Unter uns die Nacht

Unter uns die Nacht

by Becky Chambers·Book 3 of 4
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4.0145
Star TrekDiversitätTauschgesellschaftNnedi Okorafor

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Description

Science Fiction mit Tiefgang – ein Hörbuch aus dem beliebten Wayfarer-Universum.

Auf der Asteria, einem Siedlerschiff der exodanischen Flotte, ist für jeden gesorgt: Alle haben eine Wohnung, alle haben zu essen, alle haben einen Job – und leisten noch im Tod einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft. Lichtjahre entfernt von der zerstörten Erde haben sich die Menschen ein wohldurchdachtes, selbstgenügsames Leben im Weltraum eingerichtet.

Doch inzwischen sind ganze Generationen auf den Schiffen der Flotte geboren und aufgewachsen, und je selbstverständlicher das Siedlerdasein wird, desto größer sind die Zweifel: Bei Kip, der mit seinen 16 Jahren noch nicht weiß, was er mit seiner Zukunft anfangen will – außer dass sie sich definitiv nicht auf der Asteria abspielen soll. Bei Tessa, deren Alltag mit Job und Familie mehr als ausgefüllt ist – bis der technische Fortschritt sie einholt. Und bei der Archivarin Isabel, die sorgfältig die alten Traditionen bewahrt, die die Menschheit im Exil zusammenhalten sollen.

Sie alle stehen vor der Frage: Warum auf einem Schiff bleiben, das sein Ziel längst erreicht hat?

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
Space Opera
Format
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Pages
N/A
Price
25.70 €

Author Description

Becky Chambers ist als Tochter einer Astrobiologin und eines Luft- und Raumfahrttechnikers in Kalifornien aufgewachsen. Die Zeit zum Schreiben ihres ersten Romans hat sie sich durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert. Das Buch wurde prompt zu einem Überraschungserfolg. Seitdem wurde sie für zahlreiche Preise nominiert und hat einige davon gewonnen, u.a. den Hugo Award für die beste Serie.

Posts

31
All
5

„Auf die Sterne hoffen wir“

Endlich wieder Wayfarer! Im dritten Teil der Reihe nimmt uns Becky Chambers mit zur Exodus-Flotte: Dem Ort, an dem die Überreste der Menschheit leben, seitdem sie die Erde verlassen haben. Seit Jahrhunderten. An der Seite von vielen komplett unterschiedlichen Protagonisten bereisen wir eine Welt, die unserer so nah ist und doch ganz anders, denn auf eine Weise sind diese Menschen, die Exodaner, im Vergleich zu uns auch bloß Aliens. Wir erleben eine Welt, in der die Menschen aus ihren Fehlern gelernt haben, auf Frieden und Gemeinschaft schwören und doch in der Galaktischen Gemeinschaft eher belächelt und geduldet als gewünscht sind. Mit ihrem gewohnten Tiefgang erzählt die Autorin Lebensgeschichten aus einer unfassbar kreativen Welt, die voller verborgener Denkanstöße stecken - und voller Optimismus. (Und EasterEggs aus anderen Teilen der Reihe) Es braucht Ruhe zum Nachdenken, um diese Reihe zu lesen, sonst hat man nichts von der Geschichte. Explosionen und Action findet man hier nicht, aber dafür warmherzige Menschen (und andere Aliens), die nicht zuerst das Schlechte sehen, sondern immer noch voll staunen die Sterne betrachten.

„Auf die Sterne hoffen wir“
3.5

Das überleben/leben auf Raumschiffen

Die Thematik des Buches fande ich sehr spannend, wie auch schon vorher in der Reihe. Man verfolgt verschiedene Protagonisten, die sozusagen auf den letzten Raumschiffen der Menschen leben und erfährt viel über Technologie und gesellschaftlichen Ordnung der Schiffe, was mir gut gefallen hat. Allgemeine hat mir aber etwas der rote Faden und die Verbindung der Handelnden zueinander gefehlt.

