Sunburn
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Description
Book Information
Author Description
Chloe Michelle Howarth (1996) wuchs in der ländlichen Gegend von West Cork auf. Sie besuchte das Institut of Art, Design and Technology in Dún Laoghaire, Dublin, wo sie Englisch, Medien- und Kulturwissenschaften studierte. Chloe lebt derzeit in Brighton. SUNBURN ist ihr Debütroman.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Emotional und ruhig
Das Buch hat mich vor allem mit seiner Sprache überzeugt. Sie ist ruhig und angenehm und die Geschichte wirkt dadurch besonders ehrlich und nahbar. Viele Momente sind leise, aber emotional und genau das hat mich berührt. Die Gefühle der Figuren kommen ganz ohne großes Drama aus und fühlen sich dadurch sehr echt an! Manchmal hätte ich mir vielleicht etwas mehr Tiefe gewünscht, trotzdem ist es ein tolle Buch was im Kopf bleibt :-)
Das Hörbuch gehört und auch wenn wir hier es um einer 17 jährige Frau, konnte es mich mitnehmen. Bis es zu viel wurde.
Lucy, 17 Jahre alt. Irland in den 90er Jahren. Wir lesen bzw hören aus der Sicht von Lucy über Ihre Gedanken, Gefühle und ihrern Ängsten. Sehr dramatisch und auch sehr Selbstbezogen. Dennoch gab es Szenen die mich mitgenommen haben und ich dachte, jetzt schafft es die Autorin mich zu zerstören. Aber dazu kam es nicht. Was vielleicht an den zu sehr melodramatischen Gedanken kamen. Manchmal war es zu viel, weil man bereits mit den Sätzen davor wussten wie Lucy denkt und fühlt. Kann es empfehlen, weil es mal eine andere Sicht ist und vor allem, die Perspektive wenn man alles richtig machen möchte und dennoch mehr zerstören kann.
einfach ein queeres kunstwerk und ich liebe alles an diesem buch. eines meiner lieblingsbücher!
sunburn ist so ein buch, bei dem ich schon nach den ersten seiten wusste, dass das etwas ganz großes wird. und das bestätigte sich bis zum bitteren ende. die geschichte spielt in irland in den 90ern – ein kleines, konservatives dorf, enge strukturen, klare erwartungen. genau dieses setting ist so unglaublich wichtig, weil es alles bestimmt! wie lucy denkt, fühlt, entscheidet.. ihr leben scheint vorgezeichnet zu sein, bis sie merkt, dass ihre gefühle nicht in dieses leben passen. was mich komplett abgeholt hat, ist der schreibstil. so bildlich und poetisch, voller gefühl. die emotionen sind wirklich greifbar, den schmerz fühlte ich fast selbst. das ringen mit sich selbst, das ständige hinterfragen. ich finde, dass es trotzdem eine gewisse stille in sich trägt und gar nicht dieses laute, dramatische gefühls-gewusel ist und dadurch geht es total unter die haut. und ehrlich: dieses „warum steht sie sich selbst so im weg?“ – das funktioniert halt nur, wenn man komplett ignoriert in welchem umfeld sie lebt. queer sein ist kein „mach doch einfach“ – es ist so viel mehr als das. es ist angst, scham, anpassung, selbstschutz. genau das zeigt dieses buch so eindringlich und nachvollziehbar. ja, die geschichte zieht sich stellenweise ein wenig, aber das finde ich gar nicht schlimm und es ist irgendwie passend. es fühlt sich an wie dieses langsame, schmerzhafte wachsen und dieses sich-selbst-erkennen. für mich eines der schönsten, intensivsten bücher über queeres erwachsenwerden. es hat mich komplett abgeholt und ich hoffe, dass es vielleicht heteronormativen menschen ein wenig die augen für andere lebensrealitäten öffnet und sensibler darüber nachdenken lässt, was queersein eigentlich alles bedeutet. in vielen ländern können menschen für ihr „macht doch einfach“ sterben. sie werden verfolgt und bestraft für ihr „lieb doch einfach“. es ist wichtig, das zu bedenken. denn nur zu sagen „mach doch wie du willst“ ist egoistisch – zusammen für ein wirkliches „wir dürfen einfach“ kämpfen, ist das, was wichtig ist!
masterpiece
This book was TRULY a masterpiece!! Let me tell you, I loved it deeply!! 🥹 It started off slow and I needed a couple of pages to get into it, but once I was ... I was absolutely hooked! It is a story set in the 90's about Lucy, a girl who lives in a very conservative small town and always feels out of place. She has her best friends but for one of them, Susannah, she someday starts to feel more. I loved everything about the writing. It was so beautiful and poetic, I had to annotate so much it got very messy. But like beautifuly messy. Lucy and Susannah's connection was beautiful, tragic, memorable and sickening at the same time. I loved it and I hated it too, because of how unfair life sometimes is to a heart. There's quotes in this book that I will never forget and I will cherish these pages forever. I will never be able to really put into words how much this means to me. My new favourite book of all time! If you love poetic writing, really really do yourself a favour and read this!!

Hands down, 5 ⭐️ und eins der besten pola Bücher!!
Ich kann gar nicht beschreiben, wie begeistert ich von diesem Schreibstil und dieser wunderschönen, bildlichen Sprache bin. Da waren so so viele tolle Sätze drin, hätte am liebsten auf jeder Seite was markiert. Die Geschichte ist vielleicht etwas langsam, aber das macht sie nicht weniger ereignisreich. Ich glaube, auch wenn man nicht queer ist, kann man hier sehr gut mit der Protagonistin mitfühlen. Vor allem, wenn man selbst in einem konservativen Dorf aufgewachsen ist, wo es sich anfühlt, als wäre die eigene Zukunft bereits in Stein gemeißelt und alles ausweglos erscheint. Dass man sein wahres ich versteckt, vor allem auch als Selbstschutz, weil was würden denn die anderen Leute denken? Wirklich ein sehr besonderes Buch, große Empfehlung!
✨ Rezension ✨
Sunburn | Chloe Michelle Howarth | Pola Verlag | 336 Seiten | Übersetzt von Karoline Hippe | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Ich stelle mir einen Ort vor, an dem ich schreien kann, ohne gehört zu werden, an dem ich versagen kann, ohne dabei beobachtet zu werden. Ein Ort, an dem meine Bedeutungslosigkeit nicht wehtun würde, weil jeder unbedeutend wäre.“ Ich habe bereits in der Leseprobe geahnt, dass dieses Buch genau meins ist. Ich mochte den Stil direkt und konnte es kaum erwarten weiter zu lesen. Wir begleiten Lucy, die als Teenager 1991 in einem kleinen, konservativ-religiösem Dorf in Irland aufwächst. Ihre Eltern betreiben einen Bauernhof und auch Lucys Leben scheint vorbestimmt. Ihren besten Freund Martin heiraten, Hausfrau und Mutter sein, wenn Martin den Hof seiner Familie übernimmt. Bis dahin verbringt sie die Zeit mit ihren Freundinnen. Aber als die langsam beginnen auf Jungs zu stehen, merkt Lucy, das sie all diese aufregenden Gefühle hat, wenn sie ihre Freundin Susannah anschaut. Wir haben hier eine Gay Awakening und Coming off Age Geschichte, bei der wir alles aus Lucys Perspektive erleben. Wir lesen ihre Gedanken, ihre Zweifel, ihre Ängste und wie sie langsam die Struktur in sich und ihr gesamtes Weltbild ändern muss. Nicht immer trifft sie sofort die richtigen Entscheidungen und leidet selbst am meisten darunter. Besonders die Mutterfiguren kommen in diesem Buch nicht gut weg. Oft habe ich den Kopf geschüttelt und war bisweilen schockiert. Martin möchte ich am liebsten einmal in den Arm nehmen… Mir hat das Buch aber von Anfang bis Ende sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen! ❓Wie alt warst du in den 90ern❓

[unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar ] Bei Sunburn geht es um Lucy, die in ihrer Mädelsgang versucht, aufzugehen. Sie ist umgeben von tollen Freundinnen, die sie durch ihr Schulleben begleiten. Susannah, die auch ein Teil der Gang ist, liegt Lucy besonders am Herzen. 🥹 Lucy verbringt ihren Sommer bei Susannah und wir werden immer mehr Teil ihrer tiefen Innenwelt und unfassbar schön beschriebenen Gefühle. Ich weiß wirklich nicht, wann ich ein Buch gelesen habe, das die Liebe so schmerzlich, aber schön beschrieben hat. Die Seiten sind regelrecht dahingeflogen, weil ich die Dynamiken, die Empfindungen und die Emotionen, die hier bildlich dargestellt wurden, geliebt habe! Plötzlich war ich in Irland, in diesem Dorf, umgeben von Freundinnen und genoss den 90er Sommer, obwohl meine Gefühle so sehr aus mir ausbrechen wollten. Ich habe Lucys Geschichte stellenweise am eigenen Leib erlebt. Ich mochte, wie die Struggles, die Lucy - egal ob in ihrer Familie oder in ihren Beziehungen - hatte, so echt und vertraut wirkten. 🌞 Auch wenn die Empfindungen so nahbar dargestellt wurden, zog sich die Geschichte an manchen Stellen etwas. Zudem hat mich die gestörte Kommunikation doch genervt. 🙂↕️ Wer ein Sommerbuch mit einer herzzerreißenden queeren Liebesgeschichte möchte, sollte Sunburn an den letzten Sommertagen noch unbedingt lesen! [first love, forbidden love, coming-of-age, queer love, friends to lovers]

Jahreshighlight Ugly Cry Schreibstil 10/10
Poetisch Bildhaft Sogwirkung vom ersten Kapitel an Emotionale Achterbahn Irland 1989 bis 1995 Coming of Age Weibliche Dynamiken Aufwachsen unter Konservativen und Religiöse Glaubenssätzen über Generationen hinweg in einem Dorf irgendwo im nirgendwo. Lucy fühlt anders als von ihr erwartet wird. Susanna wird von ihrer Familie allein gelassen. Susanna verbringt den Sommer mit Lucy in dem Haus in dem ihre getrennten Eltern die meiste Zeit abwesend sind. Dieser Sommer verändert nicht nur das Leben von Lucy und Susanna sondern zeigt auf in welchen Strukturen sie aufwachsen und welche Auswirkungen all das auf ihr Leben als Frau hat und vor allem welche Auswirkungen es auf ihre Liebe hat. Ich wollte direkt wieder von vorn anfangen zu lesen als ich es beendet hatte.

