Stromlinien

Stromlinien

Hardback
4.4543

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Description

Wie schwer wiegt ein Geheimnis? Ein großer, sensibel erzählter Familienroman über Lebensentscheidungen, die uns auseinandertreiben können – oder für immer miteinander verbinden.

Enna und Jale sind in den Elbmarschen zu Hause. Sie leben im Rhythmus von Ebbe und Flut, beobachten Kormorane und Austernfischer – und zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea aus der Haft entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Entschlossen durchkämmt Enna auf der Suche nach ihnen das Alte Land, ohne zu ahnen, dass dieser Weg sie für immer verändern wird.


Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank:

Das Echo der Gezeiten

Stromlinien

Spiegelland

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
512
Price
24.70 €

Author Description

Rebekka Frank wurde 1988 in Kassel geboren und wuchs auf dem Land auf, zwischen weiten Wiesen und Wäldern. Obwohl sie für ihr Studium in die Großstadt ging und dort nicht nur Theaterwissenschaft und Germanistik, sondern auch Menschen studierte, ließ die Natur sie niemals los. Bis heute ist sie ihr Inspiration und Rückzugsort, wenn sie mit ihrem Hund durch Küsten-, Marsch- oder Flusslandschaften streift. In ihren Romanen sucht sie stets nach der Verbindung zwischen der Kraft der Natur und unserem Leben. Im Zentrum ihrer Geschichten stehen die kleinen und vor allem die großen Geheimnisse, die wir alle in uns tragen, die uns voneinander fernhalten oder uns auch zusammenbringen können. Heute lebt sie mit ihrer Familie wieder in Nordhessen. Ihr Generationenroman »Stromlinien« wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 in der Sparte »Jugendbuch« nominiert. Auf Instagram ist sie unter @rebekka.mit.k zu finden.

Characteristics

10 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
60%
32%
2%
N/A
72%
25%
72%
67%
56%
61%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
72%
73%
77%
78%

Pace

Fast10%
Slow10%
Moderate60%
Variable20%

Writing Style

Simple20%
Complex10%
Moderate70%
Bildhaft (100%)Poetisch (33%)Außergewöhnlich (11%)

Posts

164
All
5

Was für ein tolles, wahnsinnig atmosphärisches Buch, welches mir durch die Schilderung des Elbe-Marschlandes auch an den Gesang der Flusskrebse erinnert hat. Schon das Cover fällt einem in die Augen ( auch haptisch) und beim Lesen erschließt es sich voll und ganz. Wir haben hier eine Familiengeschichte auf unterschiedlichen Zeitebenen, die uns auch von unterschiedlichen Protagonisten erzählt wird.

Enna und Jale sind Zwillinge (17 Jahre) und zählen die Tage, wenn ihre Mutter aus dem Gefängnis entlassen wird. Beide hängen sehr aneinander und wollen die Mutter Alina zusammen abholen. Doch Jale verschwindet und ihre Mutter Alina erscheint auch nicht, als Enna sie abholen will. Während der Suche nach Jale und dann auch nach der Mutter, deckt sich die gesamte Familiengeschichte und die Hintergründe für die Handlungen von allen nach und nach auf. Dabei ist es toll geschrieben, spannend und emotional. Man lernt viel über die Elbe , aber das ist gut mit der Geschichte verwoben. Im Nachwort erzählt Rebekka Frank , was die Grundlage für diesen Roman war und auch, wie viel wirklich auf Tatsachen beruht. Ich habe die Figuren und Bilder im Kopf und denke an das, was ich gelesen habe. Auch, wenn es leider schon beendet ist. Ich hätte gerne noch mehr Zeit im Buch verbracht!

5

Ein Buch ,das in verschiedenen Zeitebenen spielt und den Spannungsbogen bis zum Schluss hochhält, da es viele Familiengeheimnisse gibt und generell nicht viel gesprochen wird in dieser Familie. Tragische Erlebnisse wechseln sich ab mit detaillierten Naturschilderungen, die Ruhe ausstrahlen und mich neugierig gemacht haben,diese Marschlande mal mit eigenen Augen zu erkunden. Es hat mir sehr gefallen und ich bin schon auf die nächsten Bücher von Rebekka Frank gespannt.

4.5

Wie viele Geheimnisse kann man in 500 Seiten packen und sie miteinander zu einer turbulenten, tragischen Familiengeschichte verweben? - Die Antwort ist "Stromlinien" von Rebekka Frank!

Die siebzehnjährigen Zwillinge Enna und Jale sind hier der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, wobei beide auf ihre eigene Art und Weise am Schluss der Geschichte etwas erwachsener geworden sind.. Die Charaktere im Buch empfand ich als authentisch und gut ausgearbeitet. Die Hauptattraktion dieses Buches war für mich eindeutig der wahnsinnig spannende Plot -erzeugt durch viele Perspektivenwechsel und unsäglichen Geheimnissen, die alle nach und nach ans Tageslicht befördert werden. Die Zusammenhänge konnten mich bis zur letzten Seite immer wieder überraschen. Manche Begebenheiten wirkten auf mich leider etwas konzipiert, im Sinne von: Im richtigen Leben könnte ich mir der eine oder andere Fakt, der die Geschichte schlüssig macht, so nicht vorstellen. Aber so darf es auch sein, eben ein fiktiver Roman. Von stimmigen, mitreissenden Naturbeschreibungen in Romanen bin ich ein grosser Fan. Bei diesem hier wirkten sie auf mich jedoch eher wie ein Dekoelement, das der Geschichte einen schönen Rahmen gibt. Nice to have auf jedenfall, aber mich wollten sie nicht so recht abholen. Insgesamt trägt die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite so viele Geheimnisse in sich, dass jede weitere Beschreibung ein Spoilern wäre. Somit müsst ihr euch mit dieser Rezension zufrieden geben und das Buch umbedingt selbst lesen☺️

4.5

Das Buch kann durch zwei große Punkte überzeugen: die tollen Landschaftsbeschreibungen von Elbmarsch und Altem Land. Man möchte sofort wieder hin reisen und spürt die Brise und die Luft dort oben. Der zweite Punkt ist der tolle Plot. Die Geschichte einer Familie, vor allem der Frauen in der Familie wird über mehrere Zeitebenen erzählt, auch aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Auflösung des „Falls“ blieb mir lange unklar bzw erst zum Ende hin lichtet sich das Dunkel. Dieses Buch ist eine große Empfehlung und ich werde die Autorin auf dem Schirm behalten.

4.5

"Wie gut kann man als Mutter schon sein, wenn man den Großteil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat?"

⭐⭐⭐⭐✨ (4,5/5) „Stromlinien“ war mein erstes Buch von Rebecca Frank und ich wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwartet. Nach dem Lesen kann ich sagen, es hat mich definitiv überrascht. 🌾📖 Die Geschichte rund um die 17-jährigen Zwillingsschwestern Enna und Jale, die in den Elbmarschen leben, entwickelt schnell eine starke Sogwirkung. Sie zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea endlich aus der Haft entlassen wird. Doch als es soweit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Für Enna beginnt eine verzweifelte Suche nach Antworten, die sie immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen und Lügen zieht. 🔍🌊 Was dieses Buch für mich besonders macht, es lässt sich nicht klar in ein Genre pressen. Es ist Roman, Krimi und Familiengeschichte zugleich. Getragen von unglaublich atmosphärischen Naturbeschreibungen der Elbmarsch, die eine solche Ruhe ausstrahlen, dass sich das Lesen fast wie Meditation anfühlt. 🌅 Die wechselnden Perspektiven bauen Spannung auf und führen zurück bis ins Jahr 1923, zu einem Ereignis, das alles ins Rollen bringt. Am stärksten hat mich das Buch getroffene mir der zentralen Frage. 👉 Wann ist Schuld eigentlich „abgegolten“? 👉 Kann Schuld überhaupt verjähren, oder wird sie einfach weitergetragen, von Generation zu Generation? Diese Frage zieht sich wie ein leiser, aber unaufhaltsamer Strom durch die Geschichte. Lässt einen nicht los und trifft einen manchmal ganz unerwartet. 💭 Auch die Charakterentwicklung hat mir richtig gut gefallen. Besonders Enna. Anfangs hat mich ihre Sturheit und Naivität ehrlich gesagt ziemlich genervt 😅, aber genau das macht ihre Entwicklung so stark. Schritt für Schritt wächst sie zu einer reflektierten, mutigen jungen Frau heran. 💪 Den halben Stern ziehe ich ab, weil ich den Plot für mein Gefühl etwas zu früh durchschaut habe, etwa 120 Seiten vor Schluss. Das hat der Spannung ein wenig die Spitze genommen. 🤏 Trotzdem: Ein vielschichtiger, atmosphärischer Roman mit Tiefe, starken Figuren und einer Frage, die noch lange nachhallt. 🌊✨

