Schuld
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Description
Ein Ehemann quält jahrelang seine junge Frau. Ein Internatsschüler wird fast zu Tode gefoltert. Ein Ehepaar verliert die Kontrolle über ihre sexuellen Spiele. Ein Mann wird wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Leise, aber bestimmt stellt Ferdinand von Schirach die Frage nach der Schuld des Menschen.
Book Information
Author Description
Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den deutschen Bestsellerlisten. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage sowie der Theatermonolog Regen.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Gerechtigkeit, die menschlich wird
„Schuld“ ist ein besonderes Buch, mit großer Wucht und dabei nüchterner Herangehensweise! Ferdinand von Schirarch schreibt über juristische Fälle aus seiner eigenen Berufslaufbahn und behält dabei einen nüchternen, präzisen, beinahe distanzierten Charakter bei, wie er wohl in der Juristik gängig und nötig ist. Und doch findet sich in dieser Nüchternheit eine tief versteckte Emotionalität wieder, die mich vollkommen überrascht hat. Denn was Schirach zeigt, ist nicht Schuld im klassischen Sinne. Er zeigt Menschen, gescheiterte, gebrochene, verlorene. Menschen, bei denen ein einzelner Moment ausgereicht hat, um ein ganzes Leben aus der Bahn zu werfen. Und obwohl er nie urteilt oder vielleicht gerade deshalb, bleibt man als Leser/Leserin mit einem Kloß im Hals zurück. Schirarch schreibt nie mehr als nötig, hat keine geschönten Formulierungen, kein moralisches Fingerheigen und damit die bewegende, fast schon schmerzhafte Ehrlichkeeit in seinen Darstellungen. Er beobachtet. Und genau das macht seine Texte so tief. Weil er uns zwingt, selbst hinzusehen und zu fragen: Was hätte ich getan? Was ist richtig? Was ist gerecht? So werden wir als Leser/Leserinnen stetig in die Pflicht genommen, nach Recht und Moral zu bewerten, aber können es nicht, da sich viele der Fälle in Dilemmata auflösen und wir ratlos zurückgelassen werden. Eine besondere Stärke des Buches liegt in seiner literarischen Struktur. Jeder Fall ist wie ein stilles Echo: kurz, reduziert, aber mit Nachklang. Schirach beherrscht die Kunst des Weglassens. Was nicht geschrieben steht, wirkt oft stärker als das, was gesagt wird. Und gerade dadurch bekommen die Geschichten eine universelle, beinahe philosophische Dimension. Es geht nicht nur um Schuld im juristischen Sinne, sondern um Schuld als Zustand des Menschseins. Ferdinand von Schirarchs „Schuld“ ist ein forderndes Buch, das weniger erzählt, als dass es zum Nachdenken zwingt. Seine Ehrlichkeit ist unbestechlich, seine Menschlichkeit tief verborgen und gerade dadurch umso eindrücklicher. Eine weitere Qualität des Buches ist seine Zeitlosigkeit: Jede Geschichte könnte gestern passiert sein. Oder morgen. Und vielleicht macht genau das „Schuld“ so beklemmend relevant.
✨ Re-Read ✨Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Sachen.
Ich bin jedes Mal baff, wie toll der Schreibstil des Autors ist. Ich denke mal, dass seine Tätigkeit als Strafverteidiger viel dazu beisteuert, dass er durchaus nüchtern als auch gewissenhaft und dennoch spannend die Fälle, die er begleitet hat, wiedergeben kann. Ich denke, dass es auch durchaus interessant ist für Personen, die nichts mit dem Rechtsbereich zutun habe, einen Einblick zu erhalten, was die rechtliche Behandlung von Fällen auswirken kann und behandelt wird. Wir haben hier tragische, als auch schöne Fälle (davon eher weniger) und auch Fälle, bei denen man schmunzeln kann (damit meine ich den letzten Fall), die die Arbeit eines Strafverteidigers gut darstellen. Ich finde es einerseits interessant, als auch beklemmend, dass ma mit den Tragödien konfrontiert wird. Es ist schrecklich wie böse der Mensch sein kann. Für mich ist gefühlt jedes Buch von Ferdinand von Schirach ein Highlight. Jedoch darf man nach wie vor nicht vergessen, dass es sich hierbei um echte Schicksalsschläge handelt und echte Menschen dahinter stecken. Seine Bücher kann ich jedem empfehlen.
Wenn Schuld nicht eindeutig ist ⚖️
Ich sag’s direkt: Ich bin einfach ein von-Schirach-Fan ❤️ Und Schuld hat mir wieder genau das gegeben, was ich an seinen Büchern so schätze: Gedanken 💭, Fragen ❓und Themen die nachwirken. In 15 kurzen Geschichten geht es um Schuld und Unschuld, um Gut und Böse ⚖️ und vor allem um die vielen Grauzonen dazwischen. Von Schirach zeigt eindrucksvoll, wie Menschen zu Tätern werden können und dass Schuld oft stark von den Umständen abhängt. Die Themen sind teilweise schwer und bedrückend: Missbrauch, Folter, moralische Dilemmata. Seine Sprache ist wie immer knapp, distanziert und unglaublich präzise ✍️. Gerade diese Nüchternheit macht die Geschichten so wirkungsvoll. Viele Fälle werden aus der Sicht eines Verteidigers erzählt, wodurch man automatisch anfängt über Recht und Gerechtigkeit nachzudenken. Schnell wird klar: Recht ist nicht immer gerecht und niemand ist nur gut oder nur böse. Schuld ist kein Buch, das man einfach zuklappt und vergisst 📖➡️🧠. Es bleibt im Kopf, stellt unbequeme Fragen und zeigt, wie schnell sich Rollen verschieben können. Genau das macht dieses Buch für mich so stark. Ein kluges, nachdenkliches Buch typisch Ferdinand von Schirach und absolut lesenswert 📚✨

True Crime Kurzgeschichten die sich wunderbar lesen lassen
Ferdinand von Schirach ist Rechtsanwalt und stellt 15 Kurzgeschichten aus seinem Alltag vor. Diese wurden sehr interessant geschrieben, nicht zu langatmig sondern genau richtig. Es hat viel Spaß gemacht, alle Fälle durchzulesen . PS : Es gibt dazu eine Serie (genannt wie das Buch) mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle.
