| Rᴇᴠɪᴇᴡ | Rezensionsexemplar
𖦹°‧Half His Age - Jennette McCurdy 𖦹°‧
★★★★/5
Half His Age erzählt von Waldo, einer jungen Frau, die sich in einer komplizierten und emotional abhängigen, sehr intensiven Beziehung verliert. Das Buch beschäftigt sich viel mit Themen wie Obsession, emotionaler Abhängigkeit, Liebe und dem Wunsch, gesehen und gebraucht zu werden.
Mich hat das Buch ehrlich gesagt viel mehr mitgenommen, als ich erwartet hätte. Die Geschichte ist eigentlich gar nicht besonders spektakulär aufgebaut und lebt nicht von krassen Wendungen, aber genau das hat sie für mich so stark gemacht. Alles fühlt sich ruhig, aber gleichzeitig total intensiv an, sodass ich ständig weiterlesen wollte.
Besonders Waldo fand ich als Charakter unglaublich gut geschrieben. Ihre Gedanken und diese ständige Suche nach Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung wirkten so echt, dass man sich schnell in ihre Gefühlswelt hineinziehen lässt. Teilweise war es sogar frustrierend zu sehen, wie sehr sie sich selbst in allem verliert, aber genau dadurch hat sich das Buch so real angefühlt.
Der Schreibstil ist eher schlicht und direkt, was perfekt zur Geschichte passt. Nichts wirkt überdramatisch oder künstlich, sondern einfach ehrlich. Dadurch hatten viele Szenen emotional nochmal viel mehr Wirkung auf mich.
Mit dem Ende bin ich ein bisschen hin und hergerissen. Einerseits mochte ich, dass Waldo langsam anfängt, gewisse Dinge zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln. Andererseits hatte ich bei manchen Beziehungen das Gefühl, dass noch etwas gefehlt hat, vor allem in Bezug auf ihre Mutter. Trotzdem fand ich das Ende emotional ziemlich stark.
Insgesamt ist das für mich ein Buch, das weniger durch die Handlung überzeugt, sondern eher durch das Gefühl, das es hinterlässt. Und genau deshalb werde ich wahrscheinlich noch lange daran denken.
Half His Age ist roh, ehrlich und teilweise wirklich unangenehm – aber genau das macht dieses Buch so besonders. Es geht um Konsum, Sex, Machtmissbrauch, Selbstwert und all die unschönen Gedanken und Gefühle, die man oft lieber verdrängt.
Ich fand vieles an diesem Buch einfach fantastisch. Vor allem, dass die Autorin es schafft, dass man nicht nur die Protagonistin hinterfragt, sondern teilweise auch sich selbst und die eigene Wahrnehmung.
Und obwohl der Titel und die Vermarktung schnell in Richtung „Age Gap Romance“ denken lassen, sind die männlichen Figuren hier eigentlich nur Randfiguren. Von der relevantesten männlichen Person weiß ich nicht mal mehr den Vornamen – und genau das sagt irgendwie alles über die Geschichte aus.
Das Buch ist unglaublich ehrlich, teilweise sogar über meine persönlichen Grenzen hinaus. Aber genau das ist wichtig, um die Protagonistin und ihre Entwicklung wirklich zu verstehen. Jede Interaktion fühlt sich anders an, die Dynamiken verändern sich ständig und auch der Fokus der Geschichte verschiebt sich immer wieder.
Ich kann kaum beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat, ohne zu spoilern. Aber obwohl ich alterstechnisch näher an „dem“ männlichen Part bin als an der Protagonistin, konnte ich mich erschreckend gut in ihr wiederfinden.
Ich bin ohne große Erwartungen reingegangen und wurde komplett sprachlos zurückgelassen. Wenn man mit dieser Rohheit umgehen kann und offen für unbequeme Themen ist: ganz große Empfehlung.
„Half His Age“ war für mich wie ein Blick in ein Tagebuch, das gleichzeitig chaotisch, schmerzhaft und unfassbar ehrlich ist. Waldo ist keine Protagonistin, die man immer verstehen muss – aber eine, die man definitiv fühlt. Zwischen „Oh Gott, Mädchen, bitte tu das nicht“ und „Ich möchte dich einfach in den Arm nehmen“ lag bei mir oft nur eine Seite. 😅💔
Jennette McCurdy schreibt mit so viel Witz, Selbstironie und roher Ehrlichkeit, dass ich gleichzeitig schmunzeln und schlucken musste. Hinter der schrägen Schwärmerei für Mr. Korgy steckt so viel mehr: Sehnsucht, Einsamkeit und der Wunsch, endlich gesehen zu werden.
Ein Buch, das stellenweise herrlich unangenehm, manchmal absurd komisch und dabei überraschend emotional war. Waldo bleibt definitiv im Kopf. ⭐️💫
„Ich habe Mama lange genug beobachtet, um zu wissen, dass nichts einen Mann so sehr abschreckt wie das, was eine Frau von ihm will.“
Nachdem ich Sam in iCarly immer gerne geschaut und danach auch ihr erstes Buch gelesen habe, musste ich mir ihren ersten Roman ebenfalls geben.
Die Geschichte war für mich ziemlich abstrus und behandelt - wie der Titel schon andeutet - eine Beziehung zwischen einer erwachsenen Person und einem Kind. Trotzdem kann man kaum aufhören zu lesen, weil das Buch wirklich gut geschrieben ist.
Die Sexszenen sind sehr ausführlich beschrieben und teilweise hat man das Gefühl, einen Porno zu lesen. Sowas hatte ich noch nicht. 😅😆🔥
(Das Foto stammt aus der aktuellen One Piece - Folge und passt, wegen Kind. 😂♥️)
Nachdem ich die letzten Wochen mit absolut seichten feel good Liebesromanen verbracht habe, ist dieses Buch ein harter cut. Es ist das Gegenteil von „feel good“ — es lässt einen nicht leicht oder gut fühlen sondern ist stellenweise wirklich bedrückend. Es ist schonungslos, roh, unangenehm, ehrlich, echt. Teilweise wirklich beklemmend aber lässt einen nicht los, man will unbedingt weiterlesen, man wünscht sich das alles besser wird, wartet auf die Erlösung, die so wirklich aber nicht kommen will.
Das Buch wird aus Waldo’s Perspektive erzählt. Kurze prägnante Sätze, ungeschmückt und ungeschönt, derbe Sprache und Gedanken.
Waldo ist 17, ziemlich schlau, ziemlich deprimiert, gelangweilt, vernachlässigt, einsam und verliebt in ihren Lehrer. Diese fast schon an Obsession grenzende Liebe konsumiert Waldo komplett. Ihr dabei zusehen zu müssen, ihre Gedanken zu verfolgen, tut weh. Die Lückenhaftigkeit der Erzählung ist frustrierend, die Entwicklung der Geschichte, die wirklich nichts romantisiert (arm sein, jung sein, …) ist deprimierend.
