Ein schönes Buch..aber es hätte besser sein können
‼️SPOILER‼️
Das Buch fande ich an sich sehr sehr schön. Ich liebe dieses Genre sehr. Ich mochte den Schreibstil. Auch das man zwischen den Zeilen lesen musste. Ich mochte das. Ich schwankte ständig mit meiner Bewertung.
Der Selbstmord von Romain, fande ich so eine gute berührende Idee.
Aber irgendwie passierte gegen Ende schon fast zu viel. Es wurde dann aber trotzdem irgendwie gut gerettet.
Und dann kam das wirkliche ,,Ende“ und an sich finde ich die Idee, dass sie von Romain dann schwanger wurde schon schön.
Aber ich hab mit einer Sache ein Riesen großes Problem: Und zwar wenn Frauen Kinder als Ihre Rettung sehen (oder Partner). Ich finde das schrecklich und irgendwie auch ecklig. Es löst etwas ganz ganz schlechtes in mir aus.
In diesem Buch werden sooo viele Themen behandelt und irgendwie finde ich, dass dieses Ende nicht wirklich dazu passt.
Diese Frau ist extrem kaputt im Kopf und entscheidet sich dann für ein Kind. Und setzt dann ihr ganzes Leben auf ein Kind. Kinder leiden sehr oft unter solchen Umständen. Ich könnte jetzt viele Beispiele nennen aber das würde den Ramen sprengen.
Ich hoffe das der Punkt verstanden wird. Ohne dieses Ende wäre es wahrscheinlich ein Highlight geworden..
Sommerliches Setting für den Gedanken was aus der Jugend könnte sich wie auswirken im Erwachsenenleben.
Das Thema,was aus meiner Sicht die ganze Zeit über der Erzählung schwebt, sind unbehandelte psychische Probleme und Traumata und wie diese sich auf das eigene Leben und das seiner Mitmenschen auswirken können. Therapien wäre an vielen Stellen im Buch angebracht gewesen.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt, einmal die Perspektive der Protagonistin in der Gegenwart und einmal in ihrer Jugend. Beide Perspektiven bilden einen Sommer der Hauptfigur ab.
Die Perspektive der Gegenwart war mir etwas näher, wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund des Alters. Es war spannend zu lesen was die Hauptfigur geprägt hat und wo es in der Gegenwart hingeführt hat. Ich hatte viele Vermutungen, von denen sich nur manche bestätigt haben. Ich wurde also durchaus überrascht.
Zur Handlung möchte ich aber nicht viel sagen, weil die Reise mit der Protagonistin, aus meiner Sicht, die Hauptattraktion der Geschichte ist. Ich hoffe ehrlicherweise, dass die meisten schönere Erfahrungen in dem Alter gesammelt haben.
Die Hauptfigur war mir weder sympathisch noch unsympathisch, man hat sie aber im Laufe der Erzählung immer besser verstanden. Die Geschehnisse sind zwar durchaus heftig, aber nicht vollkommen übertrieben, was das Buch noch realistisch erscheinen lässt. Und wenn man in die Nachrichten schaut sind viele Dinge aus der Handlung absolut realitätsnah, leider.
Die Idee und das Setting fand ich gut für die Geschichte, allerdings wäre aus meiner Sicht nich etwas mehr drin gewesen.
Beide Perspektiven bekommen einen Knall am Ende, wobei mir einer davon schon fast zu extrem war. Allerdings wird dadurch ein zentraler Punkt auch nochmal verdeutlicht, also kann ich die Entscheidung der Autorin auch nachvollziehen.
Ich gebe zu dass ich ohne das tolle Cover wahrscheinlich nicht zu dem Buch gegriffen hätte, aber ich habe es definitiv nicht bereut. Es hat mich zum Nachdenken angeregt, was ich aus meiner Jugend in mein jetziges Leben mitgenommen habe und das in einem angenehmen sommerlichen Setting. Das Ende war mir teilweise etwas zu krass, aber es hat mich definitiv überrascht, vielleicht macht ihr euch ja selber ein Bild davon :)
Ich bin ohne Vorwissen an Furye rangegangen und hatte wegen Cover und Stimmung ehrlich gesagt eher einen leichten Coming-of-Age-Roman erwartet. Stattdessen war das Buch für mich ziemlich düster, schwer und emotional belastend.
Vor allem am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Durch die vielen Zeitsprünge wusste ich oft nicht genau, wo man sich gerade in der Handlung befindet, wodurch alles teilweise sehr wirr und schwer greifbar auf mich wirkte. Auch zu den Figuren konnte ich lange keine richtige Verbindung aufbauen, weshalb mich die Geschichte emotional trotz der intensiven Themen oft auf Distanz gehalten hat.
Der Schreibstil ist dabei trotzdem wirklich besonders: sehr lyrisch und atmosphärisch, gleichzeitig aber direkt und hart. Sprachlich fand ich das Buch stark, auch wenn es das Lesen nicht unbedingt leichter gemacht hat.
Was mich allerdings wirklich mitgenommen hat, war die toxische Dynamik zwischen ihr und Roman. Einige Situationen waren emotional sehr schwer auszuhalten und haben bei mir auch persönlich etwas ausgelöst. Gerade dadurch war das Buch stellenweise ziemlich belastend zu lesen.
