Schönwald

Schönwald

Softcover
4.1156

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Description

Eine deutsche Familie, ein großer Roman

Anders als Harry findet Ruth Schönwald nicht, dass jedes Gefühl artikuliert, jedes Problem thematisiert werden muss. Sie hätte Karriere machen können, verzichtete aber wegen Harry und der Kinder. Was sie an jenem ersten Abend ineinander gesehen haben, ist in den kommenden Jahrzehnten nicht immer beiden klar. Inzwischen sind ihre drei Kinder erwachsen. Als Karolin einen queeren Buchladen eröffnet, kommen alle in Berlin zusammen, selbst Chris, der Professor in New York ist und damit das, was Ruth sich immer erträumte. Dort stellen sich sich endlich dem, was lange schmerzlich verdrängt wurde.

»Schönwald« ist der mitreißende Roman einer Familie und zweier Generationen, die nie gelernt haben, miteinander zu reden - und die ein großes Geheimnis miteinander verbindet.

»›Schönwald‹ ist ein entlarvender, preisverdächtiger Roman, vielleicht sogar ein Buch des Jahres.« ― WDR 5 »Bücher«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
544
Price
14.40 €

Author Description

Philipp Oehmke, geboren 1974, wuchs in Bonn auf, studierte Germanistik in Hamburg und war zwei Jahre lang Volontär bei der Zeitschrift Tempo. 2001 schloss er die Graduate School of Journalism der Columbia University mit einem Master of Science ab. Von 2002 bis 2006 war er Redakteur beim Magazin der Süddeutschen Zeitung, wo er auch die 50-bändige Buchreihe SZ-Diskothek herausgab. 2006 wechselte er als Redakteur in das Kulturressort des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Von 2015 bis 2020 leitet Oehmke das New Yorker Büro des Nachrichtenmagazins, für das er heute aus Berlin als Autor tätig ist.Oehmke ist Autor der Biografie Am Anfang war der Lärm über die Rockband Die Toten Hosen. Das Buch erschien 2014 und stand mehrere Wochen in der Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste.

Posts

24
All
5

Eine tolle Familiengeschichte

Von Nazigeld über einen queeren Buchladen bis MAGA ist alles dabei, ohne überladen zu wirken.

5

"Schönwald" ist ein fesselnder Roman, der sich in der heutigen Zeit abspielt und sich mit den komplexen Dynamiken einer Familie auseinandersetzt, die von Geheimnissen, Gier und Machtspielen durchdrungen ist. Der Autor entführt den Leser in eine Welt, in der die Fassade der perfekten Familie brüchig ist und die Wahrheit hinter den Kulissen immer düsterer wird. Die Geschichte dreht sich um die Familie Schönwald, die auf den ersten Blick das Bild der makellosen Erfolgsgeschichte zu verkörpern scheint. Doch unter der glänzenden Oberfläche verbergen sich tief verwurzelte Lügen, Intrigen und die ständige Suche nach noch mehr Macht und Ansehen. Die Charaktere sind so vielschichtig und authentisch gezeichnet, dass man sich leicht in ihre komplizierten Beziehungen hineinversetzen kann. Man beginnt, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen, und bald schon taucht man in ein Netz aus Täuschungen und Verschwörungen ein. Die Dialoge sind scharf, die Emotionen intensiv und die Handlung voller unerwarteter Wendungen. Besonders beeindruckend ist, wie das Buch die Themen Gier, Macht, Politik, Ausnutzung von Mitmenschen und das Streben nach dem Schein in der heutigen Gesellschaft behandelt. Es zwingt den Leser dazu, über die eigenen Werte und Prioritäten nachzudenken und darüber, wie leicht Menschen in einem Strudel aus Lügen und Egoismus gefangen werden können. "Schönwald" ist ein mitreißender Roman, der nicht nur unterhält und wahnsinnig viele Themen anschneidet, sondern auch zum Nachdenken anregt. Er zeigt auf beeindruckende Weise, wie zerbrechlich und gleichzeitig faszinierend die menschliche Natur sein kann. Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der gerne tiefgründige Familiengeschichten liest. Der Autor brilliert durch erstklassige Formulierungen und eine ausgezeichnete Sprachgewandtheit.

