Zerrissene Erde
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Description
»Die High Fantasy erreicht die Epoche des Klimawandels.« Die Welt
Die spektakuläre Fantasy-Endzeit-Saga von New-York-Times-Bestseller-Autorin N.K. Jemisin - von einer riesigen Fangemeinde geliebt und ausgezeichnet mit dem HUGO Award
Inmitten einer sterbenden Welt hat die verzweifelte Essun nur ein Ziel: ihre Tochter aus den Händen eines Mörders zu befreien, den sie nur zu gut kennt.
Seit sich im Herzen des Landes Sansia ein gewaltiger Riss voll brodelnder Lava aufgetan hat, dessen Asche den Himmel verdüstert, scheinen immer mehr Menschen dem Wahnsinn zu verfallen. So lässt der Herrscher seine eigenen Bürger ermorden. Doch nicht Soldaten haben Essuns kleinen Sohn erschlagen und ihre Tochter entführt – sondern ihr eigener Ehemann! Essun folgt den beiden durch ein Land, das zur Todesfalle geworden ist. Und der Kampf ums nackte Überleben steht erst noch bevor.
»Der elegante Stil und der düster-realistische Weltenentwurf geben die perfekte Kulisse ab für den fesselnden Kampf vom Schicksal gezeichneter Charaktere um eine zum Untergang verdammte Welt. « Publishers Weekly
Die preisgekrönte dystopische Fantasy-Saga ist in folgender Reihenfolge erschienen:
»Zerrissene Erde« »Brennender Fels« »Steinerner Himmel«Book Information
Author Description
N. K. Jemisin stammt aus Iowa City und studierte Psychologie an der Tulane-Universität in New Orleans. Sie lebt in New York City und arbeitet unter anderem für die New York Times. Ihre Bücher wurden für zahlreiche Preise nominiert. Für ihre Trilogie Die große Stille erhielt sie als erste Autorin überhaupt drei Mal in Folge den renommierten HUGO Award.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
𝐙𝐞𝐫𝐫𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐞 𝐄𝐫𝐝𝐞 von N.K. Jemesin "Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja? Bringen wir es hinter uns und wenden uns dann den interessanteren Dingen zu." Mit diesen Sätzen starten wir in diesen postapokalyptischen, sich irgendwie auch utopisch anfühlenden, Fantasyroman. Für jedes Buch der Trilogie gewann die Autorin den Hugo Award und das in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Chapeau! Machen wir es kurz: Es ist ein Buch, bei dem man erstmal ganz schön blöde guckt. Sowas hat man selten gelesen und ebenso wie andere, war ich an manchen Punkten regelrecht fasziniert, um dann auch wieder maximal irritiert zu sein. Es ist kein Buch-Darling. Nichts ist hier gefällig. Broken Earth will es dir nicht einfach machen. Die Welt ist nach mehreren Weltuntergängen aufgebrochen, zerrissen, karg, desolat. Die Zivilisation wird beherrscht von einer Klasse. Es gibt ein sehr harrsches Unterdrückungssystem. Magie ist hier angeboren und kann sehr mächtig werden. Deshalb werden die sogenannten Orogenen auch bei Zeiten erkannt und eingesammelt, um ihre Fähigkeiten der geologischen Manipulation zu bahnen. Zu diesen Fähigkeiten gehört auch die Möglichkeit, Erdbeben zu erzeugen und ganze Städte dem Erdboden gleichzumachen. Die Story ist multi POV erzählt. Aber... genau eine Figur, Essun, wird in der DU- PERSPEKTIVE angesprochen. Wie ungewöhnlich! Dies wirkt einerseits irritierend, andererseits sehr unmittelbar. Ich habe mich sofort gefragt, warum nur diese Person so gezeigt wird und die anderen weiblichen POVs nicht. Als ich dahinter kam fand ich es einfach nur genial. Kurzum: ich kann verstehen, wenn Leute dieses Buch abbrechen. Es ist experimentell, emotional düster, ungwöhnlich erzählt. Auch bei mir hat sich kein Highlightgefühl aufgebaut, dafür hab ich viel zu oft auch blöd geguckt und fand manches auch schwer verdaubar. Ich fand es aber dennoch richtig gut und innovativ und feiere die Kreatitävität und den Mut der Autorin, soetwas zu probieren.

Da mir beim Reread die großen Twists schon bekannt waren, war die Leseerfahrung eine ganz andere. Ich konnte mich mehr auf die menschenverachtende Welt konzentrieren und auf die vielen Begrifflichkeiten, die dieser eigen sind. Das Buch ist auf jeden Fall keine leichte Kost, sehr hoffnungslos und grausam. Trotzdem unglaublich lesens- und erlebenswert.
Wie genial ist bitte dieses Buch?
Wir haben hier eine postapokalyptische Welt, die von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis geplagt wird und ein Magiesystem, das auf Geologie basiert (was ich mal richtig cool finde und so noch nie gelesen habe) Die Geschichte wird aus 3 PoVs erzählt, wovon eine in der du-Perspektive erzählt wird. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat mir mit der Zeit dann doch wirklich gefallen. Wie die 3 PoV dann zusammen geführt wurden, war auch richtig genial. Für alle, die mal etwas besonderes abseits der klassischen Fantasy lesen wollen, gibts eine klare Leseempfehlung!
Düster, trist und kompliziert.
Leider konnte mich das Buch nicht abholen. Der Weltenaufbau klang anfangs echt spannend und düster, und auch die drei Frauen fand ich anfangs interessant aber wirr. Doch leider hat das Buch mich ab der Hälfte verloren und es wurde auch nicht besser, sodass ich es nur noch überflog. Ich kam mit dem Schreibstil leider gar nicht klar und sie einzelnen Handlungsstränge haben in mir nur weitere Fragezeichen ausgelöst. Die Welt ist trist und düster und hinterlässt keinen einzigen positiven Gedanken. Ich werde die Reihe also nicht weiterverfolgen.
„Zerrissene Erde“ erzählt unter anderem die Geschichte von Essun, die Rache an ihrem Mann nehmen will, da dieser ihr Kind umgebracht hat. Dieses Buch ist mal wieder eines der ganz schwer zu bewertenden. Einerseits mag ich das grundlegende, außergewöhnliche Wordbuilding. Denn der Kontinent, auf dem das Ganze spielt, „Die Stille“, ist unruhig und brodelt ständig. Zudem gibt es Figuren, die die Erdmächte kanalisieren und so drohende Vulkanausbrüche verhindern können. Das wirkt, angesichts real existierender Probleme wie dem Klimawandel, bedrückend und faszinierend zugleich. Teilweise ist es jedoch angesichts zahlreicher Handlungssprünge und welteigener Fachbegriffe schwierig, der Handlung zu folgen. Und, so komisch das klingt, aber die zahlreichen Wendungen haben in meinen Augen eher geschadet als gut getan. Kaum meinte ich einen roten Faden erkannt zu haben, reißt ihn mir das Buch mit einem „Ätsch, so ist es gar nicht!“ aus den Händen. Auch wenn die Benotung es vermuten lässt finde ich „Zerrissene Erde“ nicht mal durchschnittlich, sie soll eher die Ambivalenz ausdrücken, die ich beim Lesen empfunden habe, das Verständnis, wie man den Roman vergöttern, aber auch verteufeln kann. Hier sollte sich wirklich jede und jeder ein eigenes Bild machen.
Ein Buch was mich sehr gespalten hat , vielleicht für mich das Buch was mich am meisten spaltet. Ich empfand es zwischendurch sehr Anstrengend, zu schwer fand ich Zugang , was einerseits an der Begrifflichkeiten lag ( was aber auch zu einem Gewissen Teil daran lag das ich zu bequem war das Wörterglossar nachzuschlagen) aber auch der etwas langsame Aufbau. Den Mittelteil habe ich dann sehr verschlungen. Hatte einige Ahaaa Momente. Wie die Verknüpfung und Stränge am Ende zueinander fanden war sich sehr angenehm... einzig das Schicksal zweier Protagonisten, welches nicht aufgelöst wird frustrierte mich etwas. Ich möchte es aber gerne erneut Lesen ... jetzt mit dem vollen Wissen über die Welt, wird es mich sicher dann komplett überzeugen. Bis dahin erhält es von mir aber schon 4 Sterne Ich bin froh es nicht abgebrochen zu haben
Tja, wie fasst man ein Buch zusammen, dass bisher eines der besten Bücher ist, was ich bisher dieses Jahr gelesen habe. Von der Erzählperspektive (eine Perspektive ist beispielsweise mal erfrischend in der Du-Perspektive geschrieben) bis zu der Figurenentwicklung und der ganzen Geschichte finde ich das Buch einfach super. Mir gefällt es, wie eine interessante Welt geschaffen und gleichzeitig eine Kultur- und Zeitgeistkritik auf verschiedenen Ebenen geführt wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Teile.
Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe und ich muss wirklich sagen, dass ich es sehr geliebt habe und das, obwohl ich kein großer Fan von Fantasy bin. Ja, anfangs ist der Schreibstil ungewöhnlich, aber ich habe mich persönlich schnell dran gewöhnen können. Ich mag es, wie Elemente von Fantasy und Distopie mit einer doch sehr modernen Sprache kombiniert werden. Sie Stimmung ist sehr bedrückend und düster, die beschriebene Welt gar nicht so leicht zu verstehen, aber zwischendurch ist es so wunderbar sarkastisch. Und ohne zu viel zu verraten, war ich doch baff, als sich die unterschiedlichen Erzählstränge plötzlich gefunden haben. Der zweite Teil liegt schon bereit und ich hoffe, bald noch mehr von dieser Autorin lesen zu können.
Spannend, bewegend, faszinierend
Interessante Welt, liebenswerte Charaktere und unerwartete Enthüllungen. Ich bin durch das Buch geflogen. Vielleicht bin ich komplexe, neue Welten einfach gewohnt, aber es war trotz vieler unbekannter Wörter und Konzepte leicht zu lesen (und ich habe nie in das Glossar schauen müssen — Für gewöhnlich muss man nur etwas geduldig sein und die Handlung wird dir die Dinge erklären, die sie für erklärungsbedürftig hält.) Ich habe Charaktere lieben gelernt, von denen ich es nicht erwartet habe. Zwischenzeitlich hatte ich bei einem Handlungsstrang „Angst“, es wird so eine Art „magische Schule“, aber in dem Ausmaße, wie ich es befürchtet hatte, passierte das nicht. Der Schreibstil war teilweise gewöhnungsbedürftig, aber er passte, daher kein Abzug von mir. Auch der Du-Erzähler war ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell und die beiden anderen Protagonistinnen, die Sie-Erzähler bekamen, haben dafür gesorgt, dass ich davon nicht zu überfordert war. Das Ende fühlt sich wie der Anfang von etwas an. Wie typisch für den ersten Band einer Trilogie beantwortet das Ende wenig und wirft neue Fragen auf und ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Hugo-Award Gewinnerin? Eine vielköpfige Fangemeinde? Auf der anderen Seite des großen Teiches stellt Jemisin eine Größe in der fantastischen Literatur dar, die nicht mehr wegzudenken ist. Bei uns ist sie weitestgehend unbekannt. Wegen dieser großen amerikanischen Popularität schlug ich die erste Seite mit Spannung und hoher Erwartung um. War ich begeistert? Nein. Ich war viel eher erschlagen von dem ganzen neuen Input, der dieser erste Band liefert. Ich fahnde gerade nach Adjektiven um dieses Buch zu beschreiben, und doch tue ich mich schwer mit dieser Aufgabe. Sperrig? Komplex? Ausladend? Genial? Kompliziert? Das stimmt alles mit meiner Gefühlslage überein, wenn ich an das Buch zurückdenke. Auch eine Empfehlung auszusprechen, ob positiv oder negativ, fällt mir sehr schwer. Ich kann es schlicht und einfach nicht – da sich jeder mit Jemisins Werk selbst auseinandersetzen und für sich selbst ein Urteil fällen sollte. Der Auftakt der Trilogie ist sehr speziell, auf seine Art aber auch wunderbar und faszinierend – für mich. Letztendlich ist es dem Buch gelungen mich zu packen und mitzunehmen und mich etappenweise wirklich zu begeistern. Wodrum geht’s eigentlich? Grob gesagt: Der Kontinent hat ein paar kleinere tektonische Problemchen, die immer wieder dazu führen, dass Städte wie Kartenhäuser in sich zusammenstürzen und mit Magma gefüllte, aschespuckende Krater sich in der Erde auftun. Kein Wunder, dass die Menschen dort ein wenig anders denken als in unseren Kulturkreisen. Die Kultur hat sich eigentlich rund um die Tektonik strukturiert und ist auf das Überleben ausgerichtet. Einerseits war es spannend, die Andersartigkeiten zu entdecken und mit der westlichen abzugleichen. Andererseits ermüdete es auch bisweilen, wenn ein kompliziertes Detail in den Raum geworfen wurde, dass erst später von Bedeutung war und auch erst an dem Punkt erklärt wurde. Genauso verhielt es sich mit dem Magiesystem. Plattentektonik beeinflussen? Erdbeben verursachen? Kein Problem. Schicken wir mal ein paar Orogenen aus dem Fulchrum hin. Die werden es schon richten. Mir standen zunächst einige Fragezeichen im Gesicht, die so schnell nicht weichen wollten – vergleichbar mit einem komplizierten Puzzle, bei dem der Kopf schon beim Rand anfängt zu rauchen, der Spieler aber in hohem Maße stolz auf sich ist, je mehr Teile aneinanderpassen. Ich begann in etwa in der Mitte, diesen Stolz zu spüren. Gleich zu Beginn ist auffällig, dass Jemisin eine sehr ungewöhnliche Kombination von Perspektiven wählt. Sie hat drei unterschiedliche Protagonisten, deren Schritte verfolgt. Zum einen die Damaya, die ihre Kräfte lernen muss zu zügeln, zum anderen Syenit, die ihre Zeit im Fulchrum schon hinter sich hat und nun Aufträge erfüllt. Und dann haben wir noch eine Protagonistin, die ein übergeordneter Erzähler direkt anspricht – es ist beinahe so, als würde der Erzähler in einem Fotoalbum blättern und sich gemeinsam mit der Figur an alte Tage erinnern. Für mich war die Erzählstruktur neu und gewöhnungsbedürftig, aber auch eine völlig andere Art, in eine Story einzusteigen. „Hey du, lass uns vom Ende der Welt reden.“ – verwirrend, aber nach einiger Zeit fand ich das auch sehr gut gemacht vom Storytelling her. Dadurch, dass immer wieder zwischen den drei Protagonisten hin und her geswitchet wird, wird ein hohes Maß an Komplexität aufgebaut und ich für meinen Teil merkte auch nach einigen Seiten, dass ich gespannt auf das nächste Kapitel war. Was mag Essun in der Zwischenzeit geschehen sein? Und was ist mit Damaya? Zu Beginn hatte ich wirklich meine Probleme mit dem Buch, vor allen Dingen da der Stil von N.K. Jemisin gewollt sperrig ist. Er wirkt durchdacht, aber ich habe meine Zeit gebraucht, ehe ich wirklich drin war und Querverbindungen knüpfen konnte und ehe ich meine Verbindung zu den Charakteren aufgebaut hatte. Dafür ist nämlich auch Geduld vonnöten. Im Stil bleiben vor allen Dingen die tiefgehenden Erklärungen von Jemisin im Bereich Plattentektonik und das darin verwobene magische System hängen. Man spürt, dass dahinter wirklich tiefgründige Recherche steckt. Und dass sie die Magie, die ohne Zauberei und Lichteffekte auskommt, so gekonnt darin verankert, finde ich wirklich genial. Sie stellt jedoch solchen Erklärungen auch eine geballte Ladung Action entgegen. Manchmal kam es mir so vor, dass eine Passage ihre Längen hatte, und dann wurde ich gefangen genommen von einem Erdbeben oder von einem Kampf – vollkommen überrumpelt wäre wohl der bessere Ausdruck. Auch an Geheimnissen sparte die Autorin nicht – ich sehe sie in meinem Geist händereibend vorm PC sitzen. Jemisin schafft in „Zerrissene Erde“ eine düstere Welt – aber je weiter ich in dem Buch vorgedrungen bin, desto mehr wurde ich emotional mitgerissen. Sie spielt mit einer zunächst kühlen Betrachtung der Charaktere – deshalb kommen die Emotionen auch nur durch eine Eiswand beim Leser an. Aber irgendwann durchbricht er diese und ich fand mich plötzlich ganz verwirrt wieder, wie ich weinte, lachte und anfeuerte – und bei mir dachte: „Moment – fandest du das Buch nicht emotionslos?“. Eine Beurteilung fällt mir unglaublich schwer. Der erste Teil der Trilogie stieg in meiner Achtung während des Lesens von „mies“ über „faszinierend“ zu „genial“ – und ich glaube, dass wollte N.K. Jemisin erreichen. Ich gebe keine Empfehlung. Mit dem Buch muss sich jeder Leser selbst auseinandersetzen – da es eben kein Mainstream ist, in keiner Art der Betrachtung – und zudem jede Art von Schreibregel bricht. Ich betrachte es nunmehr als stark geschrieben, unheimlich kraftvoll und auf eine andere, entrückte Art emotional.