Irritierend fand ich außerdem, dass Titel und Cover für mich etwas komplett anderes vermittelt haben. Ich hatte erwartet, dass die Freundschaften beziehungsweise die „Furien“ stärker im Mittelpunkt stehen würden, stattdessen ging es für mich vor allem um diese zerstörerische Beziehung.
Insgesamt definitiv ein Buch, das nachhallt und emotional etwas auslöst – für mich aber gleichzeitig zu distanziert und schwer greifbar, um wirklich eine tiefe Verbindung zur Geschichte aufzubauen.
Furye ist ein ungewöhnlicher Roman, der weniger durch eine klare Handlung als durch seine intensive, oft verstörende Atmosphäre wirkt. Die Geschichte folgt keiner klassischen Erzählstruktur, sondern setzt stark auf Verunsicherung, Brüche und eine bewusst verschwommene Grenze zwischen Realität und Wahrnehmung. Genau das macht das Buch einerseits faszinierend, andererseits aber auch anstrengend zu lesen.
Besonders gelungen ist die Art, wie die innere Zerrissenheit der Hauptfigur auf den Leser übertragen wird. Man fühlt sich häufig genauso orientierungslos wie Furye selbst, was die zentralen Themen wie Identität, Kontrolle und Manipulation sehr eindringlich erlebbar macht. Gleichzeitig sorgt dieser Stil jedoch dafür, dass viele Passagen schwer zugänglich bleiben und man sich stellenweise fragt, ob man etwas übersehen hat oder ob die Unklarheit gewollt ist.
Insgesamt ist der Roman eher ein psychologisches und philosophisches Erlebnis als eine klassische Geschichte mit klarer Auflösung. Wer sich darauf einlässt und Freude daran hat, zwischen den Zeilen zu lesen und eigene Interpretationen zu entwickeln, kann viel aus dem Buch ziehen. Wer hingegen eine nachvollziehbare Handlung und eindeutige Antworten erwartet, wird wahrscheinlich eher frustriert zurückbleiben.
In „Furye“ erzählt Kat Eryn Rubik eine eindringliche Geschichte über Verlust, Schmerz und die Suche nach Identität. Im Zentrum steht eine Figur, die sich durch emotionale Abgründe kämpft und dabei mit inneren wie äußeren Konflikten konfrontiert wird. Die Handlung entfaltet sich intensiv und schonungslos und beleuchtet dabei Themen wie Trauma, Wut und Selbstfindung auf eine sehr direkte Art. 💥
Für mich war dieses Buch eine Geschichte, die wirklich in die Magengrube schlägt. Der Schreibstil ist literarisch stark und transportiert die Emotionen auf eine Weise, die unter die Haut geht. Ich mochte es sehr – auch wenn es mich zwischendurch traurig, aufgewühlt und sogar wütend gemacht hat. 💔 Genau diese Intensität macht das Buch aber so besonders. Es ist keine leichte Lektüre, sondern eine, die nachhallt und einen noch lange beschäftigt. 💭 Eine Geschichte, die im Kopf bleibt. ✨
Vielen Dank an den @dumontbuchverlag für das Rezensionsexemplar! 🤍
Dieses Buch empfand ich als sehr intensiv.
Viele Themen, die zum Nachdenken bringen.
Das Buch hat mich definitiv gefesselt.
Den Schreibstil fand ich auch gut. Es wird zwischen der 17 jährigen und der erwacgsenen Version der Protagonistin gewechselt.
Achtung : das Buch behandelt mehrere schwierige Themen wie Abtreibung, erfolgloser Kinderwunsch, Sucht, sexueller Missbrauch, Häusliche Gewalt, Selbstmord, Psychische Erkrankungen, Tod....
Insgesamt fand ich es schon gut. Mir gefällt die Gegenwarts- und Vergangenheitsperspektive, die zusammengewoben einen Sinnzusammenhang ergeben. Zwischendurch sind die einzelnen Abschnitte auch sehr bewegend und emotional. Allerdings würde ich insgesamt behaupten, dass mich viele Stellen sehr kalt gelassen haben. Oftmals waren Szenen meiner Meinung nach zu langatmig wo wenig gesagt wurde und andere wiederum, in denen viel gesagt wurde, dafür sehr kurz und abgefrühstückt.
Dabei viel es mir auch schwer in die Geschichte rein zu kommen, in der Mitte hat es mir dann super gut gefallen, aber das Ende wiederum fand ich eher so naja. Es wirkte auf mich, als hätte die Autorin beim Schreiben „es schnell zu Ende bringen müssen“ und es dabei noch unerwartbar zu machen - was es aber irgendwie total war, vorhersehbar.
Die namenlose Erzählerin ist eigentlich gar nicht so namenlos, denn als 17-Jährige geben sich ihre zwei Freundinnen und sie Spitznamen in Anlehnung an die Furien der griechischen Mythologie: Alec, Meg und Tess. Zuerst lernen wir „Alec“ jedoch als Erwachsene kennen, die erfolgreich als Musikmanagerin arbeitet, aber leer und ausgebrannt ist. Dann bekommt sie einen Anruf, sagt all ihre Pflichten ab und fährt zurück in die Stadt ihrer Kindheit. In zwei Zeitebenen erfährt der Leser nun einen Sommer aus der Jugend der Protagonistin, die als Kind von Migranten in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und ihre Zeit mit der reichen, aber vernachlässigten Meg und der stillen Tess verbringt, die aus einem gewalttätigen Elternhaus stammt. Das zentrale Thema ist hier der Versuch, in einer von Männern dominierten, grausamen Welt zu (über)leben. In der Gegenwart irrt „Alec“ ziellos durch die Stadt am Meer, besucht die Schauplätze ihrer Jugend und als personifizierter Gewissenbiss auch Menschen aus ihrer Jugend. Dreh- und Angelpunkt ist ihre Jugendliebe Romain, der in der Vergangenheit ihren Sommer bestimmt und in der Gegenwart von ihr besucht (oder heimgesucht) wird. Über der ganzen Erzählung hängt ein Damoklesschwert, wie in der griechischen Tragödie ist die Katastrophe vorprogrammiert, doch der Leser muss sich gedulden.
