Herz auf Eis
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Description
Book Information
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Es ist ein ruhiger, atmosphärischer Roman über Einsamkeit, Nähe und innere Kälte. Die Geschichte ist feinfühlig erzählt, emotional dicht und hallt lange nach. Der poetische, klare Schreibstil schafft eine besondere Stimmung, die mich sehr berührt hat. Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen wirkt das Tempo etwas langatmig. Insgesamt aber ein tiefgehendes, melancholisches Buch, das zum Nachdenken einlädt..💕

Was würdest du tun?
Der Roman trifft einen wie ein eiskalter Sturm – klar, hart und völlig ungeschönt. Aus einem vermeintlichen Abenteuer wird schnell ein existenzieller Albtraum: Nach einem Schiffbruch strandet ein junges Paar auf einer einsamen Insel und ist plötzlich auf sich selbst gestellt – ohne Schutz, ohne Hilfe, ohne Regeln. Die Natur zeigt sich dabei ebenso faszinierend wie gnadenlos, doch der wahre Abgrund öffnet sich zwischen den beiden Menschen. Autissier schildert mit beklemmender Intensität, wie Hunger, Angst und Isolation nicht nur den Körper, sondern auch die Moral zersetzen. Liebe kippt in Abhängigkeit, Vertrauen in Misstrauen – und irgendwann scheint alles erlaubt, was das eigene Überleben sichert. Gerade diese psychologische Tiefe macht das Buch so eindringlich: Man ertappt sich ständig bei der Frage, wie man selbst gehandelt hätte. Welche Grenze hätte ich überschritten? Welche Entscheidung getroffen? Die Geschichte zwingt einen, hinzusehen – und sich selbst nicht aus der Verantwortung zu lassen. Schonungslos und spannend erzählt, hält „Herz auf Eis“ den Atem bis zur letzten Seite an – und hallt lange nach.

Packendes Szenario
Die Ausgangslage von Herz auf Eis ist absolut fesselnd: Ein Paar, das eigentlich nur einen Abenteuerurlaub plant, findet sich plötzlich in einem gnadenlosen Überlebenskampf in der eisigen Isolation der Antarktis wieder. Was mir gut gefallen hat: Die Naturbeschreibungen: Man spürt die Kälte, den Hunger und die Hoffnungslosigkeit. Besonders gut fand ich den Fokus darauf, was Isolation und Todesangst aus einer Beziehung machen. Es geht nicht nur ums Überleben, sondern darum, wer man in einer Extremsituation wird. Was mir weniger gefallen hat: Mein größtes Problem war die emotionale Bindung zu Louise und Ludovic. Der Schreibstil ist sehr sachlich, fast schon kühl ,passend zum Titel, aber schwierig für das Mitgefühl. Nach der dramatischen ersten Phase verliert das Buch für mich an Schwung und zog sich unnötig in die Länge.
100 Sterne für dieses Buch. Eines meiner Lieblingsbücher und eine absolute Herzensempfehlung. Kleine Triggerwarnung für alle, die mit Schlachten und Zubereitung von Tieren ein Problem haben.
Stell dir vor, du nimmst ein Sabbatjahr mit deinem Freund, voller Freiheit, Abenteuer und gemeinsamer Träume. Dann strandet ihr auf einer einsamen Insel. Was zunächst nach Romantik und Auszeit vom Alltag klingt, entwickelt sich schnell zu einer extremen Herausforderung. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie dünn die Grenze zwischen Idylle und Überlebenskampf ist. Die Protagonisten werden sowohl physisch als auch psychisch an ihre absoluten Grenzen gebracht. Hunger, Angst, Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich ab und machen die Geschichte unglaublich intensiv und realistisch. Besonders berührend ist, wie Themen wie Liebe, Zusammenhalt, menschliche Stärke – aber auch Schwäche – miteinander verwoben sind. Das Buch stellt Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Wie weit trägt Liebe wirklich? Was passiert mit uns, wenn alles Vertraute wegfällt? Die Entscheidung darüber, wie man das Ende und die Entwicklung bewertet, bleibt bewusst den Leserinnen und Lesern überlassen. Für mich ist dieses Buch eine absolute Herzensempfehlung und eines meiner Lieblingsbücher. Es ist eine Geschichte, die lange nachwirkt und mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Wenn ich könnte, würde ich dafür ohne Zögern 10 Sterne vergeben.
Ein Sabbatjahr wird zum Albtraum eines jungen Paares!
Eine kleine Unachtsamkeit führt im Südatlantik auf der Insel Stormness zur Katastrophe. Louise und Ludovic, ein junges Paar aus Paris, brechen aus ihrer Komfortzone aus und begeben sich mit ihrer Segelyacht Jason auf Weltreise. Weit ab von der Zivilisation stranden sie in der Unwirtlichkeit Patagoniens und sehen sich mit einem Kampf um das pure Leben konfrontiert. Schnell sind sie als Paar extremen Situationen ausgeliefert, die Entscheidungen einfordern, die von der heimischen Couch mit dem moralischen Zeigefinger leicht zu beantworten sind. Aber wie würdest du handeln? Stellst du dein Leben über das eines lieben Menschen? Rettest du deine Haut, wenn sich die Gelegenheit ergibt ohne Rücksicht auf Schwächere? Das Buch hat mir einiges abverlangt. Zum einen musste ich die eigenen Wertevorstellungen hinterfragen, zum anderen war die Sprache so bildlich, dass man den Gestank und das Töten von Tieren nahezu hautnah miterlebt hat. Applaus an Kirsten Gleinig für die Übersetzung. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung. ⛔️ACHTUNG SPOILER ⛔️ Ich hätte gerne noch mehr aus Sicht von Ludovic gelesen, nachdem Louise ihn verlassen hat. Das Fehlen seiner Perspektive lässt mich etwas unbefriedigt zurück.
HERZ AUF EIS Isabelle Autissier ET: 15.10.18 #backlist #12für2026 Louise und Ludovic sind voller Euphorie: Für ihr Sabbatjahr haben sie sich ein Segelboot gekauft und wollen bis Kap Hoorn segeln. Erst dort möchten sie entscheiden, ob sie ihre Reise verlängern oder nach Frankreich zurückkehren. Seit fünf Jahren sind sie ein Paar, nun auch ein Team, das Freiheit über Sicherheit stellt. Die Handys sind unterwegs verloren gegangen, einen Tracker – als ständige Verbindung zur Familie – lehnten sie bewusst ab. Und nur wegen des Verzichts auf das GPS können sie jetzt überhaupt die verbotene Insel Stormness im Südatlantik ansteuern, ein streng geschütztes Naturschutzgebiet. Doch während einer Erkundungsfahrt mit dem Dingi zieht ein heftiger Sturm auf. Auflandiger Wind macht eine Rückkehr zum Boot unmöglich. Nach mehreren vergeblichen Versuchen geben sie auf, ziehen das Beiboot an Land und finden Unterschlupf in einer verlassenen Unterkunft ehemaliger Walfänger. Als der Sturm am nächsten Morgen abzieht, ist ihr Segelboot verschwunden – und mit ihm jede Verbindung zur Außenwelt. Was für ein spannender Roman, der viel zu lange auf meinem SuB gelegen hat. Isabelle Autissier erzählt mit großer atmosphärischer Dichte: Man schmeckt das Pinguinfleisch, spürt die eisige Kälte und teilt Louises körperliche wie seelische Grenzerfahrungen. Ich habe mit ihr gefiebert und mich gemeinsam mit ihr vor Gerüchen und Entbehrungen geekelt. Lediglich das Ende empfand ich als etwas zu ausgedehnt. Fazit: Ein tiefgründiger, melancholischer Roman über Isolation, Abhängigkeit, dem Drang zu Überleben und die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen, der starke Bilder hinterlässt und lange nachwirkt. 4½/5

„Herz auf Eis“ habe ich innerhalb von drei Tagen gelesen. Eigentlich lese ich immer mehrere Bücher parallel aber dieser Roman von Isabelle Autissier (übersetzt von Kirsten Gleinig) wollte meine volle Aufmerksamkeit. Wie bereits andere Rezensionen auch schon aufführen, ist dieser Roman keine leichte Unterhaltung, sondern eine Extremerfahrung - für die Protagonisten aber auch für mich als Leserin. Falls ihr Marlen Haushofer „Die Wand“ gerne gelesen habt, werdet ihr auch in „Herz auf Eis“ einer Geschichte begegnen, die euch so schnell nicht mehr loslässt.

