Totenfrau
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Description
Warum musste ihr Mann sterben? War es wirklich ein Unfall mit Fahrerflucht, wie alle behaupten? Blum beginnt Fragen zu stellen und als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. »Sie denken, Lisbeth Salander ist tough? Warten Sie, bis Sie die Totenfrau gelesen haben« francesca Cristoffanini, rizzoli, italien
Book Information
Author Description
Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.Die Thriller seiner "Totenfrau"-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Mehrere seiner Romane wurden verfilmt, u.a. seine Totenfrau-Trilogie für Netflix/ORF.
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Was für ein Thriller 🤯 Absolut empfehlenswert!
Unkonventioneller Schreibstil, dramatisch, emotional, packend. Ich habe die Serie nicht gesehen und beziehe mich rein auf das Buch. Ja, es ist anders, aber macht nicht genau das ein Buch auch besonders interessant? Ich konnte eintauchen in die Geschichte und mitfiebern, mitleiden und mitweinen. Die nachfolgenden Teile sind bereits auf meiner Wunschliste.
𝑩𝒍𝒖𝒎 𝒊𝒔𝒕 𝒂𝒏𝒅𝒆𝒓𝒔 - 𝒖𝒏𝒅 𝒈𝒆𝒏𝒂𝒖 𝒅𝒂𝒔 𝒎𝒂𝒈 𝒊𝒄𝒉 𝒂𝒏 𝒊𝒉𝒓
gelesen 5.8.24 - 10.8.24 Totenfrau von @bernhardaichner ist der 1. Teil der Trilogie rund um die Bestatterin Blum in dem für Bernhard Aichner so typischen Schreibstil verfolgen wir wie Blum versucht herauszufinden warum ihr Mann sterben musste und wie sie sich Schritt für Schritt der Wahrheit nähert und diese sogar herausfindet ich mag Blum und ihre unangepasste Art, ihre Art zu denken und wie sie damit umgeht was sie herausfindet - allerdings ist sie auch ziemlich naiv und impulsiv in ihrer Vorgehensweise und hat sehr oft sehr großes Glück … was mich zu meinem einzigen Kritikpunkt führt alles in allem bin ich nur so durchs Buch geflogen und konnte Blum verstehen doch ich fand es schade dass sie immer wieder die gleichen Fehler gemacht hat und nicht dazu lernt und nur durch unfassbares Glück voran kommt … sehr viel Glück für einen Menschen in sehr kurzer Zeit wenn man darüber hinweg sieht dann hat man einen rasanten Thriller mit einer untypischen „Heldin“ die äußerst unkonventionelle Methoden ergreift und deren Vorgehen vielleicht nicht moralisch korrekt ist aber durchaus nachvollziehbar … Ich bin schon gespannt wie es im 2. Teil weitergeht

„Totenfrau“ von Bernhard Aichner fand ich toll erzählt, weil der Autor wirklich einen ganz eigenen Stil hat und die Geschichte atmosphärisch und echt mitreißend war. Ich konnte die Emotionen der Protagonistin Brünhilde Blum nachvollziehen und ihren Wunsch danach, den Mord an ihrem Mann zu rächen. Ich fand es zum Teil unfassbar traurig, was die Protagonistin erlebt. Aber. Genau das und dann noch die Thrillerhandlung (der Ehemann von Blum wird ermordet, weil er einem grausamen und mörderischen „Club“ auf die Schliche kommt, und Blum setzt sich nicht nur mit den Taten der Männer dieses Clubs auseinander sondern will diese auch aufspüren und zur Rechenschaft ziehen) war mit zu viel. Es war grausam zu lesen, sehr düster und man kommt nicht zur Ruhe. Fand ich irgendwie einerseits richtig gut, möchte ich aber nicht nochmal lesen. 😅
Das war ja mal eine Megacoole Serie die ich gerne empfehle. Die 3 Teile greifen relativ gut ineinander, ich hatte die gleich hintereinander gehört Blum ist eine sehr toughe Figur die sich ihre Bestattungskenntnisse zur Leichenentsorgung zu nutze macht und auch in den folgenden Teilen geht es nicht weniger heftig zu aber Blum kämpft für sich, ihre Kinder und ihre Freiheit, und geht dabei nicht nur 1x über Leichen. Ich möchte über Teil 2+3 gar nicht zu viel verraten, für alle die jetzt Lust zum Hören bekommen haben. Ich finde Teil 1 ist nicht soo gut gesprochen wie die nachfolgenden aber das ist nur eine kleine Kritik Absolute Empfehlung!
Holler die Waldfee 😅 mehr kann man zu diesem Buch wirklich nicht sagen. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es erinnert stark an einen Plot und nicht an eine Geschichte. Die Sätze sind sehr sehr kurz. Fast wird einem schwindlig beim Lesen. Diese Art von Dialogen habe ich noch nie gesehen. Der Inhalt ist einfach nur brutal. Ein spannender Thriller mit einem Plottwist, den man einfach nicht kommen sah.
Ein gelungener Auftakt mit einer unkonventionellen Protagonistin.
Von Aichner habe ich schon einiges gelesen. Nur um die Totenfrau-Trilogie bin ich immer wieder herumgeschlichen. Keine Ahnung, wieso. Und wie es dann oft so ist, denke ich mir auch dieses Mal: "warum habe ich das nicht viel eher gelesen?" Besonders herausstechen kann natürlich wieder Aichners unverkennbarer Schreibstil. Aber auch Hauptprotagonistin Blum ist äußerst markant. Ihr Beruf ist Bestatterin; sie weiß sehr genau, wie man Leichen verschwinden lassen kann. Und dieses Wissen nutzt sie. Denn sie will sich rächen. Dafür, dass man ihr den geliebten Mann genommen hat. Und die Täter müssen bluten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aichner erzählt eine bildgewaltige Geschichte. Ohne viel Schnickschnack entsteht ein geradliniger Plot, der ohne viele Twists auskommt, trotzdem extrem spannend ist. Zusätzlich dazu, dass Blum manchmal extrem naiv und ohne Plan agiert, ergeben sich kleine Schwächen, die mich einen Stern abziehen lassen. Hauptsächlich um der Geschichte Raum zur Entwicklung zu geben. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Teil. Denn auch ohne Fortsetzung könnte die Geschichte an dieser Stelle durchaus plausibel abgeschlossen sein.
Gradlinig und großartig
Ich bin ein großer Fan von Bernhard Aichners Schreibstil. Das Buch ist ein echter Page-Turner. Die Handlung ist geht ohne viele Nebenstränge voran, keine Zeitsprünge inmitten der Geschichte. Die Protagonistin ist sehr sachlich und gleichzeitig voller Wut beschrieben. Mal ein Thriller ohne ständige "falsche Fährten" und Rätselraten. Hat mir sehr gut gefallen.
15.04.2025 Entgegen meiner Prinzipien habe ich erst die Serie geschaut und dann das Hörbuch gehört. Und ich finde beides immer noch großartig!
Die Serie lässt sich auch gut ohne die Buchkenntnisse verstehen, allerdings bin ich begeistert wie viele Informationen über die Figuren im Buch enthalten sind, ohne dass es ausschweifend wird. Klare Empfehlung für Thriller-Fans!!
Blum ist wirklich ein sehr besonderer Charakter
Ich weiß nicht was das mit dem Buch war. Die Story war für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Und startet auch sehr weit entfernt vom Klappentext. Die Hauptfigur ist wirklich besonders und die Story einfach nur wild. Es hat mich nicht so gepackt wie andere Thriller, trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte wissen wie es ausgeht, wissen was als nächsten passiert. Blum handelt nachvollziehbar und trotz sehr wirr.

Ich liebe seine Bücher
Seine Bücher sind immer toll und spannend und lesen sich so schnell weg, wegen seiner einmaligen Art zu schreiben. Ich habe einige seiner Bücher vor Totenfrau gelesen und grandios gefunden und hatte die Trilogie schon ewig da, aber so angst sie zu lesen und vielleicht enttäuscht zu werden weil sie so sehr gehyped wurde. ABER Ich wurde nicht enttäuscht und es passiert einfach so viel mehr als in der TvSerie und ich freue mich,dass bald die Buchfortsetzung kommt,weswegen ich auch jetzt mit der Reihe begonnen habe. Und ja ich oute mich Ich bin ein Gnadenloses Bernhard Aichner Fangirl 🤭🤷♀️

Ein sehr spannendes Buch obwohl ich schon ab ca. der Hälfte geahnt habe, wer der Täter ist. Ganz konnte ich Blums Verhalten zwar nicht verstehen (in Bezug auf Massimo), aber wie sie sich dann um die "Probleme" gekümmert hat, konnte ich nachvollziehen. Besser kann ich es nicht beschreiben, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil
Interessanter Schreibstil
Die Story ist sehr gut und total spannend. Ich finde vor allem den Hauptcharakter Blum toll und Reza ist ein sehr starker Nebencharakter. Teilweise unerwartete Plot Twist und dadurch super spannend. Was bei diesem Buch besonders auffällt ist der spezielle Schreibstil, welcher dem Buch ein besonderen Charakter gibt.
