Die echtere Wirklichkeit
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Description
100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT
Eine philosophische Terrororganisation im Kampf gegen fake news und alternative Fakten
Die Aktivistengruppe Aletheia kämpft für die absolute Wahrheit, denn Verschwörungstheorien, Fehlinformationen und alternative Wahrheiten sind die größten Probleme unserer Zeit. Durch künstlerische Interventionen will die Gruppe die Öffentlichkeit bekehren. Aber wozu eine Sprengstoffexpertin in der Gruppe haben, wenn man nie Sprengstoff nutzt? Der neue Roman von Raphaela Edelbauer erzählt von den Bedingungen unserer Gegenwart und den Grundlagen unseres Denkens.
Als Byproxy mit zwei Koffern, Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen für junge Erwachsene entlassen wird, übernachtet sie in offengelassenen Markständen und verbringt die Tage in den Kaffeehäusern Wiens. Dort erregen vier lebhaft über Philosophie streitende Leute ihre Aufmerksamkeit: Sie sind Aletheia. Byproxy überzeugt sie davon, sie in das besetzte Haus mitzunehmen, das den vier Hauptquartier und Kommune ist. In harten Probemonaten, während derer sie tagsüber die Toiletten putzt und sich abends durch den philosophischen Kanon gräbt, erarbeitet sie sich das Vertrauen der Gruppe. Doch während sich Aletheia auf die große Aktion vorbereitet, wachsen die Zweifel an Byproxy. Welche Schuld treibt sie dazu, jede Woche die Mutter eines bei ihrem Unfall umgekommenen Mädchens zu besuchen? Wenn hier jemand dem Anspruch nach absoluter Wahrheit nicht nachkommt, dann ist es Byproxy, dann ist es die Erzählerin selbst.
Book Information
Author Description
Raphaela Edelbauer, geboren in Wien, studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Ihr Debütroman »Das flüssige Land« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, ihr dritter Roman »Die Inkommensurablen« auf der Longlist. Für ihren zweiten Roman »DAVE« erhielt sie den Österreichischen Buchpreis. Raphaela Edelbauer lebt in Wien.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah
🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈 Rezension zu " Die echtere Wirklichkeit" von Edelbauer Raphaela Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah ❤️❤️❤️❤️❤️ Byproxy wird nur mit wenig Gepäck, einem Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen entlassen. Da sie nun ihren Individuellen Weg gehen soll, der sie weiterbringen soll. Sie ist sehr gespannt darauf. Zunächst hat sie keine feste Bleibe, übernachtet zuerst auf etwas unsicheren Marktplätzen. Die Gruppe Aletic spricht sie auf dem Marktplatz an. Und Byproxy wird von ihnen im gemeinsamen Haus erstmal aufgenommen. Sie hilft dort mit. Nach einiger Zeit zweifelt sie an dieser Gruppe. Wird sie dort bleiben? Wie wird ihre Zukunft dort sein? Auf mich wirkt der Roman wirklich sehr nachdenklich. Und dabei spielt er auch gleichzeitig die Realität im Leben wieder. Das merkt man hierbei auch sehr deutlich zwischen den Zeilen. Am AlltagsLeben darin. Ein Marktplatz ist ja manchmal wirklich unsicher, da können durchaus mal Vorkommnisse im Alltag lauern , die nicht unbedingt schön und gut sind. Die Gruppe Aletic fand ich schon interessant, was sie machen. Vor allen Dingen ihr Haus mit den vielen Büchern. Die habe ich alle einmal virtuell umarmt und geküsst. Da ich Bücher ja über alles liebe und Mag .❤️❤️❤️❤️❤️ Das braucht ein Buch ja auch mal schliesslich zwischendurch. Ist ganz wichtig in der Richtung, finde ich. Auch ist es ein besonderer Roman, der ewig im Gedächtnis bleibt. Auch ist ein Roman, der einen dabei wirklich auch zum Nachsinnen bringt im Leben. Und ich freue mich wirklich sehr, wenn ihr Euch individuell die Zeit dafür nimmt, ihn zu lesen. Sie wartet schon tiefstsehnsüchtig auf euch.😀 🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈
Tja. Wer dem Klappentext vertraut, wird enttäuscht.
