Halbe Portion
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Description
Ein berührendes Debüt über eine unbarmherzige Krankheit und ihre tragikomischen Momente
Sie isst wieder. Das war mal anders. Aufgewachsen in Armut, alleine mit ihrer zwanghaft dünnen Mutter, die aus der Ukraine nach Berlin migrierte, schien ihre Zukunft vorprogrammiert. Jetzt, mit Ende zwanzig, hat sie es halbwegs im Griff. Sie joggt viel, ja, zählt jede Kalorie, okay, aber sie führt ihrem Körper morgens, mittags und abends – fast – immer Nahrung zu. Auch wenn sie jeden Cent abwägt, den die Lebensmittel und ihre Zubereitung sie kosten. Nur noch ganz selten erliegt sie ihren alten Gewohnheiten, zu viel zu essen und sich anschließend zu übergeben. Es bleibt dennoch ein Fortschritt. Und dann ist da ein Date, das Hoffnung auf ein besseres Leben gibt, darauf, endgültig aus dem Teufelskreis auszubrechen. Oder doch nicht?
In Halbe Portion erzählt Elisabeth Pape eine ganz persönliche Geschichte über Essstörungen, das Aufwachsen in Armut und die damit einhergehenden Zwänge. Der Roman zeigt, warum es für Betroffene so schwer ist, mit erlernten Strukturen zu brechen und einen gesunden Umgang mit Essen und Geld zu finden. Und er spürt der Frage nach, wie uns Familie trägt, aber auch erdrückt.
Book Information
Author Description
Elisabeth Pape, geboren 1995, Tochter einer ukrainischen Migrantin, studierte Theater- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und anschließend Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sie wurde mit dem Kleist-Förderpreis 2023 ausgezeichnet und erhielt das Leonhard-Frank-Stipendium 2023, das vom Mainfranken Theater Würzburg vergeben wird. Ihre Theaterstücke wurden u. a. am Staatstheater Augsburg, Theater Koblenz und Mainfranken Theater Würzburg uraufgeführt. Halbe Portion ist ihr Romandebüt.
Posts
Harter Tobak!!
Ich habe Halbe Portion von Elisabeth Pape beendet – und sitze jetzt da mit diesem seltsamen Gefühl, etwas erlebt zu haben, das ich gar nicht richtig bewerten kann. Dieses Buch ist leise. Und gleichzeitig ist es eines der lautesten, die ich seit Langem gelesen habe. Nicht laut durch Handlung oder Drama, sondern durch Gedanken. Durch diese endlosen Schleifen im Kopf der Erzählerin, die sich um Essen, Kontrolle, Geld und Scham drehen. Es gibt kein klassisches Vorankommen, kein „Jetzt wird alles besser“. Stattdessen fühlt es sich an wie ein Kreislauf – und genau das macht es so ehrlich und so schwer auszuhalten. Was mich besonders getroffen hat, war die Verbindung von Essstörung und Armut. Diese Perspektive sieht man selten so klar. Es geht nicht nur um das Verhältnis zum eigenen Körper, sondern auch um ein tief verankertes Gefühl von Knappheit. Als würde sich ein Teil der Vergangenheit fest im Denken einnisten und bleiben, egal wie sehr sich das Außen verändert. Dieses „Immer rechnen, immer kontrollieren, immer aufpassen müssen“ hat sich beim Lesen fast körperlich spürbar angefühlt. Auch die Rolle der Familie hat mich beschäftigt. Es gibt keine einfache Schuld, kein klares „so ist es passiert“. Eher ein stilles Weitergeben von Mustern, von Ängsten, von Strategien, die vielleicht einmal notwendig waren – und später zerstörerisch werden. Das hat etwas unglaublich Tragisches, weil es so real wirkt. Der Schreibstil ist dabei fast kühl, sehr präzise, ohne Pathos. Und genau das hat mich immer wieder getroffen. Kein dramatisches Ausschmücken, kein Versuch, die Geschichte „schöner“ zu machen. Nur Beobachtung. Nur Realität. Wie ein Blick in einen Raum, in dem man eigentlich nicht stehen möchte – aber trotzdem nicht wegschauen kann. Ich habe mich beim Lesen oft unwohl gefühlt. Nicht, weil das Buch schlecht ist, sondern weil es so nah geht. Weil es Dinge zeigt, die man sonst gerne ausblendet. Es ist kein Buch, das man „genießt“. Es ist eines, das bleibt. Das nachwirkt. Das vielleicht auch ein bisschen etwas verschiebt im eigenen Blick auf andere Menschen. Und genau deshalb fällt mir die Bewertung so schwer. Wie bewertet man etwas, das nicht gefallen will, sondern verstehen lässt? Ich entscheide mich für ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5) Nicht, weil es sich gut angefühlt hat – sondern weil es sich wichtig angefühlt hat