Brutal ehrlich!
Ferdinand von Schirach hat mit Schuld ein Werk geschaffen, das einen begeistert. Wie schon in seinen anderen Erzählungen besticht er hier durch einen extrem präzisen, fast schon kühlen Schreibstil, der die Abgründe der menschlichen Natur ohne unnötige Ausschmückungen offenlegt. Jede Kurzgeschichte wirft moralische Fragen auf, bei denen es kein einfaches Schwarz oder Weiß gibt. Man ertappt sich ständig dabei, wie man das eigene Rechts und Unrechtsbewusstsein hinterfragt. Stilistisch hat mich das Ganze sehr an das Buch „Momente“ erinnert . Diese kurzen, intensiven Einblicke in entscheidende Augenblicke, die ein ganzes Leben verändern können, sind einfach meisterhaft eingefangen. Klare Leseempfehlung.
Nett für Zwischendurch…
15 Kurzgeschichten, erzählt aus der Sicht eines Strafverteidigers, in denen dieser unterschiedliche Fälle und deren Ausgang beschreibt. Brutal, ehrlich, offen und schonungslos beschreibt Ferdinand von Schirach unterschiedliche Schicksalsschläge und öffnet für den Leser den Graubereich zwischen Schwarz und Weiß bei der Frage nach Schuld und Unschuld. Ein schnelles und eigentlich durchschnittliches Buch für zwischendurch, welches abermals von Schirachs Direktheit und dem wahnsinnig guten Schreibstil lebt.

Fesselnde Geschichten aus dem Berufsleben von Ferdinand von Schirach
Schirach beschreibt in "Schuld" einige seiner Fälle, die er als Anwalt vertreten hat. Einige der Geschichten ließen mich sprachlos und schockiert zurück. Ich mochte den Schreibstil sehr und werde in Zukunft sicherlich weitere seiner Bücher lesen.
Wenn euch echte Kriminalfälle interessieren, dann lest unbedingt dieses Buch💯
Ferdinand von Schirach schreibt in seinen Büchern über wahre Geschichten aus seinem Leben als Strafverteidiger und Rechtsanwalt. Dieses Buch handelt von Kurzgeschichten, die auf Fällen basieren, die er in seiner Kanzlei erlebt hat. Er befasst sich mit den Geschichten hinter den kurzen Meldungen und Artikeln, die oft das einzige sind, die wir von Verbrechen mitbekommen!!! Schirach schreibt sachlich und trotzdem auf eine Weise poetisch. Er verurteilt auch nicht aktiv, sondern stellt nur dar! Genau das ist es, was sein Geschichten ihre Kraft verleiht. Seine Geschichten sind erschreckend, denn es ist kaum vorstellbar zu was Menschen fähig sein können. Einiges erscheint einem so grauenvoll, dass man am liebsten ein paar Seiten überblättern möchte. Aber es ist schwierig, aufzuhören und weg zu schauen, denn Geschichten wohnt eine große Faszination bei !!! Dennoch fühlt man in einer gewissen Weise mit dem Täter mit und stellt sich die Frage nach Schuld und Unschuld. Verbrechen oder Selbstverteidigung. Gut oder Böse. Im Vordergrund zum Thema Schuld stehen die Fragen: Wem kann diese zugesprochen werden? Kann ein Mensch einen geplanten Mord verüben und dennoch unschuldig sein? Wir werden Menschen zu Tätern und wie beeinflusst eine einzige Tat ein ganzes Leben?🖇️ Es war stets sehr spannend. Wenn auch unter anderem verstörend ….kann ich das Buch sehr empfehlen.🙏🏼
Auch diese Sammlung von echten Kriminalfällen, verpackt und toll erzählt als Kurzgeschichten, decken alle Bandbreiten des Möglichen ab. Auch in diesem Buch werden meist beiden Seiten, Täter und Opfer, gut erleuchtet und die Handlungen nachvollziehbar dargelegt; mal brutal, mal skurril, aber immer spannend und auch unterhaltsam ( ich meine der Hund im Maserati🙈)
Ein moralischer Kompass auf dem Prüfstand
Mit „Schuld“ hat mich Ferdinand von Schirach tief beeindruckt. Das Buch besteht aus vielen Kurzgeschichten, die mich ab der ersten Seite gefesselt haben. Statt klassischer Krimi-Spannung wird man direkt in menschliche Abgründe gezogen. Jede Erzählung zeigt das Thema Schuld in ganz unterschiedlichen Facetten und lässt die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmen.Die sachliche Erzählweise des Autors sorgt dafür, dass die Schicksale extrem nahgehen. Man fängt automatisch an, das Gelesene zu hinterfragen, was massiv zum Nachdenken über Gerechtigkeit anregt. Für mich steht fest: Das war ganz sicher nicht mein letztes Buch von Ferdinand von Schirach. Eine absolute Empfehlung!
