Herz der Finsternis

Herz der Finsternis

Hardback
3.2207

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Description

»Herz der Finsternis« ist eine Erzählung von Joseph Conrad, die erstmals 1899 erschien und den Kolonialismus thematisiert. Der erfahrene Seemann Marlow schildert am Ende des 19. Jahrhunderts seine abenteuerliche Reise in das Innere Afrikas und erlebt dort die Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung durch skrupellose Kolonialisten.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
128
Price
7.00 €

Posts

34
All
4

"Herz der Finsternis" von Joseph Conrad ist ein kurzer, aber außerordentlich intensiver Roman, der lange nachwirkt. Joseph Conrad erzählt keine klassische Abenteuergeschichte, sondern eine düstere Reise in die menschliche Psyche und eine schonungslose Abrechnung mit kolonialen Illusionen. Die Fahrt des Seemanns Marlow den Kongo hinauf wird dabei weniger von äußeren Ereignissen getragen als von innerer Spannung und wachsender moralischer Unruhe. Im Zentrum steht die Figur Kurtz; zunächst ein Mythos, später die erschreckende Verkörperung dessen, was geschieht, wenn Macht, Isolation und fehlende Grenzen aufeinandertreffen. Seine Entwicklung macht deutlich, wie brüchig der Begriff von Zivilisation ist und wie schnell moralische Maßstäbe zerfallen können. Besonders eindrücklich ist dabei, dass Kurtz nicht als Ausnahme erscheint, sondern als extremes Spiegelbild menschlicher Möglichkeiten. Marlow fungiert als beobachtender Erzähler, der selbst nicht unschuldig bleibt. Seine Begegnung mit Kurtz zwingt ihn, über Wahrheit, Verantwortung und Selbsttäuschung nachzudenken. Der Roman stellt dabei immer wieder die Frage, ob Menschen die Wahrheit überhaupt ertragen können oder ob Illusionen notwendig sind, um weiterzuleben. Conrads Sprache ist dicht, symbolisch und atmosphärisch, stellenweise fordernd, aber gerade dadurch wirkungsvoll. Die Handlung tritt bewusst in den Hintergrund, um Raum für Deutung, Unbehagen und Reflexion zu lassen. Herz der Finsternis ist kein leicht zugängliches Buch, belohnt aber mit einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit Macht, Moral und dem dunklen Kern menschlicher Existenz. Insgesamt ist der Roman ein anspruchsvoller Klassiker, der weniger Antworten gibt als Fragen stellt und genau darin seine bleibende Stärke entfaltet. Ich bin sehr begeistert.

