Pink Elephant
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Description
Alles beginnt mit einer Kopfnuss. Während Deutschland bei der WM 2006 von seinem Sommermärchen träumt, findet der vierzehnjährige Vincent in denen, die ihn verprügelt haben, neue Freunde. Bald schon nennt er sie Brüder, raucht mit ihnen Shisha, hängt auf der Straße ab – und hockt doch jeden Abend wieder im Einfamilienhaus seiner Eltern. Als es ernst wird, muss er feststellen, dass bisher alles nur ein Spiel war. Zumindest für ihn. Während er sich Bräunungscreme ins Gesicht schmiert, fällt Ali nach einem Sprung aus dem Fenster ins Koma, Tarek ist nicht mehr zu erreichen – und eine Realität schlägt zu, in der es Probleme gibt, die Vincent sich bisher nicht vorstellen konnte.
Luca Kieser, der mit seinem Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« für den Deutschen Buchpreis nominiert war, erzählt in seinem zweiten Roman eine rasante, eindringliche Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und die oft unsichtbaren Grenzen, die unsere Gesellschaft durchziehen.
Book Information
Author Description
Luca Kieser lebt nach einem Studium der Philosophie in Heidelberg und Leipzig als Schriftsteller in Wien. Mit seinem Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« war er unter anderem für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sein Roman »Pink Elephant« wurde vom Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet und von Books at Berlinale ausgewählt. »Simsalabim, Simon Brenner« ist sein dritter Roman.
Posts
Ein Roman über eine ungleiche Freundschaft. Vincent wächst bei seiner Familie sehr bürgerlich auf und ist davon eher gelangweilt. Er trifft auf Ali und Tarek, beide mit Migrationshintergrund. Es entwickelt sich eine Freundschaft, es wird Playsi gezockt, geraucht und Wodka getrunken. Vincent versucht immer mehr sich seinen Freunden anzupassen. Die Bräunungscreme bringt nicht den gewünschten Erfolg, er möchte arabisch lernen aber für die Freunde bleibt er nur der Deutsche, der Weiße. Erst als Ali aus dem Fenster springt bemerkt Vincent, dass es hier vielleicht doch noch viel mehr Unterschiede gibt als er dachte. Es wird hier in 2 Zeitebenen erzählt, einmal vor und einmal nach dem Sprung. So erfahren wir dann Stück für Stück was eigentlich genau passiert ist. Für mein Empfinden ist die Realität der drei Jungs und ihren Familien richtig gut eingefangen. Manchmal war es mir etwas zu klischeehaft, hier neigen die meisten Deutschen zu rassistischen Äußerungen. Hat mir trotzdem gut gefallen, gerade weil ich das Leben der 3 Jugendlichen als realitätsnah empfinde.
Eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität.
🐘🚬 »𝘋𝘢𝘯𝘯 𝘯𝘪𝘮𝘮 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘊𝘢𝘮𝘦𝘭. 𝘖𝘥𝘦𝘳 𝘎𝘶𝘭𝘭𝘺𝘴. 𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦«, 𝘦𝘳 𝘯𝘢𝘩𝘮 𝘮𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘭 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘳 𝘏𝘢𝘯𝘥, »𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘗𝘪𝘯𝘬 𝘌𝘭𝘦𝘱𝘩𝘢𝘯𝘵.« Alles beginnt mit einer Kopfnuss. Während Deutschland bei der WM 2006 von seinem Sommermärchen träumt, findet Vincent in denen, die ihn verprügelt haben, neue Freunde. Bald schon nennt er die beiden Brüder, raucht mit ihnen Shisha - und hockt doch jeden Abend wieder im Einfamilienhaus seiner Eltern. Bis eines Tages aus Spiel Ernst wird: Während er sich Bräunungscreme ins Gesicht schmiert, fällt Ali nach einem Sprung aus dem Fenster ins Koma, Tarek ist nicht mehr zu erreichen und eine Realität schlägt zu, in der es Probleme gibt, die sich Vincent bisher nicht vorstellen konnte. 