3.5

"Never complain, never explain". Jeder ist, wenn es hart auf hart kommt, doch nur auf sich selbst gestellt, und das (völlige) Verständnis der anderen bleibt nur ein Wunschgedanke. Also ist Kommunikation schwer, zu schwer, ja unmöglich - und wird daher besser direkt vermieden. Wenigstens in der Familie Schönwald. Interessante vielschichtige Geschichte, die der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Keine leichte Lektüre, da der Schreibstil mitunter sehr akademisch ist, voller Fremdwörter und Fachbegriffe aus der Literaturwissenschaft etc. Zudem werden viele (zuviele?!!) Anglizismen eingestreut. Dennoch fasziniert der Text in seiner messerscharfen Analyse der heutigen Gesellschaft. Die Personen werden erbarmungslos auseinandergenommen, ihre Beweggründe blossgelegt. Keiner kommt dabei sehr gut, also sehr sympathisch, weg. Die hin und wieder ausgeteilten Hiebe gegen die "Ossis" wirken jedoch sehr willkürlich und ohne Kontext. Diese Stichelei ist überflüssig und wird auch eher als Pauschalurteil verkündet, was selten so funktioniert, da es zu grob verallgemeinert und daher nicht mehr gerechtfertigt werden kann.

5

Spontankauf letzte Woche in einer Schwabinger Buchhandlung war der Roman „Schönwald“ von Philipp Oehmke. Ich habe ihn innerhalb von drei Tagen voller Spannung durchgelesen. Oehmke entführt in die komplexe Welt der Familie Schönwald und zeichnet dabei ein vielschichtiges Bild unserer Gegenwart. Im Mittelpunkt: Ruth und Harry Schönwald sowie ihre drei erwachsenen Kinder Chris, Karolin und Benni. Tochter Karolin eröffnet in Berlin eine queere Buchhandlung. Damit nimmt alles seinen Lauf. Gibt es etwa ein lang gehütetes Familiengeheimnis? Was verbirgt Mutter Ruth vor ihrer Familie? Ganz langsam seziert Oehmke jedes einzelne Familienmitglied und gibt Einblicke in deren vielschichtige Verstrickungen und lange unterdrückten inneren Konflikte. Ich fand das Buch ganz hervorragend. Die Figuren waren ganz im Stile Jonathan Franzens gezeichnet. Zudem spielt sich alles in unserer Gegenwart ab und so ist die Geschichte verwoben mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie der amerikanische MAGA-Bewegung und Donald Trump, Wokeness und fehlende Aufarbeitung der deutschen Geschichte. Ein großartiger Debütroman - meisterhaft erzählt.

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5

Familiengeschichte

Familie Schönwald trifft in Berlin zusammen um die Eröffnung des queeren Bauchladens von Tochter Carolin zu feiern. Die Eröffnung wird aber von jungen Demonstranten angegriffen. Der Vorwurf: das Geld für die Eröffnung wurde durch ein Nazierbe finanziert. Aus der Perspektive der verschiedenen Familienmitglieder nimmt die Geschichte ihren rasanten Lauf. Ein echtes Highlight!

4

Hörbuch. Es geht um die Geschichte einer Familie, in der wichtige Themen wenig thematisiert werden. Teilweise langatmig.

5

Bin begeistert. Als Roman in der Tradition Franzens angekündigt, und damit in großen Schuhen, legt Oehmke ein souveränes Romandebüt vor. Sein letztes Buch, eine Biographie der Toten Hosen, kenne ich nicht. Er habe den Roman schreiben wollen, „den ich auf Deutsch immer lesen wollte, aber nur in der amerikanischen Literatur fand“, so der Autor, und das gelingt ziemlich gut. Ein Familienroman mit sehr deutschen Themen, der Großvater Offizier bei der Wehrmacht, Wohlstand in der alten Bundesrepublik und dennoch und deswegen straucheln alle. Und machen eigentlich alles falsch, Chris, der Erstgeborene landet sogar nach einer Falschaussage in einem metoo Prozess an einer amerikanischen Uni bei den Trumpisten. Und in Deutschland hätte der Familie reden gut getan, denn auch die beiden andern Geschwister sind, sobald es um Emotionen geht, stumm, wie von den Eltern gelernt. Sehr empfehlenswert.

5

Familie Schönwald hat jede Menge Probleme. D er älteste Sohn hat seinen Posten als Professor in USA verloren und hält stattdessen für Donald Trump Wahlkampfreden, der jüngste Sohn hat eine schwere Ehekrise und die mittlere Tochter wird bei der Eröffnung ihres queeren Buchladens von Aktivist*innen angegriffen, die sie beschuldigen, den Laden von geerbtem Nazigeld finanziert zu haben. Die Mutter, Ruth, ist ihr Leben lang schon beschäftigt damit, die großen und kleinen Geheimnisse und Traumata der Familie möglichst unter den Teppich zu kehren, während der Vater eine Therapie beginnt und auf einmal Fragen stellt.... Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich diese großartige und intelligent erzählte Familiengeschichte regelrecht verschlungen.

