Zeta
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Description
Book Information
Author Description
Andreas Brandhorst, geboren 1956 im norddeutschen Sielhorst, hat mit Romanen wie »Äon«, »Das Erwachen« oder »Das Schiff« die deutsche Science-Fiction-Literatur der letzten Jahre entscheidend geprägt. Spektakuläre Zukunftsvisionen verbunden mit einem atemberaubenden Thriller-Plot sind zu seinem Markenzeichen geworden und verschaffen ihm regelmäßig Bestsellerplatzierungen. Zuletzt sind bei Heyne seine Thriller »Der Riss« und »Messias« erschienen. Andreas Brandhorst lebt im Emsland.
Posts
Überraschende Wendungen und packende Spannung
- Rezensionsexemplar - Dies war mein erstes Buch von diesem Autor, und ich war sofort von seinem angenehmen Schreibstil und der gut durchdachten Kapitelaufteilung angetan. Zu Beginn wird man behutsam in die Geschichte eingeführt, die sich allmählich entfaltet. Doch schon bald nimmt die Handlung rasch an Fahrt auf. Immer wenn ich dachte, die Geheimnisse von Zeta durchschaut zu haben, wendete sich die Geschichte überraschend in eine völlig neue Richtung. Mehr als einmal fragte ich mich “Hä, warum?”, aber stets im positiven Sinne. Es war ein fesselnder Science-Fiction-Roman, und ich freue mich darauf, weitere Bücher dieses Autors zu entdecken.

Stell dir vor, du sitzt nachts am Fenster, schaust in den Himmel und hörst plötzlich etwas ein gleichmäßiges, mechanisches Pochen, das nicht von dieser Welt ist. Genau dieses Gefühl, dieses elektrisierende Was-zum-Teufel-ist-da-draußen, hat mich in den ersten Kapiteln von Andreas Brandhorsts Zeta gepackt. Leider hält das Signal nicht die ganze Reise durch.
Ich hatte mir Zeta für ein entspanntes Wochenende aufgehoben und die ersten Abende waren tatsächlich das, was ich mir erhofft hatte, Decke, Halbdunkel, und dieses leise Kribbeln, wenn sich ein großes Rätsel langsam entfaltet. Ein unbekanntes Objekt taucht aus den Tiefen des Alls auf, steuert eine Umlaufbahn um den Saturn an und beginnt, ein regelmäßiges Signal auszusenden. Die Menschheit tauft es Zeta. Drei Expeditionen von Erde, Mars und dem Saturnmond Titan machen sich auf den Weg. Das klingt nach großem Kino, und für eine Weile ist es das auch. Dann aber wurde aus meinem Atemlos-durch-die-Nacht-Lesen zunehmend ein Warte-mal-kurz-ich-schaue-aufs-Handy-Lesen. Die Energie kam und ging wie ein instabiles Funksignal. Die Prämisse ist schlicht brilliant. Brandhorst versteht es, das kosmische Fremde wirklich fremd wirken zu lassen. Zeta ist kein Hollywood-Alien-Klischee, sondern etwas, das sich anfühlt wie ein Rätsel, für das die Menschheit noch keine Sprache hat. Die ersten Kapitel haben genau jene Stimmung, für die ich Science-Fiction liebe. Dieses wandeln am Rand des Unbegreiflichen, gepaart mit dem Wissenschafts-Thriller-Tempo, das Brandhorst als sein Markenzeichen etabliert hat. Wenn der Roman auf Hochtouren läuft, liest er sich wie ein fein justiertes Uhrwerk präzise, atmosphärisch, unerbittlich vorwärtsdrängelnd. Das Problem in diesem Buch liegt für mich im Ungleichgewicht. Es gibt Kapitel, die sich anfühlen wie ein Sprung in die Schwerelosigkeit und dann gibt es andere, die mich mit dem narrativen Äquivalent von Triebwerksstottern zurücklassen. Einige der großen Ideen werden angetippt, wie ein Fingerdruck auf ein erleuchtetes Touchpad, aber dann zieht die Handlung weiter, ohne dass das Potenzial wirklich ausgeschöpft wird. Am problematisch für mich waren allerdings die agierenden Personen. Ich konnte beim Lesen keine richtige Verbindung zu Ihnen aufbauen.. Die Charaktere bleiben seltsam funktional, sie tun Dinge, sie gehen auf Expedition, aber ich habe nicht wirklich mit ihnen mitgezittert. Ohne diesen emotionalen Anker wurde das kosmische Rätsel irgendwann mehr Konstruktion als Erlebnis. Zeta ist wie ein Radiosignal aus einer fernen Galaxie, faszinierend, rätselhaft, voller Versprechen aber auf halbem Weg von statischem Rauschen überlagert. Wer Science-Fiction liebt und sich für das große Staunen vor dem Unbekannten begeistert, findet hier echte Momente der Magie. Nur sollte man keine lückenlose Reise erwarten, sondern eher eine mit Leuchtturmmomenten und einigen langen Strecken dazwischen, in denen man einfach weiterfährt und hofft, dass das nächste Licht bald auftaucht.
