Herbstvergessene

Herbstvergessene

Softcover
4.342
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Description

Drei Frauen, drei Leben

Für eine Versöhnung ist es zu spät: Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt – jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord. Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli. Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht ...

Kennen Sie bereits die weiteren Romane von Anja Jonuleit bei dtv?
»Der Apfelsammler«
»Das Nachtfräuleinspiel«
»Novemberasche«
»Rabenfrauen«
»Die fremde Tochter«
»Das letzte Bild«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
448
Price
13.40 €

Author Description

Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie nahe Friedrichshafen.

Posts

8
All
4

⭐⭐⭐⭐☆ (4/5) Absolute Empfehlung

"Ich hatte mich auf eine Spurensuche begeben, nach meiner eigenen familiären Identität, nach einem Schuldigen für den Tod meiner Mutter, und dabei hatte sich das ganze Gefüge meines Lebens aufgelöst." „Herbstvergessene“ von Anja Jonuleit hat mich tief berührt und teilweise wirklich erschüttert 💔 Dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte, es öffnet die Tür zu einem der dunkelsten und grausamsten Kapitel der deutschen Geschichte - den Lebensborn-Heimen während der NS-Zeit 🕯️ Im Mittelpunkt steht Maja, die nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter beginnt, die Vergangenheit ihrer Familie zu hinterfragen. Was zunächst wie ein Selbstmord wirkt, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Spurensuche voller Zweifel, Schmerz und verdrängter Wahrheiten 🔍 In Rückblenden entfaltet sich das Leben ihrer Großmutter Charlotte und damit ein Schicksal, das unter die Haut geht. Was mich besonders getroffen hat, ist die schonungslose Darstellung dessen, was hinter den Lebensborn-Heimen stand. Die Geschichten der Frauen und Kinder sind geprägt von Verlust, Entwurzelung und einem System, das über Leben entschieden hat 😔 , allerdings auch eine Sicherheit bit in Zeiten des Krieges. Beim Lesen wurde mir immer wieder bewusst, wie viel Leid und Unrecht hinter diesen Schicksalen steckt und wie lange die Folgen bis in die nächsten Generationen nachwirken. Gleichzeitig schafft es die Autorin, Spannung aufzubauen wie in einem Krimi 📖 Man folgt Maja auf ihrer Suche, hofft mit ihr auf Antworten und wird am Ende mit einer Wahrheit konfrontiert, die alles in ein anderes Licht rückt. Viele Dinge sind letztlich ganz anders verlaufen, als man es während des Lesens vermutet hat 😳 Dieser Moment trifft einen emotional noch einmal mit voller Wucht. Trotz der Schwere des Themas gibt es auch leise Momente von Hoffnung und Menschlichkeit ✨. Genau diese Mischung aus emotionaler Wucht, historischer Aufarbeitung und spannender Erzählweise macht „Herbstvergessene“ so besonders und selber der Titel bekommt am Ende eine krasse Bedeutung. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich der Einstieg. Die verschiedenen Erzählstränge sind anfangs nicht ganz leicht zu greifen, da klare Kennzeichnungen fehlen 🤔 Doch sobald man sich orientiert hat, lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Fazit: Ein bewegender, erschütternder und zugleich fesselnder Roman, der lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt 🖤

⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)
Absolute Empfehlung
4

Ein erschütterndes Stück Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Mit „Die Herbstvergessenen“ von Ana Jonuleit erzählt die Autorin von einem kaum beleuchteten Kapitel der NS-Zeit: den Lebensborn-Heimen. Dabei verbindet sie Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die zeigt, wie eng beides manchmal miteinander verwoben sein kann und das die Folgen dieser Zeit noch viele Jahre später in den nächsten Generationen spürbar bleiben. Zu Beginn habe ich allerdings ein wenig gebraucht, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Durch die verschiedenen Zeitstränge wirkte alles anfangs nicht ganz übersichtlich, sodass ich mich erst orientieren musste. Sobald man jedoch in der Erzählung angekommen ist, entwickelt das Buch einen starken Sog und ich war vollkommen gefangen. Besonders eindringlich beschreibt die Geschichte, wie schwer Frauen es in dieser Zeit hatten und mit welcher grausamen Doppelmoral ihnen begegnet wurde. Während manche Schwangerschaften gesellschaftlich gewollt waren, wurden andere mit Scham, Schweigen und Ausgrenzung belegt. Genau diese Widersprüche macht das Buch auf sehr beklemmende Weise sichtbar. Mit jeder Seite baut sich die Spannung weiter auf, bis man immer tiefer in die Geschichte gezogen wird. Vor allem die emotionale Ebene hat mich sehr berührt, weil spürbar wird, wie weit solche Schicksale in Familien hineinreichen können und wie stark vergangene Entscheidungen spätere Generationen prägen. Die Autorin hat es auch immer wieder geschafft, mich zu überraschen. Denn gerade wenn man glaubt, die Richtung der Geschichte zu kennen, schlägt der Roman noch einmal einen anderen Ton an. Warum es am Ende trotzdem keine vollen fünf Sterne geworden sind? Weil es am Schluss Momente gab, bei denen ich kurz innehielt und dachte: „Wie? oder warum was das nötig?“ Da ich aber nicht spoilern oder etwas vorwegnehmen möchte, bleibt mir nur zu sagen, dass für mich einzelne Punkte nicht ganz nachvollziehbar waren. Trotzdem ist „Die Herbstvergessenen“ ein unglaublich intensiver und wichtiger Roman, der ein Thema aufgreift, über das viel zu selten gesprochen wird.

5

Am Anfang dachte ich , dass es mir nicht gefallen wird. Die Story irgendwie schon x mal gelesen und so… die Protagonistin war mir nicht sonderlich sympathisch. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir dann doch ab Seite 150 richtig gut gefallen hat. Story nahm Fahrt auf und war überhaupt nicht 08/15 wie Anfang gedacht. Das ist der vierte Roman der Autorin. Ich mag ihren Schreibstil wirklich sehr.

3

Inhaltlich gut, Schreibstil nix für mich!

Die generationenübergreifende Geschichte von Maja, Lilli und Charlotte fand ich inhaltlich echt gut und auch wichtig. Es wurde ein Thema aus der NS-Zeit aufgegriffen, was ich so bisher noch nie gehört hatte und worüber ich noch nichts gelesen hatte: unverheiratete schwangere deutsche Frauen und deren Unterbringung usw. Allerdings konnte ich mit dem Schreibstil leider echt nix anfangen 🤯🙁 hatte selten ein Buch bei dem es mir so schwer gefallen ist mit den Gedanken dran zu bleiben, obwohl ich es thematisch so wichtig empfand.

5

Einmal reingekommen, konnte ich es gar nicht mehr zur Seite legen. Die beiden Zeitebenen wechseln sich an wirklich passenden Stellen ab und sorgen damit dafür, immer weiterlesen zu wollen. Dabei war es nie so, dass ich eine Zeitebene der anderen über einen längeren Zeitraum vorgezogen habe. Die beiden Frauen auf ihrer Lebensreise zu begleiten, mit ihnen zu leiden, rätseln und Beziehungen aufzubauen war wunderbar. Die Ich-Perspektive führte dazu, dass ich mich wirklich mit den beiden Figuren verbinden konnte (ist nicht immer so) und neue Bekanntschaften gemeinsam erkunden konnte. Auch war der Einblick in die Vergangenheit eine neue Perspektive auf eine Zeit, in der ich imer wieder gerne lese.

