Half His Age
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Description
Von der Autorin des New York Times Nr. 1-Bestsellers »I’m Glad My Mom Died« – laut, unverblümt und urkomisch!
Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?
Ein witziger, trauriger und fesselnder Roman über Sex, Konsum, Klassenunterschiede, Begehren, Einsamkeit, das Internet, Wut, Intimität, Macht und die (oft völlig fehlgeleiteten) Kraftakte, die wir auf uns nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen.
»Ein explosives Debüt [...] einfühlsam und scharfsinnig, herzzerreißend und aufrichtig.« Publishers Weekly über »I'm Glad My Mom Died«
» Half His Age ist ein düsterer, oft urkomischer und unbequemer Triumph« The Guardian
Book Information
Author Description
Jennette McCurdy ist die Autorin von »I’m Glad My Mom Died«, einem Nr. 1-Bestseller der New York Times, der sich über 90 Wochen auf der Liste hielt. Das Buch wurde in mehr als dreißig Ländern veröffentlicht und über vier Millionen Mal verkauft. McCurdy ist auch Schöpferin, Drehbuchautorin, leitende Produzentin und Showrunnerin einer Apple TV+-Serie, die lose auf dem Buch basiert, mit Jennifer Aniston in der Hauptrolle. »Half His Age« ist ihr Debütroman.
Characteristics
9 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Was für ein Buch …
„Half His Age“ war für mich wie ein Blick in ein Tagebuch, das gleichzeitig chaotisch, schmerzhaft und unfassbar ehrlich ist. Waldo ist keine Protagonistin, die man immer verstehen muss – aber eine, die man definitiv fühlt. Zwischen „Oh Gott, Mädchen, bitte tu das nicht“ und „Ich möchte dich einfach in den Arm nehmen“ lag bei mir oft nur eine Seite. 😅💔 Jennette McCurdy schreibt mit so viel Witz, Selbstironie und roher Ehrlichkeit, dass ich gleichzeitig schmunzeln und schlucken musste. Hinter der schrägen Schwärmerei für Mr. Korgy steckt so viel mehr: Sehnsucht, Einsamkeit und der Wunsch, endlich gesehen zu werden. Ein Buch, das stellenweise herrlich unangenehm, manchmal absurd komisch und dabei überraschend emotional war. Waldo bleibt definitiv im Kopf. ⭐️💫 „Ich habe Mama lange genug beobachtet, um zu wissen, dass nichts einen Mann so sehr abschreckt wie das, was eine Frau von ihm will.“

Half His Age ist roh, ehrlich und teilweise wirklich unangenehm – aber genau das macht dieses Buch so besonders. Es geht um Konsum, Sex, Machtmissbrauch, Selbstwert und all die unschönen Gedanken und Gefühle, die man oft lieber verdrängt. Ich fand vieles an diesem Buch einfach fantastisch. Vor allem, dass die Autorin es schafft, dass man nicht nur die Protagonistin hinterfragt, sondern teilweise auch sich selbst und die eigene Wahrnehmung. Und obwohl der Titel und die Vermarktung schnell in Richtung „Age Gap Romance“ denken lassen, sind die männlichen Figuren hier eigentlich nur Randfiguren. Von der relevantesten männlichen Person weiß ich nicht mal mehr den Vornamen – und genau das sagt irgendwie alles über die Geschichte aus. Das Buch ist unglaublich ehrlich, teilweise sogar über meine persönlichen Grenzen hinaus. Aber genau das ist wichtig, um die Protagonistin und ihre Entwicklung wirklich zu verstehen. Jede Interaktion fühlt sich anders an, die Dynamiken verändern sich ständig und auch der Fokus der Geschichte verschiebt sich immer wieder. Ich kann kaum beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat, ohne zu spoilern. Aber obwohl ich alterstechnisch näher an „dem“ männlichen Part bin als an der Protagonistin, konnte ich mich erschreckend gut in ihr wiederfinden. Ich bin ohne große Erwartungen reingegangen und wurde komplett sprachlos zurückgelassen. Wenn man mit dieser Rohheit umgehen kann und offen für unbequeme Themen ist: ganz große Empfehlung.
In “Half His Age“, the main character, 17-year-old Waldo, recounts small episodes from her senior year in High School in short chapters. Coming from a “white trash” background, her life has always been shaped by deprivation and neglect. She finds refuge and validation in a relationship with her teacher, Mr Korgy, married and twenty years her senior. It’s an uncomfortable, provocative and explosive read about toxic relationships, power imbalance and class divisions. I appreciated the central themes and the structure of the book, but I wasn’t entirely stoked. At first, Waldo felt too flat and unreflective, although this improved somewhat as the story progressed. I don’t mean to be offensive, but at times the novel felt like a version of “My Dark Vanessa” with Jordan from “Birthday Girl” as the protagonist. (And no, I couldn’t stand Jordan.) This book will likely be compared to “My Dark Vanessa” countless times. There are striking parallels, but in my opinion the focus of the two novels and of the relationships they depict differs significantly. But they have the abusive relationship in disguise in common. There is no moral framing from the narrative voice, so that responsibility rests entirely with the reader. I found it challenging to remind myself again and again that the relationship is unequivocally abusive, even if Waldo actively pursues and desires it. All in all, this was a good book, but it didn’t truly stand out for me. It was not as disturbing or affecting as “My Dark Vanessa”, but certainly rich in potential for discussion and raising awareness.
ℒ𝒾ℯ𝒷ℯ𝓈𝓀𝓊𝓂𝓂ℯ𝓇 𝒟𝒶𝓈 𝒽𝒾ℯ𝓇 𝒾𝓈𝓉 𝓈𝒸𝒽𝓁𝒾𝓂𝓂ℯ𝓇 𝒶𝓁𝓈 𝒹ℯ𝓇 𝒹𝓊𝓂𝓅𝒻ℯ 𝒮𝒸𝒽𝓂ℯ𝓇𝓏, 𝓌ℯ𝓃𝓃 𝓂𝒶𝓃 ℯ𝒾𝓃𝓈𝒶𝓂 𝒾𝓈𝓉, ℴ𝒹ℯ𝓇 𝒜𝓃ℊ𝓈𝓉𝓏𝓊𝓈𝓉𝒶̈𝓃𝒹ℯ, 𝒹𝒾ℯ ℯ𝒾𝓃ℯ𝓃 𝓊𝓃𝓉ℯ𝓇 𝒹𝒾ℯ ℋ𝒶𝓊𝓉 𝓀𝓇𝒾ℯ𝒸𝒽ℯ𝓃. 𝒟𝒶𝓈 𝒾𝓈𝓉 𝒹𝒾ℯ 𝒦ℴ𝓂𝒷𝒾𝓃𝒶𝓉𝒾ℴ𝓃 𝒶𝓁𝓁 𝓂ℯ𝒾𝓃ℯ𝓇 𝓈𝒸𝒽𝓁𝒾𝓂𝓂𝓈𝓉ℯ𝓃 ℬℯ𝒻𝓊̈𝓇𝒸𝒽𝓉𝓊𝓃ℊℯ𝓃 𝓊𝓃𝒹 𝒾𝒸𝒽 ℯ𝓇𝓉𝓇𝒾𝓃𝓀ℯ 𝒾𝓃 𝒾𝒽𝓃ℯ𝓃. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 ℒ𝒾ℯ𝒷ℯ𝓃𝓈𝓌ℯ𝓇𝓉. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉𝓈 𝓌ℯ𝓇𝓉. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 ℯ𝒾𝓃 𝒦𝒾𝓃𝒹. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝒹𝓊𝓂𝓂. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓃𝒶𝒾𝓋. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝒽𝒶̈𝓈𝓈𝓁𝒾𝒸𝒽. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓈ℯ𝓃𝓈𝒾𝒷ℯ𝓁. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓏𝓊 ℯ𝓂ℴ𝓉𝒾ℴ𝓃𝒶𝓁. 𝒰𝓃𝒹 𝒾𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓏𝓊 𝓌𝓊̈𝓉ℯ𝓃𝒹, 𝓏𝓊 𝓋ℯ𝓇𝒻𝒾𝒸𝓀𝓉 𝓌𝓊̈𝓉ℯ𝓃𝒹.
ℋ𝒶𝓁𝒻 𝒽𝒾𝓈 𝒜ℊℯ ist ein Roman der Autorin Jennette Mccurdy und ein absolutes Highlight. Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel…. Dieser Teil von dem Klappentext sagt schon einiges über die siebzehn jährige Waldo aus und das ist das 🤔 was mich so beeindruckt hat, in dieser Geschichte. Gefühlsmäßiges Chaos, von ganz oben bis ganz tief in den Keller. Dieser Roman ist mit so viel Witz, aber auch mit so viel Traurigkeit erzählt, einfach grandios. Erst dachte ich mir so Oh Mein Gott 🙈, was hat dieses Mädel genommen 😅. Sie ist so ehrlich, witzig, irgendwie chaotisch, lässig, aber einerseits auch verletzlich, nachdenklich und ernst. Ihre lockere Art war beim lesen irgendwie ansteckend und ich fand sie als Person sehr erfrischend. Dann das krasse Gegenteil, ein Tabuthema, die Konsequenzen und starke Emotionen. Wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Der Schreibstil ist sehr beeindruckend und passt sich gut der Story an, irgendwie schnelllebig, jugendlich aber auf positive Weise. Das emotionale zwischenmenschliche der Protagonisten ist sehr interessant und spannend, was das Leseerlebnis auf ein hohes Niveau bringt. Mein Fazit ☺️, für zwischendurch mal was komplett anderes ( für meine Leseverhältnisse), daher eine absolute Empfehlung.

Roh, unbequem und gerade deswegen so gut!
Ich brauchte mal einen Genre-Wechsel und die Leseprobe zu „Half His Age“ hat mich sofort angesprochen. Das Buch ist für mich wirklich mal was ganz anderes und hat mich tatsächlich auch ziemlich beschäftigt. An manchen Stellen war es schon eklig, aber trotzdem noch erschreckend gut. Es geht um Waldo, 17 Jahre alt, die eine Affäre mit ihrem Lehrer Mr. Kirgy beginnt. Zu Beginn kommt sie aus der Schwärmerei nicht raus, aber Seite für Seite merkt dann immer mehr, wie sich das Ganze doch zu einer Abneigung entwickelt. Das war in meinen Augen echtes „Age-Gap“. Dabei geht es aber noch um so viel mehr. Waldo versucht sich mit vollen Warenkörben, impulsiven Onlineshopping bei Shein und Amazon ihr Glück zu „erkaufen“. Ein Glücksgefühl was nur kurz anhält. Ihre Mutter hangelt sich von Beziehung zu Beziehung, On-Off mit ihrem aktuellen Macker Tony. Im Buch erfährt man einiges über Waldo ihre Kindheit, welche keine besonders schöne Zeit war. Da hat man auch die Erklärung, warum sie so ist, wie sie ist. Ihre Mutter hat ihr im Prinzip vorgelebt, dass man sich für Männer schön zu machen hat und welche Dinge man sagen sollte, damit man einem Mann gefällt. Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, da ich die Entwicklung von Waldo echt mochte. Es war für mich alles authentisch und nahbar, die Probleme und Gedanken. Manchmal dachte ich echt, was lese ich hier, aber gleichzeitig konnte ich nicht aufhören. Ich denke das Buch ist nichts für jedermann, man muss es mögen. Die Sprache ist wirklich sehr vulgär! Es ist halt keine leichte Romance, sondern eher ein Drama. Mir wird die Geschichte um Waldo noch länger im Kopf bleiben und beschäftigen.

»Oh, natürlich«, sage ich mit einem überzeugenden Lächeln, doch darunter schwelt etwas ganz Düsteres. Eine Frage. Macht er mir gerade wirklich ein Kompliment? Denkt er wirklich, ich wäre reif? Oder versucht er, mich so, wie er mich haben will, zu bestätigen, es zu verstärken und sicherzustellen, dass es so weitergeht? Versucht er, die Version von mir, die sein Leben am leichtesten macht, zu festigen? 🖤💔
⭐⭐⭐⭐⭐ Ich hätte „Half His Age“ von Jennette McCurdy beinahe nicht gelesen, da mich die ersten Seiten zunächst eher abgeschreckt haben. Vor allem die derbe, direkte Sprache liegt eigentlich außerhalb meiner Komfortzone. Umso überraschter war ich, wie sehr mich das Buch gepackt hat – ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Die Geschichte ist roh, intensiv und schonungslos ehrlich. McCurdy beschönigt nichts, sondern zeigt eine Realität, die unbequem ist und stellenweise wirklich unter die Haut geht. Die explizite Sprache passt dabei zur Erzählweise und verstärkt die Wirkung der Geschichte, statt fehl am Platz zu wirken. Man könnte sagen on Point. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Waldo, die in einem schwierigen und emotional vernachlässigenden Umfeld aufwächst. Ihre Beziehung zur Mutter ist geprägt von Instabilität und fehlender Fürsorge, wodurch Waldo früh gezwungen ist, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu organisieren. Diese Erfahrungen hinterlassen Spuren, die sich in ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen deutlich widerspiegeln. Auf der Suche nach Nähe und Bestätigung gerät sie in eine Beziehung zu ihrem deutlich älteren Lehrer, der Ehemann und Vater ist. Dabei wird schnell klar, dass es sich hier nicht um eine romantische Liebesgeschichte handelt, sondern um ein Machtgefälle, das von Manipulation und emotionaler Abhängigkeit geprägt ist. Besonders stark ist, dass das Buch genau das klar herausarbeitet und nichts verklärt. In diesem Roman wird nichts romantisiert und es ist auch keine dieser im Moment bei den jungen Leuten so beliebte Age Gape Romanze und das hat mir unglaublich gut gefallen. Waldo ist eine vielschichtige und nahbare Protagonistin. Trotz ihrer schwierigen Situation ist sie reflektiert und erkennt die problematischen Dynamiken um sie herum, auch wenn sie sich ihnen nicht immer entziehen kann. Gerade diese Widersprüchlichkeit und ihr krasses Gefühlschaos welches von Up und Downs dominiert wird, je nachdem wie viel Zeit ihr Lehrer für sie erübrigen kann, macht sie sehr authentisch. Das Buch entwickelt einen starken Sog, ist intensiv erzählt und bleibt auch nach dem Lesen noch lange im Kopf. Insgesamt ist „Half His Age“ ein unbequemes, aber wichtiges Coming-of-Age-Buch, das sich mit Themen wie Macht, Abhängigkeit und emotionalem Missbrauch auseinandersetzt.