"Wie gut kann man als Mutter schon sein, wenn man den Großteil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat?"
2

Happy, dass es vorbei ist 😅😅

Ich kann mich zum Glück kurz fassen, leider war dieses Buch gar nichts für mich. Ich musste es beenden, weil es tatsächlich erst auf den letzten 20 Seiten spannend und aufgelöst wurde. Ich musste wissen, wie es ausgeht, ihr werdet gleich verstehen, warum. Darum geht es in Stromlinien: Die Schwestern Enna und Jale warten darauf, dass ihre Mutter Alea aus dem Gefängnis entlassen wird. Am großen Tag sind dann aber sowohl Alea als auch Jale verschwunden. Schön war das Setting in der Elbmarsch, der grundsätzliche Schreibstil war auch in Ordnung. Ansonsten ging für meinen Geschmack die Handlung überhaupt nicht vorwärts. Es gab viel zeitliches Hin und Her Gespringe, was an sich spannend sein kann, aber war es nicht. Es war leider nur verwirrend. Bei vielen Charakteren habe ich lange nicht verstanden, wer sie sind und was sie tun. Für mich war aber das größte Problem, dass ich das Buch insgesamt nicht einordnen kann. Genre ist unklar, die Geschichte wollte überall mitspielen und das ist gefährlich. Die Haupt Storyline spielt in 2023, aber durch die altmodischen Namen und den eher altmodischen Schreibstil fühlte sich die Geschichte sehr alt an und ich glaube, jemand hat es im Vorfeld gemerkt, so dass die Schwestern immerzu Billie Eilish gehört haben, damit auch alle wissen, dass wir in modernen Zeiten unterwegs sind 😅😅😭😭 I have no words. Zum Glück hat auch dieses Buch sehr viele Fans, deshalb lasst Euch nicht aufhalten und macht Euch gern ein eigenes Bild! 2/5⭐️⭐️

Happy, dass es vorbei ist 😅😅
5

Lange habe ich überlegt ob dieses Buch etwas für mich ist und bin froh es nun doch gelesen zu haben. Dieses Buch ist einfach episch! Rebekka Frank hat einfach einen tollen Schreibstil, der fesselt aber auch poetisch und bildhaft ist. Allein die Beschreibung der Natur war der Wahnsinn. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen und am Anfang denkt man sich noch "Hä? Wie hängt das den jetzt zusammen?" Aber es wird von Seite zu Seite immer spannender und auch aufwühlender. Ich konnte es einfach nicht auf die Seite legen. Ich liebe es wie sich Enna entwickelt in der Geschichte. Es ist so schön zu sehen wie sie versucht offener zu werden und langsam auch ihr eigenes Leben zu leben beginnt. Aber auch Jale hat eine tolle Entwicklung zurückgelegt. Ich liebe auch Oma Ehmi mit ihren Eigenheiten. Alle Charaktere wachsen einem ans Herz. Eine Geschichte, die mich noch lange begleiten wird.

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4.5

„Ich betrachtete das Tattoo auf meinem Ringfinger, das in diesem Augenblick ein wenig zu kitzeln schien: Schwarz und filigran schlängelte sich die Elbe von einem Knöchel zum nächsten.“ Ein Familienroman, in dem die Spannung für mich von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht blieb. Über mehreren Generationen wird die Geschichte der Elbmädchen Enna und Jale erzählt, in der Vergangenes, Menschen miteinander verbindet. Auch sehr stark zu spüren welche Auswirkungen Unausgesprochenes haben kann. ‚Stromlinien‘ gefiel mir irrsinnig gut.

„Ich betrachtete das Tattoo auf meinem Ringfinger, das in diesem Augenblick ein wenig zu kitzeln schien: Schwarz und filigran schlängelte sich die Elbe von einem Knöchel zum nächsten.“
Ein Familienroman, in dem die Spannung für mich von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht blieb. Über mehreren Generationen wird die Geschichte der Elbmädchen Enna und Jale erzählt, in der Vergangenes, Menschen miteinander verbindet. Auch sehr stark zu spüren welche Auswirkungen Unausgesprochenes haben kann. ‚Stromlinien‘ gefiel mir irrsinnig gut.
4

Ein wundervoller, außergewöhnlicher Roman - obwohl mir das Ende nicht ganz gefiel. Eine Geschichte, die berührt, bewegt, nachgeht, sich ins Herz gräbt. Wunderschöne Naturbeschreibungen wechseln mit spannenden Ereignissen auf verschiedenen Zeitebenen. Das hat mir sehr gefallen. Etwas besonders ist die Stimmung, in die man bei der Beschreibung der Marschlandschaft fällt und auch die Protagonisten waren besondere Charaktere, deren Entwicklung glaubhaft und gut beschrieben wurden. Enna und Jale, 17jährige Zwillinge, leben bei Großmutter Ehmi, im Elbe-Marschlany. Bis Jale verschwindet waren sie sich selbst genug. Als Enna sich auf die Suche macht erfährt sie viel von ihrer Familie aus der Vergangenheit ebenso vom Geheimnis um ihre Mutter, die sehr lange im Gefängnis war. Ein paar Kleinigkeiten fand ich unlogisch, z.B. war mir der Grund für die lange Haftzeit und die damit verbundenen Ermittlungen zu oberflächlich. Trotzdem eine lesenswerte, außergewönlich gut erzählte Geschichte. Auch das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht. Aber das alles schmälert nicht das Gefühl ein wundervolles Buch gelesen zu haben.

4

Ein echter Pageturner, der viele Themen wie z.B. Coming of Age, Geschwisterschaft, Freundschaft, Familienzusammenhalt, politisch-historische Ereignisse, katastrophale Unfälle, kriminalistische Ermittlungen und die Natur des Hamburger Marschlandes miteinander verbindet und vernetzt.

Ein Roman mit Sogwirkung, den ich fasziniert gelesen habe. Er regt intensiv an, über das zentrale Motiv, die Weitergabe von Trauma in der Familie, nachzudenken. Trotzdem hatte ich beim Lesen der über 500 Seiten manchmal das Gefühl, dass da zuviel zusammenkommt, und konnte mich mit dem Ende nicht identifizieren.

4

100 Jahre - Elbe, Marsch und Zwillinge. Eine Familiengeschichte so lebhaft, fließend und unberechenbar wie die Kraft des Wasser.

Die Elbe, die Zwillinge und die Gefängnisinsel. Achtunddreißig Jahre Haft, siebzehn Jahre Schweigen. Die Elbmädchen Enna und Jale warten sehnsüchtig auf die Haftentlassung ihrer Mutter Alea. Denn bei Oma Ehmi herrscht vor allem Stille. Doch am Morgen, an dem die Familie endlich zusammenfinden soll, kommt alles anders. Eine Familiengeschichte, die 1923 beginnt, durchströmt uns mit 100 Jahren Höchstspannung und verästelten Ereignissen, die alle miteinander verbunden sind - genau wie die Mädchen mit der Marsch. ⛵️ „Die Stromlinienform ist die ideale Form eines Körpers, die sich durch einen möglichst geringen Strömungswiderstand gegenüber dem […] Medium Wasser auszeichnet.“ (𝘞𝘪𝘬𝘪𝘱𝘦𝘥𝘪𝘢) Gemäß der Definition trifft der Titel perfekt auf Jale zu. Anpassung und Höflichkeit, ja nicht anecken - so geht Jale lange Zeit gut durchs Leben. Ihre Zwillingsschwester Enna ist das Gegenteil und eine der wichtigsten Figuren des Romans. Die Rebellion, die sie verkörpert, bringt die Wellen und Strömungen in die Elbe. Doch ob die Schwestern ihrem Muster treu bleiben werden? Ennas Perspektive wechselt sich mit anderen Familienmitgliedern ab und so reisen wir zusammen durch die Zeit, durch die Elbmarschen und mit Schiffen und Booten über die Gewässer. Als Lesende werde ich schnell zur Detektivin und möchte tatkräftig mithelfen, die Mysterien zu klären. Dass der Roman über 500 Seiten umfasst, merke ich nur an der enormen Breite der Thematik und an den vielen Nebenflüssen und -flüsschen. Denn gelesen habe ich „Stromlinien“ tatsächlich in nur zwei Tagen - an Spannung mangelt es keineswegs. Ich bin nicht ganz sicher, ob die vielen Perspektiven und Handlungsstränge zwingend nötig waren. Denn die Mystik der Marschen in Verbindung mit den tollen Schwestern und der Naturnähe hätten die Geschichte bereits wunderbar erzählt. Dennoch habe ich den Roman sehr gerne gelesen und mochte vor allem die spannenden Charaktere und den enormen Sog, der „Stromlinien“ ausmacht. Eine Leseempfehlung von mir!