Spannend und klug, mit interessanten Ideen
Mit "Zeta" liefert uns Andreas Brandhorst einen wirklich kreativen und klugen Science Fiction Roman. Wir befinden uns im Jahr 2150. Die Menschheit ist aufgebrochen und hat das Sonnensystem besiedelt. Ob auf dem Mars, den Monden anderer Planeten, dem Uranus oder Pluto, überall haben sich neue Städte, Habitate und Kulturen entwickelt. Nightingale Loi, eine 42-jährige Astrobiologin von der Erde, wurde ausgebildet, um den ersten interstellaren Flug der Menschheit zum Stern Proxima Centauri durchzuführen. Doch dann taucht in der Nähe des Saturnmondes Titan ein seltsames Objekt auf, von dem Funksignale empfangen werden. Das wirft alle Pläne über den Haufen und Nightingale Loi wird auf die Mission geschickt, sich dieses Objekt und seine Geheimnisse genauer anzusehen. Doch auch vom Titan und vom Mars machen sich Expeditionsteams auf den Weg, um das Rätsel dieses asteroidenartigen Objektes zu erkunden. Brandhorst ist mit "Zeta" wirklich eine interessante, kluge und spannende Geschichte gelungen, die auch Raum für eigene Gedanken und Überlegungen lässt. Der rote Faden der Geschichte mag im ersten Moment nicht ganz offensichtlich sein, doch lohnt es sich absolut sich auf die Ideen der Geschichte einzulassen. Dann entdeckt der aufmerksame Leser auch den riten Faden, der sich durch die Geschichte windet. Das einzige Manko für mich sind hier die Charaktere, die für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe verdient hätten. Der Mittelteil mag zwar durchaus ein paar Längen aufweisen, die aber dann im letzten Drittel, mit der Auflösung des Rätsels definitiv wieder wettgemacht werden. Auch sprachlich konnte mich Brandhorst absolut überzeugen. "Zeta" ist sehr angenehm zu lesen. Besonders hervorheben möchte ich auch noch einmal den Anhang: Hier findet man zum Verständnis der Geschehnisse der Menschheit einen Überblick über die Jahre von 2020 - 2150. Auch die Hauptfiguren und viele Fremdwörter werden hier erklärt. Ich mag das sehr gerne, da ich mir definitiv vom Autor abgeholt fühle. In manchen Punkten konnte ich der Geschichte zwar nicht immer ganz folgen, hier merkt man dann doch, dass sie die Story eher an erfahrenere Science Fiction Leser und Leserinnen wendet, doch trotzdem hatte ich unglaublich viel Spaß an der Geschichte.

Das Auftauchen eines fremden, offensichtlich von außerirdischer Intelligenz erschaffenen Objekts im Sonnensystem ist wahrlich keine neue Idee in der SF-Literatur. Aber Brandhorst macht daraus eine spannende Geschichte mit viel Sense of Wonder, angesiedelt in einem interessanten Zukunftsszenario. Im späteren Verlauf wird es dann aber (mal wieder) ziemlich mystisch, geradezu fantasy-artig und ein wenig abgehoben. Nicht ungewöhnlich für Romane dieses Autors, aber das muss man schon mögen ...
Krir und Krar sagen wunderbar!