Schockierend ehrlich, ekelhaft, provokant und abgefuckt!!!
So ganz weiß ich noch nicht was ich von "Half his Age" halten soll... Zuerst möchte ich mich bei netgalley und beim blümenbar Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars bedanken🥰. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst. Der Schreibstil von Jennette McCurdy war super leicht und flüssig zu lesen. Besonders die kurzen Kapitel haben mir beim lesen das Gefühl gegeben ich schwebe nur so durch das Buch. Es ist wirklich ein guter Debütroman und weitere Bücher der Autorin werden gelesen!🤭 Worum geht es? Hier ist der Klappentext: Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut? Tja das war mal ein ganz anderes Buch als ich sonst so lese, aber es war überraschend gut und wird definitiv nicht das letzte Buch sein, was ich von der Autorin gelesen habe. Ein toller und ehrlicher Coming of Age Roman der über die Hürden des Erwachsen werden berichtet. Waldo hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Ihre Kindheit war anstrengend, schwer und definitiv nicht so wie es hätte sein soll... Um sich von ihrer Unzufriedenheit abzulenken gibt sie Tonnen von Geld für Dinge aus, die sie niemals braucht. Sei es im Online Shopping, in der Drogerie oder bei Klamotten Läden. Für einen kurzen Moment bekommt sie den Kick nachdem sie sich sehnt, nur um kurz darauf noch tiefer zu fallen...💭 Um mit ihrer eigenen Unzufriedenheit nicht allein zu sein, verliebt sie sich in ihren Lehrer Mister Korgy. Der ist doppelt so alt wie sie, verheiratet, steht mitten im Leben und hat einen Sohn. Aber all das ist Waldo egal, sie flieht in ihre Obsession und bald darauf fängt auch Mr. Korgy an Gefühle für Waldo zu entwickeln. Tjaaa was soll ich sagen??? Waldo findet nur etwas in Mr. Korgy weil er unglücklich ist. Hässlich, mit seinem dicken Bauch und der lila Strickjacke. Sie findet ihn toll, weil er ihre Unzufriedenheit in etwas anderes verwandelt...💭 Waldo hat mir wirklich leid getan. Mitten im Wechsel vom Teenager hin zur Erwachsenen wird sie komplett allein gelassen. Ihre Mutter hastet von einem Typen zum nächsten und wenn sie abserviert wird gerät sie in einen Strudel aus Selbstmitleid, was eine Frau in ihrem Alter wohl eher nicht haben sollte und ist nicht für ihre Tochter da. Sie gibt Waldo zwischendurch Hoffnung, an die sie sich klammert und dann doch enttäuscht wird...😔. Mr Korgy verschafft Waldo am Anfang einen Kick, doch zum Ende des Buches wirft auch diese Beziehung für Waldo viele Fragen auf...👀 Das Ende kam für mich etwas abrupt und doch hat es zur Geschichte und zum Schreibstil gepasst. Allerdings hätte ich mir da dann doch noch etwas mehr erhofft...🤔😅 Die Spice Szenen sind durchaus fragwürdig, wie genrell alles in diesem Buch, aber dadurch hat man eben nochmal ein krasseres Feeling für die Story und Waldo bekommen. Besonders die Anfangsszene konnte mich direkt catchen. Fazit: "Half his Age" ist definitiv ein etwas anderes Buch, dennoch eine absolute Empfehlung! Es war wirklich fesselnd, schockierend und zwischendurch echt ekelhaft, dennoch war es ein unglaublich interessantes Buch mit einem wichtigen Thema!✨

Schonungslos, schmerzhaft und unangenehm
Nachdem ich den ersten Roman von Ihr mochte, aber dieser autobiografisch war, war ich skeptisch ob es auch fiktional für mich funktioniert. Und ja, wie schon im ersten Roman beschreibt die Autorin direkt und schonungslos alles bis hin zu unangenehmen Details. Es geht um eine junge Frau Waldo, lebend in zwei toxischen Beziehungen. Einmal zu Ihrer Mutter, welche sich von einem Mann zum nächsten hangelt, alles unternimmt diesen zu gefallen. Im Buch wird es als Liebessucht beschrieben. Die andere Beziehung entwickelt sie zu Ihrem verheirateten Lehrer mit dem sie eine Affäre beginnt. Alle drei Menschen sind bedürftig, suchen die Bestätigung, wobei es bei Waldo und dem Lehrer auch eine eigene Dynamik von wechselnder Macht gibt. Ich mochte ihn gar nicht. Mansplainer at its Best, träumt von einer Schriftstellerkarriere, dabei aber unangenehm weinerlich. Waldo sucht noch Ihren Platz in der Welt und versucht die eigene Leere mit Konsum und Sex zu füllen. Dabei ist sie so klug in Ihren Beobachtungen im Umfeld. Das Buch ist direkt und ohne Kompromisse. Wie Okhams Rasiermesser, runter geschnitten auf das Wesentliche, geht dabei ungefiltert in die unschönen Seiten des Lebens. Wer das erste Buch mochte. wird hier auch wieder fündig.
🚍🛍️💻🥡👨🏼🏫💄❤️
•Rezensionsexemplar• Half His Age“ ist eines dieser Bücher, das einen am Kragen packt & sagt: Schau hin. Ehrlich, direkt & manchmal fast schon schmerzhaft wahr erzählt die Autorin diese Geschichte. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der Protagonistin. Man begleitet sie durch Zweifel, Abhängigkeiten & Sehnsüchte & merkt dabei schnell: Viele von uns machen sich viel zu abhängig von anderen Menschen oder von der Vorstellung einer perfekten Beziehung. Dieses Buch hält uns einen Spiegel vor und zeigt, wie leicht wir glauben, dass Liebe & Aufmerksamkeit von außen unser Leben vollständig machen soll. & wie wir andauernd versuchen, unsere Wunden mit materiellem zu heilen. Doch genau hier liegt eine der wichtigsten Botschaften des Buches: Wir alle wollen Liebe, aber die wichtigste Liebe ist die zu uns selbst. Kein anderer Mensch kann für uns die Verantwortung übernehmen, unser Leben schön zu machen. Nur wir selbst. Diese Erkenntnis zieht sich tief durch die Geschichte und bleibt noch lange nach dem Lesen im Kopf. Die Autorin schafft es mit viel Ehrlichkeit, Mut & Tiefgang, Gedanken anzustoßen, die man vielleicht lange verdrängt hat. Zwischen emotionalen Momenten & sehr reflektierten Passagen steckt unglaublich viel Message & eine Menge Stoff zum Nachdenken. Für mich ist „Half His Age“ ein starkes, mutiges & sehr tiefgründiges Buch, das nicht nur unterhält, sondern wirklich etwas in einem bewegt. Ich liebe die Autorin. & auch ihre Biografie hat mich komplett begeistert. Wer ehrliche Geschichten mit echten Gefühlen & wichtigen Gedanken mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Absolute Leseempfehlung!
• Half his age • Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut? Rezension: Mit Half His Age legt Jennette McCurdy eine schonungslos und ehrlichen Roman vor. Bekannt geworden ist sie als Schauspielerin und durch ihre Biografie. McCurdy thematisiert vor allem Machtstrukturen und die Zerbrechlichkeit junger Frauen in drr Gesellschaft. Im Zentrum der Geschichte steht Waldo die sich in einer Beziehung mit einem deutlich älteren Mann wiederfindet. Sie befindet sich in einer Beziehung die von Bewunderung, Abhängigkeit und Manipulation geprägt ist. Die anfängliche Faszination von Waldo an ihrem Lehrer schlägt schnell in Verunsicherung um, und aus vermeintlicher Reife wird ein Ungleichgewicht, das die Protagonistin zunehmend einengt. Besonders eindrucksvoll sind die Monologe, die sich um Unsicherheit, Selbstzweifel und den Wunsch nach Anerkennung drehen. Sprachlich ist der Roman sehr klar und direkt, wodurch man das Geschehen leicht verfolgen kann. Sehr stark sind leisen Szenen und Momente wie kleine Gesten, beiläufige Bemerkungen und Grenzüberschreitungen. Dadurch entsteht im laufe des Romans eine beklemmende und drückende Intensität. Es geht viel um Selbstwert, Kontrolle und dem schmalen Grat zwischen Zuneigung und Ausnutzung. Sie zeigt, wie Altersunterschiede mit unterschiedlichen Leben und Machtpositionen zusammentreffen. Insgesamt ist Half His Age eine Auseinandersetzung mit ungleichen Beziehungen und der Suche nach einer Stimme. Eine absolute Leseempfehlung!
roh, ehrlich und erschreckend
Jennette McCurdy bleibt auch in diesem Buch ihrem sehr eigenen Schreibstil treu. Die Geschichte ist nüchtern, direkt und oft von einem pessimistisch gefärbten Selbstbild geprägt. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch jedoch so eindringlich. Die Story folgt einer Jugendlichen in ihrem letzten High-School-Jahr, die sich in ihren Professor für kreatives Schreiben verliebt. Was zunächst wie eine harmlose Faszination beginnt, entwickelt sich schnell weiter: aus Bewunderung wird Vernarrtheit, daraus Abhängigkeit und schließlich etwas, das gefährlich nahe an Sucht grenzt. Am Ende bleibt ein Knall und hoffentlich genug Selbsterkenntnis, um aus diesem Kreislauf auszubrechen. Das Buch greift schwere Themen auf, schafft es jedoch, sie unglaublich authentisch und nachvollziehbar zu erzählen. Gerade deshalb könnten sich viele Leser:innen in Teilen der Geschichte wiederfinden. Besonders wenn sie auf ihre eigene Jugend zurückblicken. McCurdy behandelt unter anderem Themen wie Grooming, Konsumsucht, extreme Selbstzweifel, problematische Rollenbilder sowie soziale Klassenunterschiede. Die Protagonistin Waldo steht dabei vor der schwierigen Aufgabe, einen Kreislauf zu durchbrechen, den sie bereits bei ihrer Mutter in ähnlicher Form beobachtet hatte. Sie muss lernen, sich von diesen Mustern zu lösen, um ein eigenes Leben zu führen und ihre eigene Identität zu finden. McCurdy arbeitet stellenweise mit sehr provokativen Bildern, manchmal sogar bewusst unangenehm oder eklig. Doch genau das verleiht der Geschichte eine rohe Ehrlichkeit, die das Geschehen nur noch realer wirken lässt. Für mich war dieses Buch eine echte Überraschung und eine klare Empfehlung.

☺️😳😞😖😫🥺😢😭😠😤🤯😱😡🫢😵🤬 = mein Gefühlschaos bei diesem Buch!!!!
Diese Rezension fällt mir wirklich nicht leicht. Das Buch ist hervorragend geschrieben und lässt sich unglaublich flüssig lesen. Doch das Thema… es ist schockierend, verstörend, beängstigend und überschreitet Grenzen. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Mit jeder Seite wuchs meine Abneigung gegenüber diesem Lehrer. Es hat mich emotional stark mitgenommen und wird sicher noch eine Weile in mir nachwirken. Triggerwarnung: teilweise sehr explizite sexuelle Inhalte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch am liebsten schlecht bewerten würdet, weil der Inhalt so unangenehm und belastend ist? Und gleichzeitig wisst ihr, dass das dem Werk eigentlich nicht gerecht wird? Denn genau das macht dieses Buch so besonders: Es regt zum Nachdenken an, fordert heraus und bleibt im Kopf. Und ein Buch, das einen so nachhaltig beschäftigt, hat für mich letztlich eine 5-Sterne-Bewertung verdient.
Zwischen Obsession und Selbstfindung – ein Roman, der berührt
Wow. Wirklich, wow. Half His Age von Jennette McCurdy ist ohne Übertreibung eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Selten habe ich mich in einem Roman so gesehen gefühlt. Nicht oberflächlich, sondern auf einer Ebene, die fast schon unangenehm ehrlich ist. Ich lebe mit Borderline (was ausdrücklich nicht heißen soll, dass Waldo Borderline hat) und diese extreme Obsession, dieses emotionale Abhängigsein von einer Person, dieses vollständige Ableiten des eigenen Selbstwerts aus der Aufmerksamkeit eines anderen: Das war für mich erschreckend nachvollziehbar. Und genau darin liegt für mich die literarische Stärke dieses Buches. Es zeigt mit einer fast schon sezierenden Klarheit, wie man sich in der Vorstellung einer anderen Person verlieren kann und warum das trotzdem niemals echte Erfüllung bringt. Weil man, so schmerzhaft diese Erkenntnis ist, letztlich nur dann Halt findet, wenn man ihn in sich selbst entwickelt. Mich hat dieses Buch tief berührt. Es hat mich zum Lächeln gebracht, zum Nachdenken, zum Innehalten. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Sprache ist unglaublich flüssig und dabei voller emotionaler Präzision. Ich liebe, wie Waldo ihre Gefühlswelt beschreibt – klar, reflektiert und zutiefst menschlich. Es wirkt nie konstruiert, sondern authentisch und roh, ohne an literarischer Qualität einzubüßen. Und auch wenn Waldo vielleicht Dinge macht die man von außen komisch finden könnte, in diesem Buch geht es nicht um Moral sondern es geht um das Menschsein – um Sehnsucht, Projektion, Selbstzweifel und die schmerzhafte Suche nach Identität. Ich könnte noch stundenlang darüber sprechen, aber kurz gesagt: ein ganz, ganz, ganz großartiges Buch. Volle fünf Sterne. Absolute Leseempfehlung. Und Waldo wünsche ich von Herzen alles Gute. Mr. Korgy hingegen… nun ja, was für ein Loser. ;) Ich wünschte wirklich, ich hätte dieses Buch schon mit 18 lesen dürfen.
Keine Age Gap Romance!!! Ich weiß gar nicht genau wie ich dieses Leseerlebnis beschreiben soll. Die Geschichte erzählt aus der Perspektive der am Anfang 16 jährigen Waldo ist wirklich nicht leicht zu verdauen und teilweise sehr schmerzhaft und schockierend. Waldo verliebt sich in ihren mehr als doppelt so alten Lehrer und beginnt eine Affäre mit ihm. Der Schreibstil der Autorin ist so schonungslos, unmoralisch und bildhaft das es sich für mich teilweise wie ein Unfall angefühlt hat. Alles daran war moralisch verwerflich. Das Machtgefälle zwischen den Protagonisten ist unbestreitbar und trotzdem konnte ich teilweise nicht ausmachen wer der beiden eigentlich der schwache Part war in dieser verbotenen ,,Liebesgeschichte“. Ein coming of Age Roman der anderen Art. Ein herausforderndes aber für mich auch sprachlich herausragendes Leseerlebnis. Dennoch glaube ich nicht das es für jeden geeignet ist.
Dieses Buch habe ich mal wieder so geliebt. Ich fand bereits das erste Buch von McCurdy total stark, daher habe ich mich hierauf total gefreut. Die Sprache ist sehr direkt und spiegelt somit sehr gut den Inhalt wieder. Es entsteht sehr schnell ein Sog beim Lesen und ich musste unbedingt wissen, wie alles ausgeht. Man muss den Schreibstil aber mögen. Es werden außerdem eine ganze Bandbreite an Themen wie Female Rage, Klassenunterschiede oder auch Konsum sehr geschickt behandelt. Bei mir hat es noch eine Weile nachgewirkt und ich kann es empfehlen.
All it took to get here doesn't matter. The forbidden love. The age gap. The broken marriage. The casualties. None of it matters. We're not special. We're just two people who were brought together because of how fucking lost we both were." (S. 252) Der Absatz stammt vom finalen Teil des Buches und sagt mMn sehr viel über die Entwicklung der Erzählung aus. Half His Age von Jennette McCurdy wird ja derzeit stark gehyped. Anfangs dachte ich, es wäre nur eine recht simple Geschichte (Schülerin verliebt sich in ihren Lehrern, sie beginnen eine Affäre, bla bla bla). Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch überzeugt. Waldo ist eine starke, interessante Hauptfigur. Dass sie aus schwierigen Verhältnissen kommt – teenage mum, ein abwesender Vater, ein Leben im Trailerpark – nimmt gar nicht so viel Raum ein. Dennoch spürt man ihren ausgeprägten Wunsch, gesehen und anerkannt zu werden, aber vor allem ihren starken Willen. Auch ihr Lehrer Mr. Korgy ist ein tragischer Charakter, ohne dass ich sein Verhalten dadurch entschuldigen möchte; im Grunde müsste er aus dem Schuldienst verbannt werden. Spannend fand ich auch die Nebenfiguren, etwa die Mutter, die fast manisch nach Anerkennung bei Männern sucht und trotz aller Versuche immer wieder in alte Muster zurückfällt. Auch Frannie fand ich spannend, schade nur, dass sie im Roman wenig Raum bekommt. Je weiter ich im Buch gekommen bin, desto mehr hat es mich angesprochen. Auch das Ende empfand ich als sehr gelungen. Alles in allen, überraschend gut.

Ehrlich, vulgär und doch fesselnd
In diesem Buch lässt mich die Autorin tief in die Seele von Waldo, einer 17-jährigen Schülerin, die in der weißen amerikanischen Unterschicht in einer verschlafenen Kleinstadt in Alaska aufgewachsen ist, blicken. Ihre Mutter lässt Waldo meist allein, schon seit Jahren, und lebt ihr vor, dass eine Frau nichts ist, ohne die Liebe eines Mannes. Diese Liebe kann man nur durch perfektes Aussehen und sexuelle Anziehung bekommen und halten. Geprägt von diesem Frauenbild ist Waldo gierig auf der Suche nach Liebe; wenn sie diese nicht durch einen Mann erhält, dann eben durch wilde Online-Einkäufe bei Amazon und Shein, bei denen sie Sachen kauft, die sie attraktiver, schöner und begehrenswerter machen sollen. In der Abschlussklasse entwickelt Waldo einen Crush auf ihren Englischlehrer, Mr. Korgy. Geradezu besessen von ihm, stellt sie ihm nach und beginnt eine Affäre mit dem fast vierzigjährigen Familienvater. Angetrieben von der Anziehung des Verbotenen steigert sich Waldo immer weiter in die Affäre hinein. Waldos Gedankenwelt seziert die Autorin bis ins kleinste Detail und lässt nichts ihrer notgeilen, naiven und direkten Gedanken aus. An den meisten Stellen wollte ich Waldo am liebsten schütteln, an anderen in die Arme schließen und trösten. Es machte mich wütend, welches völlig falsche Frauenbild die Mutter in Waldo über Jahre gepflanzt hatte. Diese Story ist keine leichte Kost; jedoch konnte mich das Buch trotzdem fesseln. Die Affäre zwischen Waldo und ihrem Lehrer ist natürlich höchst verwerflich und fragwürdig, unterstreicht jedoch Waldos krasse Gefühls- und Gedankenwelt. Das Ende kam für mich abrupt und hätte mehr Raum gebraucht. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diesen krassen, sprachlich fast schon vulgär geschriebenen Roman.