Schweres Thema, sehr eindringlich erzählt
Es ist lange her, dass mir ein Buch so unter die Haut gegangen ist. Erzählt wird die Geschichte der Protagonistin auf zwei Zeitebenen: in der Kindheit und im Erwachsenenalter. Die Erzählweise wirkt stellenweise wie ein Tagebuch und gibt einen sehr persönlichen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin. Ihre Mutter ist aus der Ukraine nach Deutschland gekommen und kämpfte damit, Arbeit zu finden und für sich und ihre Tochter zu sorgen. Geld ist immer knapp gewesen. Jeder Cent musste umgedreht werden. Ein wiederkehrendes Thema ist dabei auch das Gewicht der Tochter, das für die Mutter eine große Rolle spielt und Anlass für ständige Kritik wird. Es gibt hier wirklich heftige Szenen, in denen deutlich wird, wie sehr das Verhalten der Mutter zur Essstörung der Tochter beiträgt. Das war nicht immer einfach für mich zu lesen. Nicht, weil ich selbst betroffen bin, sondern weil ich ein solches Verhalten in meinem nahen Umfeld erlebt habe. Im „Jetzt“ versucht sie, ihr Leben in den Griff zu bekommen, doch vieles ist weiterhin von alten Mustern bestimmt: Kalorienzählen, die Angst, zu viel Geld auszugeben, und Gedanken, aus denen sie nur schwer ausbrechen kann. Besonders eindrücklich zeigt das Buch, welche langfristigen psychischen Folgen das Aufwachsen in Armut und einer toxischen Mutter-Tochter Beziehung haben können. Darüber hinaus greift der Roman viele weitere Themen auf, wie Migration, kulturelle Unterschiede, Überforderung als Mutter, Scham und psychische Gewalt. Das Buch hat mich von Anfang an mitgenommen und an einigen Stellen richtig getroffen. Manche Szenen haben mir einen Kloß im Hals beschert, andere haben mich sehr nachdenklich zurückgelassen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte autofiktional ist, habe aber oft das Gefühl gehabt, dass hier viele eigene Erfahrungen eingeflossen sind. Dieses Buch wird mir definitiv noch länger im Kopf bleiben. Ich kann es sehr empfehlen, würde aber eine Triggerwarnung aussprechen, da Essstörungen und psychische Gewalt hier sehr zentrale Themen sind. *unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
"Halbe Portion“ ist ein autofiktionaler Roman und behandelt Themen wie Mental Health, Zwang-und Essstörungen. Die (namenlose) Protagonistin kämpft darum ihr Leben und ihre mentale Gesundheit in den Griff zu bekommen. Sie hat ein abgeschlossenes Studium und eine Therapie hinter sich, und trotzdem verfolgen sie weiterhin ihre Zwangsgedanken, auch hadert sie weiter mit dem Thema rund um ihren Körper sowie dem Essen, in der Arbeitswelt hat sie noch nicht richtig Fuß gefasst. Ihre Gedankengänge (und Gedankenkaruselle) sowie ihr Verhalten sind teilweise intensiv und nervenaufreibend, ihre Verzweiflung authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Die Erzählung erfolgt aus der Ich-Perspektive und springt kapitelweise von der Gegenwart in die Vergangenheit hin und her. So erfährt man mehr über ihre Kindheit, die toxische Beziehung zu ihrer Mutter und weshalb es zu den oben genannten Problemen kam, aber auch womit sie in der Gegenwart zu kämpfen hat bzw. welche Folgen ihre Erziehung für sie hatte. Die Abschnitte aus der Vergangenheit sind teilweise nicht ohne, ich war oft wütend und fassungslos. Die Kapitel sind sehr kurz, man fliegt förmlich durch die Seiten. Migration spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Ende kam mir irgendwie zu schnell, ist aber passend. Nichtsdestotrotz hätte ich mir hier und da mehr Informationen gewünscht. Mir hat der Roman sehr gefallen, denn er zeigt auf wie sehr uns unsere Erziehung prägt und welchen Einfluss Worte haben. Auch die Anfänge sowie Rückschläge auf den Weg zu einer Genesung sowie Selbstfindung werden hier deutlich und realistisch dargestellt.