3

In „Unter uns die Nacht“ geht es um die Exodusflotte – Menschen, die sich bewusst dagegen entschieden haben, auf einem Planeten sesshaft zu werden und stattdessen in einem Raumschiff zusammenleben. Anhand von fünf Charakteren erzählt Becky Chambers von einer Gemeinschaft, die in einem Raumschiff um eine Sonne kreist. Damit ist das zentrale Thema des Romans auch schon vorgegeben: Was ist eigentlich Gemeinschaft bzw. ein System? Was heißt es, da hineingeboren zu werden? Welche Regeln und Rituale gibt es? Wie kommt man rein und wie raus und wie kann man Einstieg und Ausstieg erleichtern? Nicht zuletzt wird auch viel vom Alltag dieser Gemeinschaft beschrieben, was mir jedoch stellenweise ein bisschen zu langatmig und plätschernd geriet. Was mich jedoch am Meisten an „Unter uns die Nacht“ gestört hat, war mein nicht vorhandener Bezug zu den Charakteren. Anders ausgedrückt: Das über allem stehende Thema funktioniert ausgezeichnet und Becky Chambers zeigt auch hier wieder, dass sie es schafft, große sozialphilosophische Fragen anschaulich in Romanform zu verfassen. Aber hier hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass es dabei auch bleibt. In den ersten beiden Romanen der Reihe hatte ich noch Bezug zur Crew der Wayfarer, bzw. zu Jane und Sidra. Und hier? Allerhöchstens zu Sawyer, der, ohne spoilern zu wollen, im Laufe der Handlung zwar zu einer sehr tragischen Figur wird, dessen Naivität mich aber eher genervt hat. Alle anderen Hauptcharaktere waren da. Das klingt jetzt banal, aber ich könnte wirklich nicht mehr über sie sagen. Sie wirkten auf mich wie austauschbare Ankerpunkte für die eigentlich größere, über allem stehende Hauptthematik. So muss ich leider sagen, dass „Unter uns die Nacht“ für mich eher durchschnittlich war. Zwar waren die Überlegungen über Wesen und Funktion einer Gemeinschaft wunderbar durchdacht und ich schätze es auch, dass Becky Chambers erneut eine vollkommen neue Geschichte erzählt hat, aber hier fehlte mir das erste Mal ein Bezug zu den Charakteren, der die Handlung für mich deutlich besser gemacht hätte. Ich hoffe, dass sich der Abwärtstrend nicht fortsetzt und ich die Reihe mit dem letzten Band versöhnlich abschließen kann.

4

Unter uns die Nacht spielt vor allem in der Gemeinschaft der Exodus-Flotte. Hier wohnen die Nachfahren derer, die sich einst von der Erde auf in diesen Schiffen auf den Weg ins All gemacht haben, um dort ein neues Zuhause zu finden. Wir begleiten eine Handvoll Menschen, einen Querschnitt durch die Gesellschaft dort. Tessa lebt mit ihrer Familie dort und ist als Lagerarbeiterin tätig. Ihre Tochter Aya ist traumatisiert, da sie den schweren Unfall des Wohnschiffs Oxomoco miterlebt hat. Dieser Unfall bestimmt auch das Leben der anderen Protagonisten. Einmal Isabel, die das Ereignis als Archivarin aufgezeichnet hat, Eyas, die sich als Hüterin um die Verstorbenen kümmert. Kip geht noch zu Schule und plagt sich mit Zukunftsängsten und Saywer lebt zum Zeitpunkt des Unfalls auf Mushtullu und bekommt durch die Nachrichten eine Ahnung davon, was es heißt in der Exodus Flotte zu leben. Er macht sich daraufhin auf den Weg, weil er dieses Leben für sich entdecken möchte. Saywer ist das Bindeglied zwischen den anderen Protagonisten und stößt mit seinem Schicksal Veränderungen im Leben der anderen an. In diesem Buch geht es weniger um die Einzelschicksale der Personen, es geht mehr um die Art der Gesellschaft, die sich in der Exodus Flotte etabliert hat. Durch die unterschiedlichen Alter und Berufe lernt man die unterschiedlichen Sichtweisen gut kennen. Isabel bekommt auch noch Besuch von einer Hermagianerin, deren Beobachtungen die einzelnen Teile einleiten. Hier bekommt man noch einmal eine völlig andere Sicht auf diese menschliche Gesellschaft. Mir hat das Buch wieder ausgesprochen gut gefallen. Es lies sich gut lesen und durch die Perspektivwechsel wird einem klar, dass es kein gut und kein schlecht geben kann. Die Lebensweise der Exodiraner hat seine Vor- und seine Nachteile. Ich fand es schön, wie die Autorin es schafft die Dinge so zu beleuchten, dass man selbst feststellt, dass das was man anfangs für nicht so gut hielt, vielleicht doch auch seine positiven Seiten hat. Das Buch ist sicher anders als die anderen beiden der Reihe, hat mir aber genauso gut gefallen. Die Autorin schafft ein ungewöhnliches Setting und schafft es dennoch, Themen, die auch uns beschäftigen, wie Digitalisierung und Ressourceneinsatz, so unterzubringen, dass man sich ganz nebenbei auch darüber Gedanken macht und einen anderen Blickwinkel bekommt. Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist vielleicht ein etwas ruhigeres Buch, nichts desto weniger aber toll zu lesen und nachklingend.

