She Who Became the Sun

She Who Became the Sun

Softcover
3.6464

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Description

Die Neuerzählung einer chinesischen Legende: Shelley Parker-Chan zeichnet den Aufstieg Zhu Yuanzhangs nach, jenes armen Bauern, der einst die Mongolenherrschaft stürzte und die Ming-Dynastie gründete. Ein Dorf im staubigen Flachland, geplagt von einer Hungersnot. Ein Seher offenbart zwei Kindern ihre Zukunft: Den Jungen erwartet ein bedeutendes Schicksal, das Mädchen dagegen – nichts. Im Jahr 1345 steht China unter der brutalen Herrschaft der Mongolen. Plünderer ziehen durch das Land und überfallen die armen Bauern. Auch ins Dorf der Kinder kommen sie und machen die beiden zu Waisen. Während Zhu Chongba verzweifelt und aufgibt, fasst das Mädchen jedoch den Entschluss, sein Schicksal zu ändern. Sie nimmt die Identität ihres toten Bruders an. Kann Zhu dem entkommen, was doch in den Sternen geschrieben steht? Oder kann sie das bedeutende Schicksal ihres Bruders für sich selbst beanspruchen – und letztlich so hoch aufsteigen, wie sie nur träumen kann? Eine epische Geschichte über Liebe, Verlust, Verrat und Triumph von einer eindringlichen neuen Erzählerstimme! „She Who Became the Sun“ gewann den British Fantasy Award in zwei Kategorien – sowohl für den besten Roman als auch für das beste Nachwuchstalent – und war Finalist für den Lambda Literary Award for Transgender Fiction und den Hugo Award für den besten Roman.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
512
Price
18.50 €

Author Description

Shelley Parker-Chan ist eine asiatisch-australische Fantasy-Autorin, hat als Entwicklungsberaterin in Südostasien gearbeitet und sich für Menschenrechte, Gleichberechtigung und LGBTQ+-Rechte eingesetzt. Der historische Fantasyroman „She Who Became the Sun“ ist Parker-Chans Debüt und hat gleich nach Erscheinen die Bestsellerliste der Sunday Times angeführt. Er wurde bereits in zwölf Sprachen übersetzt. Parker-Chan hat 2022 den Astounding Award for Best New Writer gewonnen als auch den British Fantasy Award in zwei Kategorien: für den besten Fantasyroman sowie für das beste Nachwuchstalent. Außerdem war Parker-Chan Finalistin für den Lambda, den Locus, den Aurealis, den Ditmar und die British Book Awards. Parker-Chan lebt in Melbourne (Australien).

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
58%
1%
6%
28%
48%
45%
49%
63%
76%
12%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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49%
83%
90%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Außergewöhnlich (100%)

Posts

109
All
3.5

Ein auf und Ab mit einem gelungenem Ende

Der Anfang und das Ende sind grandios. Dazwischen heißt es durchhalten. Die vielen Namen, Schlachten und Rachepläne haben mich oft den Faden verlieren lassen. Es gab aber auch schöne Szenen, die toll geschrieben sind. Das hat mich weiterlesen lassen. Es gibt wenig Magie, dafür viele geschichtliche Ereignisse. Bin gespannt wie es im zweiten Band weiter geht.

Ein auf und Ab mit einem gelungenem Ende
3

Spannende Idee und ein interessantes historisches Setting, aber die Handlung zog sich für mich stellenweise zu sehr.

She Who Became the Sun von Shelley Parker-Chan spielt im China des 14. Jahrhunderts und verbindet historische Ereignisse mit einer Geschichte über Schicksal und Macht. Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Es wirkte auf mich eher wie ein historischer Roman als wie ein Fantasybuch, da übernatürliche Elemente nur sehr wenig vorkommen. Trotz vieler Ereignisse und politischer Entwicklungen wollte bei mir allerdings kaum Spannung aufkommen. Einige Abschnitte haben sich für mich recht gezogen, wodurch ich mich manchmal etwas durch die Geschichte kämpfen musste. Interessanter fand ich den Handlungsstrang rund um Ouyang, Baoxiang und Esen. Diese Perspektive hat mich deutlich mehr gefesselt als die Geschichte um Zhu. Insgesamt bietet das Buch eine spannende Grundidee und ein atmosphärisches Setting, konnte mich aber emotional und spannungstechnisch nicht überzeugen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Band 2 lesen werde...

4

Ein sehr intensives Buch !!

She who became the sun is definitiv keine leichte Lektüre und sollte nicht zwischendurch gelesen werden 😊 Die Geschichte hat mir an einen stellen Gänsehaut bereitet und finde es krass was Zhu alles durchgemacht hat. An einigen Stellen war ich sehr überrascht und hätte auch mit dem Ende nicht gerechnet 😊 Ein Stern Abzug gibts weil es für mich kurzzeitig etwas langatmig war, da einfach nicht viel passiert ist, dennoch war ich froh dran geblieben zu sein 😊 Ich persönlich fande das Buch sehr interessant, da mich die chinesische Kultur sehr interessiert, auch die Vergangenheit. Generell liebe ich die asiatische Kultur weshalb es sehr einfach ist dies zu lesen 😊 Ich würde das Buch euch NICHT empfehlen wenn ihr: - Probleme mit asiatischen Namen habt den es kommen sehr viele vor (gerade wer auch die Namen sich nicht merken kann wird Probleme haben) - euch die Kultur nicht interessiert - generell Thema Asien nicht mag (darunter zähle ich viele Dinge wie Kultur, Namen, Hintergründe, andere Lebensumstände, Unterdrückung, ect) - euch nicht darauf einlassen könnt, denn das muss man hier definitiv

4.5

Starker Auftakt mit ein paar Längen.

Der Anfang der Geschichte ist beeindruckend - ein namenloses Mädchen wird zu ihrem Bruder, um dem Tod zu entgehen. Das Festkrallen am Leben lässt Zhu über sich hinauswachsen, wieder und wieder. Es ist die Geschichte ihres Lebens, eingeteilt in wenigen, wichtige Szenen, bevor die Geschichte richtig starten kann. Auch dann hat dieser Roman etwas ganz eigenes. Die Protagonistenwechsel bringen mehrere Sichtweisen ins Spiel, aber auch mehr Geheimnisse. Was ich ebenfalls bemerkenswert finde: Ouyang, der angebliche Schurke, ist kein schlechterer Mensch als Zhu, die trotz ihres Mönchseins und ihrer Liebe für ihre engsten Vertrauten genauso ihren eigenen Weg verfolgt wie der Eunuch des Fürsten von Henan. Ebenfalls beeindruckend ist die Darstellung eines Charakters, der sich nicht mit dem ihm bei der Geschlecht zugewiesenen Geschlecht identifiziert - also trans ist. Zhu wächst mit ihrem Schicksal, mit ihrem Körper, und erkennt erst nach und nach, wer sie ist. Selbst am Ende von Band 1 bin ich mit immer noch nicht sicher, welche Geschlechtsidentität sie für sich beansprucht oder ob sie das überhaupt tut - und es ist überhaupt nicht wichtig für die Story, denn es geht um Zhu, nicht ihre Genitalien. Der Mittelteil ist etwas lang und an manchen Stellen sehr ruhig, aber nicht ohne eine gewisse Grundspannung. Trotzdem musste ich mich manchmal zum Weiterlesen motivieren. Das Ende dagegen ist noch einmal voller Twists und Ereignissen, von denen man sich wünschte, sie wären Twists gewesen und hätten anders geendet. Voller Emotionen und wirklich moralisch grauen Charakteren. Am Ende wusste ich wirklich nicht, welche Seite "die Gute" ist - und ob es überhaupt eine gibt.

