die Mischung ein bisschen verrückt klingt).
Beschreibung
"A haunting novel of second chances."--Publishers Weekly, Starred Review
From the award-winning author of Our Endless Numbered Days, Swimming Lessons, Bitter Orange, and Unsettled Ground comes a beautiful and searing novel of memory, love, survival--and octopuses.
In the face of a pandemic, an unprepared world scrambles to escape the mysterious disease causing sensory damage, nerve loss, and, in most cases, death. Neffy, a disgraced and desperately indebted twenty-seven-year-old marine biologist, registers for an experimental vaccine trial in London--perhaps humanity's last hope for a cure. Though isolated from the chaos outside, she and the other volunteers--Rachel, Leon, Yahiko, and Piper--cannot hide from the mistakes that led them there.
As London descends into chaos outside the hospital windows, Neffy befriends Leon, who before the pandemic had been working on a controversial technology that allows users to revisit their memories. She withdraws into projections of her past--a childhood bisected by divorce, a recent love affair, her obsessive research with octopuses, and the one mistake that ended her career. The lines between past, present, and future begin to blur, and Neffy is left with defining questions: Who can she trust? Why can't she forgive herself? How should she live, if she survives?
Claire Fuller's The Memory of Animals is an ambitious, deeply imagined work of survival and suspense, grief and hope, consequences and connectedness that asks what truly defines us--and to what lengths we will go to rescue ourselves and those we love.
Buchinformationen
Beiträge
Was für ein Buch! Ein Highlight! Eine Liebeserklärung an Oktopoden 🐙💓 "Kann man sich mit zwölf eigentlich ernsthaft verlieben? In einen Oktopus?" Neffy passiert genau das. Sie entdeckt beim Schnorcheln im Ionischen Meer von Griechenland einen Oktopus und wird für immer eine besondere Faszination und Liebe zu diesen Tieren haben. Als Meeresbiologin und Mitarbeiterin in einem großen Aquarium kann sie es irgendwann nicht mehr ertragen und bringt ihren Schützling zurück ins Meer. Das Institut verklagt sie und verlangt viel Geld als Schadensersatz. Als eine Pandemie die Welt in Angst und Schrecken versetzt, und sie die Möglichkeit erhält an einer Studie für ein Gegenmittel teilzunehmen, nimmt sie an. Sie braucht das Geld. Der Roman beginnt mit einem tagebuchartigen, liebevollen Brief an H. und jedes Kapitel endet auch mit einem solchen. Lange ist unklar wer das ist. In diesen Briefen geht es um Oktopoden und ihr faszinierendes Verhalten, aber auch darum was Menschen ihnen antun um sie dann essen zu können. Ich werde das nie wieder können. Zusammen mit anderen jungen Menschen wird sie in einem Einzelzimmer einer Klinik untergebracht, mit dem Virus infiziert und erhält dann das Gegenmittel. Als Neffy wieder einigermaßen zu sich kommt ist sie mit ein paar Teilnehmenden des Experiments allein, alle Klinikmitarbeiter sind weg. Was folgt ist eine beklemmende Dystopie. Gefesselt verfolge ich dem Geschehen was natürlich gedanklich auch die Corona-Krise aufleben lässt. Leon, ebenfalls ein Proband hat ein eigentümliches Gerät dabei, den Revisitor. Hiermit können geeignete Menschen in ihre Erinnerungen zurückkehren. Neffy gelingt dies und wir begleiten sie dabei. "Es st ein befremdliches Gefühl, sich an eine Erinnerung zu erinnern, wie Rückwärtsfallen ohne Halt." Da ich nicht weiter spoilern möchte, werde ich auf diese Erinnerungen nicht weiter eingehen. Fakt ist, es ist ein unheimlich gut zu lesendes und so vielschichtiges Buch, welches ich jedem nur empfehlen kann. Der Autorin gelingt, es einen ganz dicht in die Stimmung der Gruppe eindringen zu lassen und der Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Zum Schluss hin erinnert er mich sogar ein klein wenig an Marlen Haushofers "Die Wand".