Das klingt furchtbar aber genau das alles macht das Buch auch so genial. Es fühlt sich echt an. So wie Waldo von ihrer Liebe verschlungen wird, habe ich mich von ihren Gedanken verschlungen gefühlt. Ihre Beobachtungsgabe ist genial, ihre Reflexion messerscharf:
„“You’re usually so understanding,” he says, his face settled with a milky look of concern. It’s a masterfully chosen phrase, a way of pinning the problem back onto me, like he’s just the timid guy trying to make sense of his girlfriend’s “outburst,” which he quantifies as any emotion that makes him remotely uncomfortable, which is any emotion that isn’t happiness or horniness.
„I’m used to the person I’m dating, or sleeping with, or whatever it is, telling me all the things I ought to know instead of getting to know me. It’s how men, or boys, or both, communicate. They quote and they riff and they rant and they explain and they explain and they explain.“
i never write reviews on here but i had to let it out lol.i honestly don't know where to start so i'm just gonna go with the good parts first lmao. this book was so so fast paced, i was flying through it and if i didn't have to work i would have finished this in one sitting. waldo is such a realistic character and i truly felt bad for her most of the times. sometimes i was frustrated with her. the writing was very provocative, gross, and uncomfortable which worked well with the plot. that's basically everything positive i have to say.waldo is such a broken girl who truly needed help but not one single person stepped up. mr. korgy did notice it but instead of helping he used her and even manipulated and emotionally abused her. i understand why waldo fell in love with her teacher, mr. korgy. i mean finally one person who shows interest in her and validates her feelings and emotions. and with her being 17 it was only a matter of time for her to become completely obsessed with him. i knew this would be the plot, so this wasn't so shocking. what caught me off guard was the very detailed sex scenes of a minor. they weren't necessary for the plot, only for shock value which i say is at least a bit problematic. this book also deals with a lot of heavy topics like manipulation, child neglect, emotional abuse, rape and does not reflect on ANYTHING. it's brushed off as if it didn't even happen. as a reader you see waldo's thoughts and you can tell she simply does not know better. at one point she was having a talk with her mother (who's full of shit and sucks) and i thought this would be waldo's turning point but nope.<spoiler>SPOILER, do not continue reading if you don't want to know the ending.towards the end you could see how waldo was falling out of love with mr. korgy. she wasn't really in love with HIM, it was more about the situation, all the secrecy, and adrenaline rush she experienced. only when he was about to settle down with her, she "woke up" and left. but she left without consulting an adult. mr. korgy ended up probably heartbroken, but did not face any consequences or charges because it was not reported. waldo told one person, her only friend, and i honestly expected her to step up and tell a trusted adult. and that was a huge missing point for me. </spoiler> the book would have been okay IF the student x teacher relationship was seen and stated as problematic and inappropriate by another adult. someone needed to step in. some could say "okay the reflection and awakening wasn't mentioned but if you use your brain it's obvious." i would hit them with a "but not every teenager who reads this book is going to understand how problematic this behavior and relationship is." there is no single tw nor a mentioning about these heavy topics. at some parts it even felt like it was being romanticized too much.
Die Handlung folgt Waldo, einer Jugendlichen, die in einem Umfeld aufwächst, in dem emotionale Stabilität kaum vorhanden ist. Ihre Mutter ist distanziert und emotional nicht verfügbar, wodurch Waldo früh lernt, ihre Bedürfnisse selbst zu regulieren – oder zumindest zu versuchen, sie zu verdrängen. Dieses emotionale Defizit begleitet sie durch ihren Alltag und beeinflusst maßgeblich, wie sie sich selbst wahrnimmt.
Waldo beginnt, Bestätigung im Außen zu suchen. Kleidung, Aufmerksamkeit und sexuelle Anziehung werden für sie zu Mitteln, um sich sichtbar zu fühlen. Begehrt zu werden bedeutet für sie Kontrolle und Wert. In dieser Phase ihres Lebens begegnet sie ihrem Literaturlehrer, einem deutlich älteren Mann, der schließlich zum Zentrum ihrer Fantasie und ihres emotionalen Projekts wird.
Für Waldo verkörpert er vieles, was ihr fehlt: Reife, Anerkennung und das Gefühl, gesehen zu werden. Sie idealisiert ihn und entwickelt die Vorstellung, dass sich ihr inneres Chaos ordnen könnte, wenn er sie wirklich wählen würde. Schließlich beginnt zwischen den beiden eine Affäre.
Doch anstatt eine romantisierte Liebesgeschichte zu erzählen, zeigt der Roman eine Beziehung, die von einem starken Machtgefälle geprägt ist. Was zunächst wie eine selbstbestimmte Entscheidung Waldos erscheint, entpuppt sich zunehmend als komplexes Geflecht aus Manipulation, Projektion und emotionaler Abhängigkeit. Immer wieder glaubt Waldo, die Situation zu kontrollieren, doch im Verlauf der Geschichte wird deutlich, wie fragil diese Kontrolle ist.
Die Handlung entwickelt sich schrittweise von einer spannungsgeladenen, verbotenen Beziehung hin zu einer zunehmend düsteren Reflexion über Verantwortung, Reue und Selbsttäuschung. Besonders interessant ist, wie die Geschichte später Momente der Ernüchterung und Monotonie zeigt – Gefühle, die Waldo dazu zwingen, ihr eigenes Verhalten und ihre Erwartungen zu hinterfragen.
Charaktere
Waldo ist eine komplexe und sehr glaubwürdig gezeichnete Protagonistin. Sie ist gleichzeitig verletzlich und selbstbewusst, neugierig und emotional unerfahren, impulsiv und nachdenklich. Ihre Widersprüche machen sie zu einer Figur, die nicht immer sympathisch wirkt, aber gerade dadurch sehr real erscheint.
Waldo ist geprägt von ihrer Vergangenheit und ihrer familiären Situation. Sie musste früh lernen, unabhängig zu sein, ohne jedoch die emotionale Orientierung zu bekommen, die junge Menschen normalerweise brauchen. Dadurch entsteht eine Art paradoxe Reife: Sie wirkt in manchen Situationen erstaunlich reflektiert, während sie in anderen Momenten impulsive und selbstschädigende Entscheidungen trifft.
Der Lehrer wird bewusst ambivalent dargestellt. McCurdy vermeidet eine einfache Schwarz-Weiß-Darstellung und zeigt stattdessen eine komplexe Dynamik zwischen zwei Menschen, die sehr unterschiedliche Machtpositionen innehaben. Gerade diese Ambivalenz macht die Beziehung zwischen den Figuren so beunruhigend und gleichzeitig literarisch interessant.