3

Etwas verwirrend und mühsam, aber dennoch interessant 😅🙈

Ich muss gestehen, hab kurz überlegt, ob ich es nicht abbrechen soll und dann habe ich es als Hörbuch fertig gehört... Das Thema an sich ist wirklich interessant, weil es geht um ein Mädchen im alten Kaiserreich (beruht teilweise auf wahre Begebenheiten), dessen Wert eigentlich auf 0 beläuft, da sie weder aus eine gut situierte Familie stammt noch ist adlig... Außerdem herrscht im Moment ein Hungersnot... auf jeden Fall nimmt sie irgendwann die Identität ihres verstorbenen Bruders an und wird Mönch... (Hatte ein wenig mulan vibes gespürt 🤣) Ihr Schreibstil gefiel mir nicht besonders, da es sehr monoton und kompliziert 🙈 die Namen und die Grade waren verwirrend, aber da kann die Autorin nichts dafür...

Etwas verwirrend und mühsam, aber dennoch interessant 😅🙈
4

“She Who Became the Sun” von Shelley Parker-Chan ist der Auftakt der “Der strahlende Kaiser“-Dilogie. Die Geschichte spielt im 14. Jahrhundert in dem von Mongolen besetzten China. Mitten in einer harten Dürreperiode entscheidet sich ausgerechnet ein Mädchen dazu, zu leben. Mit allen Mitteln. Dazu nimmt sie nach dem Tod ihres Bruders seine Identität und sein vorhergesagtes großes Schicksal an. Sie sucht Zuflucht in einem Kloster, wo sie sich zum Mönch ausbilden lässt. Doch dies ist nur der erste Schritt auf ihrem Weg zu Ruhm und Ehre, denn sie verfolgt kein geringeres Ziel, als der nächste Chinesische Kaiser zu werden, nachdem die Mongolen endgültig besiegt sind… „She Who Became the Sun“ wird als historischer Fantasyroman angepriesen. Tatsächlich ist es aber ein historischer Roman mit einem Hauch magischen Realismus. Die Fantasy-Elemente sind so rar, dass man sie fast übersehen könnte. An vielen Stellen ist gar nicht zu entscheiden, ob tatsächlich etwas Übernatürliches passiert oder ob der metaphorische Schreibstil in dem Moment nur den Eindruck erweckt. Falls sich also Jemand von Euch da draußen von dem Fantasy-Teil abschrecken ließ, gern geschehen, Ihr könnt unbesorgt sein. Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. Hierbei sticht ganz klar der Erste aus der Masse hervor, dieser liest sich nämlich wie ein gänzlich anderes Buch. Dieser erste Teil ist in allen Belangen ein klassischer Historienroman. Ruhig, etwas eingestaubt, minimal lang bis man sich an Ort und Zeit eingefunden hat. Zumindest ergeht es mir meist so. Weniger subjektiv ist mein Eindruck des Erzählers, der zu Anfang stark distanziert das Geschehen von oben als nicht ganz auktorialer Erzähler betrachtet und bewertet und sich mit der Zeit im Kloster immer mehr annähert bis man im späteren Verlauf des Buches einen klassischen personalen Erzähler vorfindet. Persönlich konnte ich nach einiger Eingewöhnungszeit beiden etwas abgewinnen, trotzdem war der Wechsel etwas befremdlich. Während sich der besagte Abschnitt im Kloster des häufig genutzten Themas in historischen Romanen bedient, dass eine Frau in die Rolle eines Mannes schlüpfen muss, um aus ihrem Leben mehr zu machen, als es die damalige Zeit einer Frau erlauben würde, wird dieses Motiv im Verlauf der Geschichte zum zentralen Element der heutigen Gender-Frage. So erleben wir den Großteil des Romanes aus Sicht von Zhu Chongba, dem Mädchen, das die Identität ihres Bruders annimmt. Während die Protagonistinnen solcher Geschichten sich üblicherweise ihrer Weiblichkeit bewusst bleiben, verliert Zhu sich in dem, was sie vorgibt, zu sein. Stets in Sorge, die Götter würden erkennen, dass sie nicht der echte Zhu Chongba ist, wenn sie irgendetwas Weibliches tut. Dennoch verwendet auch der Erzähler die meiste Zeit rein weibliche Pronomen. Parallel dazu kommt die Perspektive Ouyangs dazu. Er ist ein Eunuch, der den Mongolen dienen muss, die seine gesamte Familie ermordet haben. Durch den Mangel an Testosteron hat er nie klassisch markante, männliche Züge entwickelt und wird von Zhu und anderen als schön, feminin und anderen eher weiblichen Attributen beschrieben. Beide Charaktere sind nicht queer in dem Sinne, wie wir es verstehen würden. Auch denke ich, dass es problematisch wäre, diese beiden Beispiele in konkretem Bezug zu Transgender zu setzen. Trotzdem gefiel mir der gedankliche Anstoß, den sie uns geben. Gerade diese beiden haben sehr ausführliche und komplexe Gedankengänge, die man vielleicht in manchen Szenen mehrfach lesen muss, um sie richtig zu begreifen. Sie selbst denken ausgiebig über ihre persönliche Genderinkongruenz nach, wobei es zu betonen gilt, dass Ouyang sich selbst als Mann betrachtet und auch Zhu nicht vergessen hat, dass sie eigentlich eine Frau ist. Weswegen sie zwar interessante Charaktere sind, die kluge Fragen aufwerfen und uns Leser dazu bringen, über dieses Thema nachzudenken, sie repräsentieren in meinen unbedarften Augen aber nicht die moderne Queer-Community. Zumindest nicht bei dem Gender-Thema. Zhu verliebt sich jedoch in eine Frau, nachdem sie diese geheiratet hat, um sie vor dem bekannt düsteren Schicksal einer Frau zu retten und Ouyang hat sehr komplexe und problematische Gefühle seinem Herrn gegenüber. Würden sich die beiden deswegen in unserer modernen Gesellschaft als homosexuell bezeichnen? Oder sind diese Gefühle nur den Umständen entsprungen? Würde Zhu ihre Liebe zu Ma als Liebe zwischen zwei Frauen oder zwischen Mann und Frau definieren? Ich kann dies jedenfalls nicht eindeutig beantworten. Die Geschichte selbst ist sehr lang in vielen Belangen, lohnt sich aber. Zwar hat es mich zuweilen gestört, dass ich gefühlt nur sehr langsam vorankam, dies ist aber primär dem Umstand geschuldet, dass ich, je älter ich werde, immer mehr dazu neige, eher Literatur für Jugendliche oder Kinder zu lesen, da diese so schön einfach, unterhaltsam und entspannend ist. Nichtsdestotrotz weiß ich immer noch einen guten historischen Roman zu schätzen und wenn dieser dann noch so moderne Themen beinhaltet und ein paar Fantasy-Elemente einwirft, ist es wenig verwunderlich, dass ich mich alles in allem gut unterhalten fühlte. Meine persönliche Leseerfahrung mit „She Who Became the Sun“ lässt sich am besten mit einer ausgiebigen Wanderung vergleichen. Erst genießt man die Bewegung und die frische Luft, dann nimmt die Erschöpfung zu und man hängt den Gedanken nach, dass man den ganzen Weg auch noch zurücklaufen muss, doch schlussendlich wird man mit dem Ausblick am Ziel der Reise belohnt und die Strapazen sind vergessen. Fazit: Shelley Parker-Chans „She Who Became the Sun” ist ein lohnenswerter, wenngleich nicht einfach Reihenauftakt. Vermarktet als historischer Fantasyroman entpuppt sich dieser doch als eher klassischer historischer Roman mit kaum nennenswerten Fantasy-Elementen. Weniger klassisch sind dann die doch modernen Themen wie Genderinkongruenz und Sexualität. Wie gut oder schlecht diese Themen umgesetzt sind, traue ich mich kaum zu bewerten. Persönlich empfand ich Zhu und Ouyang als wahnsinnig interessante Charaktere, die mich sehr zum Nachdenken anregen konnten. Die Geschichte selbst war ganz anders als ich es erwartet hätte – und das war auch gut so! Es ist vielleicht kein Buch für Jedermann, aber definitiv empfehlenswert. 4/5 Sterne.