Das war mein erstes Buch von Ferdinand von schirach. Es war wirklich richtig cool. Einige Geschichten hatten es echt in sich. Ich mochte den schreibstil sehr gerne. Sachlich, kurz ohne viel hin und her aber hatte eine große Wirkung! Dieses Buch konnte ich nichr so hintereinander weglesen, da ich einige Geschichten erst “verarbeiten” wollte. Ich kann dieses Buch nur empfehlen 😍
Sehr gut, sehr schnell, sehr interessant, aber…
Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, man kann praktisch durch fliegen. Gut unterteilt, sehr interessant, alles in einem eine Empfehlung wert. Ich war zwischen fünf und vier Sternen hin und hergerissen, im ersten Drittel des Buches waren fünf Sterne ganz klar, dann sackte es ab auf ungefähr vier Sterne, und am Ende lief es dann so aus meiner Meinung nach. Der Grund ist wohl, nach den ersten drei oder vier Geschichten habe ich jedes Mal das Buch zugeklappt und mich hinterfragt, wer denn nun die Schuld und die Hauptschuld an dem Ende der Story getragen hat. Nach dem vierten Teil habe ich es dann nicht mehr getan und das Buch so zu Ende gelesen, weil die Stories dann dies nicht mehr gebraucht haben. So fand ich es. Kurze Stories, knapp erzählt typischer Schirach Erzählstil, warum nicht. Ich habe das Buch jetzt zwischen Fitzek und Strobel als Lücke genutzt, praktisch als Pause, als Puffer.
Kurzgeschichten in typischer Schirach-Manier
Ich habe bereits Verbrechen von Ferdinand von Schirach gelesen und auch in Schuld schafft er es mit seiner nüchternen Art zu schreiben einen zu fesseln. Die Abgründe der Menschen und die Frage von Gerechtigkeit und Schuld lassen einen dieses Buch kaum aus den Händen legen. Schirach fängt die tiefsten Abgründe der Menschen ein und zeigt auf, wie die Justiz versucht Gerechtigkeit walten zu lassen und doch immer wieder versagt. Ein sehr spannendes Buch mit insgesamt 15 Kurzgeschichten. Ich kann es nur wärmstens empfehlen
Nichts für schwache Nerven
Das Buch sorgt stets dafür dass man mit der Schuldfrage konfrontiert wird. Sie weist Szenen auf die für den einen oder andern verstörend sein könnten aber sie gibt gleichzeitig den Einblick davon dass die Schuldfrage nicht immer leicht zu beurteilen ist, wie man das zu glauben scheint. Ein gutes Buch und Ferdinand von Schirach enttäuscht mal wieder mit seinem Schreibstil nie
Ein ordentlicher Brecher
Mein zweiter Schirach, hab dieses direkt nach „Der Fall Collini“ gelesen. Alter Falter - nach der ersten Kurzgeschichte musste ich das Buch tatsächlich erstmal weglegen. Nicht, weil es schlecht fand - es war das komplette Gegenteil. Aber meine Herren, die Geschichten sind jedes einzige Mal ein Schlag ins Gesicht, von der Intensität lassen sie kaum ab. Der Schreibstil ist auch hier ein Traum - Kurzgeschichten liebe ich generell. Man merkt in diesem Werk tatsächlich die juristische Natur Schirachs; alles ist (meiner Meinung nach) neutral und schockierend wertungsfrei, beinahe alltäglich formuliert. Aber nicht trocken oder langweilig, falls es sich so anhören sollte. Für mich durch und durch gelungen, die Schuldfragen und Thematiken schwirren einem noch lange danach durch den Kopf.
Schuld & Unschuld - manchmal gibt es kein schwarz-weiß
15 Kurzgeschichten, größtenteils sehr fesselnd, aus dem Leben eines Strafverteidigers. Am Anfang hat es mich sehr geschockt, weil es so brutal & ungeschönt war. Zum Glück waren nicht alle Geschichten so heftig... Krass gut fand ich seinen Schreibstil, der ist ziemlich einzigartig. Allerdings hätte ich gedacht, dass man noch mehr in moralische Dilemmata eintaucht. Dennoch versteht man die Schwierigkeit mit Gerechtigkeit & Gesetzen etwas besser.
Hochinteressant, aber nichts für schwache Nerven
Schirach schildert hier echte Fälle, auf eine prägnante und neutrale Weise. In mir lösten diese nicht nur die Frage nach der Schuld aus, sondern auch nach Gerechtigkeit. Eine Tat macht einen Menschen nicht gleich zu einem Monster, manchmal irgendwie aber auch doch.
Harte Kurzgeschichten 📚
In diesem Buch schreibt Ferdinand von Schirach mal wieder in unglaublich guter Schrift 15 Kurzgeschichten nieder. Es geht im großen und ganzen um Schuld, die Täter/- Opferrolle. Wer ist der Gute, wer der Böse 😈 Es sind spannende und vor allem erschreckende Geschichten mit dabei, die fast immer ein unbehagliches Gefühl hinterlassen und einem länger im Kopf bleiben. Fazit: Mal wieder ein interessantes Buch, welches man aber nur lesen sollte, wenn man negative Geschichten und Themen wie Gewalt, Mord und sexuelle Übergriffe gut verträgt ❗📚

Vielschichtig und mitreißend: Die Frage nach der Schuld
Ihr solltet das Buch lesen wenn ihr: • 15 Kurzgeschichten lesen möchtet, die sich alle, mal dezent, mal sehr eindeutig, mit der Frage der Schuld oder Unschuld beschäftigen • eine kurzweilige Leseerfahrung mit (zum Teil) brutalen Beschreibungen lesen wollt und könnt • Strafprozesse und Strafverteidigung interessant findet Was mir gut (+) und was mir nicht gut (-) gefallen hat: + der Schreibstil des Autors ist sehr klar und schonungslos; das passt zu den Thematiken und schafft es immer wieder, mich sehr zu fesseln + die Geschichten sind sehr vielschichtig und beim Lesen ist es möglich, viele Arten der Schuld oder Unschuld oder gar Halbschuld zu entdecken + meine Lieblingsgeschichten (Volksfest, Die Illuminaten, Kinder, Schnee, Einsam und Ausgleich) haben mich sehr gefesselt und bewegt; ich habe mich fassungslos gefühlt und sprachlos und ich habe Gänsehaut bekommen; ich war wütend und traurig und manchmal auch erleichtert - nicht alle Geschichten haben mir so gut gefallen; besonders in der Mitte haben mich ein paar verwirrt oder es war mir zu abgedreht - manchmal gibt es im letzten Absatz oder Satz der Geschichte eine Wendung: das hat für mich manchmal gut funktioniert und manchmal hätte ich mir doch mehr Informationen gewünscht, weil es so für mich zu unklar geblieben ist
4,1 🌟 Anders als erwartet, aber ganz gut
Ich hab irgendwie ein bisschen was anderes erwartet. Hat meiner Meinung nach sehr große Ähnlichkeit mit dem Buch Verbrechen. Das war ja auch schon ganz gut. Fand es in diesem Buch aber besser, dass eben noch mehr der Fokus auf die SCHULDsprechung (HA HA, wer hätte das gedacht?) gelegt wurde und das fand ich auf jeden Fall sehr interessant. War wieder sehr solide, aber nicht weltbewegend.
