Rabenfrauen
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Description
»Doch das Allerschlimmste war der Verrat.«
Jahrhundertsommer 1959 in Grösitz: Die Freundinnen Ruth und Christa genießen die letzten Ferien vor dem Abitur. Eines Abends lernen sie beim Baden im nahe gelegenen Bach Erich kennen, der zu einer Gruppe freikirchlicher Christen gehört, die dort ihre Zelte aufgeschlagen hat. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die fortan viel Zeit im Zeltlager verbringen. Aber dann verlieben sich alle beide in Erich. Und das Schicksal der Freundinnen ändert sich für immer – auf dramatische Weise.
Kennen Sie bereits die weiteren Romane von Anja Jonuleit bei dtv?
»Der Apfelsammler«
»Das Nachtfräuleinspiel«
»Novemberasche«
»Herbstvergessene«
»Die fremde Tochter«
»Das letzte Bild«
Book Information
Author Description
Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie nahe Friedrichshafen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Bewegender Roman mit dem Hintergrund der unglaublich schrecklichen Geschichte der Colonia Dignidad.
Der Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen. Christa und Ruth sind Freundinnen die Ende der 50er, kurz vor ihrem Schulabschluss Erich kennenlernen. Beide schwärmen für den jungen Mann der in der Nähe Teil eines christlichen Zeltlagers ist. Christa geht am Ende mit Erich um eine Ausbildung zu machen und wird so in die schreckliche Sekte mit rein gezogen. Ruths Tochter lernt in der Gegenwart zufällig eine Frau kennen die mit ihrer Familie irgendwie aus der Zeit gefallen scheint und fängt an ihrer Mutter Fragen zu stellen. Ein gut geschriebener Roman der sich mit der Sekte und ihren Machenschaften beschäftigt.
Ein sehr gutes Buch, welches beim lesen aber schon ein bisschen weh tut.
Leseeindruck zu Rabenfrauen von Anja Jonuleit 401 Seiten 2016 im dtv Verlag erschienen Dies ist ein Buch welches ich niemals mehr vergessen werde. Das wird noch lange nacharbeiten. Ich glaube ich war noch zu jung, zu uninteresiert und habe von Colonia Dignidad nur am Rande was mitbekommen. Ich musste erst mal nachlesen was da in Wirklichkeit alles vorgefallen war. Die Autorin hat hier ein grandioses Buch sehr dicht an der Geschichte geschrieben. Schockierend, grausam und unmenschlich würde ich zusammenfassen was da geschehen ist. Religion und Macht ist ja immer schon ein schwieriges Thema. Menschen jedoch so klein zu halten ist erschreckend. Kann Glauben blind machen. Wenn junge Menschen in die Fänge einer solchen Sekte geraten, hat ein junger, Lebensunerfahrener Mensch vermutlich keine Chance. Ein wirkliches Highlight ist dieses Buch. Trotzdem möchte ich keine uneingeschränkte Leseempfehlung geben. Dieses Buch enthält einige Tricker. 5 von 5 Sterne sind aber mehr als gerechtfertigt. Beschreibung: 1959: Sommer in Grösitz. Ruth und Christa sind beste Freundinnen ... Abends, nach der Arbeit auf dem Feld, genießen sie die Erfrischung im nahe gelegenen Bach. Unweit der Badestelle schlägt eines Tages eine Jugendfreizeit ihre Zelte auf. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die sich alsbald in den attraktiven Erich verlieben. Christa, blind vor Liebe, verbringt fortan viel Zeit in dem Zeltlager, hinter dem sich eine radikal christliche Gemeinschaft um einen gewissen Paul Schäfer verbirgt. Ruth hingegen zieht sich immer mehr zurück. Schließlich fasst Christa den Plan, mit »Onkel Paul« und Erich nach Chile auszuwandern. Ein folgenschwerer Entschluss.
Die Geschichte der beiden Mädchen die im Jahrhundertsommer 1959 in die Hände einer freikirchlichen Gruppe geraten hat mich von Anfang an sehr mitgenommenen, auch über das Schicksal des kleinen Hänschens musste ich schwer schlucken….. Ich fand die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven und aus verschiedenen Zeiten gut gelungen ….. jedoch fehlte mir eine Perspektive in der Geschichte und zwar die von Erich, mit ihm beginnt ja erst die ganze Geschichte und er kommt auch immer wieder an entscheidenden Stellen vor …. daher hätte mich auch seine Sicht und Haltung interessiert, auch der Hintergrund wie er in die Gruppe kam und wie er die Trennung von seiner Frau/ Kind empfand hätte ich gerne erfahren. Das Ende fand ich ein bisschen unnötig in die Länge gezogen, denn es wahr schon lange klar worauf das ganze hinausläuft, irgendwie fehlte mir da dann ein bisschen die Spannung …. aber alles in allem hab ich es sehr gerne gelesen.