Auf der einen Seite macht es das Buch spannend. Die zwei Zeitachsen lassen sich durch die verschiedenen Schriftarten gut voneinander trennen. Allein vom Ende habe ich mehr erwartet. Zum einen war es teilweise vorhersehbar, zum anderen hätte ich mir ein furioseres und innovativeres Ende gewünscht. Gerade nachdem die Protagonistin seitenweise ziellos umherirrt, geht am Ende plötzlich alles ganz schnell und das war es dann. Ich habe das Buch gern gelesen, habe mir aber insgesamt etwas mehr erhofft.
Der Sommer der Furien – ein Roman von Wut, Wahrheit und weiblicher Selbstermächtigung
Kat Eryn Rubiks „Furye“ ist ein Buch, das sich festsetzt, nachhallt und immer wieder zurückfordert. Im Zentrum steht eine namenlose Ich-Erzählerin. Ihre Eltern (einst Lehrerin und Ingenieur) sehen sich gezwungen, ihre Qualifikationen gegen schlecht bezahlte Arbeit einzutauschen. Diese biografische Bruchlinie durchzieht den gesamten Roman: Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und sozialer Ungleichheit sind nicht bloß Hintergrund, sondern prägen jede Erfahrung der Erzählerin.
Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, die kunstvoll miteinander verwoben sind. In der Vergangenheit erleben wir die 17-jährige Protagonistin als Stipendiatin an einer Eliteschule, sie ist dabei eine Außenseiterin zwischen Privilegierten. Dort trifft sie auf Meg und Tess, zwei Mädchen aus wohlhabenden, aber zutiefst dysfunktionalen Familien. Was sie verbindet, ist weniger ihre Herkunft als ihre Verletzlichkeit und ihr Zorn. In Anlehnung an die mythologischen Furien nennen sie sich Alec, Meg und Tess und erschaffen sich damit eine eigene Identität, die wild, kompromisslos und solidarisch ist.
Dieser Sommer der Furien ist intensiv, fast fiebrig erzählt und dabei voller Grenzerfahrungen, Selbstbehauptung und erster Liebe. Mit Romain tritt eine Figur auf, die sich dem sozialen Gefüge ebenso entzieht wie Alec selbst. Er ist still, distanziert, aber von einer eigentümlichen Tiefe. Ihre Beziehung wirkt wie ein Gegenpol zur eruptiven Energie der drei Freundinnen, verläuft leise, aber nicht weniger bedeutungsvoll.
Zwanzig Jahre später kehrt Alec, inzwischen eine erfolgreiche Musikmanagerin, an den Ort ihrer Jugend zurück. Diese zweite Ebene verleiht dem Roman eine zusätzliche Reflexionstiefe: Erinnerungen werden überprüft, Verdrängtes drängt an die Oberfläche, und die Frage nach Identität stellt sich neu. Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie Rubik zeigt, dass Erfolg nicht zwangsläufig Versöhnung bedeutet und dass Vergangenheit nicht vergeht, sondern sich verwandelt.
Was diesen Roman so außergewöhnlich macht, ist seine Sprache, die kraftvoll, manchmal roh, dann wieder von beinahe poetischer Präzision ist. Viele Passagen verlangen geradezu danach, ein zweites Mal gelesen zu werden, weil sie so scharf beobachtet und zugleich emotional aufgeladen sind. Rubik gelingt es, soziale Realitäten, innere Zerrissenheit und zwischenmenschliche Dynamiken in einer sprachlichen Intensität einzufangen.
Besonders herausragend ist die wütende, hellsichtige und schonungslose Figur der Meg. Ihre Fähigkeit, Menschen zu durchdringen und ihre Selbsttäuschungen offenzulegen, verleiht dem Roman eine fast philosophische Schärfe.
Furye ist letztlich ein Roman über das Erwachsenwerden, aber auch über das, was bleibt, wenn man längst erwachsen ist. Über Freundschaft als Überlebensstrategie, über Wut als Motor und über die Suche nach einem Platz in einer Welt, die nicht für alle gleich gemacht ist.
Eine klare Leseempfehlung, wenngleich einzelne Passagen etwas in die Länge gezogen werden, wodurch sie dem Buch an Lesefluss nehmen.
" "Was ist das?!", fragte sie.
"Hässliche Wahrheit...", antwortete ich. "
mich hat's von Anfang an gepackt!
knapp an 5* vorbei gerauscht und das nur wegen dem Ende...