5

Joseph Conrad - so ein schlichtes Pseudonym. Doch hinter diesem Schriftstellernamen verbirgt sich eine komplexe Persönlichkeit. Der Schriftsteller wird am 03. Dezember 1857 in dem zu der Zeit russisch besetzten Teil der polnischen Ukraine geboren. Seine Eltern entstammen dem polnischen Landadel. Sein Vater ist ein radikaler Patriot und ein gebildeter Mensch - er übersetzt Victor Hugo, Charles Dickens und Shakespeare. Bald schon verliert der kleine Józef seine Heimat, dann seine Eltern (Tuberkulose) und steht mit nur 11 Jahren unter der Vormundschaft seines Onkels mütterlicherseits. Die Kindheit ist zu Ende. Mit 17 Jahren geht er nach Marseille, wird Seemann. Es folgen wilde Jahre mit Waffenschmuggel und Spielschulden. Schließlich schießt er sich eine Kugel in die Brust, verfehlt jedoch das Herz und nimmt dann den einzig möglichen Kurswechsel vor: er beginnt seine Lehr- und Wanderjahre als einfacher Matrose unter britischer Flagge, und das, ohne "auch nur sechs Worte Englisch zu sprechen." Im Jahre 1894 quittiert der Kapitän zu See und Untertan der britischen Krone namens Joseph Conrad den Dienst, um mit Mitte 30 eine neue Laufbahn einzuschlagen: die des Schriftstellers. Dabei verarbeitet er auch seine Erlebnisse in Belgisch-Kongo im Jahre 1890 und führt seine Leser ins Herz der Finsternis. Das Verblüffende an dem Prosawerk ist seine Mannigfaltigkeit mit der es aus den verschiedensten Perspektiven betrachtet werden kann: Zunächst natürlich als Reisebericht eines unbedarften Seemannes, der sich naiv darauf freut, seinen Posten als Kapitän eines Dampfschiffes zu übernehmen, in einem Erdteil, in die der damalige belgische König nach eigenen Worten "die Zivilisation bescheren will, ..., die Finsternis vertreiben, die ganze Völker gefangen hält, ..., ein Kreuzzug, der diesem Zeitalter des Fortschritts würdig ist" (Zitat aus dem Nachwort, Brüsseler Konferenz 1876). Doch Charlie Marlow trifft auf eine absurde Gesellschaft, die scheinbar die Zivilisation verteidigt und dabei die Bevölkerung und das Land ausbeutet. Lakonisch vermerkt der Protagonist zur einheimischen Bevölkerung: "sie gingen langsam zugrunde - das war sehr deutlich" (Zitat, Seite 29). Was uns zur Lesart des Romans als Manifest der Menschlichkeit und Zeugnis gegen die Gräuel der Kolonialherrschaft führt. Wobei dieser Ansatz mit Vorsicht zu genießen ist, denn das Schreiben ist klar auch den Vorstellungen seiner Zeit verhaftet. So wird die einheimische Bevölkerung vom Protagonisten als sehr fremdartig, wild oder in der Entwicklung auf einer niedrigen Stufe stehend beschrieben. Lichte Momente gibt es eher selten, als einschneidendes Erlebnis sei hier der Angriff des Schiffes und der Blick auf das beherzte Verhalten des Steuermannes zu lesen. Konzentriert man sich auf den Schreibstil des Autoren, so fällt die Intertextualität besonders ins Auge, aber auch die außergewöhnlich schöne und lebendige Sprache, mit der uns der Text vermittelt wird. Natürlich denkt der Protagonist bei Ankunft sogleich an Dantes Inferno und mit dem Erzähler nähern wir uns dem inneren Kreis, wo der Teufel auf uns wartet: der Agent Kurtz, ein "in alles eingeweihte, gespenstige Wiedergänger aus dem hinterletzten Nirgendwo" (Zitat, Seite 87). Und erinnert der schlangengleiche Fluss nicht auch an die Lethe, dem mythischen Gewässer, auf dem verstorbene Seelen das letzte Geleit finden? Und dann ist da natürlich Charlie Marlow selbst, der dem übergeordneten Erzähler wie ein Buddha vorkommt. Und was sind die heiligen Aufgaben eines Buddha? Nun, den Weg wahrer Weisheit zu finden und selbstloses Mitgefühl für andere Menschen zu empfinden. Der bekannte menschgewordene Buddha bekam den Namen Siddharta (Sanskrit) "der sein Ziel erreicht". Hat auch der zweifelnde Wanderer in unserer Geschichte dieses mysteriöse Ziel erreicht und war der letzt beschriebene Akt ein Beweis höchsten Mitgefühls - oder bleibt am Ende doch nur eine Lüge, die uns die Finsternis im Herzen gewahr werden lässt? Welche Version entspricht eurem Leseerlebnis? FAZIT Eine Rezension zum Roman "Die Holländerinnen" von Dorothee Elmiger durch Thoralf Czichon auf dessen YouTube Kanal LiteraturNews gab mir den Ansporn, diesen Roman von Joseph Conrad erneut zu lesen. Auch wenn diese Rezension sehr düster klingt, beweist der Autor durchaus Humor und seine Wortspiele sind belebend. Aber es bleibt ein Ausspruch hängen: "Das Grauen! Das Grauen!" Was das jedoch bedeuten mag, bleibt unausgesprochen, ist wahrscheinlich unbeschreiblich und unfassbar! - Das ist die Tiefe im Herz der Finsternis. Oder wie es in der Reclam Ausgabe, übersetzt und herausgegeben von Daniel Göske, auf Seite 59 heißt: "Es gab Augenblicke, in denen die eigene Vergangenheit einen einholte, wie es manchmal geschieht, wenn m an keinen Augenblick Muße hat, aber sie kam in Gestalt eines unruhigen und lärmenden Traums, an den man sich verwundert inmitten der überwältigenden Tatsachen dieser seltsamen Welt aus Pflanzen und Wasser und Stille erinnerte. Und diese Stille hatte nichts Friedliches an sich. Es war die Stille einer unerbittlichen Macht, ...

4

Ergreifende Rhetorik eines leidenschaftlichen Seemanns

Ein für seine Zeit (erschienen 1899) sehr mutiges Buch voller Kritik gegen die Grausamkeiten des europäischen Kolonialismus, das uns auch die Tücken unserer eigenen, individuellen Moralvorstellungen vor Augen führt.

4

Zurecht ein sehr einflussreiches Werk

Ich verbinde mit diesem Buch etwas persönliche Nostalgie, da ich dieses Buch früher mal im Englisch LK gelesen habe. Beim zweiten Lesen war die Sprache nicht weniger anspruchsvoll zu lesen, aber ich verstehe wieso das Buch so einflussreich für andere Autoren und als Inspiration für den Film Apocalypse Now gedient hat. Lediglich die wohl zeitgemäße aber aus heutiger Sicht problematische Beschreibung der Einwohner des belgischen Kongos sind etwas schwierig zu lesen. Für Interessenten der Kolonialgeschichte Belgiens empfehle ich dieses Buch zusammen mit King Leopolds Ghost zusammen zu lesen.

