Menschen im Hotel

Menschen im Hotel

Softcover
3.7108
Klassiker1920Er JahreTodkrankGrand Hotel

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Description

Vicki Baum wiederentdecken – mit ihren besten Romanen!

Vicki Baum schrieb von den 20ern bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts zahllose Bestseller und führte das Leben eines Weltstars. Ihr Verlag würdigt sie nun mit einer wegweisenden Biographie und der Neuausgabe ihrer bekanntesten Romane.

Menschen im Hotel, erschienen im Jahr 1929, machte Vicki Baum weltberühmt. Der mit leichter Hand, Poesie und subtilem Witz erzählte Roman führt eine Handvoll Menschen im Grand Hotel zusammen, zeigt sie in ihren Krisen, Träumen und Enttäuschungen und liefert ein atmosphärisch dichtes Bild vom Berlin der 20er-Jahre.

Am Broadway dramatisiert, in Hollywood mit Greta Garbo, später noch einmal mit Heinz Rühmann verfilmt, begründete der Roman Vicki Baums Weltruf und ebnete ihr den Weg in die USA.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
336
Price
14.40 €

Author Description

Vicki Baum, geboren 1888 als Tochter einer jüdisch-bürgerlichen Familie in Wien, gestorben 1960 in Hollywood. Sie war ausgebildete Musikerin und arbeitete ab 1926 als Redakteurin in Berlin. 1932 wanderte sie nach Hollywood aus, wo ihr Roman »Menschen im Hotel« verfilmt wurde. In Deutschland wurden ihre Bücher von den Nazis als »Asphaltliteratur« verfemt und verbrannt. Ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und teilweise dramatisiert und verfilmt worden.

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Vicki Baums Roman "Menschen im Hotel" (1929) ist ein vielstimmiges Porträt der Weimarer Gesellschaft, das bis heute durch seine psychologische Tiefe und dramaturgische Raffinesse beeindruckt. Der Roman spielt in einem Berliner Luxushotel und verwebt die Geschichten unterschiedlichster Figuren zu einem dichten sozialen Panorama. Vicki Baum gelingt es meisterhaft, ihre Figuren mit Leben zu füllen: Ob der alternde Baron Gaigern, die tragische Tänzerin Grusinskaja oder der ehrgeizige Kriegsversehrte Kriegs – jeder Charakter trägt seine eigene Geschichte, seine Sehnsüchte und Abgründe bei. Die Figuren sind keine bloßen Typen, sondern psychologisch fein gezeichnet. Der Roman reflektiert die sozialen Spannungen der späten 1920er Jahre: Klassenunterschiede, wirtschaftliche Unsicherheit und die Suche nach Sinn in einer zunehmend anonymisierten Welt. Baum zeigt, wie das Hotel als Mikrokosmos funktioniert – ein Ort, an dem sich Reichtum und Elend, Glamour und Verzweiflung begegnen. Einige Passagen wirken aus heutiger Sicht antiquiert, insbesondere in Bezug auf Geschlechterrollen und soziale Normen. Dennoch bietet gerade das einen spannenden Einblick in die Denkweise der damaligen Zeit. "Menschen im Hotel" ist ein Klassiker der Unterhaltungsliteratur, der weit über bloße Unterhaltung hinausgeht. Vicki Baum verbindet psychologische Tiefe mit gesellschaftlicher Analyse und einem Hauch von Glamour. Der Roman ist ein Spiegel seiner Zeit – und zugleich ein Werk, das universelle Themen wie Einsamkeit, Sehnsucht und die Suche nach Bedeutung behandelt.

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„Menschen im Hotel“ von Vicki Baum erzählt die bewegenden Geschichten verschiedener Gäste im Berliner Grand Hotel der 1920er Jahre. Mit subtiler Poesie und feinem Witz zeichnet sie ein atmosphärisch dichtes Bild der damaligen Gesellschaft und ihrer Krisen. Der Roman ist ein zeitloses Buch, das menschliche Schicksale und Begegnungen auf eindrucksvolle Weise miteinander verknüpft.

