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Irgendwie hat es mich schon fasziniert, aber richtige Freude hatte ich beim Lesen nicht.
Die echte Wirklichkeit ist vorne weg gesagt, absolut kein Buch, das mal eben so geschrieben wurde oder mal nebenbei im Bus neben einer Horde schreiender Kinder gelesen werden kann. Raphaela Edelbauer hat hier ein Meisterwerk an philosophischer Kriminalität geschaffen, für das man sich Zeit und Kopf reservieren sollte. Der Inhalt ist so klug, das ich vieles einfach überlesen habe und vieles schlichtweg nichtmal ansatzweise fassen konnte. Immer wieder musste ich mich selbst daran erinnern, dass es um Wahrheit und Fake News im weitesten Sinne geht. Byproxy ist nach einem Vorfall aus ihrer Wohngruppe geflogen und muss sich im kalten Wien, bepackt mit zwei Taschen und auf den Rollstuhl angewisen, eine neue Bleibe suchen. Dabei stößt sie auf die Aktivist*innengruppe Aletheia. Es dauert Ewigkeiten, bis die Gruppe ihr vertraut, sie muss den Haushalt organisieren und jede Menge philosophische Literatur lesen, darf aber bei ihnen im besetzten Haus unterkommen. Doch das das Unglück schläft nicht. Während Byproxy in ihrer geringen Freizeit ein Computerspiel programmiert, in welchem sie ihre Faszination für Evolutionsbiologie und eigene traumatische Lebenserfahrungen verarbeitet, braut sich in der Aktivist*innengruppe der Plan für eine Aktion zusammen, der weit über die bisherigen Kunstaktionen hinausgeht. Mich haben die Charaktere leider alle nicht überzeugen können; niemanden fand ich wirklich sympathisch. Der philosophische Anteil, die Charakterzeichnungen und die Handlung an sich sind wahrlich meisterhaft geschrieben und Zeugen von viel Inbrunst beim Verfassen des Romans und ergattert deshalb einige Sterne. Neben der Bewunderung für das Werk empfand ich allerdings wenig Freude beim Lesen und freue mich dass ich mich nun einer neuen Lektüre zuwenden kann.

Jun 25, 2026
Irgendwie hat es mich schon fasziniert, aber richtige Freude hatte ich beim Lesen nicht.
Die echte Wirklichkeit ist vorne weg gesagt, absolut kein Buch, das mal eben so geschrieben wurde oder mal nebenbei im Bus neben einer Horde schreiender Kinder gelesen werden kann. Raphaela Edelbauer hat hier ein Meisterwerk an philosophischer Kriminalität geschaffen, für das man sich Zeit und Kopf reservieren sollte. Der Inhalt ist so klug, das ich vieles einfach überlesen habe und vieles schlichtweg nichtmal ansatzweise fassen konnte. Immer wieder musste ich mich selbst daran erinnern, dass es um Wahrheit und Fake News im weitesten Sinne geht. Byproxy ist nach einem Vorfall aus ihrer Wohngruppe geflogen und muss sich im kalten Wien, bepackt mit zwei Taschen und auf den Rollstuhl angewisen, eine neue Bleibe suchen. Dabei stößt sie auf die Aktivist*innengruppe Aletheia. Es dauert Ewigkeiten, bis die Gruppe ihr vertraut, sie muss den Haushalt organisieren und jede Menge philosophische Literatur lesen, darf aber bei ihnen im besetzten Haus unterkommen. Doch das das Unglück schläft nicht. Während Byproxy in ihrer geringen Freizeit ein Computerspiel programmiert, in welchem sie ihre Faszination für Evolutionsbiologie und eigene traumatische Lebenserfahrungen verarbeitet, braut sich in der Aktivist*innengruppe der Plan für eine Aktion zusammen, der weit über die bisherigen Kunstaktionen hinausgeht. Mich haben die Charaktere leider alle nicht überzeugen können; niemanden fand ich wirklich sympathisch. Der philosophische Anteil, die Charakterzeichnungen und die Handlung an sich sind wahrlich meisterhaft geschrieben und Zeugen von viel Inbrunst beim Verfassen des Romans und ergattert deshalb einige Sterne. Neben der Bewunderung für das Werk empfand ich allerdings wenig Freude beim Lesen und freue mich dass ich mich nun einer neuen Lektüre zuwenden kann.
Jun 25, 2026