100 Jahre - Elbe, Marsch und Zwillinge. Eine Familiengeschichte so lebhaft, fließend und unberechenbar wie die Kraft des Wasser.
5

Die Geschichte von den Elbmädchen Enna und Jale, die mit ihren Boot "Sturmhöhen" rund um York /Altes Land die Lühe und Elbe kennen wir ihre Westentasche. Die Mädchen zählen die Stunden und Tage, bis ihre Mutter Alea aus dem Gefängnis entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, ist Akea verschwunden und auch Jale. Erna macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und ihrer Schwester. Eine vielschichtige Mehrgenerationengeschichte, die so spannend ist, wie ein Krimi. Bis jetzt eins der besten Bücher des Jahres.

5

Ein weiterer Jahresfavorit

Stromlinien ist eines meiner Lieblingsbücher aus diesem Jahr. Es werden verschiedene Themen eng miteinander verwoben. Es ist sowohl ein Generationen-Roman, es geht ums Erwachsenwerden in verschiedenen Jahrzehnten und Jahrhunderten und darüber hinaus wird noch ein riesiges Familiengeheimnis vorgelegt. Spannend ist auch zu beobachten, wie sich so Muster und Motive über die Generationen hinweg weitertragen. Ich werde mich hüten, zu viel über den Inhalt zu verraten, aber Rebekka Frank hat es auf jeden Fall geschafft, dass einem die Charaktere schnell ans Herz wachsen. Ich habe ein großes Mitgefühl entwickelt und war extrem gespannt auf die Auflösung. Die Lesart war aus meiner Sicht super angenehm und hat den Roman ebenfalls sehr überzeugend transportiert.

4

"Schon früh waren wir wie Ebbe und Flut. Jale wusste immer, wann wir uns zurückziehen, wann wir leise, still und ruhig sein sollten." Die Zwillingsschwestern Jale und Enna wurden auf der Gefängnisinsel Hahnöfersand geboren, auf der ihre Mutter eine langjährige Haftstrafe absitzen muss. Die beiden wachsen bei ihrer Oma in Grünendeich, direkt an der Elbe auf. Die Gegend prägt seit Generationen das Leben der Familie. Aber auch der Urgroßvater von den "Elbmädchen" wie sie liebevoll genannt werden, musste schon ein paar Monate auf Hahnöfersand absitzen, wegen des Diebstahls einiger Äpfel. Dieser Handlungsstrang hat mir bei der Geschichte am meisten gefallen. Abseits von dem historischen Teil der Geschichte, kam mir das Buch oft wie ein Jugendroman vor. Der größte Teil wird aus der Sicht von der 17-jährigen Enna erzählt, die vergeblich am Gefängnistor auf die Mutter wartet, die eigentlich entlassen werden sollte und deren Schwester Jale dann auf einmal spurlos verschwunden ist. Für mich hatte es dann auch einige Längen, die ich überwinden musste. Begeistert hat mich das Setting an der Elbe zwischen Haseldorf, Wedel, Grünendeich und Hahnöfersand. Die Gegend um Haseldorf kenne ich ein bisschen, so das ich alles bildlich vor Augen hatte. Die Gefängnisinsel gibt es wirklich, genauso wie die wunderschöne Elblandschaft mit ihrer Flora und Fauna. Spannend auch die Schilderungen der mehrfachen Vertiefungen der Elbe und dessen Auswirkungen auf die Natur. Atemlos verfolgt habe ich die Geschehnisse von dem Unglück des Frachters "München", die auf wahren Begebenheiten beruht und der Autorin als Story für den Ur-Opa dient. Insgesamt ein spannendes Buch, in dem langsam die wahren Begebenheiten ans Licht kommen und die Auswirkungen, die die Entscheidungen welche unsere Vorfahren treffen, auch auf unser heutiges Leben haben.

5

Spannende Handlung mit malerischen Worten erzählt

Ich mochte, dass mehrere Geschichten gleichzeitig erzählt wurden, die am Ende ein Ganzes ergaben. Zwischenzeitliche traurig, aber auch oft zum Schmunzeln. Persönlich habe ich eine neue Schwäche für Bücher, die als Handlungsort Hamburg und Umgebung haben :)

5

So so toll geschrieben und spannend erzählt

Ich würde mich schon als kleiner Fan der Bücher von Rebekka Frank bezeichnen. Für mich war “Der Duft von Zimt” damals ein absolutes Highlight, alles andere mochte ich ebenfalls, bis ich mit “Das Echo der Gezeiten” im letzten Jahr ihr Meisterwerk gelesen habe. Ein Buch, welches viel mit mir gemacht hat und ich jedem weiterempfehle. Das sind große Fußstapfen, in denen ihr neuer Roman “Stromlinien” treten muss. Die Autorin hat wieder eine unglaublich intensive Geschichte geschrieben. Trotz der zum Teil recht ruhigen Erzählart kam nie Langeweile auf, weil einfach so viel passiert. Jede Familie hat ihre Geheimnisse, aber was hier nach und nach ans Licht kommt: Du liebe Güte. Ich habe es geliebt. Und dabei gab es nicht nur eine Überraschung, sondern auch Szenen, die mich schockiert und einige Tränen gekostet haben. Rebekka Frank hat einein einnehmenden und bildlichen Schreibstil. Wie auch schon im letzten Buch haben mich besonders die Szenen am und im Wasser beendruckt, weil sie sich angefühlt haben, als wäre ich vor Ort. Bildgewalt Par excellence. Sie hat spannende Charaktere geschaffen, die nahbar sind, weil sie eben nicht perfekt sind. Und dabei einen Familienroman auf mehreren Zeitebenen mit viel Herz und ebenso viel Schmerz geschaffen, dynamisch wie dramatisch und spannend wie ein Krimi. Das Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt und strotzt vor wunderbar gezeichneter Charaktere und atemberaubender Wendungen in einer fantastisch geschriebenen und inszenierten Geschichte.

So so toll geschrieben und spannend erzählt
5

Einfach nur schön 😍

Ein wirklich spannendes Familiendrama in einer malerischen Kulisse im Alten Land. Sehr zu empfehlen 💕 📚

5

Familiendrama auf mehreren Zeitebenen

Unglaublich gut konstruiert diese Geschichte! Alle Fäden laufen zusammen, spannende Geschichte über mehrere Zeitebenen, individuelle Charaktere und auch sehr ruhige, bildhafte Szenen. Hat mir unglaublich gut gefallen! Für mehr Infos Folge mir auf Instagram: literallylu.books YouTube: literallylu