Berührende Geschichte
Das Buch behandelt das Leben im Umfeld der "Colonia Dignidad", einer deutschen Sekte in Chile. Die Geschichte wird aus 3 unterschiedlichen Perspektiven in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Dadurch habe ich es am Anfang etwas schwieriger gefunden mich in die Charaktere reinzuversetzen. Alles in allem ist es aber eine sehr berührender und vor allem gut recherchierter Roman. Absolut lesenswert für jeden, der etwas mehr über das Thema erfahren möchte.
Das Grauen in der "Kolonie der Würde" und seine lebenslangen Folgen
Die " Colonia dignidad" ist eine deutsche Sekte, die ihr Anführer Paul Schäfer wegen der Flucht vor Strafverfolgung Anfang der 1960'er Jahre nach Chile verlegte. Hier wurden die erwachsenen MitgliederInnen wie Sklaven gehalten, schufteten 18 Stunden am Tag. Körperliche Bestrafung und schwerste psychische Misshandlung im Namen des Glaubens standen an der Tagesordnung und waren wirksames Mittel gegen Aufstand oder Widerspruch. Kinder, die in die Sekte hinein geboren wurden oder, und das ist kaum zu verkraften, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen aus Deutschland entführt worden waren, wurden systematisch schwer se*uell missbraucht. Familienstrukturen wurden so vollkommen aufgelöst, dass ehemaligen MitgliederInnen das Konzept Familie durch Psychologen neu erklärt werden musste. Der Roman schildert die Anfänge der Sekte, die zunehmende Radikalisierung bis zur Auflösung. Die Geschichten werden aus drei unterschiedlichen Perspektiven auf drei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. So erfahren wir, wie es sich angefühlt hat, Mitglied dieser Sekte zu sein, wie es gewesen sein muss, Angehörige und Freunde dort zu haben, aber auch wie sich die Methoden der Sekte langfristig auf das Leben und Erleben der in ihr gefangenen Menschen ausgewirkt haben. Der Roman ist gut recherchiert und spannend und empathisch geschrieben. Wer sich mit Sekten im Allgemeinen beschäftigt oder der"Kolonie der Würde"(losigkeit) im Besonderen, kommt an diesem Buch nicht vorbei und wird die Lektüre sicher nicht bereuen. Besonders erschreckend fand ich auch die Hilf-und Tatenlosigkeit der deutschen und internationalen Behörden bis in die 1990'er hinein. Mein einziger Kritikpunkt sind die meiner Meinung nach zu schnellen Wechsel zwischen den Perspektiven, oft schon nach 2-3Seiten. Dadurch dauert es lang, bis man in den unterschiedlichen Settings wirklich zu Hause ist und Beziehung zu den Figuren und dem Geschehen aufbauen kann.
Unheimlich bedrückendes Buch über ein wichtiges Thema
Eine Geschichte, die mehrere Generationen betrifft. Colonia Dignidad, eine totalitäre Sekte, die das Leben der Frauen in diesem Roman auf unterschiedlichste Weise geprägt hat… dieses Buch ist so unfassbar gut geschrieben, so wichtig, traurig & doch kraftspendend. Eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen hab. Ich kann es nur empfehlen!