Eisige Liebe & glühende Angst 💔
Unfassbar! Dieses Buch hat mich so dermaßen in den Bann gezogen, dass ich es innerhalb von wenigen Sitzungen gelesen habe. Besonders die letzten 2/3 des Buches habe ich heute in einem Zug durchgelesen. Die Geschichte ist super spannend und gleichzeitig nichts für schwache Nerven! "Never judge a book by it's cover" traf schon lange nicht mehr so krass auf ein Buch zu wie dieses hier. ⚠️ Spoiler Alert ⚠️ Die Entwickung des*der Protagonist*in ist nachvollziehbar und dadurch wirken die Persönlichkeiten nahbar. An eine Liebe zwischen den beiden habe ich von Anfang an nicht wirklich geglaubt, dafür haben sie gleich zu Beginn schon zu viel gestritten, für meinen Geschmack. Die ersten 60% des Buches haben mich begeistert - und dann kam der Schnickschnack mit den Journalisten. Diesen Teil fand ich dermaßen unnötig! Man hätte m.M.n lieber die Geschichte weiterhin aus Louises oder Ludovices Sicht erzählen können, dann wäre das Buch perfekt in meinen Augen. ✨️ Allgemein hätte ich mir Ludovices Gedanken zu seinen letzten Tagen allein auf der Station gewünscht - in der Art, wie Louises Erfahrungen beschrieben wurden. Die psychologischen Betrachtungen der Handlungen von beiden Personen haben mir mega gut gefallen 🙌🏻 Das Ende war anders, als ich es mir ausgemalt habe. Dass sie wieder Freude am Leben findet war mir aufgrund der vorherigen Verstrickungen der Protagonistin etwas unklar & sprunghaft, habe da mit einem anderen Ausgang gerechnet. Nichtsdestotrotz ein gelungener Thriller für die Winterzeit! ❄️💭💔

Wen rettet man zuerst – sich selbst oder andere?
Ein unfassbar hartes, aufwühlendes, aber auch so gutes Buch! Robinson Crusoe trifft auf Die blaue Lagune – zumindest anfangs. Hinter dem scheinbar unauffälligen Cover verbirgt sich eine Geschichte, die moralische Grenzen sprengt und die permanente Frage aufwirft: Was hätte ich gemacht? Und was hätte ich vielleicht anders gemacht? Ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen, ich war vollkommen im Bann von Louise und Ludovic. Der Schreibstil ist sehr treibend und schnell, die Geschichte kommt ohne Umwege direkt zur Sache, was ich persönlich sehr mochte. Interessanterweise besteht das Buch aus zwei Teilen, die erstaunlich gut zusammenpassen und die Geschichte noch mal von einer anderen Perspektive aus beleuchten. Vergessen werde ich “Herz aus Eis” so schnell auf jeden Fall nicht.

Das junge Paar Louise und Ludovic beschließen, aus ihrem eintönigen Leben als Eventmanager und Finanzbeamtin auszubrechen, und ein Sabbatjahr zu nehmen. Sie entscheiden sich für einen Segeltörn und kaufen sich dafür eine schöne Yacht, die „Jason“. Ihre Route um die Welt haben sie sorgfältig geplant, wenn es ihnen wo gefällt, wollen sie so lang bleiben, wie sie wollen. Sie befinden sich gerade im südlichen Ozean, als sie auf einer arktischen Insel an Land gehen, die eigentlich unter Naturschutz steht. Dort geraten sie in einen Sturm und es geht plötzlich um den harten Kampf des Überlebens. Spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und Sichtweisen. Möchte nicht mit der Protagonistin tauschen.
"Es wird dunkel, die letzten Lichtschimmer fallen blass auf die alten Gebäude, die plötzlich bedrohlich wirken. Ein kalter Wind weht aus Westen, ein Blech quietscht. Sie ziehen sich in ihr Schlupfloch zurück." Wow, wie atemberaubend großartig war das denn?! Lasst Euch bloß nicht vom Titel 'Herz auf Eis' täuschen! Dahinter verbirgt sich nämlich ein dunkles, beklemmendes, luftabschnürendes Robinson-Crusoe-Szenario. Nichts für zarte Gemüter!
Aus Leichtsinn in einen gnadenlosen Überlebenskampf verstrickt . Fesselnder und ergreifender Roman
Überlebensinstinkt Louise und Ludovic sind ein ungleiches Paar. Sie ist besonnen, vielleicht ein bisschen ernst, während er leichtfüßig und sorglos und immer fröhlich durchs Leben geht. Er langweilt sich im ewigen Einerlei von Paris und überredet Louise schließlich ein Sabbatjahr zu nehmen, um auf Abenteuerreise zu gehen. Louise lässt sich von seinem Enthusiasmus mitziehen . Sie hat Erfahrung als Hobbybergsteigerin und traut sich zusammen mit dem begeisterten Segler Ludovic zu, die Welt per Segelboot zu entdecken. Dass es eine Reise auf Leben und Tod werden wird, hätte keiner der beiden Großstädter je gedacht. Doch sie stranden auf einer unbewohnten Insel vor Kap Hoorn, eine Insel, die unter Naturschutz steht und die sie gar nicht betreten dürften. Während ihrer Inselerkundung ändert sich das Wetter. Ein Sturm zieht auf und ihre Segeljacht sinkt, so dass sie gefangen sind auf einem Eiland mit Pinguinen und Robben, die sie sehr bald gezwungen sind zu jagen, um nicht zu verhungern. Der Existenzkampf der Gestrandeten ist nichts für schwache Nerven. Schonungslos berichtet die Autorin aus Sicht von Louise, was es heißt nur noch das Überleben im Fokus zu haben. Wie ändert sich die Paarbeziehung und wie lebt man nach der Katastrophe weiter, wenn es tatsächlich nur einem gelingt zu überleben. Die Geschichte habe ich als sehr authentisch empfunden. Automatisch stellt man sich die Frage was man selbst getan hätte, wäre man in eine derart ausweglose Situation geraten. Isabelle Autissier schafft es in ihrem Roman ohne auszuschweifen Fragen über Urinstinkte , Menschlichkeit und Schuld aufzuwerfen. Es war eine spannende Lektüre mit Tiefgang, die mich noch eine Weile beschäftigen wird.
Eine heftige Story, die eine ganz andere Seite des Menschsein zeigt.
Louise und Ludovic finden sich plötzlich verlassen auf einer Insel und geraten in einen Kampf des Überlebens. Irgendwann kennen sie sich selbst nicht mehr. Ich fand die Geschichte sehr spannend. Vor allem wie man als Leser auf die Insel mitgenommen wird und dem Paar Tag für Tag zusieht, wie es sich immer mehr von der zivilisierte Welt entfernen. Wie ihr altes Leben keine Rolle mehr spielt, weil jeder Tag sie vor andere Herausforderungen stellt und sie nicht mehr von der sicheren Bubble der Gesellschaft gehalten werden. Es war eindrücklich wie das Buch aufgezeigt hat, dass die Lebensbedingungen den Menschen komplett verändern können. Wie einem sein Partner plötzlich egal wird wenn es ums eigene Überleben geht. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es viel offen gelassen hat. Mehr hat es nicht gebraucht.
Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte. Ich hatte irgendwie ein Gefühl wie diese enden wird... aber ich habe falsch gelegen. Meine Variante wäre aber auch ganz schön heftig gewesen. Der Einstieg in die Geschichte war eher schleppend. Ab der Mitte konnte mich die Handlung fesseln. Zwischendurch waren Beschreibungen/Szenen dabei, die man kaum aushalten konnte. TW: Unter anderem detaillierte Beschreibungen von Tiertötungen. Eine ziemlich krasse Geschichte, die einem Gänsehaut und Ekel verschafft. Ein sehr interessanter Roman, besonders in psychologischer Hinsicht. Das Ende kam mir zu schnell und ein bisschen zu einfach gestaltet. Trotz allem ein Roman, den ich bestimmt nicht vergessen werde.
Teilweise spannend mit einigen längen
Am Anfang hat mich das Buch fasziniert, weil es so schockierend war. Ein Paar welches eine verbotene Insel erkunden wollte doch das Boot löst sich durch einen Sturm von dem Seil und verschwindet. Nun sind sie gefangen auf einer Insel ohne Lebensmittel oder richtige Kleidung für den Winter. Spannende Ausgangssituation. Doch während der Geschichte kamen einige längen hinzu die nicht notwendig waren. Da das Buch zweigeteilt ist wird die Geschichte auf der Insel nachher unterbrochen und dadurch wird wieder etwas interessantes eingebracht, was nachher jedoch auch wieder uninteressanter wird. Dennoch spannende Idee.
Tolles Buch!
Spannung, toller Schreibstil, läuft im Kopf wie ein Film ab! Große Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein Buch über ein Paar lesen möchten, die auf einer kleinen Forschungsinsel stranden ( die eigentlich nicht für Touristen gedacht ist) und dann nicht mehr wegkommen…. Auch für die Leser zu empfehlen, die so etwas sonst nie lesen!
