Aufbruch
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Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah, und war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Nach seinen futuristischen Thrillern um die »Partials« war »Du bist noch nicht tot« der lang erwartete neue John-Cleaver-Roman. Mit der »Mirador«-Saga führt Dan Wells in eine neue Welt.
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Partials stand nun fast 10 Jahre auf meinem SuB. Und ich kann gar nicht sagen, warum. Ich fand die Welt, die Dan Wells kreiert hat sehr interessant. Ein Virus wütet und jedes neugeborene Kind stirbt. Was ich schade fand, dass relativ lange mit der Erklärung gewartet wurde, was ein Partial ist. Das hätte vor allem zu Beginn des Buches ein bisschen mehr Licht ins Dunkel gebracht. Der Schreibstil war sehr locker zu lesen und so fiel es mir leicht, in die Welt abzutauchen. Die Prota fand ich auch super - ein kluges Mädchen, dass mehr will als einfach nur leben. Durch sie bekam die Story und ihr Verlauf einen Sinn. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf Band 2.
Da ich von Dan Wells vor einiger Zeit schon ein Buch gelesen hatte, das mir gefiel und ich über dieses „neue“ Werk sehr viele positive Stimmen gehört hatte, wollte ich mich auch selbst davon überzeugen. In „Aufbruch“ ist die Protagonistin die 16-jährige Kira Walker, die im Krankenhaus arbeitet. Zu Anfang findet der Leser sich gleich in einer beklemmenden Situation wieder: Wir müssen beobachten, wie ein Baby an einer mehr oder weniger ungeklärten Todesursache stirbt und erfahren, dass dies seit elf Jahren mit jedem Neugeborenen geschieht. Denn vor elf Jahren begann der Partial-Krieg. Ein Krieg, bei dem 99% der Weltbevölkerung starb. Die Überlebenden sind immun gegen das Virus RM, können aber keine überlebenden Nachkommen erzeugen. Die ersten 100 Seiten fiel es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Das lag vor allem daran, dass Dan Wells den Leser in diese Situation in der Zukunft schmeißt, aber auf umfassende Erklärungen verzichtet. Man muss sich alles selbst zusammen reimen. Zum Beispiel erfährt man nicht wirklich, was dieses Virus RM ist, wofür die Abkürzung steht, oder was genau es bewirkt. Ebenfalls bleibt man über die Partials sehr lange im Unklaren. Obwohl sie so eine zentrale Rolle spielen, werden sie auf den ersten 100 Seiten vielleicht drei Mal erwähnt. Worin der Krieg bestand und wie es dazu kam erklärt der Autor wenigsten irgendwann in fünf Sätzen. Außerdem konnte ich mit der Protagonistin nicht richtig warm werden. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches konnte ich ihre Reaktionen oft nicht nachvollziehen. Kira wird sehr schnell sauer, fühlt sich angegriffen und braust auf, um dann im nächsten Moment zu weinen. Und dass sie immer wieder ihr Leben für den guten Zweck geben will, ist zwar edel, aber für eine 16-jährige nicht besonders glaubwürdig. Sie verhält sich oft wie eine ausgebildete Soldatin, bleibt in Extremsituationen ruhig und fasst Pläne. Insgesamt hat der Autor eine waghalsige und überaus mutige Protagonistin geschaffen, der ich ihren Aktionismus aber nicht so ganz abkaufen konnte. Meine Probleme hatte ich auch immer wieder mit den actionreichen Szenen. Dan Wells tendiert dazu, alles schnell auf schnell passieren zu lassen. Vielleicht wollte er damit eine atemlose Atmosphäre schaffen. Ich kam aber einfach nicht hinterher. In Kampfszenen passierte einfach manchmal so viel, dass ich Passagen gelangweilt überflog, weil ich nicht mehr ganz durchblickte, wer auf wen schoss und weshalb. Nach der Hälfte des Buches wurde es dann aber langsam interessanter. Da Kira versucht, RM zu heilen, ist ein größerer Anteil des Buches sehr medizinisch. Das fand ich wirklich interessant, auch wenn ich manches nicht ganz verstanden habe. Dafür habe ich wahrscheinlich einfach zu wenig Virologisches Grundwissen. Ebenfalls beeindrucken konnte mich das Setting. Kira und ihre Freunde brechen auf der Suche nach Hilfe nach Manhattan auf, wo keine Menschen Leben. Der Autor hat diese Szenen einfach toll beschrieben. Die Vorstellung von so vielen verlassenen Häusern und leeren Straßen, die schon längst von Pflanzen überwuchert sind, ist gleichzeitig beklemmend und spannend. Vor allem das Ende bietet Platz für die Fortsetzung, die im März erscheinen wird. Fazit: Insgesamt konnte mich das Buch nicht so sehr von sich überzeugen, wie es das bei anderen getan haben mag. Trotzdem war eine gewisse Grundspannung vorhanden, vor allem, weil Kira sich immer wieder in Gefahr begibt, um die Menschheit zu retten. „Aufbruch“ empfehle ich allen, die vor einem futuristischen Szenario nicht zurückschrecken und die über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen können.