Mein erstes Buch dieses Jahr ist gleich ein Treffer. Dieser Fantasyroman in einer finsteren, postapokalyptischen Welt, in der jederzeit erneut Katastrophen auftreten können, hat mich in seinen Bann gezogen und ich werde ganz sicher auch Band 2 lesen, auch wenn ich an einigen Punkten schlucken musste. Einige Ereignisse und Figuren war doch schwer zu verdauen. Die drei Handlungsstränge scheinen zunächst wenig miteinander zu tun zu haben, man erfährt auch nicht, in welcher Relation sie zeitlich zueinander stehen - bis schließlich am Ende alles zusammengeführt wird. Der Schreibstil des dritten Handlungsstrangs ist extrem ungewöhnlich (zweite Person Singular - würde man das analog zum Ich-Erzähler dann Du-Erzähler nennen?) und hebt ihn von den beiden anderen Strängen ab.
Ich schwanke, ob ich weiterlesen soll oder nicht. Die Geschichte hat mich anfangs total gepackt und wäre nie auf den Zusammenhang der 3 Erzählstränge gekommen und fand jeden für sich total fesselnd. Das Ende lässt allerdings ultra viele Fragen offen und bringt noch ein neues Thema auf den Tisch. Ein bisschen mehr Aufklärung hätte ich wirklich sehr befriedigend gefunden.
Essun ist auf der Suche nach ihrem Mann und ihrer Tochter. Ihr Mann hat ihren Sohn getötet und jetzt will sie wenigstens ihre Tochter retten. Die Suche ist beschwerlich, ihr Mann hat einen Vorsprung, den sie überwinden muss, was nicht so einfach ist. Denn ihre Welt ist gefährlich und Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Trilogie. Der 2. Teil ist bereits erschienen, Teil 3 erscheint noch in diesem Sommer. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven. Die Autorin entführt ihre Leser in eine düstere und brutale Welt. Der Weltenentwurf ist komplex, anfangs habe ich nicht alles verstanden, erst im Laufe der Handlung klärt sich dann vieles. Im Anhang gibt es ein Glossar mit vielen Erklärungen, ohne dieses hätte ich wahrscheinlich nicht wirklich durchgeblickt. Auch der Schreibstil ist ungewöhnlich, wer hier Mainstream erwartet, wird enttäuscht werden. Die Charaktere sind weder gut noch böse, eher eine Mischung aus beiden. Oft handelt sich skrupellos und ohne Gefühl. Das war sehr gewöhnungsbedürftig und manchmal etwas befremdlich. Irgendwie hatte die Geschichte etwas Abstoßendes und Faszinierendes gleichzeitig. Das macht sie ja gerade so interessant. Ich kann gar nicht so viel über die Handlung erzählen, sonst verrate ich noch viel zu viel. Das Ende ist sehr offen, Teil 2 habe ich schon hier liegen und werde ihn auch bald lesen, sonst komme ich wahrscheinlich nicht mehr rein. Von mir gibt es die volle Punktzahl.
Komplexe dystopische High Fantasy für Erwachsene
Diese Rezension bezieht sich auf die gesamte Reihe. Die Folgebände heißen: "Steinerner Himmel" und "Brennender Fels". Frau Jemisin hat eine komplexe Welt geschaffen. Wir befinden uns zwar noch auf der Erde, aber weit, weit in der Zukunft. Die Kontinente haben sich verschoben, Evolution und Gentechnik haben neue, andere menschenähnliche Lebensformen hervorgebracht. Wir werden von der ersten Seite an mit vielen neuen Begriffen konfrontiert, die man im Anhang erklärt findet. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In dieser Geschichte gibt es keine Helden. Alle Beteiligten sind überaus menschlich und konfrontiert mit einer Klimakatastrophe, die das (Über-) Leben auf der Erde für Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte oder mehr bestimmen wird, handeln sie auch so, Die Bücher sind keine schöne Fantasywelt , in die man abtauchen und vom Alltag entfliehen kann. Sie ist hart und grausam. Sie ist komplex und anders, als alles, wovon ich je gelesen habe. Sie erfordert meine ganze Aufmerksamkeit, denn die Autorin hat mit großer Intelligenz eine hochkomplexe Handlung in einer hochkomplexen Welt mit hochkomplexer Geschichte geschaffen. Und ich werde die Geschichte sicher noch einige Male lesen müssen, um alles zu verstehen. Trotzdem habe ich es sehr genossen. Fantasy richtet sich so oft an junge Erwachsene. Und dann hat man pubertäre Liebesgeschichten und nervige Ränkespiele und Welten und Geschehen, dass sich doch oft sehr ähneln. Diese Geschichte ist für Erwachsene geschrieben. Hier gibt es keine Romantasy , keine jugendliche Heldin, die die Welt im Alleingang rettet und Menschen und Gesellschaftsstrukturen entwickeln sich so, wie man es wohl in einer lebensbedrohenden Situation erwarten kann. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Kannst du die Erde verändern?
In diesem Buch geht es um eine Frau namens Essun. Sie entdeckt ihren ermordeten Sohn zu Hause. Ihr Ehemann ist gemeinsam mit ihrer Tochter verschwunden. Also macht sie sich auf den Weg, um ihre Tochter zu retten. Diese Geschichte könnte auch in der Gegenwart spielen. Allerdings wird hier zusätzlich eine große fantastische Welt aufgebaut. Zusätzlich sind die vielen verschiedenen Perspektiven sehr schön beschrieben. Außerdem erfährt man noch, welche Fähigkeiten Essun hat und was sie bewirken kann... Insgesamt hat es mir gut gefallen. Auch wenn dieses Buch wohl vor allem zum Aufbau der Welt gedient hat. Deshalb bin ich sehr gespannt auf die weiteren Teile.