💭 Pink Elephant von Luca Kieser ist für mich wieder eine Wucht mit viel Tiefe. Schon mit Weil da war etwas im Wasser hat er mich total überrascht. Daher war klar, dass ich dieses neue Buch unbedingt lesen musste. Im Mittelpunkt steht Vincent, den ich auf seiner Suche nach Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft begleitete. Die Reise, die er unternimmt, hinterlässt bei ihm nicht nur physische Spuren, sondern ist auch emotional intensiv. Vincents innere Kämpfe und seine Sehnsucht nach einem Platz in der Welt sind so authentisch dargestellt, dass ich direkt in seine Welt eintauchte. Doch Pink Elephant erzählt nicht nur die Geschichte von Vincent. Auch die Charaktere Tarek und Ali stehen im Fokus, zwei weitere junge Menschen, die mit eigenen Herausforderungen und Hürden kämpfen. Ihre Geschichten sind ebenso fesselnd und tragen dazu bei, dass das Buch eine beeindruckende Tiefe, Dynamik und Emotionalität erreicht. Dieser komplexe Coming-of-Age-Roman verwebt geschickt Gegenwart und Vergangenheit zu einer mitreißenden Geschichte, die einen unaufhaltsamen Lesefluss erzeugt und mich immer mehr beeindruckte. Keine Seite wirkt unnötig und jeder Abschnitt trägt zur Gesamterfahrung bei. Pink Elephant ist ein Buch, das nachklingt und zum Nachdenken anregt. Es ist eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität – ein absolutes Muss für alle, die tiefgründige und komplexe Romane schätzen. Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. ☺️ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ᴿᴱᶻᴱᴺˢᴵᴼᴺˢᴱˣᴱᴹᴾᴸᴬᴿ⁾

Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil wirkte auf mich sehr holprig und wenig ansprechend, sodass ich nur schwer in die Geschichte gefunden habe. Auch mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden, sie blieben für mich blass und wenig greifbar. Insgesamt hat mir das Buch daher nicht gefallen.
Okay?!
Am Anfang ist es ziemlich verworren und ich brauchte einen Momemt um zu realisieren, dass die Handlung von "Pink Elephant" hin und her springt - dies war ganz schön anstrengend. Ich fand es für meine 44 auch anstrengend, die ganze Zeit Jugendsprache zu lesen. Aber sei es drum. Der Roman ist schnell zu lesen und ist man erstmal im Fluss des Lesens, hört man so schnell nicht auf. War okay.
WOW ein tolles Buch über Freundschaft, Identität und Erwachsenwerden
Sommer 2006. Fussball WM in Deutschland. Vincent wohnt in der Nähe von Stuttgart mit seinen Eltern im Einfamilienhaus. Der Vater Arzt & die Mutter Assistentin von einem Landtagsabgeordneten. Vincent wird von Ali & Tarek verprügelt. Daraus entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. „Pink Elephant“ ist das 2. Buch von Luca Kieser. Es ist ein Coming of Age Roman, der die Themen Freundschaft, Zugehörigkeit & die Bedeutung der Gesellschaftsschichten miteinander verbindet. Wer hätte gedacht das Vincent, Ali & Tarek mal zusammen abhängen? Ali: Halbaraber; Tarek: 100% Araber. Keiner hat Vorbildeltern & unterscheiden sich dementsprechend von Vincent. Sie haben einen Migrationshintergrund & kämpfen um Anerkennung & Dazugehören in einer fremden Kultur & Gesellschaft. Suche nach Identität. Muss ich mich dafür schämen woher ich komme & was ich tu? Der Roman ist Mitte der 2000er Jahre. Migration ist im vollen Gange. Die nächste Generation der Gastarbeiter in Westdeutschland wird erwachsen. Man vermutet sie haben sich im Stadtbild eingegliedert. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Alltagsrassismus ist präsent. Kieser zeigt es aus beiden Perspektiven, aus der Opfer- & Täterrolle. Mitunter wirkt es beiläufig, aber als Leser*in entwindet man sich nicht der Konfrontation. 10 Jahre hat Luca Kieser an diesem Roman geschrieben. Die Erzählstruktur ist in 2 Zeitebenen geteilt. Vor/Nach Ali´s Fenstersprung. Kieser vermischt mitunter beide Zeitebenen innerhalb eines Kapitels, was die Orientierung mitunter erschwert. Ein toller Roman, liest sich flüssig & eine absolute Leseempfehlung. Es ist ein Buch um sich daran zu erinnern als noch Playstation gespielt, SMS verschickt oder welche Musik gehört wurde. Sollte man auflösen was/wer der „Pink Elephant“ ist? Ich finde nicht, lest es selbst.