Mein erster Schirach und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein! Sachlich, nüchtern und auf den Punkt gebracht erzählt der Strafverteidiger in 15 Kurzgeschichten aus seiner Praxis. Ob die Fälle nun genau so passiert sind ist meiner Meinung nach zweitrangig, da die Geschichten sehr authentisch sind und dem Leser wirklich unter die Haut gehen. Die Geschichten sind zwar sehr kurz, aber gerade das Ungeschriebene regt den Leser zum Nachdenken an. Es wird deutlich, dass die Frage nach der Schuld oftmals doch nicht einfach nur schwarz und weiß ist. Die ein oder andere Kurzgeschichte hat mir nicht ganz so gut gefallen, dafür gab es aber wiederum andere, die mir wirklich nahe gegangen sind. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch und ich freue mich schon auf weitere Bücher von dem Autor!
Ich wünschte diese Geschichten wären Phantasie und nicht Realität.
Nach der ersten Geschichte habe ich das Buch direkt wieder zugeklappt und es erstmal nicht mehr aufgeschlagen. Ich war wütend. Wütend darüber, dass sowas der Realität entspricht und ich musste mich erstmal darauf einstellen, was dieses Buch mit mir machen wird. Schirach erzählt seine Geschichten klar, präzise und ohne viel Schnörkelei. Sie sind auf den Punkt und machen in ihrer „Einfachheit“ ihre Komplexität aus. Die Frage nach der Schuld wird immer wieder laut und deutlich erkennbar - ein Buch dass ich nicht immer lesen könnte, das ich aber allen empfehlen werde. Mein erstes, aber nicht mein letztes Schirach Buch.
Kühl, präzise, verstörend: Schuld stellt unbequeme Fragen über Recht, Moral und Menschlichkeit – und bleibt lange im Kopf.
Ferdinand von Schirach beweist mit Schuld einmal mehr, dass große Wirkung nicht laute Worte braucht. Sein Erzählstil ist kühl, präzise, fast protokollartig – und gerade deshalb so eindringlich. Die emotionale Zurückhaltung wirkt nicht distanziert, sondern schafft Raum für Reflexion. Leser:innen sind gezwungen, selbst Position zu beziehen, statt einer moralischen Leitlinie zu folgen. Schirach manipuliert nicht – er konfrontiert. Besonders berührt hat mich die Geschichte einer misshandelten Frau – nicht durch drastische Darstellung, sondern durch das stille Grauen, das zwischen den Zeilen spürbar ist. Generell sind die Figuren in diesen Erzählungen vielschichtig. Kaum jemand ist klar Täter oder Opfer. Meist sind sie beides zugleich. Diese Ambivalenz ist unbequem, aber zutiefst menschlich – und wohl die stärkste Qualität des Buches. Das Rechtssystem in Schuld erscheint bemüht, aber nicht allmächtig. Paragrafen stoßen an ihre Grenzen, wenn das Leben dazwischenkommt. Immer wieder zeigt Schirach, dass juristische Lösungen nicht immer moralische sind – und dass manchmal der Zufall über Schuld oder Unschuld entscheidet. Er wird in diesen Geschichten zum unsichtbaren Richter: mal grausam, mal seltsam gnädig. Besonders beeindruckt hat mich, wie respektvoll Schirach mit sensiblen Themen wie Missbrauch, häuslicher Gewalt oder seelischem Verfall umgeht. Er beschönigt nichts, er dramatisiert nichts – und dennoch trifft jede Geschichte tief. Man spürt, dass der Autor selbst aus der juristischen Praxis kommt und das Grauen des Alltags nicht bloß beobachtet, sondern verstanden hat. Schuld ist kein Buch, das Antworten gibt. Es stellt Fragen – leise, aber eindringlich. Es zwingt Leser:innen, sich mit ihrer eigenen Moral auseinanderzusetzen. Was bedeutet es, schuldig zu sein? Reicht eine Tat? Oder braucht es die Absicht dazu? Die Lektüre hinterlässt kein Gefühl der Klarheit, sondern eines der Beklemmung, der Ratlosigkeit, der Fassungslosigkeit. Und genau das ist ihre Stärke. Fazit: Schuld ist ein anspruchsvolles, unbequemes Buch. Für alle, die sich für Recht, Ethik und das menschliche Dilemma zwischen Gut und Böse interessieren – und bereit sind, in Grauzonen zu lesen. Keine leichte Kost. Aber eine notwendige.
Spannend für jeden Fan von True-Crime
Jede der Kurzgeschichten ist anders. Manche sind lustig, manche sind traurig, manche sind sehr grausam. Das Lesen hat auf jeden Fall Spaß gemacht und es ist sehr interessant zu sehen, was Anwälte in Deutschland so erleben. Die Serie dazu kann ich auch nur jedem empfehlen!
