Später Frost
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss
Die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss verlässt Freund und Berlin und tritt eine Stelle in Växjö an, im schwedischen Småland. Kaum hat sie ihre neue Chefin, die gerade frisch beförderte Ingrid Nyström, kennengelernt, wird der greise Engländer Balthasar Frost grausam verätzt und verstümmelt in seinem Gewächshaus aufgefunden. Wer tötet einen hochbetagten Insektenforscher? Und warum?
Als die besonnene und erfahrene Nyström und ihre impulsive junge Kollegin die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, wie weit diese sie führen werden: tief hinein in die bewegte schwedische Geschichte, in die höchsten Stockholmer Kreise und Forss sogar bis nach Jerusalem. Die beiden Frauen erkennen, dass in ihrer Heimat nichts so ist, wie es scheint – und dass der Fall mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist. Zwei ungewöhnliche Kommissarinnen, eigenwillige Kollegen, eine vom langen Winter gezeichnete Provinzstadt und ein hochspannender, psychologisch komplexer und gesellschaftlich brisanter Fall: Der erste Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars ist ein großer Wurf.
Book Information
Author Description
Roman Voosen, geboren 1973, studierte Kunst und Germanistik auf Lehramt. Nach langen Jahren in Schweden lebt und arbeitet er seit 2026 wieder in Deutschland. Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson sind seit 2013 miteinander verheiratet.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
🇸🇪🦋♟️ Sehr solider Schwedenkrimi, ein echter Pageturner geradezu. Außerdem haben mir die Ermittlerinnen sehr gut gefallen, nicht auf die sympathische Art (eher das Gegenteil), sondern aufgrund der Tatsache, dass sie nicht so eindimensional und nach dem klassischen Skandi-Thriller-Schema waren (brilliant, aber kaputt). Das mag noch kommen, aber zumindest in diesem ersten Teil der Reihe stand das nicht so im Vordergrund. Auch der Fall an sich war schön verschachtelt. Sehr lesenswert und macht Lust auf weitere Bücher.
Lesenswert!
Ich habe diesen spannenden Kriminalroman sehr gerne gelesen. Es geht um einen undurchsichtigen, komplexen Mordfall, dessen logische Auflösung von der Gegenwart, bis weit in die Vergangenheit zurückreicht. Die von ihrer Persönlichkeit her unterschiedlichen Hauptprotagonistinnen Nyström und Forss ermitteln mit Frauenpower und Intuition. Auch die anderen Mitglieder des Ermitterteams werden dem Leser nahegebracht. Der Leser findet nicht nur Einblick in das Erleben und der fallspezifischen Erkenntnisse von und Nyström und Forss, sondern auch die aller anderen Ermittler. Desweiteren werden die Gedanken einer unbekannten Frau und eines unbekannten Mannes geschildert. Durch diese Erzählweisen der verschiedenen Akteure habe ich als Leserin Informationen erhalten, die die Ermittler nicht haben und meinte zwischenzeitlich die Lösung zu wissen.Dass es dann immer wieder alles anders kommt, als gedacht, hat mich um so mehr überrascht. Was zunächst als undurchsichtiges Puzzle erscheint, fügt sich zu einem Ganzen zusammen und endet in einen spannenden Countdown.