5

Weltliteratur! 👏🤩

Seefahrer Charlie Marlow ist auf der Suche nach dem Schurken Kurtz mitten im westafrikanischen Dschungel im Kongo - eine Reise, die ihn an den Rand der Menschlichkeit führt. „Ich habe den Teufel der Gewalt gesehen und den Teufel der Habsucht und den Teufel heißer Begierde; aber - beim Himmel! - das waren kräftige, derbe, rotäugige Teufel, die Männer beherrschten und vor sich hertrieben - gestandene Männer, sag ich.“ Der Text umkreist auf eine mysteriöse Weise die Ereignisse, lebt von Andeutungen und ergeht sich in Widersprüchen, ist versehen mit Leerstellen. Mysteriös könnte man meinen, denn nicht alles ist auserzählt, es gibt dem Leser Raum für eigene fortführende Gedanken und Interpretationen - genau das ist es, was mich fasziniert hat an dem Text. Denn ich gebe ehrlich zu zuvor gedacht zu haben - was mag schon Großes im dem wenig umfangreichen Büchlein stecken?! Und ich wurde eines Besseren belehrt - denn es steckt unglaublich viel im diesem Text, nämlich Weltliteratur. Die Reise zum „Herz der Finsternis“ sehe ich letztlich als eine Reise Marlows zu sich selbst. Er entfernt sich vom Bekannten und macht sich auf, neues, unbekanntes zu entdecken voller Idealismus, getrieben von innerer Unruhe strebt er nach dem Unbekannten. „ Der menschliche Geist ist zu allem imstande - weil alles in ihm steckt, die ganze Vergangenheit ebenso wie die ganze Zukunft. Was war das denn schließlich, dort, vor uns? Jubel, Trauer, Hingabe, Tapferkeit, Raserei - wer weiß es? - aber auch das Eigentliche - die Wahrheit, befreit vom Mantel der Zeit.“ Inhaltlich möchte ich nicht tiefer darauf eingehen, außer dass es auch ein kritikübendes Werk ist. Es übt zwischen den Zeilen Zivilisations- und Sozialkritik, stellt die Kolonialpolitik im Kongo in Frage, ist aber auch ein Werk, in dem Ihr das „N“-Wort lesen werdet (für mich legitim in dem Kontext, dass es 1899 erschienen ist). Ich bin restlos begeistert, werde mir die Verfilmung anschauen und freue mich nun umso mehr auf die Lektüre von „Die Schattenlinie“ (ein weiteres Seefahrt-Werk des Autoren, aber wesentlich umfangreicher).

4.5

Zum zweiten Mal gelesen. Gewaltiges Buch! Aufgeladen, zum Denken anregend, aber auch emotional ergreifend.

Ich hatte das Buch im Rahmen meines Studiums mit Anfang 20 gelesen und war sehr beeindruckt. Der Satz „We live, as we dream - alone.“ ist seither eine Art mich begleitende Weisheit geworden und ich weiß noch wie heute, wie mich diese Erkenntnis geradezu ergriffen hatte. Es heute wieder zu lesen war auch verstörend, denn es ist auf mehreren Ebenen rassistisch bzw. beschreibt Rassismus. Frauen, so sie denn vorkommen, werden auch eher limitiert betrachtet. Aber wenn wir es auf einer symbolischen Ebene sehen, dann ist es ein wortgewaltiges, vibrierendes Meisterwerk über die Abgründe des Menschseins, die Begegnung mit dem Dunklen, mit dem Unbekannten, unsere Überheblichkeit und unsere Ambivalenzen zwischen gut und böse. Es hat mich auch ein zweites Mal, diesmal auf deutsch, in den Bann gezogen! Sollte man gelesen haben.

4

Reise in die Vergangenheit

Sehr interessante Erzählung eines Kapitäns über seine Reise nach Afrika. Es gibt wohl Zusammenhänge mit der Biografie von Joseph Conrad und seinen Erlebnissen. Seine Beschreibungen der Natur und vor allem der See sind gewaltig. Die Erfahrungen mit den kolonialen Taten erschreckend. All das verarbeitet er wohl in seinen Büchern und vor allem in „Herz der Finsternis“. Wirklich interessante Kurzgeschichte

Reise in die Vergangenheit
3.5

Über der offenen See hing eine schwarze Wolkenbank, und die ruhige Wasserstraße, die bis an die äußersten Ende der Erde führte, strömte düster unter einem bedeckten Himmel dahin - als führte sie in das Herz einer gewaltigen Finsternis.