✨️ Und dann kommt der ebenfalls essgestörte Märchenprinz und rettet mich ✨️
Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass der Roman von mir 5 Sterne bekommt, aber dieser Mann-als-Retter-Trope am Ende KOTZT MICH AN (kein Wunder dass Caroline Wahl den Roman gut findet 👀) Es ist wirklich toll, wie dieser Roman auf humorvolle Art mit so schweren Themen umgeht, ohne dabei die Ernsthaftigkeit zu verunglimpflichen. Die kurzen Kapitel und Zeitsprünge fand ich kurz lästig, dann aber sogar richtig cool, weil man für die früher-Protagonistin sowie die jetzt-Protagonistin sooo viel Liebe hat und mitfiebert. Daher fand ich es ehrlich gesagt den Jump zum zweiten Teil des Buches nach ca. 3/4 des Romans super random und den zweiten Teil leider relativ kacke. Wir befinden uns nurnoch im jetzt und in einer super fragwürdigen Beziehung. Zwar wird nicht ganz klar, ob die neuen, von ihr mobilisierten Kräfte durch das Verliebtsein kommen, oder es einen anderen Grund hat, aber die Vermutung liegt nahe, dass wieder der Eindruck entstehen soll, nur die Liebe eines Mannes hilft bei der Besserung. Cringe. Dennoch: It was fun while it lasted.
"Dass ich nicht essen kann, was ich möchte, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen - warum will ich dünn sein? Was gibt mir das Dünn-Sein? Was habe ich längerfristig davon? Und warum bin ich nicht langsam gelangweilt davon, mich immer und immer wieder für zu viel Essen zu maßregeln?" S. 297 Von und über die Konsequenzen einer toxischen Mutter-Tochter-Beziehung und über den stets allgegenwärtigen Hunger nach Nahrung, Liebe und Anerkennung. Durch die kurzen Kapitel, die abwechselnd früher und heute schildern, zügig lesbar. Nur das Ende will mir nicht gefallen. "Warum ist unser Schönheitsideal eigentlich so abgefuckt?" S. 281
Zugänglich trotz schwerer Thematik
Ist ein hard read, weil die Themen schwer sind, aber gleichzeitig auch ein easy read, weil die Sprache super einfach ist und die Kapitel sehr kurz sind. Das war nach kurzer Gewöhnungsphase toll zu lesen. Die Protagonistin wächst in Armut und mit einer, ich nehme mir den judge an der Stelle raus, absolut schrecklichen Mutter auf, die sie in eine Essstörung treibt. Wir folgen dann dem dauernden Perspektivenwechsel früher-heute, was ihre Gedanken geprägt und wie sich das entwickelt hat. Ich fand es sehr zugänglich und nachvollziehbar, es wird sichtbar, wie sich die Sozialisierung im Denken und Handeln eines jeden Moments niederschlägt und auch, wie verdammt tief das alles sitzt. Die ständigen Wiederholungen von bestimmten Gedankengängen (Preisvergleiche etwa) sind dabei einfach Ausdruck dieser Sozialisierung sowie der dadurch entstandenen Erkrankungen und haben mir geholfen, die Situation der Protagonistin noch besser zu verstehen. Das Buch hat autofiktionale Elemente und ich frage mich, wie viel davon tatsächlich so passiert ist, es hallt nach. Irgendwo wurde es mit 22 Bahnen verglichen, und ja, Caro Wahl hat auch den Blurb geschrieben, aber nope, find ich gar nicht. Das hier geht viel mehr in die Tiefe. Nur gegen Ende gibt es so eine Parallele, die mir leider auch nicht zusagt hat, sonst wären das volle 5☆ gewesen.
„Halbe Portion“ erzählt die Geschichte einer Protagonistin in Berlin, die an einem Umschlagpunkt steht, entscheiden zu müssen, das Schreiben weiterzuführen oder sich beruflich neu zu orientieren. Dabei geht es mal ums Dating, mal um ihre Schreibblockade, um Gelegenheiten und um ihre Arbeit im Kino. Das ist aber vielmehr der nebenbei laufende Kontext zu einer sich entfaltenden Geschichte, die von tief verwurzelter Armut und daraus resultierenden negativen, gesundheitlichen Folgen handelt. In einem Wechsel zweier Erzählstränge erfahren wir - scheinbar parallel - einerseits die Geschichte ihres Aufwachsens. Kind einer alleinerziehenden, ukrainischen Mutter, die jedes Geld zusammenhält; sie selbst bezieht Arbeitslosengeld, sagt selbst von sich, wer wolle denn schon eine Ausländerin anstellen. Gleichwohl bestimmt der Zwang, Geld zusammenhalten zu müssen, kontrollierende Verhaltensweisen, Kaufentscheidungen wie auch aufgezwungene Essgewohnheiten. Diese entladen sich bei ihrem Kind, der Protagonistin des Romans. Sie erfährt Stigmatisierungen und Erniedrigungen durch die Schule und ihre Mutter - und diese machen vor ihrem eigenen Körper keinen Halt. Andererseits erfahren wir Ausschnitte aus ihrem gegenwärtigen Leben, wie oben schon angedeutet. Was hierbei aber aufhorchen lässt, sind ihre eingeschriebenen Beziehungen zu ihrem eigenen Geld und Essen. Fast beiläufig wird geschildert, wie die Protagonistin sich den Exzessen der Süßigkeiten hingibt, so lange, bis sie sich übergibt - als wäre es normal. Jeder Lebensmitteleinkauf, reflexartig durchkalkuliert. Ein Laugengebäck und zwei Möhren für 0,81€: Ob das ausreichend den Magen ausstopft? Es muss. Eine Anfrage eines Freundes, etwas Essen zu gehen? Absagen, weil Unwohlsein wird er schon abkaufen. Pape legt mit „Halbe Portion“ ein thematisch dichtes Debüt vor, das - wenn überhaupt - nur an der Oberfläche harmlos wirken könnte. Wie ein Twister-Eis schlingen sich Armut, Zwang und Krankheit immer weiter um den hässlichen Kern der kapitalistischen Gesellschaft. Man erlebt, wozu gesellschaftlich angeordnete Armut Menschen zwingt, man sieht ihren psychischen und physischen Niedergang und kannibalisierende Not, die sich in das Wesen frisst. Pessimistisch ist der Roman aber keinesfalls, lakonisch und locker, teilweise sehr humorvoll angetan, fliegt man so über die Seiten und ist dann viel zu schnell am Ende angelangt. Ein wirklich eindrucksvolles Buch!