„Menschen im Hotel“ von Vicki Baum ist ein faszinierender Roman, der die Leser in das glamouröse, aber auch widersprüchliche Berlin der 1920er Jahre entführt. Das Buch erzählt die Geschichten verschiedener Menschen, die sich im Grand Hotel begegnen und deren Leben sich durch diese zufälligen Begegnungen für immer verändern. Baum beschreibt das Hotel als einen Mikrokosmos der Gesellschaft: „Immer ist was los. Einer wird verhaftet, einer geht tot, einer reist ab, einer kommt. Den einen tragen sie per Bahre über die Hintertreppe davon, und zugleich wird dem anderen ein Kind geboren. Hochinteressant eigentlich. Aber so ist das Leben“. Diese Dynamik und die Vielfalt der Charaktere machen das Buch lesenswert. Der Roman zeigt, wie Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit verschiedenen Lebensgeschichten aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussen. „Was im großen Hotel erlebt wird, das sind keine runden, vollen, abgeschlossenen Schicksale. Es sind nur Bruchstücke, Fetzen, Teile; hinter den Türen wohnen Menschen. gleichgültige oder merkwürdige, Menschen im Aufstieg, Menschen im Niedergang; Glückseligkeiten und Katastrophen wohnen Wand an Wand“. Vicki Baum gelingt es, mit leichter Hand und subtilem Witz ein atmosphärisch dichtes Bild vom Berlin der 20er Jahre zu zeichnen. Ihr klarer Blick auf die Figuren und die präzise Sprache machen das Buch für mich zu einem echten Lesevergnügen. „Menschen im Hotel“ ist nicht nur ein Spiegelbild der damaligen Gesellschaft, sondern auch eine zeitlose Erzählung über menschliche Schicksale und Begegnungen. Wer sich für die goldenen Zwanziger Jahre und spannende Charakterstudien interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch tiefere Einblicke in die menschliche Natur und die gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit.

5

Ich bin verliebt! In die Erzählweise von Vicky Baum, in die Sichtweise auf ein Hotel, in jeden einzelnen Charakter. Obwohl manche Charaktäre Bösewichte sind oder sich unmoralisch verhalten, kann man ihre Vorgehensweise doch nachvollziehen und sympathisiert mit Ihnen. Der Schluss ist grandios und bringt noch etwas Spannung in die Handlung. Unbedingt lesen.

3.5

Der erste seiner Art

Hotelromane scheinen gerade wieder besonders gerne gelesen zu werden. „Menschen im Hotel“ gilt als erster seiner Art überhaupt. Er ist mehrfach verfilmt und als Theaterstück adaptiert worden. Die Verfilmung „ Grand Hotel“ mit Greta Garbo und Joan Crawford gewann sogar einen Oscar als bester Film Vicki Baum wanderte 1932 nach Hollywood aus und war in den USA zeitweise berühmter als Thomas Mann. Der Mikrokosmos Hotel wird hier von Personen bewohnt, die nicht alle der High Society angehören. Er zeigt fein eingearbeitet Klassenunterschiede. Die einzelnen Geschichten werden fließend miteinander verwoben. Da ist der Buchhalter Kringelein, der nicht mehr lange zu leben hat und die Annehmlichkeiten eines Hotels genießen möchte. Eine berühmte Primaballerina mit nicht weniger berühmten Perlen wird zum Objekt der Begierde. Der attraktive Baron von Gaigern besticht mit Charme, der verbergen soll was hinter der Fassade steckt. Ein Arzt, ein Generaldirektor und noch einige Personen mehr sind hier zu Gast und wir schauen hinter die verschlossene Hoteltür, werden Zeuginnen von Liebe und Tragik Was alle umgibt, ist eine gewisse Melancholie oder Einsamkeit, und die Verbindungen, die sie teilweise miteinander haben, verbergen das kaum. Baum erzählt das in einer überraschend modernen, erfrischenden Art, die etwas Zeitloses hat. Ihr Genre, die gehobene Unterhaltung, wurde im dritten Reich als jüdische Asphaltliteratur verpönt. Mich hat die sprachliche Finesse, mit der sie die inneren Monologe der einzelnen Hotelgäste anreichert überzeugt. Dabei schweift sie gerade im richtigen Maße ab, von der eigentlichen Handlung. Atmosphärisch ist der Roman allemal. Wir bekommen den Flair der goldenen 20er in Berlin mit, können aber auch eine Ahnung des nahenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs spüren. Dieser Roman vereint alles, gute Unterhaltung, in schöner Sprache, interessante Figuren und ein Setting, das neugierig macht. Ich empfehle dieses Buch besonders Menschen, die einen Zugang zu Klassikern suchen. Hier wird es euch leicht gemacht.