Inhalt: Die Menschen haben die Partials erschaffen, um einen Krieg für sie zu gewinnen. Das haben sie getan, doch danach lief nichts mehr nach Plan. Es brach ein Virus aus, das 99,9% der Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Während nun also nur noch etwa 40.000 Menschen existieren und die Partials, die dafür verantwortlich sind, mit etwa einer Million stark in der Überzahl sind, müssen die Menschen um das Überleben ihrer Art bangen. Denn: Das Virus sorgt dafür, dass keine Babys überleben. Da bisher kein Gegenmittel gefunden werden konnte, sind die Partials womöglich die Einzigen, die die Menschheit retten können. Meinung: Die Geschichte des Buches spielt meiner Schätzung nach etwa um das Jahr 2080. Der Ausbruch des RM-Virus ist nun 11 Jahre her und seitdem hat keines der geborenen Kinder länger als drei Tage überlebt. Die Menschheit macht sich nun ernsthaft Sorgen über ihr Überleben. Die sechzehnjährige Kira kommt als erste auf die Idee, dass das Geheimnis der Immunität bei den Partials liegen muss und macht sich auf, einen von ihnen zu beschaffen, um ihn untersuchen zu können. Das ist nicht einfach für sie, weil alle Menschen die Partials für das hassen, was sie den Menschen angetan haben, und ihren Plan nicht unterstützen. Trotzdem macht sie sich zusammen mit einigen anderen Jugendlichen auf den Weg. Am Anfang der Geschichte passiert nicht viel. Es wird beschrieben, wie die Welt aussieht, was passiert ist, wie die Menschen jetzt leben. Man lernt Kira und ihre Freunde kennen und erlebt schließlich die Schlüsselereignisse mit, die Kira dazu bringen, das Land der Partials zu bereisen. Obwohl über viele Seiten nur genau das passiert, war ich kein bisschen gelangweilt, sondern vom Buch gefesselt. Zu ausführliche Beschreibungen und Erklärungen stören mich in Büchern gewöhnlich, aber der Autor hat seine Sache so gut gemacht, dass es das Lesen noch angenehmer und spannender machte, da man sich alles genau vorstellen konnte. Kira hat die schnellste medizinische Ausbildung von allen Bewohnern der Insel gemacht und hat sich nun das Ziel gesetzt, eine Therapie gegen das Virus zu finden, an dessen Heilung ausgebildete Forscher und Ärzte seit elf Jahren arbeiten. Ein hohes Ziel für einen Teenager, aber trotzdem scheint es dem Leser nicht unmöglich zu sein. Kira ist mutig, sympathisch, clever und denkt logisch. Sie vermittelt einfach den Eindruck, dass sie weiß, was sie tut, selbst wenn sie sich nicht sicher ist. Sie ist eine gute Protagonistin, die ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Grenzen kennt. Da Kira ja auf der Suche nach einem Bekämpfer für das Virus ist und ihre Forschung einen relativ großen Teil des Buches ausmacht, bleiben Fachbegriffe und biologische Erklärungen nicht aus, allerdings werden auch Leser, die keine besonderen Biologiekenntnisse haben, nicht überfordert sein. Durch Kiras Überlegungen bzw. gedanklichen Anmerkungen wird genug erklärt, um alles verstehen zu können. Die Spannung steigt proportional zur Menge an Informationen, die der Leser erhält. Immer, wenn eine neue Information aufgetaucht ist, zieht das natürlich Folgen nach sich. Das Buch ist unvorhersehbar und hat mich so manches Mal überrascht. Das Buch endet zwar nicht mit einem direkten Cliffhanger, aber ich bin trotzdem sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird. Fazit: Ein spannendes Buch mit einer sehr guten Protagonistin. Es hat mir sehr gefallen und ich kann es allen Fans von Dystopien empfehlen. 4/5 Punkten
Meine Gedanken zum Buch: Das Buch war ein Kampf und das meine ich jetzt nicht so, dass es so spannend war und so viel im Buch passiert ist, sondern ich musste darum kämpfen, es überhaupt zu Ende zu lesen. Zu einem lag das daran, dass vor allem der erste Abschnitt sehr langweilig war und nichts passiert ist, was für die Handlung im weiteren Verlauf wichtig gewesen wäre. Das Buch wurde in drei Abschnitte eingeteilt und den gesamten ersten Teil, hätte man fast streichen können oder zumindest drastisch kürzen, weil so viele unnötige Begebenheiten waren. Für mich hat die richtige Geschichte erst angefangen, als sie sich endlich nach Washington aufgemacht haben, beziehungsweise als sie endlich diesen Partials geschnappt haben. Natürlich waren immer wieder Passagen, die sich lange gezogen haben, was besonders daran lag, dass der Autor sich viel zu sehr auf die kriegerischen Strategien versteift hat, Waffenkunde präsentierte oder seitenlang die biologischen Vorgänge beschrieben hat. Ich wollte schon nachsehen, ob Dan Wells vielleicht ein Arzt ist. Aber mein größtes Problem hatte ich wohl mit den Figuren in der Geschichte. Ich bin das ganze Buch nicht ganz mit ihnen klar gekommen oder habe auch keine Verbindung gespürt. Die Welt dieser Apokalypse war ja ganz gut beschrieben, aber dafür waren die Figuren rund um die Hauptperson Kira, umso flacher und nichtssagend. Sie waren nicht greifbar für mich und daher war mir auch ihr Schicksal so ziemlich egal. Mein Verhältnis zu Kira hat sich zwar zum Ende hin etwas gebessert, aber trotzdem war sie mir einerseits viel zu kindlich, naiv und blauäugig, aber dann gleichzeitig wieder unglaublich mutig und riskierte ihr Leben für andere oder dafür, die Menschheit zu retten – aber das alles hat für mich nicht zusammen gepasst und war von den Haaren herbei gezogen. Einfach nur unecht. Gerade mal Samm war ein Charakter von dem ich gerne noch mehr gelesen hätte oder den ich mir sehr gut als männlichen, romantischen Held vorstellen kann und hoffe daher sehr, dass wir das auch im nächsten Teil bekommen. Zum Ende hin gab es dann doch noch Wendungen, mit denen ich einerseits gerechnet habe, aber auch eine andere, die mich doch überrascht hat. Dafür gebe ich nun doch 2,5 Punkte, weil ich es nicht vorher gesehen habe und weil ich nun doch wissen will, wie es weitergeht und trotz der Schwierigkeiten doch noch Band zwei lesen möchte. Vielleicht funktioniert dieser ja besser, weil die Vorgeschichte nun abgehandelt wurde. German Cover: Die Farbgebung des Covers gefällt mir richtig gut, aber ich Vergleich zum englischen Cover, gefällt mir dort das Bild eine Spur besser, da es Kira mehr entspricht und auch besser zum Inhalt der Geschichte passt. All in all: Ein schwieriger erster Teil einer neuen dystopischen Trilogie, welcher ich nach großen Problemen doch noch eine Chance mit dem zweiten Band geben möchte und hoffe dort dann auch mehr Action und weniger theoretischer Geplapper. Mehr Info auf meinem Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/04/24/rezension-partials-aufbruch/
Leider ging mir die Hauptperson Kira ziemlich auf die Nerven (kann alles, weiss alles).. ansonsten kann man hier schon fast von einer klassischen Dystopie sprechen. Vorraussetzungen der Welt sind ähnlich wie bei "Dark Canopy" aber es hat bei weitem nicht diese emotionale Kraft. Der Schreibstil ist seltsam distanziert, die Figuren waren mir egal.. Ende machte trotzdem Lust auf den 2. Teil, da ist Potenzial für eine gute Geschichte drin.
