Die Sache mit Rachel

Die Sache mit Rachel

Softcover
3.9959

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Der große Bestsellerroman aus Irland: eine außergewöhnliche Geschichte über Freundschaft, die Suche nach sich selbst und den Rausch der großen Liebe.

Die irische Journalistin Rachel sitzt in einer englischen Bar, als sie von einem Typen auf ihre Studienzeit angesprochen wird. Weil er glaubt, sie aus dem Literaturkurs zu kennen. Und plötzlich ist es, als wäre die Zeit einfach stehen geblieben: Rachel ist wieder Studentin und jobbt in einem Buchladen, wo sie auf James trifft – mit dem es Freundschaft auf den ersten Blick ist. James überredet Rachel sofort, seine Mitbewohnerin zu werden.

Um wiederum Rachels angebeteten Literaturprofessor Dr. Fred Byrne zu verführen, organisieren James und Rachel eine Lesung im Buchladen, die sich am Ende ganz anders entwickelt als gedacht. Und so verstricken sich die Leben dieser drei Menschen vor dem Hintergrund der Finanzkrise in Cork immer rasanter ineinander.

Ein Roman, der sich liest wie ein Lebensgefühl – weil er fragt, wie wir sein und wie wir lieben wollen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
400
Price
14.40 €

Author Description

Caroline O'Donoghue ist Journalistin und Autorin. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht, schreibt u. a. für den Irish Independent, Glamour und Buzzfeed und hat eine feste Kolumne im Irish Examiner. Als Gastgeberin des Podcasts »Sentimental Garbage« spricht sie mit anderen Autor:innen über Unterhaltungsliteratur.

Posts

180
All
2.5

When you love someone, you sign up for the whole thing. It doesn't matter how many things you have on already. You love the whole person.

Ich mach’s kurz: ich mochte Rachel einfach nicht, konnte so viele Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen und konnte die Geschichte daher insgesamt leider nicht so wirklich genießen.

3

"Es ist nicht meine Geschichte."

Eine Geschichte, die verzwickter nicht sein könnte. Zwei Studenten und einem Professor in Cork, Irland während der Rezession. Die Geschichte nimmt ihren Lauf als Rachel einen heimlichen Crush auf ihren Professor Dr. Byrne hat. Deshalb organisiert sie mit ihrem besten Freund James eine Buchvorlesung in dem Buchladen, wo sie beide arbeiten. Doch dann kam alles anders, als man es erwartet... Anders als man denkt, geht es nicht um die Geschichte zwischen Rachel und ihrem Professor, sondern um ihre Freundschaft zu James. Es entwickelt sich zwischen den besten Freunden eine toxische Abhängigkeit, die sie beide gar nicht bemerken, außer, als es fast zu spät ist. In Rachels Augen ist James der Coole ist und hat immer recht hat, sodass im Laufe der Geschichte Rachel anderen gegenüber auch immer Recht haben will. Die Trostlosig- und Hoffnungslosigkeit der jungen Leute in der Wirtschaftskrise Irlands wird gut dargestellt. Auch konnte man eine Entwicklung in den Charakteren sehen, da es gerade James in dem katholischen Irland nicht leicht hat, mit seiner Sexualität umzugehen. Bei Rachel konnte man auch Entwicklungen sehen, dass sie vom brav erzogenen katholischen Mädchen zu einer selbstbewussten Frau reift. Jedoch empfand ich sie dann doch oft als unsympathisch. Leider bin ich mit zu großen Erwartungen an das Buch rangegangen.... Eine Coming-of-Age Geschichte, die in Irland spielt? Jap, voll mein Ding. Ich wurde leider eines besseren belehrt, denn die Geschichte war sehr monoton, die Charaktere plump und sie plätscherte so vor sich hin. Die Geschichte war geprägt davon, wen sie als nächstes Abschleppen können und Drogen- und Alkoholkonsum, um sich zu "finden". Die Sprache war auch nicht gerade toll, sie war sehr einfach gehalten, kaum Sätze, die prägsam sind oder über die man nachdenken möchte. Teilweise auch sehr derb. Auch fand ich es schwierig, dass oft Zeitsprünge mitten im Satz kamen, weil Rachel die Geschichte aus der heutigen Perspektive erzählt und von dort in die Vergangenheit einhakt. Vielleicht hätte das besser durch Kursivschrift oder ähnliches gekennzeichnet werden sollen. Mein Fall war die Geschichte leider nicht und es wurde viel potenzial verschenkt. Ich kann aber gut verstehen, wenn andere sie toll fanden.

4.5

“When something good happens to you at that age, you can’t settle with the notion that it’s a one-off. You want it to be the beginning of a tradition. That’s how I felt about that night: I wanted it already to be a memory, a foundational one, a first evening of many similar evenings. I wanted future nostalgia, a rear-view, years-old fondness for something that literally just happened.”

For me, this quote sums up this book perfectly:The feeling of being young and maybe naive and to purely want something. I 100% identified with that sentence and saw myself reflected in that exact same feeling.