Roh, ehrlich aber so gut nachzuvollziehen 🥹❤️🩹
Waldo ist eine Protagonistin, die selbst in so jungen Jahren ihr Leben und ihre Zukunft so nüchtern und resigniert betrachtet, dass man beim Lesen oft zwischen Lachen und Weinen feststeckt. 🥲 Gerade am Anfang musste ich viel schmunzeln, weil ich mich in einigen Alltagssituationen, besonders beim Thema „Lockenpflege“ und damit eingehende „Selbstakzeptanz“, total wiedergefunden habe. 🤓 Ihre unglaublich trockene Art zu erzählen macht vieles lustig, obwohl der Hintergrund eigentlich ernst ist. 🤭 Sie fühlt sich ungesehen, allein gelassen und hadert stark mit ihrem Leben, bis sie ihren Lehrer Mr. Korgy plötzlich nicht mehr nur als Lehrer wahrnimmt. Was zu Beginn noch locker und mit diesem Gefühl von „hat sie das gerade wirklich gesagt?“ startet, wird im Verlauf roh, derb und moralisch fragwürdig. 🤯 Es geht immer wieder um die Suche nach echter Zuneigung und Liebe. ❤️🩹 Etwas gestört haben mich die vielen Sprünge in die Vergangenheit, die teilweise mehr Raum einnahmen als die eigentliche Storyline. Trotzdem ist es kein klassischer Liebesroman (was auch gut ist 🙃), sondern ein Buch, das definitiv zum Nachdenken anregt. 🫣🤔
Dreckig, direkt und deprimierend gut
Ein kleiner Crush auf den Lehrer – was schadet das schon? Ich stand damals auch so ein ganz kleines bisschen auf meinen Mathelehrer. Half his age zeigt jedoch, was passiert, wenn aus harmloser Schwärmerei eine handfeste Obsession wird. Erzählt wird die Geschichte der 17-jährigen Waldo, die feststeckt zwischen Kleinstadt-Langeweile, unreifen Typen, die ungefähr so viel emotionale Tiefe haben wie eine Pfütze, und einer erdrückenden Armut, die sich nicht nur im Geldbeutel, sondern vor allem im Kopf bemerkbar macht. Ihre Mutter ist dabei weniger Halt als zusätzliche Baustelle – emotional muss Waldo sich oft mehr um sie kümmern, als umgekehrt. Ihr Lehrer wird zum vermeintlichen Rettungsanker – und genau darin liegt die toxische Schieflage dieser Beziehung. Doch das Buch ist weit mehr als eine provokante Lehrer-Schülerin-Story. Es geht um soziale Herkunft und die Scham, die damit einhergeht, um Konsum als kurzfristiges Mittel, sich besser zu fühlen, und um die tiefe Sehnsucht nach Nähe und Liebe, die Waldo hinter einer Fassade aus Coolness und Abgeklärtheit versteckt. Dabei ist sie eine stark gezeichnete, feministische Protagonistin: reflektiert, widerspenstig und sich ihrer Probleme durchaus bewusst. Besonders auffällig ist der Schreibstil: unheimlich obszön, roh und fast ein bisschen dahingerotzt. Nichts wird beschönigt, alles fühlt sich direkt, dreckig und manchmal bewusst unangenehm an – genau so, wie sich Waldos Leben anfühlt. Diese Sprache verleiht der Geschichte eine brutale Ehrlichkeit, die wehtut, aber hängen bleibt. Half his age ist ein unbequemes, starkes Buch, das lange nachwirkt.
„Funktionale Familien bringen langweilige, charakterlose Menschen hervor, die den Lauf des Lebens einfach nur absolvieren und nie erfahren, was es heißt, wirklich zu leben.“
Anders als erwartet, aber trotzdem richtig gut! 🫶🏻 Zum Inhalt: Waldo ist 17 Jahre alt, geht zur Highschool und lebt als ehemaliges Trailerpark-Mädchen in ärmlichen Verhältnissen. Ihre Mum ist alleinerziehend und flüchtet von einer toxischen Beziehung in die nächste, sodass Waldo sich die meiste Zeit um sich selbst kümmern muss und ihre Mutter immer wieder aufbaut, sobald diese erneut von einem Loser verlassen wurde. Im Gegensatz zu Gleichaltrigen trägt sie viel Verantwortung und kümmert sich neben Schule und Job zu Hause um alles. Umso mehr genießt Waldo es, dass ihr Lehrer Mr. Korgy ihr Schreibtalent erkennt und ihr dafür Respekt entgegenbringt. Das ist eine neue Erfahrung für sie, denn meist erntet sie nur Mitleid aufgrund ihrer einfachen Lebensverhältnisse. Seine Aufmerksamkeit wird schließlich zu ihrem Lebensinhalt, und sie versucht fortan alles, um den 40-jährigen Familienvater von sich zu überzeugen und ihn zu verführen. Doch wird es ihr gelingen? Mein Fazit: Als ich die ersten Seiten las, war ich von der vulgären und teilweise plumpen Ausdrucksweise zunächst enttäuscht. Ich dachte kurz, der Buchkauf sei ein Fehler gewesen. Mit jeder weiteren Seite merkte ich jedoch, dass inhaltlich viel mehr dahintersteckt. Auch wenn manche Szenen etwas eklig und verstörend sind, hat mich die Geschichte dennoch berührt. Thematisiert wird eine Mutter, die beziehungssüchtig ist und ihr Kind dadurch quasi ungewollt vernachlässigt. Waldo selbst ist kaufsüchtig. Es geht darum, wie Menschen mangelnde Liebe durch Sucht kompensieren und was das mit ihnen anrichtet. Freundschaft, Beziehungen und Affären spielen ebenso eine Rolle wie das Verlangen, geliebt zu werden, die Definition von Alleinsein und die Suche nach sich selbst. Dieses Buch ist so viel mehr, als ich zu Beginn dachte: tiefgründig, emotional, manchmal eklig, aber oft auch überraschend lustig.

4 🌟- Es war schonungslos, verstörend, voller Gefühle, humorvoll, authentisch, niederschmetternd, traurig: Es hat mich geekelt, aber gleichzeitig hat mich Waldo mit so viel Wärme zurückgelassen.
Ich weiß nicht, was ich erwartete habe. Vielleicht eine der unzähligen romantisierten Beziehungen aus dem Fantasy-Bereich. Aber nein! Das hier war real. Es war für mich kaum auszuhalten die Dynamik zwischen ihr und Mr. Manipulation zu lesen. Das Buch zeigt jedoch sehr eindrucksvoll eine Problematik, die durchaus im echten Leben ihren Platz hat. Abgesehen davon, dass Waldo zu Beginn des Buches minderjährig war, steht diese Art der Beziehung in einem krassen (Macht-)Ungleichgewicht. Zuhause bekommt sie nicht viel Liebe, erlebt ungesunde Beziehungsstrukturen zwischen ihrer Mutter und dessen Partnern. Ich wollte Waldo oft einfach nur umarmen, ihr sagen, dass alles gut wird, für sie da sein und an sie glauben. Ein Buch, dass mich noch lange beschäftigen wird. Einfach, weil es sehr schonungslos und direkt geschrieben wurde. Für mich sehr lesenswert.
Ehrlich und unverblümt
Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, da nichts in diesem Buch tabuisiert wird, alles wird knallhart so ausgesprochen wie es ist. Vor allem wenn es um das Thema Sexualität und den Bezug der Protagonistin zu Männern geht. Wer also auch einmal eklige Passagen mit Schweiß, Spucke und anderen Körperflüssigkeiten erträgt, der kann sich auf eine außergewöhnliche und fesselnde Story freuen.
Ich glaube noch nie hat mich ein Buch so begeistert, in dem es so viel um Sex geht! Richtig cool geschrieben!
Es geht um soviel mehr und Waldo sucht als 17jährige einfach Aufmerksamkeit, Bestätigung und den Kick..So weit, so normal . Wie sie ihn dann bekommt, ist allerdings nicht mehr so normal. Sie verliebt sich unsterblich in ihren Lehrer, der verheiratet ist und ein Kind hat.. ihr gesamter Körper verzehrt sich nach ihm, will ihn. Die Highschool Jungs machen gar nichts mit ihr, wecken keinerlei Leidenschaft. Als sie es schafft, sich ihm zu nähren, beginnt ein aufregendes Katz-und Maus-Spiel und endlich ist Waldo nicht mehr einsam, muss nicht mehr stundenlang im Netz surfen und die Abwesenheit ihrer Mutter kompensieren.. endlich beginnt auch IHR Leben.. oder? Dieses Buch ist wahnsinnig gut geschrieben. Ich bin förmlich durch die Seiten gerauscht. Wir sind ganz nah an Waldo, ihren Gefühlen, Ängsten und der glühenden Leidenschaft einer 17jährigen. Die Mutter-Tochter-Beziehung ist sehr schwierig, ein ständiges on und off mit den Partner ihrer Mutter, bestimmen das Leben. Hier steckt so viel zwischen den Zeilen. Die Autorin schafft es wahnsinnig gut eine Entwicklung zu zeigen. Großes Komploment auch an die Übersetzerin. Ich hätte auch mit weniger Sex leben können aber ok. Mit Leichtigkeit und Emotionalität, Witz unf dennoch eiber Portion Ernsthaftigkeit geschrieben. Großes Kunststück!
YA mit Sex&theCity-Vibes
Ein Crush auf einen Lehrer & das Erwachsen werden -Rezensionsexemplar- . Genre: Ein schonungslos ehrlicher & mit spice gespickter Roman über die Bemühungen von Frauen den Girlfriend-Kriterien gerecht zu werden & sich selbst zu finden. Genial klar & passen geschrieben/gesprochen. . Setting: Waldo ist 17, wohnt mit ihrer Mama in einem Trailerpark & schaut sich deren wechselnden Männergeschichten an. Ablenkung bringt der Lehrer für kreatives Schreiben - mit Frau & Kind - auf den sie einen Crush entwickelt. . Schnapp dir einen Kaffee & lass dir ein bisschen den Spiegel vorhalten. .
"Das Mädchen, das hofft, dass er es vielleicht auch lieben wird, wenn es sich in eine Puppe, einen Traum, eine Marionette mit Toten Augen und Porzellanhaut verwandelt. Ohne eigene Bedürfnisse. Eine Puppe, die seine Fantasien verkörpert und sein Sperma schluckt."
Roh und direkt (Beschreibungen von allerlei Körperflüssigkeiten inklusive) erzählt Jeanette McCurdy Geschichte von Waldo. Aufgewachsen bei einer meist Abwesenden Mutter, die Ihre eigenen Unsicherheiten im Bezug auf das Leben direkt auf ihre Tochter projiziert. Eine 17 jährige, die die Löcher in ihrer Seele und dem Herzen durch exzessiven Konsum zu füllen versucht. Egal ob durch Social Media, Shopping, MakeUp oder Sex. Oder eine Affäre mit ihrem 40 jährigen Lehrer. Der Stil von Jeanette McCurdy gefiel mir schon in "I'm Glad My Mom Died" sehr. Roh und direkt mit sehr treffenden und scharfen Beobachtungen und einer feinen Prise schwarzem Humor. Dieser Stil lässt sich auch hier wiederfinden. Allerdings fand ich die sich immer wiederholenden Beschreibungen von Waldos destruktivem Verhalten irgendwann dann doch ein bisschen repetetiv. Dennoch denke ich Jeanette McCurdy besitzt eine literarische Stimme, die es lohnt gelesen zu haben.
Abstoßend und ich habe keine Worte dafür😵💫
Vorab: Das Buch ist wirklich abstoßend, da es ein sehr verwerfliches Age Gap behandelt. Ich habe lange auf den Punkt gewartet, dass es als falsch dargestellt wird. Es hat sich wie ein Fiebertraum gelesen. Es geht um ein Mädchen, das ein MINDERJÄHRIGES KIND sich in ihren mehr als doppelt so alten Lehrer verliebt und versucht diesen mit aller Kraft um den Finger zu wickeln. Auch wenn auf die Abgründe von Waldos Kindheit eingegangen wird, und ich verstehen kann wieso sie so handelt, wird mir das alles in einem zu positiven Licht erzählt. Es fühlt sich so an als würde ich „Der Lehrer“ von Freida McFadden lesen, aber in noch verwerflicher. Die S**-Szenen waren wirklich eklig. Mit dem Ende bin ich auch echt nicht zufrieden. Was soll mir das jetzt sagen und was ist die Moral von dem Buch? Das Buch lässt sich super lesen und hat sich für mich auch nicht gezogen, aber das Thema wars einfach nicht. Das andere Buch der Autorin kann ich aber getrost empfehlen!
"Ich will so sein wie sie. Wie die meisten in meinem Alter. Wie alle anderen, die was mit Leuten gemeinsam haben, die so alt sind wie ich. Ich habe es satt, draußen zu stehen und nur reinzugucken." [S. 204] Waldo lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in den armseligen Verhältnissen eines Trailerparks. Ihre Mom lebt ihr das Leben in ständig wechselnden, unsteten Beziehungen zu nichtsnutzigen Männern vor. Waldo verrennt sich in die Idee ihr verheirateter Lehrer Mr. Korgy wäre "der Mann" für sie, der die Leere ihre Onlineshopwarenkörbe/ihres Herzens füllen kann. Sie verführt ihn und drängt ihn in eine Beziehung, die ihr jedoch nicht die Erfüllung bringt, nach der sie sich sehnt. ... Erstaunlich gut. Mochte ich.
Sind wir nicht Alle ein bisschen Waldo? 🍣
ICH LIEBE ES. Ehrlich gesagt, fand ich das Buch garnicht so abstoßend wie die meisten Anderen hier. Aber vielleicht bin ich nach „Feuchtgebiete“ auch einfach abgehärtet, was das betrifft. Was mich viel mehr als der Altersunterschied/Machtmissbrauch des Lehrers fertig und nachdenklich gemacht hat, ist das anfangs obsessive Verliebtheitsgefühl von Waldo. Irgendwie habe ich mich da in meine Pubertät zurückversetzt gefühlt. Wenn nichts Anderes mehr im Kosmos existiert als diese eine Person. Brrr…ein schreckliches Gefühl! Umso glücklicher war ich zu lesen, wie Waldo versucht sich da Stück für Stück wieder rauszukämpfen und ihren eigenen Wert zu erkennen. Der Schreibstil ist super flüssig zu lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten. Dadurch fliegt man nur so durch die Seiten. Ich mochte diesen Roman wirklich gerne. Das Buch hat einen aktuellen Bezug und regt zum Nachdenken an.
Keine leichte Kost
Puh, ich werde vermutlich noch eine Weile brauchen um zu verarbeiten, was ich da gelesen habe. Ich war auf Jennette McCurdys neues Buch sehr gespannt, nachdem ich ihr Debüt so wahnsinnig beeindruckend gefunden habe. Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal gut gefallen, ich habe beim Lesen viel gefühlt. Viel. In dem Buch geht es um Waldo, die eine Affäre mit ihrem Lehrer beginnt. Waldo als Protagonistin, ihr Verhalten und ihre Beziehungen wurden sehr lebendig. Ihre Gedanken waren mir zu schwankend zwischen Erwachsen und tiefgründig vs großer Naivität. „Half his age“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, aber etwas hat mir doch zum Highlight gefehlt.

ʜᴀʟꜰ ʜɪꜱ ᴀɢᴇ ist kein Roman über eine verbotene Liebe. Es ist ein Roman über Macht.
Die siebzehnjährige Waldo wächst in einem emotional instabilen Umfeld auf: eine Mutter, deren Beziehungen kommen und gehen, ein Vater, der fehlt, und keine verlässliche Vorstellung davon, wie Nähe, Sicherheit und Liebe eigentlich aussehen könnten. In dieser Leerstelle entsteht ihr Wunsch nach Bedeutung – und führt sie in eine Beziehung mit ihrem deutlich älteren Lehrer. Was auf den ersten Blick nach einem skandalösen Liebesplot klingt, entlarvt McCurdy als strukturelles Problem. Feministisch gelesen zeigt der Roman präzise, wie patriarchale Dynamiken funktionieren: Ein erwachsener Mann, der sich seiner Verantwortung entzieht, indem er das Narrativ der „verführenden jungen Frau“ reproduziert. Eine Jugendliche, die glaubt, selbstbestimmt zu handeln, während sie in Wahrheit versucht, emotionale Defizite zu kompensieren. Waldo ist keine Femme fatale – sie ist ein Produkt eines Systems, das Mädchen früh sexualisiert und gleichzeitig moralisch verurteilt. Besonders verstörend ist, wie normal sich diese Konstellation anfühlt. McCurdy romantisiert nichts, sondern legt offen, wie leicht Macht als Leidenschaft, Kontrolle als Zuneigung und Abhängigkeit als Liebe missverstanden werden können. Der Roman zwingt dazu, unbequeme Fragen zu stellen: Wer trägt Verantwortung? Wer definiert Begehren? Und warum werden die Grenzen so oft erst dann sichtbar, wenn es längst zu spät ist? ʜᴀʟꜰ ʜɪꜱ ᴀɢᴇ ist kein „spicy“ Buch, sondern ein politisches. Wer Literatur sucht, die moralische Grauzonen nicht glättet, sondern offenlegt, sollte dieses Buch lesen.