4.5

Keine leichte Kost, aber 😅

Ich fand dieses Buch sehr interessant und spannend. Manche fanden vielleicht das Buch langwierig, aber ich finde um das alles zu verstehen, musste es so geschrieben sein. Es ist sehr detailliert beschrieben und das ist auch gut so ✨💫😘

4.5

Wow, aber nichts für Zwischendurch

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und das obwohl es keine leichte Unterhaltung ist. Zuerst habe ich mich etwas schwer getan in die Story reinzufinden, da ich mit etwas anderem gerechnet habe. Was man hier geboten bekommt, ist eine charaktergetriebene, historische angelehnte Geschichte mit minimalen Fantasy- Elementen. Für mich fühlte es sich so an, als würde ich einen traditionell-chinesischen Film im OT mit Untertitel mir ansehen. Wobei ich ab und an mit dem Lesen der Untertitel nicht so nach kam. 😉 Da ich mich für Historische Geschichte interessiere, fand ich das Buch richtig ansprechend. Die Charaktere sind in ihrem Handeln und Denken gutausgearbeitet und wirken authentisch. Obwohl keiner von ihnen ein strahlender Held ist und alle ihre dunklen Momente haben, sind mir ein paar von ihnen doch ans Herz gewachsen. Und über manche Wendungen der Geschichte war ich schon etwas betrübt. Das Hörbuch war nicht schlecht, die Sprecherin macht einen guten Job, aber ich habe die Story lieber in meinem eigenen Tempo gelesen. Aber durch das Hörbuch weis ich nun wie die Namen ausgesprochen werden. Ich kann das Buch empfehlen und freu mich auf Band 2. Wer „Babel“ mochte, könnte auch gefallen an diesem Buch hier haben. Kann aber auch die negativen Bewertungen verstehen, dass Buch ist definitiv keine Mainstream-Unterhaltung.

5

Absolutes Goldstück ♡

Ich wünschte ich könnte den Inhalt vergessen, nur um ihn nochmal lesen zu können. Ich liebe das Buch, die Geschichte und die vielen einzelnen Charaktere. Ich mag Zhu, Ouyang, Prinz Wang und Xu Da am meisten. Ich kann verstehen, dass einige mit den Namen Probleme hatten. Ein Personenverzeichnis wäre nicht verkehrt gewesen. Ich liebe die Charakterentwicklung von Zhu, wie sie sich von einem schwachen hungernden Mädchen aus bitterarmen Verhältnissen zu einer starken Personen entwickelt und ihr Schicksal über alles stellt. Es geht ums Überleben, um Intrigen und um Macht. Zeitnah werde ich mir den 2. Band holen ♡.

Absolutes Goldstück ♡
5

„Wenn du fliegst, schau nicht nach unten, oder du wirst begreifen, dass du das Unmögliche tust, und abstürzen.“ Das Zitat fasst exakt das zusammen, als was ich diesen ersten Band der Dilogie empfunden habe. Als ein beständiges Wandeln am Abgrund. Wenn auch nur einer der Protagonisten einen Zeh in falsch setzt, wird er in den Abgrund stürzen. Dieser Gedanke ist die Triebkraft der Geschichte. Das Fieber. Die Vision, die für mich hinter diesem Stück historischer Fiktion steckt. Grandioser historischer Fiktion, ich sag es ganz simpel. Insbesondere die letzten Kapitel habe ich geradezu verschlungen - oder sie mich, ganz wie ihr wollt. Der Roman erzählt eine alte chinesische Legende neu. China steht unter mongolischer Herrschaft. Eine Hungersnot zieht über das Land und die Menschen sterben wie die Fliegen. Der Bruder und der Vater sterben, das Mädchen ergreift die Chance und schlüpft in die Rolle des Bruders, sie nimmt sein Schicksal an um zu überleben. Auf mongolischer Seite dient der Eunuch Ouyang dem Prinzen als General seiner Armee und ist das Zünglein an der Wage von Sieg und Niederlage. Beide Figuren hatten für mich eine ungeheure Kraft, die mich fasziniert und gleichzeitig erschreckt. Wir begleiten Zhu von Kindesbeinen an, und was zunächst scheint wie ein erzwungenes Ablegen der eigenen Identität, zieht sich das gesamte Buch hindurch. Diese „Suche“ nach ihrer eigenen in einer von Männern dominierten Welt habe ich selten so gut ausgearbeitet erlebt. Hinzu kommt noch, dass ich beständig mit Zhus Zorn konfrontiert war. Zunächst ein Funke, schafft er es, einen wilden Flächenbrand zu entzünden in der Geschichte, der mich mitgerissen hat und mich von einem Kloster bis an die Spitze eines Heeres gespült hat, immer Zhus Ziel im Blick. Sie will an die Spitze, und dabei nimmt sie auch herbe Verluste in Kauf. Ouyang hat für mich genau so eine Strahlkraft, aber auf eine gänzlich andere Art und Weise. Er muss mit Neid und Missgunst und dem ständigen Gefühl der Zerrissenheit klar kommen - seine Familie von der Familie ermordet, der er jetzt dient. Beide Protagonisten - auf verschiedenen Seiten - haben mich fasziniert, so unterschiedlich, vielschichtig und zerrissen habe ich sie wahrgenommen. Möchte sie als Freunde für Leben? Nur bedingt! Aber sie sind unglaublich spannende Figuren, die eine noch bei der Justierung der eigenen Identität, und die andere gebeugt von ihrer Entscheidung, einem Weg in den Abgrund folgend. Wir haben hier ein Stück historische Fiktion vor uns, mit vorsichtig eingestreuten fantastischen Elementen, die nicht zu erdrückend wirken. Ich mochte die Art, wie hier mit der Phantastik umgegangen wird, sehr gerne, stehen doch die geschichtlichen Aspekte im Vordergrund. Shelley-Parker Chan beschwört vor meinen Augen Sturmfluten, Klosteranlagen, Kaiserpaläste und wilde Schwertkämpfe herauf - ich war einfach nur gebannt - mit jeder Seite ein bisschen mehr - und kann es für jeden empfehlen, der sich durch zornige Protagonisten und eine militärisch geprägte Geschichte nicht abschrecken lässt. Es erwarten euch viele Wunder und das Buch hat seine ganz eigene Ästhetik.

4

Eine feministische, queere Neuinterpretation der chinesischen Geschichte vor Beginn der Ming-Dynastie

Zhus Weg aus der Armut und der gesellschaftlichen Unwichtigkeit zu begleiten, ist keine leichte Lesekost. Mit ihr bekommt man als Leser eine getriebene, skrupellose Protagonistin, die sich selbst dazu zwingt, zu ihrem Bruder, einem Mann, zu werden, nachdem sie sein Schicksal an sich gerissen hat. Sie weigert sich, ihr eigenes vorgegebenes Schicksal als Nichts anzunehmen und strebt obsessiv nach Macht. Ihre Charakterentwicklung ist beeindruckend zu lesen. Das Buch beschreibt realistisch die Welt Chinas während der mongolischen Besetzung im 14. Jahrhundert und lässt nur dezent fantastische Aspekte einfließen, wie das Himmelsmandat, das die Menschen auszeichnet, die eine Eignung auf den Titel des Kaisers haben. Im Großen und Ganzen liest sich „She Who Became The Sun“ eher wie ein historischer Roman als ein Buch aus dem Fantasy-Genre. Soweit mir bekannt ist, bleibt Shelley Parker-Chan den wahren Begebenheiten weitestgehend treu, viele Charaktere gab es wirklich. Der Schreibstil ist eigen - mich hat er jedoch nach einer kurzen Eingewöhnung gepackt und durch das Buch getragen - Auch, wenn der Mittelteil des Buches sich ein wenig gezogen hat und nicht leicht zu verfolgen war mit all den Charakteren, den Intrigen und der komplexen Politik. Ich freue mich auf den zweiten Band der Dilogie „He Who Drowned The World“, um Zhu auf ihrem Weg zur vollkommenen Macht zu begleiten.