3.5

"Ich hatte einen Ozean voller Probleme geschaffen, in dem James der Navigator war, weil er der Einzige war, der von meiner Schwärmerei für Dr. Byrne wusste." "James Carey war ein Herumtreiber. Seine Versuche, ein erwachsenes Leben zu führen, glichen einem Peter Pan, der sich bemühte, seinen Schatten einzufangen." Um ihr Studium der Anglistik zu finanzieren, arbeitet die 20jährige Rachel in einer Buchhandlung, wo auch der 22jährige James eingestellt wird. Sie verstehen sich von Anfang an, gründen eine WG, werden beste Freunde und teilen Sorgen, Erlebnisse und Gedanken miteinander. Sie sind unzertrennlich. Als James eine Affäre mit dem Dozenten von Rachel beginnt, an dem sie selbst auch großes Interesse hat, fängt es an kompliziert zu werden. Ein Buch, das sich sehr leicht lesen lässt, die Sprache ist locker, die Geschichte unterhaltsam, interessante Themen werden angeschnitten. Und das ist der Punkt, der mich doch etwas gestört hat, mir hat insgesamt Tiefe gefehlt. Kann man lesen, muss man aber nicht. Unterhalten hat es mich gut, genau richtig als leichte Lektüre für zwischendurch

5

Was ein Buch! Komplett unerwartet auf ein Highlight gestoßen.

4

Anstoßend witzig und unter der Gürtellinie

Ein hervorragendes Buch, absolut spannend und hat durchweg seinen eigenen Charakter. Das war ein Roman der Rubrik: Ich kann noch nicht schlafen, ich muss noch weiter lesen. Es geht im Freundschaft, AgeGap, Verrat, Loyalität und Freundschaft. Die einzelnen Charaktere entwickeln sich durchweg unterschiedlich und wir begleiten sie über mehrere Jahre hinweg. Es ist obszön, unverfroren, ungeschönt, riskant und verächtlich schön und witzig zugleich. Das Ende hätte noch ausgebauter sein können aber sonst eine große Leseempfehlung!

4.5

Ich mochte es sehr. 🩷 📖 Es ist eine schöne Geschichte, eine witzige Geschichte, aber ab und zu auch mal ernst und traurig.

Es ist eine Geschichte über Freundschaft und über die erste große Beziehung und Liebe. Eine Geschichte die ich gerne selbst mit Anfang 20 gelesen hätte. Mittendrin zieht es sich etwas, aber das macht nichts. Es werden wichtige, tiefe Themen behandelt, Irland 2009, vor der großen Finanzkrise und mittendrin eine Studentin, Rachel, die ihr Leben lebt gemeinsam mit ihrem besten Freund James. ✨ Die Autorin verwendet eine echt schöne Sprache und schaffte es mich voll und ganz zu fesseln 🩷

4

Die Sache mit Rachel - in vielerlei Hinsicht mitreisend und emotional

Obwohl die Charaktere unverständliche und narzisstische Verhaltensweisen an den Tag legten, konnte ich das Buch nicht weglegen. Ich wurde von der Geschichte und den Beziehungen in einen Bann gezogen. Das Buch fördert viele verschiedene Emotionen an den Tag und lässt einen die Entscheidung und das Verhalten von einem selbst überdenken - wie hätte man selbst an Rachels Stelle gehandelt? Was macht das Leben mit einem? Wo kann man selbst Einfluss nehmen? Die Charaktere waren sehr schlüssig und plastisch dargestellt - auch wenn nicht gerade Liebenswert 😅 Lediglich die Kehrtwende des Charakters von Rachel durch den Umzug nach London konnte ich nicht ganz greifen. Dies ging mir zu schnell und hätte mehr Zeit verdient.

3

Die Sache mit Rachel liest sich schnell wie eine Netflixserie, die unterhält, aber wenig Tiefgang hat und daher wohl auch schnell in Vergessenheit geraten wird. Die Probleme einer jungen Frau in einer irischen Kleinstadt im Jahr 2010 bewegen nicht wirklich, weil sie oberflächlich erzählt sind, nur wenig Neues enthalten und schließlich in fade Happy Endings münden. Wer leichte Unterhaltung sucht, wird hier gut bedient. Alle anderen werden sich fragen "Ja, und? Was interessiert's mich?".

4

Ui, schwer zu beschreibendes Buch. Ich fand es teils sehr verwirrend und verstörend zu lesen, aber es hat mich genug gecatcht, um dennoch weiterzulesen und es nicht aus der Hand legen zu wollen. Die Stimmung, die bei mir angekommen ist, war wirklich erdrückend, auch mit dem Thema der Rezession und sehr ungesunden Bindungen unter den Personen. Die Autorin hat das auf jeden Fall toll geschrieben und es war mal was anderes für mich.

5

Herzerfrischende irische Coming of Age Geschichte - ein Highlight Es geht herzerfrischend fröhlich und optimistisch zu in dem Roman „ Die Sache mit Rachel“ und das trotz Wirtschaftskrise und miserablen Zukunftsaussichten für Protagonistin Rachel und ihre Freunde. Die Eltern sind finanziell so klamm, dass Rachel ihr Studium ( welches sowieso nutzlos ist, da es in Irland keine Jobs gibt) selbst finanzieren muss. Der Nebenjob in der Buchhandlung bringt das Nötigste ein, aber was viel besser ist, sie lernt hier einen Freund fürs Leben kennen, James. Mit ihm zieht sie in eine WG und teilt seine Nöte des verdeckten Schwulseins, denn im katholischen Irland der 90erJahre ist ein Outing kaum möglich. Bei kleineren, größeren und ganz großen Katastrophen sind die beiden immer füreinander da und das ist wirklich sehr toll beschrieben. Manchmal schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen und denkt, das kann kein gutes Ende nehmen.Zu schön, den beiden z.b zuzuschauen ,wie sie einen Plan für Rachel entwickeln, um ihren Prof zu verführen, eine Episode mit unerwartetem Ausgang. Doch trotz allem scheint in der Geschichte sowohl über Rachel, als auch über James ein Schutzengel zu wachen, und das erschien mir gar nicht mal so unglaubwürdig. Auch wenn ihre Wege irgendwann auseinanderdriften, wie das zwangsläufig beim Erwachsenwerden geschieht, hält ihre Freundschaft dem stand , was ich großartig fand. Witzigerweise ( und das ist ein gutes Beispiel für den Humor der Autorin), hieß Rachel‘s Freund dann übrigens auch James, aber einen James hatte sie ja schon. Deshalb mußte der neue James sich dann zwangsläufig damit abfinden von ihr mit dem Nachnamen angesprochen zu werden, Carey. Ich mochte diese wunderbare irische Geschichte über das Erwachsenwerden und eine lebenslange außergewöhnliche Freundschaft sehr und habe mich mit dem humorvollen Schreibstil und den sympathischen Charakteren rundum wohlgefühlt. Mir lag das Buch als Hörbuch vor, welches hervorragend vertont wurde von Nora Schulte.