Eines meiner Lieblingsbücher 🥳
In diesem Survivalbuch geht es um ein Paar, das für lange Zeit auf einer verlassenen Insel strandet. Die Autorin beschreibt, wie sich die Beziehung in dieser schweren Lage verändert und was für einen Menschen am Ende wirklich wichtig ist - das eigene Leben oder das des Partners? Das Buch ist unglaublich gefühlvoll, die Charaktere echt und greifbar und die Beschreibung der Insel so gut, dass man denkt man wäre selbst dort 🏝️ Absolute Leseempfehlung 📚💖

Erschreckendes und eindringliche Geschichte
In "Herz auf Eis" strandet ein junges Paar auf einer einsamen Insel. Was sich idyllisch anhört wird innerhalb kürzester Zeit zum Überlebenskampf. Dieser ist super bildhaft beschrieben. Isabelle Autissier schaft es, die menschlichen Abgründe so nüchtern zu beschreiben, dass der eigene moralische Kompass innerhalb kürzester Zeit ins wanken gerät. Trotzdem war mir der Schreibstil manchmal zu Kurz angebunden und die Handlung war mir gerade zum Ende hin zu schnell.
Selten habe ich so ein beeindruckendes und so lange nachwirkendes Buch gelesen
Die Autorin ist die erste Frau, die bei einer Segelregatta die Welt umrundet hat - wie beeindruckend! Im Buch bemerkt man, sie weiß ganz genau wovon sie spricht, geht es um die unbarmherzige Natur, um schwerwiegende Folgen jeder Fehlentscheidung da draußen und der Frage, was uns als Mensch ausmacht wenn wir Überleben müssen. Schon ab der ersten Seite wird eine intensive Stimmung erzeugt und eine interessante Beziehungsdynamik offenbart. Es startet mitten im Geschehen und bereits am Anfang lernt man kleinste charakterliche Schwächen und Beziehungsprobleme kennen, die sich im Überlebenskampf zu großen Makeln entwickeln und schlussendlich darüber entscheiden werden, wie diese Odyssee für die beiden ausgeht. Ich habe so viel gefühlt beim Lesen wie selten. Die Verzweiflung, das Misstrauen, die Angst, die Grausamkeit die wohl jeder Mensch in sich trägt, die Schuld - das alles war extrem greifbar und intensiv. Relativ schlicht und mit einfachen Sätzen wird alles beschrieben und passt somit extrem gut zur gesamten Stimmung. Wie sich das Miteinander verändert, als Rückschläge passieren und welche innerlichen wie äußerlichen Kämpfe aufbranden, ist so realistisch und nachvollziehbar dargestellt, dass es seinesgleichen sucht. Eine große Empfehlung für jeden mit einem Abenteurerherz in der Brust, der weiß wie unbarmherzig unsere wunderschöne Erde sein kann und für alle, die mal wieder große Dankbarkeit für die Privilegien unserer Zivilisation empfinden wollen.
In "Herz auf Eis" schafft es die Autorin eine sehr spannende Überlebensgeschichte so tiefsinnig zu erzählen, dass man als Leser immer mehr zum Psychologen wird. In diesem Buch ist die Handlung genauso wichtig wie die Psyche der Protagonisten und somit ist es nicht nur entspannt zu genießen, sondern bringt auch einiges an Arbeit für den eigenen Kopf mit.
Louise und Ludovic machen bei ihrer Rundreise mit ihrem Schiff Halt auf einer einsamen Insel. Während des Aufenthaltes zieht ein starker Sturm auf, sodass die beiden die Nacht auf der Insel verbringen müssen. Am nächsten Morgen ist jedoch ihr Schiff und somit jegliche Verbindung zur Außenwelt verschwunden und es beginnt ein Kampf ums nackte Überleben. Zunächst möchte ich erklären, dass dies keine reine Überlebensgeschichte ist. Diese Geschichte ist viel tiefgründiger. Sobald der Überlebenskampf des Ehepaares beginnt, beginnt auch ein Kampf um Ihre Ehe. Autissier beschreibt sehr gut wie wenig Leidenschaft bleibt, wenn der Mensch ums nackte Überleben kämpft und die Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten ist eine Möglichkeit, wie eine Beziehung unter solchen Umständen tatsächlich funktionieren kann. Mir hat der langsame Wandel der Beziehung der beiden sehr gut gefallen, ich finde den Verlauf der Geschichte sehr realistisch. Mir gefällt ebenso, dass zum letzten Drittel nur noch aus einer der beiden Perspektiven erzählt wird. Zwischendurch gibt es sehr grausame Stellen, die sich wirklich tief in die eigenen Gedanken einprägen. Ich stelle mir immer und immer wieder die Augen Ludovics vor und mich trifft der Anblick selbst bis ins Mark - so gut konnte Autissier diese wichtige Stelle beschreiben. Ganz zum Schluss findet die Protagonistin ein Ende für sich, dass ich irgendwie zu schnell und zu leicht finde. Mir kam es vor, als wolle Autissier schnell fertig werden, indem sie ihrer Louise ein positives Ende verspricht. Leider hat mich dies nicht allzu überzeugt. Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab. Insgesamt bin ich ziemlich begeistert von der Idee und der Umsetzung und freue mich seit langem wieder etwas Gelesen zu haben, bei dem man noch lange an die gelesenen Seiten zurückdenkt und sich immer wieder fragt: Was hätte ich getan?
Ein Roman über Wendungen im Leben, absolute Grenzerfahrungen und den Blick nach vorne.
Ich finde die Grenzerfahrungen, das Verhalten und die Gedanken, in einer lebensbedrohlichen Situation in dem Roman sehr gut beschrieben. Ebenso die selbstverurteilenden Gedanken, welche im Anschluss zunächst aufkommen - Schuld und Scham. Auch das neuen Mut finden und weitermachen wird gut verdeutlicht. Die Erzählung springt für mich teilweise irritierend schnell zwischen den Personen. Außerdem ist mir der vojuristisch, journalistische Teil zum Ende ein bisschen zu stark in die Geschichte eingewebt. Dennoch eine sehr fesselnde Geschichte 'on point' ohne unnötiges Schnick Schnack um nicht zu sagen, eine effiziente Erzählung!
Isabelle Autissier, die erste Frau, die allein im Rahmen einer Segelregatta die Welt umsegelte, hat hier für mich vor allem ein sehr atmosphärisches Buch geschrieben. Die Szenerie in der Antarktis kommt unfassbar gut herüber und dank meiner eigenen Reise dorthin, konnte ich mir Stromness sehr gut während des Hörens und Lesens vorstellen. Denn hier strandet das Paar, nachdem ihr Segelboot im Sturm abtreibt. Und damit beginnt der Kampf ums Überleben. Oft wird das Buch als Psychothriller beschrieben, was ich nicht nachvollziehen kann. Es ist ein packendes Drama und das Psychogramm einer Partnerschaft in der Extremsituation. Man fragt sich unweigerlich beim Lesen, wie man sich wohl selbst in so einer Situation verhalten hat. Den zweiten Part des Buches (ich gehe nicht näher darauf ein, da es sonst Spoilern würde) fand ich etwas schwächer, aber trotzdem nicht umauthentisch. Ich werde sicherlich noch oft daran denken.
2,5 Sterne kann man leider nicht vergeben, also gibt es gutgemeinte 3. Ich war eigentlich so gespannt auf dieses Buch, denn ich hatte gehofft, richtig abtauchen zu können. Das Buch hat mir leider jeden Zugang zu den Protagonisten verwehrt und das hat mich wirklich sehr enttäuscht. Die Geschichte war viel zu schnell erzählt (fast als wäre der Autorin plötzlich eingefallen, dass sie eigentlich doch keine Lust hat, es zu schreiben) und der Perspektivwechsel, der mittendrin geschieht, hat mir dann den Rest gegeben. Für mich gibt es keinen erkennbaren Grund, dieses Buch aus der Masse herauszuheben. So schade....