Ich habe das Hörbuch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen. Ich kann nicht sagen, ob es am Hörbuch lag oder an der Story aber es hat mich nicht gepackt. Es scheint Zeitsprünge zu geben, die für mich im Buch teilweise extrem schwer nachzuvollziehen waren, wodurch ich wirklich oft verwirrt war. Vielleicht ist das beim Lesen eleganter gelöst? Aber es war mir einfach zu monoton, zu langatmig und hat mich nicht abgeholt. Leider.
Ein kurzweiliger, berührender und gewaltiger Roman, welcher sensible Inhalte behandelt!
Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Handlung reinzukommen, aufgrund der Zeit- und Handlungssprünge, die gerade zu Beginn recht verwirrend waren. Danach konnte es mich vollständig in seinen Bann ziehen.
Die Autorin schafft es die Erzählstränge nach und nach darzulegen und abschließend miteinander zu verknüpfen.
Das Ende ist offen gestaltet und hat mich mit recht vielen Fragen zurückgelassen.
Das Buch und der Titel haben bei mir Erwartungen geweckt, die leider nicht getroffen wurden. Zwei der drei titelgebenden Furien wurden nicht beleuchtet, ebenso wenig die besondere Beziehung der Furien zueinander. Mir hat es bei den Charakteren an Tiefe gefehlt. Auch der Plot wirkte flach.
Ich hatte anfangs Probleme, in das Buch reinzufinden. Die Schreibweise ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Schnell war ich aber sehr gefesselt von beiden Handlungssträngen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das Ende kam dann doch irgendwie plötzlich. Und war auf so vielen Ebenen extrem emotional, sodass ich mit Herzrasen zurück bleibe.
Das war leider gar nicht meins. Ich mochte den Schreibstil gar nicht und kam auch in die Geschichte überhaupt nicht rein. Müsste es darum leider abbrechen.
Manche Bücher liest man – und manche Bücher durchlebt man. Furye gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Es ist kein Roman, der dich sanft an die Hand nimmt. Er fordert, reibt, erschüttert. Und genau darin liegt seine Kraft.
Die Intensität zieht sich nicht nur durch einzelne Momente, sie ist der Puls der ganzen Geschichte.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, nicht nur zuzusehen, sondern mitten in einem inneren Sturm zu stehen. Wut, Verletzlichkeit, Begehren, Abgründe – alles ist spürbar nah. Man kann sich dem kaum entziehen, selbst wenn man es wollte.
Beeindruckend ist die kompromisslose Ehrlichkeit. Der Schreibstil beschönigt nichts. Er schaut hin, auch dort, wo es wehtut. Vor allem dort wo es wehtut.
Die Protagonistin begegnet uns in zwei Versionen ihrer selbst. In ihrer jüngeren Gestalt ist spürt man diese rohe Energie. Eine beinahe trotzige Lebendigkeit.
Entscheidungen werden aus dem Bauch heraus getroffen, Gefühle brennen ungefiltert, alles ist intensiver, größer, existenzieller. Jugend stellt hier keine idyllische Phase dar, sondern eine Kraft. Manchmal zerstörerisch, aber immer radikal lebendig.
Und dann ist da die spätere Version von ihr... Reifer, reflektierter – aber auch schwerer. Man spürt nicht nur die Aufarbeitung einer alten, tief sitzenden und nie verheilten Wunde. Nein, es liegt auch eine stille Sehnsucht nach genau dieser kompromisslosen Intensität von früher in ihr. Nicht, weil alles damals besser war. Sondern weil es unmittelbarer war. Weil man noch nicht wusste, was man verlieren kann.
Diese Gegenüberstellung hat mich besonders berührt. Sie zeigt, wie wir uns selbst fremd werden können. Wie wir gleichzeitig stolz auf unser Überleben sind – und doch etwas vermissen, das wir nur in unserer eigenen Vergangenheit finden.
Furye erzählt damit nicht nur eine Geschichte, sondern stellt eine unbequeme Frage: Was bleibt von uns, wenn die Wildheit leiser wird? Und was kostet es, sie zurückhaben zu wollen?
Dieses Buch bleibt. Nicht, weil es laut ist – sondern weil es etwas in Bewegung setzt.
Die Hälfte des Buches bin ich in Gedanken abgeschweift, weil es mich einfach nicht abgeholt hat. Die Tagebuchpassagen der jungen Alec waren noch mit am interessantesten.
Jedoch ist das Buchcover eine 5/5 ⭐️
Ich fand es unglaublich zäh. Habe es gehört und selbst da war es schwierig. Alle Menschen sind auf Ihre Art verzweifelt und ohne Sinn. Getrieben von äußeren Einflüssen und glücklich, selbst für einen kurzen Moment, keiner.
Darüber eine Wut und eine Weisheit, jenseits der 17 Jahren der Protagonisten.
Die zweite Zeitebene war genauso trostlos. Denke deswegen fand ich es so zäh. Es zieht dich in einen trostlosen Sumpf der Sinnlosigkeit.
War so gar nicht meins, aber muss es ja auch nicht immer.
Für alle die es lesen wollen, evtl nicht im Winter, da wird der Blues eher schlimmer 🥴
Sprachgewaltig, bedrückend und schonungslos ehrlich
In "Furye" kehren wir mit der Ich-Erzählerin, die wir unter dem Namen Alec kennenlernen, zurück in jenen Sommer vor 20 Jahren an der südfranzösischen Küste, der alles veränderte. In Retrospektiven wird von Freundschaft, der ersten Liebe und dem Aufwachsen unter der Last sozialer Ungleichheiten erzählt. In der Gegenwart begegnet uns eine Erzählerin, der es zwar monetär an nichts mehr mangelt, dafür aber emotional umso mehr.
