Traum im Herbst

Traum im Herbst

Softcover
3.64

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Description

In kargen Dialogen und mit viel schwarzem Humor beschreibt Jon Fosse einfache Menschen in einer nicht ganz einfachen Welt. Wie nebenbei verhandeln seine leisen, leichtfüßigen Geschichten die großen Lebensthemen: Treue und Verrat, Schmerz und Begierde, Liebe und Tod. Erstmals auf Deutsch erscheinen hier die Stücke "Traum im Herbst", "Sommertag und Winter", mit denen Fosse die europäischen Bühnen im Sturm eroberte.

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
Drama & Plays
Format
Softcover
Pages
320
Price
15.50 €

Author Description

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane "Melancholie", "Morgen und Abend" und "Das ist Alise". Für sein Prosawerk "Trilogie" bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit "Der andere Name", dem ersten Band seines Romanprojekts "Heptalogie", war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band "Ein neuer Name" stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der "Grotte", einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

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4.5

Wenn verlorene Seelen aufeinandertreffen

Jon Fosse schreibt, so erfährt man in der diesem Buch hintangestellten Sammlung von Selbstzeugnissen, "aus der Perspektive der Verlorenen". Er ergänzt: "Aber wer ist nicht verloren?" Das hohe Identifikationspotential, das seine stets namenlosen Figuren bieten, scheint diese universalistische rhetorische Frage zu bestätigen. Fosse behandelt in seinen Stücken die großen Themen der Menschheit wie Liebe, Tod, Verlangen oder Familie und besticht dabei in erster Linie durch die Darstellung der Dynamiken zwischen den Sprechenden. Ihm gelingt es, oft nur mit einem "Ja" oder einer subtilen, in der Regieanweisung festgehaltenen Bewegung, zwischenmenschliche Atmosphären zu erschaffen, die einen schaudern lassen – auch und gerade, weil wir sie nur allzu gut kennen.

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