Die erste Liebe ist die erste Liebe, da lässt sich nix machen. Ein wirklich gutes Buch darüber
Ich hab’s auf gefühlten Millionen von Lieblingsbuchlisten englischsprachiger Blogger*innen gesehen und musste es lesen, klar oder? Das hier ist ein großartiger, literarischer, queerer Coming-of-Age-Liebesroman, den ich als jüngere Version meiner selbst wahrscheinlich so hardcore gefeiert hätte wie kaum etwas anderes. Jetzt so mit 40+ finde ich ihn noch immer ziemlich gut aber ich merke auch, die Zeit ist vorbei. 😎 Also meine, nicht die des Buchs. Bleibt zu sagen, er ist perfekt für alle, die von den großen Gefühlen einer ersten Liebe lesen wollen und dabei die Sonne auf der Haut brennend spüren…
»Mit ihr zusammen zu sein, ist eine Sünde, ohne sie zu sein, eine Tragödie.« ❤️🔥 (258) Als Teil einer verschworenen Girl Gang hängen sie zusammen rum. Irgendwann sieht Lucy Susannah in einem anderen Licht und es crushed. 🔥 Doch es sind die 1990er Jahre auf dem irischen, katholischen Land (Crossmore) 🇮🇪, in denen eine lesbische Liebe nicht existieren soll. Was also als Crush anfängt, wird schnell intensiv. Zwischen heimlichen Küssen und romantischen Briefen 💌 entwickelt sich zwischen Susannah & Lucy eine deepe Lovestory. Lucy zerreißt es zwischen ihrer Liebe zu Susannah, ihrer streng katholischen Familie & Mutter, den gesellschaftlichen Erwartungen (seien wir ehrlich: und dem harten Urteil der Girls🥵) und ihrem besten Freund Martin, den sie zwar auch liebt, aber eben platonisch. Einen flirrenden Sommer lang genießen Lucy & Susannah ihre erste große Liebe, bis sich die Ereignisse im letzten Schuljahr zu spitzen … »Ich nehme all das Gute in der Welt und all das Licht in meinem Leben, schnüre es fest zusammen und werfe es weg. Ich nehme ihre [Susannah’s] Arme von meinen Schultern. Sie ist eine zu heiße Sonne, als dass ich sie genießen kann.« 🌞 (266) »SUNBURN« von Chloe Michelle Howarth ist eine queere Coming-of-Age-Lovestory, die sehr romantisch, stellenweise sehr melodramatisch, und sehr intensiv ist. Die Unsicherheiten der Teenie-Zeit, die Zerrissenheit im letzten Schuljahr und der Ausblick auf so viele Möglichkeiten werden aber genauso gut wiedergegeben, wie diese erste große Liebe❤️🔥. Eine der schönsten und most cheesy 🧀 Lovestories, die ich gelesen habe 😮💨 und die ich gerne im Englischen als Re-Read lesen möchte (BTW: grandios übersetzt von Karoline Hippe 🫰🏼). Falls Ihr noch nach einem H O T Summer Read sucht, this is your book. 🧡 Habt Ihr es schon gelesen?

Hat mir nicht gefallen
Ich hab sehr gemischte Gefühle zu diesem Buch. Ich habe es als Print angefangen (damit ich keine Leseflaute kriege, später als Hörbuch weitergehört) und mir dort sehr viele Textstellen markiert weil es unglaublich viele wunderbare und vorallem nahbare Zitate gibt. Ich habe den Anfang des Buches sehr genossen, denn ich mochte es wie langsam und schleichend die Liebesbeziehung anfing und konnte die Ängste und Gedankenspiralen der Protagonistin sehr gut nachvollziehen. Andererseits hat sich das Buch sehr durch die ganzen Emotionen und Gedankenspiralen gezogen, da es kaum Handlung gab. Zudem fand ich die Sätze oft zu dramatisch und melancholisch, am Anfang mochte ich dies noch sehr, dass hat das Buch irgendwie besonders gemacht aber die Gespräche und Gedanken waren dann von der Stimmung immer die gleichen, und obwohl die Handlung über Jahre hinweg spielt, gab es daher überhaupt keine Charakterentwicklung (außer auf den letzten 10 Seiten) und dass hat mir tatsächlich überhaupt nicht gefallen. Lucy habe ich außerdem als total egoistisch empfunden unzwar nicht auf die gute Art und Weise, denn ich finde wenn es einem selbst gut tut dann darf man auch teils egoistisch sein. Sie hat aber durch ihr Verhalten allen in ihrem Umfeld geschadet und zusätzlich sich selbst unglücklich gemacht. Ihr Beziehungen sind teils schon toxisch und fast jeder Charakter in diesem Buch ist unfähig richtig seine Wünsche und Gedanken zu kommunizieren. Auch Susannah und Martin mochte ich überhaupt nicht... Besonders Lucys und Martins Dynamik hat mich am Ende hin sehr gestört, weil das alles andere als gesund ist. Das wäre ein sehr wichtiges und gutes Thema wie so einige andere Themen die oberflächlich gezeigt wurden aber darauf nicht weiter eingegangen wurde. Dafür sind mir diese Themen einfach zu ernst um sie nicht richtig zu behandeln. Also abschließend kann ich sagen, das Buch hat viel Potential und auch wirklich einige wirklich schöne Textstellen die einen an die eigenen Jugendzeiten zurück versetzen, aber mir hats nicht gefallen.
⭐️ Schreibstil: 4/5 ⭐️ Figuren: 4/5 ⭐️ Handlung: 3/5 ⭐️ Spannung: 2.5/5 ⭐️ Emotionale Wirkung: 3.5/5 Fazit - 3.5⭐️ Ich habe den poetischen, sehr bildlichen Schreibstil geliebt und besonders dieses Gefühl des Ausbrechens sehr gefeiert (mein jüngeres Ich hätte sich darin wahrscheinlich extrem wiedergefunden, haha.) Zwischendurch hat sich die Handlung durch die vielen inneren Monologe etwas gezogen, wodurch der Fokus stärker auf dem Schreibstil als auf der eigentlichen Spannung lag. Gerade deshalb hätte ich es spannend gefunden, neben Lucys Perspektive auch Einblicke in Susannahs Sicht zu bekommen. Trotzdem ein gelungenes Buch, das einen direkt in diese sommerliche Stimmung zieht und irgendwie Lust auf lange, heiße Tage macht.
»Sunburn« von Chloe Michelle Howarth spielt in den 90er-Jahren in einem kleinen Dorf namens Crossmore. Die Protagonistin Lucy ist Teil einer Mädelsgruppe, die sie sehr liebt, im Laufe des Buches aber auch immer mehr (innerlich) kritisiert. Ebenfalls in dieser Gruppe ist Susannah, zu der sich Lucy schon zu Beginn hingezogen fühlt, was sie zunächst gar nicht versteht. Vor allem, als die Anziehung so stark & leidenschaftlich wird, dass sie sie gar nicht mehr ignorieren kann. Lucy fühlt sich - ebenfalls von Beginn an - häufig eher fehl am Platz in ihrer Heimat. Innerlich merkt sie, dass die traditionellen, konservativen ihrer Eltern - & des Dörfchens allgemein - nicht wirklich zu ihr passen. In dem Buch ist es aber häufig so, dass dem Lesenden das sehr schnell auffällt, Lucy jedoch ihre Gedanken nicht benennt, geschweige denn das auch gar nicht wirklich kann, weil sie es ja gar nicht anders kennt. Die Protagonistin hat zudem noch einen langjährigen Freund - Martin. Beide sind sehr verbunden und gehen wahnsinnig vertraut miteinander um. Jedoch hegt nicht nur Martin, sondern auch Lucys Familie & irgendwann (gefühlt) das ganze Dorf, Erwartungen an Lucy. Es wird gemunkelt, dass beide zusammen seien oder dies auf jeden Fall sein müssen. Im Verlauf der Geschichte muss Lucy sich entscheiden: Entweder für ein typisches konservatives Leben oder für ihr Herz... An sich ist das total sinnvoll, Lucy so unwissend darzustellen - vor allem auch wegen ihrem Alter. Es ist logisch, dass sie nicht versteht, was mit ihr passiert, nicht zuletzt, weil sie schließlich auch keine anderen Vorbilder hat. Für mich persönlich war es jedoch etwas anstrengend zu lesen, da ich zu Beginn schon etwas genervt vom Schreibstil war. Außerdem konnte ich keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Möglicherweise - das muss ich auch zugeben - bin ich auch so sehr an meine offene, tolerante Bubble gewöhnt, dass ich die konservativen Sichtweisen aus den 90ern gar nicht so hundertprozentig nachempfinden kann. Natürlich gebe ich mir große Mühe, aber es könnte sein, dass das Zusammenspiel aus dem ganzen oben genannten dazu geführt hat, dass ich das Buch leider nicht so richtig fühlen konnte.🥲
🌞❤️🔥
Irland, Anfang der Neunzigerjahre. Lucy lebt auf einem Dorf, welches sehr konservativ und religiös ist. Außerdem wird von ihr erwartet, dass sie Martin heiratet, Kinder mit ihm bekommt und den Hof ihrer Eltern übernimmt. Als sich alle ihre Freundinnen für Jungs interessieren, hat Lucy nur Augen für eine - Susannah. Sie fühlt sich fehl am Platz. Wir haben hier eine wunderschöne Coming of Age Geschichte mit queeren Protagonistinnen. Der Schreibstil ist sehr bildlich, poetisch und emotional. Die Storyline ist sehr slow, was für mich erstmal ungewöhnlich war. Die meisten Bücher heutzutage haben teilweise sehr schnelle Handlungsabläufe. Durch die etwas langsamere Storyline konnte ich die Geschichte umso mehr genießen. Es war sehr emotional und hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Das Einzige was mir persönlich gefehlt hat, ist die POV von Susannah. Ich hätte zu gerne noch mehr von ihren Gedanken/Gefühle erfahren wollen. Rundum ein gelungenes Buch und perfekt für den Sommer! *Rezensionsexemplar
Lucy lebt Anfang der 90er Jahre in der Kleinstadt Crossmore irgendwo in Irland. Ihre Sommer verbringt sie mit ihren Freundinnen, sie sind geprägt von Gesprächen über Jungs, Lästereien über ältere Mädchen und heimlichen Partys. Doch etwas verändert sich in Lucy - die Jungsgespräche interessieren sie wenig und romantische Gefühle für ihren Kindheitsfreund Martin wollen bei ihr auch nicht aufkommen. Vielmehr fühlt sie sich immer mehr zu ihrer besten Freundin Susannah hingezogen. Als diese Lucys Gefühle erwidert, bekommen die Mädchen die enge der Kleinstadt zu spüren. Lucy ist fortan zerrissen zwischen ihrer Liebe zu Susannah und ihrem Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit. "Sunburn" von Chloe Michelle Howarth fühlt sich beim Lesen wie ein heißer, träger Sommertag mit Throwback in die Jugend der 90er Jahre an. Die Lesenden begleiten die Protagonistin Lucy über fünf Jahre bei ihrem Coming-out, erleben ihre ersten zarten Gefühle für ihre Freundin Susannah, später die alles verzehrende Liebe und die unzähligen Hürden aus Kleinstadttraditionen und Erwartungen der Gesellschaft. In Lucys Fall sind es vor allem ihre Mutter und die Mädchen aus ihrer Freundinnengruppe, die sie spüren lassen, dass "anders" sein in Crossmore nicht akzeptiert wird. Ich habe "Sunburn" insgesamt gerne gelesen und mochte vor allem, wie nah man sich beim Lesen der Protagonistin fühlt. Howarths Stil war mir aber etwas zu zäh und repetitiv. Vor allem Lucys andauernden Vergleiche Susannahs mit Engeln, der Sonne usw. fand ich eher kitschig und langweilig. Abgesehen davon ist "Sunburn" aber ein idealer Summer-Read, der gedanklich in die Jugend versetzt und lesbische Repräsentation schafft. Übersetzt von Karoline Hippe.