5

Was Lügen und Geheimnisse in einer gutbürgerlichen Familie anrichten. Herrlich! Absolute Leseempfehlung

5

Grandiose Familiengeschichte!

4

Familie Schönwald kommt in Berlin zusammen, um die Eröffnung des queeren Buchladens der Tochter zu feiern. Bei der Eröffnung kommt es jedoch zu einem Eklat: Aktivist*innen werfen der Besitzerin vor, den Laden mit dem Nazigeld des Großvaters finanziert zu haben und attackieren die Familie öffentlich. Von hier an entwickelt sich der Roman. Kapitelweise bekommt man einen Einblick in die Geschichten der einzelnen Familienmitglieder. Schnell wird klar, dass alle mit ihren persönlichen Problemen zu kämpfen haben, die sie gegenüber der Familie verbergen. Die Familie ist gekennzeichnet von Geheimnissen und Schweigen. Es wird nicht miteinander kommuniziert noch nachgefragt - bis am Ende alle Enthüllungen herausplatzen. Ich habe etwas gebraucht, bis ich in den Roman hineingekommen bin. Oehmke wirft viele gesellschaftliche und moralische Themen auf, was mir anfänglich das Lesen schwer gemacht hat. Doch dann hatte ich sehr viel Spaß, in die einzelnen Geschichten und Lebenszweige der Familie einzutauchen, die sich immer mehr zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Ein moderner Familien- und Gesellschaftsroman, der zum Nachdenken anregt und berührt.

4.5

Im Zentrum stehen die komplexen Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern sowie die unausgesprochenen Konflikte, die sich über Generationen hinweg aufgebaut haben. Schönwald ist ein emotional vielschichtiger Roman über die Kämpfe und Verbindungen innerhalb einer Familie. Philipp Oehmke zeigt mit großer Sensibilität, wie tiefgreifend familiäre Wurzeln das Leben prägen können. Ein empfehlenswertes Werk für Leser, die ruhige, introspektive Geschichten schätzen.

5

Großer Familienroman mit interessanten Charakteren. Ich konnte mich am besten in Ruth hineinversetzen, was sicher auch an der Nähe der Generationen und deren Erziehungsweisen liegt. Aber auch die anderen Protagonisten kamen gut rüber. Außer Benjamin, der sehr flach war. Flüssig zu lesen trotz verschiedener Zeitebenen.

4

Hörenswert! Die Familie Schönwald ist dann wohl doch nicht so harmonisch, wie es nach außen wirkt... Eine kurzweilige Einsicht in das Leben der fünf Familienmitglieder und deren Partner:innen. Manchmal scheint es, als ob Philipp Oehmke mit Gewalt sein Spezialwissen zu bestimmten Themen an die Leser bringen möchte. Hat mich persönlich aber nicht gestört. Dies ist keine Werbung. Nur mein persönlicher Lesekommentar. Danke an netgalley für die kostenlose Hörbuchausgabe!

5

Highlight!! Interessante Charaktere, vielschichtig erzählt, eine Prise Satire.