Meine Meinung Ausser Pinguinkolonien und Robben gibt es auf dieser Insel nichts, was für die beiden von Vorteil sein könnte. Das die Insel auch noch Naturschutzgebiet ist und sie sich dort gar nicht hätten aufhalten sollen macht ihre Lage nicht gerade besser. Ohne grosse Ausrüstung, Nahrung oder eine Fluchtmöglichkeit beginnt ihr Überlebenskampf in der Wildnis. Anfangs geben sie noch einander die Schuld für ihre prekäre Lage, doch schnell wird den beiden klar, dass sie nun mehr den je zusammenhalten müssen. Gemeinsam jagen sie Pinguine, Robben und sammeln Muscheln. Sie verkriechen sich in einer kleinen Walfangstation aus den 50er Jahren und versuchen irgendwie das Beste aus ihrer Lage zu machen. Doch womit sie nicht gerechnet haben, sind neben Hunger und Angst auch die emotionale Belastung für ihre Beziehung. Die Angst hat das Allerwichtigste zerstört: ihre Gefühle, ihre Menschlichkeit. Völlig bloss steht sie da, besessen einzig von dem Drang zu überleben, nicht anders als irgendeins der Tiere, die sie täglich sieht. Herz auf Eis S. 113 Wenn der Alltag verschwindet und die Grundbedürfnisse kaum gedeckt werden, zerrt das ganze extrem an den Nerven. Und so fängt es bei den beiden langsam an zu kriseln. Öfter habe ich mich während dem Lesen gefragt, wie ich und mein Partner uns in solch einer Situation schlagen würden. Würden wir zusammenwachsen? Würden wir gemeinsam überleben? Der Psychologische Aspekt in Herz auf Eis ist überaus interessant und lässt mich auch jetzt noch nicht so ganz los. Auch wenn ich manche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte, fand ich es doch sehr gut. Das Buch ist in DORT und HIER aufgeteilt und besonders der zweite Teil, war mir etwas zu übertrieben. Aber irgendwie ist auch genau dieses Extrem sehr interessant und man merkt, wie schnell der Mensch doch vergessen kann. Herz auf Eis habe ich für den Buchclub gelesen und wir werden das Buch nächste Woche besprechen. Ich bin schon sehr auf die Meinung der anderen gespannt! Schreibstil & Cover Herz auf Eis fing überaus mitreissend an und der Schreibstil machte den grössten Teil davon aus. Sehr bildlich beschreibt Autissier die Landschaft und die Begebenheiten. So konnte ich mich direkt in den Ort und die Situation hineinversetzen. Durch das ganze Buch hindurch bleibt dieser gleich gut und gefiel mir daher ausserordentlich gut! Das Cover meiner E-Book Ausgabe ist schwarz-weiss, beim Buch ist das Cover Eisblau und gefällt mir daher besser. Ansonsten ist es sehr stimmig und passt auf jeden Fall zur Geschichte. Fazit Herz auf Eis ist keine Liebesgeschichte und irgendwie auch kein Abenteuerroman. Es liest sich viel mehr wie ein Drama zwischen Überleben und Liebe. Der Plot war mitreissend, mit ganz kleinen Schwächen, der Schreibstil war herausragend und somit vergebe ich für das Buch gerne 4 von 5 möglichen Herzen. Bewertung Plot ♥♥♥♥ (4/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (4/5)
Ausszeit von der Arbeit wird zur Eiszeit in der Liebe
Isabelle Autissier kennt sich mit dem Segeln, dem Alleinsein und extremen Situationen aus und das hab ich beim Hören gespürt. Spannende Geschichte aber das Ende kam irgendwie etwas plötzlich...ich hatte direkt das Gefühl irgendwas übersprungen zu haben. Ich hätte auch gern noch etwas mehr aus der Sicht von Ludovic gehört obwohl er für mich der unsympatischere Charakter war. Alles in allem eine spannende Story die Charaktere in Extremsituationen beleuchtet und einen selbst mit einigen Fragen zurücklässt.
War leider gar nicht meins … sprachlich durchaus nett und interessant, aber die Handlung hat mich überhaupt nicht gepackt. Beide Hauptcharaktere waren mir unsympathisch, die Chemie zwischen beiden war quasi Null. Es war weder spannend, noch besonders lehrreich und in vielen Punkten einfach nur wenig nachvollziehbar und unglaubwürdig. Achtung SPOILER: Wie kann es zb sein, dass Louise keine Probleme mit Verdauung in den ersten Tagen der Forschungsstation? Wieso hat sie nicht standardmäßig psychologische Betreuung nach der Rückkehr? Außerdem schlägt sie sich erstaunlich gut in der Zivilisation, hat keinerlei sozialen Phobien, Nervosität oder sonstiges? Die Entscheidungen der beiden sind absolut nicht nachvollziehbar. Ludovic ist normal der Abenteurer - warum will er die Forschungsstation nicht suchen ? Auch dieses ganze Thema rund um Pinguine jagen und essen …Wie transportieren sie 100 Pinguine zu Fuß von der Bucht zu ihrer Station ?! Wie können sie von Tag 1 ohne die geringsten Zweifel massenweise Pinguine töten? Außerdem frage ich mich: Was hat Louise in der Station gemacht? Versuche Hilfe zu holen ? Man weiß es nicht .. auch unternimmt sie keinen Versuch den Toten Gefährten zu begraben oder zu konservieren oder sonst wie zu sichern bevor der Leichnam von Tieren gefressen wird bis Rettung kommt. Sie hätte ihn ja nur im Schnee und Eis vergraben müssen ..
Puh, ein schwieriges Buch, eine harte Thematik und keine leichte Rezension. Die erste Hälfte des Buches hat mir richtig gut gefallen, spannend, psychologisch nervenaufreibend. Ein Paar, was auf einer arktischen Insel strandet und an den Rand ihrer Belastbarkeit kommt... und darüber hinausgehen muss. Ihren Kampf zu verfolgen hat mich sehr mitgerissen und mitgenommen. Dann gibt es einen harten Cut, den ich nicht erwartet habe und der mir auch nicht gut gefallen hat im ersten Moment. Auch die Geschichte hat mir ab da nicht mehr so gut gefallen, war nicht mehr so packend erzählt. Alles i Allem macht aber gerade Teil 2 das Buch rund und es macht Sinn, dass die Autorin auch diesen Teil der Geschichte erzählt. Besonders hat mir gefallen dass ich mich selber immer wieder vor Fragen gestellt fühlte und überlegt habe, wie ich reagiert hätte, was ich getan hätte. Ein Buch dass ich schwer einem Genre zuordnen kann, eine Story auf die man sich einlassen muss, eine Geschichte für die man nicht zu zart besaitet sein sollte.
3 Sterne = ganz gut, aber muss man nicht unbedingt gelesen haben Leider konnte mich die Geschichte nicht so ganz in ihren Bann ziehen. Das lag zum einen daran, dass die Psyche der Charaktere, die Gedanken und deren Entscheidungen zwar gut beschrieben waren, sie mir aber emotional völlig fern geblieben sind. Zum anderen fand ich es schade, dass sich nach ca. der Hälfte des Buches die Perpektive geändert hat und das Ende der Geschichte quasi in der Rückblende erzählt wurde. Ich wäre lieber "live" bei der Geschichte geblieben. Inhaltlich war das Buch interessant. Es hat sich mit einigen moralischen Fragestellungen beschäftigt, die teilweise in den Abgrund des menschlichen Gewissens blicken lassen. Aber letztendlich hat mir das Buch jetzt nicht viel gegeben und ich werde es wohl schnell wieder vergessen.
„Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier hat mich unheimlich bewegt. Das Paar gerät in eine schier ausweglose und extreme Situation, man kann und möchte sich wohl kaum selbst vorstellen wie es wäre, wenn man sich selbst in dieser Situation befinden würde. Die Liebe ist ja meist eine Art Anker, ein letzter Hoffnungsschimmer, an dem man sich festhält und festhalten kann, doch was davon übrig bleibt, wenn das ganze Leben plötzlich auf die Probe gestellt wird zeigt dieses Buch. Die Autorin schafft von Anfang an eine sehr bedrückende Atmosphäre, wodurch einige Szenen so lebhaft dargestellt sind, dass ich so manches Mal schockiert war und dieses Gefühl sogar einige Tage nach dem Lesen noch mit mir herumgetragen habe...
Der erste Teil des Buches (etwas mehr als die Hälfte) war für mich phänomenal ! Total beklemmend, spannend, irgendwie grausam. Was danach kam hätte für mich viel kürzer sein können - hier bin ich oft mit den Gedanken abgeschweift weil mein Interesse völlig verloren ging. Schade. Insgesamt immer noch ein solides Buch, welches man nach dem ersten Teil abbrechen könnte.
Was für ein Buch!
Was passiert mit uns, wenn alles Gewohnte und Vertraute nicht mehr da ist und man ums nackte Überleben kämpft? Was passiert mit dem inneren ethischen Kompass? 🧭 Wie verändern wir uns und unsere Beziehungen? Alls das verpackt in eine großartige, bildliche Sprache einer einsamen Insel mit Gletschern und Pinguinen bietet uns die Autorin in diesem Roman. Gefühlt würde ich sagen, sie weiß wovon sie spricht. Kann man das so gut recherchieren? Die Emotionen und die Gefühle wenn man wütend ist, dass der Partner eine falsche Entscheidung getroffen hat, die einen das Leben kosten kann? Bin tief beeindruckt! Und in zwei Tagen durch das Buch geflogen.
Puh! Nichts für schwache Nerven!
Ich schreibe die Rezension fast ein Jahr, nachdem ich das Buch gelesen habe und nur, wenn ich daran denke, bekomme ich wieder Herzrasen und Beklemmungen. Dieses Buch ist ein Meisterwerk der ... ich weiß auch nicht. Ein schöner Segeltörn, ein Schiffbruch an einem Ort, den niemand betreten soll, zwei Liebende, die zu Konkurrenten werden, als der Kampf ums Überleben beginnt. Ganz ehrlich, ich weiß nicht wie ich reagiert hätte. Wenn man gemütlich mit einem Tee auf dem Sofa sitzt und dieses Buch liest, hat man leicht reden "Mach das nicht! Das ist moralisch überhaupt nicht in Ordnung! Komm zurück!" Wie reagierst du auf den Kampf ums Überleben?