Ich hatte mich auf ein Buch zum Thema Fake News, Terror und der Frage nach dessen Legitimität vorbereitet. Stattdessen folgen wir einer jungen Frau, die wie eine Jugendliche denkt und handelt. Sie schließt sich mehr oder weniger freiwillig, nicht aus Überzeugung, einer philosophischen Widerstands-/ Terrorgruppe an. Sie wollen überzeugen, dass es eine wirkliche Wahrheit gibt, nicht alles ist relativ und subjektiv interpretierbar. So weit so gut. Doch dann ergeht sich die Autorin in Rückblicke der Protagonistin, die für sich alleine eine Geschichte wären. Und diese sind nötig, weil meines Erachtens der eigentliche Plot zu wenig hergibt. Ich wollte dieser Gruppe nicht mehr folgen. Es erübrigte sich ab der Hälfte - nicht, weil der Plot nicht weiterging, sonder mich dieser immer weniger interessierte. Es geht nicht darum, dass manche Figuren unsympathisch sind. So etwas stört mich selten. Manchmal ist dies auch geradezu nötig, aber in diesem Falle waren die Charaktere, ihre Handlungsweisen und ihre Beweggründe redundant. Es wird zumeist ein philosophisches Grundgerüst angedeutet, die Charta der Gruppe dargelegt, aber die hingeworfenen philosophischen Ideen werden weder erläutert (Ein wenig wäre das schon gut gewesen. Nicht jeder hat die Bandbreite der Philosophen studiert.) noch stringent in die Geschichte eingebaut. Schade.
Inhalt: Die Grundidee des Romans ist definitiv hochaktuell: In einer Gegenwart, die von Fake News, Verschwörungstheorien und alternativen Fakten geprägt ist, betritt die Aktivistengruppe Aletheia die Bühne – eine philosophisch motivierte Bewegung, die künstlerische Interventionen nutzt, um absolute Wahrheit zu fordern. Meine Meinung: Das Buch habe ich im Rahmen der Summer Reading Challenge von NetGalley gelesen, an dieser Stelle vielen Dank. Meine Meinung beeinflusst dies jedoch nicht. Die Grundidee des Buchs hat mich total gecatched und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, jedoch kam sehr schnell die Ernüchterung, denn: Der Stil ist eindeutig philosophisch-intellektuell angelegt. Es ist so hochtrabend und schörkelig geschrieben, ich habe überhaupt nicht in die Geschichte reingefunden. Für Leser:innen, die tiefgründige Reflexionen schätzen, ist der Stil bereichernd – für alle anderen, die einen einfachen Stil oder emotionalen Zugang erwarten, könnte es überfordernd sein. Fürich war es das auf jeden Fall. Fazit: Wirklich eine starke Idee, die sich mit einem der dringendsten Themen unserer Zeit auseinandersetzt, allerdings für mich persönlich stylistisch zu hochintellektuell.
[werbung/rezensionsexemplar] Im Zentrum von "Die echtere Wirklichkeit" von Raphaela Edelbauer steht Petra – auch Byproxy genannt – eine junge Frau im Rollstuhl, die auf die philosophisch motivierte Terrorgruppe Aletheia trifft. Zwischen künstlerischem Aktivismus, radikalen Wahrheitsforderungen und persönlichen Traumata entspinnt sich ein Roman, der so stark zwischen den Sphären von Philosophie, Politik und Poesie wechselt, dass die Handlung selbst zu einer Frage wird: Was ist wirklich, und wer hat das Recht, dies zu definieren? "Die echtere Wirklichkeit" ist kein Wohlfühlbuch, das mal eben so weggelesen werden kann. Edelbauers Schreibstil ist anspruchsvoll, philosophisch mit Wiener Dialekt und zeugt von einer gewissen Schwere. Ich habe mich darauf eingelassen und wurde in ein verstörendes Gedankenexperiment hineingezogen, das mich zwischen dem Lesen viel Nachdenken hat lassen. Byproxy ist eine sehr widersprüchliche Protagonistin, deren Gedankengänge ich manchmal nicht ganz folgen konnte, durch die Rückblicke in die Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit den weiteren Charakteren hat sie dennoch eine gewisse Tiefe. Das Thema Fake News in Kombination mit den draus resultierenden gesellschaftlichen Krisen hat mich an der Buchbeschreibung besonders interessiert. Dieses wir jedoch nur am Rande behandelt und hätte für mich noch mehr Raum einnehmen können. "Die echtere Wirklichkeit" ist eine intellektuelle Herausforderung, ein Roman, der sich weigert, den Pfad einfacher Wahrheiten zu beschreiten und mehr Fragen als Antworten bietet. Wer Herausforderungen beim Lesen, philosophische Themen und individuelle Ideen mag, dem wird dieser Roman gefallen.