5

Wie in den bisherigen Teilen geht es im Kern darum, was uns Menschen menschlich macht - und gerade dieses Buch hat mich tief berührt. Es geht um kollektive Traumata, Tod und Erinnerungen, die sich in eine Gesellschaft eingebrannt haben, und im Zuge dessen um Migration. Die Themen sind mal wieder grandios ganz nah an den Charakteren dran umgesetzt. Ein besonderes Lächeln auf mein Gesicht gezaubert hat die Ethnografin Ghuh'loloan, ein Alien (für uns), die die Menschen und ihre Gesellschaft auf der Exodusflotte (Menschen, die auf Raumschiffen statt Planeten leben) erforscht. Da ich das selbst studiert habe, war es mega toll zu sehen, wie behutsam - und kritisch - die Tätigkeit der Ethnografin eingeordnet wurde - alles ziemlich realistisch, würde ich sagen. Wer mehr darüber lernen möchte... lest dieses Buch! Und recherchiert dann weiter

3.5

Auch diesen 3. Band mochte ich wieder gerne, obwohl es keinen riesigen Plot gibt, sondern wir eher die Exodaner aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und einen interessanten Blickwinkel auf die Menschen werfen.

3

Interessante Gedanken und interessante weitere Aspekte dieses Universum erzählt uns Becky Chambers hier. Das Buch hätte jedoch etwas mehr Spannung vertragen, erst im letzten Viertel gibt es da einen Vorfall. So plätschert es eher ein wenig vor sich hin.

5

Ich war mir nicht sicher, ob ich dem Buch nun vier oder fünf Sterne geben soll, da es verglichen mit den vorherigen zwei Bändern schwächer ist, aber damit ist es nicht schlechter. Da das vermutlich keinen Sinn ergibt, versuche ich meine Meinung des Buches genauer auf zu Listen (ohne zu Spoilern): - Worum geht es in dem Buch? Wir sollen die Exodus Flotte, seine Bewohner, seinen Ursprung, die Kultur und die Probleme der neuen gegenüber der alten Generation kennenlernen. Im Grunde: wir erleben den Alltag von fünf Hauptcharakteren auf der Exodusflotte. Isabel ist die älteste Generation, die sich noch am besten an den „Erstkontakt“ der Menschen mit den „Aliens“ erinnern kann (sie ist auch die Archivarin der Flotte). Tessa ist quasi das Symbol der mittleren Gesellschaft, die als Mutter sich darüber im Klaren werden muss, ob die Flotte für ihre Kinder das beste ist. Eyas ist eine Hüterin und ist damit das Symbol der alten Traditionen/der Kultur, Sawyer sucht verzweifelt einen Ort, an dem er sich zu Hause fühlen kann und Kip bildet die junge Generation, die sich nicht sicher ist wie sie den alten Traditionen gegenüber stehen soll. Erwartet man eine spannende Geschichte wie im ersten Teil oder wie auch im zweiten Teil plus der tief greifenden Entwicklung ist man hier vermutlich falsch, aber trotzdem haben die Geschichten ihren Reiz und es ist spannend mit zu erleben wie sich die Alten auf neue Entwicklungen einstellen müssen und wie die Jungen mit sich und ihrer Herkunft ins reine kommen (wollen). - ja, es wirkt teilweise so als wäre Potential verschwendet worden, denn durch die Anzahl der fünf Hauptcharaktere von denen wir jeweils nur Mini Sequenzen lesen ehe wir wieder wechseln, kann man nicht unbedingt den größten Platz für tiefe Einblicke in ihre Gedanken bekommen (gerade Tessas Entwicklung kam für den Leser.. also für mich zu schnell), aber es reicht irgendwo auch aus, um von allen ein gutes Gespür zu bekommen und durch ein Ereignis, dass alle aufgewühlt hat, ist der „schnelle“ Wandel von einigen sogar gut verständlich. - Warum fünf Sterne? Weil mich das Buch einfach unfassbar entspannt hat. Ich habe den vielleicht belanglosen Alltag wirklich gerne gelesen. An einigen Charakteren war ich mehr interessiert als an anderen und ich persönlich mag das Ende sehr ❤️ Ich weiß nicht wie Becky Chambers es macht, aber ihre Bücher verursachen eine positive Stimmung beim lesen und dafür liebe ich sie sehr. Wer Action und eine große spannende Storyline braucht, wird von dem Buch vermutlich nicht angetan sein, aber wer einfach was angenehmes zum Lesen sucht oder wissen will WAS die Exodus Flotte nun genau ist, dem empfehle ich hier rein zu gucken und sich selbst eine Meinung zu bilden. Ich könnte so vieles über das Buch sagen und was für Gedankengänge es ausgelöst hat, aber das würde hier den Rahmen sprengen xD