Zeta war mein erstes Buch von Andreas Brandhorst. Ich hatte einige gute Meinungen über seine Bücher gehört und wollte mir nun selbst ein Bild machen. Enttäuscht hat mich Herr Brandhorst nicht, auch wenn der Einstieg für mich etwas holprig war. Die vielen Handlungsstränge, zwischenzeitlich vier oder fünf, die Zeitsprünge, dazu die technischen und wissenschaftlichen Begriffe erforderten etwas Recherche. In einer anderen Rezension wird geschrieben, dass das Buch sich an erfahrene Science-Fiction Leser richtet und das möchte ich so unterschreiben. Danach konnte ich der Handlung allerdings gut folgen und besonders die Innenwelten von Zeta in Kombination mit den Prüfungen haben mir sehr gefallen. Das Ende war dann sehr tragisch, da hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht, war aber trotzdem nicht schlecht. Ich gebe Zeta insgesamt 4 Sterne, was nach meiner Bewertungsskala ein gutes Buch bedeutet. Sicher nicht mein letztes Buch von diesem Autor.
Sehr spannend geschrieben, aber etwas blasse Figuren und einige Fragen zum Schluss
Eines meiner Lieblings-Tropes im Science Fiction Bereich sind Geschichten über den Erstkontakt mit Außerirdischen oder ihren Relikten. "Das Objekt" von John Sandford oder "Behemoth" von T.S. Orgel etwa. "Zeta" von Andreas Brandhorst hat eine ähnliche Prämisse: ein fremdes Objekt erreicht das Sonnensystem und die einzelnen Fraktionen der Menschheit entsenden mehrere Delegationen, um es zu untersuchen. Die politische Ausgangslage mit Erde, Mars und Habitaten am Rand des Sonnensystems erinnerte hierbei ein bisschen an "The Expanse". Ein weiterer Pluspunkt für das Werk. Der Roman lebt größtenteils von dem fesselnden Schreibstil. So, wie die Figuren durch das Innere des "Zeta" genannten Artefakts gehetzt werden, treibt Andreas Brandhorst Lesende ebenfalls durch die Seiten. Auf der Strecke bleiben hierbei ein Stück weit die Handlungsträger, zu denen ich nie wirklich Zugang gefunden habe und mit denen ich zum Schluss nur mitgefiebert habe, weil ich sie schon fast 600 Seiten lang begleitet habe. Gewünscht hätte ich mir außerdem weniger Fragen, die nach dem Ende noch offen bleiben. Außerdem hätte ich mir gewünscht, mehr über das Worldbuilding zu erfahren, besonders die anfangs angesprochene politische Situation. Einige der Unterfraktionen, mitsamt ihrer Agenda, bleiben bis zum Schluss nur angedeutet. Das klingt jetzt nach sehr viel Kritik, aber abgesehen davon hat mir das Buch sehr gefallen.
Super Science-Fiction
Das Buch hat es in sich und ich muss nach dem Lesen immer wieder verarbeiten, was alles passiert ist. Es regt zum Denken an, zum Theorien aufstellen. Es ist schade, dass es schon vorbei ist. Die Welt von Zeta ist unsere Zukunft in 125 Jahren, in der einige große Entwicklungsschritte stattgefunden haben. Dabei finde ich besonders gut, dass unser Heute als das Jahrhundert der Unvernunft bezeichnet wird, man kann die Gesellschaftskritik nicht leugnen. Man wird in eine Welt versetzt, in der nach wie vor viele Fragen nicht gelöst sind und die Menschheit sich von einem außerirdischen Artefakt Lösungen verspricht. Die Handlung ist durchweg spannend geschrieben und nichts fühlt sich wie eine unwichtige Nebengeschichte an. Im Vordergrund steht die Geschichte und nicht die persönliche Verbindung zu den fiktiven Charakteren, was ich sehr erfrischend finde. Kein Charakter sticht nervig hervor, sodass man sich beim Lesen voll auf die Handlung fixieren kann. Leider habe ich erst nach Abschluss des Buches den Anhang und das Glossar entdeckt. Falls der Einstieg ins Buch schwer fallen sollte, kann ich nur empfehlen, durch den Anhang zu blättern und die Erklärungen zu den Begriffen, Personen und zeitlichen Geschehnissen anzugucken. Das Ende schließt gleichzeitig die Haupthandlung ab, aber lässt einen kleinen Spielraum für weitere Entwicklungen in ferner Zukunft offen. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch! Es war mein erstes Buch von Andreas Brandhorst und wahrscheinlich nicht das Letzte :)
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Andreas Brandhorst, geboren 1956 im norddeutschen Sielhorst, hat mit Romanen wie »Äon«, »Das Erwachen« oder »Das Schiff« die deutsche Science-Fiction-Literatur der letzten Jahre entscheidend geprägt. Spektakuläre Zukunftsvisionen verbunden mit einem atemberaubenden Thriller-Plot sind zu seinem Markenzeichen geworden und verschaffen ihm regelmäßig Bestsellerplatzierungen. Zuletzt sind bei Heyne seine Thriller »Der Riss« und »Messias« erschienen. Andreas Brandhorst lebt im Emsland.