Meine Gedanken zum Buch: Das Buch war ein Kampf und das meine ich jetzt nicht so, dass es so spannend war und so viel im Buch passiert ist, sondern ich musste darum kämpfen, es überhaupt zu Ende zu lesen. Zu einem lag das daran, dass vor allem der erste Abschnitt sehr langweilig war und nichts passiert ist, was für die Handlung im weiteren Verlauf wichtig gewesen wäre. Das Buch wurde in drei Abschnitte eingeteilt und den gesamten ersten Teil, hätte man fast streichen können oder zumindest drastisch kürzen, weil so viele unnötige Begebenheiten waren. Für mich hat die richtige Geschichte erst angefangen, als sie sich endlich nach Washington aufgemacht haben, beziehungsweise als sie endlich diesen Partials geschnappt haben. Natürlich waren immer wieder Passagen, die sich lange gezogen haben, was besonders daran lag, dass der Autor sich viel zu sehr auf die kriegerischen Strategien versteift hat, Waffenkunde präsentierte oder seitenlang die biologischen Vorgänge beschrieben hat. Ich wollte schon nachsehen, ob Dan Wells vielleicht ein Arzt ist. Aber mein größtes Problem hatte ich wohl mit den Figuren in der Geschichte. Ich bin das ganze Buch nicht ganz mit ihnen klar gekommen oder habe auch keine Verbindung gespürt. Die Welt dieser Apokalypse war ja ganz gut beschrieben, aber dafür waren die Figuren rund um die Hauptperson Kira, umso flacher und nichtssagend. Sie waren nicht greifbar für mich und daher war mir auch ihr Schicksal so ziemlich egal. Mein Verhältnis zu Kira hat sich zwar zum Ende hin etwas gebessert, aber trotzdem war sie mir einerseits viel zu kindlich, naiv und blauäugig, aber dann gleichzeitig wieder unglaublich mutig und riskierte ihr Leben für andere oder dafür, die Menschheit zu retten – aber das alles hat für mich nicht zusammen gepasst und war von den Haaren herbei gezogen. Einfach nur unecht. Gerade mal Samm war ein Charakter von dem ich gerne noch mehr gelesen hätte oder den ich mir sehr gut als männlichen, romantischen Held vorstellen kann und hoffe daher sehr, dass wir das auch im nächsten Teil bekommen. Zum Ende hin gab es dann doch noch Wendungen, mit denen ich einerseits gerechnet habe, aber auch eine andere, die mich doch überrascht hat. Dafür gebe ich nun doch 2,5 Punkte, weil ich es nicht vorher gesehen habe und weil ich nun doch wissen will, wie es weitergeht und trotz der Schwierigkeiten doch noch Band zwei lesen möchte. Vielleicht funktioniert dieser ja besser, weil die Vorgeschichte nun abgehandelt wurde. German Cover: Die Farbgebung des Covers gefällt mir richtig gut, aber ich Vergleich zum englischen Cover, gefällt mir dort das Bild eine Spur besser, da es Kira mehr entspricht und auch besser zum Inhalt der Geschichte passt. All in all: Ein schwieriger erster Teil einer neuen dystopischen Trilogie, welcher ich nach großen Problemen doch noch eine Chance mit dem zweiten Band geben möchte und hoffe dort dann auch mehr Action und weniger theoretischer Geplapper. Mehr Info auf meinem Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/04/24/rezension-partials-aufbruch/
Inhalt: Die Partials, von den Menschen für den Krieg geschaffene, überragend starke, aber menschlich aussehende Soldaten, haben sich gegen ihre Schöpfer gewandt. Elf Jahre nach dem Krieg haben sich die letzten Menschen auf Long Island verbarrikadiert. Doch die Seuche RM, die bereits fast die ganze Menschheit ausgelöscht hat, tötet jedes Neugeborene nach wenigen Tagen. Die sechszehnjährige Wissenschaftlerin Kira Walker setzt alles daran, ein Heilmittel zu finden. Ihre letzte Hoffnung liegt darin, einen Partial zu fangen - ihren größten Feind ... Meine Meinung: Bei diesem Buch steht die Wissenschaft teilweise sehr im Fokus, und obwohl Naturwissenschaften bei mir in der Rangfolge der beliebtesten Schulfächer ganz unten stehen, schafft der Autor es, die Prinzipien und Zusammenhänge des Virus so darzustellen, dass sogar ich das noch einigermaßen nachvollziehen konnte. Somit kann das Geschehen sich zwischenzeitlich fast ein wenig beruhigen, ohne dass es auch aufgrund der unterschwelligen Spannung langweilig wird. Doch auch Action kommt eindeutig nicht zu kurz. Die Idee finde ich leider gar nicht mal so abwegig, sondern sogar ziemlich realistisch, umso erschreckender ist sie. Dabei werden natürlich nebenbei auch die Fragen der künstlichen Intelligenz aufgeworfen - inwiefern ist ein vom Menschen geschaffenes Geschöpf dazu fähig, Emotionen zu empfinden, was macht einem zum Menschen und so weiter. Dabei handelt es sich bei den Partials um Hochleistungskampfmaschinen in einem biologischen Körper - was schon weit näher an einem Menschen dran ist als, übertrieben gesagt, eine Blechbüchse. Dennoch hätte man die Frage noch vertiefen können, sie wird kaum wirklich als Konflikt behandelt. Die düstere Weltuntergangsatmosphäre kam auch definitiv bei mir an, gerade, wenn die Protagonistin Kira sich ausmalt, wie die Welt früher ausgesehen hat - und wie verschwenderisch. Gerade die Beschreibungen der verlassenen Zivilisation, den zerstörten Gebäuden und den teils noch rumliegenden Leichen verdeutlichen diese Atmosphäre. Nun steht die Menschheit vor dem Aussterben und vor einem Bürgerkrieg, der ersteres noch beschleunigt. Energieversorgung ist Luxus, die umliegenden Siedlungen werden geplündert und die Regierung verpflichtet alle jungen Frauen dazu, schwanger zu werden. Was mir hier gefallen hat, ist, dass die Regierung nicht immer richtig handelt, es aber nicht hauptsächlich um sowas wie Rebellion geht - das Heilmittel steht im Mittelpunkt. Die Geschichte war teilweise sogar wenig vorhersehbar, auch wenn ich die ein oder andere Enthüllung schon erahnt habe. Kira war mir