4

Authentisch

Ich habe eine Weile gebraucht, um in die Story reinzukommen. Aber dann wurde sie richtig gut! Ein gelungener Coming-of-Age-Roman, in dem es um Selbstfindung, berufliche und sexuelle Orientierung, vor allem aber um Freundschaft geht und wie sie fortbesteht trotz oder eben wegen der Hürden und Rückschläge, die das Leben so für jeden Menschen bereithält. Wir bekommen auch einen sehr authentischen Einblick in das irische Leben und die Finanzkrise in den 2000er-Jahren. Anfangs konnte ich mit den Charakteren nicht so richtig warmwerden, aber je mehr Zeit ich mit ihnen beim Lesen verbracht habe, desto mehr wuchsen sie mir ans Herz. Denn sie sind fehlerbehaftet und unperfekt, eben wie echte, einfache Menschen und dadurch so unglaublich nahbar. Es ist kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Aber es lohnt sich trotzdem allemal und die Lesezeit ist gut investiert ☺️

4

Gute Coming of Age Geschichte

Rachel und James werden erwachsen. Ich bin beiden gerne in ihrem Gefühlschaos gefolgt. Auch gab es für mich einen guten Einblick in ein Irland in der Krise und dem dortigen Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen. Schöne Geschichte.

3

Das Buch wurde so oft empfohlen aber

Mir hat es dann irgendwie an viel gefehlt. Der Sprachstil war nicht meins, passiert ist oft wenig aber trotzdem konnte ich es ganz gut und schnell lesen. War aber auch ein paarmal kurz davor abzubrechen.

4

Coming of Age vor dem Hintergrund der irischen Finanzkrise

Bei Rachel & James ist es platonische Liebe auf den ersten Blick. Die beiden werden schnell beste Freund:innen, ziehen noch schneller zusammen und begleiten sich ab dann durch die jeweiligen Hochs und Tiefs ihrer Leben. Wenngleich die - mal mehr, mal weniger intakten - Liebesbeziehungen der beiden sich durch den ganzen Roman spannen, steht die Freundschaft der beiden und ihre individuelle Entwicklung im Fokus. Durch ihren chronische Geldmangel, den wirtschaftlichen Abstieg der Eltern und die irische Abtreibungsdebatte fügt sich die Geschichte gut in die reale politische Situation Irlands ein. Ich mochte die Vielseitigkeit des Romans und den breit gespannten Erzählbogen, der am Ende alle Fäden schlüssig zusammenführt. Es ist kein Pageturner, doch ich habe die Entwicklung der beiden gerne verfolgt.

4

Eine starke Geschichte über Freundschaft, Loyalität, Vertrauen und Fehler. Und wie es ist, während der Krise in Irland zu leben.

Eine wirklich starke und charakterezentrierte Geschichte. Rachel ist eine starke Protagonistin die wir hier begleiten. Die Themen Freundschaft, Vertrauen, Beziehungen und was es heißt Fehler zu machen und daraus zu lernen. Eine Geschichte, die einfach nur schnell gehört wird und weg ist sie, sondern einfach mehr ist. Schade ist nur, dass mich manchmal die Zeitsprünge aus dem Takt gebracht haben. Fazit: Ein tolles Werk. Lest und liebt es bitte.

5

Mein erstes Jahreshighlight!

Komischerweisen fing ich „die Sache mit Rachel“ mit nicht sehr hohen Erwartungen an zu lesen. Warum genau, kann ich ehrlicherweise nicht mal genau sagen. Aber ich wurde wieder einmal positiv überrascht! Mir hat an diesem Buch so gut wie alles gefallen, angefangen vom Schreibstil, über Rachel selbst, bis hin zum Ende. Ich musste lachen, litt mit Rachel mit und schämte mich fremd. Es hat mich absolut überzeugt! Ich konnte mich an vielen Stellen selbst mit Anfang 20 wiedererkennen, wobei ich auch betonen muss, dass ich Rachel einfach mochte. Bis jetzt mein persönliches Jahreshighlight 2025!

Mein erstes Jahreshighlight!
4

Toll geschrieben!

Hat mir gut gefallen. Eine Geschichte aus dem Leben einer jungen Frau, die es gegeben haben mag oder auch nicht.

4

Eine fesselnde Coming-of-age Geschichte, die für gute Unterhaltung sorgt! Wir begleiten Rachel, während sie ihre letzten Jahre vom Studium an aufwärts Revue passieren lässt. Ich hab’s sehr gerne gehört, aufgrund der angenehmen und lockeren Sprache. Allerdings gelang es mir nicht einen emotionalen Zugang zur Protagonistin aufzubauen.