Blum, eigentlich Brünhilde, lebt ein zufriedenes Leben. Zusammen mit ihrem Mann Mark und den beiden kleinen Kindern bewohnen sie ein Haus mit großem Garten. Während Mark seinem Beruf als Polizist nachgeht, übt Blum den der Bestatterin aus und kümmert sich liebevoll um die Mädchen, sofern dies nicht der Großvater übernimmt, der ebenfalls mit im Haus wohnt. Doch eines Tages platzt diese Seifenblase. Mark wird direkt vor ihren Augen überfahren und landet bei ihr im Kühlhaus. Nach einer kurzen Trauerphase beginnt Blum das Arbeitszimmer ihres Mannes auszumisten und macht dabei eine Entdeckung, die sie daran zweifeln lässt, dass das alles nur ein Unfalltod war. Sie begibt sich auf die Suche nach den wahren Tätern. Die Jagdsaison ist eröffnet. Was ist das erste was einem nach den ersten Zeilen auffällt? Richtig, der Stakkato-Schreibstil. Kurze, abgehackte, prägnante Sätze, die oft nur aus ein bis drei Wörtern bestehen. Eigentlich soll dieser Stil das Auge auf sich und seinen Inhalt ziehen, den Leser fesseln. So etwas sieht man oft bei Texten in der Werbung. Natürlich baut jeder Autor irgendwo, irgendwann einmal derartige Sätze in sein Werk ein, schließlich ist das nichts Üngewöhnliches. Ungewöhnlich und sehr gewöhnungsbedürftig ist es dagegegen, wenn ein ganzes Buch in diesem Stil aufgebaut ist. Der Vorteil ist: Man liest das Buch schnell durch, da das Lesetempo dadurch recht rasant ist. Der Nachteil war jedoch bei mir, dass ich mich nicht in das Buch einfinden konnte. Ich konnte mich nicht fallen lassen. Trotz, dass ich irgendwann Punkt und Komma ignoriert habe, brachte mich sehr oft ein neuer Ein-Wort-Satz wieder raus. Dass mit der Stakkato-Stil so aus dem Konzept bringen würde, hatte ich anfangs nicht gedacht. Schließlich gibt es auch Bücher, wo abschnittsweise in dem Stil gearbeitet wird. Zum Beispiel, wenn der Täter zu Wort kommt und sich vom Rest des Buches abheben soll. Die Figur der Blum spiegelt das wider, was der Titel aussagt: "Totenfrau". Somit passt dieser schon mal wie die Faust aufs Auge. Dennoch haben mich ihre Entwicklung und ihre On-Off-Gefühle nicht überzeugt. Ich konnte diese Frau nicht ins Herz schließen, Mitleid haben oder gar Sympathie entwickeln. Sie ist in meinen Augen einfach nur falsch. Andere Figuren schließen sich dem nahtlos an (näher darauf einzugehen, würde zuviel vom Inhalt verraten). Einzig der Großvater und die beiden kleinen Mädchen stechen etwas hervor. Allerdings sind diese drei eher schmuckes Beiwerk und tragen nicht großartig zur Handlung bei. Die Jagd nach dem Mörder entwickelt sich recht strukturiert, was sich mit den Wortwiederholungen deckt, die stetig auftauchen. Sei es ein Name, wie "Blum.", "Dunja." oder "Mark." oder ihre Bezeichnungen für den Mörder, die nach jedem abhakten Punkt immer weniger werden. Alles hat ein gewisses System, was sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Trotz einiger Wendungen, ahnt man ab einer bestimmten Stelle, wer der Drahtzieher war und sieht sich damit am Ende bestätigt. Durch eben dieses Systematik und Abarbeitung von Blum, wird es irgendwann eintönig. Lediglich ihre abgebrühte Art lässt einen öfters die Augenbraue hochziehen. Letztendlich hat mich das Buch unzufrieden zurückgelassen. Der Schreibstil hat mich bis zum Ende gestört. Normal kann ich in einem Buch versinken, stelle mir innerlich die Figuren vor und vergesse alles um mich herum. Das ist mir hier nicht gelungen. Abschnittsweise war ich dann mal "drin" um im nächsten Moment durch einen Ein-Wort-Satz wieder rausgehauen zu werden. Selbst das "Punkt & Komma überfliegen" half da nicht mehr. Die Idee hinter allem ist gut, ebenfalls der Aufbau des Buches mit den zahlreichen Kapiteln und die etwas eigensinnige Dialogdarstellung. Dennoch konnte ich mich nicht genug hineinfinden, keine Figur "lieb" gewinnen oder gar den Wandel der Blum nachvollziehen. Die Jagd war mir dann zu systematisch, aber vielleicht war sie das auch, weil alles bei Totenfrau Blum systematisch von sich geht. Mich hat lediglich das Interesse am Ausgang davon abgehalten, dass Buch beiseite zu legen. Ich würde das Buch nicht nocheinmal lesen oder gar weiter empfehlen. Ich weiß aber, dass es einigen Lesern gefallen hat, also am besten die ersten Kapitel (nicht nur den Prolog) lesen und danach selbst entscheiden. 3 von 10 Punkten
Thriller mal anderes
Die Schreibweise war wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Ganz kurze Sätze. Was einem auch das Gefühl gibt durch die Seiten zu fliegen. Der Fall ist ... (mir fällt nicht das richtige Wort dafür ein) und interessanterweise geht es im Prinzip gar nicht zu sehr ins Detail und trotzdem weiß man genug. Der einzige wirkliche Kritikpunkt daher nur 4 Sterne: gegen Ende gibt es ein Kapitel, dass ich gar nicht verstehe, wie das reinpasst, da fehlt inhaltlich etwas. Trotz allem fand ich es spannend auf seine eigene Art und Weise und das Ende hat mich gar nicht überrascht, was trotzdem schön zu lesen. Mal sehen worum es im nächsten Teim geht, denn das Ende hätte ich genau so genommen.
Handlung: Mark, der Mann der jungen Bestatterin Blum, wird vor ihren Augen überfahren und stirbt. Ihre große Liebe, der Vater ihrer Kinder, tot, einfach so. Fahrerflucht, keine Antworten. Ihr glückliches Bilderbuch-Leben bricht in sich zusammen. Dann findet sie Tonaufnahmen auf dem Smartphone ihres Mannes, der Polizist war: Interviews mit einer jungen Frau, Dunja, die davon berichtet, wie sie fünf Jahre lang in einem Keller misshandelt, vergewaltigt und gequält wurde. Von fünf Männern: dem Koch, dem Priester, dem Jäger, dem Fotographen und dem Clown. Niemand will Dunja glauben. Nur Mark. Und jetzt auch Blum, die zunehmend der Verdacht beschleicht, dass Mark deswegen sterben musste. Sie sucht nach Antworten… Und dann sucht sie nach Rache. Meine Meinung: In meinen Augen ist "Totenfrau" ein Thriller, der polarisiert. Die Geschichte ist auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich für das Genre (auch wenn es sonst meist Männer sind, die auf blutigen Rachefeldzug gehen, und nicht junge Mütter). Tatsächlich fand ich sie sehr spannend, mit enormer Sogwirkung! Sie ließ mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nicht mehr los, ich habe mich nie gelangweilt… Und deswegen liest man doch Thriller. Nein, was ich so polarisierend finde, ist die Hauptfigur: Brünhilde Blum. Denn Blum mordet. Nicht aus Lust am Töten, sondern, weil sie es für zwingend nötig erachtet. Rache. Gerechtigkeit. Schutz möglicher künftiger Opfer der Widerlinge, die sie abschlachtet. Ihre Ziele fand ich nachvollziehbar. Zum Teil habe ich mich sogar mit Unbehagen dabei ertappt, dass ich ihre Methoden billigte oder gar insgeheim guthieß. Kann man - darf man! - rechtfertigen, was sie da tut? Ich habe mich oft gefragt, ob sie nicht andere Wege hätte finden können. So polarisierend das ist, so faszinierend ist es meines Erachtens auch. Die beinahe gelassene Selbstverständlichkeit, mit der Blum tötet, macht auf traurige Art Sinn. Sie ist als Kind nicht mit Liebe und Verständnis groß geworden, sie wurde abgerichtet zur perfekten Arbeitskraft. Statt mit Puppen zu spielen oder im Park zu schaukeln, musste sie im Bestattungsunternehmen des Vaters schon mit sieben Jahren Leichen waschen und mit zehn Münder zunähen. Spurte sie einmal nicht, wurde sie in einem Sarg eingeschlossen. Was klingt wie die abgedroschene Entschuldigung für den soziopathischen Bösewicht eines Buches, ist hier die Hintergrundgeschichte einer Heldin mit soziopathischen Zügen. Ich fand sehr originell, wie hier die Erwartungen auf den Kopf gestellt werden. Fand ich Blum liebenswert? Nein. Fand ich alles gut, was sie tat? Nein. War sie eine interessante Protagonistin? Auf jeden Fall. Aber mitfühlen konnte ich mit ihr nur selten, trotz ihrer tiefen Liebe zu ihren Kindern und Mark. Trotzdem: ich fand sie unglaublich gut geschrieben, gerade weil sie es dem Leser nicht einfach macht. Die anderen Charaktere blieben für mich dagegen eher blass, bloße Randerscheinungen - Statisten in Blums Drama. Heftige Emotionen kamen in vielen Szenen gar nicht bei mir an. Das lag sicher vor allem am ungewöhnlichen Schreibstil, denn der ist oft nüchtern, minimalistisch. Kurze Sätze. Dialoge, die aufs absolute Minimum reduziert werden. Zitat: - Wann kommst du wieder? - Spät. - Schwierige Dinge? - Ja. - Welche? - Das willst du nicht wissen, Blum. Und trotzdem: Ich liebe den Schreibstil und die prägnante "Stimme" des Autors. Sie hat etwas Drängendes, Atemloses, das mich immer wieder gepackt hat. Manchmal erwischten mich die kurzen, abgehackten Sätze eiskalt, wie ein Schlag ins Gesicht, während sich in anderen Szenen sogar eine unerwartete Poesie entfaltete. Zitat: Sie lächelt, weil sie weiß, dass es bald zu Ende geht. Dass sie aufhören werden zu schreien, dass endlich alles gut sein wird. Warm alles, glücklich fast. Da sind nur sie und der Himmel. Sonst nichts. Endlich leben. Für einen Thriller ist die Geschichte sehr gradlinig, und sie hatte für mich nur wenige Überraschungen zu bieten; tatsächlich habe ich zwei unerwartete Wendungen am Schluss schon nach den ersten hundert Seiten vorausgeahnt. Ich fand auch nicht immer alles 100%ig glaubhaft. Blum hat geradezu unverschämtes Glück, ihr fliegen die Antworten oft nur so zu… Ich kann mir meine eigene Faszination mit diesem Buch nur so erklären: man weiß eigentlich, was passieren wird, aber das ist auch nicht das Wichtige - was so fesselnd wie verstörend ist, ist Blums Abstieg in einen fatalen, immer schneller werdenden Zyklus der Selbstjustiz. Wie es sie verändert. Was von ihr noch bleibt. Fazit: Eigentlich ist es fast eher ein Psychodrama als ein Thriller, aber ich fand das Buch unglaublich spannend. Trotz einer eher gradlinigen Handlung konnte ich mich der Anziehungskraft der schwierigen, oft skrupellosen Heldin der Geschichte einfach nicht entziehen. Ihre Handlungen sind so ungeheuerlich wie nachvollziehbar; sie tötet und dennoch ist sie kein Monster. Den Schreibstil kann man wahrscheinlich nur hassen oder lieben, deswegen würde ich auf jeden Fall empfehlen, erstmal eine Leseprobe herunterzuladen. Ein bequemes Buch ist es nicht, aber ich fand es sehr lohnend, mich darauf einzulassen und darüber nachzudenken.
Kurzbeschreibung: Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Das Wichtigste in ihrem Leben ist plötzlich nicht mehr da. Ihr Halt, ihr Glück. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt, dass fünf einflussreiche Menschen seinen Tod wollten. Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Warum sie das tut? Warum sie dazu fähig ist? Die Antwort darauf liegt Jahre zurück. *Quelle* Zum Autor: Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe. Meinung: Die 32-jährige Brünhilde Blum ist Bestatterin. Sie hat das Unternehmen von ihren Adoptiveltern geerbt, ist glücklich mit Mark, einem Polizisten, verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Ihr Leben verläuft in glücklichen Bahnen, bis Mark eines Tages auf seinem Motorrad von einem unbekannten Autofahrer überfahren wird und stirbt. Der Unfallverursacher flüchtet unerkannt. Blum fällt daraufhin in ein tiefes Loch, war doch Mark die Liebe ihres Lebens, ohne den sie sich ihre Zukunft nicht vorzustellen vermag. Bald wird klar, dass Mark nicht zufällig überfahren wurde, er ermittelte gegen mehrere Personen, die einflussreich sind und denen er im Weg war. Blum begibt sich auf einen Rachefeldzug, der keine Rücksicht auf Verluste nimmt... Bernhard Aichner ist mir bereits durch seine Max Broll-Krimireihe bekannt. Daher freute ich mich, etwas neues von ihm zu lesen. Zu Beginn sei gesagt, dass der Autor einen sehr eigenwilligen, aber durchaus interessanten und für sich einnehmenden Schreibstil hat: Seine Sätze reduzieren sich nur auf das Wesentliche, bestehen manchmal nur aus einem Wort. Die wörtliche Rede wird mit Bindestrichen anstatt Anführungszeichen kenntlich gemacht und verzichtet auf jegliche Füllwörter. Dies mag vielen Lesern nicht liegen, doch dieser Stil konnte mich bereits in seinen vorherigen Büchern sehr für sich einnehmen, da er sich nicht mit Belanglosigkeiten und Nebensächlichkeiten aufhält. Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser in einem Rückblick, der 8 Jahre vorher ansetzt, Brünhilde Blum kennen. Sie ist damals 24 Jahre alt und hasst ihren Vornamen, der auch nur in diesem Abschnitt erwähnt wird. Einen solchen Hass entwickelt sie auch mit den Jahren gegen ihre Adoptiveltern, die sie schon als kleines Kind in die Arbeit des Bestattungsinstitutes miteinbeziehen ohne Rücksicht auf die empfindliche Kinderseele. Trotzdem übernimmt sie das Geschäft ihrer Eltern und findet in Mark ihre große Liebe und Halt. Als dieser stirbt, droht Blum den Boden unter den Füßen zu verlieren. Sie weiß nicht mehr ein noch aus, da sie plötzlich allein mit ihren zwei Töchtern, ihrem Schwiegervater und dem Mitarbeiter Reza dasteht. Nachdem sie erfährt, dass ihr Mann nicht zufällig ein Unfallopfer wurde, sinnt sie auf Rache, was man durchaus nachvollziehen kann. Nach und nach findet sie die Täter, die für den Tod ihres Mannes verantwortlich sind und die sich selbst in einem dunklen Sumpf bewegen. Totenfrau ist definitiv nichts für zartbesaitete Leser: Hier werden Themen wie Vergewaltigung, Folter und auch das Zerstückeln von Leichen drastisch geschildert und Blums Rachefeldzug lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Man ist als Leser zwar durchaus schockiert, wie gefühllos Blum in manchen Szenen vorgeht, da sie auf der anderen Seite eine sehr liebevolle und fürsorgliche Mutter ist, doch entwickelt sich die Geschichte auch zu einem wahren Sog, der einen nicht mehr loslässt. Die Auflösung konnte mich trotz Thriller-Erfahrung überraschen und ließ mich ein wenig sprachlos zurück, obwohl die Motivation des Täters sich mir nicht richtig erschloss und ich diese ein wenig unausgereift empfand. Bernhard Aichner konnte mich auch mit seinem neuesten Buch definitiv überzeugen und ich hoffe, zukünftig noch mehr von ihm lesen zu dürfen. Fazit: Ein Thriller, der mit drastischen Szenen und Worten nicht spart - mein definitives März 2014-Highlight!