4.5

Was. War. Das. Denn?!?

Anfangs war ich etwas skeptisch, die Geschichte erschien etwas verworren: so wie das Schicksal selbst. Wir begleiten das Mädchen auf ihrem Weg und ich war immer wieder von ihrer Stärke, ihrer Willenskraft und ihrer Überzeugung und Zuversicht beeindruckt. Nach und nach wurden alle für mich bestehenden offenen Fragen aufgeklärt und das Ende hat mich umgehauen! Band 2 wird umgehend vorbestellt!!

4

Ich habe von diesem Buch vorher super viele verschiedene Meinungen gelesen und war sehr gespannt wie es mir gefallen wird. Viele haben es wohl nach 100 Seiten abgebrochen und ich kann verstehen, dass es vielen zu politisch ist. Ich persönlich liebe aber Geschichte und fand das Buch so unglaublich spannend! Bisher habe ich auch noch nichts vergleichbares gelesen, da es sich an echten geschichtlichen Ereignissen orientiert! Am Anfang gibt es auch eine Einleitung, damit man ungefähr versteht, wie die Lage zu der Zeit in China war. Von mir ist es auf jeden Fall eine absolute Empfehlung, wenn man Geschichte mag und Lust auf eine komplexe und gut ausgearbeitete Geschichte hat!

1

Mir fehlen zu diesem Buch ein wenig die Worte ...

Ich weiß nicht genau ob es daran lag, dass ich es als Hörbuch gehört habe oder ob es generell am Buch lag, jedoch hat es mir leider gar nicht zugesagt. Der Grundgedanke, dass ein junges Mädchen um zu überleben die Identität ihres toten Bruders übernimmt ist ganz spannend. Jedoch sind die Zeitsprünge, Namen und Perspektivwechsel oft nicht deutlich und generell die Storyline war irgendwie so mäh. Ich würde nicht gänzlich davon abraten und könnte mir vorstellen, dass andere sich mehr auf die Geschichte einlassen können, ich für meinen Teil hatte jedoch keine Freude an dem Buch. * Als Hörbuch gehört 🎧

4

Sehr anspruchsvoll, ungewöhnlicher Schreibstil, tolle Geschichte

Sehr ungewöhnlicher und gewöhnungsbeürftiger schreibstil, allerdings eine wunderbare und spannende Geschichte bis zur letzten Seite. Ich musste mich teilweise etwas durchkämpfen, Zeilen öfter lesen um alles zu verstehen. Trotzdem würde ich das Buch aufjedenfall weiterempfehlen. Freue mich schon auf den nächsten Teil.

Sehr anspruchsvoll, ungewöhnlicher Schreibstil, tolle Geschichte
4

Anspruchsvolle Geschichte, die die Gründung der Ming-Dynastie aufgreift und mit fantastischen Elementen vermischt.

„She Who Became the Sun“ von Shelley Parker-Chan ist ein historischer Roman, der den Leser tief in die chinesische Geschichte eintauchen lässt. Die Autorin spinnt eine epische Erzählung, die auf der wahren Geschichte von Zhu Yuanzhang, dem Gründer der Ming-Dynastie, basiert. In diesem Werk wird die Geschichte neu interpretiert und mit fantastischen Elementen angereichert, um eine eindrucksvolle Geschichte über Schicksal, Identität und den unerbittlichen Willen zu überleben zu erzählen. Im Mittelpunkt des Romans steht ein junges Mädchen, das in einem von Hungersnöten geplagten Dorf lebt. Ihrem Bruder, Zhu Chongba, wird eine große Zukunft vorausgesagt, ihr selbst hingegen nur Dunkelheit. Doch als ihr Bruder stirbt, ergreift sie die Chance, sein Schicksal anzutreten und schlüpft in seine Identität, um in einem Kloster Zuflucht zu finden. Dies ist der Beginn einer außergewöhnlichen Reise, auf der Zhu gegen die mongolische Herrschaft kämpft und sich ihren Platz in der Geschichte erkämpft. Shelley Parker-Chan gelingt es, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die den Leser direkt ins historische China des 14. Jahrhunderts versetzt. Die detaillierte Beschreibung der Umgebung, die vielschichtige Entwicklung der Charaktere und die geschickte Verwebung von historischen Fakten mit fiktiven Elementen machen den Roman zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. Allerdings muss auch gesagt werden, dass sich das Buch an manchen Stellen etwas zieht, was aber auch daran liegt, dass die Geschichte an sich keine leichte Kost ist. „She Who Became the Sun“ ist nicht nur eine Geschichte über den Aufstieg zur Macht, sondern auch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen wie Geschlecht und Identität. Zhu muss ihre wahre Identität verbergen und als Mann leben, um zu überleben und ihre Ziele zu erreichen. Auf ihrem Weg trifft sie auf mächtige Gegner wie den Eunuchen-General Ouyang, der selbst mit seiner eigenen zerrissenen Identität zu kämpfen hat. Generell sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet. Man hat nie das Gefühl, dass sie nicht originell sind. Jeder Charakter hat eine Tiefe, die ihn lebendig und einzigartig macht. Die Protagonistin Zhu ist ein Paradebeispiel für eine komplexe Persönlichkeit, deren innere Kämpfe und äußere Herausforderungen sie zu einem faszinierenden Charakter machen. Ihre Entschlossenheit und ihr Mut, gegen die gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit zu kämpfen, machen sie zu einer inspirierenden Figur. Eine weitere bemerkenswerte Figur ist der Eunuchengeneral Ouyang, dessen tragische Vergangenheit und Identitätskonflikte ihn zu einem der interessantesten Antagonisten der jüngeren Literaturgeschichte machen. Seine Interaktion mit Zhu ist von Spannung und einer komplexen Dynamik geprägt, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Neben den Hauptfiguren gibt es eine Vielzahl von Nebenfiguren, die alle ihre eigene Geschichte und Motivation haben. Sie bereichern die von Parker-Chan geschaffene Welt und tragen dazu bei, dass die Geschichte vielschichtig und realistisch wirkt. Von den Mönchen im Kloster, die Zhu aufnehmen, bis zu den Soldaten und Bauern, die im Hintergrund agieren, hat jeder Charakter seinen Platz und seine Bedeutung in der Erzählung. Shelley Parker-Chan hat mit „She Who Became the Sun“ ein beeindruckendes Debüt vorgelegt, das Liebhaber historischer Romane ebenso begeistern wird wie Fantasy-Fans. Es ist ein Buch, das zeigt, wie mächtig der Wille eines Menschen sein kann und wie das Streben nach einem selbstbestimmten Leben die Welt verändern kann. Ein Muss für alle, die sich für das alte China und die Kraft des menschlichen Geistes interessieren!

5

Habe das Buch verschlungen. Eine faszinierende Kombination aus historischer Fiktion, etwas Fantasy und zum Glück nicht zu viel Romantik. Die Hauptperson ist auf der Suche nach ihrer Identität. Versteht sich zunächst als weiblich, später als männlich und schliesslich als etwas ausserhalb beider. Eine hochaktuelle Thematik, die angenehm subtil in die Geschichte eingearbeitet ist. Sodass das eigentliche Abenteuer und die Geschichte nicht zu kurz kommen.