zwischendurch ein wenig zu naiv, nicht, weil sie Gefahren nicht sieht oder dumm ist, schließlich ist sie in einer apokalyptischen Welt aufgewachsen und auch auf diese eingestellt. Naiv in dem Sinne, dass sie mir teilweise ein bisschen schnell Vertrauen schenkte, hier fehlte mir ein wenig die Entwicklung. Ansonsten hat sie aber durchaus das Potenzial zu einem starken Charakter, sie setzt ihren Willen durch, kämpft für ihre Vorstellungen, kümmert sich um anderen und entwickelt sich weiter. Ich bin gespannt, wie sich letzteres in den Folgebänden gestalten wird. Was außerdem ziemlich ungewöhnlich ist, ist die Tatsache, dass sie von Anfang an einen Freund hat, den sie auch wirklich liebt. Nachteil ist vielleicht, dass es so nicht gerade Funken sprüht, ich Markus auch ein wenig blass fand und die Emotionen zwischen den beiden nicht so wirklich gespürt habe, andererseits steht die Liebesgeschichte auch alles andere als im Vordergrund, von daher war es eher eine angenehme Abwechslung, dass Kira nicht von den überwältigenden Gefühlen der ersten Liebe abgelenkt wird. Potenziell ist zwar die Gefahr eines Liebesdreiecks gegeben, das zumindest in diesem Teil aber nicht im Geringsten genutzt wird. Leider bleiben die Nebenfiguren generell eher blass, doch auch hier ist Potenzial vorhanden, dass sich in den Fortsetzungen ausbauen lässt. Fazit: Spannende, düstere und teils ungewöhnliche Endzeitstory mit dem Fokus auf dem ebenso faszinierenden wie verstörenden wissenschaftlichen Aspekt, Action und viel Potenzial
Partials ist so ein Buch, das ich nicht in der für mich gewohnten Geschwindigkeit lesen konnte. Dadurch, dass Dan Wells seine Geschichte mit wissenschaftlichen Fakten untermauert hat und dem ganzen wirklich ein Fundament gegeben hat, ist es kein Buch, dass man ‚mal eben so weg lesen‘ kann. Zumindest für mich war es das nicht, in den Seiten, bei denen es um die Gene und den Virus ging, musste ich mich wirklich konzentrieren, um da nicht die Logik zu verlieren. Und das trotz einem Jahr Biologie Leistungskurs. Partials trumpft durch fundiertes Wissen und sympathische Charakter, die nicht zu perfekt sind und das alles vor einer mehr als interessanten Zukunftsvision, die einen wirklich guten und umfassenden Weltentwurf liefern. Die Geschichte spielt nicht zur Zeit des Krieges gegen die Partials, sondern etwa zehn Jahre danach. Es gibt nur noch wenige Menschen auf der Welt, die übriggebliebenen haben sich zusammengeschlossen und sich ein Leben aufgebaut. Die Partials hat mein seit dem Krieg nicht mehr gesehen, allerdings macht die Organisation ‚The Voice‘ den Menschen zu schaffen. ‚The Voice‘ ist eine Widerstandsbewegung gegen die neu gegründete Regierung. Das gravierendste Problem allerdings ist, dass kein Baby seit dem Krieg überlebt hat. Sie sterben kurz nach der Geburt, durch den von den Partials freigesetzten Virus. Um ein Heilmittel zu finden und die Forschung voran zu bringen, wurde ‚Hope Act‘ gegründet und seit Jahren wird das Geburtsfähigesalter immer weiter hinab gesetzt, so dass zu diesem Zeitpunkt jedes Mädchen mit 18 schwanger werden muss, denn der jüngste lebende Mensch ist vierzehn Jahre. Dan Wells schafft es eindrucksvoll die Abgründe der menschlichen Spezies darzustellen und dem Leser das System zu verdeutlichen, ohne ihm seine eigene Meinung darüber aufzubürden. Die Frauen sind so gut wie ausschließlich als Gebärmaschinen zu betrachten. Kira arbeitet in der Forschungseinheit und als ihre ‚Schwester‘ schwanger wird, will sie alles dafür tun, dass das Kind überlebt. Kira ist ein sehr harscher, starker. Sie ist zielstrebig und wissensdurstig und gibt nicht so schnell auf. Ohne Rücksicht auf Verluste und ihr eigenes Leben, tut sie alles, um die Babys zu retten. Die Partials lernt man erst relativ spät kennen, sie wurde von den Menschen geschaffen, um für sie zu kämpfen und haben sich gegen die Unterdrückung die darauf folgte gewährt. Als man auf sie trifft, stellt sich die Frage: was heißt Menschlichkeit denn nun eigentlich? Woran erkennt man, dass man menschlich ist und wer bestimmt das? Ich finde es auch jetzt, wo diese Rezension Form annimmt, immer noch schwer, sie zu schreiben. Es gibt so viele Eindrücke und Facetten, die man gar nicht in Worte fassen kann, dass es mir wirklich schwer fällt, das rüber zu bringen. Zum einen erfährt man wirklich sehr viel über die Forschung, beschäftigt sich mit Pheromonen, Viren und so weiter. Diese Teile des Buches musste ich wirklich langsam lesen, um nichts zu verpassen. Konzentrieren muss man sich bei Partials auf alle Fälle. Kritikpunkt ist allerdings, der Fokus auf die Hauptcharaktere. Ich weiß mittlerweile nicht mehr, wie die Nebencharakter hießen, weil sie allesamt wirklich blass und austauschbar waren und einfache Stereotypen, die man mal eben zur Hand nimmt um etwas voran zu treiben. Spannung wurde es auch erst zur Mitte hin, doch ich war gut beschäftigt und ab da dann auch wirklich so gefesselt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Und wenn dann der ‚Aha‘ – Effekt kommt, will man nur noch weiter. Positiv anmerken muss ich auch, dass Dan Wells die Suche nach den Partials nicht wie einige andere das getan hätten, über das ganze Buch ausgeweitet hat, sondern relativ schnell auf den Punkt kam. Alles in allem ist es wirklich ein gelungenes, gut durchdachtes Buch mit tollen Hauptcharakteren und keine 0-8-15 Liebesgeschichte, die dahinter steckt. Mit dem Ende bin ich auch soweit zufrieden, ich hab jetzt nicht das Gefühl, dass Dan Wells uns damit ärgern wollte, sondern dass es der perfekte Zeitpunkt für diesen Cut war. Von mir hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung mit 4 von 5 Punkten!