Kurz bevor die Verfilmung von „Totenfrau“ startet, wollte ich noch den ersten Band lesen. Da ich bereits Aichners Bronski Reihe kenne, hatte ich eine ungefähre Ahnung, was mich hier in Sachen Schreibstil erwartet. Kurze Sätze und Dialoge wie Pingpong Bälle, lassen den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Es beeindruckt mich, wie man sich einerseits so nüchtern und gleichzeitig so spannend ausdrücken kann. Leichen pflastern den Weg von Brünhilde Blum. Nicht nur, weil sie Bestatterin ist, denn seit dem Mord an ihrem Mann Mark ist sie als Racheengel unterwegs. Mark war einem schrecklichen Verbrechen auf der Spur und nun tritt Blum in seine Fußstapfen. Mir gefällt, wie Bernhard Aichner die Geschichte aufbaut. Zunächst ist nur von „unaussprechlichen Taten“ die Rede, so schlimm, dass keiner sie glauben kann. Man ist als Leser fast froh, dass es nicht näher ausgeführt wird. Doch mit dem Fortschreiten der Handlung legt Aichner stückchenweise Details des Verbrechens offen. Auch spart er nicht damit, die Vorgehensweise eines Bestatters und Blums Rache zu beschreiben. Stellenweise ist das Buch wirklich ekelhaft und so realistisch, dass man meint, die beschriebenen Gerüche selber wahrnehmen zu können. Trotzdem kommt man von dem Buch überhaupt nicht mehr los. Dabei ist es völlig egal, wie übertrieben und unrealistisch all das klingt. Blum ist eine Antiheldin. Ihre Methoden sind skrupellos und man fragt sich mehr als einmal, wie ein Mensch, der so eine liebevolle Ehe geführt hat und so einen herzlichen Umgang mit seiner Familie pflegt, aus dem Stegreif zu solchen Bluttaten fähig ist. Trotzdem sympathisiert man mit ihr und kann ihre Wut nachvollziehen, ihre Opfer haben es im Grunde nicht besser verdient. Auch Karl, Reza und die Kinder sind Menschen, die man ins Herz schließt. Mich hat „Totenfrau“ sehr gefesselt. Der Abschluss ist rund und es bräuchte nicht unbedingt eine Fortsetzung. Da es zwei weitere Bände gibt, bin ich aber natürlich neugierig, wie es mit Blum weitergeht.
Seit Jahren wollen meine Mitmenschen, dass ich dieses Buch lese. Meine Eltern, die große Fans des Autoren sind, meine Studienkolleginnen und zuletzt meine Nachbarin. Sie hat mir den ersten Band der Reihe geliehen, den Rest haben meine Eltern selbst im Regal stehen. Ich weiß noch genau, wie meine Mutter dieses Buch zum ersten Mal gelesen hat. Da war ich fünfzehn, es war ein sehr heißer Sommer, wir verbrachten ein paar Tage bei meiner Großmutter in Oberösterreich und durften uns ausnahmsweise Bücher aus der Dorfbücherei mitnehmen - obwohl wir keinen Ausweis hatten. Meine Mutter holte sich die "Totenfrau" und war schon von den ersten Seiten schockiert! "Die hat ihre Eltern getötet!", erklärte sie mir. Die war total baff! Die nächsten Tage legte sie dieses Buch nicht mehr aus der Hand. Ich fand die "Totenfrau" ebenfalls spannend. Es geht um die Bestatterin Brünhilde Blum (sehr schöne Alliteration!). Ihr Mann starb bei einem Unfall mit Fahrerflucht. Doch war das wirklich nur Pech? Mit dieser Erklärung kann und will Blum sich nicht zufriedengeben. Deswegen beginnt sie nachzuforschen - und aufzuräumen. Blum wirkte auf mich kalt, berechnend und distanziert. Das war zu Beginn gewöhnungsbedürftig, später fand ich das aber passend. Auch mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden. Der ist recht abgehackt. Die meisten Sätze sind sehr kurz, was auf mich rastlos wirkte und gut zu Blum passt. Nicht gewöhnen konnte ich mich an die Dialoge. Das wirkte auf mich wie in ein Theaterskript ohne Regieanweisungen und ohne Angabe des Sprechers. Oft war das kein Problem, manchmal kam ich aber doch ins Straucheln. Sehr cool fand ich, dass diese Geschichte in Tirol spielt. Es hat mir gefallen, dass ich die Orte der Handlung kannte. Ich wohne selbst in Tirol und gerade in Innsbruck habe ich in den letzten Jahren viel Zeit verbracht. Sobald der Autor einen Ort nannte, hatte ich sofort ein Bild im Kopf. Mein Fazit? Ich habe gebraucht, um in das Buch hineinzufinden - danach fand ich es spannend.
Eine Frau sinnt auf Rache
Dieses Hörbuch hat mich am Anfang gleich geschockt. Blum lässt dort als junge Frau ihre Adoptiveltern ertrinken, die sie von klein auf immer dazu gedrängt haben, was man im Beruf der Bestatterin alles zu erledigen hat. In keinem Fall hatte Blum eine normale Kindheit. Brünhilde Blum ist Bestatterin in Österreich 🇦🇹. Sie hat von ihren Adoptiveltern ein Bestattungsinstitut geerbt. Als ihre Eltern "verunglückt" sind, lernt Blum Mark kennen, er ist Polizist und steht ihr von diesem Zeitpunkt an immer zur Seite. Blum und Mark werden ein glückliches Paar sie bekommen zwei süße Töchter. Dieses beschauliche Leben endet allerdings schlagartig, als Mark vor der Einfahrt mit seinem Motorrad überfahren wird. Das Auto das den Unfall verursacht hat, fährt einfach davon und kann während der Ermittlungen nicht gefunden werden. Als Blum auf Marks Handy unzählige Audio-Dateien findet, kann sie es nicht glauben: Ihr man hat mit einer Obdachlosen Frau über ein unaussprechliches Verbrechen gesprochen. Blum macht sich auf um die Frau zu finden, mit der ihr Mann so viele male gesprochen hat. Als sie die Frau (Dunya) schließlich findet und zu sich einlädt, ist sich Blum sicher: Der Tod ihres Mannes war kein Unfall, es war Mord! Um die Schuldigen zu erwischen, muss sie Dunyas Peiniger ausfindig machen. Das ist nicht einfach, denn alle 5 Männer hatten Masken auf und nur einen Decknamen. Blum sucht der Reihe nach also nach dem Fotograf, dem Pfarrer, dem Koch, dem Clown und dem Jäger. ⚠️⚠️⚠️ Spoiler ⚠️ ⚠️ ⚠️ ⚠️ Blum bringt die meisten zum Reden und bringt sie dann um. Was ihr keine große Mühe macht, da sie ja als Bestatterin die Möglichkeiten hat, Leichen "verschwinden" zu lassen. Leider war für mich ziemlich früh klar, dass Massimo (der beste Freund von Mark) ebenfalls Teil der Gruppe war. Sehr nüchtern erzählter Thriller, mit einer Frau als Racheengel. Hat mir gut gefallen auch wenn einige Dinge vorhersehbar waren. Details zum Hörbuch (eAudio): Länge: 8h 29min Sprecher: Bernhard Aichner Bernhard Aichner liest sehr ruhig und angenehm vor. Das Hörbuch wurde mir von der Stadtbibliothek online (onleihe) bereitgestellt. Vielen Dank dafür ❤️
Definitiv ein Thriller, den man gelesen haben sollte!
Inhalt: Blum ist Bestatterin, aber nicht nur das: Sie ist auch Mutter zweier liebevoller Kinder und hat einen wundervollen Mann an ihrer Seite. Das Leben könnte für die Familie kam besser laufen. Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Ihr Mann wird kurz nach Verlassen des Hofes von einem dunklen SUV erfasst und überfahren. Erst gehen. Alle von einem Unfall aus, doch Blum ist sich sicher, dass dies kein Unfall war. Der Wagen verschwand nämlich augenblicklich und tauchte auch nicht wieder auf. Blum beginnt eigene Ermittlungen auszustellen und erfährt, womit ihr Mann Mark sich zuletzt beschäftigt hat. Die Spuren führen zu einer jungen Moldawierin, die in ihrem Leben schon einiges durchgemacht hat. Unter anderem wurde sie 5 Jahre in einem Keller gefangen gehalten und auf übelste weise missbraucht. 5 Männer sollen die Täter sein und Blum schwört Rache. Meinung: Das Buchcover macht eher einen schlichten Eindruck, jedoch ist das eher typisch für die Bücher des Autors. Kommen wir aber gleich zum Inhalt: wir lernen Blum und ihrer Familie näher kennen und merken schon gleich, das Blum mit allen Wassern gewaschen ist. Jedoch ist sie dabei nicht grade unsympathisch. Deine kurzen Kapitel lassen den Leser glatt vergessen, wie viel man eigentlich schon gelesen hat, sodass es auch passieren kann das man das Buch innerhalb kurzer Zeit einfach inhaliert. Das macht aber auch der spannende und mitreißende Schreibstil. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass hier nicht grade zimperlich mit Menschen umgegangen wird und viel Blut fließt, daher würde ich das Buch nicht grade zartbesaiteten Lesern empfehlen. Für mich ist dieser Autor aber nicht mehr aus meinem Regal wegzudenken! Daher möchte ich euch dieses Buch und insgesamt die Reihe sehr empfehlen.

Hat mich tatsächlich nicht so sehr überzeugt wie die Serienadaption.