4

Wieder interessant trotz weniger emotionaler Bindung

Es war wieder total interessant, mehr über diese Welt zu erfahren. Diesmal geht es fast ausschließlich um die Exodaner, also die Menschen, die noch immer auf den Schiffen leben, mit denen sie die Erde vor langer Zeit verlassen haben. Auch erfährt man einiges über die Harmagianer. Diesmal fiel mir leider die emotionale Bindung schwerer. Wieder sind es neue Charaktere — das letzte Mal nannte ich es noch Spin-Off, aber das ist einfach der Stil der Reihe — aber irgendwie wuchsen mir die aus dem zweiten Band mehr ans Herz. Nichtsdestotrotz war es ein gutes, interessantes Buch mit einer Wendung, die ich nicht von dieser Geschichte erwartet habe. Am Ende fühlte ich mich gut und hatte das Gefühl, eine Gesellschaft und ihre Kultur verstanden zu haben.

3.5

Zieht sich ein wenig, breitet eher Bekanntes aus als viel Neues zu liefern - und zieht dennoch in den Chambers-Bann. Sie kann es einfach.

4

Als Hörbuch gehört

Auch der 3. Teil hat mir gut gefallen. Er erzählt von verschiedenen Protagonist*innen die von den Menschen abstammen die mit den Raumschiffen, auf denen die Nachfahren jetzt leben, die Erde verlassen haben um nach anderen Lebewesen zu suchen. Ich fand es, trotz fehlender Aktion, sehr interessant. Man erfährt viel über das Leben der Protas, über ihre Arbeit, Wünsche, Träume und was sie sich für die Zukunft erhoffen. Aber auch auch was für Probleme gibt wenn so viel Menschen zusammen auf einem Raumschiff wohnen. Von mir gibt es 4 ⭐️

3

Kann kaum mit seinen Vorgängern mithalten. Langweilige Geschichte ...

Wenn man nie die Erde gesehen hat, was bedeutet es dann, Mensch zu sein? Wie lebt es sich in einer Gesellschaft, die alles hat, was sie braucht, aber nicht mehr in der Lage ist, etwas Neues zu schaffen? Und wie kann man seinen Platz in einer Welt finden, die sich in einem ständigen Wandel befindet? Diese Fragen stellt Becky Chambers in ihrem dritten Roman aus dem Wayfarer-Universum. Er spielt auf einem Siedlerschiff der exodanischen Flotte. In „Unter uns die Nacht“ wird das Leben von fünf grundverschiedenen Menschen begleitet. Ich fand den Einstieg in das Buch diesmal nicht ganz so einfach, weil die Perspektive zwischen gleich fünf Personen wechselt und man erst ordnen muss, wer jetzt wer ist. Am Anfang habe ich sogar zwei Figuren – Eyas und Isabel – verwechselt, obwohl sie sich nicht mal ähnlich sind. Das Buch ist flüssig, lebendig und einfühlsam geschrieben. Die Autorin zeichnet ein vielschichtiges Bild der Figuren und ihrer Lebenswelten, indem sie zwischen verschiedenen Perspektiven wechselt. Es gelingt ihr, sowohl die alltäglichen Herausforderungen als auch die großen Fragen der Menschheit zu beleuchten, ohne belehrend zu wirken. Die Sprache ist humorvoll, aber auch warmherzig und mitreißend. Die Handlung spielt auf der Asteria, einem Kolonieschiff der exodanischen Flotte, die aus mehreren Schiffen besteht, die von der zerstörten Erde geflohen sind. Die Flotte umkreist ständig einen Stern. Sie besteht aus einer fast utopischen Gesellschaft, die auf den Prinzipien Harmonie, Nachhaltigkeit und Vielfalt basiert. So spannend wie seine Vorgänger fand ich die Geschichte in diesem Buch allerdings nicht. Mir hat ein erkennbarer roter Faden gefehlt, an dem man sich hätte orientieren können. Im Grunde genommen besteht das Buch nur aus Einblicken in das Leben an Bord eines Siederschiffes der exodanischen Flotte. Und so hätte es wirklich ewig weitergehen können, wenn Becky Chambers sich nicht irgendwann doch noch für ein einigermaßen rundes Ende entschieden hätte. Abgesehen von einigen kleinen Höhepunkten hält sich die Spannung leider in Grenzen. Die Geschichte plätschert förmlich vor sich hin, da sie sich hauptsächlich mit dem Alltag beschäftigt und es keine Bedrohung für die Menschenflotte zu geben scheint, was überhaupt keinen Sinn macht, denn die Menschen sind noch nicht allzu lange im Weltall unterwegs. Was mir auch gefehlt hat, waren die verschiedenen Aliens, die in den anderen Teilen viel präsenter sind. Die exodanische Flotte ist von Menschen, also stehen sie im Mittelpunkt. Bis auf eine Harmagianerin spielt also nichts eine Rolle, was nicht menschlich ist. Wie es für die Werke aus dem Wayfarer-Universum typisch ist, befasst sich auch dieser Roman mit einer Reihe von tiefgründigen Themen, die zum Nachdenken anregen sollen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Identität, Zugehörigkeit, Gesellschaft und Gemeinschaft. Die Figuren müssen sich fragen, wer sie sind und wohin sie gehören in einer Welt, die sich ständig verändert und in der sie keine feste Heimat haben (da die Erde nicht mehr bewohnbar ist). In diesem Zusammenhang müssen sie sich mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, aber auch mit gesellschaftlichen Interessen, die bei den Exodanern sehr präsent sind. Aber auch hier sind die Figuren sehr lebendig und vielschichtig. Sie haben alle ihre eigenen Persönlichkeiten, Stärken, Schwächen, Träume und Ängste, was sie authentisch und glaubwürdig macht. Allerdings haben sie mich bei weitem nicht so in ihren Bann gezogen wie die Wayfarer-Crew im ersten Teil. „Unter uns die Nacht“ ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, aber im Vergleich zu den ersten beiden Bänden viele Schwächen aufweist. Es gibt keine stringente Handlung, der man folgen kann, und keine große Spannung. Insgesamt finde ich den Roman zwar lesenswert, aber er ist bei weitem kein Highlight und ich hoffe, dass der vierte Teil wieder etwas besser wird.

