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Ich komme nicht zurück

4.1(227)
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About the book

Hanna, Zeyna und Cem – eine leuchtende Freundschaft, die in einem Sommer in den späten Achtzigerjahren ihren Anfang nimmt. Gemeinsam wachsen sie in einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet auf, bilden eine Wahlfamilie, in der Herkunft keine Rolle spielt. Zuhause ist, wo sie zusammen sein können. Doch je älter die Kinder werden, umso sichtbarer die Unterschiede zwischen ihnen. Mit dem 11. September 2001 wird ihre Freundschaft endgültig vor eine Zerreißprobe gestellt, bis sich die Risse zwischen Hanna und Zeyna zum Bruch ausweiten. Jahre später kehrt Hanna zurück in die Wohnung ihrer verstorbenen Großeltern. Die Stadt steht still, und Hanna fühlt sich einsam. Cem, ihr Fels, ist immer noch da, aber Zeyna schon seit Jahren aus ihrem Leben verschwunden. Hanna begibt sich auf die Suche – nach Zeyna, nach Spuren ihrer Geschichte, nach dem, was damals zwischen sie fiel. Sprachlich zupackend und gleichzeitig poetisch erzählt Rasha Khayat von den Leerstellen in unserem Leben und wie wir sie zu überwinden suchen, von der unendlichen Liebe in einer ungewöhnlichen Familienkonstellation und einer tiefen Freundschaft in einer Welt, die aus den Fugen gerät. »In einer feinen, lyrischen Sprache erzählt Khayat die berührende Geschichte einer großen Freundschaft.« DANIEL SCHREIBER »Dieses Buch ist wie eine ausgestreckte Hand. Ein traurigschöner Protest gegen all das, was Menschen trennt, statt zu verbinden.« DANIELA DRÖSCHER

Editions (2)

ISBN9783832168124
PublisherDuMont Buchverlag
Publication Date08/13/24
Pages176

Characteristics

3 reviews

PoeticMultifacetedSadLikableFastSimple

Reviews & Ratings

227 ratings

46 reviews

4.1

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Followers

    5.0

    "Ich erinnere mich, dich vergessen zu haben." "Ich lebte im Ungefähren und hatte mich da eingerichtet. Fühlte sich nicht gut an, störte aber auch nicht." "Eine neue Wohnung will er mir suchen, mir helfen, alles auszuräumen. Kann nicht, will das Weggehen hier nicht denken. Lieber alles lassen, stillstehen lassen." "Cem und du, ihr stecktet die Köpfe oft zusammen, öfter als zuvor. Wir waren Türme gewesen füreinander, und nun gab es euch, und es gab mich." "All das hörte auf nach dem Sommer. Dein Licht hatte sich verändert, es hatte sich in Feuer verwandelt, flammte immer öfter, immer heißer, immer höher auf. Konnte spüren, es zog dich weg. Wenn auch niemand wusste, du nicht wusstest, wohin." "Ich bin wütend auf die Einsamkeit, die sich mir so in den Weg stellt. Die mich zwingt, mich immer wieder zu erinnern." Es ist die Geschichte von Hanna, deren Mutter bei einem Unfall ums Leben kam. Sie wächst bei ihren Großeltern Felizia und Theo in einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet auf. Von ihrem besten Freund Cem, dessen Familie ein kleines, türkisches Lebensmittelgeschäft führt. Und von Zeyna, die mit ihrem Vater Nabil vor dem Krieg im Libanon nach Deutschland geflüchtetet ist und sich mit den beiden anfreundet. Die Geschichte einer ganz besonderen kindlichen Freundschaft, die gesellschaftliche Grenzen überwindet. Hanna erzählt in der Gegenwart, der Zeit der Corona-Pandemie die von Einsamkeit und Isolation geprägt ist, vom Tod ihrer Großeltern, ihrer Sehnsucht nach Nähe und Sicherheit und von der Suche nach Zeyna, die sie schrecklich vermisst. Durch Rückblicke beschreibt Hanna die glückliche Zeit ihrer Kindheit und Jugend. Bis diese Freundschaft am 9.11.2001 erste Risse bekommt, kulturelle und gesellschaftspolitische "Unterschiede" , die bisher keine Rolle gespielt haben, die sie nicht wahrgenommen haben, beginnen eine Rolle zu spielen. Bis es schließlich zum totalen Bruch zwischen ihr und Zeyna kam. Was war geschehen? Ein Buch über die Kraft der Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen und Trauer. Sprachlich ganz klar und doch auch gefühlvoll und poetisch, die Charaktere sind fein ausgearbeitet. Ich war ab der ersten Seite gefangen. Eine Zufallsentdeckung und eine unbedingte Leseempfehlung von mir ⭐

    Nov 17, 2024

  • buchstabenfaengerin
    buchstabenfaengerin

    133 Followers

    5.0

    Eine leise, tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Verlust und Spuren der Vergangenheit – poetisch und berührend.