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"Menschen im Hotel" ist ein 1929 veröffentlichter Roman der österreichischen Autorin Vicki Baum, der sich schnell zu einem Klassiker der modernen Literatur entwickelte. Die Handlung spielt in einem mondänen Berliner Hotel in den späten 1920er Jahren und verwebt die Geschichten einer Reihe unterschiedlicher Charaktere, deren Wege sich dort kreuzen. Im Zentrum des Romans steht eine Vielzahl von Figuren, deren Lebenswege sich im Grand Hotel Berlin für kurze Zeit überschneiden. Der desillusionierte Arzt Dr. Otternschlag, die alternde Primaballerina Grusinskaja, der sterbenskranke Buchhalter Kringelein, der charmante Hochstapler Baron von Gaigern und der kaltherzige Generaldirektor Preysing sind einige der zentralen Charaktere. Baum gelingt es meisterhaft, ihre individuellen Geschichten und inneren Konflikte zu schildern, während sie ein scharfes Auge auf die sozialen und ökonomischen Unterschiede der Weimarer Republik wirft. Ein zentrales Thema des Romans ist die Einsamkeit und das Streben nach menschlicher Verbindung. Trotz der luxuriösen Umgebung des Grand Hotels sind viele Charaktere einsam und auf der Suche nach einem Sinn im Leben. Baum beleuchtet die Kluft zwischen den sozialen Klassen und die Flüchtigkeit des Glücks. Der Roman fängt die Stimmung und die sozialen Spannungen der Zwischenkriegszeit ein, insbesondere die Dekadenz der Oberschicht und die verzweifelte Situation der weniger Privilegierten. Baums Schreibstil ist elegant und prägnant. Sie verwendet eine klare und direkte Sprache, die dennoch reich an Details und Beobachtungen ist. Die Struktur des Romans, in der sie zwischen den Perspektiven der verschiedenen Figuren wechselt, erlaubt es dem Leser, eine Verbindung zu jedem Charakter aufzubauen. Diese multiperspektivische Erzählweise schafft ein komplexes und lebendiges Bild des Lebens im Grand Hotel und macht den Roman zu einem fesselnden Leseerlebnis. "Menschen im Hotel" war ein großer kommerzieller Erfolg und wurde mehrfach adaptiert, unter anderem als preisgekrönter Hollywood-Film (1932) und als Theaterstück. Der Roman gilt als eine der ersten "Hotelgeschichten" und hat viele nachfolgende Werke dieses Genres beeinflusst. Baums scharfsinnige Beobachtungen und ihre Fähigkeit, komplexe soziale Dynamiken zu erfassen, werden von Literaturkritikern und Lesern gleichermaßen geschätzt. Vicki Baum gelingt es mit ihrem Buch ein lebendiges Bild der Weimarer Gesellschaft zu zeichnen und zeitlose Themen wie Einsamkeit, Sehnsucht und soziale Ungleichheit zu behandeln. Das Buch ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Literatur der Zwischenkriegszeit, sondern auch heute noch relevant und lesenswert. Für jeden, der sich für Geschichte oder sozialkritische Literatur interessiert, ist "Menschen im Hotel" eine unverzichtbare Lektüre.