5

"Schon früh waren wir wie Ebbe und Flut. Jale wusste immer, wann wir uns zurückziehen, wann wir leise, still und ruhig sein sollten. Ich hingegen konnte gut vorpreschen, genau den richtigen Moment abpassen, um einen Frosch zu fangen, einen Fintenschwarm zu beobachten oder mit Anlauf ins Flussbett der Lühe zu springen, sobald sie ihren Tiefstand erreicht hatte.“ Enna und Jale sind ein Herz und eine Seele. Sie sind zweieiige Zwillinge und von klein an in den Elbmarschen bei ihrer Großmutter Ehmi zuhause. Sie sind die Elbmädchen, leben im Rhythmus von Ebbe und Flut. Mit ihrer Sturmhöhe, einem blaugrünen Holzboot, fahren sie regelmäßig zur Elbinsel Hanskalbsand hinaus, verschmelzen mit der Flora und Fauna und zählen die Stunden runter bis zum großen Tag. Denn ihre Mutter Alea soll endlich aus der Haft entlassen werden. Doch der große Tag ihrer Entlassung geht nicht mit der erhofften Wiedervereinigung, sondern vielmehr mit einem mysteriösen Verschwinden einher. Denn Mutter Alea verschwindet und mit ihr auch Jale. Enna versteht nicht, warum Jale einfach so abhauen sollte. Und dazu noch genau an dem Tag, den sie so lange herbeigesehnt haben. Ihr Traum von einer gemeinsamen Zukunft mit ihrer Mutter wird von Ernüchterung, Verzweiflung und Angst um die beiden abgelöst. Und weil die Polizei es schon ihr Leben lang auf ihre Familie abgesehen zu haben scheint, schreitet Enna entschlossen zur Tat und durchkämmt im Alleingang das Alte Land, um nach den beiden zu suchen. Ohne es zu merken, verstrickt sie sich damit unweigerlich in ein Konstrukt aus Mutmaßungen und Lügen. Denn genau dann, als Alea und Jale verschwinden, versinkt im Hafen ein Sportboot und mit ihm verunglückt ein Mann, mit dem die Familie Eggers enger verwoben scheint als es ihnen lieb ist. „Ihre Worte veränderten alles – diese Insel, die Elbe, Ebbe und Flut – für immer. Von diesem Tag an sollten wir nie wieder dieselben sein.“ Schon im letzten Jahr wusste Rebekka Frank mich mit „Das Echo der Gezeiten“ zu begeistern. Nun ist im März eine weitere Geschichte unter ihrem Klarnamen erschienen, die mich in ihren Bann zog. Wer ihren letzten Roman gelesen hat, wird wissen, dass die Autorin eine meisterhafte „Verweberin“ von Zeitebenen, von Realem und Fiktivem, von Fäden ist, die sich zu einem Erzählteppich vereinen, ja in diesem Fall könnte man von Stromlinien sprechen, die einer gemeinsamen Strömung unterliegen. Diese Stromlinien sind nicht nur im Titel, sondern auch im Roman ganz deutlich zu erkennen. Erneut verknüpft die Autorin verschiedene Zeitebenen, es sind die Jahre 1923, 1983 und 2023, deren Ereignisse und Menschen Kapitel für Kapitel zusammenfinden. In ihnen gewährt sie einen Einblick in das Leben ihrer Protagonist*innen, der uns anfangs wie ein kurzes Antippen der Wasseroberfläche, wenig später aber wie ein ausgiebiger Tauchgang begegnet. Es ist beeindruckend, wie in „Stromlinien“ alles zueinanderfindet. Auch wenn ich unfassbar traurig darüber war, wie die Familie Eggers, um die es hier hauptsächlich geht, über so viele Generationen hinweg vom Schicksal gebeutelt war, hat mich der Roman einfach mitgerissen. Die Geschichte, die hier gesponnen wurde, mag fiktiv sein, begegnete mir aber wie eine rundum harmonische Komposition, die dem Leben ganz nahekommt und sich mir wie eine Mischung aus atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen, emotionaler Familiengeschichte und rasantem Krimi offenbart hat.

Post image
5

Spannender und sehr bildhafter Genremix, dessen einzelne Handlungsstränge/Schicksale am Ende geschickt ineinandergreifen!

5

Toller Mehrgenerationenroman Um es vorweg zu nehmen, dieses Buch war ein richtiges Highlight für mich. Die Autorin nimmt uns mit an die Elbe, wo in einem kleinen Ort an der Lühe im alten Land die Zwillinge Enna und Jale bei ihrer Großmutter Ehmi leben. Sie zählen die Tage herunter bis sie ihre Mutter Alea wiedersehen können, die sich seit vielen Jahren in Haft befindet. Doch als der Tag gekommen ist, taucht die Mutter nicht auf, und auch Jale verschwindet spurlos. Enna ist fassungslos und begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Doch zwischenzeitlich ist ein Sportboot in der Elbe verunglückt und die Familie scheint für die Polizei verdächtig zu sein. Der Roman ist nicht nur sehr atmosphärisch geschrieben und enthält jede Menge wunderschöner Naturbeschreibungen, so dass man sich richtig gut einfühlen kann in die Umgebung, er ist auch spannend und enthält viele unerwartete Wendungen. Es ist eine vielschichtige Geschichte, die auf mehreren Zeitebenen spielt. Hier springt die Autorin hin und her, was Konzentration erforderte und manchmal etwas verwirrte. Trotzdem, ich fand den Roman richtig toll und habe ihn total gerne gehört. Das Hörbuch wurde hervorragend gelesen von Ulrike Kapfer. Vielleicht können auch gerade im Hörbuch die Charaktere wie z.b die wortkarge Oma Ehmi, mit ihrer trockenen Art, die Zwillinge in ihrer Unterschiedlichkeit oder der charmante, liebenswerte Lucca, der auch ganz schön nerven konnte und Enna bei der Suche half , besonders gut „herausgearbeitet“ werden, und man bekam von ihnen eine noch bessere Vorstellung als nur durch das Kopfkino im gelesenen Buch. Ich fand’s toll, hat mir großen Spaß gemacht, eine schlüssige, spannende Geschichte, die mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten hat.

4.5

Familiengeheimnisse in der Elbmarsch

Die 17-jährigen Zwillingsschwestern Jale und Enna sind in der Flusslandschaft der Elbmarschen zu Hause. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter, erwarten sie sehnsüchtig die Entlassung ihrer Mutter Alea aus dem Gefängnis. Doch am Entlassungstag ist Alea verschwunden und zusätzlich auch Jale. Enna, die sich ohne Jale unvollständig fühlt, sucht in der Weite der Marsch und kommt nach und nach den Ursachen für das familiäre Schweigen und den verstrickten Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie auf die Spur. Einen halben Stern Abzug gibt es von mir, denn der Text wäre an einigen Stellen besser etwas gekürzt worden und der Schluss ist zu konstruiert. Alles in allem ein atmosphärischer, teils tiefgründiger, in drei Zeitsträngen erzählter Familienroman mit Krimianteilen, den ich gerne empfehle. Es geht vor allem um die Frage von Schuld (->Kann man sie durch Strafe abtragen? Kann und darf man irgendwann neu anfangen?…), familiäre Verbundenheit, Coming of Age und zu lange gehütete Geheimnisse.

5

„Und Jale und ich waren mit unserem Boot zwischen den Ufern hin und her gefahren, ohne Orientierung, ohne Halt, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, woher dieses Loch kam, das inmitten unserer Familie klaffte, inmitten von uns selbst. Es war tiefer als die Elbe an ihrer dunkelsten Stelle. Und sein Sog stärker als alle Strudel unseres Flusses.“

Die Geschichte um Jale und Enna in den Elbmarschen hat mich sehr beeindruckt. Wir begleiten die beiden Schwestern dabei, wie sie auf die Entlassung ihrer Mutter aus dem Gefängnis warten. Aufgewachsen sind sie bei ihrer Großmutter, die eher kühl und distanziert mit ihnen umgeht. Am Tag der Entlassung verschwinden dann plötzlich sowohl die Mutter als auch Jale, und Enna beginnt Stück für Stück, die Familiengeschichte aufzudecken. Dabei wird klar, wie sehr die Vergangenheit ihre Schatten auf die Gegenwart wirft. Ich mochte den Schreibstil der Autorin total. Vor allem die wechselnden Perspektiven der Figuren und die Sprünge in die Vergangenheit haben mir gut gefallen und lassen einen Sog entstehen. Die ganze Geschichte entfaltet sich langsam und bleibt dabei total spannend und ohne vorhersehbar zu sein. Eine große Empfehlung von mir! ❤️📖

„Und Jale und ich waren mit unserem Boot zwischen den Ufern hin und her gefahren, ohne Orientierung, ohne Halt, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, woher dieses Loch kam, das inmitten unserer Familie klaffte, inmitten von uns selbst. Es war tiefer als die Elbe an ihrer dunkelsten Stelle. Und sein Sog stärker als alle Strudel unseres Flusses.“
4.5

Eine Geschichte aus dem Marschland

Stromlinien ist ein spannender, atmosphärisch dichter Roman aus dem Marschland rund um Hamburg. Die vielen Zeitsprünge sowie die komplexen Familien- und Personenkonstellationen verlangen hohe Aufmerksamkeit, lohnen sich aber. Mystisch, ruhig und zugleich packend entfaltet sich die Geschichte Schicht für Schicht. Kein leichter Nebenbei-Roman, sondern ein fesselndes Buch für Leser:innen, die sich gern ganz hineinziehen lassen.

