Jeder stirbt für sich allein (Roman)

Jeder stirbt für sich allein (Roman)

Hardback
4.6144
Widerstand Gegen Den NationalsozialismusLiteraturklassikerAnna QuangelWiderstand

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Description

Falladas bedeutender Roman über Macht und Moral im Zeichen der nationalsozialistischen Diktatur

Schreinermeister Otto Quangel und seine Frau Anna haben mit Politik nichts am Hut, doch als ihr einziger Sohn im Krieg fällt, erproben die biederen Leute ihre ganz eigene Form von Widerstand gegen die Nazis. Mühsam per Hand beschreiben sie Karten mit antifaschistischen Botschaften und legen sie in Treppenhäusern aus. Damit schrecken sie allerhand Menschen auf, und natürlich kann das nicht lange gutgehen.

Hans Falladas Meisterwerk über die Zeit des Nationalsozialismus: historisches Dokument und spannender Roman in Einem Authentischer Blick in das Leben der Menschen in Berlin unter dem NS-Regime Ein kraftvolles Plädoyer gegen Diktatur und Unterdrückung Vom Autor von »Kleiner Mann - was nun?«, »Ein Mann will nach oben«, »Der Trinker«, »Wer einmal aus dem Blechnapf frisst«

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
736
Price
9.95 €

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
89%
33%
82%
0%
90%
54%
94%
81%
78%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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68%
58%

Pace

Fast100%
Slow0%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Minimalistisch (100%)

Posts

22
All
4

#Histo-Liebe💛

Hans Fallada beschreibt in seinem Buch ehrlich und klar wie das NS-Regime mit Menschen umgegangen ist, die das Regime und den Krieg hinterfragt haben und von innen heraus bekämpfen wollten. Beachtlich ist dabei, dass dieses Buch nichtmal 2 Jahre nach Kriegsende erschienen ist. So zeitlos, dass es noch heute absolut lesenswert ist.

5

Wenn ich könnte, würde ich diesem bedeutenden Buch 10 Sterne geben, in dem eine sehr bewegende Geschichte über Macht und Moral in Zeiten einer brutalen Diktatur erzählt wird. Absolut und unbedingt lesenswert. Ein Schatz in meinem Bücherregal.

4.5

Wichtiger denn je!

Fallada erzählt die Geschichte eines Ehepaars, das sich auf seine Art versucht gegen das NS-Regime aufzulehnen und andere zum Umdenken anzuregen. Er schreibt eindrücklich, ungeschönt und nah an den Figuren. Der Roman hat teilweise seine Längen, ist aber trotzdem fesselnd und sehr bewegend. Kurz: Ein Roman, den gerade jetzt jede*r lesen (oder wie in meinem Fall hören) sollte. 🫶🏽

4

Erschreckend, bedrückend, teilweise zäh. Dieser Roman ist inspiriert von wahren Ereignissen. Wenn man bedenkt dass die realen Personen tatsächlich hingerichtet wurden nur für Postkarten auf denen sie ihre Meinung zur Regierung äußerten, zeigt es wie wichtig dieses Buch ist.

3.5

Zieht sich stellenweise, aber ein spannendes Portrait Berliner Lebens. Geschichten fassen ineinander und ergeben am Ende wirklich Sinn. Dennoch keine einfach Kost, sollte man gelesen haben.

5

Diese Geschichte ist wahnsinnig schön, zumal man das von einem Buch sagen kann in denen die Hauptpersonen, die es wahrhaftig gegeben hat, sterben. Wirklich, ergreifend, wie eine so sinnlos erscheinende Sache doch etwas bewegen kann.