Ein Rollercoaster: Atmosphärisch, kritisch, mit einigen Brummern, wer das mag, für den ist dieses Buch richtig!
Zuallerst: ich bin eine begeisterte Leserin von Raffaela Edelbauer. Ich mag ihren Stil, der zugegebenermaßen nicht für jede/n was ist, und ich mag ihre literarische Sprache. Die philosophischen Aufrufe im Buch zum Thema von Wahrheit & Wahrnehmung haben mich begeistert. Sie trifft damit dem Nerv der Zeit, und die Schmerzen unseres Jahrhunderts voll ins Schwarze. Die Story ist extrem gut aufgebaut. Man weiss man befindet sich in einem Karussel aus eigenen Wahrnehmungen, die sich wenden werden, weil man den Blick auf ein “Mehr” nicht hat. Schliesslich spielt sie mit der Wahrheit ebenso wie ihre Akteure. Ich finde Raphaela Edelbauer schafft es wieder sehr atmosphärisch zu erzählen, besonders die Wiener Szenen und die im Waldviertel. Gänsehaut garantiert. Genau das hat mir jedoch bei den Szenen in Schweden gefehlt: mir fehlt die Atmosphäre und die Tiefe passend zur Geschichte. Die Sprünge und Cliffhanger nach jedem Kapitel muss man mögen, und dass zu manchen Charaktären eine dunkle Wolke bleibt, ebenso. Ich hab das Buch verschlungen, leider wird es zum Ende hin zu chaotisch für mich. Ich interpretiere zwar ihre Intention damit, dieses Geflecht an Personen und Geschichten der Gruppe in Richtung Radikalität und Dynamik mit ihrem Vorhaben quasi “aufzulösen”, fast zu “zersetzen” , nur für mich ging das zu schnell. Das Ende ist heftig und ordentlich dramatisch, und lasst einen zwischen Hoffnungslosigkeit und Erkennen zurück. Lasst euch drauf ein. Es ist ein Rollercoaster!

Leider verspricht der Klappentext zu viel
Ich hatte mich eigentlich wirklich auf dieses Buch gefreut, da ich das Thema der alternativen Fakten sehr spannend finde und den Grundgedanken dieses Buches wirklich interessant fand. Die Umsetzung war aber nicht so gut. Ich bin mit dem Schreibstil wirklich nicht zurechtgekommen. Es war anstrengend zu lesen, für mich zu philosophisch und in sich verstrickt, sodass ich mich mehr durch das Buch gequält habe als dass ich Spaß daran hatte. Die Sprache war teilweise auch ziemlich vulgär und meiner Ansicht nach auch unnötig vulgär. Das hat sich auch nicht durch das komplette Buch gezogen, sondern ist nur phasenweise aufgetreten, aber wenn, dann war es für mich als Leserin sehr unangenehm. Es kam mir so vor, wie wenn es viele einzelne Fäden in diesem Buch gibt, aber keinen wirklich zusammenhängenden Strang. Am Ende bin ich mit mehr offenen Fragen aus diesem Buch herausgekommen als ich am Anfang hatte. Meiner Ansicht nach trifft der Klappentext auch nicht wirklich das, was in dem Buch geschrieben wird, denn ich finde, dass wir über den Klappentext nicht wirklich hinausgekommen sind. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht und meine doch hohen Erwartungen nach Lesen des Klappentextes wurden nicht erfüllt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT
Eine philosophische Terrororganisation im Kampf gegen fake news und alternative Fakten
Die Aktivistengruppe Aletheia kämpft für die absolute Wahrheit, denn Verschwörungstheorien, Fehlinformationen und alternative Wahrheiten sind die größten Probleme unserer Zeit. Durch künstlerische Interventionen will die Gruppe die Öffentlichkeit bekehren. Aber wozu eine Sprengstoffexpertin in der Gruppe haben, wenn man nie Sprengstoff nutzt? Der neue Roman von Raphaela Edelbauer erzählt von den Bedingungen unserer Gegenwart und den Grundlagen unseres Denkens.