5

Kurzbeschreibung: Für eine Versöhnung ist es zu spät: Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt - jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord. Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli. Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht... *Quelle* Zur Autorin: Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, lebte einige Jahre im Ausland und studierte Italienisch und Englisch. Sie arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen. Meinung: Die 41-jährige Maja Sternberg hat seit Jahren nur sporadischen Kontakt zu ihrer in Wien lebenden Mutter Lilli, der aus nichtssagenden Weihnachts- und Geburtstagskarten besteht. Doch eines Tages ruft Lilli, die als Dolmetscherin eine große Karriere gemacht hat, ihre Tochter mit der Bitte an, sie möge sich mit ihr treffen, da sie ihr einiges zu erzählen habe. Maja macht sich eher widerwillig auf den Weg nach Wien, doch da ist Lilli schon tot. Angeblich hat sie Selbstmord begangen, sich von ihrer Terrasse hinuntergestürzt. Doch Maja glaubt nicht an diese These, auch wenn Lilli eine schwere Krebserkrankung hatte. Bald erreicht Maja ein Brief von einer alten Freundin ihrer Mutter, in dem sich ein Schlüssel und ein Foto ihrer Großmutter Charlotte mit Tochter Lilli auf dem Arm befindet. Aber Maja muss erkennen, dass es gar nicht ihre Mutter als Baby auf dem Foto sein kann, denn sie wurde erst 2 Monate später geboren als das angegebene Datum auf dem Foto ausweist. Hatte die Großmutter noch ein Kind? Und wenn ja, was ist aus ihm geworden? Maja deckt nach und nach ein Familiengeheimnis auf, das ein größeres Ausmaß annimmt, als sie sich jemals hätte vorstellen können. Anja Jonuleit hat mit Herbstvergessene einen Roman geschrieben, den ich nur jedem Leser von Familiengeschichten und -geheimnissen ans Herz legen möchte, vor allem für Fans von Lucinda Riley könnte dieses Buch auf jeden Fall etwas sein. Maja Sternberg ist eine äußerst sympathische Protagonistin, in die ich mich sofort hineinversetzen konnte. Ihre Beziehung zur Mutter Lilli ist von jeher sehr angespannt, die beiden haben nichts gemeinsam und Lilli null Verständnis für die Berufswahl ihrer Tochter, die sie so gerne auch als Dolmetscherin gesehen hätte. Erst mit dem Tod der Mutter nähert sich Maja ihr ein wenig an und erfährt durch Gespräche mit Lillis Nachbarin Erna Buchholtz, das es auch eine andere Seite an ihr gab, vor allem, als sie die Krebsdiagnose bekam, stellte Lilli wohl ihr Verhalten gegenüber der Tochter in Frage, doch leider fehlte die Zeit für eine Aussöhnung. Eine große Rolle spielt auch Charlotte, die Großmutter Majas. Ihre Geschichte wird abwechselnd mit Majas Erlebnissen erzählt. Diese ist im 2. Weltkrieg angesiedelt und erzählt von ihrer großen Liebe Paul und ihrer Zeit in einem Lebensborn-Heim, denn sie war schwanger und Paul der Mann ihrer Schwester Leni. Die Nebenfiguren wurden allesamt interessant gestaltet. Zu erwähnen wären hier Erna Buchholtz, die hilfreiche Nachbarin von Majas Mutter und Roman Sartorius, der bis zum Ende hin ein wenig mysteriös erscheint. Dessen Vater Heinrich war im Lebensborn als Arzt tätig und mit Majas Großmutter Charlotte bekannt. Die Handlung gestaltet sich von Anfang an als spannend, denn durch die sich abwechselnden Perspektiven von Majas und Charlottes Erlebnissen möchte man als Leser immer wissen, wie es weitergeht. Eine düstere Stimmung zieht sich hier quer durch die Geschichte hindurch, denn der Selbstmord von Lilli wird hier immer wieder in Frage gestellt und auch Maja fühlt sich immer öfter beobachtet, sodass sich der Roman in manchen Abschnitten schon eher wie ein Krimi liest. Die Auflösung der ganzen Geschichte wurde von Anja Jonuleit sehr schlüssig aufgedeckt und dank ihres sehr fesselnden Schreibstils fliegt man nur so durch die Seiten dieses gelungenen Familienromans. Fazit: Herbstvergessene ist ein fesselnder Familienroman, der bis zum Ende hin spannend bleibt und gekonnt die Zeit des 2. Weltkriegs im Lebensborn einfängt. Hier hat Anja Jonuleit sehr gut recherchiert und vermag diese dunkle Zeit dem Leser näherzubringen. Für Leser von Lucinda Riley kann ich diesen Roman uneingeschränkt empfehlen.

5

Spannend und rasante Story

4

• HERBSTVERGESSENE • Die Autorin Anja Jonuleit ist in den letzten Wochen sehr präsent mit ihrem Roman "Das letzte Bild" auf Instagram. Die vielen positiven Rezensionen überzeugten mich einen Roman von ihr zu lesen. Also griff ich zu ihrem bereits im Jahr 2010 erschienenen Buch "Herbstvergessene". Eine absolut goldrichtige Wahl!

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