Auch die Nebenfiguren, insbesondere Waldos familiäres Umfeld, tragen dazu bei, die emotionale Ausgangslage der Protagonistin verständlich zu machen. Sie verdeutlichen, wie sehr persönliche Beziehungen und familiäre Strukturen die Entwicklung eines jungen Menschen prägen können.
Schreibstil
Der Schreibstil von Jennette McCurdy ist direkt, klar und oft überraschend nüchtern. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, wodurch die Leserinnen und Leser sehr nah an Waldos Gedankenwelt herangeführt werden. Diese Perspektive verstärkt die emotionale Intensität der Handlung und macht deutlich, wie Waldo ihre eigenen Entscheidungen interpretiert und rationalisiert.
Besonders auffällig ist die Ehrlichkeit der Sprache. McCurdy beschönigt nichts und verzichtet weitgehend auf romantisierende Darstellungen. Stattdessen beschreibt sie Gefühle, Unsicherheiten und Machtstrukturen mit einer fast schon analytischen Präzision.
Der Stil wirkt stellenweise kühl und distanziert, was hervorragend zur inneren Welt der Protagonistin passt. Gleichzeitig findet sich im Text immer wieder ein subtiler, dunkler Humor, der die Schwere der Themen auf interessante Weise kontrastiert.
Themen und Wirkung
Neben der zentralen Beziehung behandelt der Roman zahlreiche weitere Themen: emotionale Vernachlässigung, Identitätssuche, das Bedürfnis nach Anerkennung und die Schwierigkeit, zwischen echtem Wunsch und emotionaler Kompensation zu unterscheiden.
Besonders eindrucksvoll ist, wie das Buch zeigt, dass Waldo nicht einfach aus Rebellion oder Provokation handelt, sondern aus einem tiefen Bedürfnis heraus, gesehen zu werden. Dieses Bedürfnis führt sie dazu, Intensität zu suchen – selbst dann, wenn diese Intensität letztlich schmerzhaft oder destruktiv ist.
Fazit
Half His Age ist ein Roman, der bewusst provoziert und seine Leserinnen und Leser mit unbequemen Fragen konfrontiert. Die Geschichte ist emotional herausfordernd und teilweise verstörend, aber gerade darin liegt ihre Stärke. Jennette McCurdy gelingt es, eine sehr komplexe und realistische Darstellung von Jugend, emotionaler Verletzlichkeit und Macht in Beziehungen zu schaffen.
Die überzeugende Charakterzeichnung, der ehrliche Schreibstil und die psychologische Tiefe machen das Buch zu einer intensiven Leseerfahrung. Auch wenn der Roman nicht immer leicht zu lesen ist, überzeugt er durch seine literarische Klarheit und seine Bereitschaft, schwierige Themen ohne moralische Vereinfachungen zu behandeln.
4 von 5 Sternen!
Echt, mitreissend und so schnell wie lange nicht mehr zu Ende gelesen
Mir gefällt die schonungslose Sprache der Autorin und ihr Talent, die Charaktere und ihre Gefühle so greifbar zu machen. Hass, Ekel, Enttäuschung kommen auch bei mir zum Ende des Buches richtig hoch. Ein Buch wie eine Serie - wann kommt die Verfilmung?
„i‘m glad my mom died“ gehört zu meinen absoluten lieblingsbüchern, also musste ich auch unbedingt dieses hören. pluspunkt für den stil, der rest hat mich so gar nicht abgeholt. die figuren empfand ich eindimensional und platt und irgendwie gewollt und die handlung- naja. das ende hätte schneller kommen können.
Der Roman ist trotz des simplen klischeehaften settings, Schülerin, älterer verheirateter Lehrer, sehr vielschichtig und interessant. Der direkte schreibstyle und die gut ausgearbeiteten Charakter, die Frage von Moral und vertretbarkeit machen das Buch einzigartig.
Jenette McCurdy hat hier ein Buch geschrieben, was sehr unangenehm und grenzüberschreitend ist. Es ist wirklich wichtig zu wissen, dass hier content sein kann der ein Trigger sein kann.
Die Story erzählt meiner Meinung nach eine reale Geschichte, wie eine Student x Teacher ablaufen kann. Mir fehlte jedoch eine gesunde conclusion der Story und wie die Beziehung verarbeitet wird.
Auch gibt es eine große Menge an Sex Szenen und auch sehr viel Drama von allen möglichen Seiten. Jedoch ist hier alles sehr trocken mir formuliert worden und alle Charakteren wirkten eher zwei Dimensional. Es hat oftmals mir die Tiefe gefehlt. Diese schien mir leider mehr mit Trauma, Drama und Sex kompensiert werden zu wollen.
Ich finde solche Geschichten extrem wichtig zu erzählen. Es muss auch erschreckend, traumatisch, ehrlich und real erzählt werden. Leider versagt mir dieses Buch an dieser Stelle diese Punkte.
A refreshingly straightforward book that made me feel like I was a teenager again and accurately depicts aspects of sexuality, grooming and growing up.
Puh … also die Sprache ist wirklich vulgär. Anfangs noch okaaaaay, später war ich zum Teil angewidert.
Trotzdem lässt mich das Ganze etwas sprachlos zurück. Waldo ist 17. Mit 17 Jahren ist man noch ein Kind. Egal, wie erwachsen man sich gibt.
Mir stellt sich die Frage: 20 Jahre später, braucht Waldo eine Therapie oder lacht sie drüber?
Ein Zitat aus dem Buch:
„Ich bin genau an der Grenze, wie so viele andere auch, an der Grenze zwischen schön und nicht schön. An guten Tagen bin ich es, also wenn ich meinen Eisprung habe und beim Schlafen nicht auf dem Gesicht lag, und mit der exakt richtigen Menge Gezupfe und Styling und wenn meine Haare an diesem Tag zufällig gut fallen und Gott mir bei meiner Make‑up-Routine beisteht. Aber diese Grenze sorgt dafür, dass ich noch mehr im Hamsterrad der Suche nach Schönheit gefangen bin. Sie macht mich noch abhängiger von Make‑up-Tutorials, von Videos mit Tipps und Tricks und vom »perfekten Bronzer«. Weil nämlich irgendeine dieser Kleinigkeiten den entscheidenden Unterschied machen könnte, ob ich schön bin oder nicht.“
Es war auf jeden Fall gut geschrieben. Waldo als Protagonistin gefällt mir auch. Ich fand sie sehr realistisch porträtiert.
Was mich etwas genervt hat war, dass die Auseinandersetzung mit der Falschheit der Beziehung nicht so ganz rauskam. Hätte man das Alter nicht gewusst wäre es einfach nur eine ungesunde Beziehung gewesen. Mir fehlte die kritische Auseinandersetzung mit dem Machtmissbrauch.
