Mord in Schloss Lütetsburg
Ann Kathrin Klaasens dritter Fall führt sie in den zauberhaften Park von Schloss Lütetsburg
Als Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der weiblichen Leiche im Schlosspark Lütetsburg steht, erschrickt sie vor sich selbst. Denn sie erwischt sich bei dem Gedanken: Mein Gott, wie schön sie ist. Die Tote sieht aus wie ein Engel, der sich zwischen den Blüten der Rhododendrensträucher verfangen hat. Oder wie eine Eiskunstläuferin, die elfenhafte Sprünge vollzieht, um die Jury zu beeindrucken. Der Mörder hat sich viel Zeit gelassen, um die Leiche so zu präparieren und in dieser Stellung zu drapieren. Und er will Ann Kathrin damit etwas sagen …
"OstfriesenGrab" wurde prominent mit Julia Jentsch in der Hauptrolle für das ZDF verfilmt. (Ausstrahlung: 2020)
Band 3 einer Reihe. Na ja. Band 2 hatte ich toll gefunden. Dieser hier hat sich sehr geschleppt und war vorhersehbar. Aber irgendwie hat mir das Setting am eigenen Urlaubsort dann doch irgendwie gefallen. Aber nur da.
1 days ago
3.0
Band 3 einer Reihe. Na ja. Band 2 hatte ich toll gefunden. Dieser hier hat sich sehr geschleppt und war vorhersehbar. Aber irgendwie hat mir das Setting am eigenen Urlaubsort dann doch irgendwie gefallen. Aber nur da.
Ich sage es mal so: mit einem anders/besser ausgearbeiteten Ende wären es mindestens 4 Sterne geworden.
Der Fall an ist sehr spannend, man bekommt genügend Gelegenheit zu Rätseln, wer der Täter ist und die wiederkehrenden Figuren bekommen immer mehr Tiefe.
Das Ende, beziehungsweise der Endkampf ist dann aber wirklich…sagen wir mal unrealistisch.
Noch dazu sehr plötzlich und auch dem Rest der Geschichte nicht würdig.
Sehr schade, steuerte darauf zu das bisherige Highlight der Reihe zu werden.
Jan 23, 2026
3.0
Starker Beginn- seltsames Ende
Ich sage es mal so: mit einem anders/besser ausgearbeiteten Ende wären es mindestens 4 Sterne geworden.
Der Fall an ist sehr spannend, man bekommt genügend Gelegenheit zu Rätseln, wer der Täter ist und die wiederkehrenden Figuren bekommen immer mehr Tiefe.
Das Ende, beziehungsweise der Endkampf ist dann aber wirklich…sagen wir mal unrealistisch.
Noch dazu sehr plötzlich und auch dem Rest der Geschichte nicht würdig.
Sehr schade, steuerte darauf zu das bisherige Highlight der Reihe zu werden.
Der Kampf um Anerkennung ohne rücksicht auf Verluste.
Also, ich muss es einfach wieder sagen: Klaus-Peter Wolf schafft es mit jedem Band, mich noch tiefer in diese Welt hineinzuziehen. „Ostfriesengrab“ ist nun schon der dritte Fall von Ann Kathrin Claasen – und ich ertappe mich immer öfter bei dem Gedanken, dass ich die Bücher gar nicht mehr nur lese, sondern in ihnen lebe. Diese Reihe greift bei mir im Kopf immer mehr um sich, wie eine Flutwelle, gegen die ich mich nicht wehren kann – und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht.
In diesem Fall beginnt alles mit einer grausigen, aber zugleich verstörend schönen Inszenierung: Eine tote Frau, im Schlosspark aufgebahrt wie ein Engel. Diese Mischung aus Schönheit und Tod hat mich sofort gepackt – es war, als würde der Täter die Leserinnen und Leser genauso herausfordern wie die Ermittler. Und genau das gelingt Klaus-Peter Wolf meisterhaft: Er stellt uns vor ein Rätsel, das nicht nur Ann Kathrin und Weller an ihre Grenzen bringt, sondern auch mich als Leserin emotional völlig aufwühlt.
