Wie Schiffe auf stürmischer See
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Description
Ein tragisches Unglück, eine zerbrochene Familie – und Heilung von unerwarteter Seite
Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück auf den elterlichen Bauernhof an der windgepeitschten Küste von Wales. Den harten Alltag bestreitet sie allein, ein Unfall auf See hat ihr vor vielen Jahren den Bruder genommen. Nur ein Ritual am Abend spendet Grace Ruhe und Trost: Wenn sie eine alte Tonaufnahme des Seewetterberichts auflegt, die ihren immer vergesslicher werdenden Vater jedes Mal aufs Neue in dem Glauben einschlafen lässt, das Meer sei ruhig und sein Sohn in Sicherheit.
Als eines Tages eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet, Graces Bruder sei tatsächlich noch am Leben, glaubt Grace ihr kein Wort. Doch ihr Vater lässt nicht ab von diesem Hoffnungsschimmer, und so machen die drei sich auf die Suche – eine Suche, auf der sich Grace auch ihrer eigenen schmerzhaften Geschichte stellen muss.
Book Information
Author Description
Kathy Biggs wurde in Yorkshire geboren. Vor vierzig Jahren verlor sie ihr Herz an eine winzige Ortschaft mitten im ländlichen Wales, wo sie und ihr Mann noch heute leben. Sie hat neben ihren eigenen Kindern mehrere Pflegekinder großgezogen und viele Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Erst mit über 60 begann sie mit dem Schreiben.
Posts
Bewegende Familiengeschichte mit Landgang
Genau genommen nimmt uns Kathy Biggs in ihrem Roman „Wie Schiffe auf stürmischer See“ mit an die stürmische Küste von Wales. Hierhin kehrt Grace, nach Schicksalsschlag und Scheidung, auf den elterlichen Bauernhof zurück, wo sie sich aufopferungsvoll um ihren demenzkranken Vater Jack kümmert. Bis eines Tages eine junge Frau namens Malin vor der Tür steht und behauptet Michael, ihr auf See ums Leben gekommener Bruder, sei nicht nur ihr Vater, sondern auch noch am Leben. Damit beginnt für alle Drei eine unvorhergesehene Reise zwischen neuer Hoffnung und schmerzhafter Vergangenheit. In ihrer Erzählweise legt die Autorin einen ebenso bildhaften, wie eindringlichen Schreibstil an den Tag, der sich sehr angenehm und flüssig lesen lässt. Die Story ist sowohl mitreißend, wie bewegend und dank den Ausführungen über Jacks Demenz, eine gelungene Mischung aus unfreiwilliger Komik und einfühlsamer Dramatik. Meine Großeltern sind ebenfalls an Demenz erkrankt, so dass ich viele Situationen wiedererkennen konnte und weiß wie es sich anfühlt erkrankte Menschen zu betreuen und pflegen. Hier wurde treffend recherchiert und auf den Punkt gebracht. Die (Haupt)Protagonisten sind ebenso gut durchdacht, authentisch und jeder auf seine eigene Art liebenswert und sympathisch, so dass man mit jedem von Ihnen mitfühlt, mitleidet und mithofft, auch wenn es erst eine Zeit dauert, bis man sie vollends verstehen kann und genaue Hintergründe erfährt. Gerade das beschert der Geschichte ihren geschickten Spannungsaufbau und ein hoffnungsvolles Ende. Fazit: Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen und mir sowohl Schmunzler entlockt, als auch traurige, ergreifende Lesemomente beschert. Eine wirklich spannende, bewegende Familiengeschichte und eine absolute Leseempfehlung!