Könnte sein dass das daran lag, dass es aus Waldos Sicht geschrieben war, ändert aber nichts an der Tatsache. 
Trotzdem empfehlenswert.
Nachdem ich "The idea of you" gelesen hatte, ein Buch, das mich mit der Romantisierung eines 20-jährigen Altersunterschieds (20 zu 40) sehr enttäuscht und kritisch zurückließ, ist "Half his age" ein anderes Kaliber.
Wir lernen Waldo kennen, eine 17-jährige Schülerin, die sich in ihren 40-jährigen Lehrer verliebt und sich in einer "Beziehung" mit ihm wieder findet.
Allerdings wird hier absolut deutlich: an der Thematik ist nichts romantisch sondern mehr als problematisch, es existiert ein Machtgefälle und manipulatives Verhalten. "Liebe kennt kein Alter"? Was für ein gruseliger Spruch, der sich zu "Reif für ihr/sein Alter" gesellen kann. Beim Lesen hatte ich stellenweise richtig Beklemmungen und habe regelrecht Ekel empfunden.
Trotz der teils emotional schweren und verstörenden Kost lässt sich das Buch erstaunlich schnell lesen.
Wer also genug hat von verklärten "Age-gap-Romanzen" und eine Geschichte sucht, die sich traut unangenehm und ehrlich zu sein, sollte hier zugreifen.
Nachdem ich ,,I’m glad my mom died” von Jennette McCurdy unfassbar gut und berührend fand, war für mich klar, dass ich auch ihr Romandebüt definitiv lesen muss!
In ,,Half his Age” begleiten wir die junge Highschool Schülerin Waldo die eine Beziehung mit ihrem Lehrer Mr. Korgy beginnt. Waldo hat es nicht leicht im Leben. Von ihrer die meiste Zeit abwesenden, alleinerziehenden Mutter vernachlässigt und ohne wirklich feste Freundschaften streift sie auf der Suche nach ein wenig Glück stundenlang durch Onlineshops und tätigt eine Bestellung nach der anderen. Doch Waldo will mehr vom Leben und irgendwann beschließt sie Mr. Korgy zu wollen, ihren Lehrer für kreatives Schreiben und stürzt sich beinahe obsessiv in eine Beziehung mit ihm.
Jennette McCurdy schafft es, im Gegensatz zu manch anderen Büchern die sich dieser Thematik widmen, gut darzustellen wie falsch diese Beziehung eigentlich ist. Hier wirds trotz Gefühlsbekundungen nichts schön geredet oder romantisiert. Die Sprache die McCurdy verwendet ist einfach und unverblümt,stellenweise auch sehr vulgär. Ich hatte ein wenig ,,Feuchtgebiete”-Vibes, auch weil gefühlt sämtliche Körperflüssigkeiten thematisiert wurden.
Dieses Buch ist nichts für dich, wenn du dich schnell ekelst und stellenweise auch schwer zu ertragen. Dennoch ist es ein sehr wichtiges und lesenswertes Buch, welches die Machtverhältnisse die mit einer solchen Beziehung einhergehen, sowie Groomingstrategien, Einsamkeit und Klassenunterschiede gut darstellt und aufarbeitet.
Waldo ist bei dabei bei weitem keine sympathische Protagonistin. Sie tut und sagt Dinge die durchaus problematisch sind und doch hat sie mein Mitgefühl, weil man beim Lesen immer mehr erfährt warum sie das alles tut, woher ihre innere Leere und ihre Suche nach Liebe und Anerkennung rühren und warum sie diese Copingstrategien wählt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Macht euch jedoch vorher bewusst, dass es durchaus eklig und schwer zu ertragen sein kann.
Im Mittelpunkt steht Waldo, eine einsame und komplexe Jugendliche, die sich auf eine Affäre mit ihrem Lehrer einlässt – eine Beziehung, die von Anfang an von Machtmissbrauch und emotionaler Abhängigkeit geprägt ist. Während sie nach Nähe und Anerkennung sucht, wird immer deutlicher, wie sehr sie dabei ausgenutzt wird.
Waldo ist keine klassische sympathische Protagonistin, aber genau das macht sie so interessant. Ihre widersprüchliche Art, ihre klugen Beobachtungen und ihre verletzliche, oft verlorene Gefühlswelt machen sie zu einer Figur, die man nicht unbedingt mögen muss, aber dennoch nicht aus dem Kopf bekommt. Ihre Vergangenheit und ihr Umgang mit Einsamkeit und digitalen Ablenkungen verleihen ihr zusätzliche Tiefe.
Der Schreibstil ist eindringlich und leicht zugänglich, mit kurzen Kapiteln und prägnanten Szenen, die den Lesefluss fördern. Besonders hervorzuheben sind die vielen treffenden Gedanken und Zitate, die zum Nachdenken anregen. Gleichzeitig sind einige explizite Szenen schwer zu ertragen und wirken stellenweise eher auf Schockeffekt ausgelegt.
Insgesamt ist es ein intensives, verstörendes Buch, das unbequeme Themen schonungslos anspricht und gerade dadurch lange nachhallt – auch wenn es emotional nicht leicht zu verdauen ist.
this book is a wild ride, but i really like the implementation. even tho liking might not be the right word regarding the topics this book deals with....bc the story is fucking ew.
the book was structured effectively and convincingly to me. the characters felt their age, the narrative was raw and real to me. the scenes not romanticised but disgustingly graphic and full of depth. and i can see why it might not be everything's cup of tea bc how could it possibly be??
either way i will be thinking about this book a lot.
Ich mag Jennette McCurdy's Schreibstil sehr. Das Buch war einerseits frustrierend und andererseits sehr echt. Die Charaktere waren nachvollziehbar. Wir aus dem Leben geschrieben
A book, I was not able to put away. I loved the short and quickly-written chapters. There where parts where I wanted to scream at Waldo. The book hurt, made me laugh and was scandalous. The style of writing ist great! Yes, there are some explicit scenes but for me they really needed to be there.
Ein schweres Buch mit einem schweren Thema. Mehreren schweren Themen und ehrlich zu sein.
Es ist kein Wohlfühlbuch mit den kurzen Kapiteln, den stakkatoartigen Sätzen und der sehr expliziten Sprache. Ich empfand es als roh und aufwühlend und das obwohl ich die ganze Zeit über eher in einer beobachtenden Position geblieben bin, statt voll in die Geschichte und die Welt einzutauchen.
Es ist eine Art coming of age Roman, der uns eine kurze Zeit in Waldos kleine Welt in Alaska mitnimmt.