Ann Kathrin und Weller tappen lange völlig im Dunkeln, und ich war ständig versucht, zwischen den Zeilen Hinweise zu suchen, Verdächtige auszumachen – doch nichts. Immer wieder hat Wolf mir den Boden unter den Füßen weggezogen, und ich fühlte mich genauso ratlos wie die Ermittler. Das ist eine der großen Stärken dieses Buches: Man ist mittendrin, man zweifelt, man bangt, man rätselt.
Doch was mich diesmal besonders getroffen hat, sind die Angriffe, die Ann Kathrin und Weller von den eigenen Kollegen ertragen müssen. Ihre Liebe wird nicht akzeptiert, ihre Nähe als Schwäche ausgelegt – und ich habe dabei richtig Wut gespürt. Dieses subtile Mobbing innerhalb der Polizei, dieses „gegen die eigenen Leute arbeiten“, hat mich wirklich aufgebracht. Ann Kathrin, die ohnehin schon genug trägt, muss sich immer wieder beweisen, und das geht mir wahnsinnig nah.
Und dann natürlich der alte Schmerz, der wie ein Schatten über ihrem Leben liegt: der Tod ihres Vaters. Wieder einmal kämpft sie damit, diesen Raubüberfall, diesen ungesühnten Verlust, in ihre Ermittlungen einzuweben. In jedem Band bisher ist sie der Wahrheit ein Stück nähergekommen, und doch blieb die Lösung immer fern. Aber hier, in „Ostfriesengrab“, scheint sich endlich etwas zu bewegen. Plötzlich tun sich Abgründe auf, Wahrheiten, die vielleicht welche sind – oder auch nicht. Klaus-Peter Wolf spielt mit unseren Erwartungen, und was er da ans Tageslicht bringt, ist haarsträubend. Ich musste beim Lesen immer wieder tief durchatmen, weil es so heftig war.
Die Aussage des Buches schwingt für mich ganz klar zwischen zwei Polen: Zum einen zeigt Wolf, wie zerstörerisch Geheimnisse und alte Verletzungen sein können, wie sie Menschen noch Jahre später zerreißen. Zum anderen aber geht es um das Festhalten an der Wahrheit, darum, dass man niemals aufgeben darf, auch wenn der Weg voller Hindernisse ist. Ann Kathrin Claasen ist hier die Verkörperung von Stärke und Verletzlichkeit zugleich – und genau das macht sie für mich so greifbar, so real.
Alte Freunde von Weller tauchen auf, dunkle Verbindungen werden sichtbar, und Ann Kathrin gerät mehr denn je in die Bredouille. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass das Netz sich immer enger um sie schließt – und gleichzeitig habe ich mit ihr gehofft, dass sie einen Ausweg findet.
Am Ende bleibt für mich ein Eindruck, der stärker ist als bei den Bänden zuvor: „Ostfriesengrab“ ist nicht nur ein spannender Kriminalfall, sondern auch ein emotionales Psychogramm von Menschen, die um Liebe, Wahrheit und Anerkennung kämpfen. Es ist ein Buch über Verletzlichkeit, Verrat, über Schatten der Vergangenheit – und darüber, wie schwer es ist, loszulassen.
Und ja: Ich weiß, ich habe es schon oft gesagt, aber diesmal ist es wirklich so – das war ein absolut genialer Fall. Einer, der mich noch lange begleiten wird und mich nur noch sicherer macht: Ich muss die ganze Reihe lesen. Es gibt einfach keinen anderen Weg.
Sep 18, 2025
5.0
Der Kampf um Anerkennung ohne rücksicht auf Verluste.
Also, ich muss es einfach wieder sagen: Klaus-Peter Wolf schafft es mit jedem Band, mich noch tiefer in diese Welt hineinzuziehen. „Ostfriesengrab“ ist nun schon der dritte Fall von Ann Kathrin Claasen – und ich ertappe mich immer öfter bei dem Gedanken, dass ich die Bücher gar nicht mehr nur lese, sondern in ihnen lebe. Diese Reihe greift bei mir im Kopf immer mehr um sich, wie eine Flutwelle, gegen die ich mich nicht wehren kann – und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht.
In diesem Fall beginnt alles mit einer grausigen, aber zugleich verstörend schönen Inszenierung: Eine tote Frau, im Schlosspark aufgebahrt wie ein Engel. Diese Mischung aus Schönheit und Tod hat mich sofort gepackt – es war, als würde der Täter die Leserinnen und Leser genauso herausfordern wie die Ermittler. Und genau das gelingt Klaus-Peter Wolf meisterhaft: Er stellt uns vor ein Rätsel, das nicht nur Ann Kathrin und Weller an ihre Grenzen bringt, sondern auch mich als Leserin emotional völlig aufwühlt.