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Posts
Es ist ein ruhiger, atmosphärischer Roman über Einsamkeit, Nähe und innere Kälte. Die Geschichte ist feinfühlig erzählt, emotional dicht und hallt lange nach. Der poetische, klare Schreibstil schafft eine besondere Stimmung, die mich sehr berührt hat. Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen wirkt das Tempo etwas langatmig. Insgesamt aber ein tiefgehendes, melancholisches Buch, das zum Nachdenken einlädt..💕

Was würdest du tun?
Der Roman trifft einen wie ein eiskalter Sturm – klar, hart und völlig ungeschönt. Aus einem vermeintlichen Abenteuer wird schnell ein existenzieller Albtraum: Nach einem Schiffbruch strandet ein junges Paar auf einer einsamen Insel und ist plötzlich auf sich selbst gestellt – ohne Schutz, ohne Hilfe, ohne Regeln. Die Natur zeigt sich dabei ebenso faszinierend wie gnadenlos, doch der wahre Abgrund öffnet sich zwischen den beiden Menschen. Autissier schildert mit beklemmender Intensität, wie Hunger, Angst und Isolation nicht nur den Körper, sondern auch die Moral zersetzen. Liebe kippt in Abhängigkeit, Vertrauen in Misstrauen – und irgendwann scheint alles erlaubt, was das eigene Überleben sichert. Gerade diese psychologische Tiefe macht das Buch so eindringlich: Man ertappt sich ständig bei der Frage, wie man selbst gehandelt hätte. Welche Grenze hätte ich überschritten? Welche Entscheidung getroffen? Die Geschichte zwingt einen, hinzusehen – und sich selbst nicht aus der Verantwortung zu lassen. Schonungslos und spannend erzählt, hält „Herz auf Eis“ den Atem bis zur letzten Seite an – und hallt lange nach.

Packendes Szenario
Die Ausgangslage von Herz auf Eis ist absolut fesselnd: Ein Paar, das eigentlich nur einen Abenteuerurlaub plant, findet sich plötzlich in einem gnadenlosen Überlebenskampf in der eisigen Isolation der Antarktis wieder. Was mir gut gefallen hat: Die Naturbeschreibungen: Man spürt die Kälte, den Hunger und die Hoffnungslosigkeit. Besonders gut fand ich den Fokus darauf, was Isolation und Todesangst aus einer Beziehung machen. Es geht nicht nur ums Überleben, sondern darum, wer man in einer Extremsituation wird. Was mir weniger gefallen hat: Mein größtes Problem war die emotionale Bindung zu Louise und Ludovic. Der Schreibstil ist sehr sachlich, fast schon kühl ,passend zum Titel, aber schwierig für das Mitgefühl. Nach der dramatischen ersten Phase verliert das Buch für mich an Schwung und zog sich unnötig in die Länge.
100 Sterne für dieses Buch. Eines meiner Lieblingsbücher und eine absolute Herzensempfehlung. Kleine Triggerwarnung für alle, die mit Schlachten und Zubereitung von Tieren ein Problem haben.
Stell dir vor, du nimmst ein Sabbatjahr mit deinem Freund, voller Freiheit, Abenteuer und gemeinsamer Träume. Dann strandet ihr auf einer einsamen Insel. Was zunächst nach Romantik und Auszeit vom Alltag klingt, entwickelt sich schnell zu einer extremen Herausforderung. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie dünn die Grenze zwischen Idylle und Überlebenskampf ist. Die Protagonisten werden sowohl physisch als auch psychisch an ihre absoluten Grenzen gebracht. Hunger, Angst, Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich ab und machen die Geschichte unglaublich intensiv und realistisch. Besonders berührend ist, wie Themen wie Liebe, Zusammenhalt, menschliche Stärke – aber auch Schwäche – miteinander verwoben sind. Das Buch stellt Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Wie weit trägt Liebe wirklich? Was passiert mit uns, wenn alles Vertraute wegfällt? Die Entscheidung darüber, wie man das Ende und die Entwicklung bewertet, bleibt bewusst den Leserinnen und Lesern überlassen. Für mich ist dieses Buch eine absolute Herzensempfehlung und eines meiner Lieblingsbücher. Es ist eine Geschichte, die lange nachwirkt und mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Wenn ich könnte, würde ich dafür ohne Zögern 10 Sterne vergeben.
Ein Sabbatjahr wird zum Albtraum eines jungen Paares!
Eine kleine Unachtsamkeit führt im Südatlantik auf der Insel Stormness zur Katastrophe. Louise und Ludovic, ein junges Paar aus Paris, brechen aus ihrer Komfortzone aus und begeben sich mit ihrer Segelyacht Jason auf Weltreise. Weit ab von der Zivilisation stranden sie in der Unwirtlichkeit Patagoniens und sehen sich mit einem Kampf um das pure Leben konfrontiert. Schnell sind sie als Paar extremen Situationen ausgeliefert, die Entscheidungen einfordern, die von der heimischen Couch mit dem moralischen Zeigefinger leicht zu beantworten sind. Aber wie würdest du handeln? Stellst du dein Leben über das eines lieben Menschen? Rettest du deine Haut, wenn sich die Gelegenheit ergibt ohne Rücksicht auf Schwächere? Das Buch hat mir einiges abverlangt. Zum einen musste ich die eigenen Wertevorstellungen hinterfragen, zum anderen war die Sprache so bildlich, dass man den Gestank und das Töten von Tieren nahezu hautnah miterlebt hat. Applaus an Kirsten Gleinig für die Übersetzung. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung. ⛔️ACHTUNG SPOILER ⛔️ Ich hätte gerne noch mehr aus Sicht von Ludovic gelesen, nachdem Louise ihn verlassen hat. Das Fehlen seiner Perspektive lässt mich etwas unbefriedigt zurück.
HERZ AUF EIS Isabelle Autissier ET: 15.10.18 #backlist #12für2026 Louise und Ludovic sind voller Euphorie: Für ihr Sabbatjahr haben sie sich ein Segelboot gekauft und wollen bis Kap Hoorn segeln. Erst dort möchten sie entscheiden, ob sie ihre Reise verlängern oder nach Frankreich zurückkehren. Seit fünf Jahren sind sie ein Paar, nun auch ein Team, das Freiheit über Sicherheit stellt. Die Handys sind unterwegs verloren gegangen, einen Tracker – als ständige Verbindung zur Familie – lehnten sie bewusst ab. Und nur wegen des Verzichts auf das GPS können sie jetzt überhaupt die verbotene Insel Stormness im Südatlantik ansteuern, ein streng geschütztes Naturschutzgebiet. Doch während einer Erkundungsfahrt mit dem Dingi zieht ein heftiger Sturm auf. Auflandiger Wind macht eine Rückkehr zum Boot unmöglich. Nach mehreren vergeblichen Versuchen geben sie auf, ziehen das Beiboot an Land und finden Unterschlupf in einer verlassenen Unterkunft ehemaliger Walfänger. Als der Sturm am nächsten Morgen abzieht, ist ihr Segelboot verschwunden – und mit ihm jede Verbindung zur Außenwelt. Was für ein spannender Roman, der viel zu lange auf meinem SuB gelegen hat. Isabelle Autissier erzählt mit großer atmosphärischer Dichte: Man schmeckt das Pinguinfleisch, spürt die eisige Kälte und teilt Louises körperliche wie seelische Grenzerfahrungen. Ich habe mit ihr gefiebert und mich gemeinsam mit ihr vor Gerüchen und Entbehrungen geekelt. Lediglich das Ende empfand ich als etwas zu ausgedehnt. Fazit: Ein tiefgründiger, melancholischer Roman über Isolation, Abhängigkeit, dem Drang zu Überleben und die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen, der starke Bilder hinterlässt und lange nachwirkt. 4½/5

„Herz auf Eis“ habe ich innerhalb von drei Tagen gelesen. Eigentlich lese ich immer mehrere Bücher parallel aber dieser Roman von Isabelle Autissier (übersetzt von Kirsten Gleinig) wollte meine volle Aufmerksamkeit. Wie bereits andere Rezensionen auch schon aufführen, ist dieser Roman keine leichte Unterhaltung, sondern eine Extremerfahrung - für die Protagonisten aber auch für mich als Leserin. Falls ihr Marlen Haushofer „Die Wand“ gerne gelesen habt, werdet ihr auch in „Herz auf Eis“ einer Geschichte begegnen, die euch so schnell nicht mehr loslässt.