4

Becky Chambers hat mit ihrer Wayfarer eine Reihe erschaffen, die einem Optimismus gibt, die einen mit einem guten Gefühl entlässt, weswegen sie für mich ein absolutes Comford-Reading darstellen. Vom dritten Teil: Unter uns die Nacht wurde ich im Vorfeld schon gewarnt. Es sei langweilig und es würde nichts passieren. Und ja verstehe die Kritik vollkommen. Denn das Buch hat keine klassische Heldenreise und eine klassische Dramaturgie fehlt ebenso. Stattdessen bekommt man eine Vorstellung davon, ob es funktionieren würde oder nicht, wenn es kein Geld geben würde, wenn die Gesellschaft aus Tauschen und Anerkennung bestehen würde. So ist es auf der Asteria, einem Siedlerschiff der exodanischen Flotte, wo für jeden gesorgt wird und jeder seinen Teil zur Gesellschaft beiträgt. Man bekommt Einblick in den Alltag der Menschen, einen Einblick in unterschiedliche Generationen, in Menschen, die komplett dahinter stehen, andere die wegwollen und andere wiederum die nach dieser Form der Sicherheit im unsicheren Weltraum suchen. Ja that's it. Wer nach einem entschleunigten Buch, in dem die Beziehungen der Menschen im Fokus steht, sucht, der ist hier richtig. Wer aufregende Weltraumschlachten und krasse Wendungen sucht, der wird sich mit dem Buch langweilen.

3.5

Coole Figuren - für mich bisher allerdings der schwächste Band

5

Somehow book three was again so very different from books one and two and I find that so fascinating. Kudos to you for that. <3 It's more like a character study of the Fleet, which we are presented with through various POVs. At first I didn't know what to make of it, and then at some point I fell in love with it. Almost like ... like I was reading half non-fiction and half novel, but completely in novel style. Love for that. (Honestly, I could have read a whole book in the style of Ghuh'loloan Mok Chutp's entries, haha. Sawyer's story made me cry (really hard) and I loved experiencing - getting to know - the Fleet from an outsider's point of view. To be honest, I'm quite fascinated with the Fleet in general ... the barter system, the work system, the dealing with the deceased and the housing system. Of the culture that has developed there, which is so unique that it's hard to access as an outsider. I loved how Chambers plotted very individual problems one can have in the Fleet through the different character storylines. How she portrayed people from young to old, and how she also brought in sex work in such a ... wonderful way that I couldn't help but smile? Again, this book was a comfort read in many ways that I thoroughly enjoyed. Thank you <3

4.5

irgendwie hat es mich lange nicht gecatched. Die Charaktere sind sympathisch, das World building wie immer toll, aber die erste Hälfte dachte ich.. wie diese Charaktere wohl zusammenkommen... naja, und dann sind sie aufeinander getroffen und boom, Becky Chambers hatte mich. Hatte auch bisschen pipi in den Augen am Ende. Dieses Buch hat mich sehr berührt, fast mehr als die ersten beiden. wow!