DNF at 64% Auf dieses Buch habe ich mich schon so lange gefreut. Es ist mir schon lange vor der deutschen Übersetzung mehrmals auf Goodreads begegnet und immerzu wurde die Geschichte mit Lobeshymnen überhäuft. Als ich erfahren habe, dass das Buch ins Deutsche übersetzt wird, habe ich voller Vorfreude dem Erscheinungstermin entgegen gefiebert. Dystopia ist eines meiner Lieblingsgenres und wenn ein Buch dann noch so gute Bewertungen hat, muss es mich einfach umhauen, oder? Na ja… Das dachte ich zumindest. Als ich das Buch begonnen habe, ist auf meine anfängliche Euphorie sehr bald Ernüchterung gefolgt. Es war nicht nur so, dass sich die Autorin ein äusserst komplexes Worldbuilding ausgedacht hat – was an und für sich nichts Schlechtes bedeutet – sie erzählt die Story auch noch aus drei Perspektiven, für die sie teilweise einen sehr aussergewöhnlichen und für mich manchmal schwer verständlichen Schreib- bzw. Erzählstil gewählt hat. Diese Kombination hat dazu geführt, dass ich wirklich Mühe hatte, einen Zugang zu den Charakteren und deren Handlungsverläufe zu finden und überhaupt zu verstehen, um was es eigentlich geht. Erst nachdem ich mir Rezensionen anderer Leser durchgelesen hatte, habe ich halbwegs verstanden, wie der Weltenentwurf aufgebaut ist und wie die Handlungsstränge zu verstehen sind. Und selbst dann fand ich den Plot noch immer schwer verständlich. Grob gesagt, geht es in diesem Fantasy-Dystopie-Endzeit Mix um Orogene – also Menschen, die durch übernatürliche Fähigkeiten Erdbeben beeinflussen können. Die Orogene werden in der Menschenwelt allerdings kaum geduldet und wenn sie nicht gerade getötet werden, dann versucht man sie auf eine andere Art und Weise zu unterdrücken. Inmitten dieser Welt gibt es drei Frauen – allesamt Orogene – deren Weg wir als Leser begleiten: Essun, Syenit und Damaya. Speziell dabei ist vor allem der Schreibstil aus Essuns Perspektive, denn statt der klassischen 1. Oder 3. Person Singular, verwendet die Autorin hier die „Du“-Form. Das mag innovativ sein, aber ich bin ein Gewohnheitstier und konnte mich bis zum Schluss nicht mit dieser Erzählerform anfreunden. Vielleicht hätte das funktioniert, wenn das Worldbuilding an sich nicht schon so komplex und schwer zu verstehen gewesen wäre. Bis zur Hälfte des Buches habe ich mich wirklich bemüht, die komplexe Welt und die Handlung der drei Frauen zu verstehen – doch so sehr ich es auch versuchte, ich habe einfach nicht durchgeblickt, um was es eigentlich geht. Es gab zwar immer wieder Passagen, die ich leichter zum Verstehen waren (das betrifft vor allem Syenits Erzählung), aber schon beim darauffolgenden Kapitel schwirrten dann wieder nur grosse Fragezeichen vor meinem Kopf herum. Nach der Hälfte wurde ich dann so demotiviert, dass ich einige Seiten einfach nur noch überflogen habe – ich habe ja ohnehin nicht richtig begriffen, was genau passiert. Wenn ich Seiten überfliege, dann ist das meistens ein sehr schlechtes Zeichen und es deutet daraufhin, dass mir der komplette Zugang zu einer Geschichte fehlt und deshalb nur noch Desinteresse von meiner Seite herrscht. Nach zwei Dritteln habe ich mich deshalb entschieden, das Buch abzubrechen. So etwas mache ich wirklich nicht gern und auch nicht leichtfertig, besonders nicht bei Rezensionsexemplaren, aber es hat für mich einfach keinen Sinn mehr gemacht, mich weiter zu einer Geschichte zu zwingen, durch die ich mich einfach nur durchquäle. Ich hatte allerdings in verschiedenen Rezensionen gelesen, dass am Ende eine überraschende Wendung auf den Leser wartet, die die drei Handlungsstränge der oben genannten Charaktere miteinander verbindet. Diese Ankündigung konnte zwar auch nicht dazu beitragen, dass ich mich weiter durch das Buch quälen wollte, aber ich war dann so frei nachzulesen, was für eine Erklärung die Autorin sich da ausgedacht hat. Und obwohl ich es Buch nicht zu Ende gelesen habe, kann ich den anderen Lesern nur zustimmen. Die Idee ist wirklich überraschend und sehr gut durchdacht. Rückblickend könnte diese „Auflösung“ auch dazu führen, dass ich die verschiedenen Handlungen besser verstehen würde. Aber leider war der Weg dahin für mich viel zu umständlich und kompliziert, deshalb reichte auch das Ende nicht mehr für eine bessere Bewertung von meiner Seite aus. Fazit: Ein ganz besonderes, aber auch komplexes Worldbuilding in einer düsteren, brutalen Zukunft, das sich die Autorin da ausgedacht hat. Das Ganze ist verbunden mit einem anspruchsvollen, teilweise ungewöhnlichen Schreibstil, das es mir zu schwer gemacht hat, der Geschichte zu folgen. Es ist mir leider nicht gelungen, einen Zugang zum Buch und seinen Charakteren zu finden. Trotzdem kann ich verstehen, warum das Buch so hochgelobt wird. Es war für meinen Geschmack aber wahrscheinlich einfach zu komplex aufgebaut. Wer etwas anspruchsvollere Fantasy mag, dem kann ich das Buch aber dennoch weiterempfehlen. Ich werde der Geschichte vielleicht irgendwann noch einmal als Hörbuch eine Chance geben, in der Hoffnung, dass ich dann besser verstehe, worum es eigentlich geht. Für den Moment war das Buch aber einfach nicht das richtige für mich. Es ist zwar schade, aber mehr als 2 Sterne kann ich deshalb nicht vergeben.
Fantasy und Science Fiction treffen in einer dystopischen Geschichte aufeinander, die sich mit Themen von Macht und Unterdrückung auseinandersetzt, insbesondere durch die Linsen von 'Rasse', Klasse und Geschlecht gesehen. Die Erzählung verwebt drei verschiedene Handlungsstränge zu einem tiefgründigen Rätsel, das sich langsam schwelend im Laufe des Romans entwickelt. Die Geschichte folgt drei Frauen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die durch ein geteiltes Schicksal miteinander verbunden sind, in einer Welt, in der Naturkatastrophen regelmäßig die Existenz der gesamten Menschheit bedrohen. 'Orogenen' wie sie werden einer institutionellen Marginalisierung ausgesetzt, befeuert von Angst und Gier. Von Geburt an werden sie ausgegrenzt, benutzt und misshandelt. Auf vielerlei Arten wird ihnen eingeprägt, dass sie keine Güte und kein Mitgefühl verdienen, und dass nur ein Höchstmaß an Leistung und Gehorsam ihnen ein Mindestmaß an Respekt einbringen kann. Im Verlauf ihrer Reise treffen unsere drei Protagonistinnen auf andere Wesen, die trotz allem ihr eigenes Schicksal schmieden, wohl wissend, dass die Herrschenden dieser grausamen Welt diese Selbstbestimmung jederzeit mit Genozid ahnden könnten. Alle wichtigen Charaktere sind lebendig und fesselnd geschrieben, mit komplexen Hintergrundgeschichten und Beziehungen, die der Geschichte Tiefgang und fein nuancierte Bedeutungsebenen verleihen. NK Jemisins Schreibstil ist lebendig und atmosphärisch, manchmal auch herausfordernd - aber auf die bestmögliche Art. »Zerrissene Erde« ist ein brillantes, innovatives Werk der spekulativen Fiktion, das Genrebeschränkungen mit täuschender Leichtigkeit trotzt und die Ansichten der Lesenden, was Literatur sein kann und sein sollte, herausfordert. Es kann schwierig sein, Schritt zu halten mit den vielen Wendungen der Geschichte, aber am Ende ergibt alles einen Sinn - auf eine Weise, die förmlich nach einer erneuten Lektüre verlangt.
I was excited to read this mostly because I was told about the great twists, but I was loving it long before the first one. Jemisin is so creative: from the writing to how she handles the themes, everything has a special touch to it. The plot is daring: not everything she includes would work from any author, but Jemisin knows how to handle certain topics and express themes of agency, freedom and discrimination in a way that is relevant to but not derivative of our world. While the characters are likable and certainly enjoyable to read about, I don't think to create lovable people was the focus as much as portraying realistically how their situation might shape (and break) them. The world building is immersive and the world created easy to grasp but very distinct. I love the plot and the structure it is told in and can't wait to see how this can possible go on in the sequels.
Da se ne lazemo, mislio sam da cu odustati na nekih 40%. Uzasno konfuzno na momente i sto je pisano u drugom licu su mi nekako bili dealbreaker. Ali, kako se cita, konfzuija nestaje sa jako finim twistom na kraju, koji mi se dopao. Na drugo lice sam se navikao. Jemisin ima jako zanimljiv svijet i oprastam joj prvih 40tak%, jer ipak valja mitologiju i historiju kontinenta polako upoznati sa citaocem. Zenski likovi su jako dobro napisani, ali muski... Neka procjeni svako ko cita. Dovoljno me je zaintrigirala da krenem sa drugim dijelom. 3*
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1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Die High Fantasy erreicht die Epoche des Klimawandels.« Die Welt
Die spektakuläre Fantasy-Endzeit-Saga von New-York-Times-Bestseller-Autorin N.K. Jemisin - von einer riesigen Fangemeinde geliebt und ausgezeichnet mit dem HUGO Award
Inmitten einer sterbenden Welt hat die verzweifelte Essun nur ein Ziel: ihre Tochter aus den Händen eines Mörders zu befreien, den sie nur zu gut kennt.