In jeder Zeile des Romans schwingt die melancholische Erinnerung an den Sommer der Jugend mit. Man spürt beim Lesen förmlich die Sonne auf der Haut, hört das Zirpen der Grillen und riecht den Pinienduft. Wer hier aber ein locker-leichtes Sommerbuch erwartet, liegt falsch, denn in "Furye" werden schwere Themen wie Mutterschaft, soziale Klasse und Selbstbestimmtheit junger Frauen aufgegriffen. Dabei würde ich empfehlen, den Klappentext nicht zu lesen, da dieser eventuell falsche Erwartungen weckt.
Für mich ein echtes Highlight, das mich tief berührt hat und mich sicher noch lange beschäftigen wird.
„Furye“ wird aus der Perspektive von Alec erzählt, einer erfolgreichen Musikmanagerin, die das Gefühl hat, nichts mehr wirklich zu fühlen. Sie reist in ihren Heimatort in Südfrankreich, wo sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und sich an einen Sommer vor zwanzig Jahren erinnert, als sie und ihre beiden Freundinnen sich selbst „die Furyen“ nannten. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Ebenen: Gegenwart und Jugend.
Alec ist keine klassische Sympathieträgerin – sie ist hart, verschlossen und widersprüchlich, aber genau das macht sie glaubwürdig. Ihre innere Zerrissenheit ist eng mit den Verletzungen ihrer Jugend verbunden. To be honest: an manchen Stellen konnte ich ihre Entscheidungen einfach nicht nachvollziehen.
Der Roman behandelt Themen wie erste große Liebe, Freundschaft, Verlust, Identität, unerfüllten Kinderwunsch sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch. Er zeigt, wie schwer es ist, mit der eigenen Geschichte Frieden zu schließen.
Besonders gefallen hat mir das Setting in Südfrankreich – selbst im Winter spürt man in der Geschichte noch die Wärme des Sommers. Ich habe etwas gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden, aber je mehr man über Alec erfährt, desto stärker wirkt der Roman.
Atmosphärisch dicht, stellenweise beklemmend, mit einem direkten und teils poetischen Schreibstil.
„Furye“ ist ein vielschichtiger, tragischer Roman, der mich überzeugen konnte.
Ich wollte dieses Buch mögen – der Titel verspricht starke Frauen, starke Werte, starken Zusammenhalt.
Doch Furye will zu viel auf einmal.
Liebe, Gewalt, Freundschaft, Trauer, Kinderwunsch, soziale Ungleichheit, Sucht, Feminismus, Suizid, Transidentität: alles ist da, nichts geht wirklich in die Tiefe. Die Themen bleiben angerissen und verlieren dadurch an Wirkung.
Am Ende blieb für mich die Frage: Worum geht es eigentlich?
Besonders enttäuschend fand ich, dass die Frauenfiguren kaum Solidarität zeigen – sie sind (ebenso wie die männlichen Charaktere) oft unsympathisch, unfair und wenig unterstützend untereinander. Das steht im starken Kontrast zum Titel, der etwas anderes suggeriert.
Einzig und allein die Eltern sowie die Nachbarin der Protagonistin waren mir sympathisch - über die lese ich gerne mehr!
So bleibt Furye für mich ein Roman mit großem Anspruch, der diesem leider nicht gerecht wird- laut im Thema, überraschend leer im Kern.
2 Sterne ⭐️
Meine lieben Goodreads-Menschen. Wir müssen reden.
9 von euch, die einen ähnlichen Buchgeschmack wie ich haben, fanden dieses Buch mega (4-5 Sterne) und haben darüber geschwärmt.
Also habe ich es gelesen.
Ich habe gewartet und gewartet auf diesen einen Moment, wo mich dieses Buch vom Hocker haut, mich berührt oder etwas mit mir macht.
Doch für mich ist dieses Buch eine Enttäuschung.
An dieser Stelle bin ich kritisch, da ich vor allem ja eine Diskrepanz zwischen meinen Erwartungen und meinem Lebenserlebnis erfahren musste.
An der Stelle, daher meine konkrete Frage, für alle, die bis hierhin gelesen haben:
• Was möchte das Buch sagen?
• Wieso habe ich mich jetzt verleiten lassen diese >350 Seiten zu Ende zu lesen?
• Bin ich die einzige, die das Buch nicht fühlt?
Ich musste mir etwas Zeit nehmen, um zu diesem Buch etwas zu sagen.
Man braucht etwas, um reinzukommen und auch um zu verstehen, um was es denn eigentlich geht. Wenn man dranbleibt, wird man aber belohnt. Ich konnte auch ein gute Bindung mit den einzelnen Charakteren aufbauen und immer mehr mitfühlen. Eine intensive, schmerzhaft schöne Geschichte. ❤️🩹
Furye ist ein mitreißender Roman, mit einer klaren, eindringlichen Schreibweise. Die Handlung sorgt für einen gewissen Sog, der einen gerne weiterlesen lässt. Allerdings konnte ich zu den Protagonisten keine wirkliche Nähe aufbauen, sie blieben für mich eher fern. Insgesamt ist es ein lesenswerter Roman und ich empfehle ihn gerne weiter.