Die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass ich super durch die Geschichte gekommen bin. Besonders mochte ich den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, weil sich dadurch nach und nach ein komplettes Bild zusammengesetzt hat. Insgesamt hat mir aber ein kleiner Funke gefehlt und mit dem Ende wurde ich leider auch nicht ganz warm.
Das Buch beschäftigt mich unglaublich! Thema Armut und Essstörung in Kombination. So viele Gedanken die ich erahnen kann, aber noch nie gehört oder gelesen habe. Und ein Lehrstück wie verletzend das Leben sein kann, allen voran diese "Mutter". Das klingt wenig aussagekräftig, aber ich muss dieses großartige Buch erst verarbeiten
Das war heavy
Abwechselnd erfahren wir hier aus der Kindheit und aus dem aktuellen Leben der namenlosen Protagonistin. Es geht um toxische Mutter-Tochter-Beziehungen, um Essstörungen, Depressionen, Zwänge. Die Kindheit der Protagonistin war für mich der etwas spannendere Teil und hat mich sehr oft zum Kopfschütteln gebracht. Man konnte gut erkennen wie aus dem Kind, die spätere Erwachsene Person werden konnte, die sich in ihren Lebensentscheidungen so unsicher und abgehängt fühlt. Das ende fühlte sich ein bisschen gehetzt an. Und so wirklich zufrieden bin ich mit der Konklusion nicht.
Ein erschreckend realistisches Buch über Essstörung. Die Autorin zeigt an ihrer namenlosen Protagonistin, dass einen die Krankheit nie vollständig loslässt. Dass die Kapitel zwischen Kindheit/Jugend und jetzt (Ende zwanzig) gewechselt haben, hat mir gut gefallen und gezeigt, wie schwer es ist, sich aus alten Mustern zu befreien.
Highlight ⭐️
Halbe Portion habe ich angefangen, da es von Caroline Wahl empfohlen wurde. Und was soll ich sagen? Es hat mich zu 100% abgeholt. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, dem Jetzt und dem Früher und wir begleiten die Protagonistin durch ihren Alltag und bekommen immer wieder Einblicke in ihre Kindheit. Der Alltag ist geprägt von einer Essstörung und Zwängen, vor allem in Bezug auf Geld. Die Kindheit ist geprägt von Kälte, Erwartungen, Druck und Unsicherheiten. Ich habe wahnsinnig viele Sätze und Passagen markiert, weil ich beim Lesen den Eindruck hatte, dass einmal lesen einfach nicht reicht. Dass manche Sätze und Gedanken so klug und tief sind, dass ich immer wieder dahin zurückkehren möchte. Absolute Empfehlung!
Sensibles Thema spannend umgesetzt.