Seit sich im Herzen des Landes Sansia ein gewaltiger Riss voll brodelnder Lava aufgetan hat, dessen Asche den Himmel verdüstert, scheinen immer mehr Menschen dem Wahnsinn zu verfallen. So lässt der Herrscher seine eigenen Bürger ermorden. Doch nicht Soldaten haben Essuns kleinen Sohn erschlagen und ihre Tochter entführt – sondern ihr eigener Ehemann! Essun folgt den beiden durch ein Land, das zur Todesfalle geworden ist. Und der Kampf ums nackte Überleben steht erst noch bevor.
»Der elegante Stil und der düster-realistische Weltenentwurf geben die perfekte Kulisse ab für den fesselnden Kampf vom Schicksal gezeichneter Charaktere um eine zum Untergang verdammte Welt. « Publishers Weekly
Die preisgekrönte dystopische Fantasy-Saga ist in folgender Reihenfolge erschienen:
»Zerrissene Erde« »Brennender Fels« »Steinerner Himmel«Book Information
Author Description
N. K. Jemisin stammt aus Iowa City und studierte Psychologie an der Tulane-Universität in New Orleans. Sie lebt in New York City und arbeitet unter anderem für die New York Times. Ihre Bücher wurden für zahlreiche Preise nominiert. Für ihre Trilogie Die große Stille erhielt sie als erste Autorin überhaupt drei Mal in Folge den renommierten HUGO Award.
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𝐙𝐞𝐫𝐫𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐞 𝐄𝐫𝐝𝐞 von N.K. Jemesin "Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja? Bringen wir es hinter uns und wenden uns dann den interessanteren Dingen zu." Mit diesen Sätzen starten wir in diesen postapokalyptischen, sich irgendwie auch utopisch anfühlenden, Fantasyroman. Für jedes Buch der Trilogie gewann die Autorin den Hugo Award und das in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Chapeau! Machen wir es kurz: Es ist ein Buch, bei dem man erstmal ganz schön blöde guckt. Sowas hat man selten gelesen und ebenso wie andere, war ich an manchen Punkten regelrecht fasziniert, um dann auch wieder maximal irritiert zu sein. Es ist kein Buch-Darling. Nichts ist hier gefällig. Broken Earth will es dir nicht einfach machen. Die Welt ist nach mehreren Weltuntergängen aufgebrochen, zerrissen, karg, desolat. Die Zivilisation wird beherrscht von einer Klasse. Es gibt ein sehr harrsches Unterdrückungssystem. Magie ist hier angeboren und kann sehr mächtig werden. Deshalb werden die sogenannten Orogenen auch bei Zeiten erkannt und eingesammelt, um ihre Fähigkeiten der geologischen Manipulation zu bahnen. Zu diesen Fähigkeiten gehört auch die Möglichkeit, Erdbeben zu erzeugen und ganze Städte dem Erdboden gleichzumachen. Die Story ist multi POV erzählt. Aber... genau eine Figur, Essun, wird in der DU- PERSPEKTIVE angesprochen. Wie ungewöhnlich! Dies wirkt einerseits irritierend, andererseits sehr unmittelbar. Ich habe mich sofort gefragt, warum nur diese Person so gezeigt wird und die anderen weiblichen POVs nicht. Als ich dahinter kam fand ich es einfach nur genial. Kurzum: ich kann verstehen, wenn Leute dieses Buch abbrechen. Es ist experimentell, emotional düster, ungwöhnlich erzählt. Auch bei mir hat sich kein Highlightgefühl aufgebaut, dafür hab ich viel zu oft auch blöd geguckt und fand manches auch schwer verdaubar. Ich fand es aber dennoch richtig gut und innovativ und feiere die Kreatitävität und den Mut der Autorin, soetwas zu probieren.

Da mir beim Reread die großen Twists schon bekannt waren, war die Leseerfahrung eine ganz andere. Ich konnte mich mehr auf die menschenverachtende Welt konzentrieren und auf die vielen Begrifflichkeiten, die dieser eigen sind. Das Buch ist auf jeden Fall keine leichte Kost, sehr hoffnungslos und grausam. Trotzdem unglaublich lesens- und erlebenswert.
Wie genial ist bitte dieses Buch?
Wir haben hier eine postapokalyptische Welt, die von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis geplagt wird und ein Magiesystem, das auf Geologie basiert (was ich mal richtig cool finde und so noch nie gelesen habe) Die Geschichte wird aus 3 PoVs erzählt, wovon eine in der du-Perspektive erzählt wird. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat mir mit der Zeit dann doch wirklich gefallen. Wie die 3 PoV dann zusammen geführt wurden, war auch richtig genial. Für alle, die mal etwas besonderes abseits der klassischen Fantasy lesen wollen, gibts eine klare Leseempfehlung!
Düster, trist und kompliziert.
Leider konnte mich das Buch nicht abholen. Der Weltenaufbau klang anfangs echt spannend und düster, und auch die drei Frauen fand ich anfangs interessant aber wirr. Doch leider hat das Buch mich ab der Hälfte verloren und es wurde auch nicht besser, sodass ich es nur noch überflog. Ich kam mit dem Schreibstil leider gar nicht klar und sie einzelnen Handlungsstränge haben in mir nur weitere Fragezeichen ausgelöst. Die Welt ist trist und düster und hinterlässt keinen einzigen positiven Gedanken. Ich werde die Reihe also nicht weiterverfolgen.
„Zerrissene Erde“ erzählt unter anderem die Geschichte von Essun, die Rache an ihrem Mann nehmen will, da dieser ihr Kind umgebracht hat. Dieses Buch ist mal wieder eines der ganz schwer zu bewertenden. Einerseits mag ich das grundlegende, außergewöhnliche Wordbuilding. Denn der Kontinent, auf dem das Ganze spielt, „Die Stille“, ist unruhig und brodelt ständig. Zudem gibt es Figuren, die die Erdmächte kanalisieren und so drohende Vulkanausbrüche verhindern können. Das wirkt, angesichts real existierender Probleme wie dem Klimawandel, bedrückend und faszinierend zugleich. Teilweise ist es jedoch angesichts zahlreicher Handlungssprünge und welteigener Fachbegriffe schwierig, der Handlung zu folgen. Und, so komisch das klingt, aber die zahlreichen Wendungen haben in meinen Augen eher geschadet als gut getan. Kaum meinte ich einen roten Faden erkannt zu haben, reißt ihn mir das Buch mit einem „Ätsch, so ist es gar nicht!“ aus den Händen. Auch wenn die Benotung es vermuten lässt finde ich „Zerrissene Erde“ nicht mal durchschnittlich, sie soll eher die Ambivalenz ausdrücken, die ich beim Lesen empfunden habe, das Verständnis, wie man den Roman vergöttern, aber auch verteufeln kann. Hier sollte sich wirklich jede und jeder ein eigenes Bild machen.
Ein Buch was mich sehr gespalten hat , vielleicht für mich das Buch was mich am meisten spaltet. Ich empfand es zwischendurch sehr Anstrengend, zu schwer fand ich Zugang , was einerseits an der Begrifflichkeiten lag ( was aber auch zu einem Gewissen Teil daran lag das ich zu bequem war das Wörterglossar nachzuschlagen) aber auch der etwas langsame Aufbau. Den Mittelteil habe ich dann sehr verschlungen. Hatte einige Ahaaa Momente. Wie die Verknüpfung und Stränge am Ende zueinander fanden war sich sehr angenehm... einzig das Schicksal zweier Protagonisten, welches nicht aufgelöst wird frustrierte mich etwas. Ich möchte es aber gerne erneut Lesen ... jetzt mit dem vollen Wissen über die Welt, wird es mich sicher dann komplett überzeugen. Bis dahin erhält es von mir aber schon 4 Sterne Ich bin froh es nicht abgebrochen zu haben
Tja, wie fasst man ein Buch zusammen, dass bisher eines der besten Bücher ist, was ich bisher dieses Jahr gelesen habe. Von der Erzählperspektive (eine Perspektive ist beispielsweise mal erfrischend in der Du-Perspektive geschrieben) bis zu der Figurenentwicklung und der ganzen Geschichte finde ich das Buch einfach super. Mir gefällt es, wie eine interessante Welt geschaffen und gleichzeitig eine Kultur- und Zeitgeistkritik auf verschiedenen Ebenen geführt wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Teile.
Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe und ich muss wirklich sagen, dass ich es sehr geliebt habe und das, obwohl ich kein großer Fan von Fantasy bin. Ja, anfangs ist der Schreibstil ungewöhnlich, aber ich habe mich persönlich schnell dran gewöhnen können. Ich mag es, wie Elemente von Fantasy und Distopie mit einer doch sehr modernen Sprache kombiniert werden. Sie Stimmung ist sehr bedrückend und düster, die beschriebene Welt gar nicht so leicht zu verstehen, aber zwischendurch ist es so wunderbar sarkastisch. Und ohne zu viel zu verraten, war ich doch baff, als sich die unterschiedlichen Erzählstränge plötzlich gefunden haben. Der zweite Teil liegt schon bereit und ich hoffe, bald noch mehr von dieser Autorin lesen zu können.
Spannend, bewegend, faszinierend
Interessante Welt, liebenswerte Charaktere und unerwartete Enthüllungen. Ich bin durch das Buch geflogen. Vielleicht bin ich komplexe, neue Welten einfach gewohnt, aber es war trotz vieler unbekannter Wörter und Konzepte leicht zu lesen (und ich habe nie in das Glossar schauen müssen — Für gewöhnlich muss man nur etwas geduldig sein und die Handlung wird dir die Dinge erklären, die sie für erklärungsbedürftig hält.) Ich habe Charaktere lieben gelernt, von denen ich es nicht erwartet habe. Zwischenzeitlich hatte ich bei einem Handlungsstrang „Angst“, es wird so eine Art „magische Schule“, aber in dem Ausmaße, wie ich es befürchtet hatte, passierte das nicht. Der Schreibstil war teilweise gewöhnungsbedürftig, aber er passte, daher kein Abzug von mir. Auch der Du-Erzähler war ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell und die beiden anderen Protagonistinnen, die Sie-Erzähler bekamen, haben dafür gesorgt, dass ich davon nicht zu überfordert war. Das Ende fühlt sich wie der Anfang von etwas an. Wie typisch für den ersten Band einer Trilogie beantwortet das Ende wenig und wirft neue Fragen auf und ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Hugo-Award Gewinnerin? Eine vielköpfige Fangemeinde? Auf der anderen Seite des großen Teiches stellt Jemisin eine Größe in der fantastischen Literatur dar, die nicht mehr wegzudenken ist. Bei uns ist sie weitestgehend unbekannt. Wegen dieser großen amerikanischen Popularität schlug ich die erste Seite mit Spannung und hoher Erwartung um. War ich begeistert? Nein. Ich war viel eher erschlagen von dem ganzen neuen Input, der dieser erste Band liefert. Ich fahnde gerade nach Adjektiven um dieses Buch zu beschreiben, und doch tue ich mich schwer mit dieser Aufgabe. Sperrig? Komplex? Ausladend? Genial? Kompliziert? Das stimmt alles mit meiner Gefühlslage überein, wenn ich an das Buch zurückdenke. Auch eine Empfehlung auszusprechen, ob positiv oder negativ, fällt mir sehr schwer. Ich kann es schlicht und einfach nicht – da sich jeder mit Jemisins Werk selbst auseinandersetzen und für sich selbst ein Urteil fällen sollte. Der Auftakt der Trilogie ist sehr speziell, auf seine Art aber auch wunderbar und faszinierend – für mich. Letztendlich ist es dem Buch gelungen mich zu packen und mitzunehmen und mich etappenweise wirklich zu begeistern. Wodrum geht’s eigentlich? Grob gesagt: Der Kontinent hat ein paar kleinere tektonische Problemchen, die immer wieder dazu führen, dass Städte wie Kartenhäuser in sich zusammenstürzen und mit Magma gefüllte, aschespuckende Krater sich in der Erde auftun. Kein Wunder, dass die Menschen dort ein wenig anders denken als in unseren Kulturkreisen. Die Kultur hat sich eigentlich rund um die Tektonik strukturiert und ist auf das Überleben ausgerichtet. Einerseits war es spannend, die Andersartigkeiten zu entdecken und mit der westlichen abzugleichen. Andererseits ermüdete es auch bisweilen, wenn ein kompliziertes Detail in den Raum geworfen wurde, dass erst später von Bedeutung war und auch erst an dem Punkt erklärt wurde. Genauso verhielt es sich mit dem Magiesystem. Plattentektonik beeinflussen? Erdbeben verursachen? Kein Problem. Schicken wir mal ein paar Orogenen aus dem Fulchrum hin. Die werden es schon richten. Mir standen zunächst einige Fragezeichen im Gesicht, die so schnell nicht weichen wollten – vergleichbar mit einem komplizierten Puzzle, bei dem der Kopf schon beim Rand anfängt zu rauchen, der Spieler aber in hohem Maße stolz auf sich ist, je mehr Teile aneinanderpassen. Ich begann in etwa in der Mitte, diesen Stolz zu spüren. Gleich zu Beginn ist auffällig, dass Jemisin eine sehr ungewöhnliche Kombination von Perspektiven wählt. Sie hat drei unterschiedliche Protagonisten, deren Schritte verfolgt. Zum einen die Damaya, die ihre Kräfte lernen muss zu zügeln, zum anderen Syenit, die ihre Zeit im Fulchrum schon hinter sich hat und nun Aufträge erfüllt. Und dann haben wir noch eine Protagonistin, die ein übergeordneter Erzähler direkt anspricht – es ist beinahe so, als würde der Erzähler in einem Fotoalbum blättern und sich gemeinsam mit der Figur an alte Tage erinnern. Für mich war die Erzählstruktur neu und gewöhnungsbedürftig, aber auch eine völlig andere Art, in eine Story einzusteigen. „Hey du, lass uns vom Ende der Welt reden.“ – verwirrend, aber nach einiger Zeit fand ich das auch sehr gut gemacht vom Storytelling her. Dadurch, dass immer wieder zwischen den drei Protagonisten hin und her geswitchet wird, wird ein hohes Maß an Komplexität aufgebaut und ich für meinen Teil merkte auch nach einigen Seiten, dass ich gespannt auf das nächste Kapitel war. Was mag Essun in der Zwischenzeit geschehen sein? Und was ist mit Damaya? Zu Beginn hatte ich wirklich meine Probleme mit dem Buch, vor allen Dingen da der Stil von N.K. Jemisin gewollt sperrig ist. Er wirkt durchdacht, aber ich habe meine Zeit gebraucht, ehe ich wirklich drin war und Querverbindungen knüpfen konnte und ehe ich meine Verbindung zu den Charakteren aufgebaut hatte. Dafür ist nämlich auch Geduld vonnöten. Im Stil bleiben vor allen Dingen die tiefgehenden Erklärungen von Jemisin im Bereich Plattentektonik und das darin verwobene magische System hängen. Man spürt, dass dahinter wirklich tiefgründige Recherche steckt. Und dass sie die Magie, die ohne Zauberei und Lichteffekte auskommt, so gekonnt darin verankert, finde ich wirklich genial. Sie stellt jedoch solchen Erklärungen auch eine geballte Ladung Action entgegen. Manchmal kam es mir so vor, dass eine Passage ihre Längen hatte, und dann wurde ich gefangen genommen von einem Erdbeben oder von einem Kampf – vollkommen überrumpelt wäre wohl der bessere Ausdruck. Auch an Geheimnissen sparte die Autorin nicht – ich sehe sie in meinem Geist händereibend vorm PC sitzen. Jemisin schafft in „Zerrissene Erde“ eine düstere Welt – aber je weiter ich in dem Buch vorgedrungen bin, desto mehr wurde ich emotional mitgerissen. Sie spielt mit einer zunächst kühlen Betrachtung der Charaktere – deshalb kommen die Emotionen auch nur durch eine Eiswand beim Leser an. Aber irgendwann durchbricht er diese und ich fand mich plötzlich ganz verwirrt wieder, wie ich weinte, lachte und anfeuerte – und bei mir dachte: „Moment – fandest du das Buch nicht emotionslos?“. Eine Beurteilung fällt mir unglaublich schwer. Der erste Teil der Trilogie stieg in meiner Achtung während des Lesens von „mies“ über „faszinierend“ zu „genial“ – und ich glaube, dass wollte N.K. Jemisin erreichen. Ich gebe keine Empfehlung. Mit dem Buch muss sich jeder Leser selbst auseinandersetzen – da es eben kein Mainstream ist, in keiner Art der Betrachtung – und zudem jede Art von Schreibregel bricht. Ich betrachte es nunmehr als stark geschrieben, unheimlich kraftvoll und auf eine andere, entrückte Art emotional.