Intensiv, echt & schonungslos
Im Mittelpunkt steht Waldo, eine einsame und komplexe Jugendliche, die sich auf eine Affäre mit ihrem Lehrer einlässt – eine Beziehung, die von Anfang an von Machtmissbrauch und emotionaler Abhängigkeit geprägt ist. Während sie nach Nähe und Anerkennung sucht, wird immer deutlicher, wie sehr sie dabei ausgenutzt wird. Waldo ist keine klassische sympathische Protagonistin, aber genau das macht sie so interessant. Ihre widersprüchliche Art, ihre klugen Beobachtungen und ihre verletzliche, oft verlorene Gefühlswelt machen sie zu einer Figur, die man nicht unbedingt mögen muss, aber dennoch nicht aus dem Kopf bekommt. Ihre Vergangenheit und ihr Umgang mit Einsamkeit und digitalen Ablenkungen verleihen ihr zusätzliche Tiefe. Der Schreibstil ist eindringlich und leicht zugänglich, mit kurzen Kapiteln und prägnanten Szenen, die den Lesefluss fördern. Besonders hervorzuheben sind die vielen treffenden Gedanken und Zitate, die zum Nachdenken anregen. Gleichzeitig sind einige explizite Szenen schwer zu ertragen und wirken stellenweise eher auf Schockeffekt ausgelegt. Insgesamt ist es ein intensives, verstörendes Buch, das unbequeme Themen schonungslos anspricht und gerade dadurch lange nachhallt – auch wenn es emotional nicht leicht zu verdauen ist.
"Ich bin es gewohnt, dass die Person, mit der ich zusammen bin oder mit der ich schlafe oder was auch immer treibe, mir sagt, was ich alles kennen sollte, anstatt zu versuchen, mich kennenzulernen." Waldo ist 17 und bereits seit geraumer Zeit mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Ihr Vater ist seit ihrer Kindheit nicht mehr präsent. Ihre Mutter springt von Beziehung zu Beziehung und lässt sich zu Hause nur blicken, wenn sie gerade Liebeskummer hat. Ihre “beste Freundin” sieht in Waldo vor allem ein Wohltätigkeitsprojekt, um sich Karmapunkte bei ihrem Gott zu sichern. Denn Waldo ist arm, sie ist in einem Trailerpark aufgewachsen und jobbt neben der Schule, um nicht nur ihre Shoppingsucht zu finanzieren, sondern auch die Basics, die ihre Mutter andauernd vergisst. Als Mr. Korgy in Waldos Leben tritt, ihr Lehrer für Kreatives Schreiben, ändert sich alles. Das Mädchen, das bisher immer von sämtlichen Bezugspersonen enttäuscht und zurückgelassen wurde, fühlt sich zum ersten Mal gesehen und wertgeschätzt. Sie entwickelt eine Obsession für ihren Lehrer und tut alles dafür, seine Liebe zu gewinnen. Und das, obwohl er mehr als doppelt so alt ist wie sie, verheiratet und Vater ist, und nicht bereit ist, seine Sicherheiten für sie aufzugeben. Was nicht heißt, dass er Waldos Avancen ablehnt. Ganz im Gegenteil. Das Buch hat einen starken Sog auf mich ausgeübt. Das Tempo ist hoch, die Intensität krass, die Sexszenen sehr explizit. Bei Waldos sozialem Umfeld wundert es nicht, dass sie empfänglich ist für eine missbräuchliche Beziehung, von der sie glaubt, Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu erfahren. Gleichzeitig ist sie super reflektiert und erkennt manipulative Techniken ihres deutlich älteren Liebhabers, sowie ihrer labilen Mutter, für die Waldo nie an erster oder gar zweiter Stelle steht. Stellenweise kam mir diese Reflektiertheit unauthentisch vor für eine so junge, verliebte Frau. Andererseits war Waldo so früh auf sich allein gestellt, dass sie auch in anderen Dingen nicht “altersgemäß” agiert, was ich dann wiederum sehr nachvollziehbar fand. Insgesamt habe ich Waldo mit all ihren Facetten als sehr spannenden Charakter erlebt, für die ich mir stark ein Happy End gewünscht habe und gerne über das Ende des Buch hinaus gewusst hätte, welches Leben auf sie wartet. Übersetzt von Olivia Kuderewski. CN: M1ssbrauch, Sucht, T0d

Ehrlich, verzweifelt, eklig, laut
Wie die Protagonistin sind die Geschichte und die Sprache klar, direkt und explizit. Es zieht sich durch: Was Waldo will, kriegt sie. Was sie nicht kriegt, ersetzt sie durch Online Shopping, Fast Food, Stalking und Ablenkung. Ganz im Gegenteil zu dem Objekt ihrer Begierde, zu ihrem mehr als doppelt so alten Highschool-Lehrer. Die Geschichte entwickelt sich vorhersehbar, spannend ist jedoch Waldos Innenleben, in dem man sie als Leserin begleitet. Runde Geschichte, solides Ende - bin jedoch bis zum Ende nicht sicher, ob es so meine Thematik ist. Außerdem fehlt fast vollständig jegliche Thematisierung dessen, dass es trotz aller Romantisierung der vermeintlichen Liebesgeschichte und trotz Waldos Wünsche Missbrauch seitens des Lehrers bleibt.
Nachdem ich die Memoiren von Jennette McCurdy, „I'm glad my mom died“, absolut stark fand, war ich unglaublich gespannt auf ihren ersten Roman. Doch eines vorweg: Dieses Buch zu bewerten und zu rezensieren, fällt mir unfassbar schwer. In „Half his Age“ begleiten wir Waldo, eine junge Frau, die sich nach Nähe und dem Gefühl, wirklich gesehen zu werden, verzehrt. Sie ist eine komplexe Mischung aus Naivität, Wut und Verletzlichkeit, die sich Hals über Kopf in eine Affäre mit ihrem Lehrer für kreatives Schreiben stürzt. Mr. Korgy ist das genaue Gegenteil eines Traummanns: Er steckt fest in seinem Leben mit Frau, Kind und verblassten Träumen. Ob es nun seine Lebenserfahrung ist, die Waldo anzieht, oder die Tatsache, dass er ihr in ihrer Einsamkeit Aufmerksamkeit schenkt - die Dynamik zwischen den beiden ist von Anfang an zutiefst verstörend. Der Schreibstil ist roh, ungefiltert und fast schon schmerzhaft zynisch. Die Sprache verzichtet auf jegliche literarische Schnörkel und wirkt sehr direkt, fast wie von der Straße aufgeschnappt. Normalerweise ist das gar nicht mein Fall, aber hier hat es perfekt funktioniert, um die unbehagliche Atmosphäre und Waldos innere Zerrissenheit einzufangen. Das Lesen fühlte sich an wie das Beobachten eines Autounfalls in Zeitlupe: Man möchte wegsehen, weil es so unangenehm und distanzlos ist, aber man kann es einfach nicht. Besonders Waldos emotionaler Bruchpunkt, als Korgy sein wahres Gesicht zeigt (seine Bedürftigkeit, seine Kontrollsucht und sein generelles Scheitern), war schwer zu ertragen. Man möchte Waldo beim Lesen am liebsten schütteln und sie anflehen, so weit wie möglich von diesem Mann wegzurennen. Obwohl ich das Buch einerseits unbedingt beenden wollte, habe ich untypisch lange dafür gebraucht. Die Thematik der Grenzüberschreitung ist harter Tobak, deshalb brauchte ich immer wieder Pausen und Abstand zum Inhalt. Am Ende bleibe ich zwiegespalten zurück. Das Buch schafft es meisterhaft, dass man sich als Leser unwohl fühlt; der Ekel und das Machtgefälle sind absolut greifbar. Dennoch fehlte mir ein runder Abschluss. Ich hätte mir so sehr ein Kapitel aus der Zukunft gewünscht, in dem Waldo mit etwas Abstand auf die Geschehnisse blickt - ob sie eine Therapie macht, die Dinge bereut oder wie sie heute über Mr. Korgy, aber auch ihr eigenes Verhalten denkt. So bleibt ein interessantes Buch mit viel Potenzial, das mich zwar emotional tief bewegt hat, mich aber durch das etwas ziellose Ende nicht ganz abholen konnte. Vielen Dank an NetGalley und die Aufbau Verlage GmbH & Co. KG für das Rezensionsexemplar!
Unfair, ungemütlich, ernüchternd
Jennette McCurdy ist es auch diesmal wieder gelungen, die Unbequemlichkeit des Lebens in klare Worte zu fassen. Sie bringt die alltägliche Sexualisierung und die Ungerechtigkeiten, denen Frauen tagtäglich ausgesetzt sind, auf den Punkt. Der Roman ist schonungslos ehrlich, ungeschönt & direkt. Und genau deshalb eine Empfehlung.
Waldo ist zu Beginn der Geschichte 17 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter im Trailerpark in Alaska. Sie ist frustriert, einsam, gelangweilt und hat eine große Sehnsucht nach Verbundenheit. Nachdem sie diese in Gleichaltrigen nicht findet, setzt sie auf ihren neuen Lehrer im kreativen Schreiben. Sie will ihn und sie bekommt ihn. Aber zu welchen Preis? Und ist er wirklich die Antwort auf ihre Fragen? Das Buch stellt schonungslos dar, wie Machtverhältnisse in Beziehungen funktionieren können. Die Dynamiken zwischen Waldo und ihrem Lehrer werden authentisch durchgespielt und erzielen damit die gewünschte Wirkung. Die LeserInnen müssen ertragen, wie die ungute Struktur des Verhältnisses sich entfaltet und auswirkt. Dabei scheut die Autorin sich nicht, explizit körperliches zu beschreiben. Sie übertreibt dabei niemals und bleibt gekonnt in einem Maß, das für die Story erforderlich und angemessen ist. Der Ekel, der sich beim Lesen einstellt, ist etwas, das es meines Erachtens auszuhalten gilt. Manche Geschichten sind eben nicht schön, sondern ehrlich. Das ist eine Stärke des Buches. Darüber hinaus fand ich die Figurenzeichnung, insbesondere der Hauptfigur, großartig gelungen. Waldo ist eine Figur, die sich abhebt und im Kopf bleibt. Auch wenn sie keine Person ist, in die man sich gerne und leicht hineinversetzen kann, ist sie mir sehr nah gegangen und auf ihre spezielle Art symphatisch. Das ist sicher kein Buch für alle, aber wer beim Lesen gerne auch "dahin geht, wo es weh tut" und nicht vor furchtlos dargestellter weiblicher Lust (oder Unlust) zurückschreckt, ist hier sehr gut aufgehoben.
🥰📚🥰
Wenn ich das Buch gelesen hätte, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Eher eine Empfehlung das anzuhören. Mir fehlen die Worte das Buch zu beschreiben. Da ist ein Lehrer der wo erst 40 Jahre alt ist und der wird beschrieben wie wenn er 70 Jahre alt ist. Und die Schülerin ist 17 Jahre und hat Gedanken im Kopf die hatte ich nicht mit 17. Meine Meinung dazu
SEHR vulgär geschrieben!
Ich glaube, mir ist selten eine Rezension so schwergefallen wie die zu Half His Age. Ich war ein wenig im Hype, hatte aber keine besonders hohen Erwartungen, ich war einfach gespannt, was passiert. Und was soll ich sagen? Es passiert einiges. 🤯 Man kann dieses Buch eigentlich nicht beschreiben, man muss es einfach selbst erlebt haben. Was aber sofort ins Auge sticht: die vulgäre, ungeschönte und knallharte Wortwahl. 💥 Die ist vom ersten Satz an extrem präsent. Ich glaube, das ist der wichtigste Punkt, den man vor dem Lesen wissen muss, denn das ist definitiv etwas, das viele vielleicht nicht mögen werden. 🤐👀 Für mich war es ein krasser Sprung aus meiner Komfortzone! Das Buch ist (bis auf kleine Nachrichten) komplett aus der Sicht von Waldo geschrieben. Das gibt einen unglaublich tiefen Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und ihr Handeln. Ihr Verhalten war teilweise sehr naiv, wirkte fast schon krankhaft und einfach... besonders. Trotzdem mochte ich ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte echt gerne! Ob ich etwas aus dem Buch mitgenommen habe? Kann ich aktuell gar nicht sagen. Aber es war definitiv fesselnd und absolut kein Read, den ich bereue. Es war einfach mal etwas komplett anderes! Wer bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen und mit einer harten Sprache klarkommt, sollte es erleben.👀
Ein sehr gelungenes Buch über die struggles der Jugend, welche die Protagonistin allerdings durch Essen, Shoppen & Sex zu lösen versucht. Als sie dann die Beziehung zu ihrem verheirateten und deutlich älteren Lehrer eingeht, nutzt er klar seine Machtposition ihr Gegenüber aus. sie fügt sich konstant um ihm zu gefallen und ihn zu halten - so wie ihre Mutter es vorlebt. Doch im Laufe der Beziehung wird sie älter und reifer und die Machtverhältnisse wandeln sich. Plötzlich hängt er an ihr und versucht sie an sich zu binden und zu halten. Gerade dieser Wechsel macht den Read besonders und auch realistischer. Ich konnte kaum aufhören die Geschichte zu hören. Große Empfehlung! Please remember Reading is subjective.
Emotional, fesselnd - man entdeckt sich in vielen Facetten von Waldo selbst in sich wieder.
„Half His Age“ von Jennette McCurdy hat mich emotional vollkommen abgeholt und gehört für mich ganz klar zu den Büchern, die ich mit 5 Sternen bewerte. Besonders im Mittelpunkt steht für mich die Hauptfigur Waldo. Sie ist eine Figur, die man von Anfang an intensiv begleitet – mit all ihren Unsicherheiten, Gedanken und inneren Konflikten. Waldo wirkt unglaublich authentisch und menschlich. Sie ist nicht perfekt, macht Fehler, zweifelt an sich selbst und genau dadurch fühlt sich ihre Geschichte so ehrlich an. Während des Buches wird immer deutlicher, wie sehr sie versucht, ihren eigenen Platz im Leben zu finden und sich von äußeren Erwartungen zu lösen. Ein besonders großer Bestandteil der Geschichte ist ihre Beziehung zu Korgy. Die Dynamik zwischen den beiden ist vielschichtig, manchmal kompliziert und gleichzeitig sehr berührend. Ihre Begegnungen sind emotional geladen, mal zärtlich, mal herausfordernd, und man merkt schnell, dass diese Beziehung Waldo stark prägt. Korgy wird für sie zu einer wichtigen Bezugsperson, aber auch zu jemandem, durch den sie sich selbst besser versteht. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch Waldos Entwicklung. Im Laufe der Geschichte wächst sie spürbar über sich hinaus. Sie beginnt, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, sich selbst zu hinterfragen und mutiger zu werden. Diese Entwicklung wirkt sehr glaubwürdig und passiert nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt – genau das macht sie so stark und berührend. Für mich lebt das Buch vor allem von seinen Figuren und ihren Beziehungen. Die Emotionen fühlen sich echt an, und besonders Waldos Weg bleibt lange im Kopf. Eine intensive, bewegende Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und persönliches Wachstum.
Das Buch in einem Wort: Abgefuckt.. „[..] Die zu viele Milchprodukte konsumieren, in ihren iPhones nach einem Sinn suchen und mindestens eine undiagnostizierte psychische Erkrankung mit sich herumschleppen.“ S. 20
Was für ein Buch.. Die Protagonistin Waldo ist notgeil, wütend, enttäuscht, impulsiv, clever, einsam und gierig. Zum Beispiel gierig nach ihrem verheirateten Lehrer Mr. Korgy. Sie ist ganz versessen auf seine Zuneigung und Liebe. Doch handelt es sich dabei um Leidenschaft und eine tiefe Seelenverwandtschaft oder ist es nur der Wunsch, endlich etwas zu fühlen, gesehen zu werden? Die Geschichte ist sehr eindrucksvoll geschrieben. Die Autorin nutzt keine schnörkelige Sprache, alles ist kurz, prägnant und nüchtern beschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen, da nichts beschönigt wurde. Es werden viele Themen abgehandelt, aber ohne Fingerzeig. Problematiken wie Armut, Einsamkeit, Klassenunterschiede, mangelndes Selbstwertgefühl und vor allem Konsum, mit dem einhergehenden Risiko der Sucht. Wahnsinnig ehrlich und authentisch behandelt Jennette McCurdy die Abgründe der Menschen. Stellenweise habe ich mich wirklich geekelt, weil sie nichts zaghaft beschreibt, aber genau deswegen bin ich tief beeindruckt. Ein herausragendes Buch, allerdings habe ich nach ihrer bewegenden Biografie nichts anderes erwartet. Eine absolute Leseempfehlung!
![Das Buch in einem Wort: Abgefuckt..
„[..] Die zu viele Milchprodukte konsumieren, in ihren iPhones nach einem Sinn suchen und mindestens eine undiagnostizierte psychische Erkrankung mit sich herumschleppen.“ S. 20](https://social-cdn.read-o.com/images/1769115587101-95.jpg)
Characteristics
9 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Von der Autorin des New York Times Nr. 1-Bestsellers »I’m Glad My Mom Died« – laut, unverblümt und urkomisch!
Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?
Ein witziger, trauriger und fesselnder Roman über Sex, Konsum, Klassenunterschiede, Begehren, Einsamkeit, das Internet, Wut, Intimität, Macht und die (oft völlig fehlgeleiteten) Kraftakte, die wir auf uns nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen.
»Ein explosives Debüt [...] einfühlsam und scharfsinnig, herzzerreißend und aufrichtig.« Publishers Weekly über »I'm Glad My Mom Died«
» Half His Age ist ein düsterer, oft urkomischer und unbequemer Triumph« The Guardian
Book Information
Author Description
Jennette McCurdy ist die Autorin von »I’m Glad My Mom Died«, einem Nr. 1-Bestseller der New York Times, der sich über 90 Wochen auf der Liste hielt. Das Buch wurde in mehr als dreißig Ländern veröffentlicht und über vier Millionen Mal verkauft. McCurdy ist auch Schöpferin, Drehbuchautorin, leitende Produzentin und Showrunnerin einer Apple TV+-Serie, die lose auf dem Buch basiert, mit Jennifer Aniston in der Hauptrolle. »Half His Age« ist ihr Debütroman.
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Was für ein Buch …
„Half His Age“ war für mich wie ein Blick in ein Tagebuch, das gleichzeitig chaotisch, schmerzhaft und unfassbar ehrlich ist. Waldo ist keine Protagonistin, die man immer verstehen muss – aber eine, die man definitiv fühlt. Zwischen „Oh Gott, Mädchen, bitte tu das nicht“ und „Ich möchte dich einfach in den Arm nehmen“ lag bei mir oft nur eine Seite. 😅💔 Jennette McCurdy schreibt mit so viel Witz, Selbstironie und roher Ehrlichkeit, dass ich gleichzeitig schmunzeln und schlucken musste. Hinter der schrägen Schwärmerei für Mr. Korgy steckt so viel mehr: Sehnsucht, Einsamkeit und der Wunsch, endlich gesehen zu werden. Ein Buch, das stellenweise herrlich unangenehm, manchmal absurd komisch und dabei überraschend emotional war. Waldo bleibt definitiv im Kopf. ⭐️💫 „Ich habe Mama lange genug beobachtet, um zu wissen, dass nichts einen Mann so sehr abschreckt wie das, was eine Frau von ihm will.“