4.5

Heute möchte ich euch den Roman „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada vorstellen, der 1947 erschien. Ich habe das Buch zusammen mit Dimis Lesegruppe gelesen. 1976 wurde es zudem mit Hildegard Knef erfolgreich verfilmt. Der Roman erzählt die Geschichte von Otto und Anna Quangel, einem Berliner Ehepaar, das nach dem Tod ihres Sohnes im Krieg heimlich Widerstand gegen das NS-Regime leistet. Sie verbreiten antifaschistische Botschaften im Geheimen und geraten dabei zunehmend in Gefahr. Verrat, Verfolgung und innere Konflikte belasten sie und ihr Umfeld. Die Handlung zeigt eindrücklich die verschiedenen Facetten des Lebens unter dem Nationalsozialismus und endet mit einem ernsten, aber auch hoffnungsvollen Ausblick auf die Zeit nach der Diktatur. Falladas Schreibstil ist klar, nüchtern und dokumentarisch, wodurch die Ereignisse ohne literarischen Ballast, aber äußerst eindringlich dargestellt werden. Besonders bemerkenswert sind die detailreichen Alltagsbeschreibungen, die das Leben im nationalsozialistischen Deutschland greifbar machen, sowie die Spannung, die Fallada auf subtile, aber effektive Weise erzeugt. Der Roman basiert auf dem wahren Leben von Otto und Elise Hampel, einem Berliner Ehepaar, das während der NS-Zeit heimlich Postkarten mit regimekritischen Botschaften verteilte. Sie riskierten ihr Leben, um andere zum Nachdenken anzuregen. Fallada zeigt einfühlsam, dass selbst kleine, stille Akte des Widerstands einen großen moralischen Wert haben können. Besonders erschreckend ist es, zu sehen, welche Angst, Kontrolle und Denunziation das damalige Leben prägten. Gleichzeitig vermittelt der Roman die Bedeutung von Mut und moralischer Integrität: Das Ehepaar Hampel zeigt, dass Widerstand selbst unter extremen Bedingungen möglich ist. Für mich persönlich macht das Werk noch mehr Eindruck, da mein Urgroßvater Reinhold damals Utensilien des Widerstands, dem er selbst angehörte, versteckte und transportierte. Dieses Wissen verleiht der Geschichte eine ganz besondere Nähe und Authentizität. 'Jeder stirbt für sich allein' erinnert uns zudem daran, wachsam zu bleiben, da die Sorge besteht, dass sich Geschichte wiederholen könnte. Das Buch ist ein unverzichtbares Werk, das sowohl literarisch als auch historisch von großer Bedeutung ist. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen: Ein bewegendes, eindringliches Buch, das Mut, Widerstand und die Schrecken der NS-Zeit auf unvergessliche Weise vermittelt. ✨️

Post image
5

Roh, in seiner Realität und Tragig kaum zu ertragen und dennoch mit das Beste, das ich je las.

1940, Berlin. Das Ehepaar Quangel führt ein privates Leben, darauf bedacht unter dem Radar von potenziellen Denunzianten zu laufen. Bis ihr Sohn Otto stirbt. Ab dann sind sie bereit ihr Leben zu riskieren. Und dafür müssen sie nicht mehr tun als Postkarten zu schreiben. Postkarten mit Worten drauf, die man sich fast nicht mal mehr hinter der schalldichten Stirn zu denken traute. Das Buch zu lesen ruft genau die Gefühle hervor, die man bei der Beschreibung erwarten würde. Beklemmung, Fassungslosigkeit und irgendwie auch Angst vor den tiefen Abgründen, die in Menschen lauern können. Das liegt eben auch daran, dass Hans Falladas Figuren und Dialoge sich so echt anfühlen, wie sie es sind. Mir hat das Buch vor allem nochmal vor Augen geführt, wie die Angst regiert hat zu der Zeit und wie sie alles und jeden so in Schach gehalten hat, dass eine einfache Postkarte so viel vermeintliche Hysterie auslösen kann. Das Theaterstück am Thalia Theater in Hamburg ist auch zu empfehlen, sollte es nochmal wiederkommen. Sehr eindrücklich. Die vier Stunden fühlen sich nur wie drei an 😁

5

Unbedingt lesen.