Als Byproxy mit zwei Koffern, Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen für junge Erwachsene entlassen wird, übernachtet sie in offengelassenen Markständen und verbringt die Tage in den Kaffeehäusern Wiens. Dort erregen vier lebhaft über Philosophie streitende Leute ihre Aufmerksamkeit: Sie sind Aletheia. Byproxy überzeugt sie davon, sie in das besetzte Haus mitzunehmen, das den vier Hauptquartier und Kommune ist. In harten Probemonaten, während derer sie tagsüber die Toiletten putzt und sich abends durch den philosophischen Kanon gräbt, erarbeitet sie sich das Vertrauen der Gruppe. Doch während sich Aletheia auf die große Aktion vorbereitet, wachsen die Zweifel an Byproxy. Welche Schuld treibt sie dazu, jede Woche die Mutter eines bei ihrem Unfall umgekommenen Mädchens zu besuchen? Wenn hier jemand dem Anspruch nach absoluter Wahrheit nicht nachkommt, dann ist es Byproxy, dann ist es die Erzählerin selbst.
Book Information
Author Description
Raphaela Edelbauer, geboren in Wien, studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Ihr Debütroman »Das flüssige Land« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, ihr dritter Roman »Die Inkommensurablen« auf der Longlist. Für ihren zweiten Roman »DAVE« erhielt sie den Österreichischen Buchpreis. Raphaela Edelbauer lebt in Wien.
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Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah
🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈 Rezension zu " Die echtere Wirklichkeit" von Edelbauer Raphaela Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah ❤️❤️❤️❤️❤️ Byproxy wird nur mit wenig Gepäck, einem Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen entlassen. Da sie nun ihren Individuellen Weg gehen soll, der sie weiterbringen soll. Sie ist sehr gespannt darauf. Zunächst hat sie keine feste Bleibe, übernachtet zuerst auf etwas unsicheren Marktplätzen. Die Gruppe Aletic spricht sie auf dem Marktplatz an. Und Byproxy wird von ihnen im gemeinsamen Haus erstmal aufgenommen. Sie hilft dort mit. Nach einiger Zeit zweifelt sie an dieser Gruppe. Wird sie dort bleiben? Wie wird ihre Zukunft dort sein? Auf mich wirkt der Roman wirklich sehr nachdenklich. Und dabei spielt er auch gleichzeitig die Realität im Leben wieder. Das merkt man hierbei auch sehr deutlich zwischen den Zeilen. Am AlltagsLeben darin. Ein Marktplatz ist ja manchmal wirklich unsicher, da können durchaus mal Vorkommnisse im Alltag lauern , die nicht unbedingt schön und gut sind. Die Gruppe Aletic fand ich schon interessant, was sie machen. Vor allen Dingen ihr Haus mit den vielen Büchern. Die habe ich alle einmal virtuell umarmt und geküsst. Da ich Bücher ja über alles liebe und Mag .❤️❤️❤️❤️❤️ Das braucht ein Buch ja auch mal schliesslich zwischendurch. Ist ganz wichtig in der Richtung, finde ich. Auch ist es ein besonderer Roman, der ewig im Gedächtnis bleibt. Auch ist ein Roman, der einen dabei wirklich auch zum Nachsinnen bringt im Leben. Und ich freue mich wirklich sehr, wenn ihr Euch individuell die Zeit dafür nimmt, ihn zu lesen. Sie wartet schon tiefstsehnsüchtig auf euch.😀 🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈
Tja. Wer dem Klappentext vertraut, wird enttäuscht.