Da mich die Thematik des Buches persönlich betrifft, war ich schon etwas belastet, dass Buch zu lesen, Wollte es trotzdem versuchen, da es selten Romane gibt, die das Thema so echt und realistisch umsetzten. Der schreibstil an sich hat mir gut gefallen, die Sprünge zwischen früher und heute waren für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig. Ganz überzeugt hat mich das Buch leider nicht, da trotz des sensiblen Themas, ich keine emotionale Nähe aufbauen konnte. Trotzdem ein wichtiges Buch!! Das Thema sollte VIEL mehr Aufmerksamkeit bekommen und betroffenen zeigen, dass die scham weniger wird, wenn man weiß es geht mehr Leuten so und man kann sich austauschen. Liebe geht raus ❤️
Description
Ein berührendes Debüt über eine unbarmherzige Krankheit und ihre tragikomischen Momente
Sie isst wieder. Das war mal anders. Aufgewachsen in Armut, alleine mit ihrer zwanghaft dünnen Mutter, die aus der Ukraine nach Berlin migrierte, schien ihre Zukunft vorprogrammiert. Jetzt, mit Ende zwanzig, hat sie es halbwegs im Griff. Sie joggt viel, ja, zählt jede Kalorie, okay, aber sie führt ihrem Körper morgens, mittags und abends – fast – immer Nahrung zu. Auch wenn sie jeden Cent abwägt, den die Lebensmittel und ihre Zubereitung sie kosten. Nur noch ganz selten erliegt sie ihren alten Gewohnheiten, zu viel zu essen und sich anschließend zu übergeben. Es bleibt dennoch ein Fortschritt. Und dann ist da ein Date, das Hoffnung auf ein besseres Leben gibt, darauf, endgültig aus dem Teufelskreis auszubrechen. Oder doch nicht?
In Halbe Portion erzählt Elisabeth Pape eine ganz persönliche Geschichte über Essstörungen, das Aufwachsen in Armut und die damit einhergehenden Zwänge. Der Roman zeigt, warum es für Betroffene so schwer ist, mit erlernten Strukturen zu brechen und einen gesunden Umgang mit Essen und Geld zu finden. Und er spürt der Frage nach, wie uns Familie trägt, aber auch erdrückt.
Book Information
Author Description
Elisabeth Pape, geboren 1995, Tochter einer ukrainischen Migrantin, studierte Theater- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und anschließend Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sie wurde mit dem Kleist-Förderpreis 2023 ausgezeichnet und erhielt das Leonhard-Frank-Stipendium 2023, das vom Mainfranken Theater Würzburg vergeben wird. Ihre Theaterstücke wurden u. a. am Staatstheater Augsburg, Theater Koblenz und Mainfranken Theater Würzburg uraufgeführt. Halbe Portion ist ihr Romandebüt.
Posts
Harter Tobak!!
Ich habe Halbe Portion von Elisabeth Pape beendet – und sitze jetzt da mit diesem seltsamen Gefühl, etwas erlebt zu haben, das ich gar nicht richtig bewerten kann. Dieses Buch ist leise. Und gleichzeitig ist es eines der lautesten, die ich seit Langem gelesen habe. Nicht laut durch Handlung oder Drama, sondern durch Gedanken. Durch diese endlosen Schleifen im Kopf der Erzählerin, die sich um Essen, Kontrolle, Geld und Scham drehen. Es gibt kein klassisches Vorankommen, kein „Jetzt wird alles besser“. Stattdessen fühlt es sich an wie ein Kreislauf – und genau das macht es so ehrlich und so schwer auszuhalten. Was mich besonders getroffen hat, war die Verbindung von Essstörung und Armut. Diese Perspektive sieht man selten so klar. Es geht nicht nur um das Verhältnis zum eigenen Körper, sondern auch um ein tief verankertes Gefühl von Knappheit. Als würde sich ein Teil der Vergangenheit fest im Denken einnisten und bleiben, egal wie sehr sich das Außen verändert. Dieses „Immer rechnen, immer kontrollieren, immer aufpassen müssen“ hat sich beim Lesen fast körperlich spürbar angefühlt. Auch die Rolle der Familie hat mich beschäftigt. Es gibt keine einfache Schuld, kein klares „so ist es passiert“. Eher ein stilles Weitergeben von Mustern, von Ängsten, von Strategien, die vielleicht einmal notwendig waren – und später zerstörerisch werden. Das hat etwas unglaublich Tragisches, weil es so real wirkt. Der Schreibstil ist dabei fast kühl, sehr präzise, ohne Pathos. Und genau das hat mich immer wieder getroffen. Kein dramatisches Ausschmücken, kein Versuch, die Geschichte „schöner“ zu machen. Nur Beobachtung. Nur Realität. Wie ein Blick in einen Raum, in dem man eigentlich nicht stehen möchte – aber trotzdem nicht wegschauen kann. Ich habe mich beim Lesen oft unwohl gefühlt. Nicht, weil das Buch schlecht ist, sondern weil es so nah geht. Weil es Dinge zeigt, die man sonst gerne ausblendet. Es ist kein Buch, das man „genießt“. Es ist eines, das bleibt. Das nachwirkt. Das vielleicht auch ein bisschen etwas verschiebt im eigenen Blick auf andere Menschen. Und genau deshalb fällt mir die Bewertung so schwer. Wie bewertet man etwas, das nicht gefallen will, sondern verstehen lässt? Ich entscheide mich für ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5) Nicht, weil es sich gut angefühlt hat – sondern weil es sich wichtig angefühlt hat