Bestatterin wird zum Racheengel Blum hat ein eigentlich tolles Leben mit Mann, Kindern und eigenem Bestattungsunternehmen. Doch von einem auf den anderen Moment ist dieses Leben vorbei und ihr Mann tot. Dieses Ereignis wirft Blums leben aus den Fugen und lässt sie auf Rache sinnen. Zusätzlich tut die Polizei in ihren Augen nicht genug, sodass sie zum Mittel der Selbstjustiz greift. Auf besondere Art und Weise und etwas Hilfe von ihrem Angestellten kommt sie ihrem Ziel immer näher und doch ganz fern. Für mich war dies ein solider Krimi. Kein Thriller, weil dafür das besondere Etwas fehlte. Aber das Buch hat mich gut unterhalten und die Seiten flogen dahin. Und dennoch war die Erzählweise und auch die Handlung eher okay, Durchschnitt. Aichner hat einen recht speziellen Schreibstil mit kurzen Sätzen und auch sehr reduzierten Dialogen. Als würde man nicht gerne und viel miteinander reden wollen. Das hat unter anderem dazu geführt, dass ich mit Blum nicht ganz warm werden konnte. Auch waren für mich einige Handlungen und Entscheidungen, auch abseits ihrer Rachetaten, nicht nachvollziehbar. Die Serienadaption hat mich mit ihren kleinen Anpassungen tatsächlich mehr in ihren Bann gezogen. #instabook #bookstagram #booksofinstagram #booklover #books #booknerd #buchblogger #buch #bücher #bücherwurm #lesen #lesenmachtspass #lesenmachtglücklich #krimi #totenfrau #bernhardaichner #hörbuch #readmore #mehrlesen

„Totenfrau“ Bernhard Aichner Nachdem ich die ersten beiden Teile dieser als „Totenfrau-Trilogie“ bekannten Bücher schon länger zuhause hatte, habe ich beschlossen, mir nun den ersten Teil mal vorzunehmen. Zu verdanken hab ich das ja meiner Schwester, die mir den zweiten Teil „Totenhaus“ geschenkt hat. Thx, Sis! Zum Inhalt: Brünhilde Blum, oder einfach Blum genannt, arbeitet als Bestatterin in ihrem eigenen Bestattungsunternehmen. Sie ist mit Mark, einem Polizisten, verheiratet und hat 2 Kinder. Das Leben meint es gut mit ihnen, bis auf einmal Mark vor ihren Augen überfahren wird. Der Täter flüchtet und kann nicht ausfindig gemacht werden. Für Blum bricht die ganze Welt zusammen. Als sie dann die Sachen ihres verstorbenen Mannes durchsieht, stößt sie auf Audioaufnahmen und je mehr sie hört, desto mehr zweifelt sie daran, dass Marks Tod ein Unfall war. Sie beginnt nachzuforschen und bringt sich zunehmend in Gefahr. Boahhh, der Schreibstil! Sorry, ich muss es auch sagen, auch wenn dies anscheinend von jedem gesagt worden ist. Der Schreibstil ist echt gewöhnungsbedürftig! Kurze Sätze, manchmal nur ein Wort, alles wirkt sehr hektisch. Aber ok. Man kommt nach 20-30 Seiten rein und auch wenn ich diesen Stil bis zum Ende hin nicht zu schätzen gelernt habe, hat er mich nicht mehr sonderlich gestört. So, hätt ma das auch gesagt. Aber was gibts zum Buch oder zu der Geschichte zu sagen? Da wäre die Charaktergestaltung. Blum. Schon die ersten Zeilen zeigen das Bild einer Frau, die sehr gut, sogar mehr als gut, für sich selbst stehen kann. Auch wenn ich manche ihrer Taten nicht ganz nachvollziehen kann, so muss ich sagen, wir haben es mit einer starken, taffen Frau zu tun und ich würd mich nicht mit ihr anlegen wollen hahaha Von Mark, ihrem Mann, bekommt man nicht viel mit, und seine Ausschnitte reichen leider nicht um sich ein Bild von ihm zu machen. Ganz anders Blums Schwiegervater, ihr Mitarbeiter Reza und der Polizist Massimo, Marks ehemaliger Partner. Diese Personen kommen sehr gut und glaubwürdig zur Geltung, selbst wenn sich mal zurückgehalten wird ODER vielleicht auch gerade deswegen. Vor Allem Reza, Mitarbeiter im Bestattungsunternehmen ist eine sehr interessante Figur, für mich sogar die beste des Buches. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, ich war nicht vorbereitet auf die Geschehnisse, die sich vor mir abgespielt haben. Dieser Thriller kann und wird weh tun! Die Thematik ist eine sehr dunkle und brutale und der Leser wird nicht geschont. Mehr sage ich nicht, da mir auch keiner gesagt hat, womit ich zu rechnen habe. Allerdings hab ich auch was eher negatives anzumerken. Viel zu oft hatte ich das Gefühl, dass manches „zu glatt“ läuft, jede Handlung und jeder Verdacht scheint zu sitzen. Das stört mich insofern, da ich mich eher in einen Charakter hineinversetzen kann, der auch Fehler macht und auch mal am Holzweg ist. Nicht, dass ich das je wäre <.< Es hätte jedoch der Glaubwürdigkeit gut getan. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch Spaß gemacht hat. Es war spannend und hat mich nicht mehr gehen lassen, so dass die 444 Seiten wie im Flug vergangen sind. Aufgrund mancher „Glattheiten“, die mich persönlich nicht so angesprochen haben, werde ich aber einen Punkt abziehen. Somit 4 von 5 Sterne PS: Der zweite Teil „Totenhaus“ liegt schon bereit und das finale „Totenrausch“ hab ich mir vorsorglich schon gekauft.
Bernhard Aichner mordet sehr empathievoll.
Das führt dazu, dass man die Mörder(in) ständig anfeuert, was recht befremdlich ist. Spannend ist auch, dass es eigentlich ein Liebesroman ist, der immer wieder weh tut und wunderschön ist und das versteckt in eine Geschichte über Gut und Böse und die Flexibilität von Moral. Der Stil ist sehr eigen, sehr staccato und collagenhaft. Liest sich sehr gut und ist sehr prägnant, glaube man liest sich am Stil aber auch schnell satt, wenn man zu viele Bücher hintereinander liest. Tippi Toppi Thriller ist das!

Wer das Buch zur Netflix-Serie sucht, wird enttäuscht sein
Eins vorweg - ich kannte das Buch vorher nicht und bin erst aufgrund der grandiosen Serie darauf aufmerksam geworden. Und wie das oft so ist, sollen ja Bücher generell besser sein als auf der Leinwand. Doch diesmal wurde ich arg enttäuscht. Aichners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und seine stakato Sprache nicht jedermanns Sache. Die Hauptfiguren kommen kalt und unreflektiert rüber. Ich wurde damit nicht warm. Auch die Story hat nur den groben Leitfaden mit der Serie überein, ist ansonsten ganz anders - und leider nicht besser. Schade, hatte mehr erwartet.
Bernhard Aichner hat einen Schreibstil, an den ich mich erst mal gewöhnen musste. Er ist sehr speziell & ich musste wirklich dranbleiben, viele Seiten am Stück lesen um so richtig reinzukommen. Er schreibt kurze, "abgehackte" Sätze in einem gradezu atemlosen Tempo, gepaart mit sehr minimalistischen Dialogen. Trotz dieser Eigenartigkeit konnte mich die Geschichte um die Bestatterin Blum - die nach dem Tod ihres Mannes einen knallharten Rachefeldzug startet, auf ihre eigene Art & Weise fesseln. Manche Szenen haben mich eiskalt erwischt. Das Buch ist tiefgründig, brutal & schonungslos. Für mich war "Totenfrau" ein guter Thriller mit eigenwilligem Erzählstil. 3,5 Sterne ⭐️
Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, kurzweiliges Buch
Der Schreibstil ist ungewöhnlich, sehr kurze Sätze. Der Name der Hauptperson gefällt mir nicht, irgendwie stört mich das beim lesen, da er sooft vorkommt. Die Kapitellänge finde ich optimal 👍🏻 die Geschichte an sich geht sehr „schnell“, das finde ich einerseits gut weil nicht viel Blabla, andererseits macht es das Buch irgendwie sehr „Fakten-basiert“ (mir fällt kein besseres Wort ein). Das Buch ist vollständig aus der Sicht von „Blum“ geschrieben, vielleicht kommt die Schnelle auch daher. Trotzdem konnte ich das Buch kaum weglegen, also bei aller Kritik war es doch auch fesselnd 😉 Ich bleibe jedenfalls dran und schaue wie mir Band zwei gefällt😊
Wow ! Mein erster Thriller seit einiger Zeit und dieses Buch war der Wahnsinn ! Mir würde es im Urlaub in einer Buchhandlung empfohlen.
Wenn man Thriller mag sollt eman das Buch gelesen haben. Ich konnte es kaum aus der Hand legen , ich flog nur so durch die Seiten. Die Geschichte beginnt schnell und heftig. Tochter eines Bestatters das von klein auf mithelfen muss im Geschäft und was sich in jungen Jahren von den Eltern befreit. Ich will gar nicht viel sagen man sollte es lesen n
Vor einiger Zeit hab ich auf Netflix die Serie zu Totenfrau geguckt und war davon irgendwie nicht wirklich begeistert. Also hab ich mir die letzen Tage das Hörbuch zum Buch auf die Ohren gegeben und was soll ich sagen.... Auch das hat mich nicht vollends überzeugt aber ist dadurch daß es detaillierter ist trotzdem besser. Ich für meinen Teil bin mit der Protagonistin Blum nicht warm geworden. auch das ihr Name gefühlt in jedem Satz erwähnt wird hat mich persönlich genervt. Was mir jedoch gut gefallen hat war das ihre Arbeit in der Bestattung sehr genau beschrieben wird. Würde ich für meinen Teil die Reihe weiterlesen? Nein aber jeder Leser ist individuell und daher macht euch lieber einen eigenen Eindruck.
In den vergangenen Monaten hatte ich nicht so richtig Lust auf Thriller, dafür habe ich in diesem Monat gleich drei angehört. Und ich würde sie mir alle drei sofort wieder anhören, anstatt sie zu lesen, weil die jeweiligen Hörbuchsprecher sie zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Aufmerksam wurde ich auf „Totenfrau“, weil ich über die Trilogie rund um die Bestatterin Brunhilde Blum Lobendes hörte und „Bösland“ von Bernhard Aichner bereits mochte. Deshalb griff ich gerne zu, als der erste Teil bei Audible als Bestandteil der Aktion 2 Hörbücher zum Preis von einem Guthaben angeboten wurde. „Totenfrau“ habe ich also nicht selbst gelesen, sondern mir als Hörbuch angehört und war begeistert. Es fesselt und hat mich nicht mehr losgelassen. Denn Christian Berkel schafft es den Charakteren wirkungsvoll Leben einzuhauchen und seine Stimme den entsprechenden Stimmungen anzupassen, so dass einen dieses Hörbuch gänzlich gefangen nimmt und sogar aus dem Alltag und seinen Tätigkeiten herauszureißen versteht. Spannend, der Bestatterin Brunhilde Blum dabei zu folgen, wie sie dem Tod ihres Mannes auf den Grund geht. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt. Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven – und auch nichts für schwache Mägen. Denn hier geht es nicht nur bis über die Schmerzgrenze brutal zu, sondern es werden auch Leichen ausgenommen und zersägt. Aber das Ganze verkommt nicht zum Selbstzweck. Es schockiert, passt aber in diesen ungewöhnlichen Thriller und zu seiner besonderen Protagonistin. Der Schreibstil ist ungewöhnlich knapp und ich bin mir nicht sicher, ob er mir Freude gemacht hätte, wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Beim Vorlesen erzeugt das jedoch eine ganz besondere Stimmung und zieht einen regelrecht ins Hörbuch hinein. Alles mündet in einem Ende, das für mich so nicht vorhersehbar war und das Buch auch als Einzelband stehen lassen könnte. Aber es bleibt da doch noch ‚eine Kleinigkeit‘ ungeklärt und die Geschichte hat mich so weit gepackt, dass ich wissen möchte, wie es in „Totenhaus“, dem 2. Band der Trilogie weiter geht. Nur schade, dass Christian Berkel die beiden Folgebände nicht mehr eingesprochen hat – an Wolfram Koch muss ich mich dann erst noch gewöhnen.