4.5

Absolut positive Überraschung!

Wow, lange hat mich inhaltlich kein Buch mehr so reingezogen (zuletzt “Der gefrorene Fluss”). Der Familienroman war unglaublich vielschichtig und durch die verschiedenen Zeitebenen bzw. Generationen auch wahnsinnig komplex. Man merkt die Liebe der Autorin zu den Elbmarschen und dem Wasser allgemein in nahezu jeder Zeile. Von der Atmosphäre her hat es mich etwas an “Der Gesang der Flusskrebse” erinnert. Besonders als Hörbuch ein echtes Erlebnis!

5

Eine tiefgründige, atmosphärische und bewegende Familiengeschichte, ein Highlight

Siebzehn Jahre lang haben die Zwillingsschwestern Enna und Jale, die in den Elbmarschen zu Hause sind, auf die Entlassung ihrer Mutter Alea aus dem Gefängnis gewartet. Doch als der Tag endlich kommt, taucht Alea nicht auf und plötzlich ist auch Jale spurlos verschwunden. Enna macht sich auf die Suche und mit der Zeit werden einige Geheimnisse gelüftet. Die Angst, dass ihrer Schwester etwas zugestoßen sein könnte, wächst bei Enna immer mehr. Gleichzeitig belastet sie die Frage, warum ihre Mutter all die Jahre hinter Gittern verbringen musste. "Stromlinien" ist ein fesselnder, atmosphärischer und dramatischer Familienroman, der mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Der Einstieg erforderte zunächst etwas Konzentration, da ich mich an die ständigen Zeitsprünge der verschiedenen Generationen und die wechselnden Perspektiven gewöhnen musste. Doch schon bald hat mich die Geschichte gepackt, insbesondere durch die Cliffhanger am Ende der Kapitel, die für eine durchgehende Spannung sorgten. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, und die Autorin versteht es meisterhaft Spannung aufzubauen und Emotionen zu beschreiben. Besonders die Naturbeschreibungen bei den Bootsausflügen mit der "Sturmhöhe" tragen zur besonderen Atmosphäre des Romans bei. Die Geschichte ist zwar fiktiv, doch die Autorin hat sich auch von realen historischen Ereignissen inspirieren lassen. Die Charaktere sind vielschichtig und hervorragend ausgearbeitet, sie wirken authentisch. Der Roman behandelt eine Vielzahl bedeutender Themen, darunter das Leben im Gefängnis, Familie, Konflikte, erste Liebe, Verlust und Trauer, die Sehnsucht nach Mutterliebe sowie große Enttäuschungen. Trotz dieser Vielzahl an aufgegriffenen Themen wirkt die Geschichte nicht überladen. Für mich ist diese tiefgründige, atmosphärische und bewegende Familiengeschichte ein Highlight, ein großartiger Roman, den ich gerne weiter empfehle.

Eine tiefgründige, atmosphärische und bewegende Familiengeschichte, ein Highlight
4.5

Packende Familiengeschichte über mehrere Generationen. Themen wie Schuld und die Macht einer einzelnen Entscheidung sind bestimmend für die Handlung.

5

Ein ganz wundervolles Buch!

Seit Monaten freue ich mich auf dieses Buch - und dieses unglaublich schöne Buchcover! Ich bin super stolz, dieses vorablesen zu dürfen und kann nur ein paar erste Worte finden: ein unglaublich schöner Roman. Aber zu Beginn: es geht um Enna und ihre Zwillingsschwester Jale, die spurlos verschwindet. Als wenn das nicht schon ungewöhnlich genug wäre, auch noch an dem Tag, an dem ihre Mutter nach 38 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden sollte. Denn auch diese ist verschwunden. Enna und Großmutter begeben sich auf eine nicht ganz ungefährliche Reise auf der Suche nach beiden. Wohin sind beide verschwunden? Warum saß die Mutter überhaupt im Gefängnis und welche Rolle spielt das Wasser dabei? Ich würde ungern mehr erzählen, es würde der Geschichte einfach zu viel vor weg nehmen. Dieses Buch habe ich in wenigen Stunden (an zwei Abenden) gelesen, ich konnte es nicht abwarten zu wissen, wie es ausgeht. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich das Genre richtig finde, meiner Meinung nach ist das Buch eine ganz wundervolle Mischung aus Krimi und Roman. Rebekka Frank schafft es eine ganz leichte Stimmung zu erzeugen (leicht im Sinne von leicht zu lesen und nicht unnötig rau). Der Schreibstil ist absolut fesselnd, Themen wie Straftaten, Haftstrafen und Großwerden ohne Mutter sind mit ganz liebevollen Beschreibungen und sensibel beschrieben worden. Ich hatte hin und wieder Schwierigkeiten mit den zeitlichen Wechseln, aber man gewöhnt sich dran. Dieses Buch werde ich definitiv noch einmal lesen. Große Empfehlung!

5

Ich habe Stromlinien mit jedem Wort geliebt. Es ist eines dieser Bücher, die nicht nur unter die Haut gehen, sondern auch etwas in dir zurücklassen, das du nicht ganz greifen kannst. Und vielleicht ist das das wahre Geheimnis von Stromlinien – dass es einfach bleibt. Auch wenn man es schon längst zugeschlagen hat.

Ich kann nicht genau sagen, warum dieses Buch so tief bei mir eingeschlagen ist – aber es hat etwas in mir bewegt, das ich noch nie zuvor gespürt habe. Stromlinien ist kein lautes Buch. Es schreit nicht um Aufmerksamkeit, es bleibt ruhig, fast schüchtern in seiner Erzählweise. Aber genau das hat mich gepackt, ohne dass ich es wollte. Es hat mich in den Bann gezogen und einfach nicht wieder losgelassen. Schon im zweiten Kapitel war ich völlig drin. Ich wusste, das Buch würde mich nicht mehr loslassen. Vielleicht liegt es am Setting – dieser ständige Wechsel von Ebbe und Flut, von Nähe und Entfernung, von Erwartung und Enttäuschung, das kenne ich, das spüre ich. Ich bin mit der Elbe groß geworden, und in Stromlinien habe ich den Wind, das Wasser, die Weite gespürt. Es war, als würde ich mich selbst in Enna und ihrer Geschichte wiederfinden. Aber es sind nicht nur die Orte, die mich gepackt haben. Es sind die kleinen, so ehrlichen Momente. Die Art, wie Frank die leisen, fast unsichtbaren Spannungen zwischen den Figuren einfängt, die nicht laut sind, aber so sehr nachhallen. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch nicht einfach nur eine Geschichte erzählt – es ist wie ein stiller Dialog, der immer weitergeht, selbst nachdem man das Buch zuklappt. Und dann diese Verweise auf Dinge, die mich in meiner eigenen Welt treffen: BookTok, diese kleinen Anspielungen auf Dinge, die so sehr Teil von uns sind. Es war, als würde jemand in einem Buch verstehen, was ich fühle, was ich erlebe. Ich kann nicht sagen, warum dieses Buch so besonders ist. Es ist nicht dramatisch, nicht aufgeregt – aber es bleibt in dir. Vielleicht ist das genau der Punkt: Es geht nicht darum, laut zu sein. Es geht darum, leise zu sein und trotzdem zu spüren, wie schwer ein Geheimnis wiegt, wie tief es einen verändern kann.