Zugegebenermaßen hat es rund die ersten 100 Seiten gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte reingekommen bin. Die Zeitsprünge waren anfangs verwirrend und ich wusste nicht recht, was das Thema der Geschichte ist und worauf sie hinausläuft. Dann aber hat es mich richtig gepackt. Gegen Ende hatte ich den Ausblick vom Anfang komplett vergessen und es hat mich unerwartet wieder eingeholt. Die Autorin schafft es, die Erzählstränge nach und nach aufzulegen und miteinander zu verknüpfen.
Nicht zuletzt ist das Cover einfach wunderschön. Klare Empfehlung! :)
Triggerwarnung: Beschreibung einer Abtreibung und Szenen mit Gewalt
Furye erzählt die tragische Geschichte der 3 Furien – roh, ehrlich und manchmal schmerzhaft. Der Roman wirkt stellenweise recht langatmig und verlangt Geduld, doch genau dieses langsame Voranschreiten verstärkt die emotionale Wucht der Handlung. Wer dranbleibt, wird mit einer bewegenden, eindringlichen Geschichte belohnt.
Furye ist gewaltig schön, geht unter die Haut und nichts ist so, wie es scheint. Das Cover lässt vermuten, dass es sich um eine leichte Sommerlektüre handelt. Das ist aber gar nicht der Fall. Die Autorin spielt unglaublich gut mit Rückblenden, die den Sommer der ersten Liebe von Alec der Protagonistin zeigen. Die Geschichte wird von hinten nach vorne bis hin zur Gegenwart peau à peau offenbart und lässt den Leser schlussendlich melancholisch zurück. Ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle.
⭐️⭐
Ich habe das Buch leider abgebrochen 📘✋, obwohl ich mir anfangs wirklich viel davon versprochen hatte. Für mich kam kaum Spannung auf. Die Handlung wirkte langatmig und zog sich ohne klare Richtung dahin 😕. Selbst nach über der Hälfte wusste ich immer noch nicht, worum es eigentlich geht 🤯.
Die Charaktere waren für mich unsympathisch und schwer greifbar, was das Lesen nicht leichter gemacht hat 😩. Insgesamt war es eine verwirrende und enttäuschende Erfahrung. Zwei Sterne gibt es trotzdem, weil der Stil stellenweise Potenzial erkennen lässt und das Cover Ultra schön ist ✍️✨.
Ich habe Furye als Hörbuch angefangen und muss leider sagen: Ich finde einfach keinen Zugang zur Geschichte. Von Anfang an plätschert alles eher ziellos vor sich hin, ohne dass mich die Handlung emotional packt oder wirklich neugierig macht.
Vielleicht bin es am Ende einfach ich – oder das Buch – aber die Verbindung wollte einfach nicht entstehen. Nach 3 Stunden und 41 Minuten habe ich daher die Reißleine gezogen.
Schade, denn der Klappentext klang schon vielversprechend.
Insgesamt ist „Furye“ kein leichter Sommerroman, sondern eine berührende, melancholische Reise in die Vergangenheit in Kombination mit nackten Missständen.
Ich fand die Geschichte sehr einprägsam, vielschichtig und das wird auf jeden Fall eine Empfehlung!
Die Protagonistin, die sich selbst Alec nennt, kehrt in ihre Vergangenheit zurück, in die Stadt am Meer voller Erinnerungen, ein Szenenwechsel zu ihrem erfolgreichen Leben in der Großstadt. Durch zwei Zeitebenen bekommen wir Einblicke in Alecs Jugend, ihre Freundschaft zu Tess und Meg, ihre erste Liebe und ihre Familie in einem Viertel, indem alles zerfällt. Hier wird gespielt mit Gegensätzen, aber rein gar nicht übertrieben, sondern genauso real, wie diese direkt nebeneinander existieren. Furye ist radikal und geht unter die Haut, vor allem gegen Ende, wenn sich alle Stränge zu einer Handlung verbinden. Diese Freundschaft ist so komplex und einzigartig, nicht weil sie besonders schön ist sondern vielleicht einfach besonders 😄
Man wechselt zwischen Wut und Trauer und manchmal hab ich mich ertappt wie ich nickend zustimme zu Megs Monologen und ihre nicht beschönigende Weltansicht.
Die Beziehung und Alecs erste Liebe und die schmerzhafte Erinnerung die damit kommt, ein Geheimnis und der Schmerz gegenüber Romains Vater war anfangs verwirrend, aber wie gesagt, gegen Ende fließt alles zusammen.
Mir hat es wirklich sehr gefallen! Eine tolle Verkettung von Emotionen, eine Coming of Age Geschichte die einfach “stumpf” real ist, ohne langweilig zu werden, da so viel passiert. Zwischen dem Blau des Mittelmeer und dem Dreck des Innenhof Bolzplatz spielt Furye im Sommer im Süden Frankreichs und erzählt die Geschichte vieler Leben.
Rezension – Furye von Kat Eryn Rubik
Ich habe Furye als Rezensionsexemplar erhalten und möchte in dieser Rezension ganz offen und ehrlich über meine Leseerfahrung sprechen.
Erstmal vielen Dank an @netgalleyde @netgalley @penguinbuecher @penguinrandomhouse für die Bereitstellung des E-books.