Half His Age ist roh, ehrlich und teilweise wirklich unangenehm – aber genau das macht dieses Buch so besonders. Es geht um Konsum, Sex, Machtmissbrauch, Selbstwert und all die unschönen Gedanken und Gefühle, die man oft lieber verdrängt. Ich fand vieles an diesem Buch einfach fantastisch. Vor allem, dass die Autorin es schafft, dass man nicht nur die Protagonistin hinterfragt, sondern teilweise auch sich selbst und die eigene Wahrnehmung. Und obwohl der Titel und die Vermarktung schnell in Richtung „Age Gap Romance“ denken lassen, sind die männlichen Figuren hier eigentlich nur Randfiguren. Von der relevantesten männlichen Person weiß ich nicht mal mehr den Vornamen – und genau das sagt irgendwie alles über die Geschichte aus. Das Buch ist unglaublich ehrlich, teilweise sogar über meine persönlichen Grenzen hinaus. Aber genau das ist wichtig, um die Protagonistin und ihre Entwicklung wirklich zu verstehen. Jede Interaktion fühlt sich anders an, die Dynamiken verändern sich ständig und auch der Fokus der Geschichte verschiebt sich immer wieder. Ich kann kaum beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat, ohne zu spoilern. Aber obwohl ich alterstechnisch näher an „dem“ männlichen Part bin als an der Protagonistin, konnte ich mich erschreckend gut in ihr wiederfinden. Ich bin ohne große Erwartungen reingegangen und wurde komplett sprachlos zurückgelassen. Wenn man mit dieser Rohheit umgehen kann und offen für unbequeme Themen ist: ganz große Empfehlung.
In “Half His Age“, the main character, 17-year-old Waldo, recounts small episodes from her senior year in High School in short chapters. Coming from a “white trash” background, her life has always been shaped by deprivation and neglect. She finds refuge and validation in a relationship with her teacher, Mr Korgy, married and twenty years her senior. It’s an uncomfortable, provocative and explosive read about toxic relationships, power imbalance and class divisions. I appreciated the central themes and the structure of the book, but I wasn’t entirely stoked. At first, Waldo felt too flat and unreflective, although this improved somewhat as the story progressed. I don’t mean to be offensive, but at times the novel felt like a version of “My Dark Vanessa” with Jordan from “Birthday Girl” as the protagonist. (And no, I couldn’t stand Jordan.) This book will likely be compared to “My Dark Vanessa” countless times. There are striking parallels, but in my opinion the focus of the two novels and of the relationships they depict differs significantly. But they have the abusive relationship in disguise in common. There is no moral framing from the narrative voice, so that responsibility rests entirely with the reader. I found it challenging to remind myself again and again that the relationship is unequivocally abusive, even if Waldo actively pursues and desires it. All in all, this was a good book, but it didn’t truly stand out for me. It was not as disturbing or affecting as “My Dark Vanessa”, but certainly rich in potential for discussion and raising awareness.
ℒ𝒾ℯ𝒷ℯ𝓈𝓀𝓊𝓂𝓂ℯ𝓇 𝒟𝒶𝓈 𝒽𝒾ℯ𝓇 𝒾𝓈𝓉 𝓈𝒸𝒽𝓁𝒾𝓂𝓂ℯ𝓇 𝒶𝓁𝓈 𝒹ℯ𝓇 𝒹𝓊𝓂𝓅𝒻ℯ 𝒮𝒸𝒽𝓂ℯ𝓇𝓏, 𝓌ℯ𝓃𝓃 𝓂𝒶𝓃 ℯ𝒾𝓃𝓈𝒶𝓂 𝒾𝓈𝓉, ℴ𝒹ℯ𝓇 𝒜𝓃ℊ𝓈𝓉𝓏𝓊𝓈𝓉𝒶̈𝓃𝒹ℯ, 𝒹𝒾ℯ ℯ𝒾𝓃ℯ𝓃 𝓊𝓃𝓉ℯ𝓇 𝒹𝒾ℯ ℋ𝒶𝓊𝓉 𝓀𝓇𝒾ℯ𝒸𝒽ℯ𝓃. 𝒟𝒶𝓈 𝒾𝓈𝓉 𝒹𝒾ℯ 𝒦ℴ𝓂𝒷𝒾𝓃𝒶𝓉𝒾ℴ𝓃 𝒶𝓁𝓁 𝓂ℯ𝒾𝓃ℯ𝓇 𝓈𝒸𝒽𝓁𝒾𝓂𝓂𝓈𝓉ℯ𝓃 ℬℯ𝒻𝓊̈𝓇𝒸𝒽𝓉𝓊𝓃ℊℯ𝓃 𝓊𝓃𝒹 𝒾𝒸𝒽 ℯ𝓇𝓉𝓇𝒾𝓃𝓀ℯ 𝒾𝓃 𝒾𝒽𝓃ℯ𝓃. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 ℒ𝒾ℯ𝒷ℯ𝓃𝓈𝓌ℯ𝓇𝓉. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉𝓈 𝓌ℯ𝓇𝓉. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 ℯ𝒾𝓃 𝒦𝒾𝓃𝒹. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝒹𝓊𝓂𝓂. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓃𝒶𝒾𝓋. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝒽𝒶̈𝓈𝓈𝓁𝒾𝒸𝒽. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓈ℯ𝓃𝓈𝒾𝒷ℯ𝓁. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓏𝓊 ℯ𝓂ℴ𝓉𝒾ℴ𝓃𝒶𝓁. 𝒰𝓃𝒹 𝒾𝒸𝒽 𝒷𝒾𝓃 𝓏𝓊 𝓌𝓊̈𝓉ℯ𝓃𝒹, 𝓏𝓊 𝓋ℯ𝓇𝒻𝒾𝒸𝓀𝓉 𝓌𝓊̈𝓉ℯ𝓃𝒹.
ℋ𝒶𝓁𝒻 𝒽𝒾𝓈 𝒜ℊℯ ist ein Roman der Autorin Jennette Mccurdy und ein absolutes Highlight. Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel…. Dieser Teil von dem Klappentext sagt schon einiges über die siebzehn jährige Waldo aus und das ist das 🤔 was mich so beeindruckt hat, in dieser Geschichte. Gefühlsmäßiges Chaos, von ganz oben bis ganz tief in den Keller. Dieser Roman ist mit so viel Witz, aber auch mit so viel Traurigkeit erzählt, einfach grandios. Erst dachte ich mir so Oh Mein Gott 🙈, was hat dieses Mädel genommen 😅. Sie ist so ehrlich, witzig, irgendwie chaotisch, lässig, aber einerseits auch verletzlich, nachdenklich und ernst. Ihre lockere Art war beim lesen irgendwie ansteckend und ich fand sie als Person sehr erfrischend. Dann das krasse Gegenteil, ein Tabuthema, die Konsequenzen und starke Emotionen. Wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Der Schreibstil ist sehr beeindruckend und passt sich gut der Story an, irgendwie schnelllebig, jugendlich aber auf positive Weise. Das emotionale zwischenmenschliche der Protagonisten ist sehr interessant und spannend, was das Leseerlebnis auf ein hohes Niveau bringt. Mein Fazit ☺️, für zwischendurch mal was komplett anderes ( für meine Leseverhältnisse), daher eine absolute Empfehlung.

Roh, unbequem und gerade deswegen so gut!
Ich brauchte mal einen Genre-Wechsel und die Leseprobe zu „Half His Age“ hat mich sofort angesprochen. Das Buch ist für mich wirklich mal was ganz anderes und hat mich tatsächlich auch ziemlich beschäftigt. An manchen Stellen war es schon eklig, aber trotzdem noch erschreckend gut. Es geht um Waldo, 17 Jahre alt, die eine Affäre mit ihrem Lehrer Mr. Kirgy beginnt. Zu Beginn kommt sie aus der Schwärmerei nicht raus, aber Seite für Seite merkt dann immer mehr, wie sich das Ganze doch zu einer Abneigung entwickelt. Das war in meinen Augen echtes „Age-Gap“. Dabei geht es aber noch um so viel mehr. Waldo versucht sich mit vollen Warenkörben, impulsiven Onlineshopping bei Shein und Amazon ihr Glück zu „erkaufen“. Ein Glücksgefühl was nur kurz anhält. Ihre Mutter hangelt sich von Beziehung zu Beziehung, On-Off mit ihrem aktuellen Macker Tony. Im Buch erfährt man einiges über Waldo ihre Kindheit, welche keine besonders schöne Zeit war. Da hat man auch die Erklärung, warum sie so ist, wie sie ist. Ihre Mutter hat ihr im Prinzip vorgelebt, dass man sich für Männer schön zu machen hat und welche Dinge man sagen sollte, damit man einem Mann gefällt. Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, da ich die Entwicklung von Waldo echt mochte. Es war für mich alles authentisch und nahbar, die Probleme und Gedanken. Manchmal dachte ich echt, was lese ich hier, aber gleichzeitig konnte ich nicht aufhören. Ich denke das Buch ist nichts für jedermann, man muss es mögen. Die Sprache ist wirklich sehr vulgär! Es ist halt keine leichte Romance, sondern eher ein Drama. Mir wird die Geschichte um Waldo noch länger im Kopf bleiben und beschäftigen.

»Oh, natürlich«, sage ich mit einem überzeugenden Lächeln, doch darunter schwelt etwas ganz Düsteres. Eine Frage. Macht er mir gerade wirklich ein Kompliment? Denkt er wirklich, ich wäre reif? Oder versucht er, mich so, wie er mich haben will, zu bestätigen, es zu verstärken und sicherzustellen, dass es so weitergeht? Versucht er, die Version von mir, die sein Leben am leichtesten macht, zu festigen? 🖤💔
⭐⭐⭐⭐⭐ Ich hätte „Half His Age“ von Jennette McCurdy beinahe nicht gelesen, da mich die ersten Seiten zunächst eher abgeschreckt haben. Vor allem die derbe, direkte Sprache liegt eigentlich außerhalb meiner Komfortzone. Umso überraschter war ich, wie sehr mich das Buch gepackt hat – ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Die Geschichte ist roh, intensiv und schonungslos ehrlich. McCurdy beschönigt nichts, sondern zeigt eine Realität, die unbequem ist und stellenweise wirklich unter die Haut geht. Die explizite Sprache passt dabei zur Erzählweise und verstärkt die Wirkung der Geschichte, statt fehl am Platz zu wirken. Man könnte sagen on Point. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Waldo, die in einem schwierigen und emotional vernachlässigenden Umfeld aufwächst. Ihre Beziehung zur Mutter ist geprägt von Instabilität und fehlender Fürsorge, wodurch Waldo früh gezwungen ist, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu organisieren. Diese Erfahrungen hinterlassen Spuren, die sich in ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen deutlich widerspiegeln. Auf der Suche nach Nähe und Bestätigung gerät sie in eine Beziehung zu ihrem deutlich älteren Lehrer, der Ehemann und Vater ist. Dabei wird schnell klar, dass es sich hier nicht um eine romantische Liebesgeschichte handelt, sondern um ein Machtgefälle, das von Manipulation und emotionaler Abhängigkeit geprägt ist. Besonders stark ist, dass das Buch genau das klar herausarbeitet und nichts verklärt. In diesem Roman wird nichts romantisiert und es ist auch keine dieser im Moment bei den jungen Leuten so beliebte Age Gape Romanze und das hat mir unglaublich gut gefallen. Waldo ist eine vielschichtige und nahbare Protagonistin. Trotz ihrer schwierigen Situation ist sie reflektiert und erkennt die problematischen Dynamiken um sie herum, auch wenn sie sich ihnen nicht immer entziehen kann. Gerade diese Widersprüchlichkeit und ihr krasses Gefühlschaos welches von Up und Downs dominiert wird, je nachdem wie viel Zeit ihr Lehrer für sie erübrigen kann, macht sie sehr authentisch. Das Buch entwickelt einen starken Sog, ist intensiv erzählt und bleibt auch nach dem Lesen noch lange im Kopf. Insgesamt ist „Half His Age“ ein unbequemes, aber wichtiges Coming-of-Age-Buch, das sich mit Themen wie Macht, Abhängigkeit und emotionalem Missbrauch auseinandersetzt.