So wunderschön bildlich geschrieben und so voller Gefühle 🤍
Auch wenn man die Hauptperson Lucy nicht immer mag, kann man ihre Gedanken und Gefühle doch oft nachvollziehen, vor allem wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass das Buch in den 90ern in Irland apielt. Ich liebe all die Metaphern und hätte ich das Buch gelesen anstatt es zu hören, hätte ich ganz viele Stellen markiert.
Bittersweet Coming-of-Age Roman
Ein heißer Sommer in einer konservativen Kleinstadt in Irland in den 90er Jahren und mitten drin entdeckt Lucy ihre erste queere Liebe. Lucy steht kurz vor dem Erwachsenwerden und spürt in sich eine enorme Zerrissenheit. Zwischen dem, was von ihr erwartet wird (ein Partner, Ehe und Kinder kriegen) und den intensiven Gefühlen, die sie zu ihrer Freundin Susannah entwickelt. Kann sich etwas „falsches“ so richtig anfühlen? Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich im Laufe des Romans eine Zuneigung und zarte Liebe, die von Außen auf eine harte Probe gestellt wird. Den Versuch, für sich selbst und für die eigenen Gefühle einzustehen oder sich doch wieder der Norm hinzugeben, erzählt Chloe Michelle Howarth auf intensive und gedankenstarke Weise. „Sunburn“ ist ein aufwühlender Debüt-Roman, der mich sehr berührt hat. Zu Beginn musste ich mich etwas an den kommunikationsschwachen Schreibstil gewöhnen und habe etwas gebraucht, um im Buch anzukommen. Aber spätestens ab der Hälfte hat mich die Story gepackt und die Sehnsucht und Hoffnung der Protagonistin war so greifbar. Und bei so mancher Stelle im Buch, habe ich sehr mitgelitten. Fazit: Ehrlich, aufwühlend und teilweise schmerzhaft schreibt die Autorin dieses aktuelle und wichtige Buch über die erste queere Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und die dabei aufkommende Gefühlsachterbahn.
„Schweigen sagt eine ganze Menge aus.“
Das erste Buch aus dem pola Verlag mit queerer Lovestory?? I‘m in! Lucy und Susannah wachsen als Freundinnen in einem kleinen Dorf auf. Jede*r weiß, dass Lucy und Martin heiraten werden. Dass sie einen Hof im Dorf übernehmen werden. Dass sie Kinder kriegen werden. Und Lucy denkt, sie braucht nur abwarten und irgendwann wird sie Martin bestimmt auch wollen. Wäre Susannah nur nicht so faszinierend… So doll ich es auch versucht habe: ich mochte nicht eine einzige Person in diesem Buch. Jede Person war unsympathischer, als die vorherige. Außerdem weiß ich nicht, ob ich die Obsession der Protagonistin für Körperflüssigkeiten ekelerregend oder faszinierend fand? Trotzdem war es irgendwie kein schlechtes Buch. Wer auf Storys steht, die ein paar obsessive vibes haben, wird das Buch vermutlich richtig mögen. Außerdem ist es immer toll andere Lebensrealitäten aufzuzeigen und daher trotzdem lesenswert!
Was für ein intensives Debüt! Die Geschichte von Lucy hat mich sofort gepackt – dieses Gefühl, im eigenen Umfeld nicht dazuzugehören, und gleichzeitig die überwältigende Kraft einer ersten Liebe zu erleben, war so greifbar. Die Atmosphäre des ländlichen Irlands in den 90ern ist eng und drückend, aber genau dadurch wirkt Lucys Sehnsucht nach Freiheit umso stärker. Besonders die Beziehung zu Susannah hat mich berührt: zärtlich, leidenschaftlich, manchmal schmerzhaft ehrlich. ✨ Ja, die Handlung zieht sich stellenweise etwas, aber die Sprache ist wunderschön und die Emotionen bleiben lange nach dem Lesen im Kopf. Für mich ein bewegendes Coming-of-Age über Identität, Liebe und den Mut, man selbst zu sein 🧡
„𝙶𝚎𝚝𝚛𝚎𝚗𝚗𝚝 𝚜𝚒𝚗𝚍 𝚠𝚒𝚛 𝚄𝚗𝚔𝚛𝚊𝚞𝚝, 𝚊𝚋𝚎𝚛 𝚐𝚎𝚖𝚎𝚒𝚗𝚜𝚊𝚖 𝚜𝚒𝚗𝚍 𝚠𝚒𝚛 𝚆𝚒𝚕𝚍𝚋𝚕𝚞𝚖𝚎𝚗, 𝚠𝚒𝚛 𝚜𝚒𝚗𝚍 𝚎𝚒𝚗 𝚠𝚞𝚗𝚍𝚎𝚛𝚜𝚌𝚑𝚘𝚎𝚗𝚎𝚛 𝙶𝚊𝚛𝚝𝚎𝚗.“
Werbung|Rezensionsexemplar Irland in den Neunziger Jahren. Wie begleiten Lucy ein paar Jahre auf dem Weg des Erwachsenwerdens. In einem konservativen kleinen Dorf. Lucy merkt, dass sie für Jungs nichts übrig hat. Dafür aber umso mehr für ihre Freundin Susannah. Von niemandem fühlt sie sich so verstanden wie von ihr. Mit niemandem möchte sie mehr Zeit verbringen wie mit ihr. Wie aber sollen ihre Familie und ihre Freunde darauf reagieren? Oder ihr bester Freund Martin? Dessen Gefühle offensichtlich über eine Freundschaft hinausgehen? Eine queere Coming of age Geschichte. 🌈 In einer Zeit in der die Welt noch nicht so offen war, wie sie vielleicht heute ist. Wobei es heute natürlich auch noch Verbesserungsbedarf hat. Das Buch ist toll geschrieben. Nach ein paar Seiten war ich drin in der Geschichte. Und habe sie zum Schluss verschlungen. Sie war traurig, tragisch, hatte zum Schluß aber doch ein gutes Ende. Auch wenn mir eine Person in dieser Geschichte, neben Lucy, wirklich Leid getan hat 🥲😅 Man fragt sich, wollte diese Person nicht sehen, was doch irgendwie offensichtlich war oder war die rosarote Brille doch stärker als alles andere? Ganz dem Motto. Hoffnung stirbt zuletzt? Aber macht euch euer eigenes Bild 😁 Habt ihr noch vor Sunburn zu lesen? Lest ihr queere Geschichten? Für mich war es meine erste und ich bin nicht enttäuscht worden ☺️

Identitätssuche mit anspruchsvollem Stil
Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, die richtigen Worte für Sunburn von Chloe Michelle Howarth zu finden. Ich habe sicher 150 Seiten gebraucht, um wirklich in das Buch hineinzufinden – weniger wegen der eigentlichen Geschichte, sondern vielmehr wegen des besonderen, teils sperrigen Schreibstils. Der Roman ist sehr ruhig erzählt, und man befindet sich fast durchgehend in Lucys Kopf, erlebt ihre Empfindungen, ihre Unsicherheiten und ihr emotionales Chaos unmittelbar mit. Genau das macht die Lektüre gleichzeitig intensiv und anstrengend. Lucys Gedankenwelt ist oft wirr, sprunghaft und voller innerer Konflikte, was einerseits authentisch wirkt, mich andererseits aber immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat. Dadurch habe ich ungewöhnlich lange für dieses eigentlich recht kurze Buch gebraucht. Am Ende kann ich gar nicht eindeutig sagen, ob mir Sunburn gefallen hat oder nicht. Es ist ein stiller, innerer Coming-of-Age-Roman, der viel Raum für Interpretation lässt. Ich hoffe jedoch, dass er für manche Leser*innen ein Stück Klarheit oder Sicherheit in Bezug auf die eigene Identität schenken kann – dafür hat er auf jeden Fall das Potenzial.

Brennende Verbundenheit
Ein unglaublich schönes und sprachlich vielschichtiges Buch! Lucys Zerissenheit und der Wunsch nach Liebe und Akzeptanz durch ihre Mutter und Freundinnen auf der einen Seite und die tiefe Liebe und Sehnsucht nach Susannah auf der anderen Seite war wirklich tief nachvollziehbar. Besonders schön war der spürbare Wechsel vom jungen Mädchen zur jungen Frau, vor allem der Umschwung der kindlichen Sorgen zu den tiefer greifenden Problemen. So oft konnte ich mit Lucy fühlen, mit ihrem Wunsch nach Nähe zu ihrer Mutter und dem Angepasst-Sein. All die verwirrenden Gefühle, die man beim Erwachsen werden fühlt, gepaart mit den Erwartungen und den Werten von anderen Menschen. Zum Schluss hätte ich mir vielleicht noch ein weiteres Kapitel gewünscht, einfach um eine gewisse Erlösung für Lucy zu erleben, nachdem sie so unglücklich war. Letztendlich war es so aber vielleicht besser - ein offenes (aber hoffnungsvolles) Ende passt zu den vielen Gefühlen, die zwischen Beiden stehen.
An sich mochte ich die Story, aber es hat mich nicht abgeholt…
Die Story ist so gut. Auf dem Dorf leben in den 90ern. Alle super konservativ und Pärchen für die Ewigkeit werden bereits im Kindergarten versprochen. Wie schlimm es sein muss seine Liebe zu unterdrücken und von der eigenen Mutter dafür mit liebes-/Essenentzug gestraft zu werden. Dennoch war es mir zu wenig. Ich kann nicht mal genau beschreiben warum. Ich kam einfach nicht rein. Es hat mich emotional nicht erreicht🥲
Eine Coming-of-Age-Geschichte auf die ich mich sehr gefreut habe, die mich aber leider nicht begeistern konnte. Zu Beginn fiel es mir schwer in die Geschichte reinzufinden, da die Story recht langsam aufgebaut wurde. Allerdings legte sich dies nach dem ersten Drittel des Buches. Die Geschichte wird komplett aus der Perspektive von Lucy erzählt. Hierbei werden ihre Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste und inneren Konflikte sehr gut dargestellt und sprachlich eingefangen. Es fiel mir schwer die getroffenen Entscheidungen, sowie Perspektiven nachzuvollziehen/nachzuempfinden von den Protagonist:innen. Daher konnte ich keinerlei Bindung zu diesen aufbauen, weswegen mich der Roman leider emotional nicht catchen konnte.
Sunburn von Chloe Michelle Howarth ist ein berührender und ungeschönter Coming-of-Age-Roman, über die Emotionen und Ängste der ersten Liebe. Auf 336 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von Lucy, einer jungen Frau, die sich in Susannah verliebt. Sie kämpft dabei nicht nur mit eigenen Unsicherheiten, sondern auch mit den gesellschaftlichen Hürden der 90er-Jahre. Die Sichtbarkeit von queeren Menschen nahm damals zwar zu, aber die Akzeptanz noch lange nicht. Lucy muss erkennen, wie isoliert und abgelehnt sie sich fühlt – vor allem von ihrem Freundeskreis, der wenig Verständnis für ihre Identität aufbringt. Die 90er-Jahre sind auch in der Atmosphäre und dem Setting spürbar. Chloe Michelle Howarth ist es gelungen, diesen Zusammenhang sehr authentisch und voller Nostalgie zu beschreiben. Das mochte ich sehr. Die Angst vor Ablehnung, vor Entfremdung, vor einem Selbst und davor, sich in der Gesellschaft nicht wiederzufinden, haben zudem ein Gefühl von Intimität und Zerbrechlichkeit vermittelt. Die Sprache und der Schreibstil sind sanft und einfühlsam. Als Leserin hat es sich für mich angefühlt, als würde ich direkt in die Seele von Lucy blicken können. Mein Fazit? Sunburn ist mehr als nur ein Buch über die erste Liebe. Es ist ein authentischer, teilweise schmerzhafter Blick auf das Erwachsenwerden. Chloe Michelle Howarth hat es geschafft, eine Mischung aus Liebe, Angst und Hoffnung zu erzählen, die mich sehr berührt hat.
Plötzlich verschwinden meine Sorgen. Wie konnte ich je Angst vor diesem Moment haben?
Zum Cover: Wenn man das Buch gelesen hat, weiß man, dass es total dazu passt, was ich echt richtig gut finde. Zum Inhalt: In dem Buch „Sunburn“ geht es um Lucy, die in Irland in den Anfängen der 90er Jahre lebt. Sie fühlt sie fehl am Platz und alle aus ihrer Familie+ ihre Freunde warten nur darauf, dass sie, wie alle anderen, ihren Freund heiratet und Mutter wird. Als Lucy sich plötzlich, während eines heißen Sommertags, zu ihrer Freundin Susannah hingezogen fühlt, beginnt sie zu verstehen, warum sie anders ist. Was anfangs noch eine einfache Verliebtheit zwischen den beiden ist, wird schnell zu einer verzweifelten Liebe, die sie dazu bringt, alles, was sie bisher glaubte, zu überdenken. Meine Meinung: Joa. Konnte mich leider nicht ganz hundertprozentig überzeugen. Der Schreibstil von Chloe Michelle Howarth war für mich etwas „schwer“ zu lesen bzw. konnte ich nur recht langsam durch das Buch gehen. Dies wurde für mich ca. ab der Hälfte, vielleicht etwas über der Hälfte besser. Die Charakter fand ich ganz gut. Das Thema des Buches, die erste Liebe, Ängste und das Erwachsenwerden, konnte die Autorin aber echt sehr schön herüberbringen, was mich noch überzeugen konnte. Insgesamt eine schöne queere Geschichte über die Erste Liebe, aber auch darüber, was Ängste anrichten können.