Mein erstes Buch dieses Jahr ist gleich ein Treffer. Dieser Fantasyroman in einer finsteren, postapokalyptischen Welt, in der jederzeit erneut Katastrophen auftreten können, hat mich in seinen Bann gezogen und ich werde ganz sicher auch Band 2 lesen, auch wenn ich an einigen Punkten schlucken musste. Einige Ereignisse und Figuren war doch schwer zu verdauen. Die drei Handlungsstränge scheinen zunächst wenig miteinander zu tun zu haben, man erfährt auch nicht, in welcher Relation sie zeitlich zueinander stehen - bis schließlich am Ende alles zusammengeführt wird. Der Schreibstil des dritten Handlungsstrangs ist extrem ungewöhnlich (zweite Person Singular - würde man das analog zum Ich-Erzähler dann Du-Erzähler nennen?) und hebt ihn von den beiden anderen Strängen ab.
Ich schwanke, ob ich weiterlesen soll oder nicht. Die Geschichte hat mich anfangs total gepackt und wäre nie auf den Zusammenhang der 3 Erzählstränge gekommen und fand jeden für sich total fesselnd. Das Ende lässt allerdings ultra viele Fragen offen und bringt noch ein neues Thema auf den Tisch. Ein bisschen mehr Aufklärung hätte ich wirklich sehr befriedigend gefunden.
Essun ist auf der Suche nach ihrem Mann und ihrer Tochter. Ihr Mann hat ihren Sohn getötet und jetzt will sie wenigstens ihre Tochter retten. Die Suche ist beschwerlich, ihr Mann hat einen Vorsprung, den sie überwinden muss, was nicht so einfach ist. Denn ihre Welt ist gefährlich und Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Trilogie. Der 2. Teil ist bereits erschienen, Teil 3 erscheint noch in diesem Sommer. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven. Die Autorin entführt ihre Leser in eine düstere und brutale Welt. Der Weltenentwurf ist komplex, anfangs habe ich nicht alles verstanden, erst im Laufe der Handlung klärt sich dann vieles. Im Anhang gibt es ein Glossar mit vielen Erklärungen, ohne dieses hätte ich wahrscheinlich nicht wirklich durchgeblickt. Auch der Schreibstil ist ungewöhnlich, wer hier Mainstream erwartet, wird enttäuscht werden. Die Charaktere sind weder gut noch böse, eher eine Mischung aus beiden. Oft handelt sich skrupellos und ohne Gefühl. Das war sehr gewöhnungsbedürftig und manchmal etwas befremdlich. Irgendwie hatte die Geschichte etwas Abstoßendes und Faszinierendes gleichzeitig. Das macht sie ja gerade so interessant. Ich kann gar nicht so viel über die Handlung erzählen, sonst verrate ich noch viel zu viel. Das Ende ist sehr offen, Teil 2 habe ich schon hier liegen und werde ihn auch bald lesen, sonst komme ich wahrscheinlich nicht mehr rein. Von mir gibt es die volle Punktzahl.
Komplexe dystopische High Fantasy für Erwachsene
Diese Rezension bezieht sich auf die gesamte Reihe. Die Folgebände heißen: "Steinerner Himmel" und "Brennender Fels". Frau Jemisin hat eine komplexe Welt geschaffen. Wir befinden uns zwar noch auf der Erde, aber weit, weit in der Zukunft. Die Kontinente haben sich verschoben, Evolution und Gentechnik haben neue, andere menschenähnliche Lebensformen hervorgebracht. Wir werden von der ersten Seite an mit vielen neuen Begriffen konfrontiert, die man im Anhang erklärt findet. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In dieser Geschichte gibt es keine Helden. Alle Beteiligten sind überaus menschlich und konfrontiert mit einer Klimakatastrophe, die das (Über-) Leben auf der Erde für Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte oder mehr bestimmen wird, handeln sie auch so, Die Bücher sind keine schöne Fantasywelt , in die man abtauchen und vom Alltag entfliehen kann. Sie ist hart und grausam. Sie ist komplex und anders, als alles, wovon ich je gelesen habe. Sie erfordert meine ganze Aufmerksamkeit, denn die Autorin hat mit großer Intelligenz eine hochkomplexe Handlung in einer hochkomplexen Welt mit hochkomplexer Geschichte geschaffen. Und ich werde die Geschichte sicher noch einige Male lesen müssen, um alles zu verstehen. Trotzdem habe ich es sehr genossen. Fantasy richtet sich so oft an junge Erwachsene. Und dann hat man pubertäre Liebesgeschichten und nervige Ränkespiele und Welten und Geschehen, dass sich doch oft sehr ähneln. Diese Geschichte ist für Erwachsene geschrieben. Hier gibt es keine Romantasy , keine jugendliche Heldin, die die Welt im Alleingang rettet und Menschen und Gesellschaftsstrukturen entwickeln sich so, wie man es wohl in einer lebensbedrohenden Situation erwarten kann. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Kannst du die Erde verändern?
In diesem Buch geht es um eine Frau namens Essun. Sie entdeckt ihren ermordeten Sohn zu Hause. Ihr Ehemann ist gemeinsam mit ihrer Tochter verschwunden. Also macht sie sich auf den Weg, um ihre Tochter zu retten. Diese Geschichte könnte auch in der Gegenwart spielen. Allerdings wird hier zusätzlich eine große fantastische Welt aufgebaut. Zusätzlich sind die vielen verschiedenen Perspektiven sehr schön beschrieben. Außerdem erfährt man noch, welche Fähigkeiten Essun hat und was sie bewirken kann... Insgesamt hat es mir gut gefallen. Auch wenn dieses Buch wohl vor allem zum Aufbau der Welt gedient hat. Deshalb bin ich sehr gespannt auf die weiteren Teile.