Ich weiß jetzt schon, dass die Geschichte weiter in mir arbeiten wird und es für mich kein Buch zum easy wegsnacken ist.
ich fand das Buch total gut. Ich liebe den direkten Schreibstil. Wegen der kurzen Kapitel kam man fliegend durch das Buch. Was mich aber gestört hat, war, das sehr wenig dazu gesagt wurde dass diese Beziehung die die zwei Protagonisten miteinander haben moralisch nicht sehr geil ist. Ich hätte mir mehr Aufklärung diesbezüglich gewünscht.
(Genau so wie über Verhütung, wäre in einem Satz erklärt, wurde aber nicht erwähnt.)
Jennette McCurdy bleibt auch in diesem Buch ihrem sehr eigenen Schreibstil treu. Die Geschichte ist nüchtern, direkt und oft von einem pessimistisch gefärbten Selbstbild geprägt. Gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch jedoch so eindringlich.
Die Story folgt einer Jugendlichen in ihrem letzten High-School-Jahr, die sich in ihren Professor für kreatives Schreiben verliebt. Was zunächst wie eine harmlose Faszination beginnt, entwickelt sich schnell weiter: aus Bewunderung wird Vernarrtheit, daraus Abhängigkeit und schließlich etwas, das gefährlich nahe an Sucht grenzt. Am Ende bleibt ein Knall und hoffentlich genug Selbsterkenntnis, um aus diesem Kreislauf auszubrechen.
Das Buch greift schwere Themen auf, schafft es jedoch, sie unglaublich authentisch und nachvollziehbar zu erzählen. Gerade deshalb könnten sich viele Leser:innen in Teilen der Geschichte wiederfinden. Besonders wenn sie auf ihre eigene Jugend zurückblicken.
McCurdy behandelt unter anderem Themen wie Grooming, Konsumsucht, extreme Selbstzweifel, problematische Rollenbilder sowie soziale Klassenunterschiede.
Die Protagonistin Waldo steht dabei vor der schwierigen Aufgabe, einen Kreislauf zu durchbrechen, den sie bereits bei ihrer Mutter in ähnlicher Form beobachtet hatte. Sie muss lernen, sich von diesen Mustern zu lösen, um ein eigenes Leben zu führen und ihre eigene Identität zu finden.
McCurdy arbeitet stellenweise mit sehr provokativen Bildern, manchmal sogar bewusst unangenehm oder eklig. Doch genau das verleiht der Geschichte eine rohe Ehrlichkeit, die das Geschehen nur noch realer wirken lässt.
Für mich war dieses Buch eine echte Überraschung und eine klare Empfehlung.
Ich glaube noch nie hat mich ein Buch so begeistert, in dem es so viel um Sex geht! Richtig cool geschrieben!
Es geht um soviel mehr und Waldo sucht als 17jährige einfach Aufmerksamkeit, Bestätigung und den Kick..So weit, so normal . Wie sie ihn dann bekommt, ist allerdings nicht mehr so normal. Sie verliebt sich unsterblich in ihren Lehrer, der verheiratet ist und ein Kind hat.. ihr gesamter Körper verzehrt sich nach ihm, will ihn. Die Highschool Jungs machen gar nichts mit ihr, wecken keinerlei Leidenschaft. Als sie es schafft, sich ihm zu nähren, beginnt ein aufregendes Katz-und Maus-Spiel und endlich ist Waldo nicht mehr einsam, muss nicht mehr stundenlang im Netz surfen und die Abwesenheit ihrer Mutter kompensieren.. endlich beginnt auch IHR Leben.. oder?
Dieses Buch ist wahnsinnig gut geschrieben. Ich bin förmlich durch die Seiten gerauscht. Wir sind ganz nah an Waldo, ihren Gefühlen, Ängsten und der glühenden Leidenschaft einer 17jährigen. Die Mutter-Tochter-Beziehung ist sehr schwierig, ein ständiges on und off mit den Partner ihrer Mutter, bestimmen das Leben. Hier steckt so viel zwischen den Zeilen. Die Autorin schafft es wahnsinnig gut eine Entwicklung zu zeigen. Großes Komploment auch an die Übersetzerin. Ich hätte auch mit weniger Sex leben können aber ok. Mit Leichtigkeit und Emotionalität, Witz unf dennoch eiber Portion Ernsthaftigkeit geschrieben. Großes Kunststück!
Ich habe bereits die Autobiografie der Autorin gelesen und es hat mich in den Bann gezogen.
„Half his age“ ist absolut abgefuckt und zieht einen genau aus dem Grund absolut in den Bann! Der Schreibstil ist einfach gehalten, die Kapitel sind kurz und man kann sich sehr in die Protagonistin, Waldo, hineinfühlen. Man durchlebt ihre Gefühlswelt aktiv mit und in manchen Sequenzen habe ich mein früheres-Ich auch wiedergefunden.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gecatched!
Ein kleiner Abzug, da das Ende leider sehr abrupt und „schnell“ kam.
Bedrückend realitätsnah beschreibt die Autorin das Leben einer jungen Protagonistin, die den Kreislauf des fehlendes Selbstwertgefühls mit verzweifelten Versuchen Zuneigung durch ihren Körper zu erlangen und zwanghaftem Kaufrausch direkt in der nächsten Generation fortsetzt. Die Sprache ist sehr vulgär, funktioniert für mich als Stilmittel allerdings sehr gut um die Abgestumpftheit von Waldo bildlich darzustellen und hat mir die ein oder andere Ekelgänsehaut beschert. Ein beeindruckendes Romandebüt, allerdings eher nicht geeignet für Zartbesaitete. Ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Ich kann sehen was dieses Buch sein will. Leider wurde es von pseudopoetischem Schreibstil, unlogischen Erzählungsschritten und den unnötigsten Übererklärungen daran gehindert. Und das Ende schreit irgendwie nach "ich wusste nicht, was ich hier schreiben soll". Nicht schrecklich, aber auch nicht gut.
"Ich will so sein wie sie. Wie die meisten in meinem Alter. Wie alle anderen, die was mit Leuten gemeinsam haben, die so alt sind wie ich. Ich habe es satt, draußen zu stehen und nur reinzugucken." [S. 204]
Waldo lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in den armseligen Verhältnissen eines Trailerparks.
Ihre Mom lebt ihr das Leben in ständig wechselnden, unsteten Beziehungen zu nichtsnutzigen Männern vor.
Waldo verrennt sich in die Idee ihr verheirateter Lehrer Mr. Korgy wäre "der Mann" für sie, der die Leere ihre Onlineshopwarenkörbe/ihres Herzens füllen kann.
Sie verführt ihn und drängt ihn in eine Beziehung, die ihr jedoch nicht die Erfüllung bringt, nach der sie sich sehnt.
...
Erstaunlich gut. Mochte ich.