5

This is Psalm for the Wild Built in space and i love it.

The calm becky chambers emits throught her storylines is impressive and i feel at ease with her book in hand. I've been a slave to her own created genre and every book of her seems to be precious and the best part she is still improving rapidly. I - LOVE - A Psalm for the Wild Built. Many people will argue that it is too calm, that nothing ever happens and that we just look over Dex's shoulder and experience what xy experiences. While that might be true it is in essence a short replacement for a mighty fireplace on a snowy winterday with tasty tea and an amazing assortment of cookies straight from your grandmas oven. This book is the - in my eyes - spiritual prequel of Dex's story. It just observes what happens to the humans on the fleet that long ago left Earth. What is their purpose? Just like Dex we find plenty of lovable characters asking themselves what they want and we see them change. In addition to the calm wave riding we perform with Dex we see dots connect and stories align which should be a perfect starting point for anyone who wants that bit of story development that Dex might not provide. Even though it is sci-fi and we talk about space, gravity, ships and aliens. The amount of value placed on these things is miniscule. This book is about the characters and they are all human and in an environment which is as alien to them as it is to you.

4

Every time again, I fall in love with the worldbuilding.

5

The third book of the Wayfarers series, if series is the right word for these losely connected books happening in the same universe, again focusses on a different kind of normal life: it felt the most human-centred so far as it mostly takes places on the Exodus Fleet, the conglomeration of enormous habitat ships, Homesteaders, which a big part of the human race used to leave their dying planet with. On the one hand, the basic idea of this kind of emergency take-off is quite frightening as we are working hard on a future where we might have to do exactly that, or die out on poisoned Earth, if terraforming Mars doesn't work out as people seem to hope. On the other hand, the thought is hopeful - especially as Chambers outlines a new human society where many of the evils which now work towards us destroying our own home have been expelled by necessity and community. Of course, not everything is fine on the Exodus Fleet - the contact with other races has made space for new desires and dreams, many of the traditions of the Exodans seem obsolete, and many young people wish to leave. The reader learns about all this from various points of view: that of a teenager wishing to leave, that of a young man wishing to join, of a family (Ashby's family, by the way) who is faced with big changes, that of a highly esteemed Archivist who believes in the Fleet and her visiting Harmagian friend who is ever so fascinated by this way of life, and that of a "caretaker" who struggles with the difficulties her honoured profession brings. Ghuh'loloan, the visiting Harmagian ethnologist, is as "alien" as they come, and thus makes the contrast between insiders and outsiders very stark. Their contact, in parts, resembles that of and explorer and a very interesting indigenous tribe - and this is caused equally by both sides of the exchange. Amazingly, Sawyer, the young man who would want to join the Fleet, is treated no less as an outsider despite being of Exodan descent - which those he meets only realise when it is too late. The themes here are those of belonging, tradition and change, of "them" and "us". And as usually with the author, there is hurt, tremendous and deep, but in the end, there is a spark of hope that the things struggled with can be overcome, that there is a way.

5

The third book of the Wayfarers series, if series is the right word for these losely connected books happening in the same universe, again focusses on a different kind of normal life: it felt the most human-centred so far as it mostly takes places on the Exodus Fleet, the conglomeration of enormous habitat ships, Homesteaders, which a big part of the human race used to leave their dying planet with. On the one hand, the basic idea of this kind of emergency take-off is quite frightening as we are working hard on a future where we might have to do exactly that, or die out on poisoned Earth, if terraforming Mars doesn't work out as people seem to hope. On the other hand, the thought is hopeful - especially as Chambers outlines a new human society where many of the evils which now work towards us destroying our own home have been expelled by necessity and community. Of course, not everything is fine on the Exodus Fleet - the contact with other races has made space for new desires and dreams, many of the traditions of the Exodans seem obsolete, and many young people wish to leave. The reader learns about all this from various points of view: that of a teenager wishing to leave, that of a young man wishing to join, of a family (Ashby's family, by the way) who is faced with big changes, that of a highly esteemed Archivist who believes in the Fleet and her visiting Harmagian friend who is ever so fascinated by this way of life, and that of a "caretaker" who struggles with the difficulties her honoured profession brings. Ghuh'loloan, the visiting Harmagian ethnologist, is as "alien" as they come, and thus makes the contrast between insiders and outsiders very stark. Their contact, in parts, resembles that of and explorer and a very interesting indigenous tribe - and this is caused equally by both sides of the exchange. Amazingly, Sawyer, the young man who would want to join the Fleet, is treated no less as an outsider despite being of Exodan descent - which those he meets only realise when it is too late. The themes here are those of belonging, tradition and change, of "them" and "us". And as usually with the author, there is hurt, tremendous and deep, but in the end, there is a spark of hope that the things struggled with can be overcome, that there is a way.