Stina Forss (warum muss man seiner Ermittlerin ausgerechnet einen solchen Namen verpassen?!) ist Deutsch-Schwedin, hat Probleme in der Liebe und ein traumatisiertes Verhältnis zu ihrem Vater, sie ist hübsch und ungewöhnlich und avanciert zur Lara Croft der schwedischen Kriminalpolizei. Bis auf das Deutsch-Schwedischsein nichts besonderes zu Zeiten von Fernsehserien wie "Castle" oder den gefühlten 500 verschiendenen CSI-Varianten. Auch der Fall - brutaler Mord an altem Mann, viele Schmetterlinge, irrer Mörder, Fäden bis nach Nahost und in den Holocaust - wirkt ein bisschen wie ein Zusammenspiel von "Navy CIS" und "Das Schweigen der Lämmer" (immerhin sprechen die Autoren die Parallelen zu letzterem offen an, das macht schon mal sympathisch). Trotzdem ist alles irgendwie anders und der Fall sehr spannend, nur das Drumherum war definitiv nichts für mich. Die Autoren versuchen sich von dem Schwedenkrimi-Hype abzugrenzen...indem sie einen Schwedenkrimi schreiben, den aber durch eine "schiefe" Berlinerschwedin aufpeppen und mit allerhand brisanten Themen und vermeintlichen Tabubrüchen anreichern. Eigentlich keine schlechte Idee, meiner Meinung nach aber stark mangelhaft umgesetzt. Die brisanten Themen finden scheinbar nur durch die Ignoranz der Hauptfigur in den Krimi hinein und es sind definitiv zu viele, die zudem auch noch äußerst fragwürdig behandelt werden: Im ach so liberalen Schweden gibt es noch Rassisten und Homophobe...wer hätte das gedacht. Natürlich, die gibt es überall, und ich finde es auch gut, dass ein Krimi das zur Sprache bringt. Wenn dabei aber Rassismus flapsig abgetan und ein Uralt-Klischee von Homosexuellen (Frauen, die aussehen wie Männer und Männer, die aussehen wie Frauen) aufgetragen wird, dann geht der Schuss doch irgendwie nach hinten los. Als wäre das nicht genug, wird sich über Vegetarismus, Veganismus und Massentierhaltung amüsiert. Vielleicht sollte man den Autoren mal ein Memo schicken: "Nicht jeder Vegetarier hat ungepflegte Haare, wohnt im Wald und wäscht sich nicht, und ja: der westliche Fleischkonsum und die Fast-Food-Industrie ist wirklich nicht gut für die Welt!" Wie kann man sich denn über Naturschutz lustig machen?! Und obendrauf wird auch noch der Holocaust und ein SA-Opa gesetzt - die deutsche Schuld über Generationen vererbt. Ach, da hätte ich doch auch fast noch die häusliche Gewalt vergessen... Möglicherweise wäre es einfacher gewesen, sich auf ein Thema zu beschränken, denn dann hätte es auch nicht nur oberflächlich behandelt werden können. Alles in allem ist der Fall wirklich spannend und mir hat die Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart, von Växjö und Jerusalem gut gefallen. Wahnsinnig gestört haben mich aber die billigen Klischees, die unsympathische Ermittlerin (damit meine ich nur Stina Forss...schon allein der Name! Ingrid Nyström war realer, glaubhafter) und das Vollpacken des Buches mit ungenügend bearbeiteten aktuell sehr relevanten Themen. Daher kommt der Krimi in meiner Wertung nicht über ein "okay" hinaus.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss
Die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss verlässt Freund und Berlin und tritt eine Stelle in Växjö an, im schwedischen Småland. Kaum hat sie ihre neue Chefin, die gerade frisch beförderte Ingrid Nyström, kennengelernt, wird der greise Engländer Balthasar Frost grausam verätzt und verstümmelt in seinem Gewächshaus aufgefunden. Wer tötet einen hochbetagten Insektenforscher? Und warum?
Als die besonnene und erfahrene Nyström und ihre impulsive junge Kollegin die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, wie weit diese sie führen werden: tief hinein in die bewegte schwedische Geschichte, in die höchsten Stockholmer Kreise und Forss sogar bis nach Jerusalem. Die beiden Frauen erkennen, dass in ihrer Heimat nichts so ist, wie es scheint – und dass der Fall mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist. Zwei ungewöhnliche Kommissarinnen, eigenwillige Kollegen, eine vom langen Winter gezeichnete Provinzstadt und ein hochspannender, psychologisch komplexer und gesellschaftlich brisanter Fall: Der erste Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars ist ein großer Wurf.
Book Information
Author Description
Roman Voosen, geboren 1973, studierte Kunst und Germanistik auf Lehramt. Nach langen Jahren in Schweden lebt und arbeitet er seit 2026 wieder in Deutschland. Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson sind seit 2013 miteinander verheiratet.
Posts
🇸🇪🦋♟️ Sehr solider Schwedenkrimi, ein echter Pageturner geradezu. Außerdem haben mir die Ermittlerinnen sehr gut gefallen, nicht auf die sympathische Art (eher das Gegenteil), sondern aufgrund der Tatsache, dass sie nicht so eindimensional und nach dem klassischen Skandi-Thriller-Schema waren (brilliant, aber kaputt). Das mag noch kommen, aber zumindest in diesem ersten Teil der Reihe stand das nicht so im Vordergrund. Auch der Fall an sich war schön verschachtelt. Sehr lesenswert und macht Lust auf weitere Bücher.
Lesenswert!