Nach etwa 53 % habe ich das Buch letztlich abgebrochen. Auch wenn ich es grundsätzlich selten tue, ist es mir wichtig zu betonen, dass es völlig in Ordnung ist, Bücher nicht zu Ende zu lesen, wenn sie einfach nicht mit einem selbst harmonieren. Lesen soll Freude machen und kein Zwang sein. 🙃
Leider bin ich mit der Geschichte, den Zeitsprüngen und besonders mit der Protagonistin nicht richtig warm geworden. Die Erzählweise hat mich eher verwirrt als gefesselt, und ich fand keinen Zugang zur Figurenentwicklung oder zum emotionalen Kern der Handlung. Das hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen, bis ich schließlich entschieden habe, das Buch abzubrechen. 🫣
Das bedeutet jedoch nicht, dass Furye ein schlechtes Buch ist. Im Gegenteil: Ich weiß, dass viele Leser und Leserinnen genau das schätzen, womit ich persönlich Schwierigkeiten hatte und zwar die ungewöhnliche Struktur, den Stil und die Art der Figurengestaltung. Geschichten wirken auf jeden Menschen anders, und Geschmäcker sind verschieden.
Diese Rezension spiegelt ausschließlich meine persönlichen Eindrücke wider. Wenn euch der Klappentext anspricht oder ihr experimentelle Erzählstile mögt, kann es sehr gut sein, dass Furye genau das Richtige für euch ist.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Dadurch, dass ich zwischen durch immer mal wieder eingeschlafen bin, hab ich zunächst schwer in die Geschichte eingefunden :D. Somit haben mich die Zeitwechsel am Anfang auch verwirrt. Die Liebesgeschichte der Protagonisten hat mich dann aber wieder zum weiterhören bewegt. Ich fand das Ende wirklich tragisch und musste erstmal darauf klarkommen. Sehr schwermütiges, schönes, berührendes Buch. Ich denke jedoch jetzt brauche ich erst einmal wieder eine leichte Liebesgeschichte 😊
„Irgendwann wird all das nur noch als vage, pastellige Erinnerung durch meinen längst grauen Kopf schwirren.
Und ich werde nur das Schöne erinnern. Wie man immer nur das Schöne erinnert, wenn genug Zeit vergangen ist.“
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Ein Cabrio stürzt an den steilen Klippen einer namenlosen Küstenstadt in die Tiefe. Die namenlose Protagonistin - stilsicher und smart, Musikmanagerin und erfolgreiche Selfmadefrau - weiß mehr, doch sie schweigt. Sie erinnert sich an diesen einen verhängnisvollen Sommer am Meer, als sie 17 war und mehrere Schicksale untrennbar miteinander verwoben wurden. Damals nannte sie sich Alec und war eine der 3 Furien.
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Mit „Furye“ hat sich im Oktober noch ein letztes Sommerbuch in meine Leseliste geschlichen. Eines, das atmosphärisch so dicht war, dass sich die Emotionen zeitweise wie schwere Decken über mich legten. Kein:e Protagonist:in verriet uns einen wahren Namen, doch anonym blieb dennoch niemand von ihnen - Kat Eryn Rubik hat faszinierende und tiefgründige Figuren entworfen, denen ich gern in ihre Geschichte gefolgt bin. Dabei sprangen die Szenen immer wieder zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her und gaben so Einblicke in Gefühlswelten voller Schmerz, Reue und verpasster Chancen frei.
Die Kapitel waren lang, poetisch, manchmal wirkten sie wie Tagebucheinträge. Dem Plot konnte ich nicht immer ganz folgen, ging er doch keine stringenten Wege, aber die melancholische Spätsommeratmosphäre, die zwischen den Zeilen hing, machte das wieder gut.
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Ein leises Buch voller Gefühl, um den Sommer ziehen zu lassen - ich habe es gerne gelesen und mag, wie Dumont einfach immer wieder besondere Geschichten findet, die nachhallen.
Vom Cover her dachte ich zuerst, Furye wäre so ein typischer Sommerroman, leichte Vibes, Freundschaft, Coming-of-Age. Aber das Buch war ganz anders, als ich erwartet hatte: düster, bedrückend und irgendwie schwer greifbar.
Die namenlose Protagonistin erzählt abwechselnd aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit, vom „Sommer der Furien“, den sie als Jugendliche mit ihren Freundinnen verbracht hat. Eigentlich eine spannende Idee, aber mich hat die Geschichte überhaupt nicht gepackt. Ich fand den Ton sehr düster und distanziert, und ich konnte einfach keine Verbindung zu den Figuren aufbauen.
Nach etwa 60 Prozent bin ich ehrlich gesagt ausgestiegen und habe den Rest nur noch überflogen. Für mich hat es sich leider sehr gezogen, und am Ende blieb einfach kein Gefühl oder Gedanke hängen.
Fazit: Düster, langatmig, und leider gar nicht meins.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an total gefesselt. Ich war sofort mitten in der Geschichte und habe die Sprache der Autorin geliebt. Es ist kein leichter Sommerroman, sondern unglaublich düster und atmosphärisch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hab es fast in einem Zug durchgelesen. Das Ende hat mich berührt und sprachlos gemacht.