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Überraschende Wendungen und packende Spannung
- Rezensionsexemplar - Dies war mein erstes Buch von diesem Autor, und ich war sofort von seinem angenehmen Schreibstil und der gut durchdachten Kapitelaufteilung angetan. Zu Beginn wird man behutsam in die Geschichte eingeführt, die sich allmählich entfaltet. Doch schon bald nimmt die Handlung rasch an Fahrt auf. Immer wenn ich dachte, die Geheimnisse von Zeta durchschaut zu haben, wendete sich die Geschichte überraschend in eine völlig neue Richtung. Mehr als einmal fragte ich mich “Hä, warum?”, aber stets im positiven Sinne. Es war ein fesselnder Science-Fiction-Roman, und ich freue mich darauf, weitere Bücher dieses Autors zu entdecken.

Stell dir vor, du sitzt nachts am Fenster, schaust in den Himmel und hörst plötzlich etwas ein gleichmäßiges, mechanisches Pochen, das nicht von dieser Welt ist. Genau dieses Gefühl, dieses elektrisierende Was-zum-Teufel-ist-da-draußen, hat mich in den ersten Kapiteln von Andreas Brandhorsts Zeta gepackt. Leider hält das Signal nicht die ganze Reise durch.
Ich hatte mir Zeta für ein entspanntes Wochenende aufgehoben und die ersten Abende waren tatsächlich das, was ich mir erhofft hatte, Decke, Halbdunkel, und dieses leise Kribbeln, wenn sich ein großes Rätsel langsam entfaltet. Ein unbekanntes Objekt taucht aus den Tiefen des Alls auf, steuert eine Umlaufbahn um den Saturn an und beginnt, ein regelmäßiges Signal auszusenden. Die Menschheit tauft es Zeta. Drei Expeditionen von Erde, Mars und dem Saturnmond Titan machen sich auf den Weg. Das klingt nach großem Kino, und für eine Weile ist es das auch. Dann aber wurde aus meinem Atemlos-durch-die-Nacht-Lesen zunehmend ein Warte-mal-kurz-ich-schaue-aufs-Handy-Lesen. Die Energie kam und ging wie ein instabiles Funksignal. Die Prämisse ist schlicht brilliant. Brandhorst versteht es, das kosmische Fremde wirklich fremd wirken zu lassen. Zeta ist kein Hollywood-Alien-Klischee, sondern etwas, das sich anfühlt wie ein Rätsel, für das die Menschheit noch keine Sprache hat. Die ersten Kapitel haben genau jene Stimmung, für die ich Science-Fiction liebe. Dieses wandeln am Rand des Unbegreiflichen, gepaart mit dem Wissenschafts-Thriller-Tempo, das Brandhorst als sein Markenzeichen etabliert hat. Wenn der Roman auf Hochtouren läuft, liest er sich wie ein fein justiertes Uhrwerk präzise, atmosphärisch, unerbittlich vorwärtsdrängelnd. Das Problem in diesem Buch liegt für mich im Ungleichgewicht. Es gibt Kapitel, die sich anfühlen wie ein Sprung in die Schwerelosigkeit und dann gibt es andere, die mich mit dem narrativen Äquivalent von Triebwerksstottern zurücklassen. Einige der großen Ideen werden angetippt, wie ein Fingerdruck auf ein erleuchtetes Touchpad, aber dann zieht die Handlung weiter, ohne dass das Potenzial wirklich ausgeschöpft wird. Am problematisch für mich waren allerdings die agierenden Personen. Ich konnte beim Lesen keine richtige Verbindung zu Ihnen aufbauen.. Die Charaktere bleiben seltsam funktional, sie tun Dinge, sie gehen auf Expedition, aber ich habe nicht wirklich mit ihnen mitgezittert. Ohne diesen emotionalen Anker wurde das kosmische Rätsel irgendwann mehr Konstruktion als Erlebnis. Zeta ist wie ein Radiosignal aus einer fernen Galaxie, faszinierend, rätselhaft, voller Versprechen aber auf halbem Weg von statischem Rauschen überlagert. Wer Science-Fiction liebt und sich für das große Staunen vor dem Unbekannten begeistert, findet hier echte Momente der Magie. Nur sollte man keine lückenlose Reise erwarten, sondern eher eine mit Leuchtturmmomenten und einigen langen Strecken dazwischen, in denen man einfach weiterfährt und hofft, dass das nächste Licht bald auftaucht.
