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Starke Heldin in einer gefährlichen, bildgewaltigen Fantasy-Welt
Ich merke immer wieder, dass mir Fantasy-Romane mit asiatischen Elementen richtig gut gefallen. Zuletzt habe ich "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" von Amélie Wen Zhao gelesen. Und während mich die romantischen Aspekte der Geschichte nicht hundertprozentig erreicht haben, hat es der fantastische Weltenbau umso mehr wettgemacht. Àn'ying lebt in einer Welt voller tödlicher Dämonen, die auch ihre eigene Familie zerstört haben. Ihre Mutter vegetiert nach einem Angriff nur noch vor sich hin. Die einzige Rettung könnte die Pille des ewigen Lebens sein. Um diese zu erhalten, muss Àn'ying bei den Auswahlprüfungen der Unsterblichen bestehen. Doch ich warne gleich: Es wird teilweise ziemlich blutig und brutal, denn die Dämonen lauern überall und auch die Kandidaten schalten zu jeder Gelegenheit ihresgleichen aus. Àn'ying findet in Yù'chén einen möglichen, starken Verbündeten, aber kann sie ihm wirklich trauen? Für mich ist Àn'ying ein unglaublich starker Charakter. Sie kämpft zwar vor allem, weil sie es muss, aber man lernt auch ihre liebevolle Seite kennen, wenn sie um ihre Familie bangt oder sich mit anderen Kandidaten anfreundet, obwohl diese zu den Außenseitern gehören. Yù'chén konnte ich lange Zeit nicht ganz einschätzen, da er ein sehr vielschichtiger Charakter mit Geheimnissen ist. Aber genau das mochte ich an der Story sehr. Die Wendungen habe ich zwar erahnt, aber sie waren nicht zu offensichtlich. Die romantischen Elemente der Geschichte lagen für mich eher dezent im Hintergrund. Ich konnte sie nicht immer richtig fühlen, da ich eine gewisse Distanz zu Àn'ying gespürt habe. Dennoch ist sie schön angelegt und wird allen gefallen, die eine langsame Liebesgeschichte mögen. Ausgesprochen gut gefallen hat mir dafür die Welt, die Amélie Wen Zhao hier erschafft. Während die Welt der Sterblichen sehr düster ist und die Menschen in ständiger Bedrohung durch Dämonen leben, ist die Welt der Unsterblichen beinahe paradiesisch. Dieser Kontrast war durchweg spürbar und wurde durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin unterstützt. Ich mochte es sehr, wie sie die düsteren, von der asiatischen Mythologie inspirierten Gestalten zum Leben erweckt hat und immer wieder die Schönheit dem Grauen gegenübergestellt wurde. Dazu kam eine interessant angelegte Magie, die u.a. aus Schutzzaubern und dem Beeinflussen von Energieströmen besteht. Gerade hier erkennt man die asiatischen Elemente der Geschichte sehr gut und ich fühlte mich beim Lesen jederzeit in eine andere Welt versetzt. Mir hat "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" ein paar sehr schöne und spannende Lesestunden geschenkt. Wer ein komplexes, düsteres Worldbuilding mit asiatischen Elementen mag, wird dieses Buch lieben. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den abschließenden zweiten Teil, denn Àn'yings Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt und wird mit Sicherheit noch einiges an Tragik und vielleicht auch noch etwas mehr Romantik bereithalten.

Jun 13, 2026
Starke Heldin in einer gefährlichen, bildgewaltigen Fantasy-Welt
Ich merke immer wieder, dass mir Fantasy-Romane mit asiatischen Elementen richtig gut gefallen. Zuletzt habe ich "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" von Amélie Wen Zhao gelesen. Und während mich die romantischen Aspekte der Geschichte nicht hundertprozentig erreicht haben, hat es der fantastische Weltenbau umso mehr wettgemacht. Àn'ying lebt in einer Welt voller tödlicher Dämonen, die auch ihre eigene Familie zerstört haben. Ihre Mutter vegetiert nach einem Angriff nur noch vor sich hin. Die einzige Rettung könnte die Pille des ewigen Lebens sein. Um diese zu erhalten, muss Àn'ying bei den Auswahlprüfungen der Unsterblichen bestehen. Doch ich warne gleich: Es wird teilweise ziemlich blutig und brutal, denn die Dämonen lauern überall und auch die Kandidaten schalten zu jeder Gelegenheit ihresgleichen aus. Àn'ying findet in Yù'chén einen möglichen, starken Verbündeten, aber kann sie ihm wirklich trauen? Für mich ist Àn'ying ein unglaublich starker Charakter. Sie kämpft zwar vor allem, weil sie es muss, aber man lernt auch ihre liebevolle Seite kennen, wenn sie um ihre Familie bangt oder sich mit anderen Kandidaten anfreundet, obwohl diese zu den Außenseitern gehören. Yù'chén konnte ich lange Zeit nicht ganz einschätzen, da er ein sehr vielschichtiger Charakter mit Geheimnissen ist. Aber genau das mochte ich an der Story sehr. Die Wendungen habe ich zwar erahnt, aber sie waren nicht zu offensichtlich. Die romantischen Elemente der Geschichte lagen für mich eher dezent im Hintergrund. Ich konnte sie nicht immer richtig fühlen, da ich eine gewisse Distanz zu Àn'ying gespürt habe. Dennoch ist sie schön angelegt und wird allen gefallen, die eine langsame Liebesgeschichte mögen. Ausgesprochen gut gefallen hat mir dafür die Welt, die Amélie Wen Zhao hier erschafft. Während die Welt der Sterblichen sehr düster ist und die Menschen in ständiger Bedrohung durch Dämonen leben, ist die Welt der Unsterblichen beinahe paradiesisch. Dieser Kontrast war durchweg spürbar und wurde durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin unterstützt. Ich mochte es sehr, wie sie die düsteren, von der asiatischen Mythologie inspirierten Gestalten zum Leben erweckt hat und immer wieder die Schönheit dem Grauen gegenübergestellt wurde. Dazu kam eine interessant angelegte Magie, die u.a. aus Schutzzaubern und dem Beeinflussen von Energieströmen besteht. Gerade hier erkennt man die asiatischen Elemente der Geschichte sehr gut und ich fühlte mich beim Lesen jederzeit in eine andere Welt versetzt. Mir hat "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" ein paar sehr schöne und spannende Lesestunden geschenkt. Wer ein komplexes, düsteres Worldbuilding mit asiatischen Elementen mag, wird dieses Buch lieben. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den abschließenden zweiten Teil, denn Àn'yings Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt und wird mit Sicherheit noch einiges an Tragik und vielleicht auch noch etwas mehr Romantik bereithalten.
Jun 13, 2026