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🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 #Rezension #Rezensionsexemplar #bloggeraktion #tinalurz #fischerverlag #rebekkafrank #stromlinien #Elbmarsch #Hamburg #generationsübergreifend 𝙒𝙖𝙧𝙪𝙢 𝙬𝙤𝙡𝙡𝙩𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙙𝙖𝙨 𝘽𝙪𝙘𝙝 𝙡𝙚𝙨𝙚𝙣? Aktuell zieht es mich immer wieder zu Geschichten, wo der Schauplatz sich dort befindet, in denen Gezeiten eine Rolle spielen, also am Wasser, vorzugsweise in meiner Nähe, der Nordsee und auch Elbe. Zudem mag ich es in verschiedene Zeitebenen einzutauchen. Als ich den Klappentext zu "Stromlinien" gelesen hatte, dachte ich sofort, das klingt sehr spannend. Wo ist Ennas Schwester und auch deren Mutter? Warum war sie überhaupt so lange im Gefängnis? Und was hat das mit dem Bootsunglück zu tun? Schätze, dies wird eine Geschichte zum Miträtseln. 𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: Enna und Jale sind in den Elbmarschen zu Hause. Sie leben im Rhythmus von Ebbe und Flut, beobachten Kormorane und Austernfischer – und zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea aus der Haft entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Entschlossen durchkämmt Enna auf der Suche nach ihnen das Alte Land, ohne zu ahnen, dass dieser Weg sie für immer verändern wird. 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: Gleich vorweg, dieses Buch war so gut und so spannend, dass ich meine höchste Auszeichnung Prädikat Lieblingsbuch vergeben habe. Nach dem Prolog, der erst noch verwirrend war, wie so oft, war ich dann aber direkt bei Enna und Jale, den 17-jährigen Zwillingsmädchen angekommen. Jahrelang haben die Zwei die Tage heruntergezählt, bis ihre Mutter endlich aus der Haft entlassen wird. Sie selbst sind bei der Großmutter Ehmi (auch ein Zwilling), in der Elbmarsch, aufgewachsen. Sie lieben ihre Heimat und kennen sich auch sehr gut mit der dortigen Flora und Fauna aus. All das beschreibt die Autorin sehr atmosphärisch, dass dabei lebendige Bilder entstanden sind. Mit dem Nichtauftauchen der Mutter, dem Verschwinden von Jale, bin ich in einen Sog geraten, wo nur das eigene Leben mich hin und wieder herausgeholt hat. Ich habe es als Verschnaufpause bezeichnet. Unwissentlich, dass ich mit Fortschreiten der Geschichte, die so gut konstruiert war, ich in einen Strudel geraten werde. Auf diesem Weg habe ich so viele Theorien aufgestellt, wie alles zusammenhängen könnte, dass mir stellenweise ganz schwindelig wurde und das meine ich wirklich positiv. Am Ende angekommen, gab es Tränen. Meine Gefühle lassen sich beschrieben mit Traurigkeit und gleichzeitig Wärme. Und so schipperte ich, mit ein wenig Wehmut, aber glücklich ans Ende der Geschichte, wo ich dann, in einer Anmerkung der Autorin erfahren habe, dass es sich hierbei stellenweise auch um einige reale Geschehnisse handelte. Für mich eine unvergessliche Reise in die Elbmarsch. 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: #PrädikatLieblingsbuch #Jahreshighlight

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4.5

Beindruckt versuche ich mich aus dem Sog dieses Buches zu befreien, so tief versunken bin ich in der Elbmarsch. So dicht , vielschichtig, berührend und atmoshärisch ist dieser Roman! Wir tauchen ein in dunkle Geheimnisse, die Auswirkungen auf mehrere Generationen haben und auf adhoc getroffene Entscheidungen, die weitreichende Folgen haben. Besonders gelungen sind die verschiedenen Zeitebenen und daraus resultierend , die Blickwinkel der Generationen, die gar nicht verwirrend waren oder den Lesefluss gestoppt haben, sondern ganz im Gegenteil die subtile Spannung aufrecht erhalten und bereichert haben. Große Leseempfehlung!

4.5

Zwischen Schuld, Schweigen und der rauen Schönheit der Elbmarsch – ein tief berührender Familienroman, der lange nachhal

Schon der Klappentext verspricht eine Geschichte voller Geheimnisse, die mit der Elbe, der Marsch und den Menschen dort eng verwoben ist. Rebekka Frank schreibt mit unglaublich viel Liebe zum Detail über die Landschaften an der Elbe, über das Leben in der Marsch, über Wasser, Sturm, Einsamkeit und die raue Schönheit dieser Gegend. Beim Lesen konnte ich den Wind förmlich spüren und die bedrückende Stimmung greifen. Die Umgebung wird hier nicht einfach beschrieben, sie lebt und trägt die Geschichte mit. Im Mittelpunkt steht eine Tragödie sondergleichen, die ihre Schatten über mehrere Leben wirft. Besonders erschütternd fand ich, wie eindringlich gezeigt wird, was passieren kann, wenn Menschen Dinge totschweigen, statt offen darüber zu reden. Schuld, Schmerz und Verzweiflung werden von Generation zu Generation weitergetragen, bis sie alles vergiften. Dieses ständige Schweigen hat mich beim Lesen fast wahnsinnig gemacht, gerade weil man spürt, wie sehr alle Figuren darunter leiden. Vor allem die Zwillinge taten mir unendlich leid. Sie wachsen ohne echte Geborgenheit auf, ungeliebt und emotional vernachlässigt im Haushalt der Großmutter, obwohl sie nichts für die Fehler der Erwachsenen können. Diese tiefe Zerrissenheit, das Gefühl von Verlust und die Sehnsucht nach Liebe waren unglaublich intensiv beschrieben. Man merkt auf jeder Seite, wie sehr fehlende Nähe und unausgesprochene Wahrheiten Menschen prägen können. Besonders beeindruckt hat mich nicht nur die Vehemenz und die Sturheit der 19-jährigen Protagonistin im Umgang mit ihrer Schuld, wie sie versucht, diese zu ertragen und sich fast schon darin suhlt. Sondern auch die Entwicklung der Zwillinge miterleben zu können, wie sie trotz allem über sich hinauswachsen und sich langsam öffnen können. Besonders gelungen fand ich außerdem die unterschiedlichen Zeitebenen, die den Roman noch viel intensiver und lesenswerter machen. Dadurch lernt man die Figuren der einzelnen Generationen immer besser kennen, versteht ihre Beweggründe, ihre Verletzungen und ihre Entscheidungen viel tiefer. Die Charaktere wirken dadurch unglaublich greifbar und lebendig, weil sich nach und nach zeigt, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind und wie sehr alte Wunden bis in die nächste Generation hineinwirken. Gleichzeitig macht der Roman wütend, weil er zeigt, wie egoistisch „Mann“ manchmal sein kann: einfach weiterzuleben, als wäre nie etwas passiert, während andere Menschen an den Folgen zerbrechen. Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und absolut berührt. Rebekka Frank gelingt es großartig, mehrere Genres miteinander zu verbinden: Familienroman, Drama, Gesellschaftsroman und beinahe schon ein wenig Krimi-Atmosphäre verschmelzen zu einer dichten, emotionalen Geschichte. Die Figuren wirken echt, verletzlich und voller innerer Konflikte. „Stromlinien“ ist ein leiser, aber unglaublich intensiver Roman über Schuld, Schweigen, Familie und die Frage, ob man der Vergangenheit jemals entkommen kann. Für mich ein großartiges, atmosphärisches und absolut lesenswertes Buch.

Zwischen Schuld, Schweigen und der rauen Schönheit der Elbmarsch – ein tief berührender Familienroman, der lange nachhal
4

Verworren!

Das war mal eine sehr verworrene Familientragödie. Der Schreibstil hat mir von Beginn an super gut gefallen, wie auch die Dynamiken der einzelnen Familienmitgliedern sich rauskristallisiert haben. Die Zeitsprünge zwischen 1923, 1989 und 2023 fand ich auch so interessant, vor allem wenn gegen Ende dann einfach alles zusammenpasst. Jeder war mir mal sympathisch und unsympathisch und mit dem Ende hab ich so 0,00 gerechnet, aber ich wäre auch nie drauf gekommen wie sich alles auflösen könnte. Hat super viel Spaß gemacht zu lesen!

5

Fast jeder Protagonist in diesem Buch hat Geheimnisse, was dafür sorgt, dass das Buch trotz vieler Landschaftsbeschreibungen, nie langweilig wird. Ein großes Lob auch an die Covergestaltung, es ist, wie ich finde, nicht nir sehr schön, sonder passt einfach auch perfekt zum Inhalt.