„Nothing hurts as bad as hope being met with reality.“
Waldo ist 17 und begehrt ihren Lehrer für kreatives Schreiben. Mr. Korgy ist in seinen Vierzigern, hat Frau und Kind, Hypotheken, tote Träume. Ich wünschte, es wäre eine Geschichte gewesen, in der ein Lehrer seine Schutzbefohlene sieht und ihr die Art von Unterstützung zukommen lässt, die sie ganz offensichtlich dringend braucht - doch es war keine.
✨
Dieses Buch war ein einziger Fiebertraum, schon beim Lesen, und auch jetzt weiß ich noch immer nicht so richtig, wie ich es bewerten will. Für mich war es eine Geschichte von Übergriffigkeit, die mich leer und traurig zurückgelassen hat. Mr. Korgy war der Inbegriff eines traurigen alten Mannes, der, anstatt Verantwortung für seine Entscheidungen und sein Leben zu übernehmen, den Avancen einer 17-Jährigen nachgegeben hat; im Verlauf der Geschichte ist er noch schlechter gealtert und ich hatte keinerlei Mitgefühl für ihn übrig. Wir müssen hier ganz klar benennen, dass seine Handlungen Miss****** waren, egal, was Waldo tat. Waldo hätte ich abwechselnd am liebsten in den Arm genommen oder geschüttelt - all der Konsum, all das selbstzerstörerische Verhalten. Auch ihre Mutter war als Figur eine einzige Aneinanderreihung von Fehlentscheidungen und Destruktivität. Es war wie Zeugin eines Unfalls zu werden.
Verfasst war die Story in kurzen Kapiteln, die eine Sogwirkung entfalteten, die krass unangenehm war. Die Sprache von Jennette McCurdy war derb, explizit, vulgär - und damit wirklich nicht meins. Es gibt Bücher, die von derselben Thematik handeln, ihr jedoch mit der Sensibilität begegnen, die sie meiner Ansicht nach verdient. HALF HIS AGE hat diese leider gefehlt (ganz bewusst, glaube ich).
✨
Ein Buch, an das ich mich noch lange erinnern werde, aber nicht unbedingt im guten Sinne. Es war keines für mich, macht jedoch ganz viele Räume auf, um seine Protagonist:innen und unseren Blick auf sie zu diskutieren.
Die Geschichte war nicht ganz das, womit ich gerechnet habe. Anhand des Covers habe ich etwas anderes erwartet. Es war aber wirklich spannend in die Welt der 17 jährigen Waldo abzutauchen und hat insgesamt auch ein sehr realistisches Bild ihres Charakters entstehen lassen. Das Ende ist für mich sehr unbefriedigend, da es keinen wirklichen Abschluss der Geschichte gibt. Wirklich spannend fand ich auch den Nebencharakter der Mutter.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so gut geschrieben fand ich es. Die Geschichte ist wirklich mal was anderes und regt zum Nachdenken an, auch wenn die Charaktere einen manchmal fast zum Ausrasten bringen.
Trotz der absurden toxischen Beziehung konnte man viele Dinge nachvollziehen, da sie so unverblümt erzählt wurden.
Ich kann das Buch nur empfehlen ✨
ICH LIEBE ES.
Ehrlich gesagt, fand ich das Buch garnicht so abstoßend wie die meisten Anderen hier. Aber vielleicht bin ich nach „Feuchtgebiete“ auch einfach abgehärtet, was das betrifft.
Was mich viel mehr als der Altersunterschied/Machtmissbrauch des Lehrers fertig und nachdenklich gemacht hat, ist das anfangs obsessive Verliebtheitsgefühl von Waldo. Irgendwie habe ich mich da in meine Pubertät zurückversetzt gefühlt. Wenn nichts Anderes mehr im Kosmos existiert als diese eine Person. Brrr…ein schreckliches Gefühl! Umso glücklicher war ich zu lesen, wie Waldo versucht sich da Stück für Stück wieder rauszukämpfen und ihren eigenen Wert zu erkennen.
Der Schreibstil ist super flüssig zu lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten.
Dadurch fliegt man nur so durch die Seiten.
Ich mochte diesen Roman wirklich gerne. Das Buch hat einen aktuellen Bezug und regt zum Nachdenken an.
Dieses Buch zeigt schonungslos und ungefiltert die facettenreichen „dunklen“ Seiten von Waldo. Teilweise ist es unangenehm und schockierend, aber genau das, und vor allem die Direktheit, habe ich sehr geliebt. Während des Lesens werden viele Themen berührt.: Teenagersein, Feminismus, Selbstwert, Beziehungen, Familie, Freundschaft, Armut und psychische Probleme.
Die Sprache wirkt an manchen Stellen bewusst schlicht oder sogar plump, aber genau darin liegt die Stärke, denn zwischen den Zeilen steckt unglaublich viel, was zum nachdenken anregt. Man fühlt sich bei manchen Dingen irgendwie ertappt, insbesondere weil sie so hart und ungeschönt beschrieben sind.
Der Schreibstil ist toll zu lesen, und durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch richtig schnell lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Für mich wirklich ein richtig gutes und intensives Buch!🤍
Ich weiß gar nicht, was ich für eine Bewertung schreiben soll! Eine Schülerin (17) geht eine Affäre mit ihrem Lehrer ein, der mindestens doppelt so alt ist wie sie. Sie will seine Liebe und vor allem seinen Sex! Nicht nur der Altersunterschied und die Tatsache, das er ihr Lehrer ist, haben mich fertig gemacht. Sondern eben auch, dass er verheiratet und Vater ist! Ich wusste manchmal gar nicht, wie ich fühlen sollte. Wut und Hass aus Sicht der betrogenen Ehefrau und des Kindes. Wut und Unverständnis, weil sie doch noch ein Kind ist. Und dennoch konnte ich ihren Wunsch nach Anerkennung und Liebe nachvollziehen. Ich war die ganze Zeit auf das Ende gespannt. Hab es mir die ganzen 7 Hörstunden ausgemalt, welches Ende es doch geben könnte.
Einerseits wurde ich davon angeekelt andererseits total gefesselt.
Wie bei einem Unfall wo du nicht hinsehen willst, aber auch nicht wegsehen kannst.
Die Charaktere fand ich allesamt SCHRECKLICH.
Die Story entsetzlich (also das THEMA der Story!!!)
Puhhhh, es ist mit Sicherheit ein "Diskussionsanreger" und auch NICHT für Jede*n!
Hier wird echt KEIN Blatt vor dem Mund genommen und die Dinge beim Namen genannt.
Nun..... ich persönlich wurde fasziniert und fand vor allem die Erzählstimme absolut PASSEND.
Weiterempfehlung? Mit Vorbehalt.
Nachdem ich den ersten Roman von Ihr mochte, aber dieser autobiografisch war, war ich skeptisch ob es auch fiktional für mich funktioniert.
Und ja, wie schon im ersten Roman beschreibt die Autorin direkt und schonungslos alles bis hin zu unangenehmen Details.
