Sieh mich an

Sieh mich an

Softcover
3.743
FrauenromanLebenskriseAlltagsbewältigungKinder

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Description

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt. – Die Heldin in Mareike Krügels rasantem, klugem Roman gehört ganz sicher zu den einnehmendsten Frauengestalten in der deutschen Gegenwartsliteratur.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
256
Price
14.40 €

Author Description

Mareike Krügel, 1977 in Kiel geboren, wurde für ihr Werk mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, unter anderen mit dem Friedrich-Hebbel-Preis. Bis heute erschienen von ihr sechs Romane, zuletzt »Schwester« und »Alle wissen hier alles«. Mareike Krügel lebt zusammen mit dem Schriftsteller Jan Christophersen und den gemeinsamen Kindern an der Schleswig-Holsteinischen Küste.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
40%
5%
N/A
N/A
16%
19%
67%
85%
N/A
44%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
100%
100%
58%
97%

Pace

Fast100%
Slow0%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Minimalistisch (100%)

Posts

9
All
3

Ich bin hin und hergerissen...

Irgendwie fand ich das Buch gut. Der Schreibstil hat mir gefallen und es war spannend. Gleichzeitig hat mir aber das triste und ausweglose nicht gefallen. Es war ein Spiegel der Gesellschaft in der Frauen einfach benachteiligt sind und übergangen werden und es hat mich wieder wütend gemacht und gleichzeitig auch energielos/kampflos. Vielleicht war es nicht das beste das zu lesen wenn man gerade seine Periode hat 😅😂

4

4,5

Sehr präzise, authentisch, klug und humorvoll.

4

Wow - 4,5 Sterne für dieses tolle Buch. Katharina hatte als Heldin dieser Geschichte absolut meine Kragenweite - ich fand sie sooooo toll!!! Es war ein Einblick in einen einzigen Tag mit einigen Rückblenden - so normal und gleichzeitig so verrückt, wie er nur sein kann. Das muss ich in ein paar Jahren unbedingt nochmal lesen!!!

3

unterhaltsame Einblicke einer Frau Anfang 40.

3

„Sieh mich an“ von Mareike Krügel ist ein seltsames Buch. Es geht um den Krebs, den Protagonistin Katharina hat oder auch nicht, es geht um Familie, Nachbarschaft, Freundschaft und Wertvorstellungen. Zu Beginn des Buches tauchen wir ein in den Alltag von Katharina, die neben ihren zwei Kindern, die eigentlich drei hätten sein sollen, nebenher noch versucht, ihr Leben, ihren Job und ihre Ehe zu handeln – bis sie eines Tages in der Dusche ein Etwas in ihrer Brust ertastet. Montag wird sie zum Arzt gehen, es werden Chemotherapien und Bestrahlungen folgen, sie wird nicht mehr lange zu leben haben – so zumindest ihre Theorie, denn Mutter und Großmutter sind schließlich auch an Krebs gestorben. Dasselbe Los hat sie wohl nun auch gezogen. Und so ist ihrem Gedankengang zufolge Montag, der Tag der Diagnose, auch der Tag ihres Todesurteils. Deshalb möchte sie sich dieses letzte Wochenende komplett von dem Gedanken distanzieren und es mit Ehemann Costas und ihren Kindern genießen. Dumm nur, dass Costas das erste Mal auch übers Wochenende in Berlin bei seinem Job bleiben muss, ihr Sohn mit seiner neuen Freundin die Biege macht und ihre Tochter zusätzlich ihrer ersten Periode auch noch diverse andere Unglücke erlebt. An diesem Wochenende geht so einiges schief, und als alles nicht mehr schlechter laufen kann, entschließt sich Katharina, etwas zu unternehmen, sich der Krankheit, die in ihr steckt, zu stellen. Ich werde nach und nach weniger werden, mich immer weiter von der Person entfernen, die ich jetzt bin. Und irgendwann werden auch die anderen einsehen und begreifen, was mir jetzt schon klar ist, weil es verborgen in meinem Inneren längst begonnen hat: dass es ans Sterben geht. So weit, so gut! „Sieh mich an“ ist in erster Linie kein „Krebsbuch“, wie ich zuerst angenommen hatte, sondern eine Familiengeschichte voller Chaos und Nostalgie. Durch die Augen der Protagonistin wird man Zeuge eines wahrlich verrückten Wochenendes, und ein abgetrennter und verloren gegangener Daumen ist dabei nicht einmal das Schlimmste, was passiert. Da hilft kein Listenschreiben der Welt (Katharina liebt es, Listen von allem Möglichen zu schreiben), um das Chaos im Kopf zu bändigen. Sie entdeckt, dass ihre elfjährige Tochter ganz ohne ihr Zutun langsam erwachsen wird und dass ihr viele Jahre nicht mehr gesehener Studienfreund schon immer auf sie stand. Doch inmitten von all diesem Chaos sucht sie die Nähe zu ihrem Mann, der seit einem Jahr in Berlin arbeitet und nur noch am Wochenende zuhause ist. In vielen Rückblenden erfährt der Leser, wie Katharina zu dem Menschen geworden ist, der sie nun ist, und erhält Einblicke in ihr Leben, das nicht immer rosig war: ob nun der Neid zu ihrer Schwester der Mittelpunkt ihres Seins war oder aber die Liebe zu Costas, dem Mann, der sie und die Kinder nun wegen einer Betriebsfeier am Wochenende sitzen lässt. Und ganz nebenbei wächst in ihr die Angst vor dem Etwas, vor dem Geschwür, der ihr das Leben zu rauben scheint. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

