Erzähl mir alles

Erzähl mir alles

Hardback
4.448

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Description

»Wir glauben gern, dass wir unser Leben unter Kontrolle haben ...«

Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine – zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Ein unvergesslicher Roman über Liebe und Freundschaft – und das, was unausgesprochen bleibt im Leben. »Ein wunderschönes Buch.« Oprah Winfrey

Es ist Herbst in Crosby, dem kleinen Küstenstädtchen in Maine. Vor ein paar Jahren ist Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, mit ihrem Ex-Mann William hierhergezogen. In ein abseits gelegenes Haus am Meer. Doch die beschauliche Ruhe in Crosby wird gestört, als eine alte Frau spurlos verschwindet. Und auch Lucys Welt gerät still und leise aus dem Lot. Auf den einsamen Spaziergängen mit Bob Burgess, ihrem alten Freund und Vertrauten, sprechen beide über ihr Leben und über das, was hätte sein können. Und dann ist da noch die legendäre Olive Kitteridge, die pensionierte Mathematiklehrerin, die jetzt in einem Altersheim am Stadtrand lebt und auch mit 90 Jahren nichts von ihrem rauen Charme verloren hat. Vorsichtig freunden sich die beiden Frauen an.

New York Times-Bestseller. Shortlist Women's Prize for Literature 2025. Der neue Erfolgsroman der SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin. »Das ist das Geheimnis von Strout: Die Komplexität von Menschen so genau und wunderbar einzufangen.« DER SPIEGEL »Ganz große Erzählkunst.« Denis Scheck

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
400
Price
25.70 €

Author Description

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Sie zählt zu den großen amerikanischen Erzählstimmen der Gegenwart. Ihre Bücher sind internationale Bestseller und preisgekrönt. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« erhielt sie den Pulitzerpreis. »Oh, William!« und »Die Unvollkommenheit der Liebe« waren für den Man Booker Prize nominiert. Mit »Erzähl mir alles« stand sie 2025 auf der Shortlist des Women's Prize for Fiction. Für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Siegfried Lenz Preis ausgezeichnet. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

Posts

7
All
5

Ich liebe die Bücher von Elizabeth Strout! Ich habe die Olive Kitteridge-Reihe und zwei Lucy Barton-Bücher gelesen, zwei weitere warten auf meinem Ereader. Meine Strout-Sammlung seht ihr auf Bild 2. In ihrem neuen Buch, das wieder in Crosby in Maine spielt, treffen sich Olive und Lucy regelmäßig in der Seniorenresidenz, in der die mittlerweile 90jährige lebt. Doch im Mittelpunkt des Romans steht Bob Burgess. Bob ist pensionierter Anwalt aus New York, er lebt seit einigen Jahren mit seiner Frau Margaret in Crosby. Bob und Lucy gehen einmal in der Woche zusammen spazieren, dabei geht ihnen der Gesprächsstoff nie aus. Bob merkt, dass er dabei ist, sich in Lucy zu verlieben. Bobs ganzes Leben wird von der Schuld am Tod seines Vaters überschattet. Dieser ist von seinem Auto überrollt worden, nachdem Bob als kleiner Junge an den Gängen herumgespielt hatte – das zumindest ließ man ihn jahrelang glauben. Bob hängt sehr an seinem älteren Bruder Jim, der in New York lebt. Jim wird von einem Schicksalsschlag getroffen, außerdem belastet ihn das schwierige Verhältnis zu seinem Sohn Larry. Bob versucht, zwischen Vater und Sohn zu vermitteln. Zwischen den Kapiteln über Bob Burgess lesen wir Geschichten, die sich Lucy und Olive im Seniorenheim erzählen. Es sind berührende Geschichten über traurige Schicksale von Menschen, die ihnen im Laufe ihrer Leben begegnet sind. Ich habe Bob Burgess ins Herz geschlossen, er ist ein so lieber Mensch, engagiert sich bei der Tafel, erledigt die Einkäufe für eine ältere Nachbarin, hört seiner Frau zu, hört Lucy zu, hört seiner Ex-Frau zu, bringt seinen undankbaren Neffen zur Räson und trifft am Ende eine Entscheidung, die ich genauso von ihm erwartet habe. Auch dieses Buch der Autorin habe ich sehr gern gelesen und mich über das Wiedersehen mit Olive Kitteridge und Lucy Barton, Bob, Margaret und William gefreut. Von mir bekommt es eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

5

Der Roman handelt von Lucy und Olive. Lucy erzählt Lebensgeschichten anderer, während sie ihre Vergangenheit reflektiert. Olive blickt auf ihr Leben zurück, teilt Erinnerungen und späte Einsichten. Toller, warmherziger Roman.

4.5

Ein bisschen wie nach Hause kommen.