Es geht um eine junge Frau Waldo, lebend in zwei toxischen Beziehungen. Einmal zu Ihrer Mutter, welche sich von einem Mann zum nächsten hangelt, alles unternimmt diesen zu gefallen. Im Buch wird es als Liebessucht beschrieben.
Die andere Beziehung entwickelt sie zu Ihrem verheirateten Lehrer mit dem sie eine Affäre beginnt.
Alle drei Menschen sind bedürftig, suchen die Bestätigung, wobei es bei Waldo und dem Lehrer auch eine eigene Dynamik von wechselnder Macht gibt.
Ich mochte ihn gar nicht. Mansplainer at its Best, träumt von einer Schriftstellerkarriere, dabei aber unangenehm weinerlich.
Waldo sucht noch Ihren Platz in der Welt und versucht die eigene Leere mit Konsum und Sex zu füllen. Dabei ist sie so klug in Ihren Beobachtungen im Umfeld.
Das Buch ist direkt und ohne Kompromisse. Wie Okhams Rasiermesser, runter geschnitten auf das Wesentliche, geht dabei ungefiltert in die unschönen Seiten des Lebens.
Wer das erste Buch mochte. wird hier auch wieder fündig.
Titel: Half his Age
Autorin: Jennette McCurdy
Verlag: Blumenbar
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 331 Seiten
Übersetzerin: Olivia Kuderewski
Inhalt:
Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?
Ein witziger, trauriger und fesselnder Roman über Sex, Konsum, Klassenunterschiede, Begehren, Einsamkeit, das Internet, Wut, Intimität, Macht und die (oft völlig fehlgeleiteten) Kraftakte, die wir auf uns nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen.
Meine Meinung:
Nachdem ich bereits vor einigen Jahren “I’m glad my mom died” von Jennette McCurdy gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk, das dieses Mal eher in die literarische und nicht die autobiografische Richtung ging.
Das Cover finde ich spannend. Es ist nicht das wonach ich normalerweise direkt greifen würde, passt aber sehr gut zum Genre und spricht meiner Meinung nach auch gut die Zielgruppe an. Es wirkt zudem leicht provokant was auch sehr gut zu Waldo, unserer Hauptprotagonistin passt.
Waldo ist eine Protagonistin von der ich mir sicher bin das nicht jeder sie mögen wird. Sie sucht nach sehr viel Bestätigung, was sie selbst auch merkt, aber diese Bestätigung ist nicht unbedingt gesund. Trotzdem ist sie auch jemand, durch den viele aktuelle Themen aufgegriffen werden, wodurch sie eine spannende Repräsentationsfigur ist. Sie ist niemand mit dem man, oder zumindest ich mich gut identifizieren konnte, aber trotzdem ist sie eine Teenagerin, mit Problemen und Sorgen, die doch sehr greifbar waren und durch die man sie besser verstehen konnte.
Die Geschichte hat sich auf schonungslos ehrliche Weise entwickelt und konnte mich oftmals sehr überraschen. Hier wurde nichts zurückgehalten. Die Charaktere waren absolut unperfekt und haben mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihrem Bann behalten. Für mich ist das Buch eine echte Coming-of-Age Geschichte, mit einer sehr komplexen Teenagerin, die in gewisser Weise auch auf der Suche nach sich selbst ist. Für mich hatte das Buch sehr viel Tiefe, hat sich aber auch extrem um Waldo gedreht, so dass man nicht zu viel Handlung erwarten sollte. Dennoch war es gerade die Tiefe des Buches, die mir sehr gefallen hat und die mich persönlich auch zum Nachdenken gebracht hat. Das Buch erzählt die Geschichte einer Teenagerin auf absolut ungeschönte Weise und ist dabei brutal, manchmal fast schon schmerzlich ehrlich. Es ist keine Liebesgeschichte, gerade weil man selbst auch weiß wie falsch die Affäre zwischen Waldo und ihrem Lehrer Mr. Korgy ist, will man auch gar nicht das es sich zu einer entwickelt. Umso spannender war es für mich aber auch zu verfolgen, wie Waldo vor allem versucht nicht allein zu sein, wie sie gewollt werden will und wie falsch es ist, wie sie von ihrem Lehrer behandelt wird. Es legt hier auf schonungslose Weise da, wie Machtmissbrauch passieren kann und wie abhängig gerade eine junge Teenagerin werden kann.
Für mich war "Half his Age" ein echtes Jahreshighlight, voller Emotionen, Themen, die unter die Haut gehen, gefüllt von aktuellen Debatten und mit einer Teenagerin, die keine Identifikationsfigur ist, aber an deren Beispiel gezeigt wird, wie Machtmissbrauch passiert. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht mit Passagen, die ich nicht so schnell vergessen werden und auch Momenten, die mich zum nachdenken gebracht haben. Ich freue mich somit jetzt schon auf das nächste Werk der Autorin.
Jennette McCurdy schreibt hier auf absolut beeindruckende Weise und erzählt die Geschichte von einer jungen Frau, die in gewisser Weise auch auf der Suche nach sich selbst ist. Der Schreibstil ist greifbar, echt, geht teilweise unter die Haut, hat manchmal poetische Elemente und konnte mich einfach sehr begeistern. Ich denke dass dieser Roman nicht etwas für jeden sein wird, aber wenn man dem Buch eine Chance gibt und sich wirklich darauf einlässt, kann man hier ein wirklich großartiges und beeindruckendes Werk lesen.
Kurze Kapitel die einen sehr fesseln.
Die sexuellen Handlungen werden sehr roh und teilweise eklig wiedergeben, aber man fühlt jede Sekunde mit der Protagonistin.
Ein Mädchen auf dem Weg des Erwachsenwerdens, ohne jegliche Unterstützung aus dem kaputten Elternhaus, die ihre fehlende Liebe und Zuneigung in materiellen Dingen und in Sex sucht.
Ein unglaublich guter Schreibstil und einfach krass erzählt.
Ich hoffe, dass junge Frauen beim Lesen dieser Geschichte erkennen, dass man die Leere in sich nicht füllen kann mit Sex, sondern seinen Selbstwert finden muss, um diese zu bekämpfen.
Manchmal ist Begehren kein Gefühl, sondern ein Fluchtversuch. In Half His Age (ins Deutsche übersetzt von Olivia Kuderewski) wird genau das schmerzhaft deutlich. Jennette McCurdy erzählt keine Liebesgeschichte, sondern seziert einen Zustand: das verzweifelte Bedürfnis, gesehen zu werden. Egal zu welchem Preis.