Description
Warum musste ihr Mann sterben? War es wirklich ein Unfall mit Fahrerflucht, wie alle behaupten? Blum beginnt Fragen zu stellen und als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. »Sie denken, Lisbeth Salander ist tough? Warten Sie, bis Sie die Totenfrau gelesen haben« francesca Cristoffanini, rizzoli, italien
Book Information
Author Description
Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.Die Thriller seiner "Totenfrau"-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Mehrere seiner Romane wurden verfilmt, u.a. seine Totenfrau-Trilogie für Netflix/ORF.
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Was für ein Thriller 🤯 Absolut empfehlenswert!
Unkonventioneller Schreibstil, dramatisch, emotional, packend. Ich habe die Serie nicht gesehen und beziehe mich rein auf das Buch. Ja, es ist anders, aber macht nicht genau das ein Buch auch besonders interessant? Ich konnte eintauchen in die Geschichte und mitfiebern, mitleiden und mitweinen. Die nachfolgenden Teile sind bereits auf meiner Wunschliste.
𝑩𝒍𝒖𝒎 𝒊𝒔𝒕 𝒂𝒏𝒅𝒆𝒓𝒔 - 𝒖𝒏𝒅 𝒈𝒆𝒏𝒂𝒖 𝒅𝒂𝒔 𝒎𝒂𝒈 𝒊𝒄𝒉 𝒂𝒏 𝒊𝒉𝒓
gelesen 5.8.24 - 10.8.24 Totenfrau von @bernhardaichner ist der 1. Teil der Trilogie rund um die Bestatterin Blum in dem für Bernhard Aichner so typischen Schreibstil verfolgen wir wie Blum versucht herauszufinden warum ihr Mann sterben musste und wie sie sich Schritt für Schritt der Wahrheit nähert und diese sogar herausfindet ich mag Blum und ihre unangepasste Art, ihre Art zu denken und wie sie damit umgeht was sie herausfindet - allerdings ist sie auch ziemlich naiv und impulsiv in ihrer Vorgehensweise und hat sehr oft sehr großes Glück … was mich zu meinem einzigen Kritikpunkt führt alles in allem bin ich nur so durchs Buch geflogen und konnte Blum verstehen doch ich fand es schade dass sie immer wieder die gleichen Fehler gemacht hat und nicht dazu lernt und nur durch unfassbares Glück voran kommt … sehr viel Glück für einen Menschen in sehr kurzer Zeit wenn man darüber hinweg sieht dann hat man einen rasanten Thriller mit einer untypischen „Heldin“ die äußerst unkonventionelle Methoden ergreift und deren Vorgehen vielleicht nicht moralisch korrekt ist aber durchaus nachvollziehbar … Ich bin schon gespannt wie es im 2. Teil weitergeht

„Totenfrau“ von Bernhard Aichner fand ich toll erzählt, weil der Autor wirklich einen ganz eigenen Stil hat und die Geschichte atmosphärisch und echt mitreißend war. Ich konnte die Emotionen der Protagonistin Brünhilde Blum nachvollziehen und ihren Wunsch danach, den Mord an ihrem Mann zu rächen. Ich fand es zum Teil unfassbar traurig, was die Protagonistin erlebt. Aber. Genau das und dann noch die Thrillerhandlung (der Ehemann von Blum wird ermordet, weil er einem grausamen und mörderischen „Club“ auf die Schliche kommt, und Blum setzt sich nicht nur mit den Taten der Männer dieses Clubs auseinander sondern will diese auch aufspüren und zur Rechenschaft ziehen) war mit zu viel. Es war grausam zu lesen, sehr düster und man kommt nicht zur Ruhe. Fand ich irgendwie einerseits richtig gut, möchte ich aber nicht nochmal lesen. 😅
Das war ja mal eine Megacoole Serie die ich gerne empfehle. Die 3 Teile greifen relativ gut ineinander, ich hatte die gleich hintereinander gehört Blum ist eine sehr toughe Figur die sich ihre Bestattungskenntnisse zur Leichenentsorgung zu nutze macht und auch in den folgenden Teilen geht es nicht weniger heftig zu aber Blum kämpft für sich, ihre Kinder und ihre Freiheit, und geht dabei nicht nur 1x über Leichen. Ich möchte über Teil 2+3 gar nicht zu viel verraten, für alle die jetzt Lust zum Hören bekommen haben. Ich finde Teil 1 ist nicht soo gut gesprochen wie die nachfolgenden aber das ist nur eine kleine Kritik Absolute Empfehlung!
Holler die Waldfee 😅 mehr kann man zu diesem Buch wirklich nicht sagen. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es erinnert stark an einen Plot und nicht an eine Geschichte. Die Sätze sind sehr sehr kurz. Fast wird einem schwindlig beim Lesen. Diese Art von Dialogen habe ich noch nie gesehen. Der Inhalt ist einfach nur brutal. Ein spannender Thriller mit einem Plottwist, den man einfach nicht kommen sah.
Ein gelungener Auftakt mit einer unkonventionellen Protagonistin.
Von Aichner habe ich schon einiges gelesen. Nur um die Totenfrau-Trilogie bin ich immer wieder herumgeschlichen. Keine Ahnung, wieso. Und wie es dann oft so ist, denke ich mir auch dieses Mal: "warum habe ich das nicht viel eher gelesen?" Besonders herausstechen kann natürlich wieder Aichners unverkennbarer Schreibstil. Aber auch Hauptprotagonistin Blum ist äußerst markant. Ihr Beruf ist Bestatterin; sie weiß sehr genau, wie man Leichen verschwinden lassen kann. Und dieses Wissen nutzt sie. Denn sie will sich rächen. Dafür, dass man ihr den geliebten Mann genommen hat. Und die Täter müssen bluten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aichner erzählt eine bildgewaltige Geschichte. Ohne viel Schnickschnack entsteht ein geradliniger Plot, der ohne viele Twists auskommt, trotzdem extrem spannend ist. Zusätzlich dazu, dass Blum manchmal extrem naiv und ohne Plan agiert, ergeben sich kleine Schwächen, die mich einen Stern abziehen lassen. Hauptsächlich um der Geschichte Raum zur Entwicklung zu geben. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Teil. Denn auch ohne Fortsetzung könnte die Geschichte an dieser Stelle durchaus plausibel abgeschlossen sein.
Gradlinig und großartig
Ich bin ein großer Fan von Bernhard Aichners Schreibstil. Das Buch ist ein echter Page-Turner. Die Handlung ist geht ohne viele Nebenstränge voran, keine Zeitsprünge inmitten der Geschichte. Die Protagonistin ist sehr sachlich und gleichzeitig voller Wut beschrieben. Mal ein Thriller ohne ständige "falsche Fährten" und Rätselraten. Hat mir sehr gut gefallen.
15.04.2025 Entgegen meiner Prinzipien habe ich erst die Serie geschaut und dann das Hörbuch gehört. Und ich finde beides immer noch großartig!
Die Serie lässt sich auch gut ohne die Buchkenntnisse verstehen, allerdings bin ich begeistert wie viele Informationen über die Figuren im Buch enthalten sind, ohne dass es ausschweifend wird. Klare Empfehlung für Thriller-Fans!!
Blum ist wirklich ein sehr besonderer Charakter
Ich weiß nicht was das mit dem Buch war. Die Story war für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Und startet auch sehr weit entfernt vom Klappentext. Die Hauptfigur ist wirklich besonders und die Story einfach nur wild. Es hat mich nicht so gepackt wie andere Thriller, trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte wissen wie es ausgeht, wissen was als nächsten passiert. Blum handelt nachvollziehbar und trotz sehr wirr.

Ich liebe seine Bücher
Seine Bücher sind immer toll und spannend und lesen sich so schnell weg, wegen seiner einmaligen Art zu schreiben. Ich habe einige seiner Bücher vor Totenfrau gelesen und grandios gefunden und hatte die Trilogie schon ewig da, aber so angst sie zu lesen und vielleicht enttäuscht zu werden weil sie so sehr gehyped wurde. ABER Ich wurde nicht enttäuscht und es passiert einfach so viel mehr als in der TvSerie und ich freue mich,dass bald die Buchfortsetzung kommt,weswegen ich auch jetzt mit der Reihe begonnen habe. Und ja ich oute mich Ich bin ein Gnadenloses Bernhard Aichner Fangirl 🤭🤷♀️

Ein sehr spannendes Buch obwohl ich schon ab ca. der Hälfte geahnt habe, wer der Täter ist. Ganz konnte ich Blums Verhalten zwar nicht verstehen (in Bezug auf Massimo), aber wie sie sich dann um die "Probleme" gekümmert hat, konnte ich nachvollziehen. Besser kann ich es nicht beschreiben, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil
Interessanter Schreibstil
Die Story ist sehr gut und total spannend. Ich finde vor allem den Hauptcharakter Blum toll und Reza ist ein sehr starker Nebencharakter. Teilweise unerwartete Plot Twist und dadurch super spannend. Was bei diesem Buch besonders auffällt ist der spezielle Schreibstil, welcher dem Buch ein besonderen Charakter gibt.