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein Ehemann quält jahrelang seine junge Frau. Ein Internatsschüler wird fast zu Tode gefoltert. Ein Ehepaar verliert die Kontrolle über ihre sexuellen Spiele. Ein Mann wird wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Leise, aber bestimmt stellt Ferdinand von Schirach die Frage nach der Schuld des Menschen.
Book Information
Author Description
Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den deutschen Bestsellerlisten. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage sowie der Theatermonolog Regen.
Posts
Gerechtigkeit, die menschlich wird
„Schuld“ ist ein besonderes Buch, mit großer Wucht und dabei nüchterner Herangehensweise! Ferdinand von Schirarch schreibt über juristische Fälle aus seiner eigenen Berufslaufbahn und behält dabei einen nüchternen, präzisen, beinahe distanzierten Charakter bei, wie er wohl in der Juristik gängig und nötig ist. Und doch findet sich in dieser Nüchternheit eine tief versteckte Emotionalität wieder, die mich vollkommen überrascht hat. Denn was Schirach zeigt, ist nicht Schuld im klassischen Sinne. Er zeigt Menschen, gescheiterte, gebrochene, verlorene. Menschen, bei denen ein einzelner Moment ausgereicht hat, um ein ganzes Leben aus der Bahn zu werfen. Und obwohl er nie urteilt oder vielleicht gerade deshalb, bleibt man als Leser/Leserin mit einem Kloß im Hals zurück. Schirarch schreibt nie mehr als nötig, hat keine geschönten Formulierungen, kein moralisches Fingerheigen und damit die bewegende, fast schon schmerzhafte Ehrlichkeeit in seinen Darstellungen. Er beobachtet. Und genau das macht seine Texte so tief. Weil er uns zwingt, selbst hinzusehen und zu fragen: Was hätte ich getan? Was ist richtig? Was ist gerecht? So werden wir als Leser/Leserinnen stetig in die Pflicht genommen, nach Recht und Moral zu bewerten, aber können es nicht, da sich viele der Fälle in Dilemmata auflösen und wir ratlos zurückgelassen werden. Eine besondere Stärke des Buches liegt in seiner literarischen Struktur. Jeder Fall ist wie ein stilles Echo: kurz, reduziert, aber mit Nachklang. Schirach beherrscht die Kunst des Weglassens. Was nicht geschrieben steht, wirkt oft stärker als das, was gesagt wird. Und gerade dadurch bekommen die Geschichten eine universelle, beinahe philosophische Dimension. Es geht nicht nur um Schuld im juristischen Sinne, sondern um Schuld als Zustand des Menschseins. Ferdinand von Schirarchs „Schuld“ ist ein forderndes Buch, das weniger erzählt, als dass es zum Nachdenken zwingt. Seine Ehrlichkeit ist unbestechlich, seine Menschlichkeit tief verborgen und gerade dadurch umso eindrücklicher. Eine weitere Qualität des Buches ist seine Zeitlosigkeit: Jede Geschichte könnte gestern passiert sein. Oder morgen. Und vielleicht macht genau das „Schuld“ so beklemmend relevant.
✨ Re-Read ✨Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Sachen.
Ich bin jedes Mal baff, wie toll der Schreibstil des Autors ist. Ich denke mal, dass seine Tätigkeit als Strafverteidiger viel dazu beisteuert, dass er durchaus nüchtern als auch gewissenhaft und dennoch spannend die Fälle, die er begleitet hat, wiedergeben kann. Ich denke, dass es auch durchaus interessant ist für Personen, die nichts mit dem Rechtsbereich zutun habe, einen Einblick zu erhalten, was die rechtliche Behandlung von Fällen auswirken kann und behandelt wird. Wir haben hier tragische, als auch schöne Fälle (davon eher weniger) und auch Fälle, bei denen man schmunzeln kann (damit meine ich den letzten Fall), die die Arbeit eines Strafverteidigers gut darstellen. Ich finde es einerseits interessant, als auch beklemmend, dass ma mit den Tragödien konfrontiert wird. Es ist schrecklich wie böse der Mensch sein kann. Für mich ist gefühlt jedes Buch von Ferdinand von Schirach ein Highlight. Jedoch darf man nach wie vor nicht vergessen, dass es sich hierbei um echte Schicksalsschläge handelt und echte Menschen dahinter stecken. Seine Bücher kann ich jedem empfehlen.
Wenn Schuld nicht eindeutig ist ⚖️
Ich sag’s direkt: Ich bin einfach ein von-Schirach-Fan ❤️ Und Schuld hat mir wieder genau das gegeben, was ich an seinen Büchern so schätze: Gedanken 💭, Fragen ❓und Themen die nachwirken. In 15 kurzen Geschichten geht es um Schuld und Unschuld, um Gut und Böse ⚖️ und vor allem um die vielen Grauzonen dazwischen. Von Schirach zeigt eindrucksvoll, wie Menschen zu Tätern werden können und dass Schuld oft stark von den Umständen abhängt. Die Themen sind teilweise schwer und bedrückend: Missbrauch, Folter, moralische Dilemmata. Seine Sprache ist wie immer knapp, distanziert und unglaublich präzise ✍️. Gerade diese Nüchternheit macht die Geschichten so wirkungsvoll. Viele Fälle werden aus der Sicht eines Verteidigers erzählt, wodurch man automatisch anfängt über Recht und Gerechtigkeit nachzudenken. Schnell wird klar: Recht ist nicht immer gerecht und niemand ist nur gut oder nur böse. Schuld ist kein Buch, das man einfach zuklappt und vergisst 📖➡️🧠. Es bleibt im Kopf, stellt unbequeme Fragen und zeigt, wie schnell sich Rollen verschieben können. Genau das macht dieses Buch für mich so stark. Ein kluges, nachdenkliches Buch typisch Ferdinand von Schirach und absolut lesenswert 📚✨

True Crime Kurzgeschichten die sich wunderbar lesen lassen
Ferdinand von Schirach ist Rechtsanwalt und stellt 15 Kurzgeschichten aus seinem Alltag vor. Diese wurden sehr interessant geschrieben, nicht zu langatmig sondern genau richtig. Es hat viel Spaß gemacht, alle Fälle durchzulesen . PS : Es gibt dazu eine Serie (genannt wie das Buch) mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle.
