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Vor zwei Jahren hat Tempest ihre Schwester an den Ozean verloren. Beim Tauchen nach Schätzen aus der Alten Welt, bevor der Ozean den ganzen Planeten bedeckte, ist sie ertrunken und mit ihr das Geheimnis über den Tod ihrer Eltern. Zwei Jahre lang hat Tempest jeden Cent gespart, um nach Palindromena reisen zu können, einer Insel, auf der Wissenschaftler die Toten wieder erwecken können, aber nur für einen Tag. Doch ist sie bereit, ihrer Schwester gegenüberzutreten und sich der Wahrheit zu stellen?
Into Dark Waters besticht mit einem ziemlich einzigartigen Worldbuilding. Eine Welt voller Wasser, eine Gesellschaft lebend auf schwimmenden Trümmern eine untergegangenen Zivilisation, Wissenschaft und Überlebenskampf in einem. Die Idee ist sehr kreativ und ich hätte gern noch mehr über Tempests Welt und die Riffe ihrer Heimat erfahren, doch die Autorin hat sich darauf nicht so fokussiert. Die Geschichte ist nicht ganz das, was man von Klappentext erwarten könnte, es gibt auch wider Erwarten keine wirklichen Fantasy-Elemente. Es wird zwar immer wieder von Göttern und Tempests Träumen berichtet, aber letztendlich bleibt dieser Teil der Handlung offen. Die Geschichte ist eher ein dystopisch-survivalmäßig angehauchtes Abenteuer mit Thrillerelementen. Zwischendurch kommt kurz das Gefühl auf, dass sich eine phänomenal klischeehafte (Liebes-) Geschichte anbahnt, aber die Autorin hat an der Stelle gut die Kurve bekommen und diesen Handlungsstrang in etwas sehr viel Tiefgründigeres zu verwandeln. Allgemein kann man das über die Geschichte sagen: Durch die ständige Verbindung zum Tod und der Thematik des letzten Abschieds wird das Buch an manchen Stellen durchaus philosophisch. Das Ende war ein wenig chaotisch, auf den letzten Metern gab es ein-zwei unerwartete Plottwists und kurz das Gefühl, dass es zu viel Happy End geben würde, aber auch an der Stelle hat die Autorin eine elegante Lösung gefunden. Es wird traurig-schön aber hoffnungsvoll. Into Dark Waters besticht nicht an allen Stellen mit unfassbar viel Spannung aber fesselt dennoch und lädt ein zum Verweilen in einer einzigartigen Welt, von der ich gern noch mehr erfahren hätte.
Mar 17, 2024
Vor zwei Jahren hat Tempest ihre Schwester an den Ozean verloren. Beim Tauchen nach Schätzen aus der Alten Welt, bevor der Ozean den ganzen Planeten bedeckte, ist sie ertrunken und mit ihr das Geheimnis über den Tod ihrer Eltern. Zwei Jahre lang hat Tempest jeden Cent gespart, um nach Palindromena reisen zu können, einer Insel, auf der Wissenschaftler die Toten wieder erwecken können, aber nur für einen Tag. Doch ist sie bereit, ihrer Schwester gegenüberzutreten und sich der Wahrheit zu stellen?
Into Dark Waters besticht mit einem ziemlich einzigartigen Worldbuilding. Eine Welt voller Wasser, eine Gesellschaft lebend auf schwimmenden Trümmern eine untergegangenen Zivilisation, Wissenschaft und Überlebenskampf in einem. Die Idee ist sehr kreativ und ich hätte gern noch mehr über Tempests Welt und die Riffe ihrer Heimat erfahren, doch die Autorin hat sich darauf nicht so fokussiert. Die Geschichte ist nicht ganz das, was man von Klappentext erwarten könnte, es gibt auch wider Erwarten keine wirklichen Fantasy-Elemente. Es wird zwar immer wieder von Göttern und Tempests Träumen berichtet, aber letztendlich bleibt dieser Teil der Handlung offen. Die Geschichte ist eher ein dystopisch-survivalmäßig angehauchtes Abenteuer mit Thrillerelementen. Zwischendurch kommt kurz das Gefühl auf, dass sich eine phänomenal klischeehafte (Liebes-) Geschichte anbahnt, aber die Autorin hat an der Stelle gut die Kurve bekommen und diesen Handlungsstrang in etwas sehr viel Tiefgründigeres zu verwandeln. Allgemein kann man das über die Geschichte sagen: Durch die ständige Verbindung zum Tod und der Thematik des letzten Abschieds wird das Buch an manchen Stellen durchaus philosophisch. Das Ende war ein wenig chaotisch, auf den letzten Metern gab es ein-zwei unerwartete Plottwists und kurz das Gefühl, dass es zu viel Happy End geben würde, aber auch an der Stelle hat die Autorin eine elegante Lösung gefunden. Es wird traurig-schön aber hoffnungsvoll. Into Dark Waters besticht nicht an allen Stellen mit unfassbar viel Spannung aber fesselt dennoch und lädt ein zum Verweilen in einer einzigartigen Welt, von der ich gern noch mehr erfahren hätte.
Mar 17, 2024