3.5

Die Story hat wirklich stark angefange. In der zweiten Hälfte hat sie mich dann etwas verloren und das Ende hatte mir zuviele offene Fragen. Ich hatte mit etwas mehr erhofft.

Die Story hat wirklich stark angefange. In der zweiten Hälfte hat sie mich dann etwas verloren und das Ende hatte mir zuviele offene Fragen. Ich hatte mit etwas mehr erhofft.
4.5

„everyone I love is called James now“

This book has so many flips and turns that you never know what happens next AND I LOVED IT. It starts very normal college best friends that live together, but Oh My… The story just gets more twisted and it is all about the consequences of living lies. But the little romance plot that is also subsequently happening is sooooooo perfect. I went full baby hawk when I read those last chapters. JAMES JAMES JAMES this book should have been the James Incident but oh was it a rollercoaster finding out why it isn’t. And that was incredible.

3.5

Gute Ideen, aber nicht unter einem Hut gebracht.

Die Autorin hat viele Ideen, kann gut schreiben, aber konnte die verschiedenen Ideen nicht in eine stringente Story verpacken. Da war zum einen der historische Hintergrund, da war ganz viel Drama, Vorurteile, Klischees, Feminismus und einige Aspekte davon waren interessant und habe ich interessiert verfolgt, aber für mich verliert sich die Story am Ende hinter allen Themen ein bisschen und man bleibt etwas ratlos und unbefriedigt zurück. Am Ende kann es passieren, dass man zwar eine gut geschriebene und konstruierte Geschichte gelesen hat, aber etwas teilnahmslos das Ende liest und feststellt, dass zu keinem Charakter eine Bindung entstanden ist. Da ist viel Potenzial verschenkt worden und viele gute Ideen verpufft worden meiner Meinung nach.

4

Coming-of-Age in Irland 🇮🇪 📖 🌈

Die mittlerweile Anfang 30 jährige Rachel blickt zurück auf ihre ziemlich wilde Studienzeit: Kaum Geld, jobbend im Bücherladen, Drogen, verliebt sein, Herzschmerz und vor allem eine ganz innige Beziehung zu ihrem schwulen besten Freund und Mitbewohner. Die Geschichte ist turbulent, ziemlich roh mit vielen extremen Emotionen und Situationen. Mir hat das Buch auf jeden Fall Spaß gemacht, aber es gab schon Romane, wo ich mehr mit den Protagonisten mitfühlen konnte.

5

Ich fand den Schreibstil herrlich erfrischend und humorvoll, hab das Buch super gerne gelesen. Rachel war mir durchaus sympathisch, James dagegen ein bisschen zu charmant und lieb.

Ich fand den Schreibstil herrlich erfrischend und humorvoll, hab das Buch super gerne gelesen. Rachel war mir durchaus sympathisch, James dagegen ein bisschen zu charmant und lieb.
2.5

Ich hab zu der Geschichte von Rachel keinen Zugang gefunden und bis zum Ende auf einen AHA-Moment gewartet. Ich hätte mir gewünscht, dass die wichtigen Themen mehr vertieft und reflektiert werden. Für mich war die Geschichte sehr zäh…

3.5

In einem großen Rückblick wird erzählt, wie Rachel, das irische College-Mädchen mit 20 ihren neuen besten Freund trifft. Wie sie sich verändert, James Welt in sich aufnimmt, sich anpasst (manchmal hat sich das gar nicht so gesund angehört) und ihm vielleicht auch ein bisschen hilft, sich zu outen. Da ist noch Rachels College Professor, der keine kleine Rolle spielt und Carey, den ersten Mann, den sie liebt. Rachel ist anfangs planlos, antriebslos, ständig betrunkene oder bekifft und schafft es nicht mal ihre Abschlussarbeiten rechtzeitig abzugeben. Das war für mich sehr mühselig zu lesen mit meinen Ende 30 und obwohl das Buch wirklich gut geschrieben war, hatte ich mit der Story so meine Probleme. Ich fand die Freundschaftsbeziehung recht anstrengend, diese Co-Abhängigkeit und das Versteifen auf eine Person. Nicht immer sind sie nett zueinander oder ehrlich, was ich eigentlich erwartet hätte. Als Ire ist man anscheinend oft betrunken, Rachel als Mensch war mir oft unsympathisch, weil sie aber auch noch sehr unrational handelt. Mit Anfang 20 hätte ich dieses Buch wahrscheinlich anders wahrgenommen, aber auch die Zukunfts-Rachel als Erzählerin reflektiert nochmal sehr viel und heißt nicht mehr alles gut, wie eine jüngere Version agiert hat und das gehört wohl bei allen zum Erwachsen werden dazu. Mich persönlich hätte mehr die Geschichte von der Jetzt-Rachel interessiert mit kurzen Rückblenden. Stattdessen war es eine große Rückblende, in der man nur erfährt, dass sie in der Gegenwart Journalistin ist und schwanger. Das letzte Viertel war dann doch nochmal recht spannend, aber für mich war einfach der Weg dahin zu lange und unspektakulär. Hat es sich am Ende gelohnt? Ich würde sagen ja, aber ich hätte mir den Anfangs-/Mittelteil sehr viel zügiger gewünscht.