Brutal ehrlich!
Ferdinand von Schirach hat mit Schuld ein Werk geschaffen, das einen begeistert. Wie schon in seinen anderen Erzählungen besticht er hier durch einen extrem präzisen, fast schon kühlen Schreibstil, der die Abgründe der menschlichen Natur ohne unnötige Ausschmückungen offenlegt. Jede Kurzgeschichte wirft moralische Fragen auf, bei denen es kein einfaches Schwarz oder Weiß gibt. Man ertappt sich ständig dabei, wie man das eigene Rechts und Unrechtsbewusstsein hinterfragt. Stilistisch hat mich das Ganze sehr an das Buch „Momente“ erinnert . Diese kurzen, intensiven Einblicke in entscheidende Augenblicke, die ein ganzes Leben verändern können, sind einfach meisterhaft eingefangen. Klare Leseempfehlung.
Nett für Zwischendurch…
15 Kurzgeschichten, erzählt aus der Sicht eines Strafverteidigers, in denen dieser unterschiedliche Fälle und deren Ausgang beschreibt. Brutal, ehrlich, offen und schonungslos beschreibt Ferdinand von Schirach unterschiedliche Schicksalsschläge und öffnet für den Leser den Graubereich zwischen Schwarz und Weiß bei der Frage nach Schuld und Unschuld. Ein schnelles und eigentlich durchschnittliches Buch für zwischendurch, welches abermals von Schirachs Direktheit und dem wahnsinnig guten Schreibstil lebt.

Fesselnde Geschichten aus dem Berufsleben von Ferdinand von Schirach
Schirach beschreibt in "Schuld" einige seiner Fälle, die er als Anwalt vertreten hat. Einige der Geschichten ließen mich sprachlos und schockiert zurück. Ich mochte den Schreibstil sehr und werde in Zukunft sicherlich weitere seiner Bücher lesen.
Wenn euch echte Kriminalfälle interessieren, dann lest unbedingt dieses Buch💯
Ferdinand von Schirach schreibt in seinen Büchern über wahre Geschichten aus seinem Leben als Strafverteidiger und Rechtsanwalt. Dieses Buch handelt von Kurzgeschichten, die auf Fällen basieren, die er in seiner Kanzlei erlebt hat. Er befasst sich mit den Geschichten hinter den kurzen Meldungen und Artikeln, die oft das einzige sind, die wir von Verbrechen mitbekommen!!! Schirach schreibt sachlich und trotzdem auf eine Weise poetisch. Er verurteilt auch nicht aktiv, sondern stellt nur dar! Genau das ist es, was sein Geschichten ihre Kraft verleiht. Seine Geschichten sind erschreckend, denn es ist kaum vorstellbar zu was Menschen fähig sein können. Einiges erscheint einem so grauenvoll, dass man am liebsten ein paar Seiten überblättern möchte. Aber es ist schwierig, aufzuhören und weg zu schauen, denn Geschichten wohnt eine große Faszination bei !!! Dennoch fühlt man in einer gewissen Weise mit dem Täter mit und stellt sich die Frage nach Schuld und Unschuld. Verbrechen oder Selbstverteidigung. Gut oder Böse. Im Vordergrund zum Thema Schuld stehen die Fragen: Wem kann diese zugesprochen werden? Kann ein Mensch einen geplanten Mord verüben und dennoch unschuldig sein? Wir werden Menschen zu Tätern und wie beeinflusst eine einzige Tat ein ganzes Leben?🖇️ Es war stets sehr spannend. Wenn auch unter anderem verstörend ….kann ich das Buch sehr empfehlen.🙏🏼
Auch diese Sammlung von echten Kriminalfällen, verpackt und toll erzählt als Kurzgeschichten, decken alle Bandbreiten des Möglichen ab. Auch in diesem Buch werden meist beiden Seiten, Täter und Opfer, gut erleuchtet und die Handlungen nachvollziehbar dargelegt; mal brutal, mal skurril, aber immer spannend und auch unterhaltsam ( ich meine der Hund im Maserati🙈)
Ein moralischer Kompass auf dem Prüfstand
Mit „Schuld“ hat mich Ferdinand von Schirach tief beeindruckt. Das Buch besteht aus vielen Kurzgeschichten, die mich ab der ersten Seite gefesselt haben. Statt klassischer Krimi-Spannung wird man direkt in menschliche Abgründe gezogen. Jede Erzählung zeigt das Thema Schuld in ganz unterschiedlichen Facetten und lässt die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmen.Die sachliche Erzählweise des Autors sorgt dafür, dass die Schicksale extrem nahgehen. Man fängt automatisch an, das Gelesene zu hinterfragen, was massiv zum Nachdenken über Gerechtigkeit anregt. Für mich steht fest: Das war ganz sicher nicht mein letztes Buch von Ferdinand von Schirach. Eine absolute Empfehlung!