Eine kluge und sehr menschliche Dystopie über Erinnerung, Identität und Verlust. Extrapunkte für H.
Fertig mit einem Roman, der so ganz anders war, als ich erwartet hatte. Und mich vielleicht deswegen auch so überzeugen konnte. Aber hier lest selbst: Release the Kraken! In „Das Gedächtnis der Tiere“ erzählt Claire Fuller von einer Welt, die von einer tödlichen Pandemie heimgesucht wird. Die Protagonistin Neffy „lebt“ als Testperson in einem streng abgeschotteten Institut. Während draußen die Gesellschaft zusammenbricht, kämpfen die Menschen drinnen nicht nur ums Überleben, sondern auch um ihre Erinnerungen. Denn die Krankheit nimmt den Infizierten nach und nach ihr Gedächtnis. Was bleibt von einem Menschen, wenn Erinnerungen verschwinden? Und was macht Identität überhaupt aus? Claire Fuller verbindet Dystopie, Pandemie-Roman und philosophische Fragestellungen zu einer Geschichte, die viel mehr ist als ein Lockdown-Roman. Im Kern geht es um Erinnerung. Unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind, wen wir lieben und welche Geschichten wir über uns selbst erzählen. Wenn sie verschwinden, gerät alles ins Wanken. Besonders spannend fand ich die Frage, was Menschsein eigentlich bedeutet. Sind wir die Summe unserer Erinnerungen? Oder bleibt etwas von uns übrig, wenn alles Vertraute verloren geht? Auch die Oktopoden spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie wirken zunächst wie ein ungewöhnliches Detail, werden aber immer mehr zu einem Spiegel für die menschlichen Figuren. Fragen nach Bewusstsein, Identität und Verbundenheit ziehen sich durch den gesamten Roman. Gleichzeitig erzählt Fuller von Familienliebe, Verlust und dem verzweifelten Wunsch, an Menschen festzuhalten, die einem wichtig sind. Gerade deshalb wirkt die Geschichte trotz ihres dystopischen Settings sehr menschlich. Ich mochte dieses Buch sehr. Am Anfang dachte ich noch, dass mich die Pandemie-Thematik vielleicht etwas ermüden könnte. Aber Claire Fuller nutzt das Szenario nicht als Selbstzweck. Es geht nicht um Katastrophenbilder oder große Action, sondern um Menschen. Besonders berührt hat mich die Frage, was passiert, wenn Erinnerungen verloren gehen. Viele Figuren versuchen verzweifelt festzuhalten, was ihnen wichtig ist. Das hat mich immer wieder nachdenklich gemacht. Und ja: Die Oktopoden haben mein Herz gewonnen. Der Roman stellt große Fragen, ohne jemals belehrend zu wirken. Er lässt Raum für eigene Gedanken und vertraut darauf, dass die Leserinnen und Leser ihre eigenen Antworten finden. Claire Fuller hat eine kluge Dystopie geschrieben, die mich nicht nur unterhalten, sondern auch beschäftigt hat. Und weil sie zeigt, dass Erinnerungen manchmal das Wertvollste sind, was wir besitzen. Große Empfehlung.

Dystopien ziehen mich magisch an. Ich liebe besonders daran, die Entwicklung von Menschen in menschenfeindlichen Szenarien zu beobachten. Und auch Claire Fuller ist es gelungen, in diesem Setting mit Neffy eine besondere Protagonistin zu kreieren, die mir mit ihrem ständigen Wunsch, das richtige zu tun und ihrer ausgeprägten Liebe zu Oktopoden, schnell ans Herz gewachsen ist. Das Setting einer durch eine Pandemie aussterbenden Menschheit ist nicht neu, auch wenn Claire Fuller das Buch bereits vor der Corona-Pandemie begonnen hat zu schreiben. Durch ihre geschickte Gegenüberstellung von Erinnerungen und der aktuellen Gefahrenlage entsteht ein starker Sog. Der auch mit einem Twist belohnt wird. Für mich hätte das Ende gerne etwas ausführlicher sein dürfen. Empfehlung für Liebhaber von dystopischen Erzählungen mit Figurenfokus.