Spannend und klug, mit interessanten Ideen
Mit "Zeta" liefert uns Andreas Brandhorst einen wirklich kreativen und klugen Science Fiction Roman. Wir befinden uns im Jahr 2150. Die Menschheit ist aufgebrochen und hat das Sonnensystem besiedelt. Ob auf dem Mars, den Monden anderer Planeten, dem Uranus oder Pluto, überall haben sich neue Städte, Habitate und Kulturen entwickelt. Nightingale Loi, eine 42-jährige Astrobiologin von der Erde, wurde ausgebildet, um den ersten interstellaren Flug der Menschheit zum Stern Proxima Centauri durchzuführen. Doch dann taucht in der Nähe des Saturnmondes Titan ein seltsames Objekt auf, von dem Funksignale empfangen werden. Das wirft alle Pläne über den Haufen und Nightingale Loi wird auf die Mission geschickt, sich dieses Objekt und seine Geheimnisse genauer anzusehen. Doch auch vom Titan und vom Mars machen sich Expeditionsteams auf den Weg, um das Rätsel dieses asteroidenartigen Objektes zu erkunden. Brandhorst ist mit "Zeta" wirklich eine interessante, kluge und spannende Geschichte gelungen, die auch Raum für eigene Gedanken und Überlegungen lässt. Der rote Faden der Geschichte mag im ersten Moment nicht ganz offensichtlich sein, doch lohnt es sich absolut sich auf die Ideen der Geschichte einzulassen. Dann entdeckt der aufmerksame Leser auch den riten Faden, der sich durch die Geschichte windet. Das einzige Manko für mich sind hier die Charaktere, die für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe verdient hätten. Der Mittelteil mag zwar durchaus ein paar Längen aufweisen, die aber dann im letzten Drittel, mit der Auflösung des Rätsels definitiv wieder wettgemacht werden. Auch sprachlich konnte mich Brandhorst absolut überzeugen. "Zeta" ist sehr angenehm zu lesen. Besonders hervorheben möchte ich auch noch einmal den Anhang: Hier findet man zum Verständnis der Geschehnisse der Menschheit einen Überblick über die Jahre von 2020 - 2150. Auch die Hauptfiguren und viele Fremdwörter werden hier erklärt. Ich mag das sehr gerne, da ich mir definitiv vom Autor abgeholt fühle. In manchen Punkten konnte ich der Geschichte zwar nicht immer ganz folgen, hier merkt man dann doch, dass sie die Story eher an erfahrenere Science Fiction Leser und Leserinnen wendet, doch trotzdem hatte ich unglaublich viel Spaß an der Geschichte.

Das Auftauchen eines fremden, offensichtlich von außerirdischer Intelligenz erschaffenen Objekts im Sonnensystem ist wahrlich keine neue Idee in der SF-Literatur. Aber Brandhorst macht daraus eine spannende Geschichte mit viel Sense of Wonder, angesiedelt in einem interessanten Zukunftsszenario. Im späteren Verlauf wird es dann aber (mal wieder) ziemlich mystisch, geradezu fantasy-artig und ein wenig abgehoben. Nicht ungewöhnlich für Romane dieses Autors, aber das muss man schon mögen ...
Krir und Krar sagen wunderbar!