2

Ist Oehmke der deutsche Jonathan Franzen? 🤔

Philipp Oehmke, seit langem Kulturreporter beim "Spiegel", hat kürzlich ein ambitioniertes Romandebüt vorgelegt: "Schönwald", ein Familienroman, der nach Großem strebt. Falsche Bescheidenheit kann man Philipp Oehmke nicht vorwerfen. In seinem Debüt versucht er sich mit den großen Namen der amerikanischen Literatur zu messen durch diesen Familien- und Gesellschaftsroman. Das Zeitalter der Buddenbrooks liegt weit zurück und somit auch der Beginn des beliebten Familienepos. Das populäre Genre ist in Amerika mit großen Namen verbunden wie Philip Roth, Richard Ford und vor allem Jonathan Franzen. Dem scheint Oehmke nun nachzueifern. Die Familie Schönwald - bestehend aus den Eltern und ihren drei erwachsenen Kinder, sind die Versinnbildlichung einer deutschen Familie. Das verdeutlichen die Konflikten, die unsere Gegenwartsgesellschaft spiegeln. Es gibt Chris, ein über einen MeToo-Skandal zu Fall gebrachter Professor für postmoderne Literaturtheorie in New York, der ins Trump-Lager überschlägt. Karolin, die nicht-geoutete lesbische Besitzerin eines queerfeministischen Buchladens in Berlin. Benni, ein Mathematikgenie mit Milliardärsgattin, das in einem Fertighaus in der Brandenburgischen Provinz mit Familie sein Dasein fristet. Der Roman driftet dramaturgisch auf ein Familientreffen in Berlin hin. Die queerfeministischen Buchhandlung von Karolin ist der Grund für ein Familienzusammentreffen. Es kommt zu allerlei Enthüllungen, wie z.B dass Chris rechts ist, Karolin lesbisch und Ruth ihren Mann jahrelang betrogen hat. Der Glaubenssatz von Ruth "never complain, never explain" (Niemals klagen, niemals erklären) scheint die Familie vordergründig zu stabilisieren. Reden ist hier nicht Silber, sondern schweigen Gold. Das Schweigen sowohl durch Brutalität, als auch Nachsichtigkeit bestehen kann, diese Ambivalenz, wird von Oehmke auf die Spitze getrieben. Letzlich werden die Schönwalds auch nicht vom Verdacht verschont, eine familiäre Nazivergangenheit zu haben. Das Geld, welches die Finanzierung der queerfeministischen Buchhandlung sicherstellt, soll von dem Nazi-Großvater erwirtschaftet worden sein. Einen ähnlich gearteten Fall gab es vor ca. zwei Jahren in Berlin. Die Vorwürfe waren da aber sehr viel konkreter. In „Schönwald“ bleiben die Anschuldigungen ohne Halt. Die Nazigeschichte verfehlt ihre Wirkung völlig und führt nur zu einem befremdlichen Gefühl beim Leser, lässt sich kurz und prägnant als unangenehmer Bedeutsamkeitskitsch zusammenfassen.

3.5

Im ersten Kapitel werde ich als Leserin sofort in die Geschichte der Familie Schönwald hineingezogen. Oehmke stellt in diesem Kapitel einen Nazi-Geld-Vorwurf in der Familie Schönwald in den Raum, den ich als Leserin gern aufgeklärt gehabt hätte. Dieses Geheimnis, wenn es überhaupt eins hier gibt oder es sich nicht um kollektive Schuld handelt, auf die sich der Vorwurf bezieht, bleibt ungelöst. Stattdessen begleite ich als Leserin die Familie Schönwald durch viele andere Familiengeheimnisse. Jedes Familienmitglied - alle auf ihre eigene Art unsympathisch - kommt zu Wort, sodass ein vielschichtiges Mosaik entsteht.

3

Mir gefällt die Idee des Buchs - eine Familie, in der nicht immer alles so perfekt und harmonisch ist, wie es scheint oder behaupten wird. Jedoch war es mir oft vieeeel zu viel und zu langatmig. Irgendwie waren es für mich zu viele Themen auf einmal und alles zu privilegiert…

4

Am Anfang dachte ich noch, dass ich nicht intellektuell genug für das Buch bin, aber offenbar doch, denn je länger ich las, desto mehr habe ich es genossen. Ein gutes Buch und mal eine ganz andere Familiengeschichte.

3

Spannende Geschichte

Ich habe mich lange schwer getan in das Buch rein zu kommen und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Sehr lange Kapitel und lange Sätze. Ich hab für meine Verhältnisse auch länger gebraucht bis ich das Buch beendet hatte. Es ist definitiv aus meiner Sicht kein Buch was man mal eben so weg liest. Letztendlich fand ich die Geschichte aber doch spannend und wollte dann wissen wie es ausgeht. Aber das Ende war mir dann viel zu abrupt.

5

Einblicke in die menschliche Natur - Perspektivenreich erzählt. Wer gern Bücher von Juli Zeh liest, wird auch dieses Buch mögen.

5

Sehr gutes Buch, das aktuelle Zeitgeschichte mit aufnimmt. Guter Schreibstil

2.5

Hätte ich dieses Buch gelesen, statt gehört, hätte ich nicht bis zum Ende durchgehalten. Es werden Erlebnisse aus den Perspektiven der unterschiedlichen Personen erzählt, was durchaus interessant ist. Das der Autor einige Fehler im Buch hat (z.B. RENAULT Berlingo, statt Citroën) war sehr nervig.

5

Einfach fantastisch.

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