Blum, eigentlich Brünhilde, lebt ein zufriedenes Leben. Zusammen mit ihrem Mann Mark und den beiden kleinen Kindern bewohnen sie ein Haus mit großem Garten. Während Mark seinem Beruf als Polizist nachgeht, übt Blum den der Bestatterin aus und kümmert sich liebevoll um die Mädchen, sofern dies nicht der Großvater übernimmt, der ebenfalls mit im Haus wohnt. Doch eines Tages platzt diese Seifenblase. Mark wird direkt vor ihren Augen überfahren und landet bei ihr im Kühlhaus. Nach einer kurzen Trauerphase beginnt Blum das Arbeitszimmer ihres Mannes auszumisten und macht dabei eine Entdeckung, die sie daran zweifeln lässt, dass das alles nur ein Unfalltod war. Sie begibt sich auf die Suche nach den wahren Tätern. Die Jagdsaison ist eröffnet. Was ist das erste was einem nach den ersten Zeilen auffällt? Richtig, der Stakkato-Schreibstil. Kurze, abgehackte, prägnante Sätze, die oft nur aus ein bis drei Wörtern bestehen. Eigentlich soll dieser Stil das Auge auf sich und seinen Inhalt ziehen, den Leser fesseln. So etwas sieht man oft bei Texten in der Werbung. Natürlich baut jeder Autor irgendwo, irgendwann einmal derartige Sätze in sein Werk ein, schließlich ist das nichts Üngewöhnliches. Ungewöhnlich und sehr gewöhnungsbedürftig ist es dagegegen, wenn ein ganzes Buch in diesem Stil aufgebaut ist. Der Vorteil ist: Man liest das Buch schnell durch, da das Lesetempo dadurch recht rasant ist. Der Nachteil war jedoch bei mir, dass ich mich nicht in das Buch einfinden konnte. Ich konnte mich nicht fallen lassen. Trotz, dass ich irgendwann Punkt und Komma ignoriert habe, brachte mich sehr oft ein neuer Ein-Wort-Satz wieder raus. Dass mit der Stakkato-Stil so aus dem Konzept bringen würde, hatte ich anfangs nicht gedacht. Schließlich gibt es auch Bücher, wo abschnittsweise in dem Stil gearbeitet wird. Zum Beispiel, wenn der Täter zu Wort kommt und sich vom Rest des Buches abheben soll. Die Figur der Blum spiegelt das wider, was der Titel aussagt: "Totenfrau". Somit passt dieser schon mal wie die Faust aufs Auge. Dennoch haben mich ihre Entwicklung und ihre On-Off-Gefühle nicht überzeugt. Ich konnte diese Frau nicht ins Herz schließen, Mitleid haben oder gar Sympathie entwickeln. Sie ist in meinen Augen einfach nur falsch. Andere Figuren schließen sich dem nahtlos an (näher darauf einzugehen, würde zuviel vom Inhalt verraten). Einzig der Großvater und die beiden kleinen Mädchen stechen etwas hervor. Allerdings sind diese drei eher schmuckes Beiwerk und tragen nicht großartig zur Handlung bei. Die Jagd nach dem Mörder entwickelt sich recht strukturiert, was sich mit den Wortwiederholungen deckt, die stetig auftauchen. Sei es ein Name, wie "Blum.", "Dunja." oder "Mark." oder ihre Bezeichnungen für den Mörder, die nach jedem abhakten Punkt immer weniger werden. Alles hat ein gewisses System, was sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Trotz einiger Wendungen, ahnt man ab einer bestimmten Stelle, wer der Drahtzieher war und sieht sich damit am Ende bestätigt. Durch eben dieses Systematik und Abarbeitung von Blum, wird es irgendwann eintönig. Lediglich ihre abgebrühte Art lässt einen öfters die Augenbraue hochziehen. Letztendlich hat mich das Buch unzufrieden zurückgelassen. Der Schreibstil hat mich bis zum Ende gestört. Normal kann ich in einem Buch versinken, stelle mir innerlich die Figuren vor und vergesse alles um mich herum. Das ist mir hier nicht gelungen. Abschnittsweise war ich dann mal "drin" um im nächsten Moment durch einen Ein-Wort-Satz wieder rausgehauen zu werden. Selbst das "Punkt & Komma überfliegen" half da nicht mehr. Die Idee hinter allem ist gut, ebenfalls der Aufbau des Buches mit den zahlreichen Kapiteln und die etwas eigensinnige Dialogdarstellung. Dennoch konnte ich mich nicht genug hineinfinden, keine Figur "lieb" gewinnen oder gar den Wandel der Blum nachvollziehen. Die Jagd war mir dann zu systematisch, aber vielleicht war sie das auch, weil alles bei Totenfrau Blum systematisch von sich geht. Mich hat lediglich das Interesse am Ausgang davon abgehalten, dass Buch beiseite zu legen. Ich würde das Buch nicht nocheinmal lesen oder gar weiter empfehlen. Ich weiß aber, dass es einigen Lesern gefallen hat, also am besten die ersten Kapitel (nicht nur den Prolog) lesen und danach selbst entscheiden. 3 von 10 Punkten
Thriller mal anderes
Die Schreibweise war wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Ganz kurze Sätze. Was einem auch das Gefühl gibt durch die Seiten zu fliegen. Der Fall ist ... (mir fällt nicht das richtige Wort dafür ein) und interessanterweise geht es im Prinzip gar nicht zu sehr ins Detail und trotzdem weiß man genug. Der einzige wirkliche Kritikpunkt daher nur 4 Sterne: gegen Ende gibt es ein Kapitel, dass ich gar nicht verstehe, wie das reinpasst, da fehlt inhaltlich etwas. Trotz allem fand ich es spannend auf seine eigene Art und Weise und das Ende hat mich gar nicht überrascht, was trotzdem schön zu lesen. Mal sehen worum es im nächsten Teim geht, denn das Ende hätte ich genau so genommen.
Handlung: Mark, der Mann der jungen Bestatterin Blum, wird vor ihren Augen überfahren und stirbt. Ihre große Liebe, der Vater ihrer Kinder, tot, einfach so. Fahrerflucht, keine Antworten. Ihr glückliches Bilderbuch-Leben bricht in sich zusammen. Dann findet sie Tonaufnahmen auf dem Smartphone ihres Mannes, der Polizist war: Interviews mit einer jungen Frau, Dunja, die davon berichtet, wie sie fünf Jahre lang in einem Keller misshandelt, vergewaltigt und gequält wurde. Von fünf Männern: dem Koch, dem Priester, dem Jäger, dem Fotographen und dem Clown. Niemand will Dunja glauben. Nur Mark. Und jetzt auch Blum, die zunehmend der Verdacht beschleicht, dass Mark deswegen sterben musste. Sie sucht nach Antworten… Und dann sucht sie nach Rache. Meine Meinung: In meinen Augen ist "Totenfrau" ein Thriller, der polarisiert. Die Geschichte ist auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich für das Genre (auch wenn es sonst meist Männer sind, die auf blutigen Rachefeldzug gehen, und nicht junge Mütter). Tatsächlich fand ich sie sehr spannend, mit enormer Sogwirkung! Sie ließ mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nicht mehr los, ich habe mich nie gelangweilt… Und deswegen liest man doch Thriller. Nein, was ich so polarisierend finde, ist die Hauptfigur: Brünhilde Blum. Denn Blum mordet. Nicht aus Lust am Töten, sondern, weil sie es für zwingend nötig erachtet. Rache. Gerechtigkeit. Schutz möglicher künftiger Opfer der Widerlinge, die sie abschlachtet. Ihre Ziele fand ich nachvollziehbar. Zum Teil habe ich mich sogar mit Unbehagen dabei ertappt, dass ich ihre Methoden billigte oder gar insgeheim guthieß. Kann man - darf man! - rechtfertigen, was sie da tut? Ich habe mich oft gefragt, ob sie nicht andere Wege hätte finden können. So polarisierend das ist, so faszinierend ist es meines Erachtens auch. Die beinahe gelassene Selbstverständlichkeit, mit der Blum tötet, macht auf traurige Art Sinn. Sie ist als Kind nicht mit Liebe und Verständnis groß geworden, sie wurde abgerichtet zur perfekten Arbeitskraft. Statt mit Puppen zu spielen oder im Park zu schaukeln, musste sie im Bestattungsunternehmen des Vaters schon mit sieben Jahren Leichen waschen und mit zehn Münder zunähen. Spurte sie einmal nicht, wurde sie in einem Sarg eingeschlossen. Was klingt wie die abgedroschene Entschuldigung für den soziopathischen Bösewicht eines Buches, ist hier die Hintergrundgeschichte einer Heldin mit soziopathischen Zügen. Ich fand sehr originell, wie hier die Erwartungen auf den Kopf gestellt werden. Fand ich Blum liebenswert? Nein. Fand ich alles gut, was sie tat? Nein. War sie eine interessante Protagonistin? Auf jeden Fall. Aber mitfühlen konnte ich mit ihr nur selten, trotz ihrer tiefen Liebe zu ihren Kindern und Mark. Trotzdem: ich fand sie unglaublich gut geschrieben, gerade weil sie es dem Leser nicht einfach macht. Die anderen Charaktere blieben für mich dagegen eher blass, bloße Randerscheinungen - Statisten in Blums Drama. Heftige Emotionen kamen in vielen Szenen gar nicht bei mir an. Das lag sicher vor allem am ungewöhnlichen Schreibstil, denn der ist oft nüchtern, minimalistisch. Kurze Sätze. Dialoge, die aufs absolute Minimum reduziert werden. Zitat: - Wann kommst du wieder? - Spät. - Schwierige Dinge? - Ja. - Welche? - Das willst du nicht wissen, Blum. Und trotzdem: Ich liebe den Schreibstil und die prägnante "Stimme" des Autors. Sie hat etwas Drängendes, Atemloses, das mich immer wieder gepackt hat. Manchmal erwischten mich die kurzen, abgehackten Sätze eiskalt, wie ein Schlag ins Gesicht, während sich in anderen Szenen sogar eine unerwartete Poesie entfaltete. Zitat: Sie lächelt, weil sie weiß, dass es bald zu Ende geht. Dass sie aufhören werden zu schreien, dass endlich alles gut sein wird. Warm alles, glücklich fast. Da sind nur sie und der Himmel. Sonst nichts. Endlich leben. Für einen Thriller ist die Geschichte sehr gradlinig, und sie hatte für mich nur wenige Überraschungen zu bieten; tatsächlich habe ich zwei unerwartete Wendungen am Schluss schon nach den ersten hundert Seiten vorausgeahnt. Ich fand auch nicht immer alles 100%ig glaubhaft. Blum hat geradezu unverschämtes Glück, ihr fliegen die Antworten oft nur so zu… Ich kann mir meine eigene Faszination mit diesem Buch nur so erklären: man weiß eigentlich, was passieren wird, aber das ist auch nicht das Wichtige - was so fesselnd wie verstörend ist, ist Blums Abstieg in einen fatalen, immer schneller werdenden Zyklus der Selbstjustiz. Wie es sie verändert. Was von ihr noch bleibt. Fazit: Eigentlich ist es fast eher ein Psychodrama als ein Thriller, aber ich fand das Buch unglaublich spannend. Trotz einer eher gradlinigen Handlung konnte ich mich der Anziehungskraft der schwierigen, oft skrupellosen Heldin der Geschichte einfach nicht entziehen. Ihre Handlungen sind so ungeheuerlich wie nachvollziehbar; sie tötet und dennoch ist sie kein Monster. Den Schreibstil kann man wahrscheinlich nur hassen oder lieben, deswegen würde ich auf jeden Fall empfehlen, erstmal eine Leseprobe herunterzuladen. Ein bequemes Buch ist es nicht, aber ich fand es sehr lohnend, mich darauf einzulassen und darüber nachzudenken.
Kurzbeschreibung: Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Das Wichtigste in ihrem Leben ist plötzlich nicht mehr da. Ihr Halt, ihr Glück. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt, dass fünf einflussreiche Menschen seinen Tod wollten. Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Warum sie das tut? Warum sie dazu fähig ist? Die Antwort darauf liegt Jahre zurück. *Quelle* Zum Autor: Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe. Meinung: Die 32-jährige Brünhilde Blum ist Bestatterin. Sie hat das Unternehmen von ihren Adoptiveltern geerbt, ist glücklich mit Mark, einem Polizisten, verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Ihr Leben verläuft in glücklichen Bahnen, bis Mark eines Tages auf seinem Motorrad von einem unbekannten Autofahrer überfahren wird und stirbt. Der Unfallverursacher flüchtet unerkannt. Blum fällt daraufhin in ein tiefes Loch, war doch Mark die Liebe ihres Lebens, ohne den sie sich ihre Zukunft nicht vorzustellen vermag. Bald wird klar, dass Mark nicht zufällig überfahren wurde, er ermittelte gegen mehrere Personen, die einflussreich sind und denen er im Weg war. Blum begibt sich auf einen Rachefeldzug, der keine Rücksicht auf Verluste nimmt... Bernhard Aichner ist mir bereits durch seine Max Broll-Krimireihe bekannt. Daher freute ich mich, etwas neues von ihm zu lesen. Zu Beginn sei gesagt, dass der Autor einen sehr eigenwilligen, aber durchaus interessanten und für sich einnehmenden Schreibstil hat: Seine Sätze reduzieren sich nur auf das Wesentliche, bestehen manchmal nur aus einem Wort. Die wörtliche Rede wird mit Bindestrichen anstatt Anführungszeichen kenntlich gemacht und verzichtet auf jegliche Füllwörter. Dies mag vielen Lesern nicht liegen, doch dieser Stil konnte mich bereits in seinen vorherigen Büchern sehr für sich einnehmen, da er sich nicht mit Belanglosigkeiten und Nebensächlichkeiten aufhält. Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser in einem Rückblick, der 8 Jahre vorher ansetzt, Brünhilde Blum kennen. Sie ist damals 24 Jahre alt und hasst ihren Vornamen, der auch nur in diesem Abschnitt erwähnt wird. Einen solchen Hass entwickelt sie auch mit den Jahren gegen ihre Adoptiveltern, die sie schon als kleines Kind in die Arbeit des Bestattungsinstitutes miteinbeziehen ohne Rücksicht auf die empfindliche Kinderseele. Trotzdem übernimmt sie das Geschäft ihrer Eltern und findet in Mark ihre große Liebe und Halt. Als dieser stirbt, droht Blum den Boden unter den Füßen zu verlieren. Sie weiß nicht mehr ein noch aus, da sie plötzlich allein mit ihren zwei Töchtern, ihrem Schwiegervater und dem Mitarbeiter Reza dasteht. Nachdem sie erfährt, dass ihr Mann nicht zufällig ein Unfallopfer wurde, sinnt sie auf Rache, was man durchaus nachvollziehen kann. Nach und nach findet sie die Täter, die für den Tod ihres Mannes verantwortlich sind und die sich selbst in einem dunklen Sumpf bewegen. Totenfrau ist definitiv nichts für zartbesaitete Leser: Hier werden Themen wie Vergewaltigung, Folter und auch das Zerstückeln von Leichen drastisch geschildert und Blums Rachefeldzug lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Man ist als Leser zwar durchaus schockiert, wie gefühllos Blum in manchen Szenen vorgeht, da sie auf der anderen Seite eine sehr liebevolle und fürsorgliche Mutter ist, doch entwickelt sich die Geschichte auch zu einem wahren Sog, der einen nicht mehr loslässt. Die Auflösung konnte mich trotz Thriller-Erfahrung überraschen und ließ mich ein wenig sprachlos zurück, obwohl die Motivation des Täters sich mir nicht richtig erschloss und ich diese ein wenig unausgereift empfand. Bernhard Aichner konnte mich auch mit seinem neuesten Buch definitiv überzeugen und ich hoffe, zukünftig noch mehr von ihm lesen zu dürfen. Fazit: Ein Thriller, der mit drastischen Szenen und Worten nicht spart - mein definitives März 2014-Highlight!