Die Irrungen und Wirrungen der Lucy Nolan
Ich betrachte das Buch mit gemischten Gefühlen. Bei der ersten Hälfte des Buches hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, um in die Geschichte zu finden. Im ersten Drittel passiert erstmal nicht viel. Zeitgleich werden direkt sehr viele Figuren vorgestellt, die ich zunächst alle auseinanderhalten musste. Der Plot kommt dafür nur sehr langsam ins Rollen. Passend zum Titel hat sich dieser Teil des Buches angefühlt, wie ein heißer, langer Sommer, ohne etwas zu tun, dafür mit Sonnenbrand und heißen Asphalt, der das Gummi der Schuhe zum Schmelzen bringt. Wie Gummi gezogen, hat sich die Geschichte teilweise auch angefühlt, weil die Figuren zuerst sehr viel umeinander herum tänzeln, bis wirklich etwas passiert. Das Buch lebt von dem Selbstmitleid der Protagonistin und ihren großen „was wäre, wenn…“-Fragen. Gleichzeitig nutzt die Autorin hin und wieder sehr geschwollene Phrasen, um die Anziehung der Protagonistin zu ihrer Love-interest zu beschreiben. Ab einem gewissen Punkt, war mir das ein bisschen zu viel und daher dann nicht mehr so glaubhaft. Ein paar Passagen lasen sich manchmal wie ein unangenehmer poetry-slam. 😅 Dennoch muss ich sagen, dass es der Autorin unglaublich gut gelungen ist, die Atmosphäre des Buches, an mich als Leserin zu übertragen und die Anziehung von Lucy und Susannah sehr deutlich zu machen. Ich hätte mir noch gewünscht, mehr zu erfahren, warum Susannah Lucy gut findet und was sie für sie anziehend macht (das kam mir irgendwie ein bisschen zu knapp). Die zweite Hälfte des Buches nimmt wirklich an Fahrt auf und ich konnte das Buch dann kaum aus der Hand legen. Die Irrungen und Wirrungen der Lucy Nolan waren einfach zu spannend / frustrierend / aufwühlend. Ich habe auf jeden Fall sehr viel gefühlt und war richtig in der Handlung und im Drama gefangen. Das Ende finde ich gelungen, wenn auch etwas kurz gegriffen. Alles in allem bin ich mit dem Buch zufrieden, aber es wird glaub ich kein Buch sein, was ich so schnell nochmal lese. Allerdings sehe ich in dem Buch auch sehr viel Potenzial für Austausch und verschiedene Meinungen, weshalb es für Buchbesprechungen und -clubs wirklich sehr gut geeignet ist. Ein kleiner Hinweis noch: einige schwere Themen haben mich beim Lesen dann doch auch kalt erwischt. So ganz ohne TW, fand ich ein paar Stellen echt schwierig. Auch Lucy immer wiederkehrende Suizidgedanken habe ich echt als belastend wahrgenommen. Das so unkommentiert im Plot einzubauen und einfach so stehen zu lassen, finde ich leider echt schwierig.
Ich hätte es so gern gemocht,… 💔
…aber irgendwie bin ich mit dem Schreib-Stil nicht so wirklich warm geworden. Die Geschichte spielt im Irland der 90er Jahre und begleitet die jugendliche Lucy bei ihrer Identitäts- bzw. Sexualitätsfindung. Thematisch klang das für mich nach einem super spannenden Buch und dann spielt es auch noch im Sommer! Perfekte Lektüre für die heißen Tage – dachte ich. Aber schnell wurde mir beim Lesen klar, dass ich so meine Probleme mit der Erzählweise habe. Irgendwie wirkte es für mich sehr gewollt philosophisch an den einen und dann wieder überspitzt ekelerregend an anderen Stellen. Ich konnte mich deshalb beim Lesen nicht wirklich fallen lassen und habe mich immer wieder über Formulierungen gewundert. Auch dass einerseits irgendwie recht „alt“ klingende Formulierungen verwendet wurden und dann andererseits auch im deutschsprachigen Buch Begriffe wie „Girls“ oder „cute“ vorkamen. Irgendwie hat das für mich nicht so ins Setting der 90er gepasst. Bei ca. 54% habe ich einen Monat Pause einlegen müssen, weil ich wirklich keine Lust mehr auf die Geschichte hatte. Es hat mich geradezu in eine Leseflaute gebracht 🫢🥲 Ab ca. 75% hat das Buch für mich dann jedoch nochmal an Spannung und Begeisterungsfähigkeit zugenommen. Durch einen Settingwechsel und einen Zeitsprung hat die Protagonistin endlich Abstand zu dem vorher sehr toxischen Umfeld bekommen und endlich hat sich hier eine Charakterentwicklung angezeigt, auf die ich die ganzen vorherigen Kapitel gewartet habe. Deshalb bin ich auch froh, es nicht tatsächlich bei der Hälfte abgebrochen zu haben. Ich weiß aber auch, dass es einige Leser*innen gibt, die das Buch total mochten. Deshalb hier nochmal der Hinweis: Rezensionen sind total subjektiv und vielleicht war ich auch gerade einfach nicht bereit für eine eher depressive Leseerfahrung. Also gebt der Geschichte ruhig trotzdem eine Chance. Jetzt wisst ihr ja, worauf ihr euch einlasst 💗
Poetische und rohe Emotionen
„Sunburn“ von Chloe Michelle Howarth erzählt die Geschichte der jungendlichen Lucy in den 90ern. Es ist eine Erzählung des Erwachsenwerdens in einem Dorf in Irland das vor allem Wert auf das traditionelle Leben legt : Heiraten, Kinder bekommen und dort die Kinder groß ziehen. Lucy erlebt ihre erste tiefe Liebe die alles in Frage stellt. Noch nie hat ein Roman mir so einen tiefen Einblick in die innere Welt einer jungen Frau gegeben, die ihre erste große Liebe erlebt. Die Gedanken und Emotionen waren so roh und tief, dass man richtig drin versunken ist. Dabei erleben wir ihre ganze Entwicklung und die tiefe Auseinandersetzung mit der Frage, wie sie leben und lieben möchte. Der Schreibstil war emotional , poetisch und manchmal auch etwas kitschig. Es war aber auch so authentisch, dass man das Gefühl hatte, man steckt in der Gedankenwelt von Lucy. Das hat mich zu tiefst beeindruckt. Dabei schwingt die ganze Zeit eine besondere nostalgische Atmosphäre mit. „Sunburn“ ist kein leichter Sommerroman, sondern eine vielschichtige Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft und das Erwachsenwerden. Eine Geschichte die wunderschön erzählt, bewegend und lange nachhallend ist.
Erwachsenwerden im Sommer und die Liebe entdecken
Lucy lebt im beschaulichen crossmore. Sie stellt sich die typischen Fragen, wohin nach dem Abschluss, was will ich im Leben, wer ist Familie, und wen liebe ich Im typischen Teenie Alter geht es darum, wer mit wem geht und um die verschiedenen Gruppen. Dass Lucy mit Susannah zusammen ist, ist ein Geheimnis, vor allem für Lucy. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man kommt für in die Gedanken- und Gefühlswelt von Lucy hinein. Ein berührendes Buch über die erste Liebe, die Unsicherheiten und Fragen und das sich selbst finden.
Zwischen Licht und Schatten der ersten Liebe
„Sunburn“ ist ein still intensiver Roman, der sich leise, aber eindringlich entfaltet. Die Geschichte rund um das Aufwachsen, das Sich-Finden und das Sich-Verlieren ist atmosphärisch dicht erzählt und überzeugt vor allem durch die emotionale Ehrlichkeit der Figuren. Auch wenn manche Entscheidungen der Protagonistin zunächst schwer nachvollziehbar erscheinen, gelingt es der Autorin, sie im Verlauf in einen Kontext zu setzen, der berührt – insbesondere gegen Ende hin. Der Schreibstil ist insgesamt sehr gelungen: bildhaft, sensibel und oft sehr poetisch. Er verleiht der Geschichte eine besondere Intimität und transportiert die inneren Spannungen glaubhaft. Einziger Wermutstropfen: Einige der sprachlichen Bilder, die das Begehren und die Sehnsucht darstellen sollen, wirkten auf mich überzogen und an manchen Stellen fast unangenehm – eine Geschmackssache, die zum Glück nicht zu häufig auftaucht und den Gesamteindruck kaum schmälert. Was „Sunburn“ letztlich auszeichnet, ist seine emotionale Tiefe. Der Roman zeigt, wie Liebe, Identität und gesellschaftliche Erwartungen miteinander ringen können – besonders im Kontext von Jugend und Herkunft. Es ist eine Geschichte, die nachwirkt, ohne laut zu sein.
Ganz tolle Geschichte über das Akzeptieren der eigene Sexualität! Große Empfehlung 🫶🏻
Ich habe es als Hörbuch gehört und der Schreibstil sowie die Sprecherin haben mir sehr gefallen. Es war auch meine erstes Hörbuch. Zwar fand ich das Ende dann doch ein bisschen abrupt und zu schnell eingeleitet. Ich hätte gerne noch mehr erfahren, was in Lucy genau vorging ab dem Moment des "Outings". Davor wurden ihre Gefühle und Gedanken auch sehr genau beschrieben. Aber trotzdem gefällt es mir. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren (sowas ähnliches habe ich leider auch durchgemacht), was das Buch besonders für mich macht 🩷.
Vom Erwachsenwerden und Sichselbstfinden
Lucy und ihre Freund:Innen wohnen in einem kleinen irischen Dorf. Sie gehen gemeinsam zur Schule, erleben ganz normale Teenager-Dinge und finden alle zu sich. Doch Lucy merkt auf ihrem Weg dorthin, dass sie anders tickt und weiß, dass niemand im Dorf hierfür Verständnis aufbringen würde, weshalb so es geheim hält, sich verstellt; sie maskiert, wer sie wirklich ist. Sunburn ging an mir natürlich nicht vorbei. Von allen Seiten, gerade in der lesbischen Community, wurde viel darüber gesprochen, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Nun kam ich endlich dazu und muss sagen, dass mir die Grundgeschichte wirklich sehr gut gefällt. Leider hat sich das Buch jedoch für mich relativ gezogen, einfach weil es mich nicht so gefesselt hat. Daher „nur“ 3,5 Sterne.
Mein absolut liebster Film ist Call Me By Your Name – und ich habe oft gehört, dass Sunburn als eine Art „weibliche Version“ davon beschrieben wird. Und ich muss sagen: Ich verstehe vollkommen, warum. Dieses Buch hat denselben bittersüßen, warmen Sommervibe ein bisschen tragisch, aber unglaublich schön. Die Geschichte fühlt sich so real, verletzlich und ehrlich an. Ich mochte die Dynamik zwischen den Figuren total und konnte beide Frauen und ihre inneren Kämpfe sehr gut nachvollziehen. Ich habe richtig mit ihnen mitgefühlt und bis zuletzt gehofft, dass alles gut ausgeht ohne zu spoilern: Das Buch bleibt emotional bis zum Ende. Am meisten beeindruckt hat mich aber die Atmosphäre. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, ich wäre selbst in einem dieser Spätsommertage, an denen es fast zu warm ist, aber sich trotzdem alles richtig anfühlt. Gleichzeitig schafft das Buch es, eine gewisse Härte und Ehrlichkeit zu bewahren eine Art stille Verzweiflung, die genau richtig für diese Geschichte ist und für all die realen Geschichten, die dahinterstehen könnten.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Chloe Michelle Howarth (1996) wuchs in der ländlichen Gegend von West Cork auf. Sie besuchte das Institut of Art, Design and Technology in Dún Laoghaire, Dublin, wo sie Englisch, Medien- und Kulturwissenschaften studierte. Chloe lebt derzeit in Brighton. SUNBURN ist ihr Debütroman.
Posts
Emotional und ruhig
Das Buch hat mich vor allem mit seiner Sprache überzeugt. Sie ist ruhig und angenehm und die Geschichte wirkt dadurch besonders ehrlich und nahbar. Viele Momente sind leise, aber emotional und genau das hat mich berührt. Die Gefühle der Figuren kommen ganz ohne großes Drama aus und fühlen sich dadurch sehr echt an! Manchmal hätte ich mir vielleicht etwas mehr Tiefe gewünscht, trotzdem ist es ein tolle Buch was im Kopf bleibt :-)
Das Hörbuch gehört und auch wenn wir hier es um einer 17 jährige Frau, konnte es mich mitnehmen. Bis es zu viel wurde.
Lucy, 17 Jahre alt. Irland in den 90er Jahren. Wir lesen bzw hören aus der Sicht von Lucy über Ihre Gedanken, Gefühle und ihrern Ängsten. Sehr dramatisch und auch sehr Selbstbezogen. Dennoch gab es Szenen die mich mitgenommen haben und ich dachte, jetzt schafft es die Autorin mich zu zerstören. Aber dazu kam es nicht. Was vielleicht an den zu sehr melodramatischen Gedanken kamen. Manchmal war es zu viel, weil man bereits mit den Sätzen davor wussten wie Lucy denkt und fühlt. Kann es empfehlen, weil es mal eine andere Sicht ist und vor allem, die Perspektive wenn man alles richtig machen möchte und dennoch mehr zerstören kann.
einfach ein queeres kunstwerk und ich liebe alles an diesem buch. eines meiner lieblingsbücher!
sunburn ist so ein buch, bei dem ich schon nach den ersten seiten wusste, dass das etwas ganz großes wird. und das bestätigte sich bis zum bitteren ende. die geschichte spielt in irland in den 90ern – ein kleines, konservatives dorf, enge strukturen, klare erwartungen. genau dieses setting ist so unglaublich wichtig, weil es alles bestimmt! wie lucy denkt, fühlt, entscheidet.. ihr leben scheint vorgezeichnet zu sein, bis sie merkt, dass ihre gefühle nicht in dieses leben passen. was mich komplett abgeholt hat, ist der schreibstil. so bildlich und poetisch, voller gefühl. die emotionen sind wirklich greifbar, den schmerz fühlte ich fast selbst. das ringen mit sich selbst, das ständige hinterfragen. ich finde, dass es trotzdem eine gewisse stille in sich trägt und gar nicht dieses laute, dramatische gefühls-gewusel ist und dadurch geht es total unter die haut. und ehrlich: dieses „warum steht sie sich selbst so im weg?“ – das funktioniert halt nur, wenn man komplett ignoriert in welchem umfeld sie lebt. queer sein ist kein „mach doch einfach“ – es ist so viel mehr als das. es ist angst, scham, anpassung, selbstschutz. genau das zeigt dieses buch so eindringlich und nachvollziehbar. ja, die geschichte zieht sich stellenweise ein wenig, aber das finde ich gar nicht schlimm und es ist irgendwie passend. es fühlt sich an wie dieses langsame, schmerzhafte wachsen und dieses sich-selbst-erkennen. für mich eines der schönsten, intensivsten bücher über queeres erwachsenwerden. es hat mich komplett abgeholt und ich hoffe, dass es vielleicht heteronormativen menschen ein wenig die augen für andere lebensrealitäten öffnet und sensibler darüber nachdenken lässt, was queersein eigentlich alles bedeutet. in vielen ländern können menschen für ihr „macht doch einfach“ sterben. sie werden verfolgt und bestraft für ihr „lieb doch einfach“. es ist wichtig, das zu bedenken. denn nur zu sagen „mach doch wie du willst“ ist egoistisch – zusammen für ein wirkliches „wir dürfen einfach“ kämpfen, ist das, was wichtig ist!
masterpiece
This book was TRULY a masterpiece!! Let me tell you, I loved it deeply!! 🥹 It started off slow and I needed a couple of pages to get into it, but once I was ... I was absolutely hooked! It is a story set in the 90's about Lucy, a girl who lives in a very conservative small town and always feels out of place. She has her best friends but for one of them, Susannah, she someday starts to feel more. I loved everything about the writing. It was so beautiful and poetic, I had to annotate so much it got very messy. But like beautifuly messy. Lucy and Susannah's connection was beautiful, tragic, memorable and sickening at the same time. I loved it and I hated it too, because of how unfair life sometimes is to a heart. There's quotes in this book that I will never forget and I will cherish these pages forever. I will never be able to really put into words how much this means to me. My new favourite book of all time! If you love poetic writing, really really do yourself a favour and read this!!