    „Ich komme nicht zurück“ hat mir richtig gut gefallen. Besonders der poetische Schreibstil hat mich von Anfang an abgeholt und der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre verliehen. Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt und gehofft zu erfahren, was damals zwischen Hanna und Zeyna passiert ist. Umso schöner fand ich es, dass die Auflösung erst auf den letzten Seiten kommt und schließlich erklärt, was die beiden Freundinnen auseinandergebracht hat. Die Geschichte erzählt von Einsamkeit, Trauer und einer verlorenen Freundschaft, aber auch davon, wie sehr die eigene Herkunft das Leben, die Erfahrungen und den Charakter eines Menschen prägen kann. Gleichzeitig zeigt sie, wie eine Freundschaft gesellschaftliche und kulturelle Grenzen überwinden kann und wie groß die Sehnsucht nach Nähe, Geborgenheit und Zugehörigkeit sein kann. Besonders gefallen haben mir die authentischen und nahbaren Figuren. Ihre Gedanken, Gefühle und Probleme wirkten sehr echt, sodass ich ihre Entscheidungen gut nachvollziehen konnte. Ein ruhiges, aber unglaublich tiefgründiges Buch über Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt, Verlust und Trauer. Es regt zum Nachdenken an und hat mich auch nach der letzten Seite noch beschäftigt.

    Eine leise, tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Verlust und Spuren der Vergangenheit – poetisch und berührend.

    5 days ago

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Followers

    5.0

    So poetisch, so dicht und so nah an meinen eigenen Lebenserfahrungen. Rasha Khayat hat es mit ihrer feinfühligen Sprache geschafft, mich selbst daran zu erinnern, woher ich komme und warum ich heute bin, die ich bin. Warum ich in den 90ern Angst vor bestimmte Orte in meiner Heimatstadt hatte, da die „Nazis“ dort ihr Revier hatten. Warum ich nicht nur Angst um meine Verwandtschaft im Kriegsgebiet des ehemaligen Jugoslawiens hatte, sondern auch um die geflüchteten Familienmitglieder hier in Deutschland. Warum Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen gewachsen sind, nach dem 11. September. Warum ich nicht die Hoffnung in die Menschheit verloren hatte, dank der strahlenden Lichterketten und dass ich selbst die Erfahrung machen musste, einen geliebten Menschen zur Coronazeit zu verlieren, ohne vorher Abschied nehmen zu dürfen, dass ich Cem verstehen konnte, da ich selbst manchmal den leichteren Weg wähle und wie schmerzhaft und einsam es sein kann, wenn eine wunderbare Freundschaft zerbricht. Hier wird nicht nur die Freundschaft zwischen Hanna, Zeyna und Cem erzählt, die in den 80ern beginnt und sich so ehrlich und warmherzig anfühlt, sondern auch von der Einsamkeit, die Hanna umgibt, verstärkt durch die Umstände im Jetzt - Pandemie, beide Großeltern verstorben und der Kontakt zu Zeyna abgebrochen. Erinnerungen, die erzählen, wie sich die Freundschaft im Laufe der Zeit verändert hat und wie es zum Bruch der Freundschaft kam. Das die Herkunft eines Menschen großen Einfluss darauf haben kann, welche Erfahrungen man im Leben sammelt und wie diese Erfahrungen den eigenen Charakter beeinflussen. Ach, und dieses Ende, unerwartet und unglaublich stark. Ganz viel Liebe für diesen Roman, der mir nicht nur viel Wärme geschenkt hat, sondern auch in die eigene Vergangenheit zurückgeworfen hat. S.19 „Wir zwei. Wir drei. Wir alle. Neun Jahre alt, zwölf Jahre alt, achtzehn Jahre alt, fünfundzwanzig Jahre alt, dreiunddreißig Jahre alt. Versuche zu rekonstruieren, welches wohl die letzten Bilder sind. Schau mir die Mädchen an, die jungen Frauen und denke - ihr wusstet gar nicht, wie frei ihr wart, wie glücklich.“ S.48 „Die Einsamkeit auf den Krankenhausfluren presste sich mit aller Macht gegen meine eigene Einsamkeit, rieb sich an ihr, so sehr, dass ich kaum mehr atmen konnte.“ S.56 „Da hatte ich es zum ersten Mal gehört, diesen neuen Namen, diese neue Variante von Cem, meinem Kinderfreund Cem. Dass sie seinen Namen nicht so gut aussprechen konnte, erklärte er später, und dass sich Jimmy auch bei der Arbeit durchgesetzt hatte, auch bei den Patienten, und dass die Leute es einfacher fanden als Cem.“ S.110 „Und du gucktest mich an, als wolltest du sagen: Man hat zwei Möglichkeiten. Aufgeben und am Ende verrecken, oder zäh werden. Zäh werden und durchhalten, und am Ende stärker sein als alle anderen, vom Kampf ums Überleben gestählt.“

    Dec 22, 2024

3 of 46 reviews

SocialReads

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akashacookie
akashacookieFeb 21, 2026

,, Täglich werden es mehr Lichter, mehr Blumen vor dem Kreuz, kleine greifbare Zeichen für echten Schmerz, nicht bloß Zahlen in der Zeitung." 🕯️🫂

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Author

About Rasha Khayat

RASHA KHAYAT studierte Vergleichende Literaturwissenschaften, Germanistik und Philosophie in Bonn. Seit 2005 arbeitet sie als freie Autorin, Übersetzerin und Dozentin. 2016 erschien ihr Debüt ›Weil wir längst woanders sind‹. Sie erhielt für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung und das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds. Seit 2022 hostet sie den feministischen Literaturpodcast ›Fempire – der Podcast über Frauen, die schreiben‹.

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