Eisige Liebe & glühende Angst 💔
Unfassbar! Dieses Buch hat mich so dermaßen in den Bann gezogen, dass ich es innerhalb von wenigen Sitzungen gelesen habe. Besonders die letzten 2/3 des Buches habe ich heute in einem Zug durchgelesen. Die Geschichte ist super spannend und gleichzeitig nichts für schwache Nerven! "Never judge a book by it's cover" traf schon lange nicht mehr so krass auf ein Buch zu wie dieses hier. ⚠️ Spoiler Alert ⚠️ Die Entwickung des*der Protagonist*in ist nachvollziehbar und dadurch wirken die Persönlichkeiten nahbar. An eine Liebe zwischen den beiden habe ich von Anfang an nicht wirklich geglaubt, dafür haben sie gleich zu Beginn schon zu viel gestritten, für meinen Geschmack. Die ersten 60% des Buches haben mich begeistert - und dann kam der Schnickschnack mit den Journalisten. Diesen Teil fand ich dermaßen unnötig! Man hätte m.M.n lieber die Geschichte weiterhin aus Louises oder Ludovices Sicht erzählen können, dann wäre das Buch perfekt in meinen Augen. ✨️ Allgemein hätte ich mir Ludovices Gedanken zu seinen letzten Tagen allein auf der Station gewünscht - in der Art, wie Louises Erfahrungen beschrieben wurden. Die psychologischen Betrachtungen der Handlungen von beiden Personen haben mir mega gut gefallen 🙌🏻 Das Ende war anders, als ich es mir ausgemalt habe. Dass sie wieder Freude am Leben findet war mir aufgrund der vorherigen Verstrickungen der Protagonistin etwas unklar & sprunghaft, habe da mit einem anderen Ausgang gerechnet. Nichtsdestotrotz ein gelungener Thriller für die Winterzeit! ❄️💭💔

Wen rettet man zuerst – sich selbst oder andere?
Ein unfassbar hartes, aufwühlendes, aber auch so gutes Buch! Robinson Crusoe trifft auf Die blaue Lagune – zumindest anfangs. Hinter dem scheinbar unauffälligen Cover verbirgt sich eine Geschichte, die moralische Grenzen sprengt und die permanente Frage aufwirft: Was hätte ich gemacht? Und was hätte ich vielleicht anders gemacht? Ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen, ich war vollkommen im Bann von Louise und Ludovic. Der Schreibstil ist sehr treibend und schnell, die Geschichte kommt ohne Umwege direkt zur Sache, was ich persönlich sehr mochte. Interessanterweise besteht das Buch aus zwei Teilen, die erstaunlich gut zusammenpassen und die Geschichte noch mal von einer anderen Perspektive aus beleuchten. Vergessen werde ich “Herz aus Eis” so schnell auf jeden Fall nicht.

Das junge Paar Louise und Ludovic beschließen, aus ihrem eintönigen Leben als Eventmanager und Finanzbeamtin auszubrechen, und ein Sabbatjahr zu nehmen. Sie entscheiden sich für einen Segeltörn und kaufen sich dafür eine schöne Yacht, die „Jason“. Ihre Route um die Welt haben sie sorgfältig geplant, wenn es ihnen wo gefällt, wollen sie so lang bleiben, wie sie wollen. Sie befinden sich gerade im südlichen Ozean, als sie auf einer arktischen Insel an Land gehen, die eigentlich unter Naturschutz steht. Dort geraten sie in einen Sturm und es geht plötzlich um den harten Kampf des Überlebens. Spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und Sichtweisen. Möchte nicht mit der Protagonistin tauschen.
"Es wird dunkel, die letzten Lichtschimmer fallen blass auf die alten Gebäude, die plötzlich bedrohlich wirken. Ein kalter Wind weht aus Westen, ein Blech quietscht. Sie ziehen sich in ihr Schlupfloch zurück." Wow, wie atemberaubend großartig war das denn?! Lasst Euch bloß nicht vom Titel 'Herz auf Eis' täuschen! Dahinter verbirgt sich nämlich ein dunkles, beklemmendes, luftabschnürendes Robinson-Crusoe-Szenario. Nichts für zarte Gemüter!
Aus Leichtsinn in einen gnadenlosen Überlebenskampf verstrickt . Fesselnder und ergreifender Roman
Überlebensinstinkt Louise und Ludovic sind ein ungleiches Paar. Sie ist besonnen, vielleicht ein bisschen ernst, während er leichtfüßig und sorglos und immer fröhlich durchs Leben geht. Er langweilt sich im ewigen Einerlei von Paris und überredet Louise schließlich ein Sabbatjahr zu nehmen, um auf Abenteuerreise zu gehen. Louise lässt sich von seinem Enthusiasmus mitziehen . Sie hat Erfahrung als Hobbybergsteigerin und traut sich zusammen mit dem begeisterten Segler Ludovic zu, die Welt per Segelboot zu entdecken. Dass es eine Reise auf Leben und Tod werden wird, hätte keiner der beiden Großstädter je gedacht. Doch sie stranden auf einer unbewohnten Insel vor Kap Hoorn, eine Insel, die unter Naturschutz steht und die sie gar nicht betreten dürften. Während ihrer Inselerkundung ändert sich das Wetter. Ein Sturm zieht auf und ihre Segeljacht sinkt, so dass sie gefangen sind auf einem Eiland mit Pinguinen und Robben, die sie sehr bald gezwungen sind zu jagen, um nicht zu verhungern. Der Existenzkampf der Gestrandeten ist nichts für schwache Nerven. Schonungslos berichtet die Autorin aus Sicht von Louise, was es heißt nur noch das Überleben im Fokus zu haben. Wie ändert sich die Paarbeziehung und wie lebt man nach der Katastrophe weiter, wenn es tatsächlich nur einem gelingt zu überleben. Die Geschichte habe ich als sehr authentisch empfunden. Automatisch stellt man sich die Frage was man selbst getan hätte, wäre man in eine derart ausweglose Situation geraten. Isabelle Autissier schafft es in ihrem Roman ohne auszuschweifen Fragen über Urinstinkte , Menschlichkeit und Schuld aufzuwerfen. Es war eine spannende Lektüre mit Tiefgang, die mich noch eine Weile beschäftigen wird.
Eine heftige Story, die eine ganz andere Seite des Menschsein zeigt.
Louise und Ludovic finden sich plötzlich verlassen auf einer Insel und geraten in einen Kampf des Überlebens. Irgendwann kennen sie sich selbst nicht mehr. Ich fand die Geschichte sehr spannend. Vor allem wie man als Leser auf die Insel mitgenommen wird und dem Paar Tag für Tag zusieht, wie es sich immer mehr von der zivilisierte Welt entfernen. Wie ihr altes Leben keine Rolle mehr spielt, weil jeder Tag sie vor andere Herausforderungen stellt und sie nicht mehr von der sicheren Bubble der Gesellschaft gehalten werden. Es war eindrücklich wie das Buch aufgezeigt hat, dass die Lebensbedingungen den Menschen komplett verändern können. Wie einem sein Partner plötzlich egal wird wenn es ums eigene Überleben geht. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es viel offen gelassen hat. Mehr hat es nicht gebraucht.
Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte. Ich hatte irgendwie ein Gefühl wie diese enden wird... aber ich habe falsch gelegen. Meine Variante wäre aber auch ganz schön heftig gewesen. Der Einstieg in die Geschichte war eher schleppend. Ab der Mitte konnte mich die Handlung fesseln. Zwischendurch waren Beschreibungen/Szenen dabei, die man kaum aushalten konnte. TW: Unter anderem detaillierte Beschreibungen von Tiertötungen. Eine ziemlich krasse Geschichte, die einem Gänsehaut und Ekel verschafft. Ein sehr interessanter Roman, besonders in psychologischer Hinsicht. Das Ende kam mir zu schnell und ein bisschen zu einfach gestaltet. Trotz allem ein Roman, den ich bestimmt nicht vergessen werde.
Teilweise spannend mit einigen längen
Am Anfang hat mich das Buch fasziniert, weil es so schockierend war. Ein Paar welches eine verbotene Insel erkunden wollte doch das Boot löst sich durch einen Sturm von dem Seil und verschwindet. Nun sind sie gefangen auf einer Insel ohne Lebensmittel oder richtige Kleidung für den Winter. Spannende Ausgangssituation. Doch während der Geschichte kamen einige längen hinzu die nicht notwendig waren. Da das Buch zweigeteilt ist wird die Geschichte auf der Insel nachher unterbrochen und dadurch wird wieder etwas interessantes eingebracht, was nachher jedoch auch wieder uninteressanter wird. Dennoch spannende Idee.
Tolles Buch!
Spannung, toller Schreibstil, läuft im Kopf wie ein Film ab! Große Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein Buch über ein Paar lesen möchten, die auf einer kleinen Forschungsinsel stranden ( die eigentlich nicht für Touristen gedacht ist) und dann nicht mehr wegkommen…. Auch für die Leser zu empfehlen, die so etwas sonst nie lesen!