3

Sprachlich "angestaubt", wodurch kein angenehmer Lesefluss entstehen konnte und insgesamt ein recht oberflächliches "Schmierentheater" !

4

Ich bin sehr positiv überrascht

In einem kleinen niedlichen Buchladen habe ich dieses Buch entdeckt. Die Geschichte der Schriftstellerin Vicki Baum habe ich nebenbei sehr interessiert gelesen. Die Geschichte über "Menschen im Hotel". Es hat mich sehr gefesselt. Auch wenn es sich nicht ganz leicht liest. Aber wer sich darauf einlässt, wird dafür sehr velohnt. Ein Stern Abzug wegen der nicht ganz leichten Schreibweise. Ich bin sehr begeistert von dem Buch und kann es guten Herzens empfehlen.

5

Ich habe schon einige Romane gelesen, die in Hotels spielten und liebe es, wie dort unterschiedliche Menschen (Gäste und Personal) zusammengeführt werden, die häufig wenig mehr gemeinsam haben als die Tatsache, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt im selben Hotel wohnen. Diesen wahrscheinlich ersten Roman dieses Genres mit seinen schillernden Figuren vor der Kulisse des Berlins in den 20erjahren habe ich mit großem Genuss gelesen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, weitere Bücher dieser Autorin für mich zu entdecken.

3

Der Start fiel mir schwer, es war langatmig und nicht wirklich interessant. Der Schreibstil fühlte sich anstrengend an, das hin und her zwischen den Figuren ungewohnt. Aber als die einzelnen Figuren begannen miteinander zu interagieren, nahm es immer weiter an Fahrt auf, wurde richtig spannend. Man hat einen wunderbaren Einblick in das Innere der einzelnen Figuren erhalten und ihre Veränderungen miterleben dürfen durch das gegenseitige Aufeinandertreffen und Agieren der Personen. Der Roman gipfelt in einem überraschenden Finale, mit dem man zu Beginn definitiv nicht gerechnet hat. Nach den ersten Seiten hätte ich ihn wirklich nicht weiterempfohlen, aber nun kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass der Roman wirklich lesenswert ist! Wenn man sich durch den eher langweiligen Einstieg gekämpft hat, wird man mit interessanten Charakterentwicklungen belohnt. 3,5 ⭐⭐⭐ Sterne von mir!

5

Atmosphärisch und unglaublich unterhaltsam

Wunderbar schön geschriebener Unterhaltungsroman, der einen atmosphärischen, interessanten Blick auf das Berlin der 20er Jahre wirft anhand von sechs Protagonisten, die als Gäste in einem Grand Hotel miteinander in teils dramatische, teils komische Verwicklungen geraten. Es wäre so toll, wenn die heutige Unterhaltungsliteratur so modern, witzig, elegant und gut geschrieben sein könnte wie Vicki Baums toller Roman von 1929… werde ihre anderen Bücher auf jeden Fall auch lesen, kommen direkt auf meine Wunschliste.

Atmosphärisch und unglaublich unterhaltsam
5

Vicki Baum war wirklich eine großartige Unterhaltungsautorin. Ihre Bücher zu lesen ist immer wieder ein Genuss weil sie nie unmodern werden.

5

Wie jeder Klassiker hat das Buch seine Längen und natürlich ist es in einigen Darstellungen nicht vollends modern. Aber die Emotionen und Verwicklungen der Hotelgäste sind wirklich spannend zu verfolgen und am Ende echt berührend. Dies Buch werde ich nicht so schnell vergessen.

2

Ich musste das Buch zur Hälfte als Hörbuch hören, weil ich es anders nicht geschafft hätte, mich durchzubeißen.😅 Die Grundidee der Geschichte ist ganz schön, mit dem Schreibstil kam ich allerdings nicht zurecht. Der 1920er-Vibe hat mir aber richtig gut gefallen!