Ann Kathrin und Weller tappen lange völlig im Dunkeln, und ich war ständig versucht, zwischen den Zeilen Hinweise zu suchen, Verdächtige auszumachen – doch nichts. Immer wieder hat Wolf mir den Boden unter den Füßen weggezogen, und ich fühlte mich genauso ratlos wie die Ermittler. Das ist eine der großen Stärken dieses Buches: Man ist mittendrin, man zweifelt, man bangt, man rätselt.
Doch was mich diesmal besonders getroffen hat, sind die Angriffe, die Ann Kathrin und Weller von den eigenen Kollegen ertragen müssen. Ihre Liebe wird nicht akzeptiert, ihre Nähe als Schwäche ausgelegt – und ich habe dabei richtig Wut gespürt. Dieses subtile Mobbing innerhalb der Polizei, dieses „gegen die eigenen Leute arbeiten“, hat mich wirklich aufgebracht. Ann Kathrin, die ohnehin schon genug trägt, muss sich immer wieder beweisen, und das geht mir wahnsinnig nah.
Und dann natürlich der alte Schmerz, der wie ein Schatten über ihrem Leben liegt: der Tod ihres Vaters. Wieder einmal kämpft sie damit, diesen Raubüberfall, diesen ungesühnten Verlust, in ihre Ermittlungen einzuweben. In jedem Band bisher ist sie der Wahrheit ein Stück nähergekommen, und doch blieb die Lösung immer fern. Aber hier, in „Ostfriesengrab“, scheint sich endlich etwas zu bewegen. Plötzlich tun sich Abgründe auf, Wahrheiten, die vielleicht welche sind – oder auch nicht. Klaus-Peter Wolf spielt mit unseren Erwartungen, und was er da ans Tageslicht bringt, ist haarsträubend. Ich musste beim Lesen immer wieder tief durchatmen, weil es so heftig war.
Die Aussage des Buches schwingt für mich ganz klar zwischen zwei Polen: Zum einen zeigt Wolf, wie zerstörerisch Geheimnisse und alte Verletzungen sein können, wie sie Menschen noch Jahre später zerreißen. Zum anderen aber geht es um das Festhalten an der Wahrheit, darum, dass man niemals aufgeben darf, auch wenn der Weg voller Hindernisse ist. Ann Kathrin Claasen ist hier die Verkörperung von Stärke und Verletzlichkeit zugleich – und genau das macht sie für mich so greifbar, so real.
Alte Freunde von Weller tauchen auf, dunkle Verbindungen werden sichtbar, und Ann Kathrin gerät mehr denn je in die Bredouille. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass das Netz sich immer enger um sie schließt – und gleichzeitig habe ich mit ihr gehofft, dass sie einen Ausweg findet.
Am Ende bleibt für mich ein Eindruck, der stärker ist als bei den Bänden zuvor: „Ostfriesengrab“ ist nicht nur ein spannender Kriminalfall, sondern auch ein emotionales Psychogramm von Menschen, die um Liebe, Wahrheit und Anerkennung kämpfen. Es ist ein Buch über Verletzlichkeit, Verrat, über Schatten der Vergangenheit – und darüber, wie schwer es ist, loszulassen.
Und ja: Ich weiß, ich habe es schon oft gesagt, aber diesmal ist es wirklich so – das war ein absolut genialer Fall. Einer, der mich noch lange begleiten wird und mich nur noch sicherer macht: Ich muss die ganze Reihe lesen. Es gibt einfach keinen anderen Weg.
Sep 18, 2025
3 of 14 reviews
Author
About Klaus-Peter Wolf
Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im selben Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln an die Küste gezogen und Wahl-Ostfriese geworden. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bislang sind seine Bücher in 26 Sprachen übersetzt und über fünfzehn Millionen Mal verkauft worden. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für »Tatort« und »Polizeiruf 110«. Der Autor ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.Die Romane mit Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen stehen regelmäßig mehrere Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste, die ZDF-Verfilmungen sind Quotenrenner und begeistern Millionen von Zuschauern zur besten Sendezeit.