Hands down, 5 ⭐️ und eins der besten pola Bücher!!
Ich kann gar nicht beschreiben, wie begeistert ich von diesem Schreibstil und dieser wunderschönen, bildlichen Sprache bin. Da waren so so viele tolle Sätze drin, hätte am liebsten auf jeder Seite was markiert. Die Geschichte ist vielleicht etwas langsam, aber das macht sie nicht weniger ereignisreich. Ich glaube, auch wenn man nicht queer ist, kann man hier sehr gut mit der Protagonistin mitfühlen. Vor allem, wenn man selbst in einem konservativen Dorf aufgewachsen ist, wo es sich anfühlt, als wäre die eigene Zukunft bereits in Stein gemeißelt und alles ausweglos erscheint. Dass man sein wahres ich versteckt, vor allem auch als Selbstschutz, weil was würden denn die anderen Leute denken? Wirklich ein sehr besonderes Buch, große Empfehlung!
✨ Rezension ✨
Sunburn | Chloe Michelle Howarth | Pola Verlag | 336 Seiten | Übersetzt von Karoline Hippe | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Ich stelle mir einen Ort vor, an dem ich schreien kann, ohne gehört zu werden, an dem ich versagen kann, ohne dabei beobachtet zu werden. Ein Ort, an dem meine Bedeutungslosigkeit nicht wehtun würde, weil jeder unbedeutend wäre.“ Ich habe bereits in der Leseprobe geahnt, dass dieses Buch genau meins ist. Ich mochte den Stil direkt und konnte es kaum erwarten weiter zu lesen. Wir begleiten Lucy, die als Teenager 1991 in einem kleinen, konservativ-religiösem Dorf in Irland aufwächst. Ihre Eltern betreiben einen Bauernhof und auch Lucys Leben scheint vorbestimmt. Ihren besten Freund Martin heiraten, Hausfrau und Mutter sein, wenn Martin den Hof seiner Familie übernimmt. Bis dahin verbringt sie die Zeit mit ihren Freundinnen. Aber als die langsam beginnen auf Jungs zu stehen, merkt Lucy, das sie all diese aufregenden Gefühle hat, wenn sie ihre Freundin Susannah anschaut. Wir haben hier eine Gay Awakening und Coming off Age Geschichte, bei der wir alles aus Lucys Perspektive erleben. Wir lesen ihre Gedanken, ihre Zweifel, ihre Ängste und wie sie langsam die Struktur in sich und ihr gesamtes Weltbild ändern muss. Nicht immer trifft sie sofort die richtigen Entscheidungen und leidet selbst am meisten darunter. Besonders die Mutterfiguren kommen in diesem Buch nicht gut weg. Oft habe ich den Kopf geschüttelt und war bisweilen schockiert. Martin möchte ich am liebsten einmal in den Arm nehmen… Mir hat das Buch aber von Anfang bis Ende sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen! ❓Wie alt warst du in den 90ern❓

[unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar ] Bei Sunburn geht es um Lucy, die in ihrer Mädelsgang versucht, aufzugehen. Sie ist umgeben von tollen Freundinnen, die sie durch ihr Schulleben begleiten. Susannah, die auch ein Teil der Gang ist, liegt Lucy besonders am Herzen. 🥹 Lucy verbringt ihren Sommer bei Susannah und wir werden immer mehr Teil ihrer tiefen Innenwelt und unfassbar schön beschriebenen Gefühle. Ich weiß wirklich nicht, wann ich ein Buch gelesen habe, das die Liebe so schmerzlich, aber schön beschrieben hat. Die Seiten sind regelrecht dahingeflogen, weil ich die Dynamiken, die Empfindungen und die Emotionen, die hier bildlich dargestellt wurden, geliebt habe! Plötzlich war ich in Irland, in diesem Dorf, umgeben von Freundinnen und genoss den 90er Sommer, obwohl meine Gefühle so sehr aus mir ausbrechen wollten. Ich habe Lucys Geschichte stellenweise am eigenen Leib erlebt. Ich mochte, wie die Struggles, die Lucy - egal ob in ihrer Familie oder in ihren Beziehungen - hatte, so echt und vertraut wirkten. 🌞 Auch wenn die Empfindungen so nahbar dargestellt wurden, zog sich die Geschichte an manchen Stellen etwas. Zudem hat mich die gestörte Kommunikation doch genervt. 🙂↕️ Wer ein Sommerbuch mit einer herzzerreißenden queeren Liebesgeschichte möchte, sollte Sunburn an den letzten Sommertagen noch unbedingt lesen! [first love, forbidden love, coming-of-age, queer love, friends to lovers]

Jahreshighlight Ugly Cry Schreibstil 10/10
Poetisch Bildhaft Sogwirkung vom ersten Kapitel an Emotionale Achterbahn Irland 1989 bis 1995 Coming of Age Weibliche Dynamiken Aufwachsen unter Konservativen und Religiöse Glaubenssätzen über Generationen hinweg in einem Dorf irgendwo im nirgendwo. Lucy fühlt anders als von ihr erwartet wird. Susanna wird von ihrer Familie allein gelassen. Susanna verbringt den Sommer mit Lucy in dem Haus in dem ihre getrennten Eltern die meiste Zeit abwesend sind. Dieser Sommer verändert nicht nur das Leben von Lucy und Susanna sondern zeigt auf in welchen Strukturen sie aufwachsen und welche Auswirkungen all das auf ihr Leben als Frau hat und vor allem welche Auswirkungen es auf ihre Liebe hat. Ich wollte direkt wieder von vorn anfangen zu lesen als ich es beendet hatte.