Es ist schon sehr lange her, dass ich das Buch gelesen habe, da ich vorher den Film mit Hildegard Knef gesehen hatte. Der war auch sehr sehenswert. Ein Ehepaar, die ihren Sohn im 2. Weltkrieg verloren haben, wehren sich gegen Hitlers Diktatur, in dem sie Postkarten schreiben und verteilen.

5

Einer der besten Romane, die ich je gelesen habe!

5

Wahnsinn die Dinge aus der Sicht von Menschen im Widerstand zu sehen. Ich habs als Hörbuch gehört, werde mir das Buch aber auf jeden Fall kaufen. Hab ganz oft denken müssen, wie oft Dinge im Buch gesagt werden, die ich unterstreichen würde - sehr gutes Buch!

4.5

Sehr gute und unerwartete Wendungen, eindringlicher Schreibstil und ein optimistisches Ende nach so viel Elend und Gewalt. Kann das Buch sehr empfehlen!

5

Absolut lesenswert

Dieses Buch ist so gut geschrieben. Ich kann es kaum in Worte fassen. Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen. Man durchlebt und fühlt den ganzen Schrecken mit. Aber auf der anderen Seite ist es auch so tiefgründig, menschlich. Es wird mich noch sehr lange begleiten.

5

Grandiose Charakterstudie des nationalsozialistischen Terrorregimes. Hans Fallada schafft einen zutiefst beeindruckenden Reigen von Personen, die am System zerbrechen. Pflichtliteratur.

5

Das Ehepaar Quangel bekommt die schlimmste Nachricht, die Eltern bekommen können. Ihr einziger Sohn ist im Krieg gefallen. Was nutzt da der Zusatz dass er als Held fürs Vaterland starb. In dem sonst so stoischen Tischler regt sich Widerstand. Widerstand gegen Nazideutschland, gegen den Krieg und er fragt sich, was kann er als Einzelner tun, um seinen Unmut kund zu tun. Wie kann er etwas bewegen, ohne andere zu gefährden? Und so beginnt er jeden Sonntag Postkarten mit antifaschistischem Inhalt zu schreiben. Vorsichtig legt er sie in der Gegend ab, in der Hoffnung einen Flächenbrand auszulösen. Einzig seine Frau hat er eingeweiht. Es vergehen 2 Jahre, in denen er dem Auge des Gesetzes entgeht. Aber je mehr Karten es werden, die bei der Gestapo eingehen umso stärker wächst der Druck von den braunen Herrenmenschen, etwas gegen diese subversiven Botschaften zu unternehmen. Am Ende verlässt das Ehepaar Quangel das Glück, aber sie sterben mit der Gewissheit als aufrechte Bürger und nicht als Mitläufer gehandelt zu haben. Dieses Buch ist starker Tobak und sollte nicht in einer depressiven Phase gelesen werden, denn man neigt leicht zum Verzweifeln. Der Titel „Jeder stirbt für sich allein“ ist Programm, es sterben fast alle Protagonisten. Aber es ist auch nicht anders zu erwarten im Nazideutschland 1940. Im Verlauf des Buches spürt man als Leser die wachsende Beklemmung in der Bevölkerung, die Angst denunziert zu werden und in die Mühlen der SS oder Gestapo zu geraten. Aber auch die Hysterie und der Machtwahn der Herrschenden, die hinter jedem Bisschen Verrat wittern, die ihren Willen durch Schreien und Folter durchsetzen, denen ein Menschenleben nichts gilt und die nur zu bereitwillig nach unten treten um die Karriereleiter nach oben zu steigen. Obwohl die Hauptfigur Otto Quangel ein schwieriger Zeitgenosse zu sein scheint mit seiner stoischen Art, nötigt mir sein Verhalten Respekt ab. Er setzt sich nicht in die Ecke und wartet bis der Krieg vorüber ist, sondern zieht los und schreibt Postkarten. Die Politik der kleinen Nadelstiche. Offensichtlich fruchtet diese auch, denn die Obrigkeit fühlt sich auf den Schlips getreten und es beginnt eine Hetzjagd mit falschen Anschuldigungen, Folter und Mord. Beklemmender wird das Ganze wenn man sich bewusst macht, dass der Roman eine wahre Geschichte zur Grundlage hat und ich habe mich oft gefragt, wozu? Wozu soll es gut sein, wenn am Ende das Ehepaar doch hingerichtet wird? Die Antwort bekommt man von Otto Quangels Zellengenossen dem Dirigenten, der dem einfachen Tischler zeigt, dass Liebe über die Hysterie und die Menschenverachtung siegen wird und dass das Wissen als aufrechter Mensch seine Prinzipien gefolgt zu sein, befriedigender ist, als duckmäuserisch stillzuhalten. „Jeder stirbt für sich allein, ist ein Roman, der mich so schnell nicht loslassen wird. Sei es von der Menschenverachtung und der Willkür des Naziregimes, noch dem Widerstand eines Einzelnen, der beschließt nicht mehr mitzuspielen. Er zeigt ein leuchtendes Beispiel von Zivilcourage. Ich finde alle Rechtsgesinnten, sollten diesen Roman lesen und noch einmal darüber nachdenken, ob wir diesen Teil der Geschichte wirklich wiederholen sollten.