4.5

Das Buch hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die Erzählweise von "Die Sache mit Rachel" hat mich regelrecht für sich eingenommen. Diese Coming of Age Geschichte hatte alles, was man sich nur wünscht: Partynächte, Unizeiten, tiefe Freundschaften, große Verzweiflung, Ängste, gebrochene Herzen und eine perfekte Prise an Drama. Das Leben von Rachel zu verfolgen, die in den frühen 2000er Jahren in Cork ihr Studium aufnimmt, hat mich wirklich begeistert. Was zunächst irgendwie langweilig oder abgedroschen klingt, mündet in eine spannende Erzählung um das Erwachsenwerden, sich selbst verlieren und sich dann auch wieder finden.. Für mich war Rachel nicht gerade eine sympathische Protagonistin, sondern jemand der in all seinen Grauschattierungen durchs Leben geht. Sie wirkte die ganze Zeit über echt, wenn auch nicht immer nahbar. Manchmal konnte ich gar nicht nachvollziehen, was in ihr vor ging und dennoch konnte ich das Buch nicht weglegen. Es gab zwar im Buch keine großartigen Überraschungen für mich, dennoch habe ich die Handlung so sehr genossen. Alles ist so dicht und authentisch erzählt, man glaubt jedes Wort und will Teil dieser Welt sein, gleichzeitig aber auch wieder nicht. Denn wenn ich ehrlich bin, wäre es mir definitiv zu viel Drama gewesen.. auch wenn nichts davon irgendwie aufgebauscht oder übertrieben gewirkt hat. Das Ende fand ich super gelöst auch wenn ich jetzt doch etwas traurig bin, dass es nun beendet ist.

4

Als wären sie meine Freund:innen und irgendwie auch nicht

Die Geschichte von Rachel und James ist eine Millennial-Coming-of-Age-Story – gleichzeitig ganz nah und doch irgendwie weit entfernt. Die Handlung fühlt sich unglaublich relatable an, weil sie dieses Gefühl der frühen Zwanziger so gut einfängt: ständig auf der Suche nach sich selbst und nach etwas Größerem zu sein. Man versucht reflektiert zu handeln, ist unsicher, möchte keine Fehler machen – und gleichzeitig am liebsten alle Fehler der Welt machen („do it for the plot“). Man stürzt sich mit grenzenloser Leidenschaft in Situationen, die vielleicht unglücklich enden, aber trotzdem für immer ein Teil der eigenen Geschichte bleiben. Und doch bleibt Rachel und James’ Welt für mich auch fremd. Ich hatte nie so eine intensive, fast zu enge Freundschaft und auch nicht diesen Erfolg mit den großen künstlerischen Ideen, die man Anfang 20 oft von sich selbst hat. Gerade diese Mischung macht die Geschichte für mich so stark: Vieles fühlt sich sehr nahbar an, anderes wiederum überhaupt nicht. Auch die Figuren bewegen sich genau in diesem Spannungsfeld. Sie sind nicht übermäßig liebevoll und nicht immer sympathisch, aber unglaublich humorvoll und vor allem fürsorglich geschrieben.

4.5

Dieser Roman hat mich sofort gepackt: sympathische Charaktere, Campus-Atmosphäre, Freundschaft und erste Liebe. Und das in Irland während der Rezession 2010. Das Buch liest sich leicht, ohne seicht zu sein. Ganz im Gegenteil. Klare Leseempfehlung!

5

Grandios! Sehr angenehmer Schreibstil, man fliegt nur so durch die Seiten. James und Rachel sind so greifbar beschrieben, dass man das Gefühl hat, man ist direkt dabei. Man erlebt jede Stimmung der Protagonisten aus nächster Nähe, fiebert mit, verdrueckt ein Tränchen, wird wütend. Die Story ist vielleicht nicht die Neuerfindung des Rads, aber der emotionale Schreibstil hält einen total gefangen. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Unsicherheit, finanziellen Nöten, Erwachsenwerden und vielem mehr. Sehr zu empfehlen!

3.5

War ganz nett, aber konnte mich nicht vollends überzeugen. Die Charaktere waren interessant und gut ausgearbeitet, es fehlte mir aber an Plot.

2.5

Ganz nett, aber viele Längen. Mir persönlich hat die Geschichte auch nichts vermittelt. Kann man mal lesen, man kann’s aber auch lassen

5

Es fällt mir wirklich schwer, die genauen Punkte zu benennen, weshalb ich den Roman einfach großartig fand. Wahrscheinlich war es das Gesamtpaket. Die Geschichte war fantastisch. Rachel erzählt rückblickend von ihrer Zeit als Studentin in Cork. Damals lernte sie James kennen und zog kurzerhand mit ihm in ein heruntergekommenes Haus, schwärmte für einen Dozenten und versuchte sich mit Aushilfsjobs über Wasser zu halten. Die Freundschaft zwischen Rachel und James wirkte sehr vertraut, loyal und unkonventionell, wobei Rachel James auf ein Podest stellte, zu dem man als Leser*in kaum Zugang erlangte. Auch die Schwärmereien für ihren Dozenten blieben nicht fruchtlos; jedoch nicht auf eine Art, wie sie Rachel sich erhofft hatte. Rachel teilt mit den Leser*innen viele ihrer Gedanken aus ihrer Studienzeit, was sehr intim und ehrlich wirkt, und reflektiert vieles. Auch ihre Sorgen, geschuldet der Rezession um 2010 in Irland, werden von ihr nicht beschönigt. Sorgen, die zunehmen, als sie ihren Job verliert, schwanger wird und sich im katholischen Irland mit dem Thema Abtreibung beschäftigen muss. Eins fand ich währenddessen besonders schön: Egal, ob kleine oder große Krisen, die Freundschaft mit James überstand im Laufe der Zeit alles. Ich kann »Die Sache mit Rachel« sehr empfehlen. Viele lebensnahe Themen werden miteinander kombiniert und oft mit einem Augenzwinkern und einer Prise Fröhlichkeit verwoben. Man begleitet in diesem Coming-of-Age-Roman Rachel bei der Suche nach ihrem Platz im Leben und erfährt nebenbei vieles über die Hintergründe, die Irland 2010 sehr bewegt haben.