Mit "Pink Elephant" erzählt Luca Kieser die Geschichte eines Jugendlichen, der während der Fußball-WM 2006 in Deutschland zwischen Freundschaft, Zugehörigkeit und den unsichtbaren Grenzen der Gesellschaft seinen Platz sucht. Der 1992 in Tübingen geborene Autor lebt in Wien und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wortmeldungen Förderpreis. Sein Debütroman" Weil da war etwas im Wasser" erhielt große Aufmerksamkeit und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. In diesem - seinem zweiten Roman - greift Kieser wieder gesellschaftlich relevante Themen auf und kombiniert sie mit einer eindringlichen Erzählweise. Worum geht’s genau? Vincent ist 14 Jahre alt, wächst behütet in einem Einfamilienhaus auf und wird eines Tages von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen. Statt sich zurückzuziehen, schließt er sich ihnen an und nennt sie bald Brüder. Er raucht Shisha, verbringt die Tage auf der Straße – und kehrt abends doch ins sichere Elternhaus zurück. Die Jugendlichen um ihn herum kämpfen jedoch mit einer Realität, die Vincent zunächst fremd bleibt. Als einer von ihnen ins Koma fällt, wird Vincent klar, dass er ein Spiel spielte, während die anderen ums Überleben rangen. Der Roman zeigt die Herausforderungen von Freundschaft, Identität und Rassismus in einer von Gegensätzen geprägten Welt. Meine Meinung Der Klappentext von "Pink Elephant" hat mich sofort angesprochen, und als ich es dann als Rezensionsexemplar entdeckt habe, konnte ich nicht widerstehen. Der Einstieg in den Roman fiel mir leicht, da die Kapitellängen angenehm und der Schreibstil sehr zugänglich sind. Luca Kieser versteht es, mit einer klaren, aber intensiven Sprache zu schreiben, die Leser:innen sofort in die Geschichte hineinzieht. Inhaltlich wirkt die Geschichte glaubwürdig, und die Figuren sind realistisch und vielschichtig dargestellt. Vincent und seine Freunde sind so geschrieben, dass man ihre Lebensrealität nachvollziehen kann, auch wenn man selbst vielleicht eine ganz andere Perspektive hat. Besonders beeindruckend fand ich, wie sensibel der Autor Themen wie Rassismus und Zugehörigkeit behandelt. Es sind nicht die großen, dramatischen Momente, sondern die scheinbar alltäglichen Szenen – etwa beim Ladendetektiv oder in der Schule –, die das Thema greifbar machen - Stichwort Alltagsrassismus. Das Buch greift außerdem Themen wie Jugend, Pubertät, sexuelle Identität, Schuld und Freundschaft auf. Besonders gut gefallen hat mir das Nachwort des Autors, in dem er seine eigene Perspektive sichtbar macht. Gerade bei einem Thema wie Rassismus ist es wichtig, die eigene Position zu reflektieren, und Kieser zeigt sich hier sehr sensibilisiert und reflektiert. Trotz der vielen positiven Aspekte hatte ich jedoch auch Schwierigkeiten. Die verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen der Roman wechselt, waren für mich verwirrend. Hier hätten Zwischenüberschriften mit Datumsangaben geholfen, um die Orientierung zu erleichtern. Auch hatte ich zu Beginn etwas Mühe, die Charaktere auseinanderzuhalten, was meinen Lesefluss beeinträchtigte. Die Idee mit den Songtexten, die im Buch immer wieder eingebaut werden, fand ich nett, aber für mich persönlich hat sie nicht funktioniert. Ich kannte kaum einen der erwähnten Songs, sodass mir die Anspielungen nichts sagten und mich eher aus der Geschichte herausrissen. Insgesamt hat mich der Roman nicht völlig gefesselt. Obwohl die Themen interessant und gut aufbereitet sind, fehlte mir der Sog, der mich dazu bringt, ein Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Fazit "Pink Elephant" ist ohne Frage ein gut geschriebenes Buch mit wichtigen Themen, das Leser:innen zum Nachdenken anregt. Es überzeugt durch eine realistische Darstellung der Charaktere und eine reflektierte Autor:innenperspektive, hat jedoch Schwächen in der Struktur und im Spannungsaufbau. Trotz dieser Kritikpunkte werde ich wahrscheinlich wieder zu einem Buch von Luca Kieser greifen, da seine Erzählweise Potenzial zeigt. 3,5 von 5 Sternen.