Kurzbeschreibung: Abends, nach der Arbeit auf dem Feld, genießen sie die Erfrischung im nahe gelegenen Bach. Unweit der Badestelle schlägt eines Tages eine Jugendfreizeit ihre Zelte auf. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die sich alsbald in den attraktiven Erich verlieben. Christa, blind vor Liebe, verbringt fortan viel Zeit in dem Zeltlager, hinter dem sich eine radikal christliche Gemeinschaft um einen gewissen Paul Schäfer verbirgt. Ruth hingegen zieht sich immer mehr zurück. Schließlich fasst Christa den Plan, mit »Onkel Paul« und Erich nach Chile auszuwandern. Ein folgenschwerer Entschluss. *Quelle* Zur Autorin: Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, lebte einige Jahre im Ausland und studierte Italienisch und Englisch. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen. Meinung: In 3 verschiedenen Perspektiven und 2 Zeitebenen erzählt Anja Jonuleit die Geschichte in ihrem Roman Rabenfrauen, der sich mit der berühmt-berüchtigten Colonia Dignidad beschäftigt. Beginnend im Jahr 1959 berichtet Ruth aus ihrer Sichtweise, wie sie und ihre damalige beste Freundin Christa eine Gruppe von Freikirchlern unter der Führung des charismatischen Paul Schäfer kennenlernen. Darunter ist auch Erich, in den sich beide junge Frauen, die kurz vor ihrem Abitur stehen, verlieben. Erich entscheidet sich für Christa, die damals noch recht naiv, gutgläubig und leicht zu manipulieren ist. Ruth hingegen hat immer mehr Vorbehalte der Gruppe gegenüber, die bald weiter nach Siegburg zieht. Auch Christa geht mit ihnen, heiratet Erich und ist bald schon schwanger. Die zweite Perspektive erzählt von Christa, die sich anfangs auf der Überfahrt nach Chile befindet und später dann vom Leben in der Colonia Dignidad (Kolonie der Würde) berichtet, das enthaltsam ist und immer mehr ins Gewalttätige abdriftet. Eltern werden von ihren Kindern und Frauen von ihren Männern getrennt, harte Arbeit steht täglich auf dem Programm, und die Kinder werden mit Elektroschocks zu vermeintlicher Räson gebracht. Die letzte Sichtweise wird aus Annes Blickwinkel erzählt. Sie ist Ruths Tochter und hat gerade ihren Lebensgefährten Maximilian durch einen Unfall verloren. Als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt, lernt sie das Ehepaar Renate und Horst kennen, das gerade aus Südamerika nach Deutschland ausgewandert ist und sich etwas merkwürdig verhält. Anja Jonuleit hat mit Rabenfrauen eine intensive Familiengeschichte aufs Papier gebracht, die sich mit der Colonia Dignidad auseinandersetzt. Berührend und mitreißend erzählt sie die Geschichte der Freundinnen Ruth und Christa, die so ganz verschiedene Lebenswege einschlagen. Anschaulich wird dargestellt, wie schnell man sich in einer Art Sekte wiederfindet und wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Christa, die zuerst Feuer und Flamme für das Leben in der Kolonie ist, was auch durch ihren Mann Erich ausgelöst wird, merkt zu spät, auf was sie sich eingelassen hat. Paul Schäfer, der charismatische Führer der Kolonie, entpuppt sich als ein religiöser Fanatiker mit dem Hang zu Gewalt und sexuellen Übergriffen. Die Auflösung an sich konnte mich zwar nicht sonderlich überraschen, da sich dies schon früh abzeichnete, aber die Geschichte ist trotzdem von Anfang bis Ende fesselnd und man fiebert mit den Charakteren, vor allem Christa, mit. Eine unbedingte Empfehlung für Leser, die sich für das Thema religiöse Sekte oder speziell für die Colonia Dignidad interessieren! Im Anhang finden sich desweiteren ein Überblick über die Kolonie und ein erläuterndes Nachwort der Autorin. Fazit: Anja Jonuleit konnte mich nach Herbstvergessene auch mit ihrem neuen Roman wieder komplett überzeugen. Eine intensive Familiengeschichte, die sich mit dem Thema Colonia Dignidad beschäftigt, aber nicht durch eine reißerische Handlung, sondern durch leise Töne beeindruckt und unter die Haut geht. Unbedingte Leseempfehlung! Merged review: Kurzbeschreibung: Abends, nach der Arbeit auf dem Feld, genießen sie die Erfrischung im nahe gelegenen Bach. Unweit der Badestelle schlägt eines Tages eine Jugendfreizeit ihre Zelte auf. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die sich alsbald in den attraktiven Erich verlieben. Christa, blind vor Liebe, verbringt fortan viel Zeit in dem Zeltlager, hinter dem sich eine radikal christliche Gemeinschaft um einen gewissen Paul Schäfer verbirgt. Ruth hingegen zieht sich immer mehr zurück. Schließlich fasst Christa den Plan, mit »Onkel Paul« und Erich nach Chile auszuwandern. Ein folgenschwerer Entschluss. *Quelle* Zur Autorin: Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, lebte einige Jahre im Ausland und studierte Italienisch und Englisch. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen. Meinung: In 3 verschiedenen Perspektiven und 2 Zeitebenen erzählt Anja Jonuleit die Geschichte in ihrem Roman Rabenfrauen, der sich mit der berühmt-berüchtigten Colonia Dignidad beschäftigt. Beginnend im Jahr 1959 berichtet Ruth aus ihrer Sichtweise, wie sie und ihre damalige beste Freundin Christa eine Gruppe von Freikirchlern unter der Führung des charismatischen Paul Schäfer kennenlernen. Darunter ist auch Erich, in den sich beide junge Frauen, die kurz vor ihrem Abitur stehen, verlieben. Erich entscheidet sich für Christa, die damals noch recht naiv, gutgläubig und leicht zu manipulieren ist. Ruth hingegen hat immer mehr Vorbehalte der Gruppe gegenüber, die bald weiter nach Siegburg zieht. Auch Christa geht mit ihnen, heiratet Erich und ist bald schon schwanger. Die zweite Perspektive erzählt von Christa, die sich anfangs auf der Überfahrt nach Chile befindet und später dann vom Leben in der Colonia Dignidad (Kolonie der Würde) berichtet, das enthaltsam ist und immer mehr ins Gewalttätige abdriftet. Eltern werden von ihren Kindern und Frauen von ihren Männern getrennt, harte Arbeit steht täglich auf dem Programm, und die Kinder werden mit Elektroschocks zu vermeintlicher Räson gebracht. Die letzte Sichtweise wird aus Annes Blickwinkel erzählt. Sie ist Ruths Tochter und hat gerade ihren Lebensgefährten Maximilian durch einen Unfall verloren. Als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt, lernt sie das Ehepaar Renate und Horst kennen, das gerade aus Südamerika nach Deutschland ausgewandert ist und sich etwas merkwürdig verhält. Anja Jonuleit hat mit Rabenfrauen eine intensive Familiengeschichte aufs Papier gebracht, die sich mit der Colonia Dignidad auseinandersetzt. Berührend und mitreißend erzählt sie die Geschichte der Freundinnen Ruth und Christa, die so ganz verschiedene Lebenswege einschlagen. Anschaulich wird dargestellt, wie schnell man sich in einer Art Sekte wiederfindet und wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Christa, die zuerst Feuer und Flamme für das Leben in der Kolonie ist, was auch durch ihren Mann Erich ausgelöst wird, merkt zu spät, auf was sie sich eingelassen hat. Paul Schäfer, der charismatische Führer der Kolonie, entpuppt sich als ein religiöser Fanatiker mit dem Hang zu Gewalt und sexuellen Übergriffen. Die Auflösung an sich konnte mich zwar nicht sonderlich überraschen, da sich dies schon früh abzeichnete, aber die Geschichte ist trotzdem von Anfang bis Ende fesselnd und man fiebert mit den Charakteren, vor allem Christa, mit. Eine unbedingte Empfehlung für Leser, die sich für das Thema religiöse Sekte oder speziell für die Colonia Dignidad interessieren! Im Anhang finden sich desweiteren ein Überblick über die Kolonie und ein erläuterndes Nachwort der Autorin. Fazit: Anja Jonuleit konnte mich nach Herbstvergessene auch mit ihrem neuen Roman wieder komplett überzeugen. Eine intensive Familiengeschichte, die sich mit dem Thema Colonia Dignidad beschäftigt, aber nicht durch eine reißerische Handlung, sondern durch leise Töne beeindruckt und unter die Haut geht. Unbedingte Leseempfehlung!
In "Rabenfrauen" geht es um die Colonia Dignidad bzw. viel mehr noch um die Aufarbeitung des Erlebten. Aus mehreren Perspektiven und verschiedenen Zeitebenen wird die Geschichte von drei Frauen erzählt, die direkt oder indirekt mit der Sekte verbunden sind. Da der Fokus auf den Auswirkungen der Geschehnisse liegt, sind die Szenen und auch Figuren an manchen Stellen etwas blass. Die Auswirkungen an sich jedoch wurden sehr gut und empathisch beschrieben. Wer sich noch nicht mit der Colonia Dignidad auseinander gesetzt hat, aber gerne etwas darüber lesen möchte, für den*diejenige ist dieses Buch auf jeden Fall etwas - seid euch aber im Klaren darüber, dass es keine leichte Kost ist.
Ein gutes Buch, dass die Grausamkeiten und die Auswirkungen der Colonia Dignidad auf ihre Mitglieder und deren Angegörige sehr detailliert thematisiert hat. Dennoch fehlte mir an einigen Stellen die Emotionalität. Alles war sehr gut recherchiert, aber die Charaktere konnten mich nicht so ganz erreichen, was vermutlich an den häufigen Perspektivwechseln lag. Ich habe normalerweise kein Problem mit vielen Perspektiven, da es Geschichten dynamischer macht, aber hier blieb dadurch leider der Bezug zu den Protagonistinnen etwas auf der Strecke. Nichtsdestotrotz ein lesenswerter Roman
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Doch das Allerschlimmste war der Verrat.«
Jahrhundertsommer 1959 in Grösitz: Die Freundinnen Ruth und Christa genießen die letzten Ferien vor dem Abitur. Eines Abends lernen sie beim Baden im nahe gelegenen Bach Erich kennen, der zu einer Gruppe freikirchlicher Christen gehört, die dort ihre Zelte aufgeschlagen hat. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die fortan viel Zeit im Zeltlager verbringen. Aber dann verlieben sich alle beide in Erich. Und das Schicksal der Freundinnen ändert sich für immer – auf dramatische Weise.