Das war mein erstes Buch von Ferdinand von schirach. Es war wirklich richtig cool. Einige Geschichten hatten es echt in sich. Ich mochte den schreibstil sehr gerne. Sachlich, kurz ohne viel hin und her aber hatte eine große Wirkung! Dieses Buch konnte ich nichr so hintereinander weglesen, da ich einige Geschichten erst “verarbeiten” wollte. Ich kann dieses Buch nur empfehlen 😍
Sehr gut, sehr schnell, sehr interessant, aber…
Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, man kann praktisch durch fliegen. Gut unterteilt, sehr interessant, alles in einem eine Empfehlung wert. Ich war zwischen fünf und vier Sternen hin und hergerissen, im ersten Drittel des Buches waren fünf Sterne ganz klar, dann sackte es ab auf ungefähr vier Sterne, und am Ende lief es dann so aus meiner Meinung nach. Der Grund ist wohl, nach den ersten drei oder vier Geschichten habe ich jedes Mal das Buch zugeklappt und mich hinterfragt, wer denn nun die Schuld und die Hauptschuld an dem Ende der Story getragen hat. Nach dem vierten Teil habe ich es dann nicht mehr getan und das Buch so zu Ende gelesen, weil die Stories dann dies nicht mehr gebraucht haben. So fand ich es. Kurze Stories, knapp erzählt typischer Schirach Erzählstil, warum nicht. Ich habe das Buch jetzt zwischen Fitzek und Strobel als Lücke genutzt, praktisch als Pause, als Puffer.
Kurzgeschichten in typischer Schirach-Manier
Ich habe bereits Verbrechen von Ferdinand von Schirach gelesen und auch in Schuld schafft er es mit seiner nüchternen Art zu schreiben einen zu fesseln. Die Abgründe der Menschen und die Frage von Gerechtigkeit und Schuld lassen einen dieses Buch kaum aus den Händen legen. Schirach fängt die tiefsten Abgründe der Menschen ein und zeigt auf, wie die Justiz versucht Gerechtigkeit walten zu lassen und doch immer wieder versagt. Ein sehr spannendes Buch mit insgesamt 15 Kurzgeschichten. Ich kann es nur wärmstens empfehlen
Nichts für schwache Nerven
Das Buch sorgt stets dafür dass man mit der Schuldfrage konfrontiert wird. Sie weist Szenen auf die für den einen oder andern verstörend sein könnten aber sie gibt gleichzeitig den Einblick davon dass die Schuldfrage nicht immer leicht zu beurteilen ist, wie man das zu glauben scheint. Ein gutes Buch und Ferdinand von Schirach enttäuscht mal wieder mit seinem Schreibstil nie
Ein ordentlicher Brecher
Mein zweiter Schirach, hab dieses direkt nach „Der Fall Collini“ gelesen. Alter Falter - nach der ersten Kurzgeschichte musste ich das Buch tatsächlich erstmal weglegen. Nicht, weil es schlecht fand - es war das komplette Gegenteil. Aber meine Herren, die Geschichten sind jedes einzige Mal ein Schlag ins Gesicht, von der Intensität lassen sie kaum ab. Der Schreibstil ist auch hier ein Traum - Kurzgeschichten liebe ich generell. Man merkt in diesem Werk tatsächlich die juristische Natur Schirachs; alles ist (meiner Meinung nach) neutral und schockierend wertungsfrei, beinahe alltäglich formuliert. Aber nicht trocken oder langweilig, falls es sich so anhören sollte. Für mich durch und durch gelungen, die Schuldfragen und Thematiken schwirren einem noch lange danach durch den Kopf.
Schuld & Unschuld - manchmal gibt es kein schwarz-weiß
15 Kurzgeschichten, größtenteils sehr fesselnd, aus dem Leben eines Strafverteidigers. Am Anfang hat es mich sehr geschockt, weil es so brutal & ungeschönt war. Zum Glück waren nicht alle Geschichten so heftig... Krass gut fand ich seinen Schreibstil, der ist ziemlich einzigartig. Allerdings hätte ich gedacht, dass man noch mehr in moralische Dilemmata eintaucht. Dennoch versteht man die Schwierigkeit mit Gerechtigkeit & Gesetzen etwas besser.
Hochinteressant, aber nichts für schwache Nerven
Schirach schildert hier echte Fälle, auf eine prägnante und neutrale Weise. In mir lösten diese nicht nur die Frage nach der Schuld aus, sondern auch nach Gerechtigkeit. Eine Tat macht einen Menschen nicht gleich zu einem Monster, manchmal irgendwie aber auch doch.
Harte Kurzgeschichten 📚
In diesem Buch schreibt Ferdinand von Schirach mal wieder in unglaublich guter Schrift 15 Kurzgeschichten nieder. Es geht im großen und ganzen um Schuld, die Täter/- Opferrolle. Wer ist der Gute, wer der Böse 😈 Es sind spannende und vor allem erschreckende Geschichten mit dabei, die fast immer ein unbehagliches Gefühl hinterlassen und einem länger im Kopf bleiben. Fazit: Mal wieder ein interessantes Buch, welches man aber nur lesen sollte, wenn man negative Geschichten und Themen wie Gewalt, Mord und sexuelle Übergriffe gut verträgt ❗📚

Vielschichtig und mitreißend: Die Frage nach der Schuld
Ihr solltet das Buch lesen wenn ihr: • 15 Kurzgeschichten lesen möchtet, die sich alle, mal dezent, mal sehr eindeutig, mit der Frage der Schuld oder Unschuld beschäftigen • eine kurzweilige Leseerfahrung mit (zum Teil) brutalen Beschreibungen lesen wollt und könnt • Strafprozesse und Strafverteidigung interessant findet Was mir gut (+) und was mir nicht gut (-) gefallen hat: + der Schreibstil des Autors ist sehr klar und schonungslos; das passt zu den Thematiken und schafft es immer wieder, mich sehr zu fesseln + die Geschichten sind sehr vielschichtig und beim Lesen ist es möglich, viele Arten der Schuld oder Unschuld oder gar Halbschuld zu entdecken + meine Lieblingsgeschichten (Volksfest, Die Illuminaten, Kinder, Schnee, Einsam und Ausgleich) haben mich sehr gefesselt und bewegt; ich habe mich fassungslos gefühlt und sprachlos und ich habe Gänsehaut bekommen; ich war wütend und traurig und manchmal auch erleichtert - nicht alle Geschichten haben mir so gut gefallen; besonders in der Mitte haben mich ein paar verwirrt oder es war mir zu abgedreht - manchmal gibt es im letzten Absatz oder Satz der Geschichte eine Wendung: das hat für mich manchmal gut funktioniert und manchmal hätte ich mir doch mehr Informationen gewünscht, weil es so für mich zu unklar geblieben ist
4,1 🌟 Anders als erwartet, aber ganz gut
Ich hab irgendwie ein bisschen was anderes erwartet. Hat meiner Meinung nach sehr große Ähnlichkeit mit dem Buch Verbrechen. Das war ja auch schon ganz gut. Fand es in diesem Buch aber besser, dass eben noch mehr der Fokus auf die SCHULDsprechung (HA HA, wer hätte das gedacht?) gelegt wurde und das fand ich auf jeden Fall sehr interessant. War wieder sehr solide, aber nicht weltbewegend.