5

And on the last 30 pages, I actually cried. I think Esen and Ouyang were my "favourite characters" from the beginning and the people who took my breath away. The ones who left me emotionally shaken. I don't know exactly what I expected from this book, but maybe not what I ended up with. It is so different from many books I have read in the last few months. It comes with a calmness that is kind of dangerous. I really struggled at first - but that might be because of the setting; but the writing style and the "characters" won me over. I love the historical background, love the writing style; love the whole way of expression. Love the calmness with which such a turbulent time was described. Zhu impressed me deeply and left me with mixed feelings at the end. Also, Zhu somehow inspired me and repelled me at other moments; it seemed like dancing on a volcano. For me, this book is great; great literature - maybe even really important. So much emotion and brutality. So much desire and so much courage and faith and trust. I am speechless.

3.5

Der Einstieg des Buches hat mir super gefallen, der mittlere Teil gar nicht und das Ende war sehr überraschend aber gut. Die Protagonistin ist keine Sympathieträgerin für mich, daher fällt es mir schwer zu schreiben ob das Buch nun gut oder schlecht war. Bin auch noch nicht sicher ob ich den zweiten Teil lesen möchte, wobei der ja sehr gut bewertet wird. Sprachlich war das Buch toll. Leider gibt es kein Glossar und mir fiel es sehr schwer die Personen und Namen zuzuordnen. Keine klare Empfehlung von mir. Kann man, muss man aber nicht.

5

Wow, was für ein Hauptcharakter! Von einem halb verhungerten Kind zu einem mächtigen König, der vor nichts zurück schreckt. Das nenne ich einmal eine Entwicklung! Auch die anderen Charaktere waren alle fantastisch und verworren. Die ganzen Intrigen waren manchmal schwer zu überblicken aber haben sich wie eine Explosion zum Ende hin entladen - Respekt! Das Buch kann etwas kompliziert sein aber es lohnt sich auf jeden Fall!

4

Harte Kost

Ich wollte dieses Buch unbedingt mögen und fand sowohl die Charaktere als auch den Plot super spannend, aber der Schreibstil machte mir sehr zu schaffen und ich kam nicht wirklich in einen guten Lesefluss, sodass ich nicht so viel Spaß beim Lesen hatte, wie ich mir gewünscht hätte

3

Interessante Wendungen, aber unschöne Zeitsprünge und Längen.

Ich mag historische Romane, weshalb ich den Schreibstil und die realistischen Aspekte dieser Geschichte durchaus gut fand. In positive Stimmung wird man hier natürlich nicht versetzt. Wir begleiten die Protagonistin bei ihrem Überlebenskampf und ihrer Größenwahnsinnigen Suche nach einer (fremden) Bestimmung. Was mir gefehlt hat, waren die alltäglichen Schwierigkeiten während ihrer Ausbildung und die zwischenmenschlichen Beziehungen in dieser Zeit. Hier wurden meiner Meinung nach die spannendsten Szenen ausgelassen, bevor es in Zeitsprüngen voran ging. Verwirrend war, die vielen Namen zuzuordnen. Wer intrigiert hier gegen wen? Den Fantasyaspekt kann man ignorieren, der war marginal. Und zwischendrin war es schon sehr zäh bei der ganzen Kriegstreiberei. Die Charakterentwicklung der Protagonistin ist natürlich mal was anderes. Es war gut, dass zumindest ein paar Nebencharaktere in Ordnung oder zumindest anders interessant waren. Wie sich alles entwickelt hat, war nur teilweise vorherzusehen und ich bin kein Fan unserer eigentlich zwei Protagonisten. Würde evtl. schon wissen wollen, wie es weiter geht, aber eher als distanzierter "Zuschauer" und mit etwas Pause davor.

Interessante Wendungen, aber unschöne Zeitsprünge und Längen.
4

Was für eine Reise! Stell dir vor der Begründer einer chinesischen kaiserlichen Dynastie wäre heimlich eine Frau gewesen, hätte sich aus einer Lehmhütte hochgekämpft und dabei Geister gesehen...

Das Buch konnte mich immer wieder mitziehen, obwohl es etwas anspruchsvoller geschrieben ist, als meine üblichen Reads. Es ist letztlich ein historischer Roman mit Fantasy Elementen, was wohl viele Leser*innen enttäuscht hat, aber ersteinmal darauf eingelassen, wird es wirklich spannend. Die Hauptfiguren sind (mit einer Ausnahme) moralisch echte Versager*innen, aber gerade die Einblicke in die Gedankenwelten voller übertriebener Ambitionen, stumpfer Ehrvorstellungen und Rücksichtslosigkeit machen es wohl sehr realistisch. Es weiterer spannender Part ist die Verhandlung von Geschlechternormen und die Feststellung, dass wohl alle mit etwas weniger Maskulinismus ein sehr viel besseres Leben hätten, tja . Es ist kein entspannt zu lesendes Buch für nebenbei, es fordert einen und reibt einen auf. Für mich hat es sich definitiv gelohnt, aber jetzt brauche ich erstmal wieder einen Fastfood-Roman

5

»Es ist keine Farbe«, sagte sie und spürte die Wahrheit ihrer Worte. Sie beinhalteten ein Versprechen. »Es ist Glanz!«

Dieses Buch reiht sich in die wunderbaren Highlights queerer Fantasyliteratur ein, wobei der Historik Anteil hier dem Fantasypart überwiegt. Das sollte man vor dem Lesen unbedingt beachten! Ich liebe Geschichte und war hin und weg. Jeder Charakter ist so vielschichtig und spannend. Jede Perspektive macht Laune, sofort weiterzulesen und zu erfahren, was die Figuren sich nun wieder ausgedacht haben. Keiner von ihnen ist makellos. Ich würde mir allerdings gerade wegen des Endes wünschen, dass es Contentwarnungen gäbe. Ich freue mich schon darauf, den zweiten Band zu lesen!

3.5

Ganz anders als erwartet und überhaupt nicht vorhersehbar. Die meisten Charaktere sind nicht besonders sympathisch, aber das soll wohl auch so sein. Bei den vielen Namen kommt man schnell durcheinander, hier wäre ein Personenverzeichnis vielleicht besser gewesen. Der mittlere Teil war etwas langatmig, deshalb weiß ich noch nicht, ob ich Band 2 lesen werde. Das Ende war aber wiederum sehr überraschend und spannend.

3

The beginning was great, the ending had some interesting points, but the middle part was mostly boring