Die erste Liebe ist die erste Liebe, da lässt sich nix machen. Ein wirklich gutes Buch darüber
Ich hab’s auf gefühlten Millionen von Lieblingsbuchlisten englischsprachiger Blogger*innen gesehen und musste es lesen, klar oder? Das hier ist ein großartiger, literarischer, queerer Coming-of-Age-Liebesroman, den ich als jüngere Version meiner selbst wahrscheinlich so hardcore gefeiert hätte wie kaum etwas anderes. Jetzt so mit 40+ finde ich ihn noch immer ziemlich gut aber ich merke auch, die Zeit ist vorbei. 😎 Also meine, nicht die des Buchs. Bleibt zu sagen, er ist perfekt für alle, die von den großen Gefühlen einer ersten Liebe lesen wollen und dabei die Sonne auf der Haut brennend spüren…
»Mit ihr zusammen zu sein, ist eine Sünde, ohne sie zu sein, eine Tragödie.« ❤️🔥 (258) Als Teil einer verschworenen Girl Gang hängen sie zusammen rum. Irgendwann sieht Lucy Susannah in einem anderen Licht und es crushed. 🔥 Doch es sind die 1990er Jahre auf dem irischen, katholischen Land (Crossmore) 🇮🇪, in denen eine lesbische Liebe nicht existieren soll. Was also als Crush anfängt, wird schnell intensiv. Zwischen heimlichen Küssen und romantischen Briefen 💌 entwickelt sich zwischen Susannah & Lucy eine deepe Lovestory. Lucy zerreißt es zwischen ihrer Liebe zu Susannah, ihrer streng katholischen Familie & Mutter, den gesellschaftlichen Erwartungen (seien wir ehrlich: und dem harten Urteil der Girls🥵) und ihrem besten Freund Martin, den sie zwar auch liebt, aber eben platonisch. Einen flirrenden Sommer lang genießen Lucy & Susannah ihre erste große Liebe, bis sich die Ereignisse im letzten Schuljahr zu spitzen … »Ich nehme all das Gute in der Welt und all das Licht in meinem Leben, schnüre es fest zusammen und werfe es weg. Ich nehme ihre [Susannah’s] Arme von meinen Schultern. Sie ist eine zu heiße Sonne, als dass ich sie genießen kann.« 🌞 (266) »SUNBURN« von Chloe Michelle Howarth ist eine queere Coming-of-Age-Lovestory, die sehr romantisch, stellenweise sehr melodramatisch, und sehr intensiv ist. Die Unsicherheiten der Teenie-Zeit, die Zerrissenheit im letzten Schuljahr und der Ausblick auf so viele Möglichkeiten werden aber genauso gut wiedergegeben, wie diese erste große Liebe❤️🔥. Eine der schönsten und most cheesy 🧀 Lovestories, die ich gelesen habe 😮💨 und die ich gerne im Englischen als Re-Read lesen möchte (BTW: grandios übersetzt von Karoline Hippe 🫰🏼). Falls Ihr noch nach einem H O T Summer Read sucht, this is your book. 🧡 Habt Ihr es schon gelesen?

Hat mir nicht gefallen
Ich hab sehr gemischte Gefühle zu diesem Buch. Ich habe es als Print angefangen (damit ich keine Leseflaute kriege, später als Hörbuch weitergehört) und mir dort sehr viele Textstellen markiert weil es unglaublich viele wunderbare und vorallem nahbare Zitate gibt. Ich habe den Anfang des Buches sehr genossen, denn ich mochte es wie langsam und schleichend die Liebesbeziehung anfing und konnte die Ängste und Gedankenspiralen der Protagonistin sehr gut nachvollziehen. Andererseits hat sich das Buch sehr durch die ganzen Emotionen und Gedankenspiralen gezogen, da es kaum Handlung gab. Zudem fand ich die Sätze oft zu dramatisch und melancholisch, am Anfang mochte ich dies noch sehr, dass hat das Buch irgendwie besonders gemacht aber die Gespräche und Gedanken waren dann von der Stimmung immer die gleichen, und obwohl die Handlung über Jahre hinweg spielt, gab es daher überhaupt keine Charakterentwicklung (außer auf den letzten 10 Seiten) und dass hat mir tatsächlich überhaupt nicht gefallen. Lucy habe ich außerdem als total egoistisch empfunden unzwar nicht auf die gute Art und Weise, denn ich finde wenn es einem selbst gut tut dann darf man auch teils egoistisch sein. Sie hat aber durch ihr Verhalten allen in ihrem Umfeld geschadet und zusätzlich sich selbst unglücklich gemacht. Ihr Beziehungen sind teils schon toxisch und fast jeder Charakter in diesem Buch ist unfähig richtig seine Wünsche und Gedanken zu kommunizieren. Auch Susannah und Martin mochte ich überhaupt nicht... Besonders Lucys und Martins Dynamik hat mich am Ende hin sehr gestört, weil das alles andere als gesund ist. Das wäre ein sehr wichtiges und gutes Thema wie so einige andere Themen die oberflächlich gezeigt wurden aber darauf nicht weiter eingegangen wurde. Dafür sind mir diese Themen einfach zu ernst um sie nicht richtig zu behandeln. Also abschließend kann ich sagen, das Buch hat viel Potential und auch wirklich einige wirklich schöne Textstellen die einen an die eigenen Jugendzeiten zurück versetzen, aber mir hats nicht gefallen.
⭐️ Schreibstil: 4/5 ⭐️ Figuren: 4/5 ⭐️ Handlung: 3/5 ⭐️ Spannung: 2.5/5 ⭐️ Emotionale Wirkung: 3.5/5 Fazit - 3.5⭐️ Ich habe den poetischen, sehr bildlichen Schreibstil geliebt und besonders dieses Gefühl des Ausbrechens sehr gefeiert (mein jüngeres Ich hätte sich darin wahrscheinlich extrem wiedergefunden, haha.) Zwischendurch hat sich die Handlung durch die vielen inneren Monologe etwas gezogen, wodurch der Fokus stärker auf dem Schreibstil als auf der eigentlichen Spannung lag. Gerade deshalb hätte ich es spannend gefunden, neben Lucys Perspektive auch Einblicke in Susannahs Sicht zu bekommen. Trotzdem ein gelungenes Buch, das einen direkt in diese sommerliche Stimmung zieht und irgendwie Lust auf lange, heiße Tage macht.
»Sunburn« von Chloe Michelle Howarth spielt in den 90er-Jahren in einem kleinen Dorf namens Crossmore. Die Protagonistin Lucy ist Teil einer Mädelsgruppe, die sie sehr liebt, im Laufe des Buches aber auch immer mehr (innerlich) kritisiert. Ebenfalls in dieser Gruppe ist Susannah, zu der sich Lucy schon zu Beginn hingezogen fühlt, was sie zunächst gar nicht versteht. Vor allem, als die Anziehung so stark & leidenschaftlich wird, dass sie sie gar nicht mehr ignorieren kann. Lucy fühlt sich - ebenfalls von Beginn an - häufig eher fehl am Platz in ihrer Heimat. Innerlich merkt sie, dass die traditionellen, konservativen ihrer Eltern - & des Dörfchens allgemein - nicht wirklich zu ihr passen. In dem Buch ist es aber häufig so, dass dem Lesenden das sehr schnell auffällt, Lucy jedoch ihre Gedanken nicht benennt, geschweige denn das auch gar nicht wirklich kann, weil sie es ja gar nicht anders kennt. Die Protagonistin hat zudem noch einen langjährigen Freund - Martin. Beide sind sehr verbunden und gehen wahnsinnig vertraut miteinander um. Jedoch hegt nicht nur Martin, sondern auch Lucys Familie & irgendwann (gefühlt) das ganze Dorf, Erwartungen an Lucy. Es wird gemunkelt, dass beide zusammen seien oder dies auf jeden Fall sein müssen. Im Verlauf der Geschichte muss Lucy sich entscheiden: Entweder für ein typisches konservatives Leben oder für ihr Herz... An sich ist das total sinnvoll, Lucy so unwissend darzustellen - vor allem auch wegen ihrem Alter. Es ist logisch, dass sie nicht versteht, was mit ihr passiert, nicht zuletzt, weil sie schließlich auch keine anderen Vorbilder hat. Für mich persönlich war es jedoch etwas anstrengend zu lesen, da ich zu Beginn schon etwas genervt vom Schreibstil war. Außerdem konnte ich keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Möglicherweise - das muss ich auch zugeben - bin ich auch so sehr an meine offene, tolerante Bubble gewöhnt, dass ich die konservativen Sichtweisen aus den 90ern gar nicht so hundertprozentig nachempfinden kann. Natürlich gebe ich mir große Mühe, aber es könnte sein, dass das Zusammenspiel aus dem ganzen oben genannten dazu geführt hat, dass ich das Buch leider nicht so richtig fühlen konnte.🥲
🌞❤️🔥
Irland, Anfang der Neunzigerjahre. Lucy lebt auf einem Dorf, welches sehr konservativ und religiös ist. Außerdem wird von ihr erwartet, dass sie Martin heiratet, Kinder mit ihm bekommt und den Hof ihrer Eltern übernimmt. Als sich alle ihre Freundinnen für Jungs interessieren, hat Lucy nur Augen für eine - Susannah. Sie fühlt sich fehl am Platz. Wir haben hier eine wunderschöne Coming of Age Geschichte mit queeren Protagonistinnen. Der Schreibstil ist sehr bildlich, poetisch und emotional. Die Storyline ist sehr slow, was für mich erstmal ungewöhnlich war. Die meisten Bücher heutzutage haben teilweise sehr schnelle Handlungsabläufe. Durch die etwas langsamere Storyline konnte ich die Geschichte umso mehr genießen. Es war sehr emotional und hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Das Einzige was mir persönlich gefehlt hat, ist die POV von Susannah. Ich hätte zu gerne noch mehr von ihren Gedanken/Gefühle erfahren wollen. Rundum ein gelungenes Buch und perfekt für den Sommer! *Rezensionsexemplar
Lucy lebt Anfang der 90er Jahre in der Kleinstadt Crossmore irgendwo in Irland. Ihre Sommer verbringt sie mit ihren Freundinnen, sie sind geprägt von Gesprächen über Jungs, Lästereien über ältere Mädchen und heimlichen Partys. Doch etwas verändert sich in Lucy - die Jungsgespräche interessieren sie wenig und romantische Gefühle für ihren Kindheitsfreund Martin wollen bei ihr auch nicht aufkommen. Vielmehr fühlt sie sich immer mehr zu ihrer besten Freundin Susannah hingezogen. Als diese Lucys Gefühle erwidert, bekommen die Mädchen die enge der Kleinstadt zu spüren. Lucy ist fortan zerrissen zwischen ihrer Liebe zu Susannah und ihrem Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit. "Sunburn" von Chloe Michelle Howarth fühlt sich beim Lesen wie ein heißer, träger Sommertag mit Throwback in die Jugend der 90er Jahre an. Die Lesenden begleiten die Protagonistin Lucy über fünf Jahre bei ihrem Coming-out, erleben ihre ersten zarten Gefühle für ihre Freundin Susannah, später die alles verzehrende Liebe und die unzähligen Hürden aus Kleinstadttraditionen und Erwartungen der Gesellschaft. In Lucys Fall sind es vor allem ihre Mutter und die Mädchen aus ihrer Freundinnengruppe, die sie spüren lassen, dass "anders" sein in Crossmore nicht akzeptiert wird. Ich habe "Sunburn" insgesamt gerne gelesen und mochte vor allem, wie nah man sich beim Lesen der Protagonistin fühlt. Howarths Stil war mir aber etwas zu zäh und repetitiv. Vor allem Lucys andauernden Vergleiche Susannahs mit Engeln, der Sonne usw. fand ich eher kitschig und langweilig. Abgesehen davon ist "Sunburn" aber ein idealer Summer-Read, der gedanklich in die Jugend versetzt und lesbische Repräsentation schafft. Übersetzt von Karoline Hippe.