Auf gewisse Weise eine Dekonstruktion des ,,leichten" Abenteuerromans und zugleich eine schallende Anklage der Grausamkeit des Kolonialismus. Protagonist Charles Marlowe erreicht zwar sein Ziel, dort wartet aber nichts auf ihn, selbst die mythische Gestalt, die er zuvor so unbedingt sehen, nein, sprechen hören wollte, ist keinesfalls so beeindruckend wie es die über ihn kursierenden Erzählungen suggerierten. Stattdessen ist dieser ominöse Mr. Kurtz ein verfallener Kranker, dem Wahnsinn gehörend, die Eingeborenen mit brutaler Gewalt unterjochend. Kurtz ist damit die Personifikation des Kolonialismus, die Konzentration seiner gesamten Verbrechen in einem Individuum. Erblicken die Kolonialisten das Antlitz ihrer eigenen Taten, sind sie verschreckt, empfinden es als zu extrem - allerdings nur zu diesem bestimmten Zeitpunkt, so sagt Marlowes Vorgesetzter auch nicht, dass er Kurtz' Methoden, bei welchen er zur Abschreckung Köpfe auf Pfähle spießt, an sich missbilligt, er sagt nur, diese Methode seien zu früh angewandt worden. Und ist die Krankheit, die Kurz quält, nicht gleichzusetzen mit dem Kapitalismus? Es wird nie benannt, worunter der Mann jetzt wirklich leidet, doch es scheinen tatsächlich die Auswirkungen seines Handelns zu sein, eine unermessliche Besitzgier, was ihn traktiert. Nicht nur Kurtz hält die Eingeborenen allerdings für minderwertig, auch der Protagonist begegnet ihnen keinesfalls auf Augenhöhe. Als er um seinen schwarzen Steuermann trauert, rechtfertigt er sich sogar noch damit, dass dieser doch zumindest einen Zweck erfüllt hätte. Als wären die Menschen oder zumindest die angestammte Bevölkerung, denen die Europäer nun ,,die Zivilisation bringen wollen", nur etwas wert, wenn sie arbeiten. Über seine eigene Rolle kann Marlowe jedoch nicht reflektieren, da ist es fast ein Geschenk für ihn, dass Kurtz sich so gut als Sündenbock eignet, als eine Figur auf die man alles Schlechte projizieren kann, um sich selbst danach als reingewaschen zu betrachten. Vielleicht ist es auch diese unterschwellige Verbundenheit, die Marlowe fühlt, welche ihn dazu bewegt, trotz seiner Abneigung, noch die größte Nähe zu Kurtz aufzubauen. Viel in diesem Roman dreht sich auch um das Warten. Marlowe erzählt seine Geschichte, während er mit befreundeten Seemännern auf die Flut wartet, die ganze Reise wartet er auf Kurtz, zwischendurch muss das Schiff warten bis sich ein dichter Nebel gelichtet hat und am Ende warten alle auf Kurtz' Tod. Dieses Warten spiegelt sich auch stilistisch. Joseph Conrad dehnt die Zeit förmlich, gibt der Erzählung immer wieder Brüche und erzeugt so die surreale Atmosphäre eines Abstiegs in den Wahnsinn

2.5

atmosphärisch stark, inhaltlich interessant, aber überhöht und stellenweise anstrengend zu lesen.

3.5

Das Buch ist ein historischer Text über die Auswüchse des Kolonialismus um die Jahrhundertwende. Das Buch ist eine Reise auch in die Untiefen des Unterbewusstseins. Das Buch ist voller rassistischer Klischees und voller Eurozentrismus. Ich denke, alles stimmt gleichzeitig. Es lohnt dennoch sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

3.5

Klassiker zum Kolonialismus

Ein Bericht über den Bericht einer Bootsfahrt ins Innere eines fernen Kontinents. Beklemmend ist die Angst vor dem Fremden und den Fremden. Gleichzeitig wird deutlich ein Bild des Kolonialismus gezeigt - insbesondere in der Person Kurtz (die einzige Person neben dem Erzähler, die einen Namen hat). Als Challenge "Buch vor 1900" gelesen, klingt es länger nach. Jetzt werde ich auch "Apokalypse Now" nochmals sehen.

1.5

Vielleicht historisch interessant, aber mit zweifelhafter Aussage

Ganz schwieriges Buch für mich. Ich sehe ein, dass es historisch interessant sein kann, um nachzuvollziehen, was im Kolonialismus abging und wie Kolonialismuskritik in der damaligen Zeit aussah. Heutzutage finde ich, ist der Text immer noch rassistisch und reproduziert eine herablassende Sicht auf die afrikanische Bevölkerung, die da ausgebeutet (und Schlimmeres!) wurde. Es ist aus meiner Sicht europäisches Selbstmitleid, zeigt vielleicht die wahren Motive der Kolonialisten auf, aber nicht das Leid der Opfer. Abgesehen davon fand ich den Text auch schlecht geschrieben. Ellenlange Sätze, seitenlang keine Absätze, langweiliger Plot, nebulöse Symbolik, unnahbarer Protagonist. Die Beziehung zwischen Marlow und Kurtz wird so beschrieben, als wären sie best friends, dabei haben sie vielleicht zwei Gespräche geführt. Fast Burn sein Uropa. Leider ein großes, klares Nein von mir für diesen Klassiker.