Abbruchrezensionen
📖 Rezension zu Das Gedächtnis der Tiere 🏥 Der Roman beginnt damit, dass Neffy, eine 27-jährige Meeresbiologin, in eine Londoner Klinik aufgenommen wird. Schnell wird klar, dass dies kein gewöhnlicher Krankenhausaufenthalt ist: Die strengen Sicherheitsvorkehrungen erinnern stark an die Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie 😷. 🦠 Grund dafür ist der Ausbruch des sogenannten Dropsy-Virus. Neffy nimmt als Probandin an einer Impfstoffstudie teil, die das Virus bekämpfen soll – sehr zum Missfallen ihrer Mutter und von Justin. Doch sie hat ihre Gründe: Die Teilnahme ist gut bezahlt 💸, und sie braucht das Geld dringend, nachdem an ihrer letzten Arbeitsstelle etwas schiefgelaufen ist, das sie in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hat. Gleichzeitig versucht sie, vor einem traumatischen Ereignis zu fliehen, das sich erst kürzlich in Kalifornien ereignet hat 🌊. Schon bald gerät die Studie jedoch völlig außer Kontrolle. 💭 Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch. Dystopien gehören zu meinen liebsten Genres, und gerade die offensichtlichen Parallelen zur Covid-19-Pandemie klangen vielversprechend. Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen. 😕 Die Grundidee ist durchaus spannend, und der Einstieg weckt zunächst Neugier, doch die Umsetzung blieb für mich enttäuschend. Die Handlung zog sich sehr, Spannung wollte kaum aufkommen, und insgesamt fehlte dem Roman die fesselnde Dynamik, die ich mir von diesem Setting erhofft hatte. 📚 Schade – aus dem vielversprechenden Ansatz hätte man deutlich mehr machen können. Da mich die Geschichte letztlich so wenig mitgerissen hat, habe ich das Buch bei etwa drei Vierteln abgebrochen. 🚫

"Ich hatte bereits ein Drittel meines Romans geschrieben, als mich die Realität einholte..."
Wir begleiten in dieser Dystopie Neffy die Meeresbiologin durch eine Pandemie und einen großen Knall in der Menschheitsgeschichte. Das umsichgreifende Virus lässt einen verwirrt zurück, man dehydriert. Fünf junge Menschen, die an einer klinischen Studie für einen Impfstoff teilnehmen wollen. Nur Neffy bekommt ihn und wir begleiten die Gruppe 13 Tage lang durch ihr Endzeitfeeling. Nach und nach entschlüsseln wir was in der Zeit von Neffys Erkrankung passiert ist und begreifen das Ausmaß des Ganzen. Ein Studienteilnehmer führt eine Apparatur (den Revisitor) mit sich welche es den Nutzer:innen ermöglicht zu Erinnerungen zurück zu kehren. Neffy nutzt ihn mehrfach täglich. Dies scheint (zumindest eine Weile) das Hauptthema zu sein: Erinnerungen und der Schmerz darüber sie nicht ändern zu können, gleichzeitig erst durch den Abstand zu begreifen warum man in diesen Momenten so entschieden und reagiert hat und dann im Moment des Erwachens der Schmerz weil man wieder in der Realität ist. Ich selbst hätte ein erhöhtes Suchtpotential bei der Nutzung des Revisitors. Mein eigenes Gedächtnis hat schon genug Suchtpotential 😅 Ich liebe solche Dystopien und die Sprache der Autorin ist einfach wunderbar. Viele Fakten über Oktopoden. Jaaaaaaaa ich weiß 😉 ich vergebe zu oft 5 Sterne, aber dieses Buch hier hat es verdient.