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Alles beginnt mit einer Kopfnuss. Während Deutschland bei der WM 2006 von seinem Sommermärchen träumt, findet der vierzehnjährige Vincent in denen, die ihn verprügelt haben, neue Freunde. Bald schon nennt er sie Brüder, raucht mit ihnen Shisha, hängt auf der Straße ab – und hockt doch jeden Abend wieder im Einfamilienhaus seiner Eltern. Als es ernst wird, muss er feststellen, dass bisher alles nur ein Spiel war. Zumindest für ihn. Während er sich Bräunungscreme ins Gesicht schmiert, fällt Ali nach einem Sprung aus dem Fenster ins Koma, Tarek ist nicht mehr zu erreichen – und eine Realität schlägt zu, in der es Probleme gibt, die Vincent sich bisher nicht vorstellen konnte.
Luca Kieser, der mit seinem Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« für den Deutschen Buchpreis nominiert war, erzählt in seinem zweiten Roman eine rasante, eindringliche Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und die oft unsichtbaren Grenzen, die unsere Gesellschaft durchziehen.
Book Information
Author Description
Luca Kieser lebt nach einem Studium der Philosophie in Heidelberg und Leipzig als Schriftsteller in Wien. Mit seinem Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« war er unter anderem für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sein Roman »Pink Elephant« wurde vom Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet und von Books at Berlinale ausgewählt. »Simsalabim, Simon Brenner« ist sein dritter Roman.
Posts
Ein Roman über eine ungleiche Freundschaft. Vincent wächst bei seiner Familie sehr bürgerlich auf und ist davon eher gelangweilt. Er trifft auf Ali und Tarek, beide mit Migrationshintergrund. Es entwickelt sich eine Freundschaft, es wird Playsi gezockt, geraucht und Wodka getrunken. Vincent versucht immer mehr sich seinen Freunden anzupassen. Die Bräunungscreme bringt nicht den gewünschten Erfolg, er möchte arabisch lernen aber für die Freunde bleibt er nur der Deutsche, der Weiße. Erst als Ali aus dem Fenster springt bemerkt Vincent, dass es hier vielleicht doch noch viel mehr Unterschiede gibt als er dachte. Es wird hier in 2 Zeitebenen erzählt, einmal vor und einmal nach dem Sprung. So erfahren wir dann Stück für Stück was eigentlich genau passiert ist. Für mein Empfinden ist die Realität der drei Jungs und ihren Familien richtig gut eingefangen. Manchmal war es mir etwas zu klischeehaft, hier neigen die meisten Deutschen zu rassistischen Äußerungen. Hat mir trotzdem gut gefallen, gerade weil ich das Leben der 3 Jugendlichen als realitätsnah empfinde.
Eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität.
🐘🚬 »𝘋𝘢𝘯𝘯 𝘯𝘪𝘮𝘮 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘊𝘢𝘮𝘦𝘭. 𝘖𝘥𝘦𝘳 𝘎𝘶𝘭𝘭𝘺𝘴. 𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦«, 𝘦𝘳 𝘯𝘢𝘩𝘮 𝘮𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘭 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘳 𝘏𝘢𝘯𝘥, »𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘗𝘪𝘯𝘬 𝘌𝘭𝘦𝘱𝘩𝘢𝘯𝘵.« Alles beginnt mit einer Kopfnuss. Während Deutschland bei der WM 2006 von seinem Sommermärchen träumt, findet Vincent in denen, die ihn verprügelt haben, neue Freunde. Bald schon nennt er die beiden Brüder, raucht mit ihnen Shisha - und hockt doch jeden Abend wieder im Einfamilienhaus seiner Eltern. Bis eines Tages aus Spiel Ernst wird: Während er sich Bräunungscreme ins Gesicht schmiert, fällt Ali nach einem Sprung aus dem Fenster ins Koma, Tarek ist nicht mehr zu erreichen und eine Realität schlägt zu, in der es Probleme gibt, die sich Vincent bisher nicht vorstellen konnte. 