4.5

Ein tolles Buch. Zum Glück gibt es bei mir kein "Etwas", aber von Anfang an gab es so viele Parallelen zu meinem Leben. Gerade als berufstätige Mutter kann man sich hier gut wiederfinden. Trotz schwierigem Thema konnte man locker, leicht durchs Buch fliegen. Besonderer Pluspunkt für mich, es spielt in Schleswig-Holstein, das ich sehr liebe. Kleiner Abzug für eine Situation am Ende, die für mich gar nicht so reingepasst hat, aber trotzdem werde ich dieses Buch weiterempfehlen und noch mehr von der Autorin lesen.

5

Katharina hat das „Etwas“ an sich entdeckt. Doch bevor sie das Geheimnis bekannt geben will, möchte sie noch einmal ein ganz normales Wochenende mit ihrer Familie verbringen. Normal ist dabei relativ. Ich habe gestaunt, was an einem ganz normalen Familientag so alles passieren kann…. Dramatisch, witzig und leicht geschrieben trotz schwerem Thema.

5

WIE WEIT KANN MAN SICH IGNORIEREN? Das wollen die doch gar nicht hören! Wem sollte ich es überhaupt erzählen? Wie soll ich es sagen? Das will doch keiner wissen! Ich werde das schon alleine auf die Reihe bekommen, so wie es in allem ist… So denkt Katharina, die Hauptdarstellerin in dem Buch: “Sieh mich an” von Mareike Krügel Einfach eine Liste schreiben, was ich noch zu erledigen habe und dann den normalen Wahnsinn weiter spielen. Nicht darüber nachdenken, dass dort in meiner Brust ein “Etwas” ist. Wie würde ich wohl reagieren, wenn ich einen Knoten in der Brust entdecken würde, mit dem Wissen, dass meine Mutter, als ich 17 war, elendig an solch einem Gewächs gestorben ist? Wäre ich wie Katharina in dem Buch von Mareike Krügel? Würde ich es für mich behalten wollen und es “schon alleine schaffen". Vielleicht auch selber nachhelfen, bevor der Krebs mich auffrisst? Ich finde, es ein schwieriges Thema, vor allem, wenn man mit 40 noch zu jung zum sterben ist. Katharina steckt in dem “normalen“ Wahnsinn einer Mutter. Als sie einen Knoten in ihrer Brust entdeckt. Ihr Vertrauen zu den Ärzten, ist nicht besonders groß, nachdem ihre Mutter schon an einem solchen Gewächs gestorben ist, als Katharina gerade in der Pubertät war. Katharinas Leben steht auf dem Kopf. Ihre Familie und ihr Umfeld machen es ihr auch nicht besonders leicht, über dieses Etwas zu reden. Immer wieder treten Situationen auf, die ihre Misere in den Hintergrund rücken. Katharina hat ein kleines Buch. Dort schreibt sie Listen über Dinge, die ihr wichtig sind, die sie noch erledigen möchte. Oder was sie liebt und was sie erfreut, alles was sie nicht vergessen möchte. Unter anderem, hat sie dort eine Liste angelegt, wie man sich am Besten aus dem Leben stiehlt... Katharina ist die Erzählerin. Sie ist Musiklehrerin in einem Kindergarten aber eigentlich ist sie studierte Musikwissenschaftlerin und liebt klassische Musik. Sie hat eine 11 jährige Tochter