5

Wenn einer eine Reise tut ... dann kann er was erzählen! So auch Marlow, der auf einem Kahn auf der Themse auf die Flut wartet und seinen Kameraden eine abenteuerliche Geschichte erzählt. Das ist die Ausgangslage in "Herz der Finsternis" von Joseph Conrad; neu veröffentlicht in der farbenfrohen Ausgabe der Penguin Edition. Die Übersetzung ist von Fritz Güttinger; das Nachwort von Ernst Weiß scheint einer älteren Ausgabe entliehen worden zu sein, ist bzw. war der Verfasser doch ein Zeitgenosse und Freund Kafkas. Die von Marlow erzählte Geschichte führt die Leserinnen und Leser über den Kongo immer tiefer in den afrikanischen Kontinent hinein. Dabei versteht es Conrad meisterhaft, die Stimmung entlang des Flusses in atemberaubenden Bildern vor des Lesers Auge zu zaubern. Dabei ist die Geschichte in weiten Teilen sehr ruhig - ähnlich der langsamen Fahrt auf dem Kongo. Effekthascherei war nicht die Intention von Conrad. Und trotzdem wird in manch einer Bemerkung oder noch öfter zwischen den Zeilen die Kritik Conrads an der europäischen Kolonialherrschaft deutlich. Die Leserinnen und Leser sollten sich bewusst machen, dass im Text heute nicht mehr gebräuchliche Begriffe verwendet werden oder in unseren (heutigen) Augen rassistische Äußerungen getroffen werden. Es ist ein Text seiner (damaligen) Zeit - das sollte man beim Lesen im Hinterkopf haben. Ich bin Marlow jedenfalls gerne ins "Herz der Finsternis" gefolgt und gebe inklusive Klassikerbonus 5* und spreche eine absolute Leseempfehlung aus. © kingofmusic

Ich habe dieses Buch vor langer Zeit gelesen und dann am Wochenende noch einmal, und ich habe festgestellt, dass ich mich an vielleicht 5 % davon erinnern kann. Das ist vielleicht nicht so überraschend, weil die existenziellen Mäander das eigentliche Geschehen dominieren, und viele dieser Ereignisse bestehen darin, dass man herumliegt, weil es zu heiß, zu verschwitzt und zu krank ist, und nur wartet. Das ist ungerecht, denn die Ereignisse überschlagen sich, man begegnet Figuren, wird Zeuge von Widerwärtigkeiten und am Höhepunkt wird Blut vergossen. Das Tempo ist jedoch langsam. Langsam im neunzehnten Jahrhundert. Im Vergleich dazu sprintet Dickens. Jeder Moment der Emotion und der Kontemplation wird auseinandergepflückt, überbeschrieben, mit sehr gehobener Sprache in die Unterwerfung geprügelt. Zwei Dinge bewahren dieses Buch davor, nach wenigen Seiten weggeworfen zu werden, und erklären vielleicht (zusammen mit der Liebe der akademischen Welt und der Aufnahme in zehntausende Englisch-Lehrpläne an Schulen) seine Langlebigkeit. Erstens hat Conrad, wenn man die übertriebene Sprache verzeiht, die vielleicht eher ein Zeichen seiner Zeit ist, ein seltenes Auge für Charakterisierung und Beschreibung. Er "sieht" und schafft es, ganze Menschen mit einer Handvoll Zeilen zu beschreiben, wenn er es will. Zweitens ist der Kern der Geschichte, die Finsternis, ein Geheimnis, das den Erzähler fesselt und den Leser in seinen Bann zieht. Wie unser Erzähler, der sich flussaufwärts ins Unbekannte begibt, wollen wir Kurtz kennen lernen, um herauszufinden, was an diesem Mann so außergewöhnlich ist. Am Ende ist Kurtz, wie alles, was hochgejubelt und immer weiter aufgebauscht wird, eine Enttäuschung, aber irgendwie rettet Conrad es mit den letzten Worten des Mannes. Ein weiteres Mysterium, das dem Leser überlassen wird und das die Menschen seit hundert Jahren dazu bringt, das Werk zu lesen. 3,5 Sterne von mir - ich kann den Wert des Buches schätzen, aber ich war nicht begeistert.