5

Sollte jeder lesen!

4

Das Buch spielt während des Nationalsozialismus'. Bewundernswert finde ich, dass die Erstausgabe bereits 1947 veröffentlich wurde, also nur 2 Jahre nach Kriegsende. So kurz nach dieser Zeit ein so reflektiertes Buch finde ich sehr beeindruckend. Otto und Anna Quangel leben ihr Leben und wollen eigentlich nur ihre Ruhe haben. Sie sind nicht in der Partei, sie halten den Faschismus für falsch und sehen die Entwicklungen während des Kriegs mit Sorge. Doch einmischen wollen sie sich eigentlich nicht. Wenn sie nichts sehen, sieht man sie nicht, so wollen sie leben, bis all das vorbei ist. Doch dann stirbt ihr einziger Sohn an der Front und aus der Ohnmacht ihres Verlustes entsteht der Wunsch etwas zu verändern. Und so starten sie eine stille Protestaktion, von der sie wissen, dass sie sie jederzeit das Leben kosten kann. Das Buch wechselt zwischen den verschiedenen Perspektiven der Charaktere, dadurch lernt man viele Perspektiven kennen. Obwohl die Geschichte voller Rückschläge und Verluste ist, bietet sie doch immer einen Hoffnungsschimmer und das hat mich sehr mitgerissen. Das Buch ist schön geschrieben und die Charaktere interessant, auch wenn nicht alle sympathisch. Die Geschichte wird trotz der Länge nie langweilig und man verliert auch trotz der vielen Charaktere nie den Überblick. Eine wichtige Geschichte über Moral und Zivilcourage und auch über Liebe.

4

Das muss erstmal wieder verarbeitet werden. Das letzte Drittel hatte es ganz schön in sich….. Für mich war das Buch ein Zeugnis für Widerstand während des 2. Weltkrieges, aber auch ein Zeugnis für Mitläufer, Denunzianten und einfach nur Monstern, Unmenschen. An so vielen Stellen in diesem Buch spürt man Wut, Hilflosigkeit, Trauer und Verzweiflung… besonders gegen Ende des Buches. Auch wenn man schon viel gelesen, gehört und gesehen hat über den 2. Weltkrieg, die vielen Verbrechen, die die Deutschen damals verübt haben, ist es trotzdem schwer zu begreifen. Diese Geschichten dürfen nicht aussterben. Sie müssen immer ein Mahnmal sein für alle Menschen dieser Welt. Das Nachwort hätte für mich ruhig noch ausführlicher sein können, da die Vorlage zum Roman Gestapo Akten waren und es das Ehepaar „Quangel“ wirklich gab. Da es das nicht so sehr war, wie ich es mir gewünscht hatte, werde ich selbst noch im Internet recherchieren und mir tatsächlich noch den Film dazu anschauen. Für mich eine Leseempfehlung.

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