Kennen Sie bereits die weiteren Romane von Anja Jonuleit bei dtv?
»Der Apfelsammler«
»Das Nachtfräuleinspiel«
»Novemberasche«
»Herbstvergessene«
»Die fremde Tochter«
»Das letzte Bild«
Book Information
Author Description
Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie nahe Friedrichshafen.
Posts
Bewegender Roman mit dem Hintergrund der unglaublich schrecklichen Geschichte der Colonia Dignidad.
Der Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen. Christa und Ruth sind Freundinnen die Ende der 50er, kurz vor ihrem Schulabschluss Erich kennenlernen. Beide schwärmen für den jungen Mann der in der Nähe Teil eines christlichen Zeltlagers ist. Christa geht am Ende mit Erich um eine Ausbildung zu machen und wird so in die schreckliche Sekte mit rein gezogen. Ruths Tochter lernt in der Gegenwart zufällig eine Frau kennen die mit ihrer Familie irgendwie aus der Zeit gefallen scheint und fängt an ihrer Mutter Fragen zu stellen. Ein gut geschriebener Roman der sich mit der Sekte und ihren Machenschaften beschäftigt.
Ein sehr gutes Buch, welches beim lesen aber schon ein bisschen weh tut.
Leseeindruck zu Rabenfrauen von Anja Jonuleit 401 Seiten 2016 im dtv Verlag erschienen Dies ist ein Buch welches ich niemals mehr vergessen werde. Das wird noch lange nacharbeiten. Ich glaube ich war noch zu jung, zu uninteresiert und habe von Colonia Dignidad nur am Rande was mitbekommen. Ich musste erst mal nachlesen was da in Wirklichkeit alles vorgefallen war. Die Autorin hat hier ein grandioses Buch sehr dicht an der Geschichte geschrieben. Schockierend, grausam und unmenschlich würde ich zusammenfassen was da geschehen ist. Religion und Macht ist ja immer schon ein schwieriges Thema. Menschen jedoch so klein zu halten ist erschreckend. Kann Glauben blind machen. Wenn junge Menschen in die Fänge einer solchen Sekte geraten, hat ein junger, Lebensunerfahrener Mensch vermutlich keine Chance. Ein wirkliches Highlight ist dieses Buch. Trotzdem möchte ich keine uneingeschränkte Leseempfehlung geben. Dieses Buch enthält einige Tricker. 5 von 5 Sterne sind aber mehr als gerechtfertigt. Beschreibung: 1959: Sommer in Grösitz. Ruth und Christa sind beste Freundinnen ... Abends, nach der Arbeit auf dem Feld, genießen sie die Erfrischung im nahe gelegenen Bach. Unweit der Badestelle schlägt eines Tages eine Jugendfreizeit ihre Zelte auf. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die sich alsbald in den attraktiven Erich verlieben. Christa, blind vor Liebe, verbringt fortan viel Zeit in dem Zeltlager, hinter dem sich eine radikal christliche Gemeinschaft um einen gewissen Paul Schäfer verbirgt. Ruth hingegen zieht sich immer mehr zurück. Schließlich fasst Christa den Plan, mit »Onkel Paul« und Erich nach Chile auszuwandern. Ein folgenschwerer Entschluss.
Die Geschichte der beiden Mädchen die im Jahrhundertsommer 1959 in die Hände einer freikirchlichen Gruppe geraten hat mich von Anfang an sehr mitgenommenen, auch über das Schicksal des kleinen Hänschens musste ich schwer schlucken….. Ich fand die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven und aus verschiedenen Zeiten gut gelungen ….. jedoch fehlte mir eine Perspektive in der Geschichte und zwar die von Erich, mit ihm beginnt ja erst die ganze Geschichte und er kommt auch immer wieder an entscheidenden Stellen vor …. daher hätte mich auch seine Sicht und Haltung interessiert, auch der Hintergrund wie er in die Gruppe kam und wie er die Trennung von seiner Frau/ Kind empfand hätte ich gerne erfahren. Das Ende fand ich ein bisschen unnötig in die Länge gezogen, denn es wahr schon lange klar worauf das ganze hinausläuft, irgendwie fehlte mir da dann ein bisschen die Spannung …. aber alles in allem hab ich es sehr gerne gelesen.