Das Buch hat mich bereits direkt ab Seite 1 gehabt. Es geht um Grace und Jack. Die beiden sind Tochter und Vater. Grace ist vor einigen Jahren zu ihrem Vater auf die Farm gezogen, denn Jack vergisst mit der Zeit immer mehr und seine Demenz schreitet voran. Die beiden haben jeden Tag ein Ritual, nämlich wie sie abends zu Bett gehen. Dann wird erst noch ein Kakao zubereitet und dann wird eine Kassette mit den Tonaufnahmen des Wetterberichts eingelegt. Sobald diese gehört ist, schläft Jack ein. Dieses Ritual gibt Grace Halt. Ihr Bruder Michael ist vor zwei Jahrzehnten bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen, und dieses Ereignis sitzt immernoch tief. Eines Tages kommt eine junge Frau auf die Farm und unterhält sich mit Jack. Sie gibt an, den verstorben geglaubten Sohn zu kennen und wüsste, wo er sich aufhält. Und ab da ändert sich alles im Leben der drei. In kurzen Kapiteln wird eindrücklich das Gefühlsleben der Protagonisten geschildert. Denn nicht nur Grace und Jack spielen hier eine Rolle, es gibt auch noch Malin (die junge Frau) und natürlich Michael. Seine Geschichte wird aus der Vergangenheit heraus erzählt. Alles was vor dem Unglück passiert ist und wie es dazu kam. In abwechselnden Kapiteln begleiten wir auf der einen Seite Malin, Grace und Jack, wie sie sich auf den Weg mit dem Camper machen und zu dem Ort reisen, wo Malin ihn erhofft. Und auf der anderen Seite erleben wir die Situation von Michael. Die Reise hat sich für mich unheimlich atmosphärisch angefühlt. Denn die Protagonisten haben sich mit der Zeit immer mehr geöffnet, und mehr von sich preis gegeben. Dazu der Schauplatz des offenen Meeres. Was auch sehr eindrücklich beschrieben wurde ist die fortschreitende Erkrankung von Jack. Mal gibt es Momente, in denen er total klar im Kopf ist und sich an so vieles von früher erinnert, und dann gibt es Augenblicke, wo er nicht mehr sprechen kann und direkt einschläft. Insgesamt war es ein sehr berührendes Buch, mit tollen Charakteren vor einer atemberaubenden Kulisse.
Ein richtiger Schmöker!
Grace zieht sich nach einer gescheiterten Ehe zurück auf die elterliche Farm. Mit den Jahren erkrankt ihr Vater an Demenz und Grace versucht die Maschinerie am laufen zu halten. Sie hat einen Job und keinen zuverlässigen "Aufpasser" für ihren Vater und so steht sie unter ständiger Anspannung. Als ihr Vater dann eines Tages verschwindet und bei seinem auffinden von einem jungen Mädchen erzählt, dass nach ihrem toten Bruder fragte, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.... Auch wenn Grace mir oftmals zu zögerlich erschien, hat mir das Buch und seine Protagonisten unglaublich gut gefallen. Ihr Vater ist liebenswert, ihre kleinen Rituale und seine beinah kindliche Freude darüber haben mich berührt und er ist mir ans Herz gewachsen! Auch mein Vater litt unter Demenz und diese "verlorenen Stunden" wurden auch gut wiedergegeben. Alles in allem ist es ein schöner Schmöker für die dunkle Jahreszeit, die Schilderungen der rauen See erzeugen eine ganz eigene Stimmung, der einen gut unterhält und berührt (auch wenn mir das Ende evtl. etwas zu konstruiert erscheint)

Leider hat es mich nicht ganz so überzeugt wie ich es mir gewünscht habe. Es war irgendwie zäh, sehr viel wurde wiederholt und vielleicht war es mir auch etwas zu Realistisch mit der Demenz des Vaters. Irgendwie hat es mich dann auch nicht mehr so interessiert, ob der Bruder nun tot ist oder nicht.