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Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah, und war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Nach seinen futuristischen Thrillern um die »Partials« war »Du bist noch nicht tot« der lang erwartete neue John-Cleaver-Roman. Mit der »Mirador«-Saga führt Dan Wells in eine neue Welt.
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Partials stand nun fast 10 Jahre auf meinem SuB. Und ich kann gar nicht sagen, warum. Ich fand die Welt, die Dan Wells kreiert hat sehr interessant. Ein Virus wütet und jedes neugeborene Kind stirbt. Was ich schade fand, dass relativ lange mit der Erklärung gewartet wurde, was ein Partial ist. Das hätte vor allem zu Beginn des Buches ein bisschen mehr Licht ins Dunkel gebracht. Der Schreibstil war sehr locker zu lesen und so fiel es mir leicht, in die Welt abzutauchen. Die Prota fand ich auch super - ein kluges Mädchen, dass mehr will als einfach nur leben. Durch sie bekam die Story und ihr Verlauf einen Sinn. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf Band 2.
Da ich von Dan Wells vor einiger Zeit schon ein Buch gelesen hatte, das mir gefiel und ich über dieses „neue“ Werk sehr viele positive Stimmen gehört hatte, wollte ich mich auch selbst davon überzeugen. In „Aufbruch“ ist die Protagonistin die 16-jährige Kira Walker, die im Krankenhaus arbeitet. Zu Anfang findet der Leser sich gleich in einer beklemmenden Situation wieder: Wir müssen beobachten, wie ein Baby an einer mehr oder weniger ungeklärten Todesursache stirbt und erfahren, dass dies seit elf Jahren mit jedem Neugeborenen geschieht. Denn vor elf Jahren begann der Partial-Krieg. Ein Krieg, bei dem 99% der Weltbevölkerung starb. Die Überlebenden sind immun gegen das Virus RM, können aber keine überlebenden Nachkommen erzeugen. Die ersten 100 Seiten fiel es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Das lag vor allem daran, dass Dan Wells den Leser in diese Situation in der Zukunft schmeißt, aber auf umfassende Erklärungen verzichtet. Man muss sich alles selbst zusammen reimen. Zum Beispiel erfährt man nicht wirklich, was dieses Virus RM ist, wofür die Abkürzung steht, oder was genau es bewirkt. Ebenfalls bleibt man über die Partials sehr lange im Unklaren. Obwohl sie so eine zentrale Rolle spielen, werden sie auf den ersten 100 Seiten vielleicht drei Mal erwähnt. Worin der Krieg bestand und wie es dazu kam erklärt der Autor wenigsten irgendwann in fünf Sätzen. Außerdem konnte ich mit der Protagonistin nicht richtig warm werden. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches konnte ich ihre Reaktionen oft nicht nachvollziehen. Kira wird sehr schnell sauer, fühlt sich angegriffen und braust auf, um dann im nächsten Moment zu weinen. Und dass sie immer wieder ihr Leben für den guten Zweck geben will, ist zwar edel, aber für eine 16-jährige nicht besonders glaubwürdig. Sie verhält sich oft wie eine ausgebildete Soldatin, bleibt in Extremsituationen ruhig und fasst Pläne. Insgesamt hat der Autor eine waghalsige und überaus mutige Protagonistin geschaffen, der ich ihren Aktionismus aber nicht so ganz abkaufen konnte. Meine Probleme hatte ich auch immer wieder mit den actionreichen Szenen. Dan Wells tendiert dazu, alles schnell auf schnell passieren zu lassen. Vielleicht wollte er damit eine atemlose Atmosphäre schaffen. Ich kam aber einfach nicht hinterher. In Kampfszenen passierte einfach manchmal so viel, dass ich Passagen gelangweilt überflog, weil ich nicht mehr ganz durchblickte, wer auf wen schoss und weshalb. Nach der Hälfte des Buches wurde es dann aber langsam interessanter. Da Kira versucht, RM zu heilen, ist ein größerer Anteil des Buches sehr medizinisch. Das fand ich wirklich interessant, auch wenn ich manches nicht ganz verstanden habe. Dafür habe ich wahrscheinlich einfach zu wenig Virologisches Grundwissen. Ebenfalls beeindrucken konnte mich das Setting. Kira und ihre Freunde brechen auf der Suche nach Hilfe nach Manhattan auf, wo keine Menschen Leben. Der Autor hat diese Szenen einfach toll beschrieben. Die Vorstellung von so vielen verlassenen Häusern und leeren Straßen, die schon längst von Pflanzen überwuchert sind, ist gleichzeitig beklemmend und spannend. Vor allem das Ende bietet Platz für die Fortsetzung, die im März erscheinen wird. Fazit: Insgesamt konnte mich das Buch nicht so sehr von sich überzeugen, wie es das bei anderen getan haben mag. Trotzdem war eine gewisse Grundspannung vorhanden, vor allem, weil Kira sich immer wieder in Gefahr begibt, um die Menschheit zu retten. „Aufbruch“ empfehle ich allen, die vor einem futuristischen Szenario nicht zurückschrecken und die über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen können.