Berührende Geschichte
Das Buch behandelt das Leben im Umfeld der "Colonia Dignidad", einer deutschen Sekte in Chile. Die Geschichte wird aus 3 unterschiedlichen Perspektiven in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Dadurch habe ich es am Anfang etwas schwieriger gefunden mich in die Charaktere reinzuversetzen. Alles in allem ist es aber eine sehr berührender und vor allem gut recherchierter Roman. Absolut lesenswert für jeden, der etwas mehr über das Thema erfahren möchte.
Das Grauen in der "Kolonie der Würde" und seine lebenslangen Folgen
Die " Colonia dignidad" ist eine deutsche Sekte, die ihr Anführer Paul Schäfer wegen der Flucht vor Strafverfolgung Anfang der 1960'er Jahre nach Chile verlegte. Hier wurden die erwachsenen MitgliederInnen wie Sklaven gehalten, schufteten 18 Stunden am Tag. Körperliche Bestrafung und schwerste psychische Misshandlung im Namen des Glaubens standen an der Tagesordnung und waren wirksames Mittel gegen Aufstand oder Widerspruch. Kinder, die in die Sekte hinein geboren wurden oder, und das ist kaum zu verkraften, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen aus Deutschland entführt worden waren, wurden systematisch schwer se*uell missbraucht. Familienstrukturen wurden so vollkommen aufgelöst, dass ehemaligen MitgliederInnen das Konzept Familie durch Psychologen neu erklärt werden musste. Der Roman schildert die Anfänge der Sekte, die zunehmende Radikalisierung bis zur Auflösung. Die Geschichten werden aus drei unterschiedlichen Perspektiven auf drei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. So erfahren wir, wie es sich angefühlt hat, Mitglied dieser Sekte zu sein, wie es gewesen sein muss, Angehörige und Freunde dort zu haben, aber auch wie sich die Methoden der Sekte langfristig auf das Leben und Erleben der in ihr gefangenen Menschen ausgewirkt haben. Der Roman ist gut recherchiert und spannend und empathisch geschrieben. Wer sich mit Sekten im Allgemeinen beschäftigt oder der"Kolonie der Würde"(losigkeit) im Besonderen, kommt an diesem Buch nicht vorbei und wird die Lektüre sicher nicht bereuen. Besonders erschreckend fand ich auch die Hilf-und Tatenlosigkeit der deutschen und internationalen Behörden bis in die 1990'er hinein. Mein einziger Kritikpunkt sind die meiner Meinung nach zu schnellen Wechsel zwischen den Perspektiven, oft schon nach 2-3Seiten. Dadurch dauert es lang, bis man in den unterschiedlichen Settings wirklich zu Hause ist und Beziehung zu den Figuren und dem Geschehen aufbauen kann.
Unheimlich bedrückendes Buch über ein wichtiges Thema
Eine Geschichte, die mehrere Generationen betrifft. Colonia Dignidad, eine totalitäre Sekte, die das Leben der Frauen in diesem Roman auf unterschiedlichste Weise geprägt hat… dieses Buch ist so unfassbar gut geschrieben, so wichtig, traurig & doch kraftspendend. Eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen hab. Ich kann es nur empfehlen!