Ich hatte mich auf ein Buch zum Thema Fake News, Terror und der Frage nach dessen Legitimität vorbereitet. Stattdessen folgen wir einer jungen Frau, die wie eine Jugendliche denkt und handelt. Sie schließt sich mehr oder weniger freiwillig, nicht aus Überzeugung, einer philosophischen Widerstands-/ Terrorgruppe an. Sie wollen überzeugen, dass es eine wirkliche Wahrheit gibt, nicht alles ist relativ und subjektiv interpretierbar. So weit so gut. Doch dann ergeht sich die Autorin in Rückblicke der Protagonistin, die für sich alleine eine Geschichte wären. Und diese sind nötig, weil meines Erachtens der eigentliche Plot zu wenig hergibt. Ich wollte dieser Gruppe nicht mehr folgen. Es erübrigte sich ab der Hälfte - nicht, weil der Plot nicht weiterging, sonder mich dieser immer weniger interessierte. Es geht nicht darum, dass manche Figuren unsympathisch sind. So etwas stört mich selten. Manchmal ist dies auch geradezu nötig, aber in diesem Falle waren die Charaktere, ihre Handlungsweisen und ihre Beweggründe redundant. Es wird zumeist ein philosophisches Grundgerüst angedeutet, die Charta der Gruppe dargelegt, aber die hingeworfenen philosophischen Ideen werden weder erläutert (Ein wenig wäre das schon gut gewesen. Nicht jeder hat die Bandbreite der Philosophen studiert.) noch stringent in die Geschichte eingebaut. Schade.
Inhalt: Die Grundidee des Romans ist definitiv hochaktuell: In einer Gegenwart, die von Fake News, Verschwörungstheorien und alternativen Fakten geprägt ist, betritt die Aktivistengruppe Aletheia die Bühne – eine philosophisch motivierte Bewegung, die künstlerische Interventionen nutzt, um absolute Wahrheit zu fordern. Meine Meinung: Das Buch habe ich im Rahmen der Summer Reading Challenge von NetGalley gelesen, an dieser Stelle vielen Dank. Meine Meinung beeinflusst dies jedoch nicht. Die Grundidee des Buchs hat mich total gecatched und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, jedoch kam sehr schnell die Ernüchterung, denn: Der Stil ist eindeutig philosophisch-intellektuell angelegt. Es ist so hochtrabend und schörkelig geschrieben, ich habe überhaupt nicht in die Geschichte reingefunden. Für Leser:innen, die tiefgründige Reflexionen schätzen, ist der Stil bereichernd – für alle anderen, die einen einfachen Stil oder emotionalen Zugang erwarten, könnte es überfordernd sein. Fürich war es das auf jeden Fall. Fazit: Wirklich eine starke Idee, die sich mit einem der dringendsten Themen unserer Zeit auseinandersetzt, allerdings für mich persönlich stylistisch zu hochintellektuell.
[werbung/rezensionsexemplar] Im Zentrum von "Die echtere Wirklichkeit" von Raphaela Edelbauer steht Petra – auch Byproxy genannt – eine junge Frau im Rollstuhl, die auf die philosophisch motivierte Terrorgruppe Aletheia trifft. Zwischen künstlerischem Aktivismus, radikalen Wahrheitsforderungen und persönlichen Traumata entspinnt sich ein Roman, der so stark zwischen den Sphären von Philosophie, Politik und Poesie wechselt, dass die Handlung selbst zu einer Frage wird: Was ist wirklich, und wer hat das Recht, dies zu definieren? "Die echtere Wirklichkeit" ist kein Wohlfühlbuch, das mal eben so weggelesen werden kann. Edelbauers Schreibstil ist anspruchsvoll, philosophisch mit Wiener Dialekt und zeugt von einer gewissen Schwere. Ich habe mich darauf eingelassen und wurde in ein verstörendes Gedankenexperiment hineingezogen, das mich zwischen dem Lesen viel Nachdenken hat lassen. Byproxy ist eine sehr widersprüchliche Protagonistin, deren Gedankengänge ich manchmal nicht ganz folgen konnte, durch die Rückblicke in die Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit den weiteren Charakteren hat sie dennoch eine gewisse Tiefe. Das Thema Fake News in Kombination mit den draus resultierenden gesellschaftlichen Krisen hat mich an der Buchbeschreibung besonders interessiert. Dieses wir jedoch nur am Rande behandelt und hätte für mich noch mehr Raum einnehmen können. "Die echtere Wirklichkeit" ist eine intellektuelle Herausforderung, ein Roman, der sich weigert, den Pfad einfacher Wahrheiten zu beschreiten und mehr Fragen als Antworten bietet. Wer Herausforderungen beim Lesen, philosophische Themen und individuelle Ideen mag, dem wird dieser Roman gefallen.