Schweres Thema, sehr eindringlich erzählt
Es ist lange her, dass mir ein Buch so unter die Haut gegangen ist. Erzählt wird die Geschichte der Protagonistin auf zwei Zeitebenen: in der Kindheit und im Erwachsenenalter. Die Erzählweise wirkt stellenweise wie ein Tagebuch und gibt einen sehr persönlichen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin. Ihre Mutter ist aus der Ukraine nach Deutschland gekommen und kämpfte damit, Arbeit zu finden und für sich und ihre Tochter zu sorgen. Geld ist immer knapp gewesen. Jeder Cent musste umgedreht werden. Ein wiederkehrendes Thema ist dabei auch das Gewicht der Tochter, das für die Mutter eine große Rolle spielt und Anlass für ständige Kritik wird. Es gibt hier wirklich heftige Szenen, in denen deutlich wird, wie sehr das Verhalten der Mutter zur Essstörung der Tochter beiträgt. Das war nicht immer einfach für mich zu lesen. Nicht, weil ich selbst betroffen bin, sondern weil ich ein solches Verhalten in meinem nahen Umfeld erlebt habe. Im „Jetzt“ versucht sie, ihr Leben in den Griff zu bekommen, doch vieles ist weiterhin von alten Mustern bestimmt: Kalorienzählen, die Angst, zu viel Geld auszugeben, und Gedanken, aus denen sie nur schwer ausbrechen kann. Besonders eindrücklich zeigt das Buch, welche langfristigen psychischen Folgen das Aufwachsen in Armut und einer toxischen Mutter-Tochter Beziehung haben können. Darüber hinaus greift der Roman viele weitere Themen auf, wie Migration, kulturelle Unterschiede, Überforderung als Mutter, Scham und psychische Gewalt. Das Buch hat mich von Anfang an mitgenommen und an einigen Stellen richtig getroffen. Manche Szenen haben mir einen Kloß im Hals beschert, andere haben mich sehr nachdenklich zurückgelassen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte autofiktional ist, habe aber oft das Gefühl gehabt, dass hier viele eigene Erfahrungen eingeflossen sind. Dieses Buch wird mir definitiv noch länger im Kopf bleiben. Ich kann es sehr empfehlen, würde aber eine Triggerwarnung aussprechen, da Essstörungen und psychische Gewalt hier sehr zentrale Themen sind. *unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
"Halbe Portion“ ist ein autofiktionaler Roman und behandelt Themen wie Mental Health, Zwang-und Essstörungen. Die (namenlose) Protagonistin kämpft darum ihr Leben und ihre mentale Gesundheit in den Griff zu bekommen. Sie hat ein abgeschlossenes Studium und eine Therapie hinter sich, und trotzdem verfolgen sie weiterhin ihre Zwangsgedanken, auch hadert sie weiter mit dem Thema rund um ihren Körper sowie dem Essen, in der Arbeitswelt hat sie noch nicht richtig Fuß gefasst. Ihre Gedankengänge (und Gedankenkaruselle) sowie ihr Verhalten sind teilweise intensiv und nervenaufreibend, ihre Verzweiflung authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Die Erzählung erfolgt aus der Ich-Perspektive und springt kapitelweise von der Gegenwart in die Vergangenheit hin und her. So erfährt man mehr über ihre Kindheit, die toxische Beziehung zu ihrer Mutter und weshalb es zu den oben genannten Problemen kam, aber auch womit sie in der Gegenwart zu kämpfen hat bzw. welche Folgen ihre Erziehung für sie hatte. Die Abschnitte aus der Vergangenheit sind teilweise nicht ohne, ich war oft wütend und fassungslos. Die Kapitel sind sehr kurz, man fliegt förmlich durch die Seiten. Migration spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Ende kam mir irgendwie zu schnell, ist aber passend. Nichtsdestotrotz hätte ich mir hier und da mehr Informationen gewünscht. Mir hat der Roman sehr gefallen, denn er zeigt auf wie sehr uns unsere Erziehung prägt und welchen Einfluss Worte haben. Auch die Anfänge sowie Rückschläge auf den Weg zu einer Genesung sowie Selbstfindung werden hier deutlich und realistisch dargestellt.