Ich habe diesen spannenden Kriminalroman sehr gerne gelesen. Es geht um einen undurchsichtigen, komplexen Mordfall, dessen logische Auflösung von der Gegenwart, bis weit in die Vergangenheit zurückreicht. Die von ihrer Persönlichkeit her unterschiedlichen Hauptprotagonistinnen Nyström und Forss ermitteln mit Frauenpower und Intuition. Auch die anderen Mitglieder des Ermitterteams werden dem Leser nahegebracht. Der Leser findet nicht nur Einblick in das Erleben und der fallspezifischen Erkenntnisse von und Nyström und Forss, sondern auch die aller anderen Ermittler. Desweiteren werden die Gedanken einer unbekannten Frau und eines unbekannten Mannes geschildert. Durch diese Erzählweisen der verschiedenen Akteure habe ich als Leserin Informationen erhalten, die die Ermittler nicht haben und meinte zwischenzeitlich die Lösung zu wissen.Dass es dann immer wieder alles anders kommt, als gedacht, hat mich um so mehr überrascht. Was zunächst als undurchsichtiges Puzzle erscheint, fügt sich zu einem Ganzen zusammen und endet in einen spannenden Countdown.
Stina Forss (warum muss man seiner Ermittlerin ausgerechnet einen solchen Namen verpassen?!) ist Deutsch-Schwedin, hat Probleme in der Liebe und ein traumatisiertes Verhältnis zu ihrem Vater, sie ist hübsch und ungewöhnlich und avanciert zur Lara Croft der schwedischen Kriminalpolizei. Bis auf das Deutsch-Schwedischsein nichts besonderes zu Zeiten von Fernsehserien wie "Castle" oder den gefühlten 500 verschiendenen CSI-Varianten. Auch der Fall - brutaler Mord an altem Mann, viele Schmetterlinge, irrer Mörder, Fäden bis nach Nahost und in den Holocaust - wirkt ein bisschen wie ein Zusammenspiel von "Navy CIS" und "Das Schweigen der Lämmer" (immerhin sprechen die Autoren die Parallelen zu letzterem offen an, das macht schon mal sympathisch). Trotzdem ist alles irgendwie anders und der Fall sehr spannend, nur das Drumherum war definitiv nichts für mich. Die Autoren versuchen sich von dem Schwedenkrimi-Hype abzugrenzen...indem sie einen Schwedenkrimi schreiben, den aber durch eine "schiefe" Berlinerschwedin aufpeppen und mit allerhand brisanten Themen und vermeintlichen Tabubrüchen anreichern. Eigentlich keine schlechte Idee, meiner Meinung nach aber stark mangelhaft umgesetzt. Die brisanten Themen finden scheinbar nur durch die Ignoranz der Hauptfigur in den Krimi hinein und es sind definitiv zu viele, die zudem auch noch äußerst fragwürdig behandelt werden: Im ach so liberalen Schweden gibt es noch Rassisten und Homophobe...wer hätte das gedacht. Natürlich, die gibt es überall, und ich finde es auch gut, dass ein Krimi das zur Sprache bringt. Wenn dabei aber Rassismus flapsig abgetan und ein Uralt-Klischee von Homosexuellen (Frauen, die aussehen wie Männer und Männer, die aussehen wie Frauen) aufgetragen wird, dann geht der Schuss doch irgendwie nach hinten los. Als wäre das nicht genug, wird sich über Vegetarismus, Veganismus und Massentierhaltung amüsiert. Vielleicht sollte man den Autoren mal ein Memo schicken: "Nicht jeder Vegetarier hat ungepflegte Haare, wohnt im Wald und wäscht sich nicht, und ja: der westliche Fleischkonsum und die Fast-Food-Industrie ist wirklich nicht gut für die Welt!" Wie kann man sich denn über Naturschutz lustig machen?! Und obendrauf wird auch noch der Holocaust und ein SA-Opa gesetzt - die deutsche Schuld über Generationen vererbt. Ach, da hätte ich doch auch fast noch die häusliche Gewalt vergessen... Möglicherweise wäre es einfacher gewesen, sich auf ein Thema zu beschränken, denn dann hätte es auch nicht nur oberflächlich behandelt werden können. Alles in allem ist der Fall wirklich spannend und mir hat die Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart, von Växjö und Jerusalem gut gefallen. Wahnsinnig gestört haben mich aber die billigen Klischees, die unsympathische Ermittlerin (damit meine ich nur Stina Forss...schon allein der Name! Ingrid Nyström war realer, glaubhafter) und das Vollpacken des Buches mit ungenügend bearbeiteten aktuell sehr relevanten Themen. Daher kommt der Krimi in meiner Wertung nicht über ein "okay" hinaus.