Ein Rollercoaster: Atmosphärisch, kritisch, mit einigen Brummern, wer das mag, für den ist dieses Buch richtig!
Zuallerst: ich bin eine begeisterte Leserin von Raffaela Edelbauer. Ich mag ihren Stil, der zugegebenermaßen nicht für jede/n was ist, und ich mag ihre literarische Sprache. Die philosophischen Aufrufe im Buch zum Thema von Wahrheit & Wahrnehmung haben mich begeistert. Sie trifft damit dem Nerv der Zeit, und die Schmerzen unseres Jahrhunderts voll ins Schwarze. Die Story ist extrem gut aufgebaut. Man weiss man befindet sich in einem Karussel aus eigenen Wahrnehmungen, die sich wenden werden, weil man den Blick auf ein “Mehr” nicht hat. Schliesslich spielt sie mit der Wahrheit ebenso wie ihre Akteure. Ich finde Raphaela Edelbauer schafft es wieder sehr atmosphärisch zu erzählen, besonders die Wiener Szenen und die im Waldviertel. Gänsehaut garantiert. Genau das hat mir jedoch bei den Szenen in Schweden gefehlt: mir fehlt die Atmosphäre und die Tiefe passend zur Geschichte. Die Sprünge und Cliffhanger nach jedem Kapitel muss man mögen, und dass zu manchen Charaktären eine dunkle Wolke bleibt, ebenso. Ich hab das Buch verschlungen, leider wird es zum Ende hin zu chaotisch für mich. Ich interpretiere zwar ihre Intention damit, dieses Geflecht an Personen und Geschichten der Gruppe in Richtung Radikalität und Dynamik mit ihrem Vorhaben quasi “aufzulösen”, fast zu “zersetzen” , nur für mich ging das zu schnell. Das Ende ist heftig und ordentlich dramatisch, und lasst einen zwischen Hoffnungslosigkeit und Erkennen zurück. Lasst euch drauf ein. Es ist ein Rollercoaster!

Leider verspricht der Klappentext zu viel
Ich hatte mich eigentlich wirklich auf dieses Buch gefreut, da ich das Thema der alternativen Fakten sehr spannend finde und den Grundgedanken dieses Buches wirklich interessant fand. Die Umsetzung war aber nicht so gut. Ich bin mit dem Schreibstil wirklich nicht zurechtgekommen. Es war anstrengend zu lesen, für mich zu philosophisch und in sich verstrickt, sodass ich mich mehr durch das Buch gequält habe als dass ich Spaß daran hatte. Die Sprache war teilweise auch ziemlich vulgär und meiner Ansicht nach auch unnötig vulgär. Das hat sich auch nicht durch das komplette Buch gezogen, sondern ist nur phasenweise aufgetreten, aber wenn, dann war es für mich als Leserin sehr unangenehm. Es kam mir so vor, wie wenn es viele einzelne Fäden in diesem Buch gibt, aber keinen wirklich zusammenhängenden Strang. Am Ende bin ich mit mehr offenen Fragen aus diesem Buch herausgekommen als ich am Anfang hatte. Meiner Ansicht nach trifft der Klappentext auch nicht wirklich das, was in dem Buch geschrieben wird, denn ich finde, dass wir über den Klappentext nicht wirklich hinausgekommen sind. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht und meine doch hohen Erwartungen nach Lesen des Klappentextes wurden nicht erfüllt.