4

Das Buch konnte mich wirklich überzeugen. Ich lese vor allem im englischsprachigen Raum oft einen Vergleich zu der Mohnblumen Reihe von R.F. Kuang, oftmals in negativen Rezensionen, die dieses Buch hier als Kopie bezeichnen. Deswegen möchte ich dazu kurz etwas sagen. Beide Reihen sind von der chinesischen Geschichte inspiriert. Dass es also Ähnlichkeiten gibt bei gewissen Handlungen und Namen der Charaktere, macht also nur Sinn. Zumal diese Dilogie stark angelehnt ist an die Geschichte von Zhu Yuanzhang, den es wirklich gab und dessen Namen man in dem Buch auch genauso verwendet wie auch einige andere Namen realer Personen aus seiner Zeit und seinem Umfeld. Man hat sich also Inspiration in der Vergangenheit gesucht und nicht bei R.F. Kuang. Die Story hat mir gut gefallen. Parker-Chan baut Queerness und Genderdysphorie in dieses Buch ein, subtil, aber doch gut gelungen. Im Vordergrund steht aber definitiv die Kriegsthematik. Das Buch ist keine spannende Romantasy, sondern eine Geschichte, die die Abgründe der Menschen aufzeigt, die alles tun würden, um das zu erreichen, was sie wollen. Eine Geschichte über Hinterlist, Verrat und Gewalt. Keine leichte Unterhaltung und nicht alle Szenen eignen sich für zarte Gemüter, dessen muss man sich im Klaren sein. Hier wird Krieg in all seinen grausamen Einzelheiten gezeigt und nichts beschönigt. Die Fantasy hält sich hier in Grenzen. Die Hauptcharaktere Zhu und Ouyang sind sehr interessant. Beide haben ein tragisches Schicksal und verfolgen jeweils ihre eigene Mission. Sie haben komplett gegensätzliche Leben geführt und scheinen sich doch irgendwie verstehen zu können. Ich bin vor allem gespannt, wie sich das im zweiten Teil entwickelt. Sie sind nicht die typischen Helden, die man in vielen Büchern findet. Sie sind keine Publikumslieblinge, die man einfach mögen muss. Im Gegenteil. Sie zeigen moralische Grenzen auf. Gibt es schwarz und weiß oder ist es eine Grauzone? Ab wann ist ein Mensch schlecht? Gibt es Rechtfertigungen für manche Taten oder ist manches einfach unentschuldbar? Das sind Fragen, die man sich stellen muss und es ist absolut in Ordnung, die beiden nicht zu mögen. Eine Nebenfigur, die mir sehr gut gefällt, ist Ma. Sie ist die Verkörperung der unterdrückten Frau, die nach so viel mehr strebt und sich nicht länger einschränken lassen will. Sie wird im Buch schnell unterschätzt, aber ich bin gespannt, ob und wie sie im zweiten Teil noch mehr aus sich rauskommen wird. Das Buch ist gefüllt mit Kriegsstrategie. Sehr wichtig für die Handlung, für manche aber sicher auch etwas zäh. Mich hat es nicht gestört. Das einzige, was mich etwas irritiert hat, war die sehr ausführliche, intime Szene gegen Ende des Buchs. Die wirkte zwischen dem Rest der Handlung einfach fehl am Platz. Nicht der Akt an sich, sondern die detaillierte Beschreibung. Ansonsten ein wirklich gelungenes Buch. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

4.5

wow! Hat mir richtig gut gefallen. der Schauplatz in China, die Charaktere und ihre Beziehungen, die komplizierte Beziehung von Zhu zu ihrem Gender und das Setting haben mich total abgeholt. Auch den vorsichtige romantische Sub-sub-sub-plot fand ich großartig! freue mich auf Band 2!

5

Zhu Chongba ist ein Mädchen ohne Schicksal, das in einer Hungersnot aufwächst, durch die sie Vater und Bruder verliert. Um zu überleben und sein großes Schicksal für sich zu beanspruchen, nimmt sie den Namen ihres Bruders an und tritt dem nahe gelegenen Kloster bei. Dort wächst sie zu einer Erwachsenen heran, lernt in dieser neuen Rolle zu überleben und zu verstecken, dass sie eine Frau ist, mit welchen Mitteln auch notwendig. Sie findet auch heraus, dass sie über die Gabe verfügt, Geister zu sehen. Als das Kloster kurz nach ihrer Weihe niedergebrannt wird, verlässt sie es auf der Suche nach dem großen Schicksal ihres Bruders und findet sich in den politischen Spielchen der Roten Turbane wieder, der Rebellenbewegung gegen die mongolischen Kaiser. Zhu nimmt sich vor, es in diesem Machtgefüge ganz nach oben zu schaffen. Auf der anderen Seite haben wir Ouyang, Kind der von den Mongolen entmachteten Herrscher, der als Kind deswegen von den neuen Herrschern zum Eunuchen und Sklaven gemacht wurde, und nun als General für den Sohn dessen arbeitet, der ihm seine Familie und seine Ehre genommen hatte. Als sie aufeinandertreffen, spüren sie eine Verbindung ihrer Schicksale. Sie kämpfen dafür, ihre Schicksale zu erfüllen, auch wenn sie dabei die verletzen, die sie lieben, oder sogar sich selbst. Dies war ein spannender Historischer Fantasy-Epos. Die Handlungsgeschwindigkeit ist eher langsam und die Kapitel für zwei Perspektiven teilweise etwas lang, aber alles in allem wollte ich immer weiter wissen, was noch passieren würde, und vor allem wie weit Zhu gehen würde, um ihr Schicksal zu erreichen. Ouyangs Seite hat mich oft weniger interessiert, aber ohne diese Teile wäre die Geschichte nicht vollständig gewesen. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

2

Die ersten zwei Drittel waren zäh und leider blieben mir die Charaktere bis dahin zu blass. Danach nahm die Story an Fahrt auf und auch die Charaktere bekamen mehr Tiefe. Die Fantasyaspekte wurden leicht angedeutet. Edit: Ich werde den zweiten Teil doch nicht lesen, es interessiert mich leider einfach nicht.

3

Vorab: die Geschichte verspricht eigentlich sehr gut zu sein: im von den Mongolen beherrschten China schlüpft die Protagonistin Zhu in die Rolle ihres verstorbenen Bruders, um ihrem Schicksal als "Nichts" zu entfliehen und sich als Mann erst als Mönch, dann als Krieger einen Namen zu machen. Das Buch wurde oft in die Kategorie Fantasy& SciFi eingeordnet und hat wohl auch den Preis für British Fantasy bekommen, dabei würde ich es eher als historische Fiktion einordnen, da es auf der Geschichte und des Aufstieg einer chinesischen Legende basiert und ehrlich gesagt kaum phantastische Elemente birgt, außer dem Fakt, dass einige Charaktere Geister sehen können. Mir waren es teilweise zu viele Sichtweisen aus denen die Geschichte erzählt wurde und einige davon waren für mich für die Geschichte einfach nicht relevant. (Brauchen wir wirklich ein Kapitel aus der Sicht des Diebes?) Außerdem wurden durch teilweise große Zeitsprünge interessante Charakterentwicklungen übersprungen, mit denen man dann plötzlich konfrontiert war. Ein Beispiel: nachdem Zhu das Kloster verlässt, sehen wir sie als nächstes bei den roten Rebellen, hier hätte ich gerne miterlebt, wie sie sich entschieden hat, dorthin zu gehen und was in ihr vorging, als sie das Kloster verlassen musste. Generell bin ich irgendwie nicht mit allen Charakteren warm geworden, da ich teilweise ihre Ziele nicht verstanden habe. Vor allem Ouyang hat es mir schwer getan ihn zu mögen, da ich nicht wirklich wusste, was er nun eigentlich vor hat. Das Buch hatte definitiv auch seine spannenden Momente, und überraschenden Wendungen, mir persönlich war der Fokus teilweise aber zu sehr auf Kriegsstrategie und daher bin ich unschlüssig, ob ich Teil 2 lesen werde.

3

Ich habe She who became the sun im Rahmen meines Abos von der Zauberbüchse (Bücherbüchse) erhalten und muss gestehen, dass ich es mir wohl selbst auch nie gekauft hätte. Die Geschichte spielt in China im 14. Jahrhundert. Gleich zu Beginn des Buchs gab es einen kurzen historischen Überblick, wie in dieser Zeit die politische Lage in China war. Mir persönlich hat dieser Überblick sehr gefallen und ich habe ihn auch wirklich gebraucht, denn ich habe zu diesem Thema keinerlei Vorwissen und hätte das Buch wohl sonst mit einem ziemlich großen Fragezeichen gelesen. Während der Klappentext leichte Mulan-Vibes hat, ist mir schnell klar geworden, in was für einen düsteren sowie brutalen Welt wir uns bewegen. Das Worldbuilding hat mir wirklich sehr gefallen, auch wenn es wahnsinnig komplex war. Zum Glück gab es eine Karte, auf der ich jederzeit nachschauen konnte, wo wir uns überhaupt gerade befinden. Dennoch hat mich das Buch gelegentlich mit einem schwirrenden Kopf zurückgelassen. Es waren so viele Orte, so viele Handlungsstränge, so viele Charaktere sowie Sichtweisen. Dadurch konnte auch nicht so recht Spannung aufgebaut werden. Obwohl es als Fantasy-Buch beworben wird, ist der Fantasy-Anteil wirklich verschwindend gering, was mich ein wenig enttäuscht hat. Am besten haben mir die Charaktere gefallen, egal ob Zhu, Ouyang oder Ma. Sie bei ihrem jeweiligen Weg zu begleiten war faszinierend, besonders weil es kein nur gut oder nur böse gab. Die Komplexität der Charaktere war wirklich Wahnsinn. Zusätzlich gab es auch noch facettenreiche Nebencharaktere, wie beispielsweise Yuchun, die mein Herz erobert haben. Insgesamt war es ein sehr interessantes sowie komplexes Buch, das mir trotz der wenigen Spannung gefallen hat. Besonders geschichtlich Interessierte dürften mit dem Buch ihre Freude haben. Ich werde Band zwei auf jeden Fall lesen.