Wer Elizabeth Strouts Bücher kennt, für den ist dieses Buch wie nach Hause kommen. Es geht zurück nach Crosby in Maine, wo inzwischen nicht nur Bob Burgess und Olive Kitteridge, sondern auch Lucy Barton wohnen. In Gesprächen, Geschichten und Situationen hören wir von den Menschen aus der Stadt bzw. anderen alten Bekannten, wie Bobs Geschwistern Jim und Susan. Mir sind ehrlich gesagt die Bücher rund um Olive und Bob lieber, als die Bücher über Lucy, daher habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es war wie immer ein Lesevergnügen und mitunter sogar richtig spannend, als Bob noch einmal einen letzten Fall übernimmt. Wer Elizabeth Strouts Figuren nicht kennt, wird fürchte ich weniger Spaß an dem Buch haben, da viele der Figuren zwar erwähnt, aber nicht detailliert vorgestellt werden.

2

Enttäuschende Lektüre, wenn man nicht alle Bücher der Reihe gelesen hat.

Vor einigen Jahren habe ich mehrere Romane von Elizabeth Strout mit großem Vergnügen gelesen. Mit entsprechender Erwartung bin ich nun an diesen Roman gegangen und wurde leider enttäuscht. Ich fühlte mich bei der Lektüre in einer Soap Opera gefangen, die schon Jahre im Fernsehen läuft und man mittendrin eingestiegen ist. Bis zum Schluß hat mich die Anzahl an Charaktere, denen jeweils nur ein Absatz gewidmet wurde und die keinerlei Beitrag zur Handlung lieferten, komplett überfordert. Selbst die vermeintlichen Hauptfiguren blieben hölzern und der wirkliche Handlungsstrang war nicht zu erkennen. Schade, irgendwie hatte ich Strout nicht so platt und kleinbürgerlich in Erinnerung.

5

Wundervolle Geschichte über eine besondere Liebe.

Wundervolle Geschichte über eine besondere Liebe.
4.5

Ein kluges, berührendes Buch für Leser, die leise, figurenzentrierte Literatur lieben.

Es ist Herbst in Crosby, Maine. Die Schriftstellerin Lucy Barton, der Anwalt Bob Burgess und die neunzigjährige Olive Kitteridge kreuzen sich erneut. Als eine alte Frau tot aufgefunden wird, übernimmt Bob die Verteidigung des Hauptverdächtigen. Vor allem aber beginnen Lucy und Olive, einander Geschichten von Menschen zuzutragen, an die sich sonst niemand erinnert. Strout beobachtet ihre Figuren mit seltener Genauigkeit und Zärtlichkeit: Ein Schweigen, ein Blick, ein unausgesprochener Satz genügen ihr. Bob Burgess ist eine wunderbare Hauptfigur, und das Leitmotiv der unerzählten Leben trägt durch das ganze Buch. Der Kriminalfall gibt Halt, ohne zu dominieren. Allerdings lebt der Roman stark vom Vorwissen über Strouts frühere Bücher, und das Tempo ist bewusst langsam. Ein kluges, berührendes Buch für Leser, die leise, figurenzentrierte Literatur lieben, und für alle, die Olive Kitteridge oder Lucy Barton schon kennen.

5

I’m not really sure what I expected when I bought this book. Perhaps I thought it would all center on the murder investigation, the weight of crime and consequence. But it became so much more than that. It’s a collection of stories, both sad and tender, woven with a quiet beauty. Take Lucy and Bob, for instance—two friends who’ve never been just friends. They are lovers, but in the purest, most innocent sense. Their weekly walks together are the highlight of Bob’s week, a sacred space of connection. Their relationship shows us the delicate, even dangerous, possibility that true intimacy can blossom simply by talking, by really listening. What makes this book so beautiful is its grounding in the everyday. Life, as it unfolds, is never just one thing. Everyone has their own world spinning, their own small moments, and while important news reaches us, it doesn’t always settle deep enough to shake our foundations. It’s almost a little sad when you think about how much happens across the globe, yet the good or the bad doesn’t touch us as deeply as it might. What happens in our lives often feels larger than anything else. We learn to guard ourselves, not to let the weight of others' stories become too much to bear. For me, this is the heart of the book. And yet, what strikes me most is its innocence. Despite touching on the heaviest of subjects—death, murder, rape, childhood trauma, affairs, broken hearts—Elizabeth Strout manages to keep the darkness at a distance, always letting love rise to the surface. Broken love, new love, love born of convenience, love for one’s children—it all flows through the pages, binding everything together. When I finished the book, late at night, I sat quietly, reflecting on all its layered themes. But the one that lingered most was the idea of living with ghosts—the perfect metaphor for how we all carry remnants of our past. These ghosts, these memories and emotions, are the things we haven’t yet learned to release. In the end, all I can say is this: a beautiful book, an extraordinary writer, and a story that touched my heart and left me thinking long after the final page.

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