Zeta war mein erstes Buch von Andreas Brandhorst. Ich hatte einige gute Meinungen über seine Bücher gehört und wollte mir nun selbst ein Bild machen. Enttäuscht hat mich Herr Brandhorst nicht, auch wenn der Einstieg für mich etwas holprig war. Die vielen Handlungsstränge, zwischenzeitlich vier oder fünf, die Zeitsprünge, dazu die technischen und wissenschaftlichen Begriffe erforderten etwas Recherche. In einer anderen Rezension wird geschrieben, dass das Buch sich an erfahrene Science-Fiction Leser richtet und das möchte ich so unterschreiben. Danach konnte ich der Handlung allerdings gut folgen und besonders die Innenwelten von Zeta in Kombination mit den Prüfungen haben mir sehr gefallen. Das Ende war dann sehr tragisch, da hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht, war aber trotzdem nicht schlecht. Ich gebe Zeta insgesamt 4 Sterne, was nach meiner Bewertungsskala ein gutes Buch bedeutet. Sicher nicht mein letztes Buch von diesem Autor.
Sehr spannend geschrieben, aber etwas blasse Figuren und einige Fragen zum Schluss
Eines meiner Lieblings-Tropes im Science Fiction Bereich sind Geschichten über den Erstkontakt mit Außerirdischen oder ihren Relikten. "Das Objekt" von John Sandford oder "Behemoth" von T.S. Orgel etwa. "Zeta" von Andreas Brandhorst hat eine ähnliche Prämisse: ein fremdes Objekt erreicht das Sonnensystem und die einzelnen Fraktionen der Menschheit entsenden mehrere Delegationen, um es zu untersuchen. Die politische Ausgangslage mit Erde, Mars und Habitaten am Rand des Sonnensystems erinnerte hierbei ein bisschen an "The Expanse". Ein weiterer Pluspunkt für das Werk. Der Roman lebt größtenteils von dem fesselnden Schreibstil. So, wie die Figuren durch das Innere des "Zeta" genannten Artefakts gehetzt werden, treibt Andreas Brandhorst Lesende ebenfalls durch die Seiten. Auf der Strecke bleiben hierbei ein Stück weit die Handlungsträger, zu denen ich nie wirklich Zugang gefunden habe und mit denen ich zum Schluss nur mitgefiebert habe, weil ich sie schon fast 600 Seiten lang begleitet habe. Gewünscht hätte ich mir außerdem weniger Fragen, die nach dem Ende noch offen bleiben. Außerdem hätte ich mir gewünscht, mehr über das Worldbuilding zu erfahren, besonders die anfangs angesprochene politische Situation. Einige der Unterfraktionen, mitsamt ihrer Agenda, bleiben bis zum Schluss nur angedeutet. Das klingt jetzt nach sehr viel Kritik, aber abgesehen davon hat mir das Buch sehr gefallen.
Super Science-Fiction
Das Buch hat es in sich und ich muss nach dem Lesen immer wieder verarbeiten, was alles passiert ist. Es regt zum Denken an, zum Theorien aufstellen. Es ist schade, dass es schon vorbei ist. Die Welt von Zeta ist unsere Zukunft in 125 Jahren, in der einige große Entwicklungsschritte stattgefunden haben. Dabei finde ich besonders gut, dass unser Heute als das Jahrhundert der Unvernunft bezeichnet wird, man kann die Gesellschaftskritik nicht leugnen. Man wird in eine Welt versetzt, in der nach wie vor viele Fragen nicht gelöst sind und die Menschheit sich von einem außerirdischen Artefakt Lösungen verspricht. Die Handlung ist durchweg spannend geschrieben und nichts fühlt sich wie eine unwichtige Nebengeschichte an. Im Vordergrund steht die Geschichte und nicht die persönliche Verbindung zu den fiktiven Charakteren, was ich sehr erfrischend finde. Kein Charakter sticht nervig hervor, sodass man sich beim Lesen voll auf die Handlung fixieren kann. Leider habe ich erst nach Abschluss des Buches den Anhang und das Glossar entdeckt. Falls der Einstieg ins Buch schwer fallen sollte, kann ich nur empfehlen, durch den Anhang zu blättern und die Erklärungen zu den Begriffen, Personen und zeitlichen Geschehnissen anzugucken. Das Ende schließt gleichzeitig die Haupthandlung ab, aber lässt einen kleinen Spielraum für weitere Entwicklungen in ferner Zukunft offen. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch! Es war mein erstes Buch von Andreas Brandhorst und wahrscheinlich nicht das Letzte :)