Das Cover des Buches fand ich so toll, dass ich die Geschichte unbedingt auch lesen musste. Ich lese normalerweise am liebsten Fantasy, Sci-Fi und Horror, da ist dieses Buch natürlich für mich eher ungewöhnlich. Das mag auch der Grund sein, weshalb das Buch von mir nur 3 statt 4 Sterne bekommen hat. Insgesamt war das Buch für mich ein toller palate cleanser und hat mir gefallen. Ich mochte den Schreibstil und fand, dass die Atmosphäre im Buch wirklich toll von der Autorin rübergebracht wurde. Auch die Protagonisten empfand ich als tiefergehende Charaktere mit vielseitigen Eigenschaften und die Autorin konnte sehr geschickt ernste Themen wie bspw. Demenz, Tod eines Kindes und Homophobie in die Geschichte einbinden. Trotz diesen ernsten Themen wollte ich das Buch eigentlich nie zur Seite legen, weil es von Anfang an eine starke Sogwirkung auf mich hatte. Warum also nur drei Sterne? Mir war das Buch ehrlicherweise zu ruhig und das Ende hat mir leider auch nicht gut gefallen. Ich kann natürlich nicht mehr verraten, weil ich nicht spoilern möchte, aber das Ende war mir zu weichgespült und hat teilweise nicht zum vorherigen Verhalten der Protagonisten gepasst. Wer aber einfach eine ruhige und gefühlvolle Familiengeschichte lesen möchte, ist hier genau richtig
Stimmungsvoll und spannend
Grace hat kein einfaches Leben. Sie kümmert sich um ihren demenzkranken Vater und arbeitet auch noch in einer Anwaltskanzlei. Das alles kostet sie ihre ganze Kraft. Eines Tages taucht ein junges Mädchen auf und behauptet die Tochter von Grace's totem Bruder zu sein. Malin hat ein Bild dabei, dass das beweist. Allerdings liegt Malins Geburtsdatum nach Michaels Todestag. Nach anfänglichem Zweifel glaubt Grace ihr und die drei machen sich auf die Suche nach Michael. Am Anfang wusste ich nicht so recht was ich von dem Buch halten sollte, ging es doch hauptsächlich um die Demenz von Jack und wie Grace ihr Leben meistert, doch dann wurde es immer spannender und ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen.
Ganz klare Cover-Liebe bei mir. Und auch der Inhalt hat mich nicht enttäuscht. Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück zu ihrem Vater auf den Hof. Zunächst ist er ihr Stütze und halt um sich zu erholen. Doch bald schon baut er massiv ab und Grace, die ihm eine Pflegeheim ersparen möchte zerreißt sich zwischen Arbeit und Pflege ihres Vaters.In dieser schwierigen Situation taucht eine junge Frau auf, die behauptet die Tochter ihres vor langem verstorbenen Bruders zu sein. Für die drei beginnt eine Reise die ihr Leben komplett umkrempeln wird. Schön erzählt und berührend. Lediglich das Ende war mir dann doch ein bissen zu glatt, deswegen der Stern Abzug.
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Ein tragisches Unglück, eine zerbrochene Familie – und Heilung von unerwarteter Seite
Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück auf den elterlichen Bauernhof an der windgepeitschten Küste von Wales. Den harten Alltag bestreitet sie allein, ein Unfall auf See hat ihr vor vielen Jahren den Bruder genommen. Nur ein Ritual am Abend spendet Grace Ruhe und Trost: Wenn sie eine alte Tonaufnahme des Seewetterberichts auflegt, die ihren immer vergesslicher werdenden Vater jedes Mal aufs Neue in dem Glauben einschlafen lässt, das Meer sei ruhig und sein Sohn in Sicherheit.
Als eines Tages eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet, Graces Bruder sei tatsächlich noch am Leben, glaubt Grace ihr kein Wort. Doch ihr Vater lässt nicht ab von diesem Hoffnungsschimmer, und so machen die drei sich auf die Suche – eine Suche, auf der sich Grace auch ihrer eigenen schmerzhaften Geschichte stellen muss.
Book Information
Author Description
Kathy Biggs wurde in Yorkshire geboren. Vor vierzig Jahren verlor sie ihr Herz an eine winzige Ortschaft mitten im ländlichen Wales, wo sie und ihr Mann noch heute leben. Sie hat neben ihren eigenen Kindern mehrere Pflegekinder großgezogen und viele Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Erst mit über 60 begann sie mit dem Schreiben.