2.5

Langsam sollte ich es mal begriffen haben das ich mich nicht nach dem Klappentext richte auch hier ist er wieder irreführend ich wüsste gerne ob die den schreiben das Buch auch lesen. Das ganze ist mehr ein leichter Reise Roman als das sich der Protagonist mit seiner dunklen Seiten auseinander setzt. Die Geschichte ist gut wenn man die unvoreingenommen liest. Nette Geschichte für zwischendurch.

3

Ein weiteres Buch, was ich im Klassikleseclub gelesen habe. Ich empfand den Schreibstil als etwas schwierig und trotzdem hat mich die Geschichte eingefangen. Die britische Kolonialzeit war keine Glanzstunde in der Geschichte der Menschheit. Und es hat mich nachdenklich gemacht. Obwohl wir deine Kolonialmacht mehr sind, halten wir uns anderen Völkern gegenüber als bessere Menschen und beuten diese Völker und ihr Land aus, um Profit zu machen

4

Es ist recht leicht, dieses Buch zu lesen, mal davon abgesehen, dass die hässliche Fratze des brutalen Kolonialismus nur schwer zu ertragen ist. Rein auf der Handlungsebene liest sich der Bericht des Seemanns Marlowe über seine Erfahrungen bei einer Kongo-Flussfahrt ins Landesinnere zu einer bestimmten Handelsstation wie ein Abenteuerroman. Durch immer wiederkehrende Bezeichnungen und Bilder, insbesondere die Farbe Schwarz in Form von Dunkelheit und Finsternis, wird beim Lesen schon klar, dass sich Conrad viele Symbole, Metaphern und Assoziationen einfielen ließ, um seiner Geschichte Tiefe zu geben. Ich selbst fing während des Lesens auch an, die ein oder andere außergewöhnliche Nebenfigur zu interpretieren. Beim Lesen des Wikipedia-Artikels am Ende der Lektüre bekam ich dann erklärt, welche Bezüge zu Dante oder der griechischen Mythologie hergestellt werden können. Teils lag ich dabei richtig, oft aber voll daneben. Für jemanden, der Hermes nur als Paketdienst und Dante als Innenverteidiger beim FC Bayern kennt, daher kein leicht verständliches Buch. Selbst die Tatsache, dass „Apokalypse Now“ auf dieser Erzählung basiert, war mir unbekannt. Conrad prangert mit diesem Buch die bestialische Form des Kolonialismus an, so wie ihn die Belgier im Kongo praktizierten. Mir persönlich hätte mehr klare Handlung und weniger Anspielungen besser gefallen. Positiv fiel mir die Sprache, gerade in den Landschaftsbeschreibungen, und der enorme Sarkasmus auf, mit der Marlowe die Menschen auf seinem Weg der Erkenntnis zum Herz der Finsternis beschreibt. Dabei werden Weiße wie Schwarze negativ bewertet. Das Buch ist schon rassistisch, so wie die Denkweise vor über 120 Jahren in Europa wohl generell war. Das Buch aber von vornherein aufgrund der rassistischen Sprache abzulehnen, halte ich für falsch. Conrads Intention ist es ja, die Gräuel, die von den weißen Eroberern (so sahen sie sich) ausgeht, als Schande und Unmenschlichkeit darzustellen. Insofern ist das für mich ein zeitgeschichtliches Werk von großer Bedeutung, auch die Sprache nicht mehr das heutige Hürde der politischen Korrektheit mehr nehmen kann.

3

Nicht verkehrt aber nicht mein Fall

Ein Buch über die Grauen der Sklaverei, unentdeckte Welten und die Faszination für einen Mann. Für mich ist die Geschichte etwas langatmig und sprachlich nicht so mein Fall, aber man kann es durchaus gut lesen.

Nicht verkehrt aber nicht mein Fall
3.5

Kapitän Marlow steuert seinen Flußdampfer durch die Wildnis Kongos und trifft auf Kurtz einem zwielichtigen Elfenbeinhändler. Auf ersten Blick würde man meinen, dass die Missionare die Zivilisation in das Land bringen wollen, jedoch merkt man wie die Gier nach den Rohstoffen siegt. Das Kapital des Elfenbein stellt sogar alle moralischen Werte runter, denn hier schreckt man nicht vor Gewalt zurück.

1

Sehr schleppend. Klar ist das Buch älter, aber Spannung kommt in keinster Weise auf.

1

Es hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt, teilweise musste ich Abschnitte zweimal lesen, da ich Schwierigkeiten mit den Gedankensprüngen von Marlow hatte.

Der Roman besteht aus einem Bericht des Kapitäns Marlow der mit einem Dampfschiff im Kongo unterwegs ist. Die Reise führt zu dem Handelsagenten Kurtz, der ein regelrechtes Terrorregime als Grundlage für seine künftige Karriere aufgebaut hat.

Es hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt, teilweise musste ich Abschnitte zweimal lesen, da ich Schwierigkeiten mit den Gedankensprüngen von Marlow hatte.
4

Auch ein Buch, das man immer und immer wieder re-readen kann. Dabei wird die Stimmung jedes Mal beklemmender und drückender.