Inhalt: Die Menschen haben die Partials erschaffen, um einen Krieg für sie zu gewinnen. Das haben sie getan, doch danach lief nichts mehr nach Plan. Es brach ein Virus aus, das 99,9% der Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Während nun also nur noch etwa 40.000 Menschen existieren und die Partials, die dafür verantwortlich sind, mit etwa einer Million stark in der Überzahl sind, müssen die Menschen um das Überleben ihrer Art bangen. Denn: Das Virus sorgt dafür, dass keine Babys überleben. Da bisher kein Gegenmittel gefunden werden konnte, sind die Partials womöglich die Einzigen, die die Menschheit retten können. Meinung: Die Geschichte des Buches spielt meiner Schätzung nach etwa um das Jahr 2080. Der Ausbruch des RM-Virus ist nun 11 Jahre her und seitdem hat keines der geborenen Kinder länger als drei Tage überlebt. Die Menschheit macht sich nun ernsthaft Sorgen über ihr Überleben. Die sechzehnjährige Kira kommt als erste auf die Idee, dass das Geheimnis der Immunität bei den Partials liegen muss und macht sich auf, einen von ihnen zu beschaffen, um ihn untersuchen zu können. Das ist nicht einfach für sie, weil alle Menschen die Partials für das hassen, was sie den Menschen angetan haben, und ihren Plan nicht unterstützen. Trotzdem macht sie sich zusammen mit einigen anderen Jugendlichen auf den Weg. Am Anfang der Geschichte passiert nicht viel. Es wird beschrieben, wie die Welt aussieht, was passiert ist, wie die Menschen jetzt leben. Man lernt Kira und ihre Freunde kennen und erlebt schließlich die Schlüsselereignisse mit, die Kira dazu bringen, das Land der Partials zu bereisen. Obwohl über viele Seiten nur genau das passiert, war ich kein bisschen gelangweilt, sondern vom Buch gefesselt. Zu ausführliche Beschreibungen und Erklärungen stören mich in Büchern gewöhnlich, aber der Autor hat seine Sache so gut gemacht, dass es das Lesen noch angenehmer und spannender machte, da man sich alles genau vorstellen konnte. Kira hat die schnellste medizinische Ausbildung von allen Bewohnern der Insel gemacht und hat sich nun das Ziel gesetzt, eine Therapie gegen das Virus zu finden, an dessen Heilung ausgebildete Forscher und Ärzte seit elf Jahren arbeiten. Ein hohes Ziel für einen Teenager, aber trotzdem scheint es dem Leser nicht unmöglich zu sein. Kira ist mutig, sympathisch, clever und denkt logisch. Sie vermittelt einfach den Eindruck, dass sie weiß, was sie tut, selbst wenn sie sich nicht sicher ist. Sie ist eine gute Protagonistin, die ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Grenzen kennt. Da Kira ja auf der Suche nach einem Bekämpfer für das Virus ist und ihre Forschung einen relativ großen Teil des Buches ausmacht, bleiben Fachbegriffe und biologische Erklärungen nicht aus, allerdings werden auch Leser, die keine besonderen Biologiekenntnisse haben, nicht überfordert sein. Durch Kiras Überlegungen bzw. gedanklichen Anmerkungen wird genug erklärt, um alles verstehen zu können. Die Spannung steigt proportional zur Menge an Informationen, die der Leser erhält. Immer, wenn eine neue Information aufgetaucht ist, zieht das natürlich Folgen nach sich. Das Buch ist unvorhersehbar und hat mich so manches Mal überrascht. Das Buch endet zwar nicht mit einem direkten Cliffhanger, aber ich bin trotzdem sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird. Fazit: Ein spannendes Buch mit einer sehr guten Protagonistin. Es hat mir sehr gefallen und ich kann es allen Fans von Dystopien empfehlen. 4/5 Punkten
Meine Gedanken zum Buch: Das Buch war ein Kampf und das meine ich jetzt nicht so, dass es so spannend war und so viel im Buch passiert ist, sondern ich musste darum kämpfen, es überhaupt zu Ende zu lesen. Zu einem lag das daran, dass vor allem der erste Abschnitt sehr langweilig war und nichts passiert ist, was für die Handlung im weiteren Verlauf wichtig gewesen wäre. Das Buch wurde in drei Abschnitte eingeteilt und den gesamten ersten Teil, hätte man fast streichen können oder zumindest drastisch kürzen, weil so viele unnötige Begebenheiten waren. Für mich hat die richtige Geschichte erst angefangen, als sie sich endlich nach Washington aufgemacht haben, beziehungsweise als sie endlich diesen Partials geschnappt haben. Natürlich waren immer wieder Passagen, die sich lange gezogen haben, was besonders daran lag, dass der Autor sich viel zu sehr auf die kriegerischen Strategien versteift hat, Waffenkunde präsentierte oder seitenlang die biologischen Vorgänge beschrieben hat. Ich wollte schon nachsehen, ob Dan Wells vielleicht ein Arzt ist. Aber mein größtes Problem hatte ich wohl mit den Figuren in der Geschichte. Ich bin das ganze Buch nicht ganz mit ihnen klar gekommen oder habe auch keine Verbindung gespürt. Die Welt dieser Apokalypse war ja ganz gut beschrieben, aber dafür waren die Figuren rund um die Hauptperson Kira, umso flacher und nichtssagend. Sie waren nicht greifbar für mich und daher war mir auch ihr Schicksal so ziemlich egal. Mein Verhältnis zu Kira hat sich zwar zum Ende hin etwas gebessert, aber trotzdem war sie mir einerseits viel zu kindlich, naiv und blauäugig, aber dann gleichzeitig wieder unglaublich mutig und riskierte ihr Leben für andere oder dafür, die Menschheit zu retten – aber das alles hat für mich nicht zusammen gepasst und war von den Haaren herbei gezogen. Einfach nur unecht. Gerade mal Samm war ein Charakter von dem ich gerne noch mehr gelesen hätte oder den ich mir sehr gut als männlichen, romantischen Held vorstellen kann und hoffe daher sehr, dass wir das auch im nächsten Teil bekommen. Zum Ende hin gab es dann doch noch Wendungen, mit denen ich einerseits gerechnet habe, aber auch eine andere, die mich doch überrascht hat. Dafür gebe ich nun doch 2,5 Punkte, weil ich es nicht vorher gesehen habe und weil ich nun doch wissen will, wie es weitergeht und trotz der Schwierigkeiten doch noch Band zwei lesen möchte. Vielleicht funktioniert dieser ja besser, weil die Vorgeschichte nun abgehandelt wurde. German Cover: Die Farbgebung des Covers gefällt mir richtig gut, aber ich Vergleich zum englischen Cover, gefällt mir dort das Bild eine Spur besser, da es Kira mehr entspricht und auch besser zum Inhalt der Geschichte passt. All in all: Ein schwieriger erster Teil einer neuen dystopischen Trilogie, welcher ich nach großen Problemen doch noch eine Chance mit dem zweiten Band geben möchte und hoffe dort dann auch mehr Action und weniger theoretischer Geplapper. Mehr Info auf meinem Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/04/24/rezension-partials-aufbruch/
Leider ging mir die Hauptperson Kira ziemlich auf die Nerven (kann alles, weiss alles).. ansonsten kann man hier schon fast von einer klassischen Dystopie sprechen. Vorraussetzungen der Welt sind ähnlich wie bei "Dark Canopy" aber es hat bei weitem nicht diese emotionale Kraft. Der Schreibstil ist seltsam distanziert, die Figuren waren mir egal.. Ende machte trotzdem Lust auf den 2. Teil, da ist Potenzial für eine gute Geschichte drin.