Eines meiner Lieblingsbücher 🥳
In diesem Survivalbuch geht es um ein Paar, das für lange Zeit auf einer verlassenen Insel strandet. Die Autorin beschreibt, wie sich die Beziehung in dieser schweren Lage verändert und was für einen Menschen am Ende wirklich wichtig ist - das eigene Leben oder das des Partners? Das Buch ist unglaublich gefühlvoll, die Charaktere echt und greifbar und die Beschreibung der Insel so gut, dass man denkt man wäre selbst dort 🏝️ Absolute Leseempfehlung 📚💖

Erschreckendes und eindringliche Geschichte
In "Herz auf Eis" strandet ein junges Paar auf einer einsamen Insel. Was sich idyllisch anhört wird innerhalb kürzester Zeit zum Überlebenskampf. Dieser ist super bildhaft beschrieben. Isabelle Autissier schaft es, die menschlichen Abgründe so nüchtern zu beschreiben, dass der eigene moralische Kompass innerhalb kürzester Zeit ins wanken gerät. Trotzdem war mir der Schreibstil manchmal zu Kurz angebunden und die Handlung war mir gerade zum Ende hin zu schnell.
Selten habe ich so ein beeindruckendes und so lange nachwirkendes Buch gelesen
Die Autorin ist die erste Frau, die bei einer Segelregatta die Welt umrundet hat - wie beeindruckend! Im Buch bemerkt man, sie weiß ganz genau wovon sie spricht, geht es um die unbarmherzige Natur, um schwerwiegende Folgen jeder Fehlentscheidung da draußen und der Frage, was uns als Mensch ausmacht wenn wir Überleben müssen. Schon ab der ersten Seite wird eine intensive Stimmung erzeugt und eine interessante Beziehungsdynamik offenbart. Es startet mitten im Geschehen und bereits am Anfang lernt man kleinste charakterliche Schwächen und Beziehungsprobleme kennen, die sich im Überlebenskampf zu großen Makeln entwickeln und schlussendlich darüber entscheiden werden, wie diese Odyssee für die beiden ausgeht. Ich habe so viel gefühlt beim Lesen wie selten. Die Verzweiflung, das Misstrauen, die Angst, die Grausamkeit die wohl jeder Mensch in sich trägt, die Schuld - das alles war extrem greifbar und intensiv. Relativ schlicht und mit einfachen Sätzen wird alles beschrieben und passt somit extrem gut zur gesamten Stimmung. Wie sich das Miteinander verändert, als Rückschläge passieren und welche innerlichen wie äußerlichen Kämpfe aufbranden, ist so realistisch und nachvollziehbar dargestellt, dass es seinesgleichen sucht. Eine große Empfehlung für jeden mit einem Abenteurerherz in der Brust, der weiß wie unbarmherzig unsere wunderschöne Erde sein kann und für alle, die mal wieder große Dankbarkeit für die Privilegien unserer Zivilisation empfinden wollen.
In "Herz auf Eis" schafft es die Autorin eine sehr spannende Überlebensgeschichte so tiefsinnig zu erzählen, dass man als Leser immer mehr zum Psychologen wird. In diesem Buch ist die Handlung genauso wichtig wie die Psyche der Protagonisten und somit ist es nicht nur entspannt zu genießen, sondern bringt auch einiges an Arbeit für den eigenen Kopf mit.
Louise und Ludovic machen bei ihrer Rundreise mit ihrem Schiff Halt auf einer einsamen Insel. Während des Aufenthaltes zieht ein starker Sturm auf, sodass die beiden die Nacht auf der Insel verbringen müssen. Am nächsten Morgen ist jedoch ihr Schiff und somit jegliche Verbindung zur Außenwelt verschwunden und es beginnt ein Kampf ums nackte Überleben. Zunächst möchte ich erklären, dass dies keine reine Überlebensgeschichte ist. Diese Geschichte ist viel tiefgründiger. Sobald der Überlebenskampf des Ehepaares beginnt, beginnt auch ein Kampf um Ihre Ehe. Autissier beschreibt sehr gut wie wenig Leidenschaft bleibt, wenn der Mensch ums nackte Überleben kämpft und die Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten ist eine Möglichkeit, wie eine Beziehung unter solchen Umständen tatsächlich funktionieren kann. Mir hat der langsame Wandel der Beziehung der beiden sehr gut gefallen, ich finde den Verlauf der Geschichte sehr realistisch. Mir gefällt ebenso, dass zum letzten Drittel nur noch aus einer der beiden Perspektiven erzählt wird. Zwischendurch gibt es sehr grausame Stellen, die sich wirklich tief in die eigenen Gedanken einprägen. Ich stelle mir immer und immer wieder die Augen Ludovics vor und mich trifft der Anblick selbst bis ins Mark - so gut konnte Autissier diese wichtige Stelle beschreiben. Ganz zum Schluss findet die Protagonistin ein Ende für sich, dass ich irgendwie zu schnell und zu leicht finde. Mir kam es vor, als wolle Autissier schnell fertig werden, indem sie ihrer Louise ein positives Ende verspricht. Leider hat mich dies nicht allzu überzeugt. Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab. Insgesamt bin ich ziemlich begeistert von der Idee und der Umsetzung und freue mich seit langem wieder etwas Gelesen zu haben, bei dem man noch lange an die gelesenen Seiten zurückdenkt und sich immer wieder fragt: Was hätte ich getan?
Ein Roman über Wendungen im Leben, absolute Grenzerfahrungen und den Blick nach vorne.
Ich finde die Grenzerfahrungen, das Verhalten und die Gedanken, in einer lebensbedrohlichen Situation in dem Roman sehr gut beschrieben. Ebenso die selbstverurteilenden Gedanken, welche im Anschluss zunächst aufkommen - Schuld und Scham. Auch das neuen Mut finden und weitermachen wird gut verdeutlicht. Die Erzählung springt für mich teilweise irritierend schnell zwischen den Personen. Außerdem ist mir der vojuristisch, journalistische Teil zum Ende ein bisschen zu stark in die Geschichte eingewebt. Dennoch eine sehr fesselnde Geschichte 'on point' ohne unnötiges Schnick Schnack um nicht zu sagen, eine effiziente Erzählung!
Isabelle Autissier, die erste Frau, die allein im Rahmen einer Segelregatta die Welt umsegelte, hat hier für mich vor allem ein sehr atmosphärisches Buch geschrieben. Die Szenerie in der Antarktis kommt unfassbar gut herüber und dank meiner eigenen Reise dorthin, konnte ich mir Stromness sehr gut während des Hörens und Lesens vorstellen. Denn hier strandet das Paar, nachdem ihr Segelboot im Sturm abtreibt. Und damit beginnt der Kampf ums Überleben. Oft wird das Buch als Psychothriller beschrieben, was ich nicht nachvollziehen kann. Es ist ein packendes Drama und das Psychogramm einer Partnerschaft in der Extremsituation. Man fragt sich unweigerlich beim Lesen, wie man sich wohl selbst in so einer Situation verhalten hat. Den zweiten Part des Buches (ich gehe nicht näher darauf ein, da es sonst Spoilern würde) fand ich etwas schwächer, aber trotzdem nicht umauthentisch. Ich werde sicherlich noch oft daran denken.
2,5 Sterne kann man leider nicht vergeben, also gibt es gutgemeinte 3. Ich war eigentlich so gespannt auf dieses Buch, denn ich hatte gehofft, richtig abtauchen zu können. Das Buch hat mir leider jeden Zugang zu den Protagonisten verwehrt und das hat mich wirklich sehr enttäuscht. Die Geschichte war viel zu schnell erzählt (fast als wäre der Autorin plötzlich eingefallen, dass sie eigentlich doch keine Lust hat, es zu schreiben) und der Perspektivwechsel, der mittendrin geschieht, hat mir dann den Rest gegeben. Für mich gibt es keinen erkennbaren Grund, dieses Buch aus der Masse herauszuheben. So schade....
