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Tochter der Asche, Kind des ewigen Winters
Odra und ihr Stamm kämpfen ums Überleben. Wie jeden Winter, wenn die Vorräte knapp werden, müssen die Jäger ihr Land verlassen, um noch Nahrung zu finden. Eines Tages jedoch wagt sich Odra zu weit in den Wald und zieht den Zorn des Halbgottes auf sich, der ihren Stamm regiert. Zur Strafe versklavt er sie, doch Odra gelingt die Flucht. Im ewigen Winter verliert sie beinahe ihr Leben, doch die Anführerin eines verfeindeten Stammes rettet ihr Leben. Während Odra noch mit der Vergangenheit und ihrer Schuld hadert, zieht jedoch eine noch viel dunklere Bedrohung herauf und Odra muss nicht nur entscheiden, an wessen Seite sie kämpfen wird, sondern sich auch ihren ganz persönlichen Geheimnissen stellen… Mit dem „Lied des ungezähmten Eises“ entführt Yara Elison uns in eine kalte, raue Welt inspiriert von nordischer Mythologie. Wir erleben verfeindete Stämme, die um das bloße Überleben und die Vorherrschaft ihrer Götter kämpfen, treffen wilde Kreaturen, hungrige Wyvern, herzlose Halbgötter und jede Menge alte Magie. Die Protagonistin, Odra Aschetochter, ist ein Rätsel für sich. Es braucht lange, um sie kennenzulernen, ihr Charakter ist komplex und manchmal schwer greifbar, im Verlauf der Geschichte jedoch beginnt sie, einem ans Herz zu wachsen. Die Handlung der Geschichte kann immer wieder überraschen, so gibt es nämlich nicht den klassisch erwarteten Handlungsverlauf, stattdessen weiß man lange gar nicht, wo die Autorin eigentlich hinmöchte. Man muss in der Mitte des Buches also etwas Geduld haben und darf sich mehr an der Atmosphäre und der Entwicklung der Charaktere erfreuen. Dann wird es auch wieder spannender und bleibt undurchsichtig bis zu einem wirklich eher unerwarteten Ende, das, wenn gewollt, auch noch Raum für einen möglichen Nachfolgeband lässt. Die Geschichte und die Art, wie sie erzählt wird, ist ungewöhnlich, aber durchaus ansprechend, zwischendurch auch wunderschön illustriert und sehr atmosphärisch gestaltet, man darf sich also nicht wundern, wenn man beim Lesen friert. Die Autorin hat das raue Klima und die Lebensart der Wikinger sehr treffend eingefangen, eine beeindruckende Leistung, besonders, weil „Lied des ungezähmten Eises“ auch gleichzeitig ihr Debüt ist, eine gewagte Geschichte, die viele Aspekte vereint und von Krieg und Göttern, Schuld und Liebe und viel mythischer Magie erzählt. Das Ende der Geschichte fühlt sich nicht wirklich an wie ein Abschluss, wirkt vielleicht sogar etwas gehetzt, lässt dann aber doch das meiste offen und damit Raum für sowohl Hoffnung als auch Traurigkeit und verleiht der Geschichte einen bittersüßen Geschmack, der aber auch gut zu alten Mythen voller Mut und Selbstlosigkeit passt. Aber wer weiß, vielleicht schenkt die Autorin den fünf Stämmen irgendwann noch ein richtiges Happy End.

Feb 26, 2026
Tochter der Asche, Kind des ewigen Winters
Odra und ihr Stamm kämpfen ums Überleben. Wie jeden Winter, wenn die Vorräte knapp werden, müssen die Jäger ihr Land verlassen, um noch Nahrung zu finden. Eines Tages jedoch wagt sich Odra zu weit in den Wald und zieht den Zorn des Halbgottes auf sich, der ihren Stamm regiert. Zur Strafe versklavt er sie, doch Odra gelingt die Flucht. Im ewigen Winter verliert sie beinahe ihr Leben, doch die Anführerin eines verfeindeten Stammes rettet ihr Leben. Während Odra noch mit der Vergangenheit und ihrer Schuld hadert, zieht jedoch eine noch viel dunklere Bedrohung herauf und Odra muss nicht nur entscheiden, an wessen Seite sie kämpfen wird, sondern sich auch ihren ganz persönlichen Geheimnissen stellen… Mit dem „Lied des ungezähmten Eises“ entführt Yara Elison uns in eine kalte, raue Welt inspiriert von nordischer Mythologie. Wir erleben verfeindete Stämme, die um das bloße Überleben und die Vorherrschaft ihrer Götter kämpfen, treffen wilde Kreaturen, hungrige Wyvern, herzlose Halbgötter und jede Menge alte Magie. Die Protagonistin, Odra Aschetochter, ist ein Rätsel für sich. Es braucht lange, um sie kennenzulernen, ihr Charakter ist komplex und manchmal schwer greifbar, im Verlauf der Geschichte jedoch beginnt sie, einem ans Herz zu wachsen. Die Handlung der Geschichte kann immer wieder überraschen, so gibt es nämlich nicht den klassisch erwarteten Handlungsverlauf, stattdessen weiß man lange gar nicht, wo die Autorin eigentlich hinmöchte. Man muss in der Mitte des Buches also etwas Geduld haben und darf sich mehr an der Atmosphäre und der Entwicklung der Charaktere erfreuen. Dann wird es auch wieder spannender und bleibt undurchsichtig bis zu einem wirklich eher unerwarteten Ende, das, wenn gewollt, auch noch Raum für einen möglichen Nachfolgeband lässt. Die Geschichte und die Art, wie sie erzählt wird, ist ungewöhnlich, aber durchaus ansprechend, zwischendurch auch wunderschön illustriert und sehr atmosphärisch gestaltet, man darf sich also nicht wundern, wenn man beim Lesen friert. Die Autorin hat das raue Klima und die Lebensart der Wikinger sehr treffend eingefangen, eine beeindruckende Leistung, besonders, weil „Lied des ungezähmten Eises“ auch gleichzeitig ihr Debüt ist, eine gewagte Geschichte, die viele Aspekte vereint und von Krieg und Göttern, Schuld und Liebe und viel mythischer Magie erzählt. Das Ende der Geschichte fühlt sich nicht wirklich an wie ein Abschluss, wirkt vielleicht sogar etwas gehetzt, lässt dann aber doch das meiste offen und damit Raum für sowohl Hoffnung als auch Traurigkeit und verleiht der Geschichte einen bittersüßen Geschmack, der aber auch gut zu alten Mythen voller Mut und Selbstlosigkeit passt. Aber wer weiß, vielleicht schenkt die Autorin den fünf Stämmen irgendwann noch ein richtiges Happy End.
Feb 26, 2026