4.5

Selten so gefesselt gewesen und endlich mal ein teilweise historisches Setting

-Intrigen auf allen Seiten -Schicksal gegen „Ehrgeiz“ -Starke Charaktere

3

Eine gut erzählte Legende mit vielen emotionsgeladenen Aspekten wie Verrat, Leid, Hunger, Freundschaft, Loyalität, Liebe und über allem anderen das Verlangen. Die vielen unfamiliären Personennamen und verschiedene Schauplätze haben es manchmal erschwert dem Faden der Geschichte zu folgen.

5

Spannungsgeladen und historisch verwurzelt

Die Geschichte eines Mädchens in Umbruchzeiten des 14. Jhrd. In China. Eine spannende Geschichte mit unerwartenden Wendungen. Dieser erste Teil macht definitiv Lust darauf zu erfahren wie diese Geschichte zu Ende geht. Welche Wendungen mich noch erwarten und ob sie ihr Ziel erreicht.. Ganz klare Leseempfehlung!

4.5

I love silk punk, and I've discovered that Shelley Parker-Chan's writing style is just incredible. So I was perfectly happy to let the narration wash over me and let the silk envelop me. I was blown away by the depiction of Zhu, who gets thrown out of her identity and is forced to develop a new one. This part was complex and beautiful.

4

Definitiv eine Empfehlung für alle, die eine traditionelle chinesische Geschichte lesen möchten, die feministisch neu erzählt wird!

Der Drang der Protagonistin Zhu nach Macht und Größe ist regelrecht greifbar und hat mich total in den Bann gezogen. Zhu wird als beeindruckende Frau geschildert, die sich alles nimmt, um ihr Ziel zu erreichen; scheut dabei auch nicht vor Gewalt zurück. Generell gibt es einige starke Frauenfiguren in "She who became the Sun". Und auch Nebencharaktere werden sehr ausführlich geschildert; führen selbst auch durch die Geschichte. Das Buch war für mich vielleicht kein Page Turner, aber trotzdem sehr intensiv zu lesen. Ich freue mich auf den zweiten Band.

4

"She Who Became the Sun" ist recht klassische Fantasy vom Aufbau und Storytelling her, erzählt jedoch eine Heldenreise im historischen chinesischen Kontext (mit ein paar kleinen Fantasy-Elementen) und bringt noch dazu queere Charaktere mühelos unter. Ein namenloses Mädchen beschließt am Anfang, ihr Schicksal nicht hinzunehmen, sondern schlüpft in die Rolle ihres Bruders, dem ein großartiges Schicksal vorhergesagt worden ist. Als Junge verkleidet geht sie zuerst ins Kloster, schließlich in die große Welt hinaus, immer getrieben von ihrem "geklauten" Schicksal und dem großen inneren Drang, nicht nur zu überleben, sondern wirklich großartig zu werden. Die Handlung zeigt anfangs nur ihre Ausbildungsschritte, später kommt noch eine zweite Sicht dazu. An und für sich hatte das Ähnlichkeiten mit anderen High Fantasy Epen, die Außenseiter, die Helden, die von der Gesellschaft nicht vorgesehen sind und die doch getrieben von ihren eigenen Motiven mehr sein wollen. Ich mochte das Buch, fand es aber auch nicht überragend neu. Zudem ist es schwierig, sich mit den Charakterne zu identifizieren, die allesamt moralisch sehr grau sind, von "derart getrieben, dass buchstäblich über Leichen gehen" bis hin zu "Rache über allem, selbst wenn man selbst dafür leiden muss".

3

Nach anfänglicher Begeisterung bin ich letztendlich eher enttäuscht von „She Who Became The Sun“. Aber fangen wir vorne an… Wir starten mit einem interessanten Vorwort zum historischen Kontext der Handlung in das Buch, was ich hilfreich und wirklich gut fand, da es auch gleich als kleine Einstimmung in selbige diente. Der Beginn der eigentlichen Geschichte hat mich dann sofort gefangen genommen und ich war absolut begeistert von dem wunderbaren Stil und auch von der Vorstellung der Charaktere. Insbesondere die Protagonistin hatte es mir angetan, denn sie hat klare Vorstellungen, was sie erreichen will und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Die ihr vorhergesagte Nichtigkeit möchte sie keinesfalls akzeptieren und so strebt sie Größe und Macht an, zwei Aspekte, die für Frauen nicht vorgesehen sind. Etwa das erste Viertel des Buches beschäftigt sich mit ihr und ihrem angestrebten Weg und das fand ich wirklich fantastisch. Ich mochte es sehr, wie sie sich über sämtliche Widrigkeiten hinwegsetzt und nie den Mut und den Glauben an sich selbst verliert. Nach einem bedeutenden Ereignis innerhalb der Handlung, das den Weg der jungen Frau von Grund auf ändert, macht die Geschichte einen Zeitsprung und das war rückblickend auch der Punkt, an dem das Buch mich langsam aber sicher verlor. Das Tempo war ab hier wirklich seltsam und ich habe mich einfach über weite Teile endlos gelangweilt. Es passierte gefühlt nichts von Bedeutung und auch die zusätzliche Perspektive, die vermehrt hinzukam, hat der Handlung nicht gut getan. Je weiter ich las, desto weniger interessierte mich eigentlich, was denn nun Sache war und die einzelnen Charaktere haben meine Sympathie verloren und waren nur noch leere Hüllen. Den ständig wiederkehrenden Verweis darauf, dass die Protagonistin Größe anstrebt und die Nichtigkeit nicht akzeptieren will, hatte ich dann auch irgendwann über. Hatte ich beim ersten Mal verstanden, ist ok. So habe ich mich Stück für Stück durch die knapp 400 Seiten gekämpft und wurde dafür am Ende nochmal durch ein wenig packendere Abschnitte belohnt. Alles in allem bin ich enttäuscht und werde die Fortsetzung nicht mehr lesen…

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4

Einfach das perfekte Buch für Fans des historischen Fantasy, von dem Mulan-Mythos, R. F. Kuang und Zentralasien. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband!

4

This was somehow exactly what i expected and simultaneously nothing like i expected it to be.

Its an interesting style of storytelling, a compelling story with all those characters focusing on basic survival in society/enemies company, emotions like shame and desire. Also the characters are pretty ruthless and there are close to no inherently good characters in this. Also dominant in this book are the topics war/strategy as well as religion and Identity. Im curious to read ‚he who drowned the world‘ and see how it‘ll progress. The tone was different than my usual books and I enjoyed reading this story a lot.

5

Historisch inspirierter Roman - großartig geschrieben!