So wunderschön bildlich geschrieben und so voller Gefühle 🤍
Auch wenn man die Hauptperson Lucy nicht immer mag, kann man ihre Gedanken und Gefühle doch oft nachvollziehen, vor allem wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass das Buch in den 90ern in Irland apielt. Ich liebe all die Metaphern und hätte ich das Buch gelesen anstatt es zu hören, hätte ich ganz viele Stellen markiert.
Bittersweet Coming-of-Age Roman
Ein heißer Sommer in einer konservativen Kleinstadt in Irland in den 90er Jahren und mitten drin entdeckt Lucy ihre erste queere Liebe. Lucy steht kurz vor dem Erwachsenwerden und spürt in sich eine enorme Zerrissenheit. Zwischen dem, was von ihr erwartet wird (ein Partner, Ehe und Kinder kriegen) und den intensiven Gefühlen, die sie zu ihrer Freundin Susannah entwickelt. Kann sich etwas „falsches“ so richtig anfühlen? Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich im Laufe des Romans eine Zuneigung und zarte Liebe, die von Außen auf eine harte Probe gestellt wird. Den Versuch, für sich selbst und für die eigenen Gefühle einzustehen oder sich doch wieder der Norm hinzugeben, erzählt Chloe Michelle Howarth auf intensive und gedankenstarke Weise. „Sunburn“ ist ein aufwühlender Debüt-Roman, der mich sehr berührt hat. Zu Beginn musste ich mich etwas an den kommunikationsschwachen Schreibstil gewöhnen und habe etwas gebraucht, um im Buch anzukommen. Aber spätestens ab der Hälfte hat mich die Story gepackt und die Sehnsucht und Hoffnung der Protagonistin war so greifbar. Und bei so mancher Stelle im Buch, habe ich sehr mitgelitten. Fazit: Ehrlich, aufwühlend und teilweise schmerzhaft schreibt die Autorin dieses aktuelle und wichtige Buch über die erste queere Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und die dabei aufkommende Gefühlsachterbahn.
„Schweigen sagt eine ganze Menge aus.“
Das erste Buch aus dem pola Verlag mit queerer Lovestory?? I‘m in! Lucy und Susannah wachsen als Freundinnen in einem kleinen Dorf auf. Jede*r weiß, dass Lucy und Martin heiraten werden. Dass sie einen Hof im Dorf übernehmen werden. Dass sie Kinder kriegen werden. Und Lucy denkt, sie braucht nur abwarten und irgendwann wird sie Martin bestimmt auch wollen. Wäre Susannah nur nicht so faszinierend… So doll ich es auch versucht habe: ich mochte nicht eine einzige Person in diesem Buch. Jede Person war unsympathischer, als die vorherige. Außerdem weiß ich nicht, ob ich die Obsession der Protagonistin für Körperflüssigkeiten ekelerregend oder faszinierend fand? Trotzdem war es irgendwie kein schlechtes Buch. Wer auf Storys steht, die ein paar obsessive vibes haben, wird das Buch vermutlich richtig mögen. Außerdem ist es immer toll andere Lebensrealitäten aufzuzeigen und daher trotzdem lesenswert!
Was für ein intensives Debüt! Die Geschichte von Lucy hat mich sofort gepackt – dieses Gefühl, im eigenen Umfeld nicht dazuzugehören, und gleichzeitig die überwältigende Kraft einer ersten Liebe zu erleben, war so greifbar. Die Atmosphäre des ländlichen Irlands in den 90ern ist eng und drückend, aber genau dadurch wirkt Lucys Sehnsucht nach Freiheit umso stärker. Besonders die Beziehung zu Susannah hat mich berührt: zärtlich, leidenschaftlich, manchmal schmerzhaft ehrlich. ✨ Ja, die Handlung zieht sich stellenweise etwas, aber die Sprache ist wunderschön und die Emotionen bleiben lange nach dem Lesen im Kopf. Für mich ein bewegendes Coming-of-Age über Identität, Liebe und den Mut, man selbst zu sein 🧡
„𝙶𝚎𝚝𝚛𝚎𝚗𝚗𝚝 𝚜𝚒𝚗𝚍 𝚠𝚒𝚛 𝚄𝚗𝚔𝚛𝚊𝚞𝚝, 𝚊𝚋𝚎𝚛 𝚐𝚎𝚖𝚎𝚒𝚗𝚜𝚊𝚖 𝚜𝚒𝚗𝚍 𝚠𝚒𝚛 𝚆𝚒𝚕𝚍𝚋𝚕𝚞𝚖𝚎𝚗, 𝚠𝚒𝚛 𝚜𝚒𝚗𝚍 𝚎𝚒𝚗 𝚠𝚞𝚗𝚍𝚎𝚛𝚜𝚌𝚑𝚘𝚎𝚗𝚎𝚛 𝙶𝚊𝚛𝚝𝚎𝚗.“
Werbung|Rezensionsexemplar Irland in den Neunziger Jahren. Wie begleiten Lucy ein paar Jahre auf dem Weg des Erwachsenwerdens. In einem konservativen kleinen Dorf. Lucy merkt, dass sie für Jungs nichts übrig hat. Dafür aber umso mehr für ihre Freundin Susannah. Von niemandem fühlt sie sich so verstanden wie von ihr. Mit niemandem möchte sie mehr Zeit verbringen wie mit ihr. Wie aber sollen ihre Familie und ihre Freunde darauf reagieren? Oder ihr bester Freund Martin? Dessen Gefühle offensichtlich über eine Freundschaft hinausgehen? Eine queere Coming of age Geschichte. 🌈 In einer Zeit in der die Welt noch nicht so offen war, wie sie vielleicht heute ist. Wobei es heute natürlich auch noch Verbesserungsbedarf hat. Das Buch ist toll geschrieben. Nach ein paar Seiten war ich drin in der Geschichte. Und habe sie zum Schluss verschlungen. Sie war traurig, tragisch, hatte zum Schluß aber doch ein gutes Ende. Auch wenn mir eine Person in dieser Geschichte, neben Lucy, wirklich Leid getan hat 🥲😅 Man fragt sich, wollte diese Person nicht sehen, was doch irgendwie offensichtlich war oder war die rosarote Brille doch stärker als alles andere? Ganz dem Motto. Hoffnung stirbt zuletzt? Aber macht euch euer eigenes Bild 😁 Habt ihr noch vor Sunburn zu lesen? Lest ihr queere Geschichten? Für mich war es meine erste und ich bin nicht enttäuscht worden ☺️

Identitätssuche mit anspruchsvollem Stil
Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, die richtigen Worte für Sunburn von Chloe Michelle Howarth zu finden. Ich habe sicher 150 Seiten gebraucht, um wirklich in das Buch hineinzufinden – weniger wegen der eigentlichen Geschichte, sondern vielmehr wegen des besonderen, teils sperrigen Schreibstils. Der Roman ist sehr ruhig erzählt, und man befindet sich fast durchgehend in Lucys Kopf, erlebt ihre Empfindungen, ihre Unsicherheiten und ihr emotionales Chaos unmittelbar mit. Genau das macht die Lektüre gleichzeitig intensiv und anstrengend. Lucys Gedankenwelt ist oft wirr, sprunghaft und voller innerer Konflikte, was einerseits authentisch wirkt, mich andererseits aber immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat. Dadurch habe ich ungewöhnlich lange für dieses eigentlich recht kurze Buch gebraucht. Am Ende kann ich gar nicht eindeutig sagen, ob mir Sunburn gefallen hat oder nicht. Es ist ein stiller, innerer Coming-of-Age-Roman, der viel Raum für Interpretation lässt. Ich hoffe jedoch, dass er für manche Leser*innen ein Stück Klarheit oder Sicherheit in Bezug auf die eigene Identität schenken kann – dafür hat er auf jeden Fall das Potenzial.

Brennende Verbundenheit
Ein unglaublich schönes und sprachlich vielschichtiges Buch! Lucys Zerissenheit und der Wunsch nach Liebe und Akzeptanz durch ihre Mutter und Freundinnen auf der einen Seite und die tiefe Liebe und Sehnsucht nach Susannah auf der anderen Seite war wirklich tief nachvollziehbar. Besonders schön war der spürbare Wechsel vom jungen Mädchen zur jungen Frau, vor allem der Umschwung der kindlichen Sorgen zu den tiefer greifenden Problemen. So oft konnte ich mit Lucy fühlen, mit ihrem Wunsch nach Nähe zu ihrer Mutter und dem Angepasst-Sein. All die verwirrenden Gefühle, die man beim Erwachsen werden fühlt, gepaart mit den Erwartungen und den Werten von anderen Menschen. Zum Schluss hätte ich mir vielleicht noch ein weiteres Kapitel gewünscht, einfach um eine gewisse Erlösung für Lucy zu erleben, nachdem sie so unglücklich war. Letztendlich war es so aber vielleicht besser - ein offenes (aber hoffnungsvolles) Ende passt zu den vielen Gefühlen, die zwischen Beiden stehen.
An sich mochte ich die Story, aber es hat mich nicht abgeholt…
Die Story ist so gut. Auf dem Dorf leben in den 90ern. Alle super konservativ und Pärchen für die Ewigkeit werden bereits im Kindergarten versprochen. Wie schlimm es sein muss seine Liebe zu unterdrücken und von der eigenen Mutter dafür mit liebes-/Essenentzug gestraft zu werden. Dennoch war es mir zu wenig. Ich kann nicht mal genau beschreiben warum. Ich kam einfach nicht rein. Es hat mich emotional nicht erreicht🥲
Eine Coming-of-Age-Geschichte auf die ich mich sehr gefreut habe, die mich aber leider nicht begeistern konnte. Zu Beginn fiel es mir schwer in die Geschichte reinzufinden, da die Story recht langsam aufgebaut wurde. Allerdings legte sich dies nach dem ersten Drittel des Buches. Die Geschichte wird komplett aus der Perspektive von Lucy erzählt. Hierbei werden ihre Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste und inneren Konflikte sehr gut dargestellt und sprachlich eingefangen. Es fiel mir schwer die getroffenen Entscheidungen, sowie Perspektiven nachzuvollziehen/nachzuempfinden von den Protagonist:innen. Daher konnte ich keinerlei Bindung zu diesen aufbauen, weswegen mich der Roman leider emotional nicht catchen konnte.
Sunburn von Chloe Michelle Howarth ist ein berührender und ungeschönter Coming-of-Age-Roman, über die Emotionen und Ängste der ersten Liebe. Auf 336 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von Lucy, einer jungen Frau, die sich in Susannah verliebt. Sie kämpft dabei nicht nur mit eigenen Unsicherheiten, sondern auch mit den gesellschaftlichen Hürden der 90er-Jahre. Die Sichtbarkeit von queeren Menschen nahm damals zwar zu, aber die Akzeptanz noch lange nicht. Lucy muss erkennen, wie isoliert und abgelehnt sie sich fühlt – vor allem von ihrem Freundeskreis, der wenig Verständnis für ihre Identität aufbringt. Die 90er-Jahre sind auch in der Atmosphäre und dem Setting spürbar. Chloe Michelle Howarth ist es gelungen, diesen Zusammenhang sehr authentisch und voller Nostalgie zu beschreiben. Das mochte ich sehr. Die Angst vor Ablehnung, vor Entfremdung, vor einem Selbst und davor, sich in der Gesellschaft nicht wiederzufinden, haben zudem ein Gefühl von Intimität und Zerbrechlichkeit vermittelt. Die Sprache und der Schreibstil sind sanft und einfühlsam. Als Leserin hat es sich für mich angefühlt, als würde ich direkt in die Seele von Lucy blicken können. Mein Fazit? Sunburn ist mehr als nur ein Buch über die erste Liebe. Es ist ein authentischer, teilweise schmerzhafter Blick auf das Erwachsenwerden. Chloe Michelle Howarth hat es geschafft, eine Mischung aus Liebe, Angst und Hoffnung zu erzählen, die mich sehr berührt hat.
Plötzlich verschwinden meine Sorgen. Wie konnte ich je Angst vor diesem Moment haben?
Zum Cover: Wenn man das Buch gelesen hat, weiß man, dass es total dazu passt, was ich echt richtig gut finde. Zum Inhalt: In dem Buch „Sunburn“ geht es um Lucy, die in Irland in den Anfängen der 90er Jahre lebt. Sie fühlt sie fehl am Platz und alle aus ihrer Familie+ ihre Freunde warten nur darauf, dass sie, wie alle anderen, ihren Freund heiratet und Mutter wird. Als Lucy sich plötzlich, während eines heißen Sommertags, zu ihrer Freundin Susannah hingezogen fühlt, beginnt sie zu verstehen, warum sie anders ist. Was anfangs noch eine einfache Verliebtheit zwischen den beiden ist, wird schnell zu einer verzweifelten Liebe, die sie dazu bringt, alles, was sie bisher glaubte, zu überdenken. Meine Meinung: Joa. Konnte mich leider nicht ganz hundertprozentig überzeugen. Der Schreibstil von Chloe Michelle Howarth war für mich etwas „schwer“ zu lesen bzw. konnte ich nur recht langsam durch das Buch gehen. Dies wurde für mich ca. ab der Hälfte, vielleicht etwas über der Hälfte besser. Die Charakter fand ich ganz gut. Das Thema des Buches, die erste Liebe, Ängste und das Erwachsenwerden, konnte die Autorin aber echt sehr schön herüberbringen, was mich noch überzeugen konnte. Insgesamt eine schöne queere Geschichte über die Erste Liebe, aber auch darüber, was Ängste anrichten können.