5

Rebekka Frank schleicht sicht mit ihrem zweiten Buch immer tiefer in mein Herz. Man kann miträtseln, mitweinen und schmunzeln. Enna und und die anderen sind keine einfachen Charaktere und nicht direkt liebenswert (ausser Gunnar), aber das macht die Geschichte so echt. Ich habs geliebt

4.5

Spannend, aber auch tiefgründig

Inhaltlich sehr dicht. Tiefgründig, aber dennoch spannend. Ruhig erzählt, trotz der inhaltlichen Dramatik. Da werden auf 500 Seiten große Themen des Lebens behandelt. Über Freiheit und Gefangenschaft, Selbstbestimmtheit, Endlichkeit, Anpassung und Rebellion, Nähe und Entfremdung, über verpasste Chancen, Wut, Schuld, Verantwortung und Vergebung, Gesehen-werden, (Un-)Gerechtigkeit. Die Charaktere sind vielschichtig und dadurch lebendig. Die Geschichte: Eine emotionale Achterbahnfahrt. Stellenweise melancholisch, aber auch sehr schön, sowohl stilistisch, als auch inhaltlich.

4.5

Gesang der Flusskrebse in Deutschland

Die 17 jährigen Zwillinge erleben den Count down, bis ihr Mutter aus dem Gefängnis entlassen wird. Allerdings verschwindet am Tag x nicht nur die Mutter, sondern auch eines der Mädchen spurlos. Nach und nach wird das für diese Familie charakteristische Schweigen laut. Und ein Geheimnis lüftet sich, eine Vorgehensweise erklärt sich.

4.5

Lesenswert

Rebekka Frank zeichnet eine schöne Natur, authentische Charaktere und eine spannende Handlung, die ein ganzes Jahrhundert umspannt und in der sich alle Zeitebenen ganz wunderbar zusammenfügen. Ein richtig guter Schmöker für kuschelige Nachmittage und von Ulrike Kapfer auch richtig toll eingelesen.

4

Ein gut zu lesendes Buch

Ein Buch über Schwestern, Schuld und Schicksal Enna und Jale wachsen bei ihrer Großmutter in den Elbmarschen auf, denn ihre Mutter verbüßt eine lebenslange Haftstrafe im Gefängnis. Endlich ist der Tag gekommen, auf den sie so lange gehofft haben: Die Mutter wird entlassen. Doch als es so weit ist, sind weder die Mutter noch Jale da. Enna macht sich auf die Suche nach den beiden … Zu Beginn entfaltet der Roman in verschiedenen Erzählsträngen scheinbar voneinander unabhängige Geschichten, die sich im Verlauf immer stärker miteinander verweben und schließlich ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Die Handlung ist eingebettet in die atmosphärische Kulisse der Elbmarschen, deren eindrucksvolle Schilderung viel Raum einnimmt und eine besondere Stimmung erzeugt. Zwar konnte ich persönlich zu keiner der Hauptfiguren eine wirkliche Sympathie entwickeln, doch sie sind alle mit großer Sorgfalt und Tiefe gezeichnet. Der Roman besticht durch seine Spannung, denn immer wieder treten neue Ereignisse zutage, die zum Weiterlesen animieren und nach Aufklärung verlangen. Alles in allem ist Stromlinien ein feinfühlig und mit viel Liebe zum Detail erzählter Familienroman, der von den weitreichenden Folgen unserer Entscheidungen und dem unausweichlichen Einfluss des Schicksals erzählt.

5

STROMLINIEN Rebekka Frank Die 17-jährigen Zwillinge Enna und Jale Eggers wachsen bei ihrer Großmutter Ehmi in einem kleinen Dorf an der Lühe auf. Ihre Mutter Alea verbüßt eine lebenslange Haftstrafe auf der Gefängnisinsel Hahnöfersand, den Vater haben sie nie kennengelernt. Seit Jahren zählen die Schwestern die Tage bis zur vermeintlichen Entlassung ihrer Mutter rückwärts – voller Hoffnung. Doch als der Tag endlich gekommen ist, steht Enna alleine vor dem Gefängnistor. Jale ist in der Nacht zuvor spurlos verschwunden, ohne sich zu verabschieden. Auch von Alea fehlt jede Spur. Erst später erfährt Enna, dass die Mutter bereits vor einigen Tagen entlassen wurde. Warum hat sie ihren Töchtern das richtige Entlassungsdatum verschwiegen? Enna versteht die Welt nicht mehr. Jale und sie waren immer unzertrennlich – nie würde ihre Schwester sie einfach zurücklassen. Gemeinsam mit ihrer Großmutter gibt Enna eine Vermisstenanzeige auf. Dabei stoßen sie auf eine erschütternde Nachricht: Ein Mann ist vor Hahnöfersand ertrunken – und die Polizei verdächtigt Alea des Mordes. Entschlossen begibt sich Enna auf die Suche nach ihrer Schwester – und der Wahrheit. Rebekka Frank nimmt uns mit auf eine atmosphärisch dichte Reise in die Elbmarsch. In kunstvoll verwobenen Rückblenden entfaltet sich eine Geschichte, die über Generationen hinweg drei Familien tragisch miteinander verbindet. Dabei gelingt es der Autorin, historische Bezüge, Coming-of-Age-Elemente, Krimi-Spannung und eine zarte Liebesgeschichte miteinander zu vereinen – ohne je ins Kitschige abzudriften. Stromlinien ist ein echter Pageturner – nicht nur durch den spannenden Plot, sondern auch dank des eindrucksvollen Schreibstils. Schon das wunderschöne Cover und die liebevolle Gestaltung machen das Buch zu etwas Besonderem. Ich kann euch Stromlinien nur ans Herz legen. Mich hat es zurück in meine Jugend versetzt – zu den Wochenenden auf der Nachbarinsel Schweinesand. Ein eindrucksvolles Buch mit Tiefgang, Herz und Atmosphäre. Große Leseempfehlung! 5/5

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5

Unglaublich spannend, bewegend und herzzerreißend!

Ganz große Leseempfehlung! Über mehrere Generationen erzählt Rebekka Frank die Geschichte einer Familie, die mit so viel Leid klarkommen muss, dass schon mal ein paar Tränen beim Leser fließen. Immer wieder lehnen sich aber die Mitglieder dieser Familie gegen das Unrecht auf, lernen dazu und machen alles ein bisschen besser als vorher. Der Schreibstil ist so spannend und packend erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Wirklich ein überraschend guter Roman.

5

Wow! Zum Jahresanfang direkt mal ein Brett! Rebekka Franks Roman Stromlinien überzeugt vor allem durch seinen ruhigen, atmosphärisch dichten Stil. Die Sprache ist präzise und bildhaft, oft von einer leisen Melancholie getragen, die gut zu den Themen Erinnerung, Verlust und innerer Bewegung passt. Frank verzichtet auf große Dramatik und setzt stattdessen auf feine Beobachtungen und subtile Stimmungen. Besonders gelungen ist die Arbeit mit verschiedenen Zeitebenen. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander und spiegeln sich thematisch, ohne dass der Text unübersichtlich wird. Die Wechsel zwischen den Zeiten sind klar strukturiert und vertiefen das Verständnis der Figuren, da ihre aktuellen Entscheidungen immer wieder aus früheren Erfahrungen heraus erklärbar werden. Insgesamt ist Stromlinien ein stiller, literarisch anspruchsvoller Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und innere Entwicklung wirkt. Funfact: mein erster Roman 2025 war : Der Gesang der Flusskrebse. Es muss zu Jahresbeginn wohl was mit Marsche sein 🙂