Kurz bevor die Verfilmung von „Totenfrau“ startet, wollte ich noch den ersten Band lesen. Da ich bereits Aichners Bronski Reihe kenne, hatte ich eine ungefähre Ahnung, was mich hier in Sachen Schreibstil erwartet. Kurze Sätze und Dialoge wie Pingpong Bälle, lassen den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Es beeindruckt mich, wie man sich einerseits so nüchtern und gleichzeitig so spannend ausdrücken kann. Leichen pflastern den Weg von Brünhilde Blum. Nicht nur, weil sie Bestatterin ist, denn seit dem Mord an ihrem Mann Mark ist sie als Racheengel unterwegs. Mark war einem schrecklichen Verbrechen auf der Spur und nun tritt Blum in seine Fußstapfen. Mir gefällt, wie Bernhard Aichner die Geschichte aufbaut. Zunächst ist nur von „unaussprechlichen Taten“ die Rede, so schlimm, dass keiner sie glauben kann. Man ist als Leser fast froh, dass es nicht näher ausgeführt wird. Doch mit dem Fortschreiten der Handlung legt Aichner stückchenweise Details des Verbrechens offen. Auch spart er nicht damit, die Vorgehensweise eines Bestatters und Blums Rache zu beschreiben. Stellenweise ist das Buch wirklich ekelhaft und so realistisch, dass man meint, die beschriebenen Gerüche selber wahrnehmen zu können. Trotzdem kommt man von dem Buch überhaupt nicht mehr los. Dabei ist es völlig egal, wie übertrieben und unrealistisch all das klingt. Blum ist eine Antiheldin. Ihre Methoden sind skrupellos und man fragt sich mehr als einmal, wie ein Mensch, der so eine liebevolle Ehe geführt hat und so einen herzlichen Umgang mit seiner Familie pflegt, aus dem Stegreif zu solchen Bluttaten fähig ist. Trotzdem sympathisiert man mit ihr und kann ihre Wut nachvollziehen, ihre Opfer haben es im Grunde nicht besser verdient. Auch Karl, Reza und die Kinder sind Menschen, die man ins Herz schließt. Mich hat „Totenfrau“ sehr gefesselt. Der Abschluss ist rund und es bräuchte nicht unbedingt eine Fortsetzung. Da es zwei weitere Bände gibt, bin ich aber natürlich neugierig, wie es mit Blum weitergeht.
Seit Jahren wollen meine Mitmenschen, dass ich dieses Buch lese. Meine Eltern, die große Fans des Autoren sind, meine Studienkolleginnen und zuletzt meine Nachbarin. Sie hat mir den ersten Band der Reihe geliehen, den Rest haben meine Eltern selbst im Regal stehen. Ich weiß noch genau, wie meine Mutter dieses Buch zum ersten Mal gelesen hat. Da war ich fünfzehn, es war ein sehr heißer Sommer, wir verbrachten ein paar Tage bei meiner Großmutter in Oberösterreich und durften uns ausnahmsweise Bücher aus der Dorfbücherei mitnehmen - obwohl wir keinen Ausweis hatten. Meine Mutter holte sich die "Totenfrau" und war schon von den ersten Seiten schockiert! "Die hat ihre Eltern getötet!", erklärte sie mir. Die war total baff! Die nächsten Tage legte sie dieses Buch nicht mehr aus der Hand. Ich fand die "Totenfrau" ebenfalls spannend. Es geht um die Bestatterin Brünhilde Blum (sehr schöne Alliteration!). Ihr Mann starb bei einem Unfall mit Fahrerflucht. Doch war das wirklich nur Pech? Mit dieser Erklärung kann und will Blum sich nicht zufriedengeben. Deswegen beginnt sie nachzuforschen - und aufzuräumen. Blum wirkte auf mich kalt, berechnend und distanziert. Das war zu Beginn gewöhnungsbedürftig, später fand ich das aber passend. Auch mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden. Der ist recht abgehackt. Die meisten Sätze sind sehr kurz, was auf mich rastlos wirkte und gut zu Blum passt. Nicht gewöhnen konnte ich mich an die Dialoge. Das wirkte auf mich wie in ein Theaterskript ohne Regieanweisungen und ohne Angabe des Sprechers. Oft war das kein Problem, manchmal kam ich aber doch ins Straucheln. Sehr cool fand ich, dass diese Geschichte in Tirol spielt. Es hat mir gefallen, dass ich die Orte der Handlung kannte. Ich wohne selbst in Tirol und gerade in Innsbruck habe ich in den letzten Jahren viel Zeit verbracht. Sobald der Autor einen Ort nannte, hatte ich sofort ein Bild im Kopf. Mein Fazit? Ich habe gebraucht, um in das Buch hineinzufinden - danach fand ich es spannend.
Eine Frau sinnt auf Rache
Dieses Hörbuch hat mich am Anfang gleich geschockt. Blum lässt dort als junge Frau ihre Adoptiveltern ertrinken, die sie von klein auf immer dazu gedrängt haben, was man im Beruf der Bestatterin alles zu erledigen hat. In keinem Fall hatte Blum eine normale Kindheit. Brünhilde Blum ist Bestatterin in Österreich 🇦🇹. Sie hat von ihren Adoptiveltern ein Bestattungsinstitut geerbt. Als ihre Eltern "verunglückt" sind, lernt Blum Mark kennen, er ist Polizist und steht ihr von diesem Zeitpunkt an immer zur Seite. Blum und Mark werden ein glückliches Paar sie bekommen zwei süße Töchter. Dieses beschauliche Leben endet allerdings schlagartig, als Mark vor der Einfahrt mit seinem Motorrad überfahren wird. Das Auto das den Unfall verursacht hat, fährt einfach davon und kann während der Ermittlungen nicht gefunden werden. Als Blum auf Marks Handy unzählige Audio-Dateien findet, kann sie es nicht glauben: Ihr man hat mit einer Obdachlosen Frau über ein unaussprechliches Verbrechen gesprochen. Blum macht sich auf um die Frau zu finden, mit der ihr Mann so viele male gesprochen hat. Als sie die Frau (Dunya) schließlich findet und zu sich einlädt, ist sich Blum sicher: Der Tod ihres Mannes war kein Unfall, es war Mord! Um die Schuldigen zu erwischen, muss sie Dunyas Peiniger ausfindig machen. Das ist nicht einfach, denn alle 5 Männer hatten Masken auf und nur einen Decknamen. Blum sucht der Reihe nach also nach dem Fotograf, dem Pfarrer, dem Koch, dem Clown und dem Jäger. ⚠️⚠️⚠️ Spoiler ⚠️ ⚠️ ⚠️ ⚠️ Blum bringt die meisten zum Reden und bringt sie dann um. Was ihr keine große Mühe macht, da sie ja als Bestatterin die Möglichkeiten hat, Leichen "verschwinden" zu lassen. Leider war für mich ziemlich früh klar, dass Massimo (der beste Freund von Mark) ebenfalls Teil der Gruppe war. Sehr nüchtern erzählter Thriller, mit einer Frau als Racheengel. Hat mir gut gefallen auch wenn einige Dinge vorhersehbar waren. Details zum Hörbuch (eAudio): Länge: 8h 29min Sprecher: Bernhard Aichner Bernhard Aichner liest sehr ruhig und angenehm vor. Das Hörbuch wurde mir von der Stadtbibliothek online (onleihe) bereitgestellt. Vielen Dank dafür ❤️
Definitiv ein Thriller, den man gelesen haben sollte!
Inhalt: Blum ist Bestatterin, aber nicht nur das: Sie ist auch Mutter zweier liebevoller Kinder und hat einen wundervollen Mann an ihrer Seite. Das Leben könnte für die Familie kam besser laufen. Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Ihr Mann wird kurz nach Verlassen des Hofes von einem dunklen SUV erfasst und überfahren. Erst gehen. Alle von einem Unfall aus, doch Blum ist sich sicher, dass dies kein Unfall war. Der Wagen verschwand nämlich augenblicklich und tauchte auch nicht wieder auf. Blum beginnt eigene Ermittlungen auszustellen und erfährt, womit ihr Mann Mark sich zuletzt beschäftigt hat. Die Spuren führen zu einer jungen Moldawierin, die in ihrem Leben schon einiges durchgemacht hat. Unter anderem wurde sie 5 Jahre in einem Keller gefangen gehalten und auf übelste weise missbraucht. 5 Männer sollen die Täter sein und Blum schwört Rache. Meinung: Das Buchcover macht eher einen schlichten Eindruck, jedoch ist das eher typisch für die Bücher des Autors. Kommen wir aber gleich zum Inhalt: wir lernen Blum und ihrer Familie näher kennen und merken schon gleich, das Blum mit allen Wassern gewaschen ist. Jedoch ist sie dabei nicht grade unsympathisch. Deine kurzen Kapitel lassen den Leser glatt vergessen, wie viel man eigentlich schon gelesen hat, sodass es auch passieren kann das man das Buch innerhalb kurzer Zeit einfach inhaliert. Das macht aber auch der spannende und mitreißende Schreibstil. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass hier nicht grade zimperlich mit Menschen umgegangen wird und viel Blut fließt, daher würde ich das Buch nicht grade zartbesaiteten Lesern empfehlen. Für mich ist dieser Autor aber nicht mehr aus meinem Regal wegzudenken! Daher möchte ich euch dieses Buch und insgesamt die Reihe sehr empfehlen.

Hat mich tatsächlich nicht so sehr überzeugt wie die Serienadaption.