DNF at 64% Auf dieses Buch habe ich mich schon so lange gefreut. Es ist mir schon lange vor der deutschen Übersetzung mehrmals auf Goodreads begegnet und immerzu wurde die Geschichte mit Lobeshymnen überhäuft. Als ich erfahren habe, dass das Buch ins Deutsche übersetzt wird, habe ich voller Vorfreude dem Erscheinungstermin entgegen gefiebert. Dystopia ist eines meiner Lieblingsgenres und wenn ein Buch dann noch so gute Bewertungen hat, muss es mich einfach umhauen, oder? Na ja… Das dachte ich zumindest. Als ich das Buch begonnen habe, ist auf meine anfängliche Euphorie sehr bald Ernüchterung gefolgt. Es war nicht nur so, dass sich die Autorin ein äusserst komplexes Worldbuilding ausgedacht hat – was an und für sich nichts Schlechtes bedeutet – sie erzählt die Story auch noch aus drei Perspektiven, für die sie teilweise einen sehr aussergewöhnlichen und für mich manchmal schwer verständlichen Schreib- bzw. Erzählstil gewählt hat. Diese Kombination hat dazu geführt, dass ich wirklich Mühe hatte, einen Zugang zu den Charakteren und deren Handlungsverläufe zu finden und überhaupt zu verstehen, um was es eigentlich geht. Erst nachdem ich mir Rezensionen anderer Leser durchgelesen hatte, habe ich halbwegs verstanden, wie der Weltenentwurf aufgebaut ist und wie die Handlungsstränge zu verstehen sind. Und selbst dann fand ich den Plot noch immer schwer verständlich. Grob gesagt, geht es in diesem Fantasy-Dystopie-Endzeit Mix um Orogene – also Menschen, die durch übernatürliche Fähigkeiten Erdbeben beeinflussen können. Die Orogene werden in der Menschenwelt allerdings kaum geduldet und wenn sie nicht gerade getötet werden, dann versucht man sie auf eine andere Art und Weise zu unterdrücken. Inmitten dieser Welt gibt es drei Frauen – allesamt Orogene – deren Weg wir als Leser begleiten: Essun, Syenit und Damaya. Speziell dabei ist vor allem der Schreibstil aus Essuns Perspektive, denn statt der klassischen 1. Oder 3. Person Singular, verwendet die Autorin hier die „Du“-Form. Das mag innovativ sein, aber ich bin ein Gewohnheitstier und konnte mich bis zum Schluss nicht mit dieser Erzählerform anfreunden. Vielleicht hätte das funktioniert, wenn das Worldbuilding an sich nicht schon so komplex und schwer zu verstehen gewesen wäre. Bis zur Hälfte des Buches habe ich mich wirklich bemüht, die komplexe Welt und die Handlung der drei Frauen zu verstehen – doch so sehr ich es auch versuchte, ich habe einfach nicht durchgeblickt, um was es eigentlich geht. Es gab zwar immer wieder Passagen, die ich leichter zum Verstehen waren (das betrifft vor allem Syenits Erzählung), aber schon beim darauffolgenden Kapitel schwirrten dann wieder nur grosse Fragezeichen vor meinem Kopf herum. Nach der Hälfte wurde ich dann so demotiviert, dass ich einige Seiten einfach nur noch überflogen habe – ich habe ja ohnehin nicht richtig begriffen, was genau passiert. Wenn ich Seiten überfliege, dann ist das meistens ein sehr schlechtes Zeichen und es deutet daraufhin, dass mir der komplette Zugang zu einer Geschichte fehlt und deshalb nur noch Desinteresse von meiner Seite herrscht. Nach zwei Dritteln habe ich mich deshalb entschieden, das Buch abzubrechen. So etwas mache ich wirklich nicht gern und auch nicht leichtfertig, besonders nicht bei Rezensionsexemplaren, aber es hat für mich einfach keinen Sinn mehr gemacht, mich weiter zu einer Geschichte zu zwingen, durch die ich mich einfach nur durchquäle. Ich hatte allerdings in verschiedenen Rezensionen gelesen, dass am Ende eine überraschende Wendung auf den Leser wartet, die die drei Handlungsstränge der oben genannten Charaktere miteinander verbindet. Diese Ankündigung konnte zwar auch nicht dazu beitragen, dass ich mich weiter durch das Buch quälen wollte, aber ich war dann so frei nachzulesen, was für eine Erklärung die Autorin sich da ausgedacht hat. Und obwohl ich es Buch nicht zu Ende gelesen habe, kann ich den anderen Lesern nur zustimmen. Die Idee ist wirklich überraschend und sehr gut durchdacht. Rückblickend könnte diese „Auflösung“ auch dazu führen, dass ich die verschiedenen Handlungen besser verstehen würde. Aber leider war der Weg dahin für mich viel zu umständlich und kompliziert, deshalb reichte auch das Ende nicht mehr für eine bessere Bewertung von meiner Seite aus. Fazit: Ein ganz besonderes, aber auch komplexes Worldbuilding in einer düsteren, brutalen Zukunft, das sich die Autorin da ausgedacht hat. Das Ganze ist verbunden mit einem anspruchsvollen, teilweise ungewöhnlichen Schreibstil, das es mir zu schwer gemacht hat, der Geschichte zu folgen. Es ist mir leider nicht gelungen, einen Zugang zum Buch und seinen Charakteren zu finden. Trotzdem kann ich verstehen, warum das Buch so hochgelobt wird. Es war für meinen Geschmack aber wahrscheinlich einfach zu komplex aufgebaut. Wer etwas anspruchsvollere Fantasy mag, dem kann ich das Buch aber dennoch weiterempfehlen. Ich werde der Geschichte vielleicht irgendwann noch einmal als Hörbuch eine Chance geben, in der Hoffnung, dass ich dann besser verstehe, worum es eigentlich geht. Für den Moment war das Buch aber einfach nicht das richtige für mich. Es ist zwar schade, aber mehr als 2 Sterne kann ich deshalb nicht vergeben.
Fantasy und Science Fiction treffen in einer dystopischen Geschichte aufeinander, die sich mit Themen von Macht und Unterdrückung auseinandersetzt, insbesondere durch die Linsen von 'Rasse', Klasse und Geschlecht gesehen. Die Erzählung verwebt drei verschiedene Handlungsstränge zu einem tiefgründigen Rätsel, das sich langsam schwelend im Laufe des Romans entwickelt. Die Geschichte folgt drei Frauen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die durch ein geteiltes Schicksal miteinander verbunden sind, in einer Welt, in der Naturkatastrophen regelmäßig die Existenz der gesamten Menschheit bedrohen. 'Orogenen' wie sie werden einer institutionellen Marginalisierung ausgesetzt, befeuert von Angst und Gier. Von Geburt an werden sie ausgegrenzt, benutzt und misshandelt. Auf vielerlei Arten wird ihnen eingeprägt, dass sie keine Güte und kein Mitgefühl verdienen, und dass nur ein Höchstmaß an Leistung und Gehorsam ihnen ein Mindestmaß an Respekt einbringen kann. Im Verlauf ihrer Reise treffen unsere drei Protagonistinnen auf andere Wesen, die trotz allem ihr eigenes Schicksal schmieden, wohl wissend, dass die Herrschenden dieser grausamen Welt diese Selbstbestimmung jederzeit mit Genozid ahnden könnten. Alle wichtigen Charaktere sind lebendig und fesselnd geschrieben, mit komplexen Hintergrundgeschichten und Beziehungen, die der Geschichte Tiefgang und fein nuancierte Bedeutungsebenen verleihen. NK Jemisins Schreibstil ist lebendig und atmosphärisch, manchmal auch herausfordernd - aber auf die bestmögliche Art. »Zerrissene Erde« ist ein brillantes, innovatives Werk der spekulativen Fiktion, das Genrebeschränkungen mit täuschender Leichtigkeit trotzt und die Ansichten der Lesenden, was Literatur sein kann und sein sollte, herausfordert. Es kann schwierig sein, Schritt zu halten mit den vielen Wendungen der Geschichte, aber am Ende ergibt alles einen Sinn - auf eine Weise, die förmlich nach einer erneuten Lektüre verlangt.
I was excited to read this mostly because I was told about the great twists, but I was loving it long before the first one. Jemisin is so creative: from the writing to how she handles the themes, everything has a special touch to it. The plot is daring: not everything she includes would work from any author, but Jemisin knows how to handle certain topics and express themes of agency, freedom and discrimination in a way that is relevant to but not derivative of our world. While the characters are likable and certainly enjoyable to read about, I don't think to create lovable people was the focus as much as portraying realistically how their situation might shape (and break) them. The world building is immersive and the world created easy to grasp but very distinct. I love the plot and the structure it is told in and can't wait to see how this can possible go on in the sequels.
Da se ne lazemo, mislio sam da cu odustati na nekih 40%. Uzasno konfuzno na momente i sto je pisano u drugom licu su mi nekako bili dealbreaker. Ali, kako se cita, konfzuija nestaje sa jako finim twistom na kraju, koji mi se dopao. Na drugo lice sam se navikao. Jemisin ima jako zanimljiv svijet i oprastam joj prvih 40tak%, jer ipak valja mitologiju i historiju kontinenta polako upoznati sa citaocem. Zenski likovi su jako dobro napisani, ali muski... Neka procjeni svako ko cita. Dovoljno me je zaintrigirala da krenem sa drugim dijelom. 3*
