Post image
4

Loved it!

This book is not a love story. It is a story about friendship, fucking up and growing up in your twenties. And it spreads hope that no matter how many mistakes you make, your life doesn't end at 22.

4.5

hab’s komplett geliebt. tolle story und tolle charakteren! es hat sich angefühlt als wäre das buch auf wahren begebenheiten geschrieben.

5

Ein wunderbares Buch über‘s Jungsein

Ich habe mich sehr auf diesen Coming of Age-Roman gefreut und bin enthusiastisch reingegangen. Von Seite 1 an war ich dann drin und konnte nicht mehr aufhören! Das passiert mir nicht mit vielen Büchern. Ob es nun Thematik oder der Schreibstil der Autorin war, vermag ich nicht zu beurteilen. Rachel ist eine junge Frau, mit derer Gedanken ich mich (bei weitem nicht immer!) identifizieren konnte. Dieses Buch zu lesen ist, wie nochmal in seinen Zwanzigern zu sein. So fühlte sich das an. Klare Leseempfehlung von mir :)

4

Eine schöne Geschichte. Die Handlung war zwar nichts besonderes, aber sehr unterhaltsam. Was ich jedoch besonders an der Geschichte fande, war der Schreib- und Erzählstil. In dem Buch erzählt Rachel, aus der Zukunft, ihre Lebensgeschichte. Es hat sich so echt angefüllt, als würde mir eine Freundin ihre Erlebnisse erzählen. Dies hat mir sehr sehr gut gefallen, es hat der Geschichte einen richtigen Wohlfühlcharakter geben. Mochte es sehr gerne.

4

Sehr unterhaltsam

Eine Mischung aus Coming-of-Age, Drama und Romance. Viel spannender als erwartet! Habe es als Hörbuch gehört und kann es nur weiterempfehlen für lange Zugfahrten und freie Abende.

1

"Die Sache mit Rachel" wird von Rachel selbst erzählt. Mittlerweile ist sie Anfang 30 und lebt in London als Journalistin. Von dort blickt sie auf ihr Leben als Anfang -20jährige im irischen Cork zurück. Es geht um das Erwachsenwerden, ihr Literaturstudium und um Beziehungen aller Art, auch sexueller. Von Anfang fremdelte ich mit dem Buch. Die Sprache war mir zu vulgär, der Schreibstil zu sprunghaft. Die Akteure des Romans blieben mir fremd und auch die Handlung hat mich nicht mitgenommen. James nervt mit seiner totalen Überdrehtheit. Er bezeichnet sich als queer, weil er sich nicht traut, im konservativen Cork seine Vorliebe für das männliche Geschlecht auszuleben. Rachel denkt bei ihrem ersten Besuch im Büro ihres Professors nur darüber nach, wie sie ihn "ficken" könnte. Auch die Anbahnung der Freundschaft zwischen Rachel und James lässt mich nur staunen: Erst James' alberne Annäherungsversuche im Buchladen in Kleinkind-Manier, dann das völlig unmotivierte Zusammenziehen der beiden. Das kann jch nicht ernst nehmen. Irgendwann lernt Rachel den älteren James den zweiten kennen, den sie - um Verwechslungen vorzubeugen - nur beim Nachnamen Carey nennt. Mit ihm hat sie unvermittelt auf dem Küchentisch (natürlich) den besten Sex ihres Lebens. Als Rachel dann ausplauderte, dass sie beide "schmutzig, pervers und unhygienisch" waren und das mit Details untermalte, reichte es mir. Wieder mal ein hochgelobtes Buch, das ich nicht bis zum Ende ertragen konnte: Nach etwa einem Viertel war Schluss!

4.5

Ich liebe die Geschichten über echte Menschen mit moralisch grauen Entscheidungen und verqueren messy Lebensläufen.

4

Am Anfang fiel es mir schwer reinzukommen, aber dann hat es mich gepackt. Finde die Freundschaft von Rachel und James sehr interessant und teils auch das Abhängigkeitsverhältnis sehr fragwürdig, wer ist von wem abhängig?

4

Auch wenn mir ein emotionaler Zugang zu Rachel verwehrt blieb, überzeugt die authentische Sprache und der inhaltliche Kontext!

4.5

„Sex and the City“ in Buchform

Im Zentrum des Romans steht die Freundschaft und WG von Rachel, die sich nach der Trennung von ihrem Langzeitfreund eine Affäre mit ihrem Literaturprofessor wünscht, und ihrem schwulen besten Freund James, der mit seiner mangelnden (Schul-)Bildung und seinem Coming-out hadert. Hintergrund der „Will & Grace“-mäßigen Freundschaft und der Liebesgeschichte(n) bildet das Irland der 2010er Jahre mit seinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und des Abtreibungsverbot. Für mich ist „Die Sache mit Rachel“ ein Roman über die Unsicherheiten mit Anfang 20: Man sucht die Unabhängigkeit (vom Elternhaus), braucht aber dennoch einen sicheren Ort, an dem man sich geborgen fühlt und sich einfach geben kann, wie man ist. Dieser Ort sind Rachel und James füreinander abseits all der beruflichen und privaten Unsicherheiten und ihrer Angst vor Ablehnung. Das Buch hat mir keine Identifikationsfiguren geboten und ich weiß auch gar nicht, ob ich überhaupt einen der Protagonisten wirklich mochte, aber Caroline O‘ Donoghue schildert Rachels struggle mit dem Leben und sich selbst und die unterschiedlichen (Liebes-)Beziehungen so realistisch, dass man sich dem nicht entziehen kann. Ich habe das Buch sehr gemocht und mich extrem gut unterhalten gefühlt. Cooles Buch für warme Sommertage.