Mein erster Schirach und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein! Sachlich, nüchtern und auf den Punkt gebracht erzählt der Strafverteidiger in 15 Kurzgeschichten aus seiner Praxis. Ob die Fälle nun genau so passiert sind ist meiner Meinung nach zweitrangig, da die Geschichten sehr authentisch sind und dem Leser wirklich unter die Haut gehen. Die Geschichten sind zwar sehr kurz, aber gerade das Ungeschriebene regt den Leser zum Nachdenken an. Es wird deutlich, dass die Frage nach der Schuld oftmals doch nicht einfach nur schwarz und weiß ist. Die ein oder andere Kurzgeschichte hat mir nicht ganz so gut gefallen, dafür gab es aber wiederum andere, die mir wirklich nahe gegangen sind. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch und ich freue mich schon auf weitere Bücher von dem Autor!
Ich wünschte diese Geschichten wären Phantasie und nicht Realität.
Nach der ersten Geschichte habe ich das Buch direkt wieder zugeklappt und es erstmal nicht mehr aufgeschlagen. Ich war wütend. Wütend darüber, dass sowas der Realität entspricht und ich musste mich erstmal darauf einstellen, was dieses Buch mit mir machen wird. Schirach erzählt seine Geschichten klar, präzise und ohne viel Schnörkelei. Sie sind auf den Punkt und machen in ihrer „Einfachheit“ ihre Komplexität aus. Die Frage nach der Schuld wird immer wieder laut und deutlich erkennbar - ein Buch dass ich nicht immer lesen könnte, das ich aber allen empfehlen werde. Mein erstes, aber nicht mein letztes Schirach Buch.
Kühl, präzise, verstörend: Schuld stellt unbequeme Fragen über Recht, Moral und Menschlichkeit – und bleibt lange im Kopf.
Ferdinand von Schirach beweist mit Schuld einmal mehr, dass große Wirkung nicht laute Worte braucht. Sein Erzählstil ist kühl, präzise, fast protokollartig – und gerade deshalb so eindringlich. Die emotionale Zurückhaltung wirkt nicht distanziert, sondern schafft Raum für Reflexion. Leser:innen sind gezwungen, selbst Position zu beziehen, statt einer moralischen Leitlinie zu folgen. Schirach manipuliert nicht – er konfrontiert. Besonders berührt hat mich die Geschichte einer misshandelten Frau – nicht durch drastische Darstellung, sondern durch das stille Grauen, das zwischen den Zeilen spürbar ist. Generell sind die Figuren in diesen Erzählungen vielschichtig. Kaum jemand ist klar Täter oder Opfer. Meist sind sie beides zugleich. Diese Ambivalenz ist unbequem, aber zutiefst menschlich – und wohl die stärkste Qualität des Buches. Das Rechtssystem in Schuld erscheint bemüht, aber nicht allmächtig. Paragrafen stoßen an ihre Grenzen, wenn das Leben dazwischenkommt. Immer wieder zeigt Schirach, dass juristische Lösungen nicht immer moralische sind – und dass manchmal der Zufall über Schuld oder Unschuld entscheidet. Er wird in diesen Geschichten zum unsichtbaren Richter: mal grausam, mal seltsam gnädig. Besonders beeindruckt hat mich, wie respektvoll Schirach mit sensiblen Themen wie Missbrauch, häuslicher Gewalt oder seelischem Verfall umgeht. Er beschönigt nichts, er dramatisiert nichts – und dennoch trifft jede Geschichte tief. Man spürt, dass der Autor selbst aus der juristischen Praxis kommt und das Grauen des Alltags nicht bloß beobachtet, sondern verstanden hat. Schuld ist kein Buch, das Antworten gibt. Es stellt Fragen – leise, aber eindringlich. Es zwingt Leser:innen, sich mit ihrer eigenen Moral auseinanderzusetzen. Was bedeutet es, schuldig zu sein? Reicht eine Tat? Oder braucht es die Absicht dazu? Die Lektüre hinterlässt kein Gefühl der Klarheit, sondern eines der Beklemmung, der Ratlosigkeit, der Fassungslosigkeit. Und genau das ist ihre Stärke. Fazit: Schuld ist ein anspruchsvolles, unbequemes Buch. Für alle, die sich für Recht, Ethik und das menschliche Dilemma zwischen Gut und Böse interessieren – und bereit sind, in Grauzonen zu lesen. Keine leichte Kost. Aber eine notwendige.
Spannend für jeden Fan von True-Crime
Jede der Kurzgeschichten ist anders. Manche sind lustig, manche sind traurig, manche sind sehr grausam. Das Lesen hat auf jeden Fall Spaß gemacht und es ist sehr interessant zu sehen, was Anwälte in Deutschland so erleben. Die Serie dazu kann ich auch nur jedem empfehlen!






















