5

Ein Buch, dass nie aus der Mode kommt. Danke, dass dieser Klassiker hier freigeschaltet worden ist. Ich kannte den Film und hatte mir vor Jahren mal eine Hörbuchversion zugelegt. Gelesen habe ich das Buch jetzt tatsächlich zum ersten Mal. Und ich habe es verschlungen. Das Aufeinandertreffen Menschen ganz unterschiedlicher Couleur im Berliner Grand Hotel, ist von Vicki Baum einfach wundervoll eingefangen. Die Figuren und ihre Schicksale sind ganz wunderbar und berührend eingefangen. Der Roman hat den nötigen Mix aus Schwere und Leichtigkeit. Story und Atmosphäre haben nichts an Faszination verloren. Es geht um Krisen, Träume und Enttäuschungen. Themen, die sich nie abnutzen. Der Erzählstil ist voller Poesie - und dabei erstaunlich gut lesbar, obwohl bereits 1929 geschrieben. "Menschen im Hotel" ist eine Zeit- und Gesellschaftsreise und Kopfkino pur. Hier muss man keine Scheu vor klassischer Literatur haben. Das Buch hat es absolut verdient, neu entdeckt und immer wieder gelesen zu werden. Ich finde es grandios!

4

Es ist spürbar die Weimarer Republik, es ist Asphaltliteratur - Autos lassen das Hotel vibrieren, Scheinwerfer und Leuchtreklame erhellen die Räume - und es ist auch Berlin, natürlich. Aber Berlin ist eher Hintergrund, Umgebung. Im Zentrum steht das Hotel, seine Räume, die Mitarbeiter, die Gäste. Hier pumpt sozusagen das Herz des Romans, außerhalb liegende Vergnügungsstätten nehmen die Menschen immer nur zeitweise auf. Kriegsfolgen, Geschwindigkeit, Masse und Spekulation sind Themen der Zeit, die prägnant mit den persönlichen Schicksalen von Liebe und Einsamkeit, Angst vor Alter, Tod oder finanziellem und gesellschaftlichem Ruin verflochten werden. Mehr in meinem Blog unter: https://notizhefte.com/2022/12/11/vicky-baum-menschen-im-hotel/

Als Hörspiel war das toll. Hat die Personen bildlich vor mir erscheinen lassen

3

Meine Erwartungen wurden nicht getroffen, schlecht war es aber nicht. Vielleicht zu zäh und oberflächlich.

4

Mit Menschen im Hotel habe ich nach Traumtänzer von Edith Wharton mein zweites Buch aus den Goldenen Zwanzigern in dieser Woche gelesen. Es erschien 1929 und spielt hauptsächlich in Berlin. Schauplatz ist ein Berliner Luxushotel, in dem die unterschiedlichsten Personen logieren. Einige von ihnen lernen wir näher kennen: eine alternde Primaballerina, einen kranken Hilfsbuchhalter, der vor seinem Tod noch einmal das wahre Leben kennenlernen möchte, einen Baron, der hinter seiner glänzenden Fassade einiges zu verbergen hat, einen Generaldirektor, der bei seinen Geschäften nicht immer ganz ehrlich ist... Das Schicksal dieser Personen wird für ein paar Tage und Nächte dargestellt. Es ergeben sich dabei einige unerwartete Wendungen und am Ende hat sicher das Leben einiger von ihnen deutlich verändert. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Trotz des Alters liest es sich recht modern. Sehr schön dargestellt fand ich die herrschende Doppelmoral: Der Generaldirektor darf seine Sekretärin nicht auf sein Zimmer kommen lassen, um ihr einen Brief zu diktieren. Als er aber eine Dame nebenan einquartiert, wird nicht darauf geachtet, dass die Verbindungstür der beiden Zimmer nur unzureichend versperrt ist. Mir ist zwar keiner der Charaktere richtig ans Herz gewachsen, dennoch habe ich die Geschichten gerne verfolgt (lediglich die Verhandlungen des Generaldirektors fand ich manchmal etwas zäh). Ich hätte auch gerne noch etwas mehr von Berlin erfahren. Eine schöne Wiederentdeckung - ich muss mir jetzt auch einmal die Verfilmung ansehen.