Waldo ist siebzehn und längst müde. Müde von Jungs, die nichts wollen außer Körpern. Müde von einer Welt, die ihr ständig sagt, sie solle leiser sein, dankbarer, einfacher. Sie lebt in einer Realität aus Geldmangel, emotionaler Vernachlässigung und permanentem Selbstoptimierungsdruck. Nähe wird zum Luxusgut, Anerkennung zur Ware. Als ihr Lehrer auftaucht, verschiebt sich etwas in ihr. Nicht, weil er besonders wäre, sondern weil er Macht hat – und weil Macht Aufmerksamkeit verspricht.
McCurdy schreibt diese Dynamik ohne Schutzpolster. Sie romantisiert nichts, erklärt nichts weg, entschuldigt niemanden. Der Altersunterschied ist kein Plot-Twist, sondern der Kern der Gewalt. Jede Szene ist durchzogen von einem Ungleichgewicht, das sich nicht auflöst, egal wie sehr Waldo versucht, Kontrolle zurückzugewinnen, indem sie sich anpasst und anbietet
Was diesen Roman so eindringlich macht, ist seine kompromisslose Ehrlichkeit. Sexualität ist hier kein Ort von Befreiung, sondern ein Spiegel innerer Leere. Wut wird zur stillen Begleiterin, Scham zum Grundrauschen und doch ist Waldo keine passive Figur. Sie reflektiert und widerspricht sich und genau darin liegt ihre Stärke.
Half His Age ist unbequem, laut und stellenweise schwer auszuhalten. Aber genau das macht diesen Roman so wichtig. Dieses Buch zwingt dazu, hinzusehen: auf Machtmissbrauch und vor allem auf die Art, wie junge Frauen lernen, sich selbst zu verlassen, um geliebt zu werden. Es bleibt unter der Haut, weil es weh tut und weil es wahr ist. Dieses Buch wird ein moderner Klassiker.
☺️😳😞😖😫🥺😢😭😠😤🤯😱😡🫢😵🤬 = mein Gefühlschaos bei diesem Buch!!!!
Diese Rezension fällt mir wirklich nicht leicht.
Das Buch ist hervorragend geschrieben und lässt sich unglaublich flüssig lesen. Doch das Thema… es ist schockierend, verstörend, beängstigend und überschreitet Grenzen. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden.
Mit jeder Seite wuchs meine Abneigung gegenüber diesem Lehrer. Es hat mich emotional stark mitgenommen und wird sicher noch eine Weile in mir nachwirken.
Triggerwarnung: teilweise sehr explizite sexuelle Inhalte.
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch am liebsten schlecht bewerten würdet, weil der Inhalt so unangenehm und belastend ist? Und gleichzeitig wisst ihr, dass das dem Werk eigentlich nicht gerecht wird?
Denn genau das macht dieses Buch so besonders: Es regt zum Nachdenken an, fordert heraus und bleibt im Kopf. Und ein Buch, das einen so nachhaltig beschäftigt, hat für mich letztlich eine 5-Sterne-Bewertung verdient.
Diese Bewertung fällt mir wirklich nicht leicht.
Ich greife gern zu Büchern, die weit von meiner eigenen Realität entfernt sind... gerade weil sie den Horizont erweitern können. In dieser Hinsicht ist der Autorin einiges gelungen. Besonders die schwierige Beziehung zur Mutter, die Dynamik mit einem deutlich älteren Mann sowie die Darstellung von Kaufsucht fand ich eindrücklich und stellenweise sehr berührend. All das sind Themen, die mir persönlich fremd sind, und dennoch konnte ich Empathie dafür entwickeln.
Gleichzeitig hatte ich große Schwierigkeiten mit dem Blick der Protagonistin auf die sogenannte „normale“ Lebensrealität. Dieser wirkt oft zynisch, stellenweise sogar neidisch... und das hat bei mir ein unangenehmes Gefühl hinterlassen.
Natürlich erzählt hier eine 17-Jährige, und viele Gedanken lassen sich dadurch einordnen. Trotzdem hatte ich häufig den Eindruck, dass unterschwellig ein gewisser Groll mitschwingt, der sich in der Bewertung anderer Menschen äußert.
Besonders deutlich wurde das für mich in der Art, wie sie über ihre beste Freundin oder über die Ehe von Mr. Korgys spricht. Auch ihre Vorstellungen davon, wie Beziehungen „funktionieren“ sollten und was sie als dysfunktional bewertet, empfand ich oft als sehr egozentrisch und wenig reflektiert.
Am Ende blieb bei mir daher ein zwiespältiger Eindruck zurück: Einerseits ein Buch, das schwierige Themen anspricht, andererseits eine Erzählstimme, die ich emotional nur schwer aushalten konnte.
Der Anspruch der Autorin, eine schonungslose Wahrheit zu erzählen, ist deutlich spürbar. Gleichzeitig hatte ich oft den Eindruck, dass die Wahrnehmung der Protagonistin allerdings stark von Selbsttäuschung geprägt ist.
Ehrlich gesagt keine Ahnung wie und wo ich anfangen soll. Ich hab das Buch sehr oft auf Instagram und Tik Tok gesehen und dann hat es mich sehr neugierig gemacht. Bisher habe ich so ähnliche Bücher noch nicht gelesen..
Waldo ist eine sehr komplizierte Protagonistin, die vermutlich nicht jeder verstehen wird. Ihr Charakter und ihre Probleme sind sehr komplex und die Art wie sie damit umgeht erst recht.
Ich kann mich gut in Menschen hineinversetzen und das war hier auch der Fall, weshalb ich Waldo bis zu einem gewissen Grad tatsächlich verstehen konnte. Dafür war mir Mr. Korgy ein großes Rätsel. Wir bekommen seine Sicht zwar nicht, aber mich würde echt interessieren was bei solchen Männer schief läuft 🫠 Teilweise haben mich Szenen so sauer gemacht und angewidert, aber ich konnte nicht aufhören das Hörbuch weiter zu hören, weil ich wissen wollte zu was das alles eigentlich führt.
.. und dann kam das Ende und es hat so gut gepasst. Es hat mich sehr glücklich gemacht, welche Erkenntnis Waldo am Ende hatte und ich hoffe, dass sie in Zukunft bessere Entscheidungen trifft.
Ich hoffe aber inständig, dass kein Mädchen sowas erleben muss. Natürlich war alles „freiwillig“, aber wenn man nicht gewisse Traumata und Erlebnisse hinter sich hätte, würde sowas niemals passieren ❤️🩹
All in all ein gutes Buch mit einer wichtigen Lektion ☺️
Der Roman war durchaus interessant und fand auch den Altersunterschied und Dynamik sehr spannend. Aber irgendwas daran fand ich auch äußerst eklig 😅 vielleicht einfach die Tatsache, dass es leider wirklich solche Lehrer Schüler Beziehungen gibt und Mr. Cortison in meinem Kopf echt kein schmucker Tyo war haha