Shelley Parker-Chan liefert uns mit ihrem Roman "She who became the Sun" ein historisch inspiriertes Buch, das sich mit dem Aufstieg des Bauern und Rebellenführers Zhu Yuanzhang beschäftigt. Dieser stürzte im 14. Jhd. die Herrschaft der Mongolen und gründete die Ming-Dynastie. (Übersetzt von Aimée de Bruyn Ouboter.) Stille, brütende Hitze und quälender Hunger sind mein täglicher Begleiter. Obwohl ich noch jung bin, spüre ich doch schon, wie die brutale Herrschaft der Mongolen mein Volk erdrückt. Ich bin nur ein Mädchen, daher habe ich sowieso nicht viel vom Leben zu erwarten. Meinem Bruder Chongba hingegen wurde vom Seher eine strahlende Zukunft vorhergesagt. Ob ich neidisch bin? Natürlich, wer wäre das nicht im Angesicht des Nichts, das ihn erwartet? Doch dann wird unser Dorf eines Tages von Banditen überfallen. Sie töten meinen Vater. Und letztlich töteten sie auch meinen Bruder. Er hat einfach aufgegeben. Der Gram und die Verzweiflung, vielleicht auch die Verantwortung für mich, das alles war zuviel für ihn. Er starb ein paar Tage später. Das ist meine Chance! Ich nehme die Identität meines Bruders an und bin fortan Zhu Chongba, der vom Glück begünstigte. Wenn ich nur fest daran glaube, handle und denke wie er, wird der Himmel den Unterschied nicht merken. Und tatsächlich scheine ich damit durchzukommen ... "Alles, ihr Mönche, steht in Flammen ... Und wie brennt es? Es brennt mit den Flammen der Leidenschaft, sage ich, mit den Flammen des Hasses und der Verblendung; es brennt mit den Flammen der Geburt, des hohen Alters, des Todes, des Leids, des Jammers, des Elends, der Trauer und der Verzweiflung." (Adittapariyaya Sutta: Die Feuerpredigt) Dieses Zitat bildet den Start in diesen Roman und passt einfach so perfekt! All diese Gefühle begleiten uns durch Parker-Chans Werk, denn diese Gefühle sind es, die Parker-Chans Hauptcharaktere antreiben. Die sie ausmachen und ihnen eine unglaubliche Tiefe geben. Zhu Chongba, die mit unglaublicher Leidenschaft auf dem Schicksalspfad ihres Bruders wandelt. Die alles gibt und tut, um ihr Ziel zu erreichen. Aber auch der Eunuchengeneral Ouyang, dessen ganze Familie über Generationen von den Mongilen ausgelöscht wurde, ist so getrieben von seinen Gefühlen. Der Hass und der Wunsch nach Rache brennt unsäglich in ihm. Aber er ist auch ein Mensch, der tiefe Verzweiflung und Reue verspürt. Parker-Chan hat mir einen wirklich guten Einblick in das Innenleben ihrer Hauptprotagonisten gegeben. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Nebencharaktere dagegen etwas verblassen. Am Ende hat mich das jedoch gar nicht weiter gestört. Der Sturz der Yuan-Dynastie im 14. Jahrhundert durch den Bauern Zhu Yuanzhang bildet hier den Mittelpunkt der Story. So finden sich in Parker-Chans Geschichte viele Parallelen zu den historischen Überlieferungen, die mit einer gehörigen Portion Fiktion gemischt wurde. Ich hatte im Nachgang auf jeden Fall Freude daran, das ein oder andere nachzulesen. Und das ist genau das, was ich an solchen historischen Romanen liebe: Das sie mein Interesse an verschiedenen geschichtlichen Begebenheiten wecken. "She who became the Sun" ist ein großartiges historisch inspiriertes Werk, welches ich gerne weiterempfehle. Eine kleine Warnung spreche ich allerdings aus: Das Buch wird als Fantasy beworben, doch Fantasyelemente werdet ihr hier mit Ausnahme von ein paar Geistern nicht finden. Ich hatte auf jeden Fall wahnsinnig viel Freude mit dem Buch und freue mich schon sehr auf den zweiten und letzten Band dieser Dilogie.

Historisch inspirierter Roman - großartig geschrieben!
1

Anstrengend zu lesen

Am Anfang war ich begeistert, fand die Story auch interessant aber irgendwann wurde es richtig zäh zu lesen. Die letzten 200 Seiten habe ich eher überflogen und habe nicht das Gefühl was verpasst zu haben.

Anstrengend zu lesen
2.5

Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch. Angeteastert mit „Eine Geschichte wie Mulan“ oder „Broken Hero“, war ich wirklich gespannt, diese chinesische retelling Story zu verfolgen. Allerdings kam ich teilweise einfach nicht hinterher: Viele Namen und Figuren die eingeführt wurde, Kriegspolitik die ich kaum verstehe und andauernd an einem neuen Ort der aufgebaut werden musste. Auch der queere Romance-Subplot wirkte eher gezwungen und konnte mich nicht überzeugen.

4

„She who became the sun“ basiert teilweise auf historischen Fakten und bereitet die tatsächlichen Ereignisse um Chinas Befreiung aus mongolischer Herrschaft fiktional auf. Dabei schlüpft ein junges Mädchen in die Rolle ihres Bruders, um sein bedeutendes Schicksal für sich selbst zu beanspruchen. Der Schreibstil ist auf Anhieb fesselnd. Vor allem zu Beginn der Geschichte, als wir in die Kindheit der Protagonistin eintauchen, zeigt er sich in all seiner Stärke, denn ich war sofort gebannt, ohne dass es dafür groß Spannung brauchte. Sehr ausführlich erleben wir anschließend Zhus erste Monate im Kloster. All das dient dazu, die Geschichte und Zhus Persönlichkeit kennenzulernen. Obwohl aus dritter Perspektive erzählt wird, befinden wir uns stets sehr nah am Charakter - und das obwohl die Protagonistin eingangs nur das namenlose Mädchen ist: „es“. Dieses „es“ wird schließlich ein Sinnbild für die Wandlung und Identitätsfindung des damals noch jungen Mädchens. Dabei begleiten wir es auf seiner Reise bis ins Erwachsenenalter. Bereits früh zeigt sich dadurch: Dieser Roman ist weitaus mehr als historische Fantasy, denn es geht vor allem auch um Identität und Geschlecht. Und diese Themen behandelt die Autorin auf eindrucksvolle Weise. Ich war überrascht, dass neben der Perspektive unserer Protagonistin nach und nach weitere Perspektiven hinzukamen. Diese hätte ich zum Teil so nicht gebraucht, sodass sie für mich die eine oder andere Länge darstellten. Tatsächlich geht dieses Buch sehr tief in die chinesische Historie, darauf muss man sich einlassen wollen. Dementsprechend nimmt der Roman auch viel Zeit in Anspruch, um Spannung aufzubauen, weshalb ich vier gute Sterne vergebe.

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4

historisch, brutal, hinterlistig Als ich das Buch gestartet habe, habe ich nicht viel erwartet, da das Buch so unscheinbar gestaltet ist. Die ersten 150 Seiten haben mir auch nicht wirklich zugesagt, da ich nicht mit den vielen verschiedenen Perspektiven klar kam. Sobald man allerdings die zwei Hauptcharaktere (Ouyang und Zhu) kennen gelernt hat, kam man schneller als erwartet in die Geschichte rein. Auch wenn die Geschichte um 1300 spielt, erkennt man auch Muster, die es heute noch gibt, zum Beispiel Manipulation, Hinterhalt und die (zu der Zeit anderswertige) Liebe. Im Endeeffekt hat mir das Buch allerdings sehr gut gefallen und trotz des ganzen Krieges und den Kämpfen hat es mich sehr gefesselt.

3.5

die einzige negative anmerkung, dich habe ist, dass es manchmal etwas anstrengend zu lesen war aufgrund der vielen unbekannten englischen Wörter, sonst war es total interessant, komplex und wunderschön

4

Heftig und verwirrend aber gut. Nichts für schwache Nerven. Ich war immer mal wieder lost wer jetzt eigentlich wer ist. Man sollte dieses Buch definitiv am Stück lesen und zwischendurch nicht zu lange pausieren. Es sei denn, man kann sich Inhalte und Namen extrem gut merken.

5

Ouyang needs therapy and so do I

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