4

Durchdrungen von dunklem, entmenschlichtem Grauen - meisterhaft geschrieben. Die Absicht hinter der Erzählung bleibt unklar (Verarbeitung von Erlebtem, Anregung zu Hinterfragen...), lässt jedoch in jedem Fall betroffen und begeistert ob der Erzählkunst zurück.

3

Ein Klassiker, der sicherlich nicht mein Liebster bleiben wird. Zwischendurch hatte ich ein paar Probleme, der Geschichte zu folgen.

4

Dieses Buch war die Inspiration für den Film „Apocalypse Now“. Die Sprache ist wunderwunderschön, wie oft bei Büchern des 19. Jahrhunderts 😍 Der Protagonist erzählt die Geschichte, wie er damals beauftragt wurde, mit einem uralten Dampfer im Kongo einen Fluss hinunterzufahren, um einen berühmt-berüchtigten Herrn Kurtz zu finden, der massenweise Elfenbein liefert. Die Beklemmung während dieser Reise, die Hitze, die Feuchtigkeit, der verfilzte Dschungel, die Angst vor Überfällen und dem Versagen des Motors - eindringlich und beklemmend geschildert. Manchmal springt die Geschichte in der Zeit, was etwas verwirrend war, und manchmal wird eine Person über Seiten hinweg nur als „er“ bezeichnet, wodurch ich zwischenzeitlich seinen Namen vergessen hatte 😅

5

Was für ein Buch. Conrad lässt seinen Kapitän Marlow den Kongo hinauffahren und vom Ausplündern und Morden berichten. Rasch erkennt er und mit ihm Leserin und Leser, was Kolonialismus bedeutet: ein auf niedrigste Motive gegründetes Menschheitsverbrechen.

3

Hm. Ich wollte das Buch lesen, weil Hannah Arendt in Origins of Totalitarianism umfassend daraus zitiert hatte, um die Gesetzlosigkeit des Imperialismus darzustellen. Vielleicht lag es an der Sprache und an meiner mangelnden Geduld, aber ich habe Arendts Perspektive gar nicht gefunden - für mich las sich das Buch eher wie eine Beschreibung, was die Leute in den Kolonien alles so machen und wie wild und gefährlich die Landschaft ist, aber die größere systemische Kritik ist mir verloren gegangen. Conrad und ich passen vielleicht einfach nicht zusammen - ich hatte auch mal vor vielen Jahren The Secret Agent gelesen, ohne dass ich die Botschaft des Buches verstanden hätte…

3

I am giving it a neutral 3 Stars. The book or more specifically the way it was written did not do anything for me. I can see why people like this book though. It has a rather interesting Story and develops nicely. I just think if there was more of Kurtz's perspective I would have enjoyed it more as it basically was more or less about him...

3

I had high hopes on this one, but I could have skipped it easily. :/ Great art, though

2

Had to read it for uni and it was alright.

4

Es ist recht leicht, dieses Buch zu lesen, mal davon abgesehen, dass die hässliche Fratze des brutalen Kolonialismus nur schwer zu ertragen ist. Rein auf der Handlungsebene liest sich der Bericht des Seemanns Marlowe über seine Erfahrungen bei einer Kongo-Flussfahrt ins Landesinnere zu einer bestimmten Handelsstation wie ein Abenteuerroman. Durch immer wiederkehrende Bezeichnungen und Bilder, insbesondere die Farbe Schwarz in Form von Dunkelheit und Finsternis, wird beim Lesen schon klar, dass sich Conrad viele Symbole, Metaphern und Assoziationen einfielen ließ, um seiner Geschichte Tiefe zu geben. Ich selbst fing während des Lesens auch an, die ein oder andere außergewöhnliche Nebenfigur zu interpretieren. Beim Lesen des Wikipedia-Artikels am Ende der Lektüre bekam ich dann erklärt, welche Bezüge zu Dante oder der griechischen Mythologie hergestellt werden können. Teils lag ich dabei richtig, oft aber voll daneben. Für jemanden, der Hermes nur als Paketdienst und Dante als Innenverteidiger beim FC Bayern kennt, daher kein leicht verständliches Buch. Selbst die Tatsache, dass „Apokalypse Now“ auf dieser Erzählung basiert, war mir unbekannt. Conrad prangert mit diesem Buch die bestialische Form des Kolonialismus an, so wie ihn die Belgier im Kongo praktizierten. Mir persönlich hätte mehr klare Handlung und weniger Anspielungen besser gefallen. Positiv fiel mir die Sprache, gerade in den Landschaftsbeschreibungen, und der enorme Sarkasmus auf, mit der Marlowe die Menschen auf seinem Weg der Erkenntnis zum Herz der Finsternis beschreibt. Dabei werden Weiße wie Schwarze negativ bewertet. Das Buch ist schon rassistisch, so wie die Denkweise vor über 120 Jahren in Europa wohl generell war. Das Buch aber von vornherein aufgrund der rassistischen Sprache abzulehnen, halte ich für falsch. Conrads Intention ist es ja, die Gräuel, die von den weißen Eroberern (so sahen sie sich) ausgeht, als Schande und Unmenschlichkeit darzustellen. Insofern ist das für mich ein zeitgeschichtliches Werk von großer Bedeutung, auch die Sprache nicht mehr das heutige Hürde der politischen Korrektheit mehr nehmen kann.