Der Roman „Furye“ von Kat Eryn Rubik wird seit 3 Monaten gefeiert und gelobt. Gar nicht so einfach sich da eine eigene Meinung zu bilden. Ich versuche es dennoch:
Zunächst einmal erinnert mich der Inhalt teilweise an andere Romane wie beispielsweise:
1. „Amphibium“ von Tyler Wetherall:
- Junge Mädchen sind sich ihrer Macht aufgrund der eigenen Jugendlichkeit und ihrer Wirkung dadurch aktiv bewusst und nutzen sie zu ihrem Vorteil
- die Gradwanderung zwischen Eigenermächtigung und gleichzeitiger Bedrohung durch den patriarchale System ist allgegenwärtig
2. „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl:
- eine Gruppe Mädchen entschließt sich, Rache an Männern zu nehmen, die in den verschiedensten Situation übergriffig geworden sind.
Mit dem inoffiziellen Untertitel „Der Sommer der Furien“ trifft Rubiks Roman demnach schon mal einen Zeitgeist, was die Auseinandersetzung mit den Themen Feminismus und (weiblich gelesene) Jugendlichkeit betrifft. Leider verliert sich das Thema aus meiner Sicht im Laufe des Buches und insbesondere die Liebesgeschichte rückt mehr in den Fokus.
Darüber hinaus verhandelt Rubik auch über Depressionen, Freundschaft, Elternschaft, Klassenunterschiede, Alkoholismus, Lebensentscheidungen, Kinderwunsch und häusliche Gewalt. An der ein oder anderen Stelle etwas viele Themen aber dennoch aus meiner Sicht gekonnt (insbesondere sprachlich) umgesetzt.
Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch beschreiben soll:
Es fing stark an, wurde langsamer in der Handlung, das Ende hat mich emotional gepackt.
Die letzten Worte von Romain an Alec … sie sind so wahr, sie haben mich so tief berührt. Am liebsten würde ich die Worte verewigen für immer, sodass ich sie nie vergesse.
Rund um war es, aus meiner Sicht, nicht die typische Sommerlektüre, wie einige es bewerten. Sondern ein tiefgründiger Roman mit Kulisse.
Ich würde mich freuen mehr von der Autorin zu lesen!
Literarisch und auch inhaltlich ein wunderschönes Buch!
Die Sichtweise durch die Protagonistin ist bewusst distanziert auf manche Aspekte und als Leser bleibt man über so manche Rahmenbedingungen im Dunkeln, während sich das große Bild der Geschichte fügt.
Das Buch bringt tiefe Gefühle und einen Schmerz über die Liebe und Vergangenheit, wo dennoch viel Schönes mitschwingt
schön, traurig, unangenehm und fesselnd aber vor allem ehrlich.
Die Geschichte der Protagonisten ist abwechslungsreich aber im Richtigen Maße mitreißend und dabei subtil ehrlich unangenehm. Oft verwirrend zu lesen und schwierig der Geschichte zu folgen aber genau dies macht das Buch besonders. Der Stil des Buches ist ungewöhnlich und die Zeitsprünge absolut richtig abgestimmt. Ich mag die weibliche Sichtweise der vielen aufgegriffen Themen.
Das Buch ist großartig.
»Du bist nicht leer. Du kannst nicht weinen, weil du zu viel gesehen hast. Du bist alles, was du je gesehen hast, je gefühlt, je gesagt.
Das sind inzwischen unzählig viele Teile. Du weißt nicht, wer du bist? Weil du alles bist. Alles, was je war und je sein wird.« Er deutete beiläufig auf die Stelle der Narbe unter seinen Rippen. »Om-nia. Weil du klug bist. Und du fühlst dich leer, weil es dich kaputt macht, alles zu sehen und zu fühlen. Weil du verdammt bist, zu fühlen und zu sehen, während die Welt sich einfach weiterdreht und nicht darum schert. Das ist eben der Preis, den man dafür zahlt. Und du weißt, dass niemand jemals das sehen kann, was du siehst. Du bist allein. Ich bin allein.
Jeder ist allein.“
Eine wirklich erschreckende Geschichte, die einen so sehr berührt und verstört.
Wunderbar geschrieben. Es dringt in jede Phase des Körpers.
Ich habe definitiv einige Minuten gebraucht, um das gelesene zu verarbeiten.
Es hat mich sehr berührt.
Sehr tiefgehende und schöne Gedanken, ich persönlich fand es etwas lange zum Reinkommen, aber das Ende sehr emotional, tiefgehend, toll geschrieben und in Worten gefasst, was schwer in Worte zu fassen ist. Auf jeden Fall zu empfehlen!
Für alle, die sich gern durch Erinnerungen, Abgründe und ambivalente Figuren lesen – ohne glatte Antworten, dafür mit Nachhall.
Ich bin ehrlich – ich dachte zu Beginn: Wieder so ein Roman, der überall gehypt wird und bei mir nicht zündet?
Aber dann: Je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Man muss sich an den Erzählstil gewöhnen, ja. Aber wenn man drin ist, funktioniert’s.
Ich mochte die Dynamik zwischen Vergangenheit und Gegenwart, konnte mich auch nie ganz entscheiden, welche Ebene mich mehr packt.
Was mir gefehlt hat? An manchen Stellen einfach etwas mehr Inhalt. Einige Dinge blieben für mich zu offen, zu vage.
Als Sommerroman, wie er oft beschrieben wird, habe ich ihn ehrlich gesagt nicht empfunden – dafür war er mir zu melancholisch, zu zerrissen.