✨️ Und dann kommt der ebenfalls essgestörte Märchenprinz und rettet mich ✨️
Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass der Roman von mir 5 Sterne bekommt, aber dieser Mann-als-Retter-Trope am Ende KOTZT MICH AN (kein Wunder dass Caroline Wahl den Roman gut findet 👀) Es ist wirklich toll, wie dieser Roman auf humorvolle Art mit so schweren Themen umgeht, ohne dabei die Ernsthaftigkeit zu verunglimpflichen. Die kurzen Kapitel und Zeitsprünge fand ich kurz lästig, dann aber sogar richtig cool, weil man für die früher-Protagonistin sowie die jetzt-Protagonistin sooo viel Liebe hat und mitfiebert. Daher fand ich es ehrlich gesagt den Jump zum zweiten Teil des Buches nach ca. 3/4 des Romans super random und den zweiten Teil leider relativ kacke. Wir befinden uns nurnoch im jetzt und in einer super fragwürdigen Beziehung. Zwar wird nicht ganz klar, ob die neuen, von ihr mobilisierten Kräfte durch das Verliebtsein kommen, oder es einen anderen Grund hat, aber die Vermutung liegt nahe, dass wieder der Eindruck entstehen soll, nur die Liebe eines Mannes hilft bei der Besserung. Cringe. Dennoch: It was fun while it lasted.
"Dass ich nicht essen kann, was ich möchte, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen - warum will ich dünn sein? Was gibt mir das Dünn-Sein? Was habe ich längerfristig davon? Und warum bin ich nicht langsam gelangweilt davon, mich immer und immer wieder für zu viel Essen zu maßregeln?" S. 297 Von und über die Konsequenzen einer toxischen Mutter-Tochter-Beziehung und über den stets allgegenwärtigen Hunger nach Nahrung, Liebe und Anerkennung. Durch die kurzen Kapitel, die abwechselnd früher und heute schildern, zügig lesbar. Nur das Ende will mir nicht gefallen. "Warum ist unser Schönheitsideal eigentlich so abgefuckt?" S. 281
Zugänglich trotz schwerer Thematik
Ist ein hard read, weil die Themen schwer sind, aber gleichzeitig auch ein easy read, weil die Sprache super einfach ist und die Kapitel sehr kurz sind. Das war nach kurzer Gewöhnungsphase toll zu lesen. Die Protagonistin wächst in Armut und mit einer, ich nehme mir den judge an der Stelle raus, absolut schrecklichen Mutter auf, die sie in eine Essstörung treibt. Wir folgen dann dem dauernden Perspektivenwechsel früher-heute, was ihre Gedanken geprägt und wie sich das entwickelt hat. Ich fand es sehr zugänglich und nachvollziehbar, es wird sichtbar, wie sich die Sozialisierung im Denken und Handeln eines jeden Moments niederschlägt und auch, wie verdammt tief das alles sitzt. Die ständigen Wiederholungen von bestimmten Gedankengängen (Preisvergleiche etwa) sind dabei einfach Ausdruck dieser Sozialisierung sowie der dadurch entstandenen Erkrankungen und haben mir geholfen, die Situation der Protagonistin noch besser zu verstehen. Das Buch hat autofiktionale Elemente und ich frage mich, wie viel davon tatsächlich so passiert ist, es hallt nach. Irgendwo wurde es mit 22 Bahnen verglichen, und ja, Caro Wahl hat auch den Blurb geschrieben, aber nope, find ich gar nicht. Das hier geht viel mehr in die Tiefe. Nur gegen Ende gibt es so eine Parallele, die mir leider auch nicht zusagt hat, sonst wären das volle 5☆ gewesen.
„Halbe Portion“ erzählt die Geschichte einer Protagonistin in Berlin, die an einem Umschlagpunkt steht, entscheiden zu müssen, das Schreiben weiterzuführen oder sich beruflich neu zu orientieren. Dabei geht es mal ums Dating, mal um ihre Schreibblockade, um Gelegenheiten und um ihre Arbeit im Kino. Das ist aber vielmehr der nebenbei laufende Kontext zu einer sich entfaltenden Geschichte, die von tief verwurzelter Armut und daraus resultierenden negativen, gesundheitlichen Folgen handelt. In einem Wechsel zweier Erzählstränge erfahren wir - scheinbar parallel - einerseits die Geschichte ihres Aufwachsens. Kind einer alleinerziehenden, ukrainischen Mutter, die jedes Geld zusammenhält; sie selbst bezieht Arbeitslosengeld, sagt selbst von sich, wer wolle denn schon eine Ausländerin anstellen. Gleichwohl bestimmt der Zwang, Geld zusammenhalten zu müssen, kontrollierende Verhaltensweisen, Kaufentscheidungen wie auch aufgezwungene Essgewohnheiten. Diese entladen sich bei ihrem Kind, der Protagonistin des Romans. Sie erfährt Stigmatisierungen und Erniedrigungen durch die Schule und ihre Mutter - und diese machen vor ihrem eigenen Körper keinen Halt. Andererseits erfahren wir Ausschnitte aus ihrem gegenwärtigen Leben, wie oben schon angedeutet. Was hierbei aber aufhorchen lässt, sind ihre eingeschriebenen Beziehungen zu ihrem eigenen Geld und Essen. Fast beiläufig wird geschildert, wie die Protagonistin sich den Exzessen der Süßigkeiten hingibt, so lange, bis sie sich übergibt - als wäre es normal. Jeder Lebensmitteleinkauf, reflexartig durchkalkuliert. Ein Laugengebäck und zwei Möhren für 0,81€: Ob das ausreichend den Magen ausstopft? Es muss. Eine Anfrage eines Freundes, etwas Essen zu gehen? Absagen, weil Unwohlsein wird er schon abkaufen. Pape legt mit „Halbe Portion“ ein thematisch dichtes Debüt vor, das - wenn überhaupt - nur an der Oberfläche harmlos wirken könnte. Wie ein Twister-Eis schlingen sich Armut, Zwang und Krankheit immer weiter um den hässlichen Kern der kapitalistischen Gesellschaft. Man erlebt, wozu gesellschaftlich angeordnete Armut Menschen zwingt, man sieht ihren psychischen und physischen Niedergang und kannibalisierende Not, die sich in das Wesen frisst. Pessimistisch ist der Roman aber keinesfalls, lakonisch und locker, teilweise sehr humorvoll angetan, fliegt man so über die Seiten und ist dann viel zu schnell am Ende angelangt. Ein wirklich eindrucksvolles Buch!