5

Die Suche nach sich selbst 🤍

3

Ménage à trois? „Das kann ich dir nicht erzählen. Es ist nicht meine Geschichte.“ (S. 391) Beinahe hätte es diese Rezension nicht gegeben, denn ich habe mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen. Caroline O’Donoghue verlangt ihren LeserInnen viel ab. Die Sprache ist roh, manchmal regelrecht vulgär und auch die beschriebenen Szenen (Oralsex mitten am Tag auf einer öffentlichen Straße) waren zum Teil grenzwertig. Zudem wählt sie eine ungewöhnliche Erzählweise: Rachel scheibt rückblickend in aneinandergereihten Episoden auf, was sie 2009 – 2011 als Studentin in Irland erlebt hat. Damals lernte sie in dem Buchladen, indem sie arbeitete, James kennen. Er ist schamlos, lästert über alles und jeden – und hat meist recht. Und er will sie als Mitbewohnerin, weil er sich alleine keine Wohnung leisten kann. Auch zusammen reicht es nur für eine versiffte Bruchbude, in die sie heutzutage keinen Fuß mehr setzen würden. Aber sie waren jung, pleite und eh viel unterwegs. Als James mitbekommt, dass sie in einen ihrer Professoren verliebt ist, organisieren sie eine Lesung für ihn mit dem Ziel, dass Rachel ihn danach verführt. Doch es kommt anders. Ich dachte aufgrund des Klappentextes, dass es um eine Beziehung / Affäre Rachels mit ihrem Professor geht, aber stattdessen steht ihre Freundschaft mit James im Mittelpunkt. Der hat eine große Klappe und viele Ängste, weil er im katholischen Irland nicht zu seiner Sexualität stehen kann bzw. will. Doch als der Konten dann endlich platzt, ist sein Leben wie ein Rausch. Er verbringt nie zwei Nächte mit dem gleichen Mann – bis auf eine Ausnahme. Rachel hingegen lernt bald Carey kennen, dessen animalische, dreckige Art sie anmacht – weil sie sich in ihm wiedererkennt. Und obwohl diese Beziehung alles andere als gesund ist, hält sie lange daran fest. Trotzdem wirken nach außen James und Rachel wie ein Paar, das nichts zwischen sich kommen lässt. Alle Hochs und Tiefs werden gemeinsam verarbeitet, eventuelle Partner bleiben dann außen vor. Und auch wenn Rachels moralischer Kompass auf keine Fall meinem entspricht, konnte ich sie verstehen und ihre Beweggründe nachvollziehen bzw. fand diese gerechtfertigt, als sie eine Chance nutzt und zum Schaden von jemand anderem weiterkommt. Aber nicht nur mit ihrem Schreibstil, auch mit den Themen polarisiert die Autorin sicherlich. So kaufen Rachel und James lieber synthetische Drogen (weil die billig sind) als Essen und schnorren bzw. klauen regelmäßig Alkohol und Kippen. Zudem geht es beim Thema Irland natürlich auch Religion und Abtreibung, um die Wirtschaftskrise und Trost- und Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung, verschleierte Selbstmorde und die Abwanderung der Jüngeren nach Großbritannien oder Amerika.

Post image
4.5

Toller Coming of age Roman

Ein Roman über das Erwachsenwerden mit all seinen Hürden und Schwierigkeiten. Die 30jährige Rachel blickt zurück auf die letzten Jahre, geprägt von Studium, jobben und Wohnungssuche. Rachel und James sind die besten Freunde, sie teilen alles miteinander und sind immer füreinander da. Sie begleiten den anderen bei Liebeskummer, Jobsuche , Geldnöten und auf der Suche nach sich selbst. Sie sind jung, anstrengend, trotzig und machen nicht alles richtig. Nach und nach lernen sie Verantwortung für sich zu übernehmen, entfernen sich voneinander und fangen an zu lernen was für sie im einzelnen wichtig ist im Leben. Ein toller Coming-of-age Roman, emotional, direkt und authentisch. Die Freundschaft zwischen Rachel und James steht hier im Vordergrund und wurde wunderbar einfühlsam beschrieben. Toll eingefangen wurde hier auch die Atmosphäre in Irland in den Nullerjahren. Ich mochte hier auch sehr gern die Darstellung der Finanzkrise mit all seinen gesellschaftlichen Auswirkungen. Das gibt dem Roman für mich durch diese Einblicke auch noch ein besonderes Extra. Ein toller Roman, bekommt ne Leseempfehlung.