Science Fiction mit Tiefgang – ein Roman aus dem beliebten Wayfarer-Universum. Auf der Asteria, einem Siedlerschiff der exodanischen Flotte, ist für jeden gesorgt: Alle haben eine Wohnung, alle haben zu essen, alle haben einen Job – und leisten noch im Tod einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft. Lichtjahre entfernt von der zerstörten Erde haben sich die Menschen ein wohldurchdachtes, selbstgenügsames Leben im Weltraum eingerichtet. Doch inzwischen sind ganze Generationen auf den Schiffen der Flotte geboren und aufgewachsen, und je selbstverständlicher das Siedlerdasein wird, desto größer sind die Zweifel: Bei Kip, der mit seinen 16 Jahren noch nicht weiß, was er mit seiner Zukunft anfangen will – außer dass sie sich definitiv nicht auf der Asteria abspielen soll. Bei Tessa, deren Alltag mit Job und Familie mehr als ausgefüllt ist – bis der technische Fortschritt sie einholt. Und bei der Archivarin Isabel, die sorgfältig die alten Traditionen bewahrt, die die Menschheit im Exil zusammenhalten sollen. Sie alle stehen vor der Frage: Warum auf einem Schiff bleiben, das sein Ziel längst erreicht hat? Für alle Fans von Ann Leckie, John Scalzi und Star Trek. »Becky Chambers ist eine starke neue Stimme in der Science Fiction.« phantastisch! »Aufwühlend, warmherzig und mitreißend.« Joanne Harris, Autorin von Chocolat

4

3.5* Becky Chambers schreibt einfach tolle Charaktere und das war auch hier nicht anders. Man lernt in diesem Teil wieder eine ganze Reihe neuer Figuren kennen, denen man bei ihrem alltäglichen Leben auf der Exodus Flotte folgt. Anfangs sind dabei die Geschichten kaum verbunden und es erstaunte mich, dass die verschiedenen Figuren erst sehr spät oder sogar nie aufeinander treffen. Somit hat das Buch eigentlich auch keine grosse übergeordnete Handlung, sondern man lernt die verschiedenen Figuren und ihre alltäglichen Probleme kennen. Doch ich habe mit ihren persönlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen genauso mitgefiebert als wäre es eine actionreiche Weltraummission. Dazu trug natürlich auch das Setting bei, denn die Handlung spielt auf mehreren Raumschiffen auf denen Menschen permanent leben, was zu allerlei interessanten Herausforderungen führt.

5

Ich mochte die Haltungen und Umgangsweisen der Figuren in ihrer Gemeinschaft, respektvollen, hoffnungsvoll. Sci-Fi, die das Gute auskundschaftet. Hat Spaß gemacht.

5

Auch im dritten Band noch liebevoll und mitreißend

In diesem Band geht es um verschiedene Menschen in der Exodus-Flotte – womit sie und die Flotte Probleme haben, was sie bewegt und wie ihre Leben sich verändern. Ich fand diesen kleinen Blick durchs Fenster in die Flotte ganz toll, weil sie in den ersten beiden Bänden immer nur am Rand erwähnt wurde, aber wir jetzt extrem viel über sie und ihre Prinzipien lernen konnten. Die Liebe zum Detail im Worldbuilding ist wirklich ein absolutes Highlight in dieser Buchreihe.

2

I loved the other books in the wayfarer series but this one just didn't do it for me. There's probably nothing wrong with it, the worldbuilding is great again and the writing style typical Becky Chambers, I just really don't care for books with multiple POVs. There's always one POV that I really like (in this case the caretaker), one or more I just want to skip every time they get a chapter (Kip, I'm just tired of the typical teenager stories) and some that are ok but too many to really get attached to anyone. Most who liked Chambers' other books will probably like this one as well, but I just couldn't get into it enough.