Die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass ich super durch die Geschichte gekommen bin. Besonders mochte ich den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, weil sich dadurch nach und nach ein komplettes Bild zusammengesetzt hat. Insgesamt hat mir aber ein kleiner Funke gefehlt und mit dem Ende wurde ich leider auch nicht ganz warm.
Das Buch beschäftigt mich unglaublich! Thema Armut und Essstörung in Kombination. So viele Gedanken die ich erahnen kann, aber noch nie gehört oder gelesen habe. Und ein Lehrstück wie verletzend das Leben sein kann, allen voran diese "Mutter". Das klingt wenig aussagekräftig, aber ich muss dieses großartige Buch erst verarbeiten
Das war heavy
Abwechselnd erfahren wir hier aus der Kindheit und aus dem aktuellen Leben der namenlosen Protagonistin. Es geht um toxische Mutter-Tochter-Beziehungen, um Essstörungen, Depressionen, Zwänge. Die Kindheit der Protagonistin war für mich der etwas spannendere Teil und hat mich sehr oft zum Kopfschütteln gebracht. Man konnte gut erkennen wie aus dem Kind, die spätere Erwachsene Person werden konnte, die sich in ihren Lebensentscheidungen so unsicher und abgehängt fühlt. Das ende fühlte sich ein bisschen gehetzt an. Und so wirklich zufrieden bin ich mit der Konklusion nicht.
Ein erschreckend realistisches Buch über Essstörung. Die Autorin zeigt an ihrer namenlosen Protagonistin, dass einen die Krankheit nie vollständig loslässt. Dass die Kapitel zwischen Kindheit/Jugend und jetzt (Ende zwanzig) gewechselt haben, hat mir gut gefallen und gezeigt, wie schwer es ist, sich aus alten Mustern zu befreien.
Highlight ⭐️
Halbe Portion habe ich angefangen, da es von Caroline Wahl empfohlen wurde. Und was soll ich sagen? Es hat mich zu 100% abgeholt. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, dem Jetzt und dem Früher und wir begleiten die Protagonistin durch ihren Alltag und bekommen immer wieder Einblicke in ihre Kindheit. Der Alltag ist geprägt von einer Essstörung und Zwängen, vor allem in Bezug auf Geld. Die Kindheit ist geprägt von Kälte, Erwartungen, Druck und Unsicherheiten. Ich habe wahnsinnig viele Sätze und Passagen markiert, weil ich beim Lesen den Eindruck hatte, dass einmal lesen einfach nicht reicht. Dass manche Sätze und Gedanken so klug und tief sind, dass ich immer wieder dahin zurückkehren möchte. Absolute Empfehlung!
Sensibles Thema spannend umgesetzt.
Da mich die Thematik des Buches persönlich betrifft, war ich schon etwas belastet, dass Buch zu lesen, Wollte es trotzdem versuchen, da es selten Romane gibt, die das Thema so echt und realistisch umsetzten. Der schreibstil an sich hat mir gut gefallen, die Sprünge zwischen früher und heute waren für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig. Ganz überzeugt hat mich das Buch leider nicht, da trotz des sensiblen Themas, ich keine emotionale Nähe aufbauen konnte. Trotzdem ein wichtiges Buch!! Das Thema sollte VIEL mehr Aufmerksamkeit bekommen und betroffenen zeigen, dass die scham weniger wird, wenn man weiß es geht mehr Leuten so und man kann sich austauschen. Liebe geht raus ❤️





