Posts
Bewegende Familiengeschichte mit Landgang
Genau genommen nimmt uns Kathy Biggs in ihrem Roman „Wie Schiffe auf stürmischer See“ mit an die stürmische Küste von Wales. Hierhin kehrt Grace, nach Schicksalsschlag und Scheidung, auf den elterlichen Bauernhof zurück, wo sie sich aufopferungsvoll um ihren demenzkranken Vater Jack kümmert. Bis eines Tages eine junge Frau namens Malin vor der Tür steht und behauptet Michael, ihr auf See ums Leben gekommener Bruder, sei nicht nur ihr Vater, sondern auch noch am Leben. Damit beginnt für alle Drei eine unvorhergesehene Reise zwischen neuer Hoffnung und schmerzhafter Vergangenheit. In ihrer Erzählweise legt die Autorin einen ebenso bildhaften, wie eindringlichen Schreibstil an den Tag, der sich sehr angenehm und flüssig lesen lässt. Die Story ist sowohl mitreißend, wie bewegend und dank den Ausführungen über Jacks Demenz, eine gelungene Mischung aus unfreiwilliger Komik und einfühlsamer Dramatik. Meine Großeltern sind ebenfalls an Demenz erkrankt, so dass ich viele Situationen wiedererkennen konnte und weiß wie es sich anfühlt erkrankte Menschen zu betreuen und pflegen. Hier wurde treffend recherchiert und auf den Punkt gebracht. Die (Haupt)Protagonisten sind ebenso gut durchdacht, authentisch und jeder auf seine eigene Art liebenswert und sympathisch, so dass man mit jedem von Ihnen mitfühlt, mitleidet und mithofft, auch wenn es erst eine Zeit dauert, bis man sie vollends verstehen kann und genaue Hintergründe erfährt. Gerade das beschert der Geschichte ihren geschickten Spannungsaufbau und ein hoffnungsvolles Ende. Fazit: Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen und mir sowohl Schmunzler entlockt, als auch traurige, ergreifende Lesemomente beschert. Eine wirklich spannende, bewegende Familiengeschichte und eine absolute Leseempfehlung!
Das Buch hat mich bereits direkt ab Seite 1 gehabt. Es geht um Grace und Jack. Die beiden sind Tochter und Vater. Grace ist vor einigen Jahren zu ihrem Vater auf die Farm gezogen, denn Jack vergisst mit der Zeit immer mehr und seine Demenz schreitet voran. Die beiden haben jeden Tag ein Ritual, nämlich wie sie abends zu Bett gehen. Dann wird erst noch ein Kakao zubereitet und dann wird eine Kassette mit den Tonaufnahmen des Wetterberichts eingelegt. Sobald diese gehört ist, schläft Jack ein. Dieses Ritual gibt Grace Halt. Ihr Bruder Michael ist vor zwei Jahrzehnten bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen, und dieses Ereignis sitzt immernoch tief. Eines Tages kommt eine junge Frau auf die Farm und unterhält sich mit Jack. Sie gibt an, den verstorben geglaubten Sohn zu kennen und wüsste, wo er sich aufhält. Und ab da ändert sich alles im Leben der drei. In kurzen Kapiteln wird eindrücklich das Gefühlsleben der Protagonisten geschildert. Denn nicht nur Grace und Jack spielen hier eine Rolle, es gibt auch noch Malin (die junge Frau) und natürlich Michael. Seine Geschichte wird aus der Vergangenheit heraus erzählt. Alles was vor dem Unglück passiert ist und wie es dazu kam. In abwechselnden Kapiteln begleiten wir auf der einen Seite Malin, Grace und Jack, wie sie sich auf den Weg mit dem Camper machen und zu dem Ort reisen, wo Malin ihn erhofft. Und auf der anderen Seite erleben wir die Situation von Michael. Die Reise hat sich für mich unheimlich atmosphärisch angefühlt. Denn die Protagonisten haben sich mit der Zeit immer mehr geöffnet, und mehr von sich preis gegeben. Dazu der Schauplatz des offenen Meeres. Was auch sehr eindrücklich beschrieben wurde ist die fortschreitende Erkrankung von Jack. Mal gibt es Momente, in denen er total klar im Kopf ist und sich an so vieles von früher erinnert, und dann gibt es Augenblicke, wo er nicht mehr sprechen kann und direkt einschläft. Insgesamt war es ein sehr berührendes Buch, mit tollen Charakteren vor einer atemberaubenden Kulisse.
Ein richtiger Schmöker!