1

read my complete review here: http://isabellsbooks.blogspot.de/ MY OPINION ON THE BOOK It was very hard for me to get into the story because it is written in a very unclear and vague way. The storytelling does never stick to any real plot but breaks too often out of the actual story to tell some more. That "more" loses itself and therefore also the reader in an awful lot of words. This book uses a very elaborate amount of English words and feels at times as though that is its sole purpose: to use as many different and eloquent English words as possible, while completely forgetting about the actual plot. This extremity felt a lot like showing off to me and made the reading very hard and tiring. I was surprised by the fact that the direct speech always seemed quite realistic because of all the filling words as "you know" and the repetition of the same word to connect to what had previously been said. That felt very authentic and made clear that there was someone telling a story to others the whole time. The fact that the book consisted so largely out of the retelling of a story reminded me a lot of "The Time Machine", another late 19th century novel that I've recently read. (You can read my review to it if you click here.) I really liked the feel of actual direct speech while reading the book, because it balanced out the otherwise extremely elaborate use of English. I also enjoyed it whenever the narrator interrupted his retelling to refer to his listeners because I felt like that kept the storytelling a tiny bit fresher. This book has a very old and problematic portrayal of women. Since women didn't appear that often throughout the story, this was not a prominent issue but some sentences still struck me as quite misogynistic. Speaking of problematic issues - this book is also very racist. There are many debates about that fact but I could absolutely not deny it while reading it. The book draws such a strict line between white and black people and sees the black people as a completely different and lower species, through the eyes of the narrator. It also really surprised and shocked me that such a racist book is still being read in school and university classes because I don't really see how you could not read it as racist. The black people aren't even given a human word to be described by but rather animalistic and abstract ones - always negatively connotated ones. Throughout the story I felt like it's never made quite clear what the narrator's opinion on the treatment of the black people actually is. He seems to see and name the brutality and cruelity but doesn't really judge anyone negatively for it. The 100 pages consist out of too much unnecessary information that made me fall asleep a few times over reading it. The narrator obviously loves telling stories and loves to have listeners, but he takes an eternity to get to any actual point. If everything that actually happens plotwise in the retelling would have been written down, the book would probably have been about 20 pages long. It also feels like the narrator trys to explore every tiny detail of his story while telling it. If there just hadn't been so many unnecessary pages, the book would have been a thousand times more enjoyable. I really tormented myself through this book. It was extremely hard to concentrate on the story because it was so unclear. I couldn't imagine anything that was written there and always read the words but never understood what they wanted to tell me. Unforunately, it was very easy to drift away while reading it. I often read a page and didn't get what it meant at all. Still I have to acknowledge that there were sometimes quite beautifully expressed sentences within this book. The first half of the book was already quite exhausting, but the storytelling hit an extreme low point in the middle and didn't manage to get any better from thereon. It was so incredibly boring and a torture to force myself to read it til the end. I fell asleep multiple times while reading it. The actual plot falls completely in the background because the focus isn't on the action but on the description or analysing or who knows on what. I didn't actually get what the focus was supposed to be on after a while. It takes ages for anything to actually happen and after something has then finally happened, it takes another eternity until another thing happens. This is also why one could basically sum up the actual plot of this story in one minute; but the plot isn't really what the majority of this book is about. It's not only a hard but also a demotivating read, which is why I again can't understand why one would still force young people to read it nowadays. It makes you hate reading which is something so unfortunate to happen to young ones. It was very hard to keep track of who is saying what, when people where speaking in the book because it was all blurry and unclear and hard to understand. The last pages were suddenly written with less words and were much clearer to understand then the whole part before. Unfortunately, that contrast went into the other extreme and felt rather dull and stupidly repetitive and so out of touch with the rest of the book.

5

Fantastisches, dichtes Buch, halb Essay halb Roman. Man braucht Zeit und muss sich einlassen, aber dann bekommt man eine Wucht, die nachhalt. Seiner Zeit weit voraus, absolute Kampfansage an die Barabarei des Kolonialismus, als in Deutschland noch der Kaiser herrschte und antikoloniale Befreiungsbewegungen in weiter Ferne lagen.

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