💭 Pink Elephant von Luca Kieser ist für mich wieder eine Wucht mit viel Tiefe. Schon mit Weil da war etwas im Wasser hat er mich total überrascht. Daher war klar, dass ich dieses neue Buch unbedingt lesen musste. Im Mittelpunkt steht Vincent, den ich auf seiner Suche nach Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft begleitete. Die Reise, die er unternimmt, hinterlässt bei ihm nicht nur physische Spuren, sondern ist auch emotional intensiv. Vincents innere Kämpfe und seine Sehnsucht nach einem Platz in der Welt sind so authentisch dargestellt, dass ich direkt in seine Welt eintauchte. Doch Pink Elephant erzählt nicht nur die Geschichte von Vincent. Auch die Charaktere Tarek und Ali stehen im Fokus, zwei weitere junge Menschen, die mit eigenen Herausforderungen und Hürden kämpfen. Ihre Geschichten sind ebenso fesselnd und tragen dazu bei, dass das Buch eine beeindruckende Tiefe, Dynamik und Emotionalität erreicht. Dieser komplexe Coming-of-Age-Roman verwebt geschickt Gegenwart und Vergangenheit zu einer mitreißenden Geschichte, die einen unaufhaltsamen Lesefluss erzeugt und mich immer mehr beeindruckte. Keine Seite wirkt unnötig und jeder Abschnitt trägt zur Gesamterfahrung bei. Pink Elephant ist ein Buch, das nachklingt und zum Nachdenken anregt. Es ist eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität – ein absolutes Muss für alle, die tiefgründige und komplexe Romane schätzen. Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. ☺️ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ᴿᴱᶻᴱᴺˢᴵᴼᴺˢᴱˣᴱᴹᴾᴸᴬᴿ⁾

Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil wirkte auf mich sehr holprig und wenig ansprechend, sodass ich nur schwer in die Geschichte gefunden habe. Auch mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden, sie blieben für mich blass und wenig greifbar. Insgesamt hat mir das Buch daher nicht gefallen.
Okay?!
Am Anfang ist es ziemlich verworren und ich brauchte einen Momemt um zu realisieren, dass die Handlung von "Pink Elephant" hin und her springt - dies war ganz schön anstrengend. Ich fand es für meine 44 auch anstrengend, die ganze Zeit Jugendsprache zu lesen. Aber sei es drum. Der Roman ist schnell zu lesen und ist man erstmal im Fluss des Lesens, hört man so schnell nicht auf. War okay.
WOW ein tolles Buch über Freundschaft, Identität und Erwachsenwerden
Sommer 2006. Fussball WM in Deutschland. Vincent wohnt in der Nähe von Stuttgart mit seinen Eltern im Einfamilienhaus. Der Vater Arzt & die Mutter Assistentin von einem Landtagsabgeordneten. Vincent wird von Ali & Tarek verprügelt. Daraus entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. „Pink Elephant“ ist das 2. Buch von Luca Kieser. Es ist ein Coming of Age Roman, der die Themen Freundschaft, Zugehörigkeit & die Bedeutung der Gesellschaftsschichten miteinander verbindet. Wer hätte gedacht das Vincent, Ali & Tarek mal zusammen abhängen? Ali: Halbaraber; Tarek: 100% Araber. Keiner hat Vorbildeltern & unterscheiden sich dementsprechend von Vincent. Sie haben einen Migrationshintergrund & kämpfen um Anerkennung & Dazugehören in einer fremden Kultur & Gesellschaft. Suche nach Identität. Muss ich mich dafür schämen woher ich komme & was ich tu? Der Roman ist Mitte der 2000er Jahre. Migration ist im vollen Gange. Die nächste Generation der Gastarbeiter in Westdeutschland wird erwachsen. Man vermutet sie haben sich im Stadtbild eingegliedert. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Alltagsrassismus ist präsent. Kieser zeigt es aus beiden Perspektiven, aus der Opfer- & Täterrolle. Mitunter wirkt es beiläufig, aber als Leser*in entwindet man sich nicht der Konfrontation. 10 Jahre hat Luca Kieser an diesem Roman geschrieben. Die Erzählstruktur ist in 2 Zeitebenen geteilt. Vor/Nach Ali´s Fenstersprung. Kieser vermischt mitunter beide Zeitebenen innerhalb eines Kapitels, was die Orientierung mitunter erschwert. Ein toller Roman, liest sich flüssig & eine absolute Leseempfehlung. Es ist ein Buch um sich daran zu erinnern als noch Playstation gespielt, SMS verschickt oder welche Musik gehört wurde. Sollte man auflösen was/wer der „Pink Elephant“ ist? Ich finde nicht, lest es selbst.

