
116 Followers
Gleich mit dem Prolog werden wir ohne Vorbereitung in die Welt der Sirenen geworfen, die nicht nur verführerische schimmert. Obwohl der Einstieg einiges vorwegnimmt, macht er neugierig und regt zum Nachdenken an. Danach nimmt Amanda Hocking den Fuss vom Gaspedal und geht das Ganze etwas bedächtiger an. Wir lernen die beiden Schwestern Gemma und Harper kennen. Die jüngere Schwester Gemma ist im Wasser in ihrem Element. Täglich geht sie ins Schwimmtraining und ihr grosses Ziel ist es, an den nächsten olympischen Spielen teilzunehmen. Doch diese Stunden im Bassin reichen ihr nicht aus. Nachts fährt sie zur Bucht, um da im Meer zu schwimmen. Harper ist zwei Jahre älter und ist nach dem tragischen Unfall ihrer Mutter in ihre Rolle hineingerutscht. Sie schmeisst zuhause den Haushalt, schaut, dass ihr Vater täglich ihr Mittagessen bekommt und hat immer ein Auge auf Gemma. Sie ist so darauf bedacht, sich um ihre Familie zu kümmern, dass sie mit sich selber sehr streng ist. Jede der Schwester bekommt einen "Partner" an die Seite gestellt. Gemma verliebt sich in den Nachbarsjungen und Harpers besten Freund Alex und Harper muss sich mit dem nicht weniger attraktiven, Daniel herumschlagen. Dieser ist aus ihre Sicht ein Nichtsnutz mit ungehobelten Manieren, denn er wohnt auf einem Boot und scheint einfach in den Tag hinein zu leben. Wieder einmal muss ich mich fragen, warum in Büchern fast alle Jungs so toll aussehen. Warum haben alle breite Schultern und sind muskulös? Und vor allem, wie kommt Alex, der sich sogar selber als einen Computer-Nerd bezeichnet, dazu? Kann man das Sixpack und die breiten Schultern zum Anlehnen irgendwo als ein Update herunterladen? Momentan sind die meisten Bücher in der Ich-Perspektive verfasst. "Watersong - Sternenlied" ist hier eine grosse Ausnahme, denn Amanda Hocking hat den auktorialen Erzählstil gewählt. Damit hatte ich recht lange meine Probleme. Dieses Switchen zwischen den verschiedenen Charaktere hat mich verwirrt. Dafür kann man beide Schwestern verfolgen und erfährt über beide mehr - vor allem über ihre Gefühle. Obwohl Gemma eigentlich etwas mehr im Mittelpunkt der Geschichte steht, habe ich die Abschnitte mit Harper lieber gelesen. Irgendwie bin ich mit Harper nicht so ganz warm geworden. Sie war mir zum Teil etwas zu egoistisch und die Liebesgeschichte zwischen ihr und Alex war mir ein bisschen zu einfach gestrickt. Gut gefallen hat mir, dass sich Amanda Hocking mit ihren Sirenen an die griechische Mythologie gehalten hat, in der diese mit ihrem betörenden Gesang vorbeifahrende Schiffer anlockten um sie zu töten. (Quelle) Toll fand ich auch, dass die Autorin diese Fakten im zweiten Teil der Geschichte eingebaut hat und man so einiges darüber erfährt. Damit habe ich nämlich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Auch sonst konnte "Watersong - Sternenlied" mit der einen oder anderen überraschenden Wendung punkten. Nachdem ich mich durch die erste Hälfte des Buches etwas durchbeissen musste, konnten mich die Sirenen im zweiten Teil doch noch in ihren Bann ziehen. Beim Lesen war ich mir lange sicher, diese Reihe nicht weiterzuverfolgen, doch das Ende macht definitiv neugierig und ich glaube, mein Entschluss war etwas voreilig. Das Cover ist ganz bestimmt ein Eyecatcher. Die tauchende Frau, die Farben und vor allem der perlmutt-schiller-Effekt ziehen das Auge auf sich. Die Innenseite des Schutzumschlages ist zudem noch ein Poster. Toll! Fazit: Der Einstieg in Amanda Hockings neue Reihe "Watersong" war für mich etwas harzig. Als ich mich an den etwas verwirrenden Erzählstil gewöhnt hatte, konnte mich das Buch mit viel Meer, Sirenen und einer Prise griechischer Mythologie doch noch in seinen Bann ziehen. Der Anfang einer Tetralogie mit viel Potential.