Schockierend ehrlich, ekelhaft, provokant und abgefuckt!!!
So ganz weiß ich noch nicht was ich von "Half his Age" halten soll... Zuerst möchte ich mich bei netgalley und beim blümenbar Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars bedanken🥰. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst. Der Schreibstil von Jennette McCurdy war super leicht und flüssig zu lesen. Besonders die kurzen Kapitel haben mir beim lesen das Gefühl gegeben ich schwebe nur so durch das Buch. Es ist wirklich ein guter Debütroman und weitere Bücher der Autorin werden gelesen!🤭 Worum geht es? Hier ist der Klappentext: Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut? Tja das war mal ein ganz anderes Buch als ich sonst so lese, aber es war überraschend gut und wird definitiv nicht das letzte Buch sein, was ich von der Autorin gelesen habe. Ein toller und ehrlicher Coming of Age Roman der über die Hürden des Erwachsen werden berichtet. Waldo hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Ihre Kindheit war anstrengend, schwer und definitiv nicht so wie es hätte sein soll... Um sich von ihrer Unzufriedenheit abzulenken gibt sie Tonnen von Geld für Dinge aus, die sie niemals braucht. Sei es im Online Shopping, in der Drogerie oder bei Klamotten Läden. Für einen kurzen Moment bekommt sie den Kick nachdem sie sich sehnt, nur um kurz darauf noch tiefer zu fallen...💭 Um mit ihrer eigenen Unzufriedenheit nicht allein zu sein, verliebt sie sich in ihren Lehrer Mister Korgy. Der ist doppelt so alt wie sie, verheiratet, steht mitten im Leben und hat einen Sohn. Aber all das ist Waldo egal, sie flieht in ihre Obsession und bald darauf fängt auch Mr. Korgy an Gefühle für Waldo zu entwickeln. Tjaaa was soll ich sagen??? Waldo findet nur etwas in Mr. Korgy weil er unglücklich ist. Hässlich, mit seinem dicken Bauch und der lila Strickjacke. Sie findet ihn toll, weil er ihre Unzufriedenheit in etwas anderes verwandelt...💭 Waldo hat mir wirklich leid getan. Mitten im Wechsel vom Teenager hin zur Erwachsenen wird sie komplett allein gelassen. Ihre Mutter hastet von einem Typen zum nächsten und wenn sie abserviert wird gerät sie in einen Strudel aus Selbstmitleid, was eine Frau in ihrem Alter wohl eher nicht haben sollte und ist nicht für ihre Tochter da. Sie gibt Waldo zwischendurch Hoffnung, an die sie sich klammert und dann doch enttäuscht wird...😔. Mr Korgy verschafft Waldo am Anfang einen Kick, doch zum Ende des Buches wirft auch diese Beziehung für Waldo viele Fragen auf...👀 Das Ende kam für mich etwas abrupt und doch hat es zur Geschichte und zum Schreibstil gepasst. Allerdings hätte ich mir da dann doch noch etwas mehr erhofft...🤔😅 Die Spice Szenen sind durchaus fragwürdig, wie genrell alles in diesem Buch, aber dadurch hat man eben nochmal ein krasseres Feeling für die Story und Waldo bekommen. Besonders die Anfangsszene konnte mich direkt catchen. Fazit: "Half his Age" ist definitiv ein etwas anderes Buch, dennoch eine absolute Empfehlung! Es war wirklich fesselnd, schockierend und zwischendurch echt ekelhaft, dennoch war es ein unglaublich interessantes Buch mit einem wichtigen Thema!✨

Schonungslos, schmerzhaft und unangenehm
Nachdem ich den ersten Roman von Ihr mochte, aber dieser autobiografisch war, war ich skeptisch ob es auch fiktional für mich funktioniert. Und ja, wie schon im ersten Roman beschreibt die Autorin direkt und schonungslos alles bis hin zu unangenehmen Details. Es geht um eine junge Frau Waldo, lebend in zwei toxischen Beziehungen. Einmal zu Ihrer Mutter, welche sich von einem Mann zum nächsten hangelt, alles unternimmt diesen zu gefallen. Im Buch wird es als Liebessucht beschrieben. Die andere Beziehung entwickelt sie zu Ihrem verheirateten Lehrer mit dem sie eine Affäre beginnt. Alle drei Menschen sind bedürftig, suchen die Bestätigung, wobei es bei Waldo und dem Lehrer auch eine eigene Dynamik von wechselnder Macht gibt. Ich mochte ihn gar nicht. Mansplainer at its Best, träumt von einer Schriftstellerkarriere, dabei aber unangenehm weinerlich. Waldo sucht noch Ihren Platz in der Welt und versucht die eigene Leere mit Konsum und Sex zu füllen. Dabei ist sie so klug in Ihren Beobachtungen im Umfeld. Das Buch ist direkt und ohne Kompromisse. Wie Okhams Rasiermesser, runter geschnitten auf das Wesentliche, geht dabei ungefiltert in die unschönen Seiten des Lebens. Wer das erste Buch mochte. wird hier auch wieder fündig.
🚍🛍️💻🥡👨🏼🏫💄❤️
•Rezensionsexemplar• Half His Age“ ist eines dieser Bücher, das einen am Kragen packt & sagt: Schau hin. Ehrlich, direkt & manchmal fast schon schmerzhaft wahr erzählt die Autorin diese Geschichte. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der Protagonistin. Man begleitet sie durch Zweifel, Abhängigkeiten & Sehnsüchte & merkt dabei schnell: Viele von uns machen sich viel zu abhängig von anderen Menschen oder von der Vorstellung einer perfekten Beziehung. Dieses Buch hält uns einen Spiegel vor und zeigt, wie leicht wir glauben, dass Liebe & Aufmerksamkeit von außen unser Leben vollständig machen soll. & wie wir andauernd versuchen, unsere Wunden mit materiellem zu heilen. Doch genau hier liegt eine der wichtigsten Botschaften des Buches: Wir alle wollen Liebe, aber die wichtigste Liebe ist die zu uns selbst. Kein anderer Mensch kann für uns die Verantwortung übernehmen, unser Leben schön zu machen. Nur wir selbst. Diese Erkenntnis zieht sich tief durch die Geschichte und bleibt noch lange nach dem Lesen im Kopf. Die Autorin schafft es mit viel Ehrlichkeit, Mut & Tiefgang, Gedanken anzustoßen, die man vielleicht lange verdrängt hat. Zwischen emotionalen Momenten & sehr reflektierten Passagen steckt unglaublich viel Message & eine Menge Stoff zum Nachdenken. Für mich ist „Half His Age“ ein starkes, mutiges & sehr tiefgründiges Buch, das nicht nur unterhält, sondern wirklich etwas in einem bewegt. Ich liebe die Autorin. & auch ihre Biografie hat mich komplett begeistert. Wer ehrliche Geschichten mit echten Gefühlen & wichtigen Gedanken mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Absolute Leseempfehlung!
• Half his age • Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut? Rezension: Mit Half His Age legt Jennette McCurdy eine schonungslos und ehrlichen Roman vor. Bekannt geworden ist sie als Schauspielerin und durch ihre Biografie. McCurdy thematisiert vor allem Machtstrukturen und die Zerbrechlichkeit junger Frauen in drr Gesellschaft. Im Zentrum der Geschichte steht Waldo die sich in einer Beziehung mit einem deutlich älteren Mann wiederfindet. Sie befindet sich in einer Beziehung die von Bewunderung, Abhängigkeit und Manipulation geprägt ist. Die anfängliche Faszination von Waldo an ihrem Lehrer schlägt schnell in Verunsicherung um, und aus vermeintlicher Reife wird ein Ungleichgewicht, das die Protagonistin zunehmend einengt. Besonders eindrucksvoll sind die Monologe, die sich um Unsicherheit, Selbstzweifel und den Wunsch nach Anerkennung drehen. Sprachlich ist der Roman sehr klar und direkt, wodurch man das Geschehen leicht verfolgen kann. Sehr stark sind leisen Szenen und Momente wie kleine Gesten, beiläufige Bemerkungen und Grenzüberschreitungen. Dadurch entsteht im laufe des Romans eine beklemmende und drückende Intensität. Es geht viel um Selbstwert, Kontrolle und dem schmalen Grat zwischen Zuneigung und Ausnutzung. Sie zeigt, wie Altersunterschiede mit unterschiedlichen Leben und Machtpositionen zusammentreffen. Insgesamt ist Half His Age eine Auseinandersetzung mit ungleichen Beziehungen und der Suche nach einer Stimme. Eine absolute Leseempfehlung!
roh, ehrlich und erschreckend
Jennette McCurdy bleibt auch in diesem Buch ihrem sehr eigenen Schreibstil treu. Die Geschichte ist nüchtern, direkt und oft von einem pessimistisch gefärbten Selbstbild geprägt. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch jedoch so eindringlich. Die Story folgt einer Jugendlichen in ihrem letzten High-School-Jahr, die sich in ihren Professor für kreatives Schreiben verliebt. Was zunächst wie eine harmlose Faszination beginnt, entwickelt sich schnell weiter: aus Bewunderung wird Vernarrtheit, daraus Abhängigkeit und schließlich etwas, das gefährlich nahe an Sucht grenzt. Am Ende bleibt ein Knall und hoffentlich genug Selbsterkenntnis, um aus diesem Kreislauf auszubrechen. Das Buch greift schwere Themen auf, schafft es jedoch, sie unglaublich authentisch und nachvollziehbar zu erzählen. Gerade deshalb könnten sich viele Leser:innen in Teilen der Geschichte wiederfinden. Besonders wenn sie auf ihre eigene Jugend zurückblicken. McCurdy behandelt unter anderem Themen wie Grooming, Konsumsucht, extreme Selbstzweifel, problematische Rollenbilder sowie soziale Klassenunterschiede. Die Protagonistin Waldo steht dabei vor der schwierigen Aufgabe, einen Kreislauf zu durchbrechen, den sie bereits bei ihrer Mutter in ähnlicher Form beobachtet hatte. Sie muss lernen, sich von diesen Mustern zu lösen, um ein eigenes Leben zu führen und ihre eigene Identität zu finden. McCurdy arbeitet stellenweise mit sehr provokativen Bildern, manchmal sogar bewusst unangenehm oder eklig. Doch genau das verleiht der Geschichte eine rohe Ehrlichkeit, die das Geschehen nur noch realer wirken lässt. Für mich war dieses Buch eine echte Überraschung und eine klare Empfehlung.

☺️😳😞😖😫🥺😢😭😠😤🤯😱😡🫢😵🤬 = mein Gefühlschaos bei diesem Buch!!!!
Diese Rezension fällt mir wirklich nicht leicht. Das Buch ist hervorragend geschrieben und lässt sich unglaublich flüssig lesen. Doch das Thema… es ist schockierend, verstörend, beängstigend und überschreitet Grenzen. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Mit jeder Seite wuchs meine Abneigung gegenüber diesem Lehrer. Es hat mich emotional stark mitgenommen und wird sicher noch eine Weile in mir nachwirken. Triggerwarnung: teilweise sehr explizite sexuelle Inhalte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch am liebsten schlecht bewerten würdet, weil der Inhalt so unangenehm und belastend ist? Und gleichzeitig wisst ihr, dass das dem Werk eigentlich nicht gerecht wird? Denn genau das macht dieses Buch so besonders: Es regt zum Nachdenken an, fordert heraus und bleibt im Kopf. Und ein Buch, das einen so nachhaltig beschäftigt, hat für mich letztlich eine 5-Sterne-Bewertung verdient.
Zwischen Obsession und Selbstfindung – ein Roman, der berührt
Wow. Wirklich, wow. Half His Age von Jennette McCurdy ist ohne Übertreibung eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Selten habe ich mich in einem Roman so gesehen gefühlt. Nicht oberflächlich, sondern auf einer Ebene, die fast schon unangenehm ehrlich ist. Ich lebe mit Borderline (was ausdrücklich nicht heißen soll, dass Waldo Borderline hat) und diese extreme Obsession, dieses emotionale Abhängigsein von einer Person, dieses vollständige Ableiten des eigenen Selbstwerts aus der Aufmerksamkeit eines anderen: Das war für mich erschreckend nachvollziehbar. Und genau darin liegt für mich die literarische Stärke dieses Buches. Es zeigt mit einer fast schon sezierenden Klarheit, wie man sich in der Vorstellung einer anderen Person verlieren kann und warum das trotzdem niemals echte Erfüllung bringt. Weil man, so schmerzhaft diese Erkenntnis ist, letztlich nur dann Halt findet, wenn man ihn in sich selbst entwickelt. Mich hat dieses Buch tief berührt. Es hat mich zum Lächeln gebracht, zum Nachdenken, zum Innehalten. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Sprache ist unglaublich flüssig und dabei voller emotionaler Präzision. Ich liebe, wie Waldo ihre Gefühlswelt beschreibt – klar, reflektiert und zutiefst menschlich. Es wirkt nie konstruiert, sondern authentisch und roh, ohne an literarischer Qualität einzubüßen. Und auch wenn Waldo vielleicht Dinge macht die man von außen komisch finden könnte, in diesem Buch geht es nicht um Moral sondern es geht um das Menschsein – um Sehnsucht, Projektion, Selbstzweifel und die schmerzhafte Suche nach Identität. Ich könnte noch stundenlang darüber sprechen, aber kurz gesagt: ein ganz, ganz, ganz großartiges Buch. Volle fünf Sterne. Absolute Leseempfehlung. Und Waldo wünsche ich von Herzen alles Gute. Mr. Korgy hingegen… nun ja, was für ein Loser. ;) Ich wünschte wirklich, ich hätte dieses Buch schon mit 18 lesen dürfen.
Keine Age Gap Romance!!! Ich weiß gar nicht genau wie ich dieses Leseerlebnis beschreiben soll. Die Geschichte erzählt aus der Perspektive der am Anfang 16 jährigen Waldo ist wirklich nicht leicht zu verdauen und teilweise sehr schmerzhaft und schockierend. Waldo verliebt sich in ihren mehr als doppelt so alten Lehrer und beginnt eine Affäre mit ihm. Der Schreibstil der Autorin ist so schonungslos, unmoralisch und bildhaft das es sich für mich teilweise wie ein Unfall angefühlt hat. Alles daran war moralisch verwerflich. Das Machtgefälle zwischen den Protagonisten ist unbestreitbar und trotzdem konnte ich teilweise nicht ausmachen wer der beiden eigentlich der schwache Part war in dieser verbotenen ,,Liebesgeschichte“. Ein coming of Age Roman der anderen Art. Ein herausforderndes aber für mich auch sprachlich herausragendes Leseerlebnis. Dennoch glaube ich nicht das es für jeden geeignet ist.
Dieses Buch habe ich mal wieder so geliebt. Ich fand bereits das erste Buch von McCurdy total stark, daher habe ich mich hierauf total gefreut. Die Sprache ist sehr direkt und spiegelt somit sehr gut den Inhalt wieder. Es entsteht sehr schnell ein Sog beim Lesen und ich musste unbedingt wissen, wie alles ausgeht. Man muss den Schreibstil aber mögen. Es werden außerdem eine ganze Bandbreite an Themen wie Female Rage, Klassenunterschiede oder auch Konsum sehr geschickt behandelt. Bei mir hat es noch eine Weile nachgewirkt und ich kann es empfehlen.
All it took to get here doesn't matter. The forbidden love. The age gap. The broken marriage. The casualties. None of it matters. We're not special. We're just two people who were brought together because of how fucking lost we both were." (S. 252) Der Absatz stammt vom finalen Teil des Buches und sagt mMn sehr viel über die Entwicklung der Erzählung aus. Half His Age von Jennette McCurdy wird ja derzeit stark gehyped. Anfangs dachte ich, es wäre nur eine recht simple Geschichte (Schülerin verliebt sich in ihren Lehrern, sie beginnen eine Affäre, bla bla bla). Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch überzeugt. Waldo ist eine starke, interessante Hauptfigur. Dass sie aus schwierigen Verhältnissen kommt – teenage mum, ein abwesender Vater, ein Leben im Trailerpark – nimmt gar nicht so viel Raum ein. Dennoch spürt man ihren ausgeprägten Wunsch, gesehen und anerkannt zu werden, aber vor allem ihren starken Willen. Auch ihr Lehrer Mr. Korgy ist ein tragischer Charakter, ohne dass ich sein Verhalten dadurch entschuldigen möchte; im Grunde müsste er aus dem Schuldienst verbannt werden. Spannend fand ich auch die Nebenfiguren, etwa die Mutter, die fast manisch nach Anerkennung bei Männern sucht und trotz aller Versuche immer wieder in alte Muster zurückfällt. Auch Frannie fand ich spannend, schade nur, dass sie im Roman wenig Raum bekommt. Je weiter ich im Buch gekommen bin, desto mehr hat es mich angesprochen. Auch das Ende empfand ich als sehr gelungen. Alles in allen, überraschend gut.

Ehrlich, vulgär und doch fesselnd
In diesem Buch lässt mich die Autorin tief in die Seele von Waldo, einer 17-jährigen Schülerin, die in der weißen amerikanischen Unterschicht in einer verschlafenen Kleinstadt in Alaska aufgewachsen ist, blicken. Ihre Mutter lässt Waldo meist allein, schon seit Jahren, und lebt ihr vor, dass eine Frau nichts ist, ohne die Liebe eines Mannes. Diese Liebe kann man nur durch perfektes Aussehen und sexuelle Anziehung bekommen und halten. Geprägt von diesem Frauenbild ist Waldo gierig auf der Suche nach Liebe; wenn sie diese nicht durch einen Mann erhält, dann eben durch wilde Online-Einkäufe bei Amazon und Shein, bei denen sie Sachen kauft, die sie attraktiver, schöner und begehrenswerter machen sollen. In der Abschlussklasse entwickelt Waldo einen Crush auf ihren Englischlehrer, Mr. Korgy. Geradezu besessen von ihm, stellt sie ihm nach und beginnt eine Affäre mit dem fast vierzigjährigen Familienvater. Angetrieben von der Anziehung des Verbotenen steigert sich Waldo immer weiter in die Affäre hinein. Waldos Gedankenwelt seziert die Autorin bis ins kleinste Detail und lässt nichts ihrer notgeilen, naiven und direkten Gedanken aus. An den meisten Stellen wollte ich Waldo am liebsten schütteln, an anderen in die Arme schließen und trösten. Es machte mich wütend, welches völlig falsche Frauenbild die Mutter in Waldo über Jahre gepflanzt hatte. Diese Story ist keine leichte Kost; jedoch konnte mich das Buch trotzdem fesseln. Die Affäre zwischen Waldo und ihrem Lehrer ist natürlich höchst verwerflich und fragwürdig, unterstreicht jedoch Waldos krasse Gefühls- und Gedankenwelt. Das Ende kam für mich abrupt und hätte mehr Raum gebraucht. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diesen krassen, sprachlich fast schon vulgär geschriebenen Roman.