2.5

DIE SACHE MIT RACHEL Caroline O’Donoghue Die schwangere 31-jährige Ich-Erzählerin Rachel lässt ihre Studienjahre Revue passieren: Rachel Murray aus Cork, Anglistik Studentin, lernt in ihrer Jobtätigkeit in einem Buchladen den homosexuellen James Devlin kennen. Schnell werden sie beste Freunde und mieten gemeinsam ein Haus. Seit einiger Zeit ist Rachel in ihren Englischprofessor Dr. Byrne verliebt und will unbedingt mit ihm schlafen. Dieser ist wiederum mit einer ehemaligen Masterstudentin verheiratet und widersteht ihren ersten Avancen geflissentlich. James weiß von Rachels Schwärmerei und will sie unterstützen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan und organisieren in dem Buchladen eine Lesung für Dr. Byrne, der kürzlich sein neuestes Buch veröffentlicht hat. Der Plan ist, dass der Doktor nach seiner Buchbesprechung länger bleiben soll und Rachel ihn dort verführen kann. Doch wie es so im Leben ist, kommt es am Ende ganz anders. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Rachel blieb für mich farblos, ohne Gesicht, Ecken und Kanten. Ihre Liebe für den unattraktiven Doktor konnte ich nicht nachempfinden und auch James, der nur mit einstudierten Floskeln daherkam, konnte mich nicht mal mit seinen Sexgeschichten beeindrucken. Des Weiteren drehte sich die Handlung irgendwie im Kreis: Wer mit wem schlief, welche Drogen sie rauchten und wann die dreckigen Laken von wem im Flur lagen. Schade, ich hätte gerne einmal wieder eine spannende Coming of Age-Geschichte gelesen, zumal ja auch wichtige Themen wie die große Rezession in Irland angesprochen wurden. Der Schreibstil ist leicht und locker, dennoch konnte er mich nicht packen. 2½ / 5

Post image
4

Ich hab alles daran geliebt

Ich kann es nicht in Worte fassen nur so viel sei gesagt ich mochte es so sehr das ich die letzten 15% erst nicht lesen wollte weil ich nicht wollte das es vorbei ist.

4.5

Charaktere wie alte Bekannte, auf die man sich jeden Abend freut. Großes Chaos, heikles Thema. Gelungen, bissig & scharfsinnig!

3.5

»Ich [Rachel] hatte einen Ozean voller Probleme geschaffen, in dem James der Navigator war, weil er der Einzige war, der von meiner Schwärmerei für Dr. Byrne wusste« (S. 84). Rachel arbeitet während ihres Studiums in einer Buchhandlung, die kurz vor Jahresende im Jahre 2009 auch James einstellt. Er soll das Team als Aushilfe während des Weihnachtsgeschäfts unterstützen. Aus dem kollegialen Verhältnis der beiden entsteht schnell eine innige Freundschaft. Rachel und James beschließen, sich eine Wohnung zu teilen und sind von nun an unzertrennlich, hängen gemeinsam ab und erzählen sich ungefiltert alles. So erfährt James auch, dass sich Rachel in ihren Literaturprofessor Dr. Byrne verguckt hat. Das Duo tüftelt direkt an einem Plan, wie Rachel ihrem Crush näher kommen kann. Es kommt natürlich anders als geplant und die Freundschaft der beiden wird nicht nur einmal auf die Probe gestellt … Die Geschichte rund um Rachel Murray, James Devlin und Dr. Fred Byrne spielt, wie bereits erwähnt, im Jahre 2009, erzählt wird sie jedoch 21 Jahre später aus der Sicht von Rachel. Durch die retrospektive Erzählweise entsteht ein besonderer Spannungsbogen und der Erzählstil erinnert mich an einen lockeren Plauderton einer Freundin, die mir eine Story von früher erzählt. Der Schreibstil gefällt mir demnach sehr gut. Mit den Figuren werde ich allerdings nicht so warm wie erhofft, vor allem Rachel macht es mir schwer und ihre Dynamik, die sich durch die Freundschaft mit James entwickelt. Ich hänge zwar an ihrer Erzählstimme und verfolge aufmerksam was passiert und bin neugierig, wie das Buch endet. Gleichzeitig möchte ich mich auf eine Art dem Strudel entziehen – dieser Freundschaft zwischen ihr und James, die an vielen Stellen toxische Auswüchse hat und nicht auf Augenhöhe stattfindet. Es ist teils schon fast deprimierend, wie die Figuren miteinander umgehen. »Wir laugten uns gegenseitig aus« (S. 314). Geschickt baut die Autorin Caroline O’Donoghue feministische Themen in den Plot ein, ohne diese zu sehr in der Vordergrund zu rücken oder die leichte Stimmung der Geschichte durch leise Systemkritik zu ruinieren. Außerdem ist die Freundschaft zwischen Rachel und James von Klassenunterschieden geprägt. Diese Unterschiede im Aufwachsen und persönlichen Sein bringt Caroline O’Donoghue ebenfalls gekonnt ein und erweitert die Geschichte damit um eine weitere Dimension. Während Rachel mit ihren zwei Brüdern in einem behüteten Elternhaus aufwächst, versucht James’ alleinerziehende Mutter sich und ihre drei Kinder finanziell über Wasser zu halten. James Vater war drogenabhängig und saß im Gefängnis. »Ich war ungewöhnlich untalentiert, was Haushaltsdinge betraf, weil meine Mutter uns vollkommen verwöhnt hatte, ohne dass uns das aufgefallen wäre. […] Zu meiner Verteidigung muss ich anmerken, dass James weitaus mehr Erfahrung hatte« (S. 66). »Die Sache mit Rachel« bietet eine abwechslungsreiche Coming-of-Age-Geschichte, die sich den Titel modernen Unterhaltungsliteratur wahrlich verdient hat. Wer ein leichtes und gleichzeitig doch stimmungsgeladenes Buch sucht, ist hiermit bestens bedient.

Post image
Create Post