Sternebewertung Fiktiv
Hat euch schon einmal ein Buch überrascht, weil es etwas völlig anderes war, als Cover und Klappentext vermuten ließen? Genau so ging es mir mit Das Gedächtnis der Tiere von Claire Fuller, erschienen im Kjona Verlag und übersetzt von Andrea O’Brien. Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Als großer Oktopus-Fan war meine Aufmerksamkeit ohnehin geweckt. Seit ich vor Jahren eine Dokumentation über diese faszinierenden Tiere gesehen habe und erfahren habe, wie intelligent sie sind, wie komplex ihr Verhalten ist und dass sie sogar drei Herzen besitzen, betrachte ich sie mit ganz anderen Augen. Dass sie in diesem Roman eine besondere Rolle spielen, hat mein Interesse deshalb direkt geweckt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Neffy, eine Meeresbiologin, die ihren Job verloren hat, nachdem sie einen Oktopus aus einem Versuchslabor befreit hat. Auf der Suche nach Geld meldet sie sich als Probandin für eine medizinische Studie. Eine neue Krankheit breitet sich weltweit aus, und Neffy lässt sich im Rahmen einer Testreihe impfen. Die Untersuchung findet unter Quarantänebedingungen statt. Zunächst scheint alles problemlos zu verlaufen. Doch dann fällt Neffy in eine Art Koma. Als sie wieder aufwacht, ist die Welt nicht mehr dieselbe. Die Pandemie hat sich ausgebreitet. Das medizinische Personal ist größtenteils verschwunden, die Versorgung bricht zusammen und außerhalb der Einrichtung herrscht Chaos. Die Krankheit selbst ist dabei besonders erschreckend. Sie löscht nach und nach die Erinnerungen der Infizierten aus. Erst verschwinden einzelne Details, dann ganze Lebensabschnitte, bis schließlich nichts mehr übrig bleibt. Danach kommt nur noch der Tod. Von diesem Moment an entwickelt der Roman einen enormen Sog. Die wenigen verbliebenen Menschen im Labor stehen vor einer unmöglichen Entscheidung. Draußen droht die Infektion, drinnen gehen die Vorräte zur Neige. Gleichzeitig läuft die Zeit davon, denn vielleicht befindet sich genau hier der Schlüssel zur Rettung der Menschheit. Was mir besonders gefallen hat, war die Verbindung aus Spannung, Wissenschaft und Dystopie. Claire Fuller erschafft eine beklemmende Zukunftsvision, die erschreckend glaubwürdig wirkt. Dabei verliert sie ihre Figuren nie aus dem Blick. Gerade Neffy ist eine Protagonistin, mit der ich schnell mitgefiebert habe. Anfangs dachte ich noch, dass mich vielleicht eine Pandemiegeschichte erwartet, die zu sehr an bekannte Ereignisse erinnert. Doch dieser Roman geht einen ganz anderen Weg. Die Idee eines Virus, der Erinnerungen auslöscht, fand ich außergewöhnlich und beängstigend zugleich. Denn was bleibt von einem Menschen übrig, wenn seine Erinnerungen verschwinden? Der Schreibstil ist rasant, atmosphärisch und unglaublich fesselnd. Die Handlung entwickelt sich ständig weiter, ohne dabei hektisch zu wirken. Besonders die medizinischen und wissenschaftlichen Aspekte wirkten auf mich sehr durchdacht und detailreich recherchiert. Für mich war Das Gedächtnis der Tiere eine dieser seltenen Geschichten, die man eigentlich nur kurz anlesen möchte und dann plötzlich feststellt, dass man schon hundert Seiten weiter ist. Ein spannender, kluger und gleichzeitig emotionaler Roman über Erinnerung, Identität, Wissenschaft und die Frage, was uns als Menschen eigentlich ausmacht.
Anti-Konformistisches Potenzial
Heute kam Post vom Kjona Verlag. Noch vor Veröffentlichung erreicht mich hier das vierte Buch aus dem „Lesen ist Liebe“ Abo. Natürlich wieder hübsch als Geschenk verpackt und mit einem Anschreiben von Flo und Lars. Freue mich schon sehr auf die Lektüre. Im Buch „Das Gedächtnis der Tiere“ erfahren wir mehr über die Meeresbiologin Neffy und ihre Beziehung zu einem Oktopus, den sie aus der Gefangenschaft befreit.