Roh, ehrlich aber so gut nachzuvollziehen 🥹❤️🩹
Waldo ist eine Protagonistin, die selbst in so jungen Jahren ihr Leben und ihre Zukunft so nüchtern und resigniert betrachtet, dass man beim Lesen oft zwischen Lachen und Weinen feststeckt. 🥲 Gerade am Anfang musste ich viel schmunzeln, weil ich mich in einigen Alltagssituationen, besonders beim Thema „Lockenpflege“ und damit eingehende „Selbstakzeptanz“, total wiedergefunden habe. 🤓 Ihre unglaublich trockene Art zu erzählen macht vieles lustig, obwohl der Hintergrund eigentlich ernst ist. 🤭 Sie fühlt sich ungesehen, allein gelassen und hadert stark mit ihrem Leben, bis sie ihren Lehrer Mr. Korgy plötzlich nicht mehr nur als Lehrer wahrnimmt. Was zu Beginn noch locker und mit diesem Gefühl von „hat sie das gerade wirklich gesagt?“ startet, wird im Verlauf roh, derb und moralisch fragwürdig. 🤯 Es geht immer wieder um die Suche nach echter Zuneigung und Liebe. ❤️🩹 Etwas gestört haben mich die vielen Sprünge in die Vergangenheit, die teilweise mehr Raum einnahmen als die eigentliche Storyline. Trotzdem ist es kein klassischer Liebesroman (was auch gut ist 🙃), sondern ein Buch, das definitiv zum Nachdenken anregt. 🫣🤔
Dreckig, direkt und deprimierend gut
Ein kleiner Crush auf den Lehrer – was schadet das schon? Ich stand damals auch so ein ganz kleines bisschen auf meinen Mathelehrer. Half his age zeigt jedoch, was passiert, wenn aus harmloser Schwärmerei eine handfeste Obsession wird. Erzählt wird die Geschichte der 17-jährigen Waldo, die feststeckt zwischen Kleinstadt-Langeweile, unreifen Typen, die ungefähr so viel emotionale Tiefe haben wie eine Pfütze, und einer erdrückenden Armut, die sich nicht nur im Geldbeutel, sondern vor allem im Kopf bemerkbar macht. Ihre Mutter ist dabei weniger Halt als zusätzliche Baustelle – emotional muss Waldo sich oft mehr um sie kümmern, als umgekehrt. Ihr Lehrer wird zum vermeintlichen Rettungsanker – und genau darin liegt die toxische Schieflage dieser Beziehung. Doch das Buch ist weit mehr als eine provokante Lehrer-Schülerin-Story. Es geht um soziale Herkunft und die Scham, die damit einhergeht, um Konsum als kurzfristiges Mittel, sich besser zu fühlen, und um die tiefe Sehnsucht nach Nähe und Liebe, die Waldo hinter einer Fassade aus Coolness und Abgeklärtheit versteckt. Dabei ist sie eine stark gezeichnete, feministische Protagonistin: reflektiert, widerspenstig und sich ihrer Probleme durchaus bewusst. Besonders auffällig ist der Schreibstil: unheimlich obszön, roh und fast ein bisschen dahingerotzt. Nichts wird beschönigt, alles fühlt sich direkt, dreckig und manchmal bewusst unangenehm an – genau so, wie sich Waldos Leben anfühlt. Diese Sprache verleiht der Geschichte eine brutale Ehrlichkeit, die wehtut, aber hängen bleibt. Half his age ist ein unbequemes, starkes Buch, das lange nachwirkt.
„Funktionale Familien bringen langweilige, charakterlose Menschen hervor, die den Lauf des Lebens einfach nur absolvieren und nie erfahren, was es heißt, wirklich zu leben.“
Anders als erwartet, aber trotzdem richtig gut! 🫶🏻 Zum Inhalt: Waldo ist 17 Jahre alt, geht zur Highschool und lebt als ehemaliges Trailerpark-Mädchen in ärmlichen Verhältnissen. Ihre Mum ist alleinerziehend und flüchtet von einer toxischen Beziehung in die nächste, sodass Waldo sich die meiste Zeit um sich selbst kümmern muss und ihre Mutter immer wieder aufbaut, sobald diese erneut von einem Loser verlassen wurde. Im Gegensatz zu Gleichaltrigen trägt sie viel Verantwortung und kümmert sich neben Schule und Job zu Hause um alles. Umso mehr genießt Waldo es, dass ihr Lehrer Mr. Korgy ihr Schreibtalent erkennt und ihr dafür Respekt entgegenbringt. Das ist eine neue Erfahrung für sie, denn meist erntet sie nur Mitleid aufgrund ihrer einfachen Lebensverhältnisse. Seine Aufmerksamkeit wird schließlich zu ihrem Lebensinhalt, und sie versucht fortan alles, um den 40-jährigen Familienvater von sich zu überzeugen und ihn zu verführen. Doch wird es ihr gelingen? Mein Fazit: Als ich die ersten Seiten las, war ich von der vulgären und teilweise plumpen Ausdrucksweise zunächst enttäuscht. Ich dachte kurz, der Buchkauf sei ein Fehler gewesen. Mit jeder weiteren Seite merkte ich jedoch, dass inhaltlich viel mehr dahintersteckt. Auch wenn manche Szenen etwas eklig und verstörend sind, hat mich die Geschichte dennoch berührt. Thematisiert wird eine Mutter, die beziehungssüchtig ist und ihr Kind dadurch quasi ungewollt vernachlässigt. Waldo selbst ist kaufsüchtig. Es geht darum, wie Menschen mangelnde Liebe durch Sucht kompensieren und was das mit ihnen anrichtet. Freundschaft, Beziehungen und Affären spielen ebenso eine Rolle wie das Verlangen, geliebt zu werden, die Definition von Alleinsein und die Suche nach sich selbst. Dieses Buch ist so viel mehr, als ich zu Beginn dachte: tiefgründig, emotional, manchmal eklig, aber oft auch überraschend lustig.

4 🌟- Es war schonungslos, verstörend, voller Gefühle, humorvoll, authentisch, niederschmetternd, traurig: Es hat mich geekelt, aber gleichzeitig hat mich Waldo mit so viel Wärme zurückgelassen.
Ich weiß nicht, was ich erwartete habe. Vielleicht eine der unzähligen romantisierten Beziehungen aus dem Fantasy-Bereich. Aber nein! Das hier war real. Es war für mich kaum auszuhalten die Dynamik zwischen ihr und Mr. Manipulation zu lesen. Das Buch zeigt jedoch sehr eindrucksvoll eine Problematik, die durchaus im echten Leben ihren Platz hat. Abgesehen davon, dass Waldo zu Beginn des Buches minderjährig war, steht diese Art der Beziehung in einem krassen (Macht-)Ungleichgewicht. Zuhause bekommt sie nicht viel Liebe, erlebt ungesunde Beziehungsstrukturen zwischen ihrer Mutter und dessen Partnern. Ich wollte Waldo oft einfach nur umarmen, ihr sagen, dass alles gut wird, für sie da sein und an sie glauben. Ein Buch, dass mich noch lange beschäftigen wird. Einfach, weil es sehr schonungslos und direkt geschrieben wurde. Für mich sehr lesenswert.
Ehrlich und unverblümt
Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, da nichts in diesem Buch tabuisiert wird, alles wird knallhart so ausgesprochen wie es ist. Vor allem wenn es um das Thema Sexualität und den Bezug der Protagonistin zu Männern geht. Wer also auch einmal eklige Passagen mit Schweiß, Spucke und anderen Körperflüssigkeiten erträgt, der kann sich auf eine außergewöhnliche und fesselnde Story freuen.
Ich glaube noch nie hat mich ein Buch so begeistert, in dem es so viel um Sex geht! Richtig cool geschrieben!
Es geht um soviel mehr und Waldo sucht als 17jährige einfach Aufmerksamkeit, Bestätigung und den Kick..So weit, so normal . Wie sie ihn dann bekommt, ist allerdings nicht mehr so normal. Sie verliebt sich unsterblich in ihren Lehrer, der verheiratet ist und ein Kind hat.. ihr gesamter Körper verzehrt sich nach ihm, will ihn. Die Highschool Jungs machen gar nichts mit ihr, wecken keinerlei Leidenschaft. Als sie es schafft, sich ihm zu nähren, beginnt ein aufregendes Katz-und Maus-Spiel und endlich ist Waldo nicht mehr einsam, muss nicht mehr stundenlang im Netz surfen und die Abwesenheit ihrer Mutter kompensieren.. endlich beginnt auch IHR Leben.. oder? Dieses Buch ist wahnsinnig gut geschrieben. Ich bin förmlich durch die Seiten gerauscht. Wir sind ganz nah an Waldo, ihren Gefühlen, Ängsten und der glühenden Leidenschaft einer 17jährigen. Die Mutter-Tochter-Beziehung ist sehr schwierig, ein ständiges on und off mit den Partner ihrer Mutter, bestimmen das Leben. Hier steckt so viel zwischen den Zeilen. Die Autorin schafft es wahnsinnig gut eine Entwicklung zu zeigen. Großes Komploment auch an die Übersetzerin. Ich hätte auch mit weniger Sex leben können aber ok. Mit Leichtigkeit und Emotionalität, Witz unf dennoch eiber Portion Ernsthaftigkeit geschrieben. Großes Kunststück!
YA mit Sex&theCity-Vibes
Ein Crush auf einen Lehrer & das Erwachsen werden -Rezensionsexemplar- . Genre: Ein schonungslos ehrlicher & mit spice gespickter Roman über die Bemühungen von Frauen den Girlfriend-Kriterien gerecht zu werden & sich selbst zu finden. Genial klar & passen geschrieben/gesprochen. . Setting: Waldo ist 17, wohnt mit ihrer Mama in einem Trailerpark & schaut sich deren wechselnden Männergeschichten an. Ablenkung bringt der Lehrer für kreatives Schreiben - mit Frau & Kind - auf den sie einen Crush entwickelt. . Schnapp dir einen Kaffee & lass dir ein bisschen den Spiegel vorhalten. .
"Das Mädchen, das hofft, dass er es vielleicht auch lieben wird, wenn es sich in eine Puppe, einen Traum, eine Marionette mit Toten Augen und Porzellanhaut verwandelt. Ohne eigene Bedürfnisse. Eine Puppe, die seine Fantasien verkörpert und sein Sperma schluckt."
Roh und direkt (Beschreibungen von allerlei Körperflüssigkeiten inklusive) erzählt Jeanette McCurdy Geschichte von Waldo. Aufgewachsen bei einer meist Abwesenden Mutter, die Ihre eigenen Unsicherheiten im Bezug auf das Leben direkt auf ihre Tochter projiziert. Eine 17 jährige, die die Löcher in ihrer Seele und dem Herzen durch exzessiven Konsum zu füllen versucht. Egal ob durch Social Media, Shopping, MakeUp oder Sex. Oder eine Affäre mit ihrem 40 jährigen Lehrer. Der Stil von Jeanette McCurdy gefiel mir schon in "I'm Glad My Mom Died" sehr. Roh und direkt mit sehr treffenden und scharfen Beobachtungen und einer feinen Prise schwarzem Humor. Dieser Stil lässt sich auch hier wiederfinden. Allerdings fand ich die sich immer wiederholenden Beschreibungen von Waldos destruktivem Verhalten irgendwann dann doch ein bisschen repetetiv. Dennoch denke ich Jeanette McCurdy besitzt eine literarische Stimme, die es lohnt gelesen zu haben.
Abstoßend und ich habe keine Worte dafür😵💫
Vorab: Das Buch ist wirklich abstoßend, da es ein sehr verwerfliches Age Gap behandelt. Ich habe lange auf den Punkt gewartet, dass es als falsch dargestellt wird. Es hat sich wie ein Fiebertraum gelesen. Es geht um ein Mädchen, das ein MINDERJÄHRIGES KIND sich in ihren mehr als doppelt so alten Lehrer verliebt und versucht diesen mit aller Kraft um den Finger zu wickeln. Auch wenn auf die Abgründe von Waldos Kindheit eingegangen wird, und ich verstehen kann wieso sie so handelt, wird mir das alles in einem zu positiven Licht erzählt. Es fühlt sich so an als würde ich „Der Lehrer“ von Freida McFadden lesen, aber in noch verwerflicher. Die S**-Szenen waren wirklich eklig. Mit dem Ende bin ich auch echt nicht zufrieden. Was soll mir das jetzt sagen und was ist die Moral von dem Buch? Das Buch lässt sich super lesen und hat sich für mich auch nicht gezogen, aber das Thema wars einfach nicht. Das andere Buch der Autorin kann ich aber getrost empfehlen!
"Ich will so sein wie sie. Wie die meisten in meinem Alter. Wie alle anderen, die was mit Leuten gemeinsam haben, die so alt sind wie ich. Ich habe es satt, draußen zu stehen und nur reinzugucken." [S. 204] Waldo lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in den armseligen Verhältnissen eines Trailerparks. Ihre Mom lebt ihr das Leben in ständig wechselnden, unsteten Beziehungen zu nichtsnutzigen Männern vor. Waldo verrennt sich in die Idee ihr verheirateter Lehrer Mr. Korgy wäre "der Mann" für sie, der die Leere ihre Onlineshopwarenkörbe/ihres Herzens füllen kann. Sie verführt ihn und drängt ihn in eine Beziehung, die ihr jedoch nicht die Erfüllung bringt, nach der sie sich sehnt. ... Erstaunlich gut. Mochte ich.
Sind wir nicht Alle ein bisschen Waldo? 🍣
ICH LIEBE ES. Ehrlich gesagt, fand ich das Buch garnicht so abstoßend wie die meisten Anderen hier. Aber vielleicht bin ich nach „Feuchtgebiete“ auch einfach abgehärtet, was das betrifft. Was mich viel mehr als der Altersunterschied/Machtmissbrauch des Lehrers fertig und nachdenklich gemacht hat, ist das anfangs obsessive Verliebtheitsgefühl von Waldo. Irgendwie habe ich mich da in meine Pubertät zurückversetzt gefühlt. Wenn nichts Anderes mehr im Kosmos existiert als diese eine Person. Brrr…ein schreckliches Gefühl! Umso glücklicher war ich zu lesen, wie Waldo versucht sich da Stück für Stück wieder rauszukämpfen und ihren eigenen Wert zu erkennen. Der Schreibstil ist super flüssig zu lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten. Dadurch fliegt man nur so durch die Seiten. Ich mochte diesen Roman wirklich gerne. Das Buch hat einen aktuellen Bezug und regt zum Nachdenken an.
Keine leichte Kost
Puh, ich werde vermutlich noch eine Weile brauchen um zu verarbeiten, was ich da gelesen habe. Ich war auf Jennette McCurdys neues Buch sehr gespannt, nachdem ich ihr Debüt so wahnsinnig beeindruckend gefunden habe. Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal gut gefallen, ich habe beim Lesen viel gefühlt. Viel. In dem Buch geht es um Waldo, die eine Affäre mit ihrem Lehrer beginnt. Waldo als Protagonistin, ihr Verhalten und ihre Beziehungen wurden sehr lebendig. Ihre Gedanken waren mir zu schwankend zwischen Erwachsen und tiefgründig vs großer Naivität. „Half his age“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, aber etwas hat mir doch zum Highlight gefehlt.

ʜᴀʟꜰ ʜɪꜱ ᴀɢᴇ ist kein Roman über eine verbotene Liebe. Es ist ein Roman über Macht.
Die siebzehnjährige Waldo wächst in einem emotional instabilen Umfeld auf: eine Mutter, deren Beziehungen kommen und gehen, ein Vater, der fehlt, und keine verlässliche Vorstellung davon, wie Nähe, Sicherheit und Liebe eigentlich aussehen könnten. In dieser Leerstelle entsteht ihr Wunsch nach Bedeutung – und führt sie in eine Beziehung mit ihrem deutlich älteren Lehrer. Was auf den ersten Blick nach einem skandalösen Liebesplot klingt, entlarvt McCurdy als strukturelles Problem. Feministisch gelesen zeigt der Roman präzise, wie patriarchale Dynamiken funktionieren: Ein erwachsener Mann, der sich seiner Verantwortung entzieht, indem er das Narrativ der „verführenden jungen Frau“ reproduziert. Eine Jugendliche, die glaubt, selbstbestimmt zu handeln, während sie in Wahrheit versucht, emotionale Defizite zu kompensieren. Waldo ist keine Femme fatale – sie ist ein Produkt eines Systems, das Mädchen früh sexualisiert und gleichzeitig moralisch verurteilt. Besonders verstörend ist, wie normal sich diese Konstellation anfühlt. McCurdy romantisiert nichts, sondern legt offen, wie leicht Macht als Leidenschaft, Kontrolle als Zuneigung und Abhängigkeit als Liebe missverstanden werden können. Der Roman zwingt dazu, unbequeme Fragen zu stellen: Wer trägt Verantwortung? Wer definiert Begehren? Und warum werden die Grenzen so oft erst dann sichtbar, wenn es längst zu spät ist? ʜᴀʟꜰ ʜɪꜱ ᴀɢᴇ ist kein „spicy“ Buch, sondern ein politisches. Wer Literatur sucht, die moralische Grauzonen nicht glättet, sondern offenlegt, sollte dieses Buch lesen.