Meine Gedanken zum Buch: Das Buch war ein Kampf und das meine ich jetzt nicht so, dass es so spannend war und so viel im Buch passiert ist, sondern ich musste darum kämpfen, es überhaupt zu Ende zu lesen. Zu einem lag das daran, dass vor allem der erste Abschnitt sehr langweilig war und nichts passiert ist, was für die Handlung im weiteren Verlauf wichtig gewesen wäre. Das Buch wurde in drei Abschnitte eingeteilt und den gesamten ersten Teil, hätte man fast streichen können oder zumindest drastisch kürzen, weil so viele unnötige Begebenheiten waren. Für mich hat die richtige Geschichte erst angefangen, als sie sich endlich nach Washington aufgemacht haben, beziehungsweise als sie endlich diesen Partials geschnappt haben. Natürlich waren immer wieder Passagen, die sich lange gezogen haben, was besonders daran lag, dass der Autor sich viel zu sehr auf die kriegerischen Strategien versteift hat, Waffenkunde präsentierte oder seitenlang die biologischen Vorgänge beschrieben hat. Ich wollte schon nachsehen, ob Dan Wells vielleicht ein Arzt ist. Aber mein größtes Problem hatte ich wohl mit den Figuren in der Geschichte. Ich bin das ganze Buch nicht ganz mit ihnen klar gekommen oder habe auch keine Verbindung gespürt. Die Welt dieser Apokalypse war ja ganz gut beschrieben, aber dafür waren die Figuren rund um die Hauptperson Kira, umso flacher und nichtssagend. Sie waren nicht greifbar für mich und daher war mir auch ihr Schicksal so ziemlich egal. Mein Verhältnis zu Kira hat sich zwar zum Ende hin etwas gebessert, aber trotzdem war sie mir einerseits viel zu kindlich, naiv und blauäugig, aber dann gleichzeitig wieder unglaublich mutig und riskierte ihr Leben für andere oder dafür, die Menschheit zu retten – aber das alles hat für mich nicht zusammen gepasst und war von den Haaren herbei gezogen. Einfach nur unecht. Gerade mal Samm war ein Charakter von dem ich gerne noch mehr gelesen hätte oder den ich mir sehr gut als männlichen, romantischen Held vorstellen kann und hoffe daher sehr, dass wir das auch im nächsten Teil bekommen. Zum Ende hin gab es dann doch noch Wendungen, mit denen ich einerseits gerechnet habe, aber auch eine andere, die mich doch überrascht hat. Dafür gebe ich nun doch 2,5 Punkte, weil ich es nicht vorher gesehen habe und weil ich nun doch wissen will, wie es weitergeht und trotz der Schwierigkeiten doch noch Band zwei lesen möchte. Vielleicht funktioniert dieser ja besser, weil die Vorgeschichte nun abgehandelt wurde. German Cover: Die Farbgebung des Covers gefällt mir richtig gut, aber ich Vergleich zum englischen Cover, gefällt mir dort das Bild eine Spur besser, da es Kira mehr entspricht und auch besser zum Inhalt der Geschichte passt. All in all: Ein schwieriger erster Teil einer neuen dystopischen Trilogie, welcher ich nach großen Problemen doch noch eine Chance mit dem zweiten Band geben möchte und hoffe dort dann auch mehr Action und weniger theoretischer Geplapper. Mehr Info auf meinem Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/04/24/rezension-partials-aufbruch/
Inhalt: Die Partials, von den Menschen für den Krieg geschaffene, überragend starke, aber menschlich aussehende Soldaten, haben sich gegen ihre Schöpfer gewandt. Elf Jahre nach dem Krieg haben sich die letzten Menschen auf Long Island verbarrikadiert. Doch die Seuche RM, die bereits fast die ganze Menschheit ausgelöscht hat, tötet jedes Neugeborene nach wenigen Tagen. Die sechszehnjährige Wissenschaftlerin Kira Walker setzt alles daran, ein Heilmittel zu finden. Ihre letzte Hoffnung liegt darin, einen Partial zu fangen - ihren größten Feind ... Meine Meinung: Bei diesem Buch steht die Wissenschaft teilweise sehr im Fokus, und obwohl Naturwissenschaften bei mir in der Rangfolge der beliebtesten Schulfächer ganz unten stehen, schafft der Autor es, die Prinzipien und Zusammenhänge des Virus so darzustellen, dass sogar ich das noch einigermaßen nachvollziehen konnte. Somit kann das Geschehen sich zwischenzeitlich fast ein wenig beruhigen, ohne dass es auch aufgrund der unterschwelligen Spannung langweilig wird. Doch auch Action kommt eindeutig nicht zu kurz. Die Idee finde ich leider gar nicht mal so abwegig, sondern sogar ziemlich realistisch, umso erschreckender ist sie. Dabei werden natürlich nebenbei auch die Fragen der künstlichen Intelligenz aufgeworfen - inwiefern ist ein vom Menschen geschaffenes Geschöpf dazu fähig, Emotionen zu empfinden, was macht einem zum Menschen und so weiter. Dabei handelt es sich bei den Partials um Hochleistungskampfmaschinen in einem biologischen Körper - was schon weit näher an einem Menschen dran ist als, übertrieben gesagt, eine Blechbüchse. Dennoch hätte man die Frage noch vertiefen können, sie wird kaum wirklich als Konflikt behandelt. Die düstere Weltuntergangsatmosphäre kam auch definitiv bei mir an, gerade, wenn die Protagonistin Kira sich ausmalt, wie die Welt früher ausgesehen hat - und wie verschwenderisch. Gerade die Beschreibungen der verlassenen Zivilisation, den zerstörten Gebäuden und den teils noch rumliegenden Leichen verdeutlichen diese Atmosphäre. Nun steht die Menschheit vor dem Aussterben und vor einem Bürgerkrieg, der ersteres noch beschleunigt. Energieversorgung ist Luxus, die umliegenden Siedlungen werden geplündert und die Regierung verpflichtet alle jungen Frauen dazu, schwanger zu werden. Was mir hier gefallen hat, ist, dass die Regierung nicht immer richtig handelt, es aber nicht hauptsächlich um sowas wie Rebellion geht - das Heilmittel steht im Mittelpunkt. Die Geschichte war teilweise sogar wenig vorhersehbar, auch wenn ich die ein oder andere Enthüllung schon erahnt habe. Kira war mir zwischendurch