3

In einem Grand Hotel im Berlin der Zwanziger Jahre leben unterschiedlichste Gäste: ein versehrter, depressiver Arzt, eine alternde russische Primaballerina, der Generaldirektor einer Textilfirma, der ein gewagtes Spiel treibt, ein gutaussehender Baron, der alle Herzen für sich gewinnt, aber nicht das ist, was er zu sein scheint, ein Hilfsbuchhalter, der nur noch wenige Wochen zu leben hat und seine Ersparnisse draufhauen will, um noch zu erfahren, wie das gute Leben sich anfühlt. Anhand dieser Personenkonstellation kreiert Vicki Baum einen Bildausschnitt der Zwanzigerjahre in Berlin. Ein Bildausschnitt, muss ich betonen. Trotz des Einsatzes typischer Bilder für das Berlin der Zwanzigerjahre, wie der noch intakten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, muss ich konstatieren, dass bei der Lektüre von Vicki Baums berühmten Roman aus dem Jahr 1929 bei mir weder ein rechtes Zwanzigerjahre-Feeling noch ein richtiges Berlin-Feeling aufkam. Ähnlich verhält es sich mit den Protagonisten des Romans, ihre jeweilige Sichtweise schildert Vicki Baum durchaus eindringlich, dennoch bleiben sie merkwürdig zweidimensional, einzig der todkranke Kringelein wirkt plastischer angesichts seiner Situation, er ist zweifellos der interessanteste Charakter des Romans. Eine echte Verbindung konnte ich jedoch selbst zu ihm nicht herstellen, sodass ich gestehen muss, dass der Plot mich eher langweilte. Sprachlich konnte Vicki Baum mich eher überzeugen, stellenweise ist die Sprache kraftvoll und starke Bilder: „‚Es ist gar nicht so schlimm'“, sagte Kringelein. ‚Man braucht keine Angst zu haben, es ist nicht schlimm.‘ Und damit meint Kringelein nicht nur die teure Schneiderrechnung und nicht nur die Avusfahrt und nicht nur den Flug – sondern all dieses zusammen und dann noch, daß er bald sterben wird, wegsterben von der kleinen Welt, hinaussterben aus der großen Angst, hinaufsterben, wenn es geht, noch höher, als Maschinen fliegen können.“ (Seite 161 meiner Ausgabe) Insgesamt ist dies ein sprachlich lesenswertes Buch, von dem man jedoch nicht allzu viel Atmosphäre erwarten sollte.

3

Sprachlich eine wahre Freude, aber von der Geschichte her eher mau. Einige der Figuren haben sehr interessante Geschichten, viele finden auf verschiedenste Art zusammen und resümieren ihr kaputtes Leben. Aber irgendwas fehlte. Habe das Buch mit schwindender Begeisterung gelesen, war auch kurz davor, es abzubrechen. Furchtbar deprimierende Schicksale, die kein Happy End mehr zu erwarten haben. 2.5/5.0

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Ich habe das Buch im Rahmen meines Literaturstudiums gelesen und muss sagen, dass es wirklich sehr viele interessante Aspekte beinhaltet, die sich für eine Hausarbeit eignen würden. Vom Lesevergnügen her muss ich allerdings sagen, dass die Geschichte leider gar nicht meinen Geschmack getroffen hat - ich habe mich irgendwie ziemlich gelangweilt beim Lesen, weswegen ich auch einige Zeit gebraucht habe, um das Buch zu beenden. Obwohl die Figuren wirklich sehr ausgearbeitet sind, bin ich mit ihnen überhaupt nicht warm geworden. Fazit: Literaturwissenschaftlich gesehen sehr spannend, aber in meiner Freizeit würde ich es nicht nochmal lesen wollen :D

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Tolles Hörspiel, das die Personen bildlich vor mir hat erscheinen lassen.

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