Intensiv, echt & schonungslos
Im Mittelpunkt steht Waldo, eine einsame und komplexe Jugendliche, die sich auf eine Affäre mit ihrem Lehrer einlässt – eine Beziehung, die von Anfang an von Machtmissbrauch und emotionaler Abhängigkeit geprägt ist. Während sie nach Nähe und Anerkennung sucht, wird immer deutlicher, wie sehr sie dabei ausgenutzt wird. Waldo ist keine klassische sympathische Protagonistin, aber genau das macht sie so interessant. Ihre widersprüchliche Art, ihre klugen Beobachtungen und ihre verletzliche, oft verlorene Gefühlswelt machen sie zu einer Figur, die man nicht unbedingt mögen muss, aber dennoch nicht aus dem Kopf bekommt. Ihre Vergangenheit und ihr Umgang mit Einsamkeit und digitalen Ablenkungen verleihen ihr zusätzliche Tiefe. Der Schreibstil ist eindringlich und leicht zugänglich, mit kurzen Kapiteln und prägnanten Szenen, die den Lesefluss fördern. Besonders hervorzuheben sind die vielen treffenden Gedanken und Zitate, die zum Nachdenken anregen. Gleichzeitig sind einige explizite Szenen schwer zu ertragen und wirken stellenweise eher auf Schockeffekt ausgelegt. Insgesamt ist es ein intensives, verstörendes Buch, das unbequeme Themen schonungslos anspricht und gerade dadurch lange nachhallt – auch wenn es emotional nicht leicht zu verdauen ist.
"Ich bin es gewohnt, dass die Person, mit der ich zusammen bin oder mit der ich schlafe oder was auch immer treibe, mir sagt, was ich alles kennen sollte, anstatt zu versuchen, mich kennenzulernen." Waldo ist 17 und bereits seit geraumer Zeit mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Ihr Vater ist seit ihrer Kindheit nicht mehr präsent. Ihre Mutter springt von Beziehung zu Beziehung und lässt sich zu Hause nur blicken, wenn sie gerade Liebeskummer hat. Ihre “beste Freundin” sieht in Waldo vor allem ein Wohltätigkeitsprojekt, um sich Karmapunkte bei ihrem Gott zu sichern. Denn Waldo ist arm, sie ist in einem Trailerpark aufgewachsen und jobbt neben der Schule, um nicht nur ihre Shoppingsucht zu finanzieren, sondern auch die Basics, die ihre Mutter andauernd vergisst. Als Mr. Korgy in Waldos Leben tritt, ihr Lehrer für Kreatives Schreiben, ändert sich alles. Das Mädchen, das bisher immer von sämtlichen Bezugspersonen enttäuscht und zurückgelassen wurde, fühlt sich zum ersten Mal gesehen und wertgeschätzt. Sie entwickelt eine Obsession für ihren Lehrer und tut alles dafür, seine Liebe zu gewinnen. Und das, obwohl er mehr als doppelt so alt ist wie sie, verheiratet und Vater ist, und nicht bereit ist, seine Sicherheiten für sie aufzugeben. Was nicht heißt, dass er Waldos Avancen ablehnt. Ganz im Gegenteil. Das Buch hat einen starken Sog auf mich ausgeübt. Das Tempo ist hoch, die Intensität krass, die Sexszenen sehr explizit. Bei Waldos sozialem Umfeld wundert es nicht, dass sie empfänglich ist für eine missbräuchliche Beziehung, von der sie glaubt, Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu erfahren. Gleichzeitig ist sie super reflektiert und erkennt manipulative Techniken ihres deutlich älteren Liebhabers, sowie ihrer labilen Mutter, für die Waldo nie an erster oder gar zweiter Stelle steht. Stellenweise kam mir diese Reflektiertheit unauthentisch vor für eine so junge, verliebte Frau. Andererseits war Waldo so früh auf sich allein gestellt, dass sie auch in anderen Dingen nicht “altersgemäß” agiert, was ich dann wiederum sehr nachvollziehbar fand. Insgesamt habe ich Waldo mit all ihren Facetten als sehr spannenden Charakter erlebt, für die ich mir stark ein Happy End gewünscht habe und gerne über das Ende des Buch hinaus gewusst hätte, welches Leben auf sie wartet. Übersetzt von Olivia Kuderewski. CN: M1ssbrauch, Sucht, T0d

Ehrlich, verzweifelt, eklig, laut
Wie die Protagonistin sind die Geschichte und die Sprache klar, direkt und explizit. Es zieht sich durch: Was Waldo will, kriegt sie. Was sie nicht kriegt, ersetzt sie durch Online Shopping, Fast Food, Stalking und Ablenkung. Ganz im Gegenteil zu dem Objekt ihrer Begierde, zu ihrem mehr als doppelt so alten Highschool-Lehrer. Die Geschichte entwickelt sich vorhersehbar, spannend ist jedoch Waldos Innenleben, in dem man sie als Leserin begleitet. Runde Geschichte, solides Ende - bin jedoch bis zum Ende nicht sicher, ob es so meine Thematik ist. Außerdem fehlt fast vollständig jegliche Thematisierung dessen, dass es trotz aller Romantisierung der vermeintlichen Liebesgeschichte und trotz Waldos Wünsche Missbrauch seitens des Lehrers bleibt.
Nachdem ich die Memoiren von Jennette McCurdy, „I'm glad my mom died“, absolut stark fand, war ich unglaublich gespannt auf ihren ersten Roman. Doch eines vorweg: Dieses Buch zu bewerten und zu rezensieren, fällt mir unfassbar schwer. In „Half his Age“ begleiten wir Waldo, eine junge Frau, die sich nach Nähe und dem Gefühl, wirklich gesehen zu werden, verzehrt. Sie ist eine komplexe Mischung aus Naivität, Wut und Verletzlichkeit, die sich Hals über Kopf in eine Affäre mit ihrem Lehrer für kreatives Schreiben stürzt. Mr. Korgy ist das genaue Gegenteil eines Traummanns: Er steckt fest in seinem Leben mit Frau, Kind und verblassten Träumen. Ob es nun seine Lebenserfahrung ist, die Waldo anzieht, oder die Tatsache, dass er ihr in ihrer Einsamkeit Aufmerksamkeit schenkt - die Dynamik zwischen den beiden ist von Anfang an zutiefst verstörend. Der Schreibstil ist roh, ungefiltert und fast schon schmerzhaft zynisch. Die Sprache verzichtet auf jegliche literarische Schnörkel und wirkt sehr direkt, fast wie von der Straße aufgeschnappt. Normalerweise ist das gar nicht mein Fall, aber hier hat es perfekt funktioniert, um die unbehagliche Atmosphäre und Waldos innere Zerrissenheit einzufangen. Das Lesen fühlte sich an wie das Beobachten eines Autounfalls in Zeitlupe: Man möchte wegsehen, weil es so unangenehm und distanzlos ist, aber man kann es einfach nicht. Besonders Waldos emotionaler Bruchpunkt, als Korgy sein wahres Gesicht zeigt (seine Bedürftigkeit, seine Kontrollsucht und sein generelles Scheitern), war schwer zu ertragen. Man möchte Waldo beim Lesen am liebsten schütteln und sie anflehen, so weit wie möglich von diesem Mann wegzurennen. Obwohl ich das Buch einerseits unbedingt beenden wollte, habe ich untypisch lange dafür gebraucht. Die Thematik der Grenzüberschreitung ist harter Tobak, deshalb brauchte ich immer wieder Pausen und Abstand zum Inhalt. Am Ende bleibe ich zwiegespalten zurück. Das Buch schafft es meisterhaft, dass man sich als Leser unwohl fühlt; der Ekel und das Machtgefälle sind absolut greifbar. Dennoch fehlte mir ein runder Abschluss. Ich hätte mir so sehr ein Kapitel aus der Zukunft gewünscht, in dem Waldo mit etwas Abstand auf die Geschehnisse blickt - ob sie eine Therapie macht, die Dinge bereut oder wie sie heute über Mr. Korgy, aber auch ihr eigenes Verhalten denkt. So bleibt ein interessantes Buch mit viel Potenzial, das mich zwar emotional tief bewegt hat, mich aber durch das etwas ziellose Ende nicht ganz abholen konnte. Vielen Dank an NetGalley und die Aufbau Verlage GmbH & Co. KG für das Rezensionsexemplar!
Unfair, ungemütlich, ernüchternd
Jennette McCurdy ist es auch diesmal wieder gelungen, die Unbequemlichkeit des Lebens in klare Worte zu fassen. Sie bringt die alltägliche Sexualisierung und die Ungerechtigkeiten, denen Frauen tagtäglich ausgesetzt sind, auf den Punkt. Der Roman ist schonungslos ehrlich, ungeschönt & direkt. Und genau deshalb eine Empfehlung.
Waldo ist zu Beginn der Geschichte 17 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter im Trailerpark in Alaska. Sie ist frustriert, einsam, gelangweilt und hat eine große Sehnsucht nach Verbundenheit. Nachdem sie diese in Gleichaltrigen nicht findet, setzt sie auf ihren neuen Lehrer im kreativen Schreiben. Sie will ihn und sie bekommt ihn. Aber zu welchen Preis? Und ist er wirklich die Antwort auf ihre Fragen? Das Buch stellt schonungslos dar, wie Machtverhältnisse in Beziehungen funktionieren können. Die Dynamiken zwischen Waldo und ihrem Lehrer werden authentisch durchgespielt und erzielen damit die gewünschte Wirkung. Die LeserInnen müssen ertragen, wie die ungute Struktur des Verhältnisses sich entfaltet und auswirkt. Dabei scheut die Autorin sich nicht, explizit körperliches zu beschreiben. Sie übertreibt dabei niemals und bleibt gekonnt in einem Maß, das für die Story erforderlich und angemessen ist. Der Ekel, der sich beim Lesen einstellt, ist etwas, das es meines Erachtens auszuhalten gilt. Manche Geschichten sind eben nicht schön, sondern ehrlich. Das ist eine Stärke des Buches. Darüber hinaus fand ich die Figurenzeichnung, insbesondere der Hauptfigur, großartig gelungen. Waldo ist eine Figur, die sich abhebt und im Kopf bleibt. Auch wenn sie keine Person ist, in die man sich gerne und leicht hineinversetzen kann, ist sie mir sehr nah gegangen und auf ihre spezielle Art symphatisch. Das ist sicher kein Buch für alle, aber wer beim Lesen gerne auch "dahin geht, wo es weh tut" und nicht vor furchtlos dargestellter weiblicher Lust (oder Unlust) zurückschreckt, ist hier sehr gut aufgehoben.
🥰📚🥰
Wenn ich das Buch gelesen hätte, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Eher eine Empfehlung das anzuhören. Mir fehlen die Worte das Buch zu beschreiben. Da ist ein Lehrer der wo erst 40 Jahre alt ist und der wird beschrieben wie wenn er 70 Jahre alt ist. Und die Schülerin ist 17 Jahre und hat Gedanken im Kopf die hatte ich nicht mit 17. Meine Meinung dazu
SEHR vulgär geschrieben!
Ich glaube, mir ist selten eine Rezension so schwergefallen wie die zu Half His Age. Ich war ein wenig im Hype, hatte aber keine besonders hohen Erwartungen, ich war einfach gespannt, was passiert. Und was soll ich sagen? Es passiert einiges. 🤯 Man kann dieses Buch eigentlich nicht beschreiben, man muss es einfach selbst erlebt haben. Was aber sofort ins Auge sticht: die vulgäre, ungeschönte und knallharte Wortwahl. 💥 Die ist vom ersten Satz an extrem präsent. Ich glaube, das ist der wichtigste Punkt, den man vor dem Lesen wissen muss, denn das ist definitiv etwas, das viele vielleicht nicht mögen werden. 🤐👀 Für mich war es ein krasser Sprung aus meiner Komfortzone! Das Buch ist (bis auf kleine Nachrichten) komplett aus der Sicht von Waldo geschrieben. Das gibt einen unglaublich tiefen Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und ihr Handeln. Ihr Verhalten war teilweise sehr naiv, wirkte fast schon krankhaft und einfach... besonders. Trotzdem mochte ich ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte echt gerne! Ob ich etwas aus dem Buch mitgenommen habe? Kann ich aktuell gar nicht sagen. Aber es war definitiv fesselnd und absolut kein Read, den ich bereue. Es war einfach mal etwas komplett anderes! Wer bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen und mit einer harten Sprache klarkommt, sollte es erleben.👀
Ein sehr gelungenes Buch über die struggles der Jugend, welche die Protagonistin allerdings durch Essen, Shoppen & Sex zu lösen versucht. Als sie dann die Beziehung zu ihrem verheirateten und deutlich älteren Lehrer eingeht, nutzt er klar seine Machtposition ihr Gegenüber aus. sie fügt sich konstant um ihm zu gefallen und ihn zu halten - so wie ihre Mutter es vorlebt. Doch im Laufe der Beziehung wird sie älter und reifer und die Machtverhältnisse wandeln sich. Plötzlich hängt er an ihr und versucht sie an sich zu binden und zu halten. Gerade dieser Wechsel macht den Read besonders und auch realistischer. Ich konnte kaum aufhören die Geschichte zu hören. Große Empfehlung! Please remember Reading is subjective.
Emotional, fesselnd - man entdeckt sich in vielen Facetten von Waldo selbst in sich wieder.
„Half His Age“ von Jennette McCurdy hat mich emotional vollkommen abgeholt und gehört für mich ganz klar zu den Büchern, die ich mit 5 Sternen bewerte. Besonders im Mittelpunkt steht für mich die Hauptfigur Waldo. Sie ist eine Figur, die man von Anfang an intensiv begleitet – mit all ihren Unsicherheiten, Gedanken und inneren Konflikten. Waldo wirkt unglaublich authentisch und menschlich. Sie ist nicht perfekt, macht Fehler, zweifelt an sich selbst und genau dadurch fühlt sich ihre Geschichte so ehrlich an. Während des Buches wird immer deutlicher, wie sehr sie versucht, ihren eigenen Platz im Leben zu finden und sich von äußeren Erwartungen zu lösen. Ein besonders großer Bestandteil der Geschichte ist ihre Beziehung zu Korgy. Die Dynamik zwischen den beiden ist vielschichtig, manchmal kompliziert und gleichzeitig sehr berührend. Ihre Begegnungen sind emotional geladen, mal zärtlich, mal herausfordernd, und man merkt schnell, dass diese Beziehung Waldo stark prägt. Korgy wird für sie zu einer wichtigen Bezugsperson, aber auch zu jemandem, durch den sie sich selbst besser versteht. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch Waldos Entwicklung. Im Laufe der Geschichte wächst sie spürbar über sich hinaus. Sie beginnt, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, sich selbst zu hinterfragen und mutiger zu werden. Diese Entwicklung wirkt sehr glaubwürdig und passiert nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt – genau das macht sie so stark und berührend. Für mich lebt das Buch vor allem von seinen Figuren und ihren Beziehungen. Die Emotionen fühlen sich echt an, und besonders Waldos Weg bleibt lange im Kopf. Eine intensive, bewegende Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und persönliches Wachstum.
Das Buch in einem Wort: Abgefuckt.. „[..] Die zu viele Milchprodukte konsumieren, in ihren iPhones nach einem Sinn suchen und mindestens eine undiagnostizierte psychische Erkrankung mit sich herumschleppen.“ S. 20
Was für ein Buch.. Die Protagonistin Waldo ist notgeil, wütend, enttäuscht, impulsiv, clever, einsam und gierig. Zum Beispiel gierig nach ihrem verheirateten Lehrer Mr. Korgy. Sie ist ganz versessen auf seine Zuneigung und Liebe. Doch handelt es sich dabei um Leidenschaft und eine tiefe Seelenverwandtschaft oder ist es nur der Wunsch, endlich etwas zu fühlen, gesehen zu werden? Die Geschichte ist sehr eindrucksvoll geschrieben. Die Autorin nutzt keine schnörkelige Sprache, alles ist kurz, prägnant und nüchtern beschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen, da nichts beschönigt wurde. Es werden viele Themen abgehandelt, aber ohne Fingerzeig. Problematiken wie Armut, Einsamkeit, Klassenunterschiede, mangelndes Selbstwertgefühl und vor allem Konsum, mit dem einhergehenden Risiko der Sucht. Wahnsinnig ehrlich und authentisch behandelt Jennette McCurdy die Abgründe der Menschen. Stellenweise habe ich mich wirklich geekelt, weil sie nichts zaghaft beschreibt, aber genau deswegen bin ich tief beeindruckt. Ein herausragendes Buch, allerdings habe ich nach ihrer bewegenden Biografie nichts anderes erwartet. Eine absolute Leseempfehlung!
![Das Buch in einem Wort: Abgefuckt..
„[..] Die zu viele Milchprodukte konsumieren, in ihren iPhones nach einem Sinn suchen und mindestens eine undiagnostizierte psychische Erkrankung mit sich herumschleppen.“ S. 20](https://social-cdn.read-o.com/images/1769115587101-95.jpg)






















