Die Irrungen und Wirrungen der Lucy Nolan
Ich betrachte das Buch mit gemischten Gefühlen. Bei der ersten Hälfte des Buches hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, um in die Geschichte zu finden. Im ersten Drittel passiert erstmal nicht viel. Zeitgleich werden direkt sehr viele Figuren vorgestellt, die ich zunächst alle auseinanderhalten musste. Der Plot kommt dafür nur sehr langsam ins Rollen. Passend zum Titel hat sich dieser Teil des Buches angefühlt, wie ein heißer, langer Sommer, ohne etwas zu tun, dafür mit Sonnenbrand und heißen Asphalt, der das Gummi der Schuhe zum Schmelzen bringt. Wie Gummi gezogen, hat sich die Geschichte teilweise auch angefühlt, weil die Figuren zuerst sehr viel umeinander herum tänzeln, bis wirklich etwas passiert. Das Buch lebt von dem Selbstmitleid der Protagonistin und ihren großen „was wäre, wenn…“-Fragen. Gleichzeitig nutzt die Autorin hin und wieder sehr geschwollene Phrasen, um die Anziehung der Protagonistin zu ihrer Love-interest zu beschreiben. Ab einem gewissen Punkt, war mir das ein bisschen zu viel und daher dann nicht mehr so glaubhaft. Ein paar Passagen lasen sich manchmal wie ein unangenehmer poetry-slam. 😅 Dennoch muss ich sagen, dass es der Autorin unglaublich gut gelungen ist, die Atmosphäre des Buches, an mich als Leserin zu übertragen und die Anziehung von Lucy und Susannah sehr deutlich zu machen. Ich hätte mir noch gewünscht, mehr zu erfahren, warum Susannah Lucy gut findet und was sie für sie anziehend macht (das kam mir irgendwie ein bisschen zu knapp). Die zweite Hälfte des Buches nimmt wirklich an Fahrt auf und ich konnte das Buch dann kaum aus der Hand legen. Die Irrungen und Wirrungen der Lucy Nolan waren einfach zu spannend / frustrierend / aufwühlend. Ich habe auf jeden Fall sehr viel gefühlt und war richtig in der Handlung und im Drama gefangen. Das Ende finde ich gelungen, wenn auch etwas kurz gegriffen. Alles in allem bin ich mit dem Buch zufrieden, aber es wird glaub ich kein Buch sein, was ich so schnell nochmal lese. Allerdings sehe ich in dem Buch auch sehr viel Potenzial für Austausch und verschiedene Meinungen, weshalb es für Buchbesprechungen und -clubs wirklich sehr gut geeignet ist. Ein kleiner Hinweis noch: einige schwere Themen haben mich beim Lesen dann doch auch kalt erwischt. So ganz ohne TW, fand ich ein paar Stellen echt schwierig. Auch Lucy immer wiederkehrende Suizidgedanken habe ich echt als belastend wahrgenommen. Das so unkommentiert im Plot einzubauen und einfach so stehen zu lassen, finde ich leider echt schwierig.
Ich hätte es so gern gemocht,… 💔
…aber irgendwie bin ich mit dem Schreib-Stil nicht so wirklich warm geworden. Die Geschichte spielt im Irland der 90er Jahre und begleitet die jugendliche Lucy bei ihrer Identitäts- bzw. Sexualitätsfindung. Thematisch klang das für mich nach einem super spannenden Buch und dann spielt es auch noch im Sommer! Perfekte Lektüre für die heißen Tage – dachte ich. Aber schnell wurde mir beim Lesen klar, dass ich so meine Probleme mit der Erzählweise habe. Irgendwie wirkte es für mich sehr gewollt philosophisch an den einen und dann wieder überspitzt ekelerregend an anderen Stellen. Ich konnte mich deshalb beim Lesen nicht wirklich fallen lassen und habe mich immer wieder über Formulierungen gewundert. Auch dass einerseits irgendwie recht „alt“ klingende Formulierungen verwendet wurden und dann andererseits auch im deutschsprachigen Buch Begriffe wie „Girls“ oder „cute“ vorkamen. Irgendwie hat das für mich nicht so ins Setting der 90er gepasst. Bei ca. 54% habe ich einen Monat Pause einlegen müssen, weil ich wirklich keine Lust mehr auf die Geschichte hatte. Es hat mich geradezu in eine Leseflaute gebracht 🫢🥲 Ab ca. 75% hat das Buch für mich dann jedoch nochmal an Spannung und Begeisterungsfähigkeit zugenommen. Durch einen Settingwechsel und einen Zeitsprung hat die Protagonistin endlich Abstand zu dem vorher sehr toxischen Umfeld bekommen und endlich hat sich hier eine Charakterentwicklung angezeigt, auf die ich die ganzen vorherigen Kapitel gewartet habe. Deshalb bin ich auch froh, es nicht tatsächlich bei der Hälfte abgebrochen zu haben. Ich weiß aber auch, dass es einige Leser*innen gibt, die das Buch total mochten. Deshalb hier nochmal der Hinweis: Rezensionen sind total subjektiv und vielleicht war ich auch gerade einfach nicht bereit für eine eher depressive Leseerfahrung. Also gebt der Geschichte ruhig trotzdem eine Chance. Jetzt wisst ihr ja, worauf ihr euch einlasst 💗
Poetische und rohe Emotionen
„Sunburn“ von Chloe Michelle Howarth erzählt die Geschichte der jungendlichen Lucy in den 90ern. Es ist eine Erzählung des Erwachsenwerdens in einem Dorf in Irland das vor allem Wert auf das traditionelle Leben legt : Heiraten, Kinder bekommen und dort die Kinder groß ziehen. Lucy erlebt ihre erste tiefe Liebe die alles in Frage stellt. Noch nie hat ein Roman mir so einen tiefen Einblick in die innere Welt einer jungen Frau gegeben, die ihre erste große Liebe erlebt. Die Gedanken und Emotionen waren so roh und tief, dass man richtig drin versunken ist. Dabei erleben wir ihre ganze Entwicklung und die tiefe Auseinandersetzung mit der Frage, wie sie leben und lieben möchte. Der Schreibstil war emotional , poetisch und manchmal auch etwas kitschig. Es war aber auch so authentisch, dass man das Gefühl hatte, man steckt in der Gedankenwelt von Lucy. Das hat mich zu tiefst beeindruckt. Dabei schwingt die ganze Zeit eine besondere nostalgische Atmosphäre mit. „Sunburn“ ist kein leichter Sommerroman, sondern eine vielschichtige Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft und das Erwachsenwerden. Eine Geschichte die wunderschön erzählt, bewegend und lange nachhallend ist.
Erwachsenwerden im Sommer und die Liebe entdecken
Lucy lebt im beschaulichen crossmore. Sie stellt sich die typischen Fragen, wohin nach dem Abschluss, was will ich im Leben, wer ist Familie, und wen liebe ich Im typischen Teenie Alter geht es darum, wer mit wem geht und um die verschiedenen Gruppen. Dass Lucy mit Susannah zusammen ist, ist ein Geheimnis, vor allem für Lucy. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man kommt für in die Gedanken- und Gefühlswelt von Lucy hinein. Ein berührendes Buch über die erste Liebe, die Unsicherheiten und Fragen und das sich selbst finden.
Zwischen Licht und Schatten der ersten Liebe
„Sunburn“ ist ein still intensiver Roman, der sich leise, aber eindringlich entfaltet. Die Geschichte rund um das Aufwachsen, das Sich-Finden und das Sich-Verlieren ist atmosphärisch dicht erzählt und überzeugt vor allem durch die emotionale Ehrlichkeit der Figuren. Auch wenn manche Entscheidungen der Protagonistin zunächst schwer nachvollziehbar erscheinen, gelingt es der Autorin, sie im Verlauf in einen Kontext zu setzen, der berührt – insbesondere gegen Ende hin. Der Schreibstil ist insgesamt sehr gelungen: bildhaft, sensibel und oft sehr poetisch. Er verleiht der Geschichte eine besondere Intimität und transportiert die inneren Spannungen glaubhaft. Einziger Wermutstropfen: Einige der sprachlichen Bilder, die das Begehren und die Sehnsucht darstellen sollen, wirkten auf mich überzogen und an manchen Stellen fast unangenehm – eine Geschmackssache, die zum Glück nicht zu häufig auftaucht und den Gesamteindruck kaum schmälert. Was „Sunburn“ letztlich auszeichnet, ist seine emotionale Tiefe. Der Roman zeigt, wie Liebe, Identität und gesellschaftliche Erwartungen miteinander ringen können – besonders im Kontext von Jugend und Herkunft. Es ist eine Geschichte, die nachwirkt, ohne laut zu sein.
Ganz tolle Geschichte über das Akzeptieren der eigene Sexualität! Große Empfehlung 🫶🏻
Ich habe es als Hörbuch gehört und der Schreibstil sowie die Sprecherin haben mir sehr gefallen. Es war auch meine erstes Hörbuch. Zwar fand ich das Ende dann doch ein bisschen abrupt und zu schnell eingeleitet. Ich hätte gerne noch mehr erfahren, was in Lucy genau vorging ab dem Moment des "Outings". Davor wurden ihre Gefühle und Gedanken auch sehr genau beschrieben. Aber trotzdem gefällt es mir. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren (sowas ähnliches habe ich leider auch durchgemacht), was das Buch besonders für mich macht 🩷.
Vom Erwachsenwerden und Sichselbstfinden
Lucy und ihre Freund:Innen wohnen in einem kleinen irischen Dorf. Sie gehen gemeinsam zur Schule, erleben ganz normale Teenager-Dinge und finden alle zu sich. Doch Lucy merkt auf ihrem Weg dorthin, dass sie anders tickt und weiß, dass niemand im Dorf hierfür Verständnis aufbringen würde, weshalb so es geheim hält, sich verstellt; sie maskiert, wer sie wirklich ist. Sunburn ging an mir natürlich nicht vorbei. Von allen Seiten, gerade in der lesbischen Community, wurde viel darüber gesprochen, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Nun kam ich endlich dazu und muss sagen, dass mir die Grundgeschichte wirklich sehr gut gefällt. Leider hat sich das Buch jedoch für mich relativ gezogen, einfach weil es mich nicht so gefesselt hat. Daher „nur“ 3,5 Sterne.
Mein absolut liebster Film ist Call Me By Your Name – und ich habe oft gehört, dass Sunburn als eine Art „weibliche Version“ davon beschrieben wird. Und ich muss sagen: Ich verstehe vollkommen, warum. Dieses Buch hat denselben bittersüßen, warmen Sommervibe ein bisschen tragisch, aber unglaublich schön. Die Geschichte fühlt sich so real, verletzlich und ehrlich an. Ich mochte die Dynamik zwischen den Figuren total und konnte beide Frauen und ihre inneren Kämpfe sehr gut nachvollziehen. Ich habe richtig mit ihnen mitgefühlt und bis zuletzt gehofft, dass alles gut ausgeht ohne zu spoilern: Das Buch bleibt emotional bis zum Ende. Am meisten beeindruckt hat mich aber die Atmosphäre. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, ich wäre selbst in einem dieser Spätsommertage, an denen es fast zu warm ist, aber sich trotzdem alles richtig anfühlt. Gleichzeitig schafft das Buch es, eine gewisse Härte und Ehrlichkeit zu bewahren eine Art stille Verzweiflung, die genau richtig für diese Geschichte ist und für all die realen Geschichten, die dahinterstehen könnten.






















