ein wenig zu naiv, nicht, weil sie Gefahren nicht sieht oder dumm ist, schließlich ist sie in einer apokalyptischen Welt aufgewachsen und auch auf diese eingestellt. Naiv in dem Sinne, dass sie mir teilweise ein bisschen schnell Vertrauen schenkte, hier fehlte mir ein wenig die Entwicklung. Ansonsten hat sie aber durchaus das Potenzial zu einem starken Charakter, sie setzt ihren Willen durch, kämpft für ihre Vorstellungen, kümmert sich um anderen und entwickelt sich weiter. Ich bin gespannt, wie sich letzteres in den Folgebänden gestalten wird. Was außerdem ziemlich ungewöhnlich ist, ist die Tatsache, dass sie von Anfang an einen Freund hat, den sie auch wirklich liebt. Nachteil ist vielleicht, dass es so nicht gerade Funken sprüht, ich Markus auch ein wenig blass fand und die Emotionen zwischen den beiden nicht so wirklich gespürt habe, andererseits steht die Liebesgeschichte auch alles andere als im Vordergrund, von daher war es eher eine angenehme Abwechslung, dass Kira nicht von den überwältigenden Gefühlen der ersten Liebe abgelenkt wird. Potenziell ist zwar die Gefahr eines Liebesdreiecks gegeben, das zumindest in diesem Teil aber nicht im Geringsten genutzt wird. Leider bleiben die Nebenfiguren generell eher blass, doch auch hier ist Potenzial vorhanden, dass sich in den Fortsetzungen ausbauen lässt. Fazit: Spannende, düstere und teils ungewöhnliche Endzeitstory mit dem Fokus auf dem ebenso faszinierenden wie verstörenden wissenschaftlichen Aspekt, Action und viel Potenzial
Partials ist so ein Buch, das ich nicht in der für mich gewohnten Geschwindigkeit lesen konnte. Dadurch, dass Dan Wells seine Geschichte mit wissenschaftlichen Fakten untermauert hat und dem ganzen wirklich ein Fundament gegeben hat, ist es kein Buch, dass man ‚mal eben so weg lesen‘ kann. Zumindest für mich war es das nicht, in den Seiten, bei denen es um die Gene und den Virus ging, musste ich mich wirklich konzentrieren, um da nicht die Logik zu verlieren. Und das trotz einem Jahr Biologie Leistungskurs. Partials trumpft durch fundiertes Wissen und sympathische Charakter, die nicht zu perfekt sind und das alles vor einer mehr als interessanten Zukunftsvision, die einen wirklich guten und umfassenden Weltentwurf liefern. Die Geschichte spielt nicht zur Zeit des Krieges gegen die Partials, sondern etwa zehn Jahre danach. Es gibt nur noch wenige Menschen auf der Welt, die übriggebliebenen haben sich zusammengeschlossen und sich ein Leben aufgebaut. Die Partials hat mein seit dem Krieg nicht mehr gesehen, allerdings macht die Organisation ‚The Voice‘ den Menschen zu schaffen. ‚The Voice‘ ist eine Widerstandsbewegung gegen die neu gegründete Regierung. Das gravierendste Problem allerdings ist, dass kein Baby seit dem Krieg überlebt hat. Sie sterben kurz nach der Geburt, durch den von den Partials freigesetzten Virus. Um ein Heilmittel zu finden und die Forschung voran zu bringen, wurde ‚Hope Act‘ gegründet und seit Jahren wird das Geburtsfähigesalter immer weiter hinab gesetzt, so dass zu diesem Zeitpunkt jedes Mädchen mit 18 schwanger werden muss, denn der jüngste lebende Mensch ist vierzehn Jahre. Dan Wells schafft es eindrucksvoll die Abgründe der menschlichen Spezies darzustellen und dem Leser das System zu verdeutlichen, ohne ihm seine eigene Meinung darüber aufzubürden. Die Frauen sind so gut wie ausschließlich als Gebärmaschinen zu betrachten. Kira arbeitet in der Forschungseinheit und als ihre ‚Schwester‘ schwanger wird, will sie alles dafür tun, dass das Kind überlebt. Kira ist ein sehr harscher, starker. Sie ist zielstrebig und wissensdurstig und gibt nicht so schnell auf. Ohne Rücksicht auf Verluste und ihr eigenes Leben, tut sie alles, um die Babys zu retten. Die Partials lernt man erst relativ spät kennen, sie wurde von den Menschen geschaffen, um für sie zu kämpfen und haben sich gegen die Unterdrückung die darauf folgte gewährt. Als man auf sie trifft, stellt sich die Frage: was heißt Menschlichkeit denn nun eigentlich? Woran erkennt man, dass man menschlich ist und wer bestimmt das? Ich finde es auch jetzt, wo diese Rezension Form annimmt, immer noch schwer, sie zu schreiben. Es gibt so viele Eindrücke und Facetten, die man gar nicht in Worte fassen kann, dass es mir wirklich schwer fällt, das rüber zu bringen. Zum einen erfährt man wirklich sehr viel über die Forschung, beschäftigt sich mit Pheromonen, Viren und so weiter. Diese Teile des Buches musste ich wirklich langsam lesen, um nichts zu verpassen. Konzentrieren muss man sich bei Partials auf alle Fälle. Kritikpunkt ist allerdings, der Fokus auf die Hauptcharaktere. Ich weiß mittlerweile nicht mehr, wie die Nebencharakter hießen, weil sie allesamt wirklich blass und austauschbar waren und einfache Stereotypen, die man mal eben zur Hand nimmt um etwas voran zu treiben. Spannung wurde es auch erst zur Mitte hin, doch ich war gut beschäftigt und ab da dann auch wirklich so gefesselt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Und wenn dann der ‚Aha‘ – Effekt kommt, will man nur noch weiter. Positiv anmerken muss ich auch, dass Dan Wells die Suche nach den Partials nicht wie einige andere das getan hätten, über das ganze Buch ausgeweitet hat, sondern relativ schnell auf den Punkt kam. Alles in allem ist es wirklich ein gelungenes, gut durchdachtes Buch mit tollen Hauptcharakteren und keine 0-8-15 Liebesgeschichte, die dahinter steckt. Mit dem Ende bin ich auch soweit zufrieden, ich hab jetzt nicht das Gefühl, dass Dan Wells uns damit ärgern wollte, sondern dass es der perfekte Zeitpunkt für diesen Cut war. Von mir hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung mit 4 von 5 Punkten!