Grace zieht sich nach einer gescheiterten Ehe zurück auf die elterliche Farm. Mit den Jahren erkrankt ihr Vater an Demenz und Grace versucht die Maschinerie am laufen zu halten. Sie hat einen Job und keinen zuverlässigen "Aufpasser" für ihren Vater und so steht sie unter ständiger Anspannung. Als ihr Vater dann eines Tages verschwindet und bei seinem auffinden von einem jungen Mädchen erzählt, dass nach ihrem toten Bruder fragte, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.... Auch wenn Grace mir oftmals zu zögerlich erschien, hat mir das Buch und seine Protagonisten unglaublich gut gefallen. Ihr Vater ist liebenswert, ihre kleinen Rituale und seine beinah kindliche Freude darüber haben mich berührt und er ist mir ans Herz gewachsen! Auch mein Vater litt unter Demenz und diese "verlorenen Stunden" wurden auch gut wiedergegeben. Alles in allem ist es ein schöner Schmöker für die dunkle Jahreszeit, die Schilderungen der rauen See erzeugen eine ganz eigene Stimmung, der einen gut unterhält und berührt (auch wenn mir das Ende evtl. etwas zu konstruiert erscheint)

Leider hat es mich nicht ganz so überzeugt wie ich es mir gewünscht habe. Es war irgendwie zäh, sehr viel wurde wiederholt und vielleicht war es mir auch etwas zu Realistisch mit der Demenz des Vaters. Irgendwie hat es mich dann auch nicht mehr so interessiert, ob der Bruder nun tot ist oder nicht.
Das Cover des Buches fand ich so toll, dass ich die Geschichte unbedingt auch lesen musste. Ich lese normalerweise am liebsten Fantasy, Sci-Fi und Horror, da ist dieses Buch natürlich für mich eher ungewöhnlich. Das mag auch der Grund sein, weshalb das Buch von mir nur 3 statt 4 Sterne bekommen hat. Insgesamt war das Buch für mich ein toller palate cleanser und hat mir gefallen. Ich mochte den Schreibstil und fand, dass die Atmosphäre im Buch wirklich toll von der Autorin rübergebracht wurde. Auch die Protagonisten empfand ich als tiefergehende Charaktere mit vielseitigen Eigenschaften und die Autorin konnte sehr geschickt ernste Themen wie bspw. Demenz, Tod eines Kindes und Homophobie in die Geschichte einbinden. Trotz diesen ernsten Themen wollte ich das Buch eigentlich nie zur Seite legen, weil es von Anfang an eine starke Sogwirkung auf mich hatte. Warum also nur drei Sterne? Mir war das Buch ehrlicherweise zu ruhig und das Ende hat mir leider auch nicht gut gefallen. Ich kann natürlich nicht mehr verraten, weil ich nicht spoilern möchte, aber das Ende war mir zu weichgespült und hat teilweise nicht zum vorherigen Verhalten der Protagonisten gepasst. Wer aber einfach eine ruhige und gefühlvolle Familiengeschichte lesen möchte, ist hier genau richtig
Stimmungsvoll und spannend
Grace hat kein einfaches Leben. Sie kümmert sich um ihren demenzkranken Vater und arbeitet auch noch in einer Anwaltskanzlei. Das alles kostet sie ihre ganze Kraft. Eines Tages taucht ein junges Mädchen auf und behauptet die Tochter von Grace's totem Bruder zu sein. Malin hat ein Bild dabei, dass das beweist. Allerdings liegt Malins Geburtsdatum nach Michaels Todestag. Nach anfänglichem Zweifel glaubt Grace ihr und die drei machen sich auf die Suche nach Michael. Am Anfang wusste ich nicht so recht was ich von dem Buch halten sollte, ging es doch hauptsächlich um die Demenz von Jack und wie Grace ihr Leben meistert, doch dann wurde es immer spannender und ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen.
Ganz klare Cover-Liebe bei mir. Und auch der Inhalt hat mich nicht enttäuscht. Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück zu ihrem Vater auf den Hof. Zunächst ist er ihr Stütze und halt um sich zu erholen. Doch bald schon baut er massiv ab und Grace, die ihm eine Pflegeheim ersparen möchte zerreißt sich zwischen Arbeit und Pflege ihres Vaters.In dieser schwierigen Situation taucht eine junge Frau auf, die behauptet die Tochter ihres vor langem verstorbenen Bruders zu sein. Für die drei beginnt eine Reise die ihr Leben komplett umkrempeln wird. Schön erzählt und berührend. Lediglich das Ende war mir dann doch ein bissen zu glatt, deswegen der Stern Abzug.