Mit "Pink Elephant" erzählt Luca Kieser die Geschichte eines Jugendlichen, der während der Fußball-WM 2006 in Deutschland zwischen Freundschaft, Zugehörigkeit und den unsichtbaren Grenzen der Gesellschaft seinen Platz sucht. Der 1992 in Tübingen geborene Autor lebt in Wien und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wortmeldungen Förderpreis. Sein Debütroman" Weil da war etwas im Wasser" erhielt große Aufmerksamkeit und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. In diesem - seinem zweiten Roman - greift Kieser wieder gesellschaftlich relevante Themen auf und kombiniert sie mit einer eindringlichen Erzählweise. Worum geht’s genau? Vincent ist 14 Jahre alt, wächst behütet in einem Einfamilienhaus auf und wird eines Tages von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen. Statt sich zurückzuziehen, schließt er sich ihnen an und nennt sie bald Brüder. Er raucht Shisha, verbringt die Tage auf der Straße – und kehrt abends doch ins sichere Elternhaus zurück. Die Jugendlichen um ihn herum kämpfen jedoch mit einer Realität, die Vincent zunächst fremd bleibt. Als einer von ihnen ins Koma fällt, wird Vincent klar, dass er ein Spiel spielte, während die anderen ums Überleben rangen. Der Roman zeigt die Herausforderungen von Freundschaft, Identität und Rassismus in einer von Gegensätzen geprägten Welt. Meine Meinung Der Klappentext von "Pink Elephant" hat mich sofort angesprochen, und als ich es dann als Rezensionsexemplar entdeckt habe, konnte ich nicht widerstehen. Der Einstieg in den Roman fiel mir leicht, da die Kapitellängen angenehm und der Schreibstil sehr zugänglich sind. Luca Kieser versteht es, mit einer klaren, aber intensiven Sprache zu schreiben, die Leser:innen sofort in die Geschichte hineinzieht. Inhaltlich wirkt die Geschichte glaubwürdig, und die Figuren sind realistisch und vielschichtig dargestellt. Vincent und seine Freunde sind so geschrieben, dass man ihre Lebensrealität nachvollziehen kann, auch wenn man selbst vielleicht eine ganz andere Perspektive hat. Besonders beeindruckend fand ich, wie sensibel der Autor Themen wie Rassismus und Zugehörigkeit behandelt. Es sind nicht die großen, dramatischen Momente, sondern die scheinbar alltäglichen Szenen – etwa beim Ladendetektiv oder in der Schule –, die das Thema greifbar machen - Stichwort Alltagsrassismus. Das Buch greift außerdem Themen wie Jugend, Pubertät, sexuelle Identität, Schuld und Freundschaft auf. Besonders gut gefallen hat mir das Nachwort des Autors, in dem er seine eigene Perspektive sichtbar macht. Gerade bei einem Thema wie Rassismus ist es wichtig, die eigene Position zu reflektieren, und Kieser zeigt sich hier sehr sensibilisiert und reflektiert. Trotz der vielen positiven Aspekte hatte ich jedoch auch Schwierigkeiten. Die verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen der Roman wechselt, waren für mich verwirrend. Hier hätten Zwischenüberschriften mit Datumsangaben geholfen, um die Orientierung zu erleichtern. Auch hatte ich zu Beginn etwas Mühe, die Charaktere auseinanderzuhalten, was meinen Lesefluss beeinträchtigte. Die Idee mit den Songtexten, die im Buch immer wieder eingebaut werden, fand ich nett, aber für mich persönlich hat sie nicht funktioniert. Ich kannte kaum einen der erwähnten Songs, sodass mir die Anspielungen nichts sagten und mich eher aus der Geschichte herausrissen. Insgesamt hat mich der Roman nicht völlig gefesselt. Obwohl die Themen interessant und gut aufbereitet sind, fehlte mir der Sog, der mich dazu bringt, ein Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Fazit "Pink Elephant" ist ohne Frage ein gut geschriebenes Buch mit wichtigen Themen, das Leser:innen zum Nachdenken anregt. Es überzeugt durch eine realistische Darstellung der Charaktere und eine reflektierte Autor:innenperspektive, hat jedoch Schwächen in der Struktur und im Spannungsaufbau. Trotz dieser Kritikpunkte werde ich wahrscheinlich wieder zu einem Buch von Luca Kieser greifen, da seine Erzählweise Potenzial zeigt. 3,5 von 5 Sternen.