Jan 9, 2023
Gleich mit dem Prolog werden wir ohne Vorbereitung in die Welt der Sirenen geworfen, die nicht nur verführerische schimmert. Obwohl der Einstieg einiges vorwegnimmt, macht er neugierig und regt zum Nachdenken an. Danach nimmt Amanda Hocking den Fuss vom Gaspedal und geht das Ganze etwas bedächtiger an. Wir lernen die beiden Schwestern Gemma und Harper kennen. Die jüngere Schwester Gemma ist im Wasser in ihrem Element. Täglich geht sie ins Schwimmtraining und ihr grosses Ziel ist es, an den nächsten olympischen Spielen teilzunehmen. Doch diese Stunden im Bassin reichen ihr nicht aus. Nachts fährt sie zur Bucht, um da im Meer zu schwimmen. Harper ist zwei Jahre älter und ist nach dem tragischen Unfall ihrer Mutter in ihre Rolle hineingerutscht. Sie schmeisst zuhause den Haushalt, schaut, dass ihr Vater täglich ihr Mittagessen bekommt und hat immer ein Auge auf Gemma. Sie ist so darauf bedacht, sich um ihre Familie zu kümmern, dass sie mit sich selber sehr streng ist. Jede der Schwester bekommt einen "Partner" an die Seite gestellt. Gemma verliebt sich in den Nachbarsjungen und Harpers besten Freund Alex und Harper muss sich mit dem nicht weniger attraktiven, Daniel herumschlagen. Dieser ist aus ihre Sicht ein Nichtsnutz mit ungehobelten Manieren, denn er wohnt auf einem Boot und scheint einfach in den Tag hinein zu leben. Wieder einmal muss ich mich fragen, warum in Büchern fast alle Jungs so toll aussehen. Warum haben alle breite Schultern und sind muskulös? Und vor allem, wie kommt Alex, der sich sogar selber als einen Computer-Nerd bezeichnet, dazu? Kann man das Sixpack und die breiten Schultern zum Anlehnen irgendwo als ein Update herunterladen? Momentan sind die meisten Bücher in der Ich-Perspektive verfasst. "Watersong - Sternenlied" ist hier eine grosse Ausnahme, denn Amanda Hocking hat den auktorialen Erzählstil gewählt. Damit hatte ich recht lange meine Probleme. Dieses Switchen zwischen den verschiedenen Charaktere hat mich verwirrt. Dafür kann man beide Schwestern verfolgen und erfährt über beide mehr - vor allem über ihre Gefühle. Obwohl Gemma eigentlich etwas mehr im Mittelpunkt der Geschichte steht, habe ich die Abschnitte mit Harper lieber gelesen. Irgendwie bin ich mit Harper nicht so ganz warm geworden. Sie war mir zum Teil etwas zu egoistisch und die Liebesgeschichte zwischen ihr und Alex war mir ein bisschen zu einfach gestrickt. Gut gefallen hat mir, dass sich Amanda Hocking mit ihren Sirenen an die griechische Mythologie gehalten hat, in der diese mit ihrem betörenden Gesang vorbeifahrende Schiffer anlockten um sie zu töten. (Quelle) Toll fand ich auch, dass die Autorin diese Fakten im zweiten Teil der Geschichte eingebaut hat und man so einiges darüber erfährt. Damit habe ich nämlich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Auch sonst konnte "Watersong - Sternenlied" mit der einen oder anderen überraschenden Wendung punkten. Nachdem ich mich durch die erste Hälfte des Buches etwas durchbeissen musste, konnten mich die Sirenen im zweiten Teil doch noch in ihren Bann ziehen. Beim Lesen war ich mir lange sicher, diese Reihe nicht weiterzuverfolgen, doch das Ende macht definitiv neugierig und ich glaube, mein Entschluss war etwas voreilig. Das Cover ist ganz bestimmt ein Eyecatcher. Die tauchende Frau, die Farben und vor allem der perlmutt-schiller-Effekt ziehen das Auge auf sich. Die Innenseite des Schutzumschlages ist zudem noch ein Poster. Toll! Fazit: Der Einstieg in Amanda Hockings neue Reihe "Watersong" war für mich etwas harzig. Als ich mich an den etwas verwirrenden Erzählstil gewöhnt hatte, konnte mich das Buch mit viel Meer, Sirenen und einer Prise griechischer Mythologie doch noch in seinen Bann ziehen. Der Anfang einer Tetralogie mit viel Potential.
Jan 9, 2023