Meine Meinung Ausser Pinguinkolonien und Robben gibt es auf dieser Insel nichts, was für die beiden von Vorteil sein könnte. Das die Insel auch noch Naturschutzgebiet ist und sie sich dort gar nicht hätten aufhalten sollen macht ihre Lage nicht gerade besser. Ohne grosse Ausrüstung, Nahrung oder eine Fluchtmöglichkeit beginnt ihr Überlebenskampf in der Wildnis. Anfangs geben sie noch einander die Schuld für ihre prekäre Lage, doch schnell wird den beiden klar, dass sie nun mehr den je zusammenhalten müssen. Gemeinsam jagen sie Pinguine, Robben und sammeln Muscheln. Sie verkriechen sich in einer kleinen Walfangstation aus den 50er Jahren und versuchen irgendwie das Beste aus ihrer Lage zu machen. Doch womit sie nicht gerechnet haben, sind neben Hunger und Angst auch die emotionale Belastung für ihre Beziehung. Die Angst hat das Allerwichtigste zerstört: ihre Gefühle, ihre Menschlichkeit. Völlig bloss steht sie da, besessen einzig von dem Drang zu überleben, nicht anders als irgendeins der Tiere, die sie täglich sieht. Herz auf Eis S. 113 Wenn der Alltag verschwindet und die Grundbedürfnisse kaum gedeckt werden, zerrt das ganze extrem an den Nerven. Und so fängt es bei den beiden langsam an zu kriseln. Öfter habe ich mich während dem Lesen gefragt, wie ich und mein Partner uns in solch einer Situation schlagen würden. Würden wir zusammenwachsen? Würden wir gemeinsam überleben? Der Psychologische Aspekt in Herz auf Eis ist überaus interessant und lässt mich auch jetzt noch nicht so ganz los. Auch wenn ich manche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte, fand ich es doch sehr gut. Das Buch ist in DORT und HIER aufgeteilt und besonders der zweite Teil, war mir etwas zu übertrieben. Aber irgendwie ist auch genau dieses Extrem sehr interessant und man merkt, wie schnell der Mensch doch vergessen kann. Herz auf Eis habe ich für den Buchclub gelesen und wir werden das Buch nächste Woche besprechen. Ich bin schon sehr auf die Meinung der anderen gespannt! Schreibstil & Cover Herz auf Eis fing überaus mitreissend an und der Schreibstil machte den grössten Teil davon aus. Sehr bildlich beschreibt Autissier die Landschaft und die Begebenheiten. So konnte ich mich direkt in den Ort und die Situation hineinversetzen. Durch das ganze Buch hindurch bleibt dieser gleich gut und gefiel mir daher ausserordentlich gut! Das Cover meiner E-Book Ausgabe ist schwarz-weiss, beim Buch ist das Cover Eisblau und gefällt mir daher besser. Ansonsten ist es sehr stimmig und passt auf jeden Fall zur Geschichte. Fazit Herz auf Eis ist keine Liebesgeschichte und irgendwie auch kein Abenteuerroman. Es liest sich viel mehr wie ein Drama zwischen Überleben und Liebe. Der Plot war mitreissend, mit ganz kleinen Schwächen, der Schreibstil war herausragend und somit vergebe ich für das Buch gerne 4 von 5 möglichen Herzen. Bewertung Plot ♥♥♥♥ (4/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (4/5)
Ausszeit von der Arbeit wird zur Eiszeit in der Liebe
Isabelle Autissier kennt sich mit dem Segeln, dem Alleinsein und extremen Situationen aus und das hab ich beim Hören gespürt. Spannende Geschichte aber das Ende kam irgendwie etwas plötzlich...ich hatte direkt das Gefühl irgendwas übersprungen zu haben. Ich hätte auch gern noch etwas mehr aus der Sicht von Ludovic gehört obwohl er für mich der unsympatischere Charakter war. Alles in allem eine spannende Story die Charaktere in Extremsituationen beleuchtet und einen selbst mit einigen Fragen zurücklässt.
War leider gar nicht meins … sprachlich durchaus nett und interessant, aber die Handlung hat mich überhaupt nicht gepackt. Beide Hauptcharaktere waren mir unsympathisch, die Chemie zwischen beiden war quasi Null. Es war weder spannend, noch besonders lehrreich und in vielen Punkten einfach nur wenig nachvollziehbar und unglaubwürdig. Achtung SPOILER: Wie kann es zb sein, dass Louise keine Probleme mit Verdauung in den ersten Tagen der Forschungsstation? Wieso hat sie nicht standardmäßig psychologische Betreuung nach der Rückkehr? Außerdem schlägt sie sich erstaunlich gut in der Zivilisation, hat keinerlei sozialen Phobien, Nervosität oder sonstiges? Die Entscheidungen der beiden sind absolut nicht nachvollziehbar. Ludovic ist normal der Abenteurer - warum will er die Forschungsstation nicht suchen ? Auch dieses ganze Thema rund um Pinguine jagen und essen …Wie transportieren sie 100 Pinguine zu Fuß von der Bucht zu ihrer Station ?! Wie können sie von Tag 1 ohne die geringsten Zweifel massenweise Pinguine töten? Außerdem frage ich mich: Was hat Louise in der Station gemacht? Versuche Hilfe zu holen ? Man weiß es nicht .. auch unternimmt sie keinen Versuch den Toten Gefährten zu begraben oder zu konservieren oder sonst wie zu sichern bevor der Leichnam von Tieren gefressen wird bis Rettung kommt. Sie hätte ihn ja nur im Schnee und Eis vergraben müssen ..
Puh, ein schwieriges Buch, eine harte Thematik und keine leichte Rezension. Die erste Hälfte des Buches hat mir richtig gut gefallen, spannend, psychologisch nervenaufreibend. Ein Paar, was auf einer arktischen Insel strandet und an den Rand ihrer Belastbarkeit kommt... und darüber hinausgehen muss. Ihren Kampf zu verfolgen hat mich sehr mitgerissen und mitgenommen. Dann gibt es einen harten Cut, den ich nicht erwartet habe und der mir auch nicht gut gefallen hat im ersten Moment. Auch die Geschichte hat mir ab da nicht mehr so gut gefallen, war nicht mehr so packend erzählt. Alles i Allem macht aber gerade Teil 2 das Buch rund und es macht Sinn, dass die Autorin auch diesen Teil der Geschichte erzählt. Besonders hat mir gefallen dass ich mich selber immer wieder vor Fragen gestellt fühlte und überlegt habe, wie ich reagiert hätte, was ich getan hätte. Ein Buch dass ich schwer einem Genre zuordnen kann, eine Story auf die man sich einlassen muss, eine Geschichte für die man nicht zu zart besaitet sein sollte.
3 Sterne = ganz gut, aber muss man nicht unbedingt gelesen haben Leider konnte mich die Geschichte nicht so ganz in ihren Bann ziehen. Das lag zum einen daran, dass die Psyche der Charaktere, die Gedanken und deren Entscheidungen zwar gut beschrieben waren, sie mir aber emotional völlig fern geblieben sind. Zum anderen fand ich es schade, dass sich nach ca. der Hälfte des Buches die Perpektive geändert hat und das Ende der Geschichte quasi in der Rückblende erzählt wurde. Ich wäre lieber "live" bei der Geschichte geblieben. Inhaltlich war das Buch interessant. Es hat sich mit einigen moralischen Fragestellungen beschäftigt, die teilweise in den Abgrund des menschlichen Gewissens blicken lassen. Aber letztendlich hat mir das Buch jetzt nicht viel gegeben und ich werde es wohl schnell wieder vergessen.
„Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier hat mich unheimlich bewegt. Das Paar gerät in eine schier ausweglose und extreme Situation, man kann und möchte sich wohl kaum selbst vorstellen wie es wäre, wenn man sich selbst in dieser Situation befinden würde. Die Liebe ist ja meist eine Art Anker, ein letzter Hoffnungsschimmer, an dem man sich festhält und festhalten kann, doch was davon übrig bleibt, wenn das ganze Leben plötzlich auf die Probe gestellt wird zeigt dieses Buch. Die Autorin schafft von Anfang an eine sehr bedrückende Atmosphäre, wodurch einige Szenen so lebhaft dargestellt sind, dass ich so manches Mal schockiert war und dieses Gefühl sogar einige Tage nach dem Lesen noch mit mir herumgetragen habe...
Der erste Teil des Buches (etwas mehr als die Hälfte) war für mich phänomenal ! Total beklemmend, spannend, irgendwie grausam. Was danach kam hätte für mich viel kürzer sein können - hier bin ich oft mit den Gedanken abgeschweift weil mein Interesse völlig verloren ging. Schade. Insgesamt immer noch ein solides Buch, welches man nach dem ersten Teil abbrechen könnte.
Was für ein Buch!
Was passiert mit uns, wenn alles Gewohnte und Vertraute nicht mehr da ist und man ums nackte Überleben kämpft? Was passiert mit dem inneren ethischen Kompass? 🧭 Wie verändern wir uns und unsere Beziehungen? Alls das verpackt in eine großartige, bildliche Sprache einer einsamen Insel mit Gletschern und Pinguinen bietet uns die Autorin in diesem Roman. Gefühlt würde ich sagen, sie weiß wovon sie spricht. Kann man das so gut recherchieren? Die Emotionen und die Gefühle wenn man wütend ist, dass der Partner eine falsche Entscheidung getroffen hat, die einen das Leben kosten kann? Bin tief beeindruckt! Und in zwei Tagen durch das Buch geflogen.
Puh! Nichts für schwache Nerven!
Ich schreibe die Rezension fast ein Jahr, nachdem ich das Buch gelesen habe und nur, wenn ich daran denke, bekomme ich wieder Herzrasen und Beklemmungen. Dieses Buch ist ein Meisterwerk der ... ich weiß auch nicht. Ein schöner Segeltörn, ein Schiffbruch an einem Ort, den niemand betreten soll, zwei Liebende, die zu Konkurrenten werden, als der Kampf ums Überleben beginnt. Ganz ehrlich, ich weiß nicht wie ich reagiert hätte. Wenn man gemütlich mit einem Tee auf dem Sofa sitzt und dieses Buch liest, hat man leicht reden "Mach das nicht! Das ist moralisch überhaupt nicht in Ordnung! Komm zurück!" Wie reagierst du auf den Kampf ums Überleben?


















