Kurzbeschreibung: Abends, nach der Arbeit auf dem Feld, genießen sie die Erfrischung im nahe gelegenen Bach. Unweit der Badestelle schlägt eines Tages eine Jugendfreizeit ihre Zelte auf. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die sich alsbald in den attraktiven Erich verlieben. Christa, blind vor Liebe, verbringt fortan viel Zeit in dem Zeltlager, hinter dem sich eine radikal christliche Gemeinschaft um einen gewissen Paul Schäfer verbirgt. Ruth hingegen zieht sich immer mehr zurück. Schließlich fasst Christa den Plan, mit »Onkel Paul« und Erich nach Chile auszuwandern. Ein folgenschwerer Entschluss. *Quelle* Zur Autorin: Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, lebte einige Jahre im Ausland und studierte Italienisch und Englisch. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen. Meinung: In 3 verschiedenen Perspektiven und 2 Zeitebenen erzählt Anja Jonuleit die Geschichte in ihrem Roman Rabenfrauen, der sich mit der berühmt-berüchtigten Colonia Dignidad beschäftigt. Beginnend im Jahr 1959 berichtet Ruth aus ihrer Sichtweise, wie sie und ihre damalige beste Freundin Christa eine Gruppe von Freikirchlern unter der Führung des charismatischen Paul Schäfer kennenlernen. Darunter ist auch Erich, in den sich beide junge Frauen, die kurz vor ihrem Abitur stehen, verlieben. Erich entscheidet sich für Christa, die damals noch recht naiv, gutgläubig und leicht zu manipulieren ist. Ruth hingegen hat immer mehr Vorbehalte der Gruppe gegenüber, die bald weiter nach Siegburg zieht. Auch Christa geht mit ihnen, heiratet Erich und ist bald schon schwanger. Die zweite Perspektive erzählt von Christa, die sich anfangs auf der Überfahrt nach Chile befindet und später dann vom Leben in der Colonia Dignidad (Kolonie der Würde) berichtet, das enthaltsam ist und immer mehr ins Gewalttätige abdriftet. Eltern werden von ihren Kindern und Frauen von ihren Männern getrennt, harte Arbeit steht täglich auf dem Programm, und die Kinder werden mit Elektroschocks zu vermeintlicher Räson gebracht. Die letzte Sichtweise wird aus Annes Blickwinkel erzählt. Sie ist Ruths Tochter und hat gerade ihren Lebensgefährten Maximilian durch einen Unfall verloren. Als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt, lernt sie das Ehepaar Renate und Horst kennen, das gerade aus Südamerika nach Deutschland ausgewandert ist und sich etwas merkwürdig verhält. Anja Jonuleit hat mit Rabenfrauen eine intensive Familiengeschichte aufs Papier gebracht, die sich mit der Colonia Dignidad auseinandersetzt. Berührend und mitreißend erzählt sie die Geschichte der Freundinnen Ruth und Christa, die so ganz verschiedene Lebenswege einschlagen. Anschaulich wird dargestellt, wie schnell man sich in einer Art Sekte wiederfindet und wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Christa, die zuerst Feuer und Flamme für das Leben in der Kolonie ist, was auch durch ihren Mann Erich ausgelöst wird, merkt zu spät, auf was sie sich eingelassen hat. Paul Schäfer, der charismatische Führer der Kolonie, entpuppt sich als ein religiöser Fanatiker mit dem Hang zu Gewalt und sexuellen Übergriffen. Die Auflösung an sich konnte mich zwar nicht sonderlich überraschen, da sich dies schon früh abzeichnete, aber die Geschichte ist trotzdem von Anfang bis Ende fesselnd und man fiebert mit den Charakteren, vor allem Christa, mit. Eine unbedingte Empfehlung für Leser, die sich für das Thema religiöse Sekte oder speziell für die Colonia Dignidad interessieren! Im Anhang finden sich desweiteren ein Überblick über die Kolonie und ein erläuterndes Nachwort der Autorin. Fazit: Anja Jonuleit konnte mich nach Herbstvergessene auch mit ihrem neuen Roman wieder komplett überzeugen. Eine intensive Familiengeschichte, die sich mit dem Thema Colonia Dignidad beschäftigt, aber nicht durch eine reißerische Handlung, sondern durch leise Töne beeindruckt und unter die Haut geht. Unbedingte Leseempfehlung! Merged review: Kurzbeschreibung: Abends, nach der Arbeit auf dem Feld, genießen sie die Erfrischung im nahe gelegenen Bach. Unweit der Badestelle schlägt eines Tages eine Jugendfreizeit ihre Zelte auf. Eine willkommene Abwechslung für die Mädchen, die sich alsbald in den attraktiven Erich verlieben. Christa, blind vor Liebe, verbringt fortan viel Zeit in dem Zeltlager, hinter dem sich eine radikal christliche Gemeinschaft um einen gewissen Paul Schäfer verbirgt. Ruth hingegen zieht sich immer mehr zurück. Schließlich fasst Christa den Plan, mit »Onkel Paul« und Erich nach Chile auszuwandern. Ein folgenschwerer Entschluss. *Quelle* Zur Autorin: Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, lebte einige Jahre im Ausland und studierte Italienisch und Englisch. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen. Meinung: In 3 verschiedenen Perspektiven und 2 Zeitebenen erzählt Anja Jonuleit die Geschichte in ihrem Roman Rabenfrauen, der sich mit der berühmt-berüchtigten Colonia Dignidad beschäftigt. Beginnend im Jahr 1959 berichtet Ruth aus ihrer Sichtweise, wie sie und ihre damalige beste Freundin Christa eine Gruppe von Freikirchlern unter der Führung des charismatischen Paul Schäfer kennenlernen. Darunter ist auch Erich, in den sich beide junge Frauen, die kurz vor ihrem Abitur stehen, verlieben. Erich entscheidet sich für Christa, die damals noch recht naiv, gutgläubig und leicht zu manipulieren ist. Ruth hingegen hat immer mehr Vorbehalte der Gruppe gegenüber, die bald weiter nach Siegburg zieht. Auch Christa geht mit ihnen, heiratet Erich und ist bald schon schwanger. Die zweite Perspektive erzählt von Christa, die sich anfangs auf der Überfahrt nach Chile befindet und später dann vom Leben in der Colonia Dignidad (Kolonie der Würde) berichtet, das enthaltsam ist und immer mehr ins Gewalttätige abdriftet. Eltern werden von ihren Kindern und Frauen von ihren Männern getrennt, harte Arbeit steht täglich auf dem Programm, und die Kinder werden mit Elektroschocks zu vermeintlicher Räson gebracht. Die letzte Sichtweise wird aus Annes Blickwinkel erzählt. Sie ist Ruths Tochter und hat gerade ihren Lebensgefährten Maximilian durch einen Unfall verloren. Als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt, lernt sie das Ehepaar Renate und Horst kennen, das gerade aus Südamerika nach Deutschland ausgewandert ist und sich etwas merkwürdig verhält. Anja Jonuleit hat mit Rabenfrauen eine intensive Familiengeschichte aufs Papier gebracht, die sich mit der Colonia Dignidad auseinandersetzt. Berührend und mitreißend erzählt sie die Geschichte der Freundinnen Ruth und Christa, die so ganz verschiedene Lebenswege einschlagen. Anschaulich wird dargestellt, wie schnell man sich in einer Art Sekte wiederfindet und wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Christa, die zuerst Feuer und Flamme für das Leben in der Kolonie ist, was auch durch ihren Mann Erich ausgelöst wird, merkt zu spät, auf was sie sich eingelassen hat. Paul Schäfer, der charismatische Führer der Kolonie, entpuppt sich als ein religiöser Fanatiker mit dem Hang zu Gewalt und sexuellen Übergriffen. Die Auflösung an sich konnte mich zwar nicht sonderlich überraschen, da sich dies schon früh abzeichnete, aber die Geschichte ist trotzdem von Anfang bis Ende fesselnd und man fiebert mit den Charakteren, vor allem Christa, mit. Eine unbedingte Empfehlung für Leser, die sich für das Thema religiöse Sekte oder speziell für die Colonia Dignidad interessieren! Im Anhang finden sich desweiteren ein Überblick über die Kolonie und ein erläuterndes Nachwort der Autorin. Fazit: Anja Jonuleit konnte mich nach Herbstvergessene auch mit ihrem neuen Roman wieder komplett überzeugen. Eine intensive Familiengeschichte, die sich mit dem Thema Colonia Dignidad beschäftigt, aber nicht durch eine reißerische Handlung, sondern durch leise Töne beeindruckt und unter die Haut geht. Unbedingte Leseempfehlung!
In "Rabenfrauen" geht es um die Colonia Dignidad bzw. viel mehr noch um die Aufarbeitung des Erlebten. Aus mehreren Perspektiven und verschiedenen Zeitebenen wird die Geschichte von drei Frauen erzählt, die direkt oder indirekt mit der Sekte verbunden sind. Da der Fokus auf den Auswirkungen der Geschehnisse liegt, sind die Szenen und auch Figuren an manchen Stellen etwas blass. Die Auswirkungen an sich jedoch wurden sehr gut und empathisch beschrieben. Wer sich noch nicht mit der Colonia Dignidad auseinander gesetzt hat, aber gerne etwas darüber lesen möchte, für den*diejenige ist dieses Buch auf jeden Fall etwas - seid euch aber im Klaren darüber, dass es keine leichte Kost ist.
Ein gutes Buch, dass die Grausamkeiten und die Auswirkungen der Colonia Dignidad auf ihre Mitglieder und deren Angegörige sehr detailliert thematisiert hat. Dennoch fehlte mir an einigen Stellen die Emotionalität. Alles war sehr gut recherchiert, aber die Charaktere konnten mich nicht so ganz erreichen, was vermutlich an den häufigen Perspektivwechseln lag. Ich habe normalerweise kein Problem mit vielen Perspektiven, da es Geschichten dynamischer macht, aber hier blieb dadurch leider der Bezug zu den Protagonistinnen etwas auf der Strecke. Nichtsdestotrotz ein lesenswerter Roman

