mit ADHS und einen 17 jährigen Sohn, der Musicalsänger werden möchte. Ihr Mann kommt nur an den Wochenenden aus Berlin an die Küste. Er arbeitet dort in einem Architekturbüro. Aber damit nicht genug, kümmert Katharina sich auch noch um die seltsamen und einnehmenden Nachbarn. Somit steht sie mit ihrem Problem komplett alleine da. Wem sollte sie also von ihrer Entdeckung erzählen? Mareike Krügel hat einen Roman geschrieben, der so voller schöner, lustiger und nachdenklicher Momente ist. Sie hat eine Art zu schreiben, die einem die Luft nimmt. So mitreißend und klar. Mit sehr viel Humor, einiger Bestürzung und Angst vor dem “Etwas”. Die Autorin verzaubert durch Sätze, die man am liebsten ständig unterstreichen möchte. Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen, ein wirklich geniales Buch.

2

„Sieh mich an“ ist die Momentaufnahme eines Lebens. Hauptprotagonistin Katharina steckt in einem typischen Leben fest, 2 langsam erwachsen werdende Kinder, ein Mann, der viel arbeitet und die ganze Woche in Berlin verbringt, während sie zwischen Teilzeitjob, Haushalt und den Kids hin und her springt und ihre Doktorarbeit seit Jahren im Arbeitszimmer vor sich hin ruht. Ich glaube wir alle kennen das, wir denken wir haben Zeit, wir schieben Dinge auf, wir schätzen nicht was wir haben, denn wir haben ja viel vor uns, wir können das alles noch ändern. Doch Katharina stellt plötzlich fest, dass sie keine Zeit mehr hat. Sie hat da etwas in ihrer Brust. Ich muss sagen, dass mir die Idee des Buches gut gefallen hat. Allerdings habe ich eine Weile gebraucht und mich auf die Umsetzung einzulassen. Während die Geschichte nur an einem einzigen Tag spielt und von Rückblicken in die Vergangenheit lebt, wollte ich immer gerne, dass es voran geht, dass ich als Leser mehr erfahre, dass die Geschichte um die Krankheit sich entwickelt. Aber darum geht es in dem Buch gar nicht. Als ich das verstanden hatte, konnte ich mich drauf einlassen und das Tempo hat mir sogar gut gefallen. Trotzdem konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Ich finde Katharina nicht wirklich sympathisch. Sie ist sicher eine starke Frau, die es schafft ihr Leben zu meistern, aber vor allem sucht sie immer den leichtesten Weg und scheut sich vor Konflikten und Konsequenzen. Allein die Tatsache, dass sie seit 2 Wochen einen Knoten in der Brust hat und bereits Listen schreibt, was sie vor ihrem Tod noch erleben möchte, anstatt einen Termin beim Arzt zu machen, zeigt das ganz gut. Ihr Verhalten was das angeht, hat mich etwas genervt. Wäre sie anders, würde das Buch vermutlich nicht funktionieren, von daher macht es wahrscheinlich Sinn, dass die Charaktere so sind, wie sie sind, aber mich persönlich hat die Autorin damit leider nicht erreichen können. Schade.

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