Bestatterin wird zum Racheengel Blum hat ein eigentlich tolles Leben mit Mann, Kindern und eigenem Bestattungsunternehmen. Doch von einem auf den anderen Moment ist dieses Leben vorbei und ihr Mann tot. Dieses Ereignis wirft Blums leben aus den Fugen und lässt sie auf Rache sinnen. Zusätzlich tut die Polizei in ihren Augen nicht genug, sodass sie zum Mittel der Selbstjustiz greift. Auf besondere Art und Weise und etwas Hilfe von ihrem Angestellten kommt sie ihrem Ziel immer näher und doch ganz fern. Für mich war dies ein solider Krimi. Kein Thriller, weil dafür das besondere Etwas fehlte. Aber das Buch hat mich gut unterhalten und die Seiten flogen dahin. Und dennoch war die Erzählweise und auch die Handlung eher okay, Durchschnitt. Aichner hat einen recht speziellen Schreibstil mit kurzen Sätzen und auch sehr reduzierten Dialogen. Als würde man nicht gerne und viel miteinander reden wollen. Das hat unter anderem dazu geführt, dass ich mit Blum nicht ganz warm werden konnte. Auch waren für mich einige Handlungen und Entscheidungen, auch abseits ihrer Rachetaten, nicht nachvollziehbar. Die Serienadaption hat mich mit ihren kleinen Anpassungen tatsächlich mehr in ihren Bann gezogen. #instabook #bookstagram #booksofinstagram #booklover #books #booknerd #buchblogger #buch #bücher #bücherwurm #lesen #lesenmachtspass #lesenmachtglücklich #krimi #totenfrau #bernhardaichner #hörbuch #readmore #mehrlesen

„Totenfrau“ Bernhard Aichner Nachdem ich die ersten beiden Teile dieser als „Totenfrau-Trilogie“ bekannten Bücher schon länger zuhause hatte, habe ich beschlossen, mir nun den ersten Teil mal vorzunehmen. Zu verdanken hab ich das ja meiner Schwester, die mir den zweiten Teil „Totenhaus“ geschenkt hat. Thx, Sis! Zum Inhalt: Brünhilde Blum, oder einfach Blum genannt, arbeitet als Bestatterin in ihrem eigenen Bestattungsunternehmen. Sie ist mit Mark, einem Polizisten, verheiratet und hat 2 Kinder. Das Leben meint es gut mit ihnen, bis auf einmal Mark vor ihren Augen überfahren wird. Der Täter flüchtet und kann nicht ausfindig gemacht werden. Für Blum bricht die ganze Welt zusammen. Als sie dann die Sachen ihres verstorbenen Mannes durchsieht, stößt sie auf Audioaufnahmen und je mehr sie hört, desto mehr zweifelt sie daran, dass Marks Tod ein Unfall war. Sie beginnt nachzuforschen und bringt sich zunehmend in Gefahr. Boahhh, der Schreibstil! Sorry, ich muss es auch sagen, auch wenn dies anscheinend von jedem gesagt worden ist. Der Schreibstil ist echt gewöhnungsbedürftig! Kurze Sätze, manchmal nur ein Wort, alles wirkt sehr hektisch. Aber ok. Man kommt nach 20-30 Seiten rein und auch wenn ich diesen Stil bis zum Ende hin nicht zu schätzen gelernt habe, hat er mich nicht mehr sonderlich gestört. So, hätt ma das auch gesagt. Aber was gibts zum Buch oder zu der Geschichte zu sagen? Da wäre die Charaktergestaltung. Blum. Schon die ersten Zeilen zeigen das Bild einer Frau, die sehr gut, sogar mehr als gut, für sich selbst stehen kann. Auch wenn ich manche ihrer Taten nicht ganz nachvollziehen kann, so muss ich sagen, wir haben es mit einer starken, taffen Frau zu tun und ich würd mich nicht mit ihr anlegen wollen hahaha Von Mark, ihrem Mann, bekommt man nicht viel mit, und seine Ausschnitte reichen leider nicht um sich ein Bild von ihm zu machen. Ganz anders Blums Schwiegervater, ihr Mitarbeiter Reza und der Polizist Massimo, Marks ehemaliger Partner. Diese Personen kommen sehr gut und glaubwürdig zur Geltung, selbst wenn sich mal zurückgehalten wird ODER vielleicht auch gerade deswegen. Vor Allem Reza, Mitarbeiter im Bestattungsunternehmen ist eine sehr interessante Figur, für mich sogar die beste des Buches. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, ich war nicht vorbereitet auf die Geschehnisse, die sich vor mir abgespielt haben. Dieser Thriller kann und wird weh tun! Die Thematik ist eine sehr dunkle und brutale und der Leser wird nicht geschont. Mehr sage ich nicht, da mir auch keiner gesagt hat, womit ich zu rechnen habe. Allerdings hab ich auch was eher negatives anzumerken. Viel zu oft hatte ich das Gefühl, dass manches „zu glatt“ läuft, jede Handlung und jeder Verdacht scheint zu sitzen. Das stört mich insofern, da ich mich eher in einen Charakter hineinversetzen kann, der auch Fehler macht und auch mal am Holzweg ist. Nicht, dass ich das je wäre <.< Es hätte jedoch der Glaubwürdigkeit gut getan. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch Spaß gemacht hat. Es war spannend und hat mich nicht mehr gehen lassen, so dass die 444 Seiten wie im Flug vergangen sind. Aufgrund mancher „Glattheiten“, die mich persönlich nicht so angesprochen haben, werde ich aber einen Punkt abziehen. Somit 4 von 5 Sterne PS: Der zweite Teil „Totenhaus“ liegt schon bereit und das finale „Totenrausch“ hab ich mir vorsorglich schon gekauft.
Bernhard Aichner mordet sehr empathievoll.
Das führt dazu, dass man die Mörder(in) ständig anfeuert, was recht befremdlich ist. Spannend ist auch, dass es eigentlich ein Liebesroman ist, der immer wieder weh tut und wunderschön ist und das versteckt in eine Geschichte über Gut und Böse und die Flexibilität von Moral. Der Stil ist sehr eigen, sehr staccato und collagenhaft. Liest sich sehr gut und ist sehr prägnant, glaube man liest sich am Stil aber auch schnell satt, wenn man zu viele Bücher hintereinander liest. Tippi Toppi Thriller ist das!

Wer das Buch zur Netflix-Serie sucht, wird enttäuscht sein
Eins vorweg - ich kannte das Buch vorher nicht und bin erst aufgrund der grandiosen Serie darauf aufmerksam geworden. Und wie das oft so ist, sollen ja Bücher generell besser sein als auf der Leinwand. Doch diesmal wurde ich arg enttäuscht. Aichners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und seine stakato Sprache nicht jedermanns Sache. Die Hauptfiguren kommen kalt und unreflektiert rüber. Ich wurde damit nicht warm. Auch die Story hat nur den groben Leitfaden mit der Serie überein, ist ansonsten ganz anders - und leider nicht besser. Schade, hatte mehr erwartet.
Bernhard Aichner hat einen Schreibstil, an den ich mich erst mal gewöhnen musste. Er ist sehr speziell & ich musste wirklich dranbleiben, viele Seiten am Stück lesen um so richtig reinzukommen. Er schreibt kurze, "abgehackte" Sätze in einem gradezu atemlosen Tempo, gepaart mit sehr minimalistischen Dialogen. Trotz dieser Eigenartigkeit konnte mich die Geschichte um die Bestatterin Blum - die nach dem Tod ihres Mannes einen knallharten Rachefeldzug startet, auf ihre eigene Art & Weise fesseln. Manche Szenen haben mich eiskalt erwischt. Das Buch ist tiefgründig, brutal & schonungslos. Für mich war "Totenfrau" ein guter Thriller mit eigenwilligem Erzählstil. 3,5 Sterne ⭐️
Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, kurzweiliges Buch
Der Schreibstil ist ungewöhnlich, sehr kurze Sätze. Der Name der Hauptperson gefällt mir nicht, irgendwie stört mich das beim lesen, da er sooft vorkommt. Die Kapitellänge finde ich optimal 👍🏻 die Geschichte an sich geht sehr „schnell“, das finde ich einerseits gut weil nicht viel Blabla, andererseits macht es das Buch irgendwie sehr „Fakten-basiert“ (mir fällt kein besseres Wort ein). Das Buch ist vollständig aus der Sicht von „Blum“ geschrieben, vielleicht kommt die Schnelle auch daher. Trotzdem konnte ich das Buch kaum weglegen, also bei aller Kritik war es doch auch fesselnd 😉 Ich bleibe jedenfalls dran und schaue wie mir Band zwei gefällt😊
Wow ! Mein erster Thriller seit einiger Zeit und dieses Buch war der Wahnsinn ! Mir würde es im Urlaub in einer Buchhandlung empfohlen.
Wenn man Thriller mag sollt eman das Buch gelesen haben. Ich konnte es kaum aus der Hand legen , ich flog nur so durch die Seiten. Die Geschichte beginnt schnell und heftig. Tochter eines Bestatters das von klein auf mithelfen muss im Geschäft und was sich in jungen Jahren von den Eltern befreit. Ich will gar nicht viel sagen man sollte es lesen n
Vor einiger Zeit hab ich auf Netflix die Serie zu Totenfrau geguckt und war davon irgendwie nicht wirklich begeistert. Also hab ich mir die letzen Tage das Hörbuch zum Buch auf die Ohren gegeben und was soll ich sagen.... Auch das hat mich nicht vollends überzeugt aber ist dadurch daß es detaillierter ist trotzdem besser. Ich für meinen Teil bin mit der Protagonistin Blum nicht warm geworden. auch das ihr Name gefühlt in jedem Satz erwähnt wird hat mich persönlich genervt. Was mir jedoch gut gefallen hat war das ihre Arbeit in der Bestattung sehr genau beschrieben wird. Würde ich für meinen Teil die Reihe weiterlesen? Nein aber jeder Leser ist individuell und daher macht euch lieber einen eigenen Eindruck.
In den vergangenen Monaten hatte ich nicht so richtig Lust auf Thriller, dafür habe ich in diesem Monat gleich drei angehört. Und ich würde sie mir alle drei sofort wieder anhören, anstatt sie zu lesen, weil die jeweiligen Hörbuchsprecher sie zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Aufmerksam wurde ich auf „Totenfrau“, weil ich über die Trilogie rund um die Bestatterin Brunhilde Blum Lobendes hörte und „Bösland“ von Bernhard Aichner bereits mochte. Deshalb griff ich gerne zu, als der erste Teil bei Audible als Bestandteil der Aktion 2 Hörbücher zum Preis von einem Guthaben angeboten wurde. „Totenfrau“ habe ich also nicht selbst gelesen, sondern mir als Hörbuch angehört und war begeistert. Es fesselt und hat mich nicht mehr losgelassen. Denn Christian Berkel schafft es den Charakteren wirkungsvoll Leben einzuhauchen und seine Stimme den entsprechenden Stimmungen anzupassen, so dass einen dieses Hörbuch gänzlich gefangen nimmt und sogar aus dem Alltag und seinen Tätigkeiten herauszureißen versteht. Spannend, der Bestatterin Brunhilde Blum dabei zu folgen, wie sie dem Tod ihres Mannes auf den Grund geht. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt. Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven – und auch nichts für schwache Mägen. Denn hier geht es nicht nur bis über die Schmerzgrenze brutal zu, sondern es werden auch Leichen ausgenommen und zersägt. Aber das Ganze verkommt nicht zum Selbstzweck. Es schockiert, passt aber in diesen ungewöhnlichen Thriller und zu seiner besonderen Protagonistin. Der Schreibstil ist ungewöhnlich knapp und ich bin mir nicht sicher, ob er mir Freude gemacht hätte, wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Beim Vorlesen erzeugt das jedoch eine ganz besondere Stimmung und zieht einen regelrecht ins Hörbuch hinein. Alles mündet in einem Ende, das für mich so nicht vorhersehbar war und das Buch auch als Einzelband stehen lassen könnte. Aber es bleibt da doch noch ‚eine Kleinigkeit‘ ungeklärt und die Geschichte hat mich so weit gepackt, dass ich wissen möchte, wie es in „Totenhaus“, dem 2. Band der Trilogie weiter geht. Nur schade, dass Christian Berkel die beiden Folgebände nicht mehr eingesprochen hat – an Wolfram Koch muss ich mich dann erst noch gewöhnen.





















