3

Hier habe ich wirklich lange gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Man hat so viele neue Menschen auf einmal kennengelernt, und das große Ganze wurde natürlich erst zum Ende hin sichtbar. In dem Teil ist es mir schwer gefallen, den roten Faden zu behalten und zwischendurch war es leider etwas langweilig.

4

3.5-4 For me, it was the weakest volume in the trilogy. For a major part, the setup with several, seemingly unconnected protagonists confused me, and I struggled relating to them (and did not connect to them as much as I did to those in the other books). After a while though, thankfully, there was a major turning point which moved all the storylines in a similar direction. I loved how the second book depicted family and humanity, and this one fared well in bringing across the importance of remembering and honoring our roots and our stories. Thematically, philosophically heavy in the end, but a perfect (semi-) conclusion to this trilogy.

4

Record of a Spaceborn Few greift wieder ein anderes Puzzleteil von Chambers Universum auf und begleitet die Exodan-Fleet der Menschen sowie einen Harmagian-Forscher auf den Schiffen. Dadurch sind es recht wenig Aliens, was ich schade fand, sind doch ihre Lebensformen besonders spannend und abwechslungsreich. Die Geschichte erzählt mehrere Perspektiven in der Flotte, wobei erst sehr spät deutlich wird, welche Aspekte sie erzählen sollen und wie sie ins große Ganze passen. Generell ist das sehr schwer zu finden und erst im Rückblick deutlich, es ist wesentlich fragmentarischer und unzusammenhängender als die vorherigen beiden Bände. Anfangs habe ich mich damit etwas schwer getan. Das Alien leitet jeweils die einzelnen Teile ein mit einem Bericht, dann ist es Gast von Isabel, der Archivarin. Hier erfahren wir am meisten über die Exodan-Fleet, durch den Job und die Erklärungen. Eyas ist dagegen Bestatterin (im Grunde, bei der Flotte heißt es anders), und auch wenn der Beruf und die Stellung faszinierend sind, war mir lange nicht klar, wohin ihre Kapitel mit den Besuchen bei Sunny, dem Sexarbeiter, führen sollen und warum sie da ist. Tessa ist eine Mutter von zwei Kindern, ihr Mann arbeitet außerhalb der Flotte. Sie lebt eigentlich die exodan-Werte, aber dennoch ist sie mit ihrem Leben unzufrieden. Ihre Kapitel fand ich fast schon genauso anstrengend wie die von Kip, einem Jugendlichen, der durch seinen Freund einfach nur Unsinn im Kopf hat und den auslebt. Uff, schwierig. Die letzten Kapitel sind von Sawyer, einem Neuankömmling in der Flotte. Nachdem er auf dem Planeten, wo er zuletzt lebte, ohne Familie oder gute Jobaussichten war, zieht ihn der Wunsch nach Zugehörigkeit und einem sinnerfüllteren Leben zur Flotte. Hier bekommt jeder Mensch eine Wohnung und Nahrung, er ist also versorgt, einfach nur durch seine Rasse. Allerdings tut er sich schwer damit, sich einzuleben und dazuzugehören, weil er eben kein Exodan ist und nicht weiß, was von ihm erwartet wird. Völlig unerwartet in einem Chambers Buch trifft mittig im Buch dann der Tod Sawyers: im Nachhinein ist klar, dass dieser Tod für viele Charaktere in der Flotte ein Auslöser ist, dass sich etwas ändert, dass hinterfragt wird, wie die Rolle der Schiffe ist, jetzt, da sie nicht mehr auf der Reise sind, sondern in der GC angekommen und an einem festen Ort, wo immer mehr Kinder und Jugendliche zu den Sternen und anderen Planeten aufbrechen, weil sie von den Verlockungen von "mehr" weggelockt werden. Eyas fragt sich, ob sie Sawyer nicht mehr hätte helfen müssen als die paar Worte, die sie miteinander gewechselt haben. Tessa erkennt, dass sie mit ihren Kindern doch auf einen Planeten ziehen will, wo die Werte der Exodan ebenfalls verbreitet werden können. Und Kip lernt bei Isabel endlich einen Platz für sich zu finden. Sobald dieser rote Faden einigermaßen ersichtlich wurde und ich den Schock verdaut hatte, fand ich es deutlich interessanter als am Anfang. Es bleibt dennoch ein ziemlich ereignisloses Buch, ruhig und mit Fokus auf Alltäglichkeiten, was man mögen muss (aber niemand liest ja Band 3 ohne nicht vorher shcon mit Chambers Stil in Berührung gekommen zu sein).

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