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So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!

3.8(70)
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About the book

So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! - Ein ergreifendes Tagebuch über den Kampf gegen den Lungenkrebs und die Suche nach dem Sinn des Lebens.

Als bei dem renommierten Regisseur und Künstler Christoph Schlingensief im Januar 2008 Lungenkrebs diagnostiziert wird, ist nichts mehr wie zuvor. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss. Doch schon kurz nach der niederschmetternden Diagnose beginnt Schlingensief zu sprechen - mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem verstorbenen Vater, mit Gott. Fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese eindringlichen Gespräche festhält.

In diesem bewegenden Tagebuch umkreist er mit mal wütenden, mal verzweifelten, aber immer poetischen und warmherzigen Worten die existenziellen Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingt: Wer bin ich gewesen? Was kann ich noch werden? Wie kann ich weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt zu schnell geworden ist? Wie lerne ich, mich in der Krankheit einzurichten? Und wo ist eigentlich Gott?

Dieses berührende Protokoll einer schonungslosen Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle - Kranke wie Gesunde. Es schenkt Worte, wenn angesichts von Krankheit und Tod die Sprachlosigkeit droht. So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! ist eine Kur der Worte gegen das Verstummen und eine tiefe Liebeserklärung an das Leben selbst.

Editions (3)

ISBN9783462041118
PublisherKiepenheuer & Witsch
Publication Date04/20/09
Pages256

Reviews & Ratings

70 ratings

11 reviews

3.8

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  • salufi
    salufi

    220 Followers

    4.0

    „Die Angst ist gelandet.“

    Ein sehr persönliches Buch: Schlingensief teilt mit uns seine Gedanken, als er an Krebs erkrankt ist. Es ist kein Ratgeber, sondern ein bewegendes Tagebuch: ehrlich, ungeschminkt, mit Tränen, Humor und auch Zweifeln. Mit dem Wissen, dass er am Ende leider daran verstorben ist, kann man sich über die vermeintlich guten Nachrichten im Buch leider nicht freuen. Hatte die ganze Zeit Angst vor der Wendung.. das Buch hat mit sehr bewegt und mitgenommen. „Ich will leben. … aber nicht um wieder in diesem blinden Trott zu verfallen … ich will ein Leben leben, das einen Sinn ergibt.“ „Ich möchte so lange wie möglich denken dürfen. … Ich muss lernen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken.“ „Und dieses Leben, sei es auch noch so kurz, beinhaltet den Zweifel und das Glück, das Wissen und das Unwissen.“ „Sich selbst im Fallen zu begreifen… sich fallen zu lassen ist schwer.“ „Über das Schöne kann ich mich nicht richtig freuen, weil ich immer an die Dornen denke…“

    „Die Angst ist gelandet.“

    Jul 20, 2025

  • lina.liebt.lesen
    lina.liebt.lesen

    129 Followers

    3.5

    Ein Buch, das nachhallt, auch wenn nicht alles überzeugt.

    ✨ So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein! – Ein Blick in die Gedanken eines Sterbenskranken. ✨ Christoph Schlingensief dokumentiert in seinem autobiografischen Buch seinen Kampf gegen den Krebs – ungeschönt, ungefiltert, aber vielleicht auch etwas zu wirr. Die spirituellen Elemente und eine gewisse Portion White Saviourism waren nicht mein Fall, aber der Einblick in die Ängste und Hoffnungen eines todkranken Menschen hat mich bewegt. Sollte man wissen, wann man stirbt? Schlingensief sagt klar: Nein. Denn wer es weiß, kann das Leben nicht mehr genießen. ⭐️ 3,5/5 – Ein Buch, das nachhallt, auch wenn nicht alles überzeugt.

    Ein Buch, das nachhallt, auch wenn nicht alles überzeugt.

    Feb 24, 2025

  • tim.meynen
    tim.meynen

    3 Followers

    4.5

    Ein sehr fesselndes Buch, welches meiner Meinung nach aufgrund der immer schwankenden Beziehung zwischen Gott und einem Selber im Gedächtnis bleibt und klar macht wie eine gesunde Beziehung zum Glauben in schwierigen Situationen aussehen kann. Nach der Achterbahnfahrt in den ersten Abschnitten war man regelrecht geschockt von der traurigen Wendung und dem zu erkennenden Ende.

    May 15, 2024

3 of 11 reviews

Author

About Christoph Schlingensief

Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, gestorben 21.8.2010, begann im Alter von 12 Jahren mit Schmalfilmen zu experimentieren. Studium in München, als Assistenz von Werner Nekes erste Kurzfilme. Ab 1993 Theaterarbeiten, u.a. an der Volksbühne Berlin. Teilnahme an der documenta X (»Mein Filz, mein Fett, mein Hase«) und posthum 2011 an der Biennale in Venedig, Deutscher Pavillon (kuratiert von Susanne Gaensheimer, in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz). Bücher bei Kiepenheuer & Witsch: »Chance 2000 – wähle Dich selbst« (mit Carl Hegemann, 1998), »Rosebud« (2002), »So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein. Tagebuch eines Krebskranken« (2009), »Ich weiß, ich war’s« (mit Aino Laberenz, 2012).

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