5

Stromlinien von Rebekka Frank ist schon von der Optik und Haptik her ein echter Hingucker, auf dem wunderschönen und zum Inhalt perfekt passenden Cover kann man die (Strom)Linien ertasten. Dem Buch sieht man die 500 Seiten nicht an, es ist kein wuchtiger Wälzer, sondern handlich genug für die Handtasche. Es ist die Geschichte von drei Familien – die Wilkes, die Ellerbrocks und die Eggers. Wie das Schicksal der Familien miteinander verbunden ist, erfahren wir in Rückblenden in die 1920er, 1970er und 1980er Jahre. 2023: Die siebzehnjährigen Zwillingsschwestern Enna und Jale Eggers leben bei ihrer Oma Ehmi in den Elbmarschen und warten ungeduldig auf die Entlassung ihrer Mutter aus dem Gefängnis. Als endlich der Tag X da ist, warten Enna und Ehmi vergeblich vor dem Gefängnistor. Doch nicht nur von Alea, sondern auch von Jale fehlt jede Spur. Enna macht sich auf die Suche nach Mutter und Schwester. Am Tag von Aleas Entlassung ertrinkt ein Mann in seinem Sportboot nicht weit vom Gefängnis auf Hahnöfersand entfernt, die Polizei verdächtigt Alea. 1923: Der fünfzehnjährige Gunnar stiehlt ein paar Äpfel und muss ins Gefängnis auf der Insel Hahnöfersand. Dort freundet er sich mit seinem Mithäftling Rudolf Wilke an. Nach ihrer Entlassung fahren die beiden zur See. 1978 sinkt das Schiff mit Aleas Vater an Bord auf hoher See, 1985 kommt es zu einem Bootsunglück auf der Elbe, bei dem neunzehn Menschen sterben. Das Buch deckt mehrere Genres ab: Coming of Age, Krimi, Liebesroman und historischer Roman. Im Nachwort erfahren wir, dass die Handlung an wahre Ereignisse angelehnt ist. So gab es beide Schiffsunglücke, und auf der Insel Hahnöfersand war früher zunächst ein Jugend- und später ein Frauengefängnis. Im Gegensatz zu dem Urteil im Buch musste jedoch niemand achtunddreißig Jahre im Gefängnis bleiben. Und hier kommt mein Kritikpunkt: Ich konnte nicht nachvollziehen, warum Alea nichts dafür getan hatte, um ein milderes Urteil zu bekommen und erst sehr spät ein Gnadengesuch gestellt hatte. Wunderschön sind die Beschreibungen der Natur in den Elbmarschen, wo Enna mit ihrem Boot „Sturmhöhe“ unterwegs ist. Die Auflösung und die geschickte Verknüpfung der Schicksale der drei Familien fand ich großartig. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die tief in Familiengeheimnisse eintauchen möchten.

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4

Spannend und atmosphärisch erzählt - für alle, die Familienromane mit starken weiblichen Figuren mögen

Ein atmosphärisch erzählter Familienroman darüber, dass ein einziger Moment in deinem Leben, eine einzige falsche Entscheidung das Leben vieler anderer beeinflussen kann. Und wenn dann aus dieser Entscheidung noch ein großes Geheimnis wird, ist das Drama vorprogrammiert. Besonders gefallen hat mir hier, dass es vornehmlich weibliche Figuren sind, aus deren Sicht erzählt wird und die Generationen so gut miteinander verwoben sind. Stück für Stück entblättert sich das Geheimnis rund um die Familie der Zwillinge Enna und Jale. Richtig gut erzählt! Ein bisschen vorhersehbar ist der Plot schon, aber das hat mich nicht gestört. Es ist einfach ein toller Schmöker voller Spannung, Emotionen und starker Frauen. Wärmste Leseempfehlung für alle, die Familienromane mögen.

5

Eine Familiengeschichte über 100 Jahre und ein Geheimnis, das alle verbindet ✨

Da mich bereits „Das Echo der Gezeiten“ überzeugen konnte, habe ich mich sehr über den neuen Roman von Rebekka Frank gefreut - und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht! Der Schreibstil von Rebekka ist mit seiner Bildgewaltheit sehr eindrucksvoll und versetzt einen als Leser mitten ins Geschehen. Ich habe auch an diesem Buch wieder sehr den Bezug zu der Natur und dem Meer geliebt. Auch die Charaktere habe ich wirklich alle in mein Herz geschlossen. Sie sind alle sehr unterschiedlich, doch sie alle haben Ecken und Kanten, was sie gerade so authentisch macht. Die Geschichte hat mir auch unheimlich gut gefallen wie die verschiedenen Figuren über die Jahrzehnte hinweg miteinander verbunden sind und was sich hinter dem großen Familiengeheimnis verbirgt. Ich mochte es auch sehr, dass Rebekka in diesem Werk wieder Fiktion mit realen Ereignissen verbunden hat. Insgesamt ist „Stromlinien“ wirklich ein empfehlenswerter Familienroman mit Krimi-Elementen und vor allem mit authentischen Charakteren, die ans Herz wachsen 🩷 Mir hat das Buch einen Vibe aus „Der Gesang der Flusskrebse“ und „A Good Girls Guide to murder“ gegeben & ich habs geliebt ✨

3.5

„Wie schwer wiegt ein Geheimnis?“ 🚤 Eine ruhige, tiefgründige Familiengeschichte.

In den Elbmarschen wachsen die Schwestern Enna und Jale im Rhythmus von Ebbe und Flut auf. Ihre Mutter Alea sitzt im Gefängnis – warum, bleibt zunächst im Dunkeln. Als ihre Entlassung ansteht, scheint alles auf einen Neuanfang hinauszulaufen. Doch dann verschwinden Alea und Jale plötzlich spurlos. Enna macht sich auf die Suche nach ihnen und begibt sich dabei auf eine Reise in die Vergangenheit, die nicht nur Antworten bringt, sondern auch vieles infrage stellt. Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz leicht, denn durch die vielen Zeitebenen ist anfangs noch einiges verworren. Und doch hat mich der bildhafte, sehr atmosphärische Schreibstil sofort abgeholt. Die Natur, das Alte Land, die Elbmarschen – all das wird mit einer solchen Liebe zum Detail beschrieben, dass man beim Lesen fast das Watt unter den Füßen spürt. Was mich besonders fasziniert hat, ist, wie sich die Geschichte langsam entfaltet: Geheimnisse, die erst angedeutet werden, setzen sich Stück für Stück zusammen. Man fragt sich: Warum war Alea überhaupt im Gefängnis? Warum ist sie verschwunden? Und was ist mit Jale passiert? Mit jedem Kapitel lernt man die Figuren besser kennen – ihre Gedanken, ihre Beweggründe, ihre Verletzlichkeit. Es geht um Familienbande, um Schmerz, um Vertrauen – und um die Frage, wie viel Wahrheit man sich selbst und anderen zumuten kann. 📚 Fazit: STROMLINIEN ist ein ruhiger, tiefgründiger Roman mit starker Atmosphäre, toller Sprache und bewegenden Themen. Es geht um Familie, Verantwortung, Schuld – und um das Gewicht von Geheimnissen. Auch wenn der Funke bei mir nicht vollständig übergesprungen ist, hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht. Eine klare Empfehlung für alle, die leise, intensive Geschichten mit Tiefe mögen.

„Wie schwer wiegt ein Geheimnis?“ 🚤 Eine ruhige, tiefgründige Familiengeschichte.
4.5

Die Zwillinge Enna und Jale zählen die Tage und Stunden, bis ihre Mutter nach vielen Jahren endlich aus dem Gefängnis kommt. Doch als der Countdown endet, sind weder Jale noch die Mutter Alea auffindbar. Und dann versinkt auf der Elbe ein Sportboot samt seines Besitzers. Direkt mit den ersten Seiten baut Rebekka Frank hier also einen Spannungsbogen auf, der mich einfach immer weiterlesen lassen wollte. Was ist passiert? Nicht nur heute, sondern auch in der Vergangenheit? Welches Geheimnis hat diese Familie und was hält sie über Generationen zusammen? Immer wieder springen wir auch in andere Zeitebenen, erfahren mehr über die Geschichte der Mutter. Was ist damals in der 80er Jahren vorgefallen? Warum eine derart lange Gefängnisstrafe? Warum ist Oma Ehmi, bei der Enna und Jale aufgewachsen sind, mit ihrer Schwester zerstritten? Nicht zuletzt das Setting, nämlich die Elbe, die Lühe, das Alte Land, haben mir ganz besonders gefallen. Und ich habe noch viel neues erfahren und konnte die Natur durch die tollen Beschreibungen geradezu vor mir sehen und in die Atmosphäre eintauchen. Und als am Ende alle Stromlinien zusammenfinden, ist es es ein wahres Geheimnislüftungsfeierwerk. In diesem Roman steckt viel Recherche und Liebe zur Natur, das merkt man auf jeder Seite.

Abbruch bei 20%. Kann die ganzen positiven Bewertungen nicht nachvollziehen. Hab mir das Buch extra für meinen Urlaub im Alten Land aufgespart, um es genau dort zu lesen, wo es spielt und das war auch das Beste daran. Aber die Zeitsprünge sind verwirrend, die Protas unsympathisch und insgesamt ist es mir bis auf das Setting einfach zu verworren. Bin beim lesen einfach nur genervt und oder gelangweilt.

4.5

Ein atmosphärischer Strom von Familiengeheimnissen.

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