"Tiere in Gefangenschaft versus Menschen in Gefangenschaft" (Seite 255)
Kennt ihr das: Ihr lest ein Buch, kommt aber einfach nicht rein und schweift ständig ab. Ihr zieht durch und am Ende versteht ihr gar nicht, warum der Anfang so schwer war. So ging es mir mit diesem Buch. Ich wollte es unbedingt lesen, weil mich der dystopische Inhalt sehr gereizt hat. Eine Pandemie, die alle dahinrafft. Da klingelt was. Die Autorin wurde tatsächlich beim Schreiben von der Wirklichkeit überholt. Einige Parallelen lassen sich in Buch erkennen, aber die Geschichte ist soviel mehr. Da ist die Frage, wie geht es weiter? Hinauswagen oder ausharren? Claire Fuller verknüpft das Endzeit-Szenario mit Erinnerungen. Mittels eines genialen Apparates, den Revisitor, kann Neffy, die Protagonistin ihre Vergangenheit anrufen und sich in ihre Erinnerungen fallen lassen. So sehr, dass dieser Revisitor bald einer Droge gleichzusetzen ist. In der Gegenwart schreibt Neffy Briefe an einen Oktopus, an ihren Oktopus. Auch hier entblättert sich nach und nach eine Geschichte, die uns die Protagonistin näher bringt und uns mehr von ihrem Wesen erkennen lässt. So finden wir in diesem Buch drei Handlungsstränge, die ineinander verwoben werden, sich dabei immer nah sind und mich teilweise sehr gerührt haben. Hoffen und Bangen vermischen sich und ich war gespannt, was mich am Ende erwarten wird. Ein wenig muss ich Spoilern, doch selten hat mir ein offenes Ende so gut gefallen.
Viel mehr als ein Pandemie Roman
Das Gedächtnis der Tiere von Claire Fuller ist eines dieser Bücher, bei denen es gar nicht so einfach ist, den Inhalt kurz zusammenzufassen. Im Grunde geht es um eine kleine Gruppe Freiwilliger, die während einer Pandemie als erste einen neuen Impfstoff bekommen soll. Doch als eine Mutation des Virus auftritt und fast die gesamte Menschheit auslöscht, entwickelt sich daraus eine überraschend tiefgründige und fesselnde Geschichte. Das Buch beschäftigt sich mit Fragen darüber, wie menschlich wir in Krisenzeiten wirklich sind, wie weit Menschen für ihr eigenes Überleben gehen würden und was passiert, wenn moralische Entscheidungen plötzlich lebenswichtig werden. Gleichzeitig geht es aber auch um Erinnerungen. Darum, welche Macht sie haben, welche Gefühle sie auslösen und wie sehr sie uns prägen. Durch diese Erinnerungen lernen wir außerdem einen ganz besonderen Oktopus kennen und erfahren nebenbei einige erstaunliche Fakten über diese faszinierenden Tiere, die ich wirklich sehr liebe. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Pandemie-Romanen bin – die Realität hat mir da schon mehr als genug Stoff geliefert – bin ich wirklich durch die Seiten geflogen. Irgendetwas an der Mischung aus psychologischer Tiefe, moralischen Fragen und den unerwartet spannenden Oktopus-Momenten hat mich völlig in den Bann gezogen. Ein Buch, das sich schwer beschreiben lässt, aber definitiv im Gedächtnis bleibt.

Corona Vibes feat. Oktopoden 🐙
Ein Buch über eine Dystopie und eine Gruppe von Menschen, die gerade mitten drin steckt. Ich habe mich am Anfang direkt in die Corona Pandemie versetzt gefühlt und war gespannt, wo das Buch noch hinführt. Rückblickend ist auf den etwas über 300 Seiten gar nicht so viel passiert, aber das Buch lies sich gut lesen! Durch die Mischung aus der aktuellen Zeit, Rückblicken von der Protagonistin und Informationen über Oktopoden hatte ich keine Langeweile beim Lesen (auch wenn